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    von Silke Wenzel
    Namen:
    Berthe Marx
    Ehename: Berthe Goldschmidt
    Varianten: Berthe Marx-Goldschmidt, Bertha Marx, Bertha Goldschmidt, Bertha Marx-Goldschmidt
    Lebensdaten:
    geb. in Paris, Frankreich
    gest. um in Biarritz, Frankreich

    Tätigkeitsfelder:
    Pianistin, Klavierbegleiterin, Komponistin
    Charakterisierender Satz:

    „The accord existing between him [Pablo de Sarasate] and his companion, Mme. Berthe Marx, is absolute, and it is scarcely possible to imagine more beautiful ensemble playing than that of the whole sonata, or of Schubert’s fantasia in C major by which it was followed. The pianist’s tone is remarkably fine and sonorous […], and her execution is completely satisfactory.”


    „Das Einverständnis, das zwischen ihm [Pablo de Sarasate] und seiner Begleiterin, Mme. Berthe Marx, besteht, ist vollkommen, und es ist kaum möglich, sich ein schöneres Zusammenspiel vorzustellen als jenes, das die beiden in der gesamten Sonate zeigten oder in Schuberts Fantasie C-Dur, die folgte. Der Ton der Pianistin ist bemerkenswert fein und klangvoll […], und ihre Interpretation vollständig befriedigend.“


    („The Times London“ vom 10. Juni 1890, S. 3).


    Profil

    Die Pianistin Berthe Marx studierte am Pariser Konservatorium Klavier bei Henri Herz. In den folgenden Jahrzehnten wurde sie in der Öffentlichkeit vor allem als feste Klavierbegleiterin und Konzertpartnerin des Geigers Pablo de Sarasate wahrgenommen, obwohl sie regelmäßig auch eigenständig auftrat. In ihrem Repertoire lassen sich bislang kaum Schwerpunkte erkennen. Berthe Marx spielte ebenso Werke von Johann Sebastian Bach, Ludwig van Beethoven, und Robert Schumann als auch von Franz Liszt, Camille Saint-Saëns und Joachim Raff bis hin zu Johann Strauss, Jr.


    Berthe Marx komponierte selbst und bearbeitete mehrere Stücke von Pablo de Sarasate für Klavier. Im Jahr 1905 bespielte sie einige Welte-Mignon-Rollen, u. a. mit einer Klaviersonate von Domenico Scarlatti in der Bearbeitung von Carl Tausig sowie mit einer eigenen Klavierbearbeitung von Pablo de Sarasates „Zigeunerweisen“.

    Orte und Länder

    Berthe Marx wurde in Paris geboren, absolvierte dort ihr Studium und behielt ihren Wohnsitz in Paris bei. In späteren Jahren wohnte sie 53bis, Rue Jouffroy und verbrachte die Sommermonate in Biarritz.


    Konzertreisen führten Berthe Marx durch zahlreiche europäische Länder sowie in die USA. Sie konzertierte regelmäßig in London und Paris.

    Biografie

    Berthe Marx wurde am 28. Juli 1859 in Paris geboren. Ihr Vater, Isidor Marx, war über vierzig Jahre lang Violoncellist an der Pariser Oper und Lehrer am dortigen Konservatorium, die Mutter stammte aus der Musikerfamilie Singer (vgl. Degener 1909). Zu den Geschwistern von Berthe Marx zählte auch der bekannte Maler und Porträtist Alphonse Marx.


    Ab dem Alter von vier Jahren erhielt Berthe Marx eine erste musikalische Ausbildung von ihrem Vater und wurde bereits mit neun Jahren, 1868, am Pariser Conservatoire in die Klasse des Pianisten Henri Herz aufgenommen. Dort gewann sie 1874 in den Prüfungskonzerten den ersten Preis in Klavier. Angaben über eine mögliche Fortsetzung ihres Studiums an einem anderen Ort fehlen bislang ebenso wie zu ihrem öffentlichen Debüt und ihren Tätigkeiten in den ersten Jahren nach dem Studium.


    Erst ab Mitte der 1880er Jahre wurden Konzerte von Berthe Marx regelmäßig in der Presse besprochen. Zu diesem Zeitpunkt war sie bereits als Pianistin etabliert und wirkte u. a. als Klavierbegleiterin und Konzertpartnerin von Pablo de Sarasate. Die feste Zusammenarbeit der beiden Musiker begann spätestens 1886 und hatte bis zum Tod von Pablo de Sarasate im Jahr 1908 Bestand. In dieser Zeit unternahmen die beiden u. a. Tourneen durch Europa, die USA und Mexiko und gaben – zeitgenössischen Angaben zufolge – insgesamt mehr als 700 gemeinsame Konzerte. Dennoch sind bislang – abgesehen vom Londoner Musikleben – nur vereinzelt Auftritte nachzuweisen.


    Die erste nachweisbare Konzertreise von Pablo de Sarasate und Berthe Marx führte im Winter 1886/87 durch Deutschland. Dort traten sie z. B. bei einem Konzert am 3. November 1886 in Frankfurt a. M. u. a. mit Joachim Raffs Violinsonate A-Dur (op. 78) und der Fantasie C-Dur (op. 159) von Franz Schubert auf, und Berthe Marx spielte u. a. eine der Rhapsodien von Johannes Brahms. Der Frankfurter Korrespondent der „Neuen Zeitschrift für Musik“ berichtete: „hier [hatte man] Gelegenheit, den großen spanischen Geiger Sarasate zu bewundern. […] Mit Frau Marx spielte er die zweite große Sonate für Clavier und Violine von Raff und eine Fantasie von Schubert. Die Pianistin ist im Besitze einer vortrefflichen Technik, der Anschlag ist nach Bedürfniß markig und wiederum weich. Noch mehr wie im Ensemblespiel bewährte Frau Marx ihre Vorzüge bei den Solostücken. Nur mit dem Vortrag der Brahms’schen Rhapsodie konnte man nicht ganz einverstanden sein.“ („Neue Zeitschrift für Musik“ vom 19. Januar 1887, S. 30) Ein weiteres Konzert fand am 18. Januar 1887 im Dresdner Gewerbehaussaal statt (vgl. „Neufe Zeitschrift für Musik“ vom 20. April 1887, S. 175). Am 29. November 1889 konzertierten Pablo de Sarasate und Berthe Marx im New Yorker Broadway Theatre, und die New Yorker Presse hob vor allem Berthe Marx’ Fähigkeiten als Klavierbegleiterin hervor: „Mme. Marx proved to be a pianist whose work was agreeable, if not striking. The distinguishing characteristics of her style are grace, fluency, and clearness. She is without breadth or impressiveness. The qualities noted in her playing are not without their usefulness, and may be made productive of good results.” („Mme. Marx bewies, dass sie eine Pianistin ist, deren Arbeit angenehm, wenn nicht bemerkenswert ist. Die wesentlichen Eigenschaften ihres Stils sind Anmut, Geläufigkeit und Klarheit. Sie ist ohne Klangfülle oder Eindrücklichkeit. Die in ihrem Spiel bemerkten Qualitäten sind nicht ohne Nützlichkeit und können zu guten Ergebnissen führen.“ „The New York Times” vom 30. November 1889) Über einen weiteren gemeinsamen Auftritt in Berlin am 20. Februar 1900, bei dem Berthe Marx das Klavierkonzert As-Dur (op. 17) von Alexander Zarzycki interpretierte, berichtete die „Neue Zeitschrift für Musik“: „Zwei gern gesehene Gäste kehrten am 20. Februar in unserer Stadt ein, Herr Pablo de Sarasate und Frau Berthe Marx-Goldschmidt, welche sich mit dem Winderstein-Orchester verbanden, um, staunenswerth bei diesen beiden Künstlern, einige – Novitäten vorzuführen. […] Frau Berthe Marx spielte ein Concert für Pianoforte und Orchester von Zarsycki in vollendeter Weise bez. Technik und Interpretation. Schade, daß ihre Kunst keinem würdigeren Objekte galt, denn dies ‚Concertstück‘, nicht Concert verläßt nicht einen Augenblick den Boden anständiger Salonmusik, also ein Gebiet, dem bisher schon das Schaffen Zarsycki’s gegolten hat. Mit 3 Stücken von Saint-Saëns, Rubinstein und Liszt enthusiasmirte Frau Marx die Zuhörerschaft.“ („Neue Zeitschrift für Musik“ vom 21. Februar 1900, S. 103)


    Im Londoner Musikleben traten Pablo de Sarasate und Berthe Marx erstmals im Sommer 1889 gemeinsam mit sechs Konzerten in der St. James’s Hall auf (am 11., 18. und 25. Mai sowie am 1., 8. und 15. Juni), und ihre Aufführungen wurden in den folgenden Jahren zu einem festen Bestandteil der Londoner „Seasons“. Unter den von ihnen gegebenen Konzerten waren sowohl gemeinsame Auftritte als auch solistische Auftritte mit Orchestern und eigenständige Klavierabende von Berthe Marx (vgl. Concert Programmes Database unter „Links“, ohne nähere Angaben zum Programm). Von Beginn an wurde dabei das Besondere ihres Zusammenspiels von der Presse hervorgehoben, so z. B. in der Rezension eines Konzertes, das das Duo im Oktober 1889 in der Londoner St. James’s Hall gab: „Saint-Saëns’ Sonata in D minor (op. 75), which commenced the concert, is not a very interesting work […]. It served […] to display the marvellous perfection of ensemble to which the two artists have attained, and which is only possible when performers have grown accustomed to each other’s style by long association. […] Madame Berthe Marx has a singularly pure, limpid touch, and her execution of scale passages is noteworthy for clearness and brilliancy.” („Die Sonate d-Moll [op. 75] von Saint-Saëns, mit der das Konzert begann, ist kein sehr interessantes Werk […]. Aber es diente dazu […], die fantastische Vollkommenheit im Zusammenspiel, die die beiden Künstler erlangt haben, zu offenbaren. Sie ist nur dann möglich, wenn die Ausführenden sich durch eine lange Verbindung an den Stil des jeweils anderen gewöhnt haben. […] Madame Berthe Marx hat einen einzigartig klaren, durchsichtigen Anschlag, und ihre Läufe sind, was Klarheit und Brillianz angeht, bemerkenswert.“ „The Musical Times“ vom 1. November 1889, S. 662) Bei einem Konzert im Juni 1890 – wiederum in der St. James’s Hall – standen u. a. Joachim Raffs Violinsonate e-Moll (op. 73), Ludwig van Beethovens Violinsonate A-Dur (op. 47), Franz Schuberts Fantasie C-Dur (op. 159) und Camille Saint-Saëns’ Konzertstück A-Dur (Violinkonzert, op. 20) auf dem Programm. Zudem spielte Berthe Marx die „Variations sérieuses” d-Moll (op. 54) von Felix Mendelssohn Bartholdy, die Ballade g-Moll (op. 23) von Frédéric Chopin sowie die Ungarische Rhapsodie Nr. 6, Des-Dur, von Franz Liszt. Auch nach diesem Konzert hob die „London Times“ an erster Stelle das Miteinander der beiden Musiker hervor: „The accord existing between him [Pablo de Sarasate] and his companion, Mme. Berthe Marx, is absolute, and it is scarcely possible to imagine more beautiful ensemble playing than that of the whole sonata, or of Schubert’s fantasia in C major by which it was followed. The pianist’s tone is remarkably fine and sonorous […], and her execution is completely satisfactory; though a certain want of repose was felt in her rendering of some of Mendelsohn’s Variations sérieuses and in Chopin’s ballade in G minor, her playing of Liszt’s sixth rhapsody was extremely good, and her neatness of method is very praisworthy.” („Das Einverständnis, das zwischen ihm [Pablo de Sarasate] und seiner Begleiterin, Mme. Berthe Marx, besteht, ist vollkommen, und es ist kaum möglich, sich ein schöneres Zusammenspiel vorzustellen als jenes, das die beiden in der gesamten Sonate zeigten oder in Schuberts Fantasie C-Dur, die folgte. Der Ton der Pianistin ist bemerkenswert fein und klangvoll […], und ihre Interpretation vollständig befriedigend; obwohl man sich in Mendelssohns Variations sérieuses und in Chopins Ballade g-Moll mehr Ruhe gewünscht hätte, war ihr Spiel von Liszts sechster Rhapsodie überaus gut und ihre methodische Ordentlichkeit ist sehr lobenswert.“ „The Times London“ vom 10. Juni 1890, S. 3). Bis 1895 und nochmals in den Jahren 1901 und 1903 gaben Pablo Casals und Berthe Marx in der Regel pro Saison drei bis sechs Konzerte in London. So spielten sie z. B. Anfang Dezember 1890 Camille Saint-Saëns’ „Etude en forme de Valse“ (op. 52 Nr. 6, vermutlich in der Bearbeitung für Violine und Klavier von Eugène Ysaÿe), Anton Rubinsteins Staccato-Etüde und Joachim Raffs „Fée d’amour“ (vgl. „The Times London“ vom 9. Dezember 1890, S. 4), traten im Juni 1891 gemeinsam vor der englischen Königsfamilie mit Franz Schuberts Rondo h-Moll (op. 70), nochmals Joachim Raffs „Fée d’amour“ sowie – als Solo von Berthe Marx – mit einer „Valse“ von Moritz Moszkowski auf (vgl. „The Times London“ vom 29. Oktober 1891, S. 7), und gaben Ende Juni 1892 ein Konzert mit Robert Schumanns Sonate für Klavier und Violine (op. 121), Franz Schuberts Fantasie C-Dur (op. 159) und Camille Saint-Saëns‘ Konzertstück A-Dur (Violinkonzert, op. 20); Berthe Marx spielte zudem Orgel-Toccata und Fuge d-Moll (BWV 565) von Johann Sebastian Bach in einer Klavierbearbeitung von Carl Tausig sowie einige Stücke von Franz Liszt (vgl. „The Times London“ vom 28. Juni 1892, S. 4). Die Konzertprogramme der folgenden Jahre waren in der Regel ebenfalls auf das klassisch-romantische Repertoire beschränkt, darunter Ludwig van Beethovens Violinsonate c-Moll (op. 30 Nr. 2), Joachim Raffs Violinsonate A-Dur (op. 78), Emile Bernards Suite für Violine und Klavier (op. 34), Robert Schumanns Violinsonate a-Moll (op. 105), Karl Goldmarks Suite E-Dur für Violine und Klavier (op. 11) und die Violinsonate G-Dur (op. 78) von Johannes Brahms. Zu den Solostücken von Berthe Marx gehörten u. a. Frédéric Chopins Scherzo (op. 54), eine Etüde a-Moll von Sigismund Thalberg und Felix Mendelssohn Bartholdys Fantasie fis-Moll (op. 28) (vgl. „The Musical Times” vom 1. November 1893, S. 662; vom 1. Juli 1895, S. 456; „The Times London” vom 3. Juni 1895, S. 10; vom 24. Juni 1895, S. 9).

    Häufig gaben Pablo de Sarasate und Berthe Marx während ihrer Aufenthalte in Großbritannien zudem mindestens ein Konzert in Edinburgh, Birmingham, Glasgow, Bristol und anderen Städten.


    Am 8. August 1894 hatte Berthe Marx den Pariser Pianisten Otto Goldschmidt (1846-1925) geheiratet und zog sich zwischen 1896 und 1899 vorübergehend aus dem Konzertleben zurück, während Pablo de Sarasate in London gemeinsam mit Otto Neitzel als Pianisten auftrat und die Presse ihre Abwesenheit eigens meldete (vgl. „The Musical Times“ vom 1. Dezember 1896, S. 810). Entsprechend wurde auch ihre Rückkehr als Klavierbegleiterin Pablo de Sarasates in der Presse gewürdigt. Im Mai 1899 gab das Duo erstmals wieder Konzerte in London und zwei Jahre später, im Mai 1901, schrieb die „London Times“ über Pablo de Sarasate und Berthe Marx: „The first [concert] took place before a large audience in St. James’s-hall yesterday afternoon, when he [Pablo de Sarasate] began his programme with Schubert’s ‘rondeau Brillant’ in B minor, being associated in this, and in Raff’s second sonata, with Mme. Berthe Marx-Goldschmidt, the distinguished pianist with whom he has played with such constant success in former years.” („Das erste Konzert fand gestern Nachmittag in der St. James’s Hall vor einem großen Publikum statt. Er [Pablo de Sarasate] spielte Schuberts Rondo Brillant h-Moll und Raffs zweite Sonate jeweils gemeinsam mit Mme. Berthe Marx-Goldschmidt, der hervorragenden Pianistin, mit der er bereits in früheren Jahren mit beständigem Erfolg aufgetreten war.“; „The Times London“ vom 22. Mai 1901, S. 11; vgl. auch „The Musical Times” vom 1. Juni 1901, S. 403) In London trat das Duo – soweit bislang ersichtlich – letztmals im Oktober 1903 auf (vgl. „The Times London“ vom 20. Oktober 1903, S. 5).


    Der letzte nachweisbare gemeinsame Auftritt fand im April 1908 statt. Dabei konzertierten Pablo de Sarasate und Berthe Marx bei einem Festival in Zaragoza (vgl. „The Musical Times“ vom 1. Mai 1908, S. 334). Pablo de Sarasate starb am 20. September 1908 in Biarritz. Als ein Jahr nach seinem Tod in Biarritz zu seinen Ehren eine Konzerthalle eingeweiht wurde, stand Berthe Marx im Mittelpunkt des musikalischen Programms (vgl. „The Musical Times“ vom 1. November 1909, S. 743).


    Eigene Konzerte von Berthe Marx sind bislang nur vereinzelt nachweisbar, u. a. in London, Paris und Berlin. Die wenigen Rezensionen vermitteln jedoch einen Eindruck von ihrer stilistischen Breite. So gab Berthe Marx z. B. am 23. Oktober 1890 einen eigenen Klavierabend in London, bei dem sie u. a. Franz Schuberts „Wandererfantasie“ (C-Dur, op. 15), Robert Schumanns Fantasiestücke (op. 12) sowie eine Etüde von Frédéric Chopin spielte (vgl. „The Musical Times“ vom 1. November 1890, S. 664); am 27. Mai 1893 interpretierte sie in der Londoner St. James’s Hall Ludwig van Beethovens Klaviersonate f-Moll („Appassionata“, op. 57), Cembalostücke von François Couperin und Jean-Philippe Rameau, drei „Lieder ohne Worte“ von Felix Mendelssohn Bartholdy und Johann Sebastian Bachs Präludien und Fugen c-Moll und D-Dur aus dem ersten Teil des „Wohltemperierten Klaviers“ (BWV 847/848) (vgl. „The Musical Times“ vom 1. Juli 1893, S. 408f.). In der gleichen Saison trat sie im Juni mit zwei eigenen Orchesterkonzerten in der Londoner St. James’s Hall an die Öffentlichkeit. Das Programm des zweiten Konzertes umfasste vier Solokonzerte unter der Leitung des Dirigenten William Cusins: die Klavierkonzerte Es-Dur (op. 73) von Ludwig van Beethoven, g-Moll (op. 22) von Camille Saint-Saëns, Es-Dur von Franz Liszt und die Uraufführung einer Fantasie E-Dur von Emile Bernard: „The French concerto was […] admirably given, as was the fantasia, a bright and at times brilliant work, the allegretto of which was particularly well received.” („Das französische Klavierkonzert wurde […] wunderbar gespielt und ebenso die Fantasia, ein leuchtendes und teilweise brilliantes Werk, von dem besonders das Allegretto gut aufgenommen wurde.“; „The Times London“ vom 3. Juli 1893, S. 10) Am 30. Dezember 1900 spielte Berthe Marx das Klavierkonzert Es-Dur (op. 29) von Camille Saint-Saëns unter der Leitung von Paul Taffanel im Pariser Salle des Concerts, konzertierte im Frühjahr 1904 mit dem Berliner Philharmonischen Orchester in Carl Maria von Webers Konzertstück f-Moll (op. 79) (vgl. „Zeitschrift der Internationalen Musikgesellschaft“, Heft 5/6 1904, S. 230) und gab am 3., 11. und 16. Mai 1905 drei Soloabende im Pariser Salle Erard (vgl. Concert Programmes Database). Im Januar 1906 meldete das „Musikalische Wochenblatt“, dass Berthe Marx im Januar und Februar eine Tournee durch Frankreich mit vierzig Konzerten plane, beginnend mit einem Konzert in Biarritz am 4. Januar 1906 (vgl. „Musikalisches Wochenblatt“ vom 4. Januar 1906, S. 14). Einen Monat später berichtete dieselbe Zeitschrift, Berthe Marx habe Anfang Januar ein Konzert in Breslau gegeben, bei dem sie ausschließlich mit Fantasien verschiedener Komponisten aufgetreten sei, darunter Werke von Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart, Franz Schubert, Felix Mendelssohn Bartholdy, Robert Schumann und Franz Liszt (vgl. „Musikalisches Wochenblatt“ vom 8. Februar 1906, S. 119). Das letzte bislang nachweisbare Konzert von Berthe Marx fand am 12. Januar 1912 im Rahmen eines Konzertes der Internationalen Musikgesellschaft in Brüssel statt. Dabei spielte Berthe Marx ausschließlich Werke von Franz Liszt, darunter einige der „Consolations“, eine „­Valse-caprice“, „Au bord d’une source“ aus den „Années de pèlerinage“ (1re année), die „Ungarische Rhapsodie“ Nr. 2, cis-Moll, die „Fantasie über Motive aus ‚Figaro‘ und ‚Don Juan‘ und einige Transkriptionen von Liedern Franz Schuberts – „toutes oeuvres pour piano, qui furent exécutées d’une manière vivante et compréhensive“ („alles Werke für Klavier, die lebendig und verständig interpretiert wurden“; „Zeitschrift der Internationalen Musikgesellschaft“ 1912, Heft 5, S. 185).


    Am 5. November 1905 spielte Berthe Marx mehrere Welte-Mignon-Rollen ein, darunter eine Klaviersonate f-Moll von Domenico Scarlatti in der Bearbeitung von Carl Tausig, eine Gavotte aus Christoph Willibald Glucks Oper „Iphigénie en Aulide“ in der Bearbeitung von Johannes Brahms sowie ihre eigene Bearbeitung von Pablo de Sarasates „Zigeunerweisen“ (vgl. Hagmann 2002, S. 217).


    Zu vermuten ist, dass Berthe Marx auch eigene Kompositionen schrieb, wovon jedoch lediglich eine Kadenz zum Klavierkonzert Es-Dur (KV 482) von Wolfgang Amadeus Mozart 1912 bei Simrock in Berlin gedruckt wurde. Bekannt wurde sie für ihre Klavierbearbeitungen von Violinstücken Pablo de Sarasates, darunter mehrere spanische Tänze und die „Zigeunerweisen“. Einige ihrer Bearbeitungen wurden ab 1889 in Pariser, Leipziger und Berliner Verlagen gedruckt.


    In späteren Jahren wohnte Berthe Marx teilweise in der 53bis, rue Jouffroy in Paris und teilweise in Biarritz. Sie starb im Dezember 1925 in Biarritz.


    Während ihres Lebens erhielt Berthe Marx mehrere Auszeichnungen, darunter auch die Verdienstmedaille „Bene merenti, 1. Klasse“ von Rumänien.

    Würdigung

    Ab Mitte der 1880er Jahre war Berthe Marx sowohl als Konzertpartnerin von Pablo de Sarasate als auch als eigenständige Pianistin im internationalen Musikleben präsent. Bereits 1893 schrieb Albert Ehrlich über Berthe Marx und ihre künstlerische Beziehung zu Pablo de Sarasate: „Als Begleiterin ist sie ihm vollkommen ebenbürtig, als Solistin wird ihr ebenso zarter als voller und mächtiger Ton, vollendet guter Anschlag und rücksichtslose Hingebung an die Intentionen der Komponisten, und zwar sowohl der älteren, wie der neueren, nachgerühmt.“ (Ehrlich, 1893, S. 178) Einen zusammenfassenden Blick auf das Spiel der Pianistin gab Walter Niemann 1921 in seinem Buch „Meister des Klaviers“. Darin heißt es: „Dem vollendet beherrschten Spielorganismus entspricht eine wahrhaft glänzende Technik, die den feinsten Tonschattierungen gehorcht. Der Anschlag ist edel, rund und von männlicher Energie beseelt. Das Empfinden durchaus persönlich und immer geschmackvoll, die Gedächtniskraft erstaunlich. Wo es das eigenste Gebiet dieser eminenten Künstlerin umschreiben kann: romanischen Esprit, Grazie, geistreich belebte Beweglichkeit, da weiß uns die Gattin des Pariser Pianisten Otto Goldschmidt, vortreffliche Komponistin und Bearbeiterin spanischer Rhapsodien und Tänze ihres großen Meisters der Geige, vor Leistungen zu stellen, die ein gut Teil Pariser Klavierspielkunst verkörpern.“ (Niemann 1921, S. 69)

    Eine angemessene und differenzierte Würdigung der Tätigkeiten von Berthe Marx wird jedoch erst nach weiteren Forschungen möglich sein.

    Rezeption

    Der Bekanntheitsgrad von Berthe Marx, u. a. auch als jüdische Musikerin (vgl. z. B. Kohut 1901), war so groß, dass sie während der NS-Zeit in Deutschland posthum in beiden antisemitischen NS-Musikerlexika verzeichnet wurde. Ihr Name wurde sowohl 1938 im Lexikon „Judentum und Musik“ von Hans Brückner und Christa Maria Rock, als auch 1940 im von Theo Stengl und Herbert Gerigk erstellten „Lexikon der Juden in der Musik“ indiziert.


    Derzeit werden die Tätigkeiten von Berthe Marx nicht rezipiert (zur zeitgenössischen Rezeption, vgl. „Biografie“ und „Würdigung“).

    Werkverzeichnis

    Kompositionen


    Marx-Goldschmidt, Berthe. Cadenzen zum 22.ten Klavier-Concert (Es-Dur) von W. A. Mozart [KV 482], Berlin. Leipzig: Simrock, 1912.


    Rhapsodies espagnoles (keine Präzisierung; vgl. Ehrlich 1893, S. 178)



    Bearbeitungen


    Bach, Johann Sebastian. Ouverture pour une cantate [BWV 29, „Wir danken dir, Gott, wir danken dir“]. Transcrite pour piano par Berthe Marx-Goldschmidt, Berlin, Leipzig: Simrock, o. J.


    Godard, Benjamin. „Sur le lac”, op. 36 Nr. 1 [Morceaux pour cello et piano]. Transcription pour piano par Berthe Marx. Paris: J. Hamelle, ca. 1900.


    Sarasate, Pablo de. Caprice basque pour Piano d’après l’Op. 24 de Pablo de Sarasate. Leipzig, 1903.


    Sarasate, Pablo de. Navarra. Jota, op. 33, arr. für zwei Klaviere zu vier Händen von Berthe Marx-Goldschmidt. Berlin: Simrock, 1901.


    Sarasate, Pablo de. Habanera. Danse espagnole (d’après Sarasate), morceau de concert. Berlin: Simrock, 1889.


    Sarasate, Pablo de. Zapateado. Danse espagnole (d’après Sarasate), morceau de concert. Berlin: Simrock, o. J.


    Sarasate, Pablo de. Miramar, op. 42. Zortzico p. Piano arr. p. Berthe Marx-Goldschmidt, Leipzig: Zimmermann, 1900.



    Aufnahmen


    Scarlatti, Domenico/Tausig, Carl. Klaviersonate f-Moll (Welte-Mignon Nr. 810)


    Gluck, Christoph Willibald/Brahms, Johannes. Gavotte aus der Oper „Iphigenie auf Aulis“ (Welte-Mignon Nr. 811)


    Sarasate, Pablo de/Marx, Berthe: Zigeunerweisen (Welte-Mignon Nr. 814)


    Strauss, Johannes Jr./Schuett, Ludwig. Geschichten aus dem Wiener Wald, op. 325 (Welte-Mignon Nr. 815)

    Repertoire

    Eine Repertoireliste von Berthe Marx kann aufgrund fehlender Forschungen bislang nicht erstellt werden. Nachgewiesen sind die Aufführungen folgender Werke:


    Alkan, Charles-Valentin. Etude (keine Präzisierung möglich)


    Bach, Johann Sebastian. Präludium und Fuge c-Moll aus dem Wohltemperierten Klavier I, BWV 847

    Bach, Johann Sebastian. Präludium und Fuge D-Dur aus dem Wohltemperierten Klavier I, BWV 848

    Bach, Johann Sebastian/Tausig, Carl. Orgeltoccata und -fuge d-Moll, BWV 565 (Klavierbearb.)

    Bach, Johann Sebastian. Sonate für Violine und b.c. c-Moll, BWV 1024


    Beethoven, Ludwig van. Klavierkonzert Es-Dur, op. 73,

    Beethoven, Ludwig van. Klaviersonate f-Moll, op. 57 („Appassionata“)

    Beethoven, Ludwig van. Sonate für Violine und Klavier c-Moll, op. 30 Nr. 2

    Beethoven, Ludwig van. Sonate für Violine und Klavier A-Dur, op. 47 („Kreutzersonate“)


    Bernard, Emile. Fantaisie für Klavier und Orchester E-Dur (Uraufführung)

    Bernard, Emile. Suite für Violine und Klavier, op. 34

    Bernard, Emile. Valse-Fantaisie für Klavier, op. 42


    Brahms, Johannes. Rhapsodie (keine Präzisierung möglich)

    Brahms, Johannes. Sonate für Violine und Klavier G-Dur, op. 78


    Chopin, Frédéric. Ballade g-Moll, op. 23

    Chopin, Frédéric. Barcarolle Fis-Dur, op. 60

    Chopin, Frédéric. Etudes (keine Präzisierung möglich)

    Chopin, Frédéric. Polonaise fis-Moll, op. 44

    Chopin, Frédéric. Scherzo, op. 54


    Gluck, Christoph Willibald/Brahms, Johannes. Gavotte A-Dur aus der Oper „Iphignie én Aulide“


    Goldmark, Karl. Suite in E-Dur für Violine und Klavier, op. 11


    Liszt, Franz. Klavierkonzert Es-Dur

    Liszt, Franz. Au bord d’une source (Années de pèlerinage. 1re année, Nr. 4)

    Liszt, Franz. Consolation (keine Präzisierung möglich).

    Liszt, Franz. Fantasie über Motive aus „Figaro“ und „Don Juan“ (Mozart)

    Liszt, Franz. Paraphrasen von Liedern Franz Schuberts (keine Präzisierung möglich)

    Liszt, Franz. Rhapsodie hongroise Nr. 2 cis-Moll

    Liszt, Franz. Rhapsodie hongroise Nr. 6 Des-Dur

    Liszt, Franz. Valse-caprice


    Mendelssohn Bartholdy, Felix. Variations sérieuses d-Moll, op. 54

    Mendelssohn Bartholdy, Felix. Fantasie für Klavier fis-Moll, op. 28


    Moszkowski, Moritz. Valse für Klavier


    Raff, Joachim. La Fée d’Amour für Violine und Klavier

    Raff, Joachim. Sonate für Violine und Klavier e-Moll, op. 73

    Raff, Joachim. Sonate für Violine und Klavier A-Dur, op. 78


    Rubinstein, Anton. Staccato-Etude


    Saint-Saëns, Camille. Klavierkonzert g-Moll, op. 22

    Saint-Saëns, Camille. Klavierkonzert Es-Dur, op. 29

    Saint-Saëns, Camille. Etude en forme de Valse für Klavier, op. 52 Nr. 6 (vermutlich auch in einer Bearbeitung für Violine und Klavier von Eugène Ysaÿe)

    Saint-Saëns, Camille. Konzertstück A-Dur, op. 20 (= Violinkonzert Nr. 1)

    Saint-Saëns, Camille. Sonate für Violine und Klavier d-Moll, op. 75


    Sarasate, Pablo de/Marx, Berthe. Zigeunerweisen


    Scarlatti, Domenico/Tausig, Carl. Klaviersonate f-Moll (keine Präzisierung möglich)


    Schubert, Franz. Fantaisie für Violine und Klavier C-Dur, op. 159

    Schubert, Franz. Rondo h-Moll, op. 70

    Schubert, Franz. Fantasie C-Dur, op. 15 („Wanderer-Fantasie“)


    Schumann, Robert. Fantasiestücke, op. 12

    Schumann, Robert. Sonate für Violine und Klavier a-Moll, op. 105

    Schumann, Robert. Sonate für Violine und Klavier d-Moll, op. 121


    Strauss, Johannes Jr./Schuett, Ludwig. Geschichten aus dem Wienerwald, op. 325


    Weber, Carl Maria von. Grand Duo concertant, op. 48 (Bearb. für Violine und Klavier)

    Weber, Carl Maria von. Konzertstück f-Moll, op. 79


    Zarzycki, Alexander. Klavierkonzert As-Dur, op. 17



    Widmungsträgerin


    Bernard, Emile (1843-1902). Valse-Fantaisie pour piano, op. 42. Paris [1893]. Gewidmet „A Madame Berthe Marx”.


    Chaminade, Cécile: Trois Préludes Mélodiques, op. 84 (für Klavier). Paris: Enoch, 1896. Berthe Marx-Goldschmidt gewidmet.


    Sarasate, Pablo de. Caprice espagnol pour violon avec accompagnement de piano. A Madame Berthe Marx. op. 35. Paris: Louis Gregh, 1894.

    Quellen

    Literatur


    Artikel „Marx, Berthe“. In: The Jewish Encyclopedia. Isidore Singer (Hg.). New York, London: Funk and Wagnalls Company, 1904, Bd. 8, Sp. 357 (auch online verfügbar: http://www.jewishencyclopedia.com/view.jsp?letter=M&artid=230; Stand vom 14. Juli 2008).


    Artikel „Marx, Berthe“. In: Universalhandbuch der Musikliteratur aller Zeiten und Völker, Franz Pazdírek (Hg.), Wien: Pazdírek & Co, 1904-1910. Bd. 6, S. 255.


    Artikel „Marx-Goldschmidt, Berthe“. In: Wer ist’s? Unsere Zeitgenossen. Herman A. L. Degener (Hg.). 4. Ausgabe 1909 (verfügbar in wbis – world biographical information system).


    Artikel „Marx, Bertha“. In: Kurzgefaßtes Tonkünstler-Lexikon. Paul Frank (Hg.). 12. Auflage, bearb. v. Wilhelm Altmann. 1926 (verfügbar in wbis – world biographical information system).


    Artikel „Marx, Berthe“. In: Musiklexikon. Hugo Riemann (Hg.). 11. Auflage, bearb. v. Alfred Einstein. 1929 (verfügbar in wbis – world biographical information system).


    Artikel „Sarasate, Navascués Pablo“. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart. Zweite, neu bearbeitete Ausgabe. Ludwig Finscher (Hg.). Personenteil Bd. 14. Kassel, Stuttgart u. a.: Bärenreiter und Metzler, 2005, Sp. 962f. [ohne Hinweise auf Berthe Marx].


    Brückner, Hans; Rock, Christa Maria (Hg.). Judentum und Musik: mit dem ABC jüdischer und nichtarischer Musikbeflissener. München: Brückner, 1938 (antisemitisches NS-Lexikon).


    Ehrlich, Albert [d. i. Albert Payne] (Hg.). Berühmte Klavierspieler der Vergangenheit und Gegenwart. Eine Sammlung von 116 Biographien und 114 Portraits. Leipzig: Verlag von A. H. Payne, 1893.


    Elson, Arthur. Women’s Work in Music. 3. Aufl. Boston: L. C. Page & Co., 1908.


    Hagmann, Peter. Das Welte-Mignon-Klavier, die Welte-Philharmonie-Orgel und die Anfänge der Reproduktion von Musik. Freiburg im Breisgau: Universitätsbibliothek, 2002 (www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/608/)


    Kohut, Adolph. Berühmte israelitische Männer und Frauen in der Kulturgeschichte. Lebens- und Charakterbilder aus Vergangenheit und Gegenwart. Band 2, Leipzig: Albert Payne, 1901.


    Laurence, Dan H. (Hg.). Shaw’s Music. The Complete Musical Criticism of Bernard Shaw. 3 Vol. Second revised edition. London: The Bodley Head, 1981.


    Muck, Peter. Einhundert Jahre Berliner Philharmonisches Orchester: Darstellung in Dokumenten. Band 3: Die Mitglieder des Orchesters, die Programme, die Konzertreisen, Ur- und Erstaufführungen. Tutzing: Schneider, 1982.


    Niemann, Walter. Meister des Klaviers. Die Pianisten der Gegenwart und der letzten Vergangenheit. 9. bis 14. völlig umgearbeitete Auflage. Berlin: Schuster & Loeffler, 1921.


    Petrak, Albert M. (Hg.). The Reproducing Piano Roll. Welte Piano Roll Catalog. Also Contains Welte-Mignon Piano Roll Listings. MacMike, 1998.


    Stengel, Theo; Gerigk, Herbert. Lexikon der Juden in der Musik. Mit einem Titelverzeichnis jüdischer Werke, zusammengest. und bearb. v. Theo Stengel und Herbert Gerigk, Berlin 1940 (antisemitisches NS-Lexikon)



    Konzertkritiken und Zeitungsartikel


    Musikalisches Wochenblatt 37 (1906) vom 8. Februar 1906, S. 14; S. 119.


    Neue Zeitschrift für Musik vom 19. Januar 1887, S. 30.

    Neue Zeitschrift für Musik vom 20. April 1887, S. 175.

    Neue Zeitschrift für Musik vom 21. Februar 1900, S. 103.

    Neue Zeitschrift für Musik vom 1. Februar 1926, S. 111


    The Musical Times vom 1. November 1889, S. 662.

    The Musical Times vom 1. November 1890, S. 664.

    The Musical Times vom 1. Januar 1891, S. 22.

    The Musical Times vom 1. November 1892, S. 666.

    The Musical Times vom 1. Juli 1893, S. 408f.

    The Musical Times vom 1. November 1893, S. 662.

    The Musical Times vom 1. Juli 1895, S. 456.

    The Musical Times vom 1. Dezember 1896, S. 810.

    The Musical Times vom 1. Juni 1901, S. 403.

    The Musical Times vom 1. Mai 1908, S. 334.

    The Musical Times vom 1. November 1909, S. 743.


    The New York Times vom 30. November 1889.


    The Times London vom 27. Mai 1889, S. 7.

    The Times London vom 10. Juni 1890, S. 3.

    The Times London vom 9. Dezember 1890, S. 4.

    The Times London vom 29. Oktober 1891, S. 7

    The Times London vom 28. Juni 1892, S. 4.

    The Times London vom 3. Juli 1893, S. 10.

    The Times London vom 3. Juni 1895, S. 10.

    The Times London vom 24. Juni 1895, S. 9.

    The Times London vom 22. Mai 1901, S. 11.

    The Times London vom 20. Oktober 1903, S. 5.


    Zeitschrift der Internationalen Musikgesellschaft 1904, Heft 5/6, S. 230.

    Zeitschrift der Internationalen Musikgesellschaft 1912, Heft 5, S. 185.



    Links


    http://www.concertprogrammes.org.uk

    Die britische Concert Programmes database verweist auf mehrere Konzertprogramme Berthe Marx-Goldschmidts.

    Forschung

    Es liegen keine weiteren Forschungsinformationen zu Berthe Marx vor. Ein möglicher Nachlass ist bislang nicht bekannt. Es wäre zu vermuten, dass der spanischen Literatur zu Pablo de Sarasate, darunter auch seinen Memoiren, weitere Hinweise auf Berthe Marx zu entnehmen sind. Sie wurden für den vorliegenden Artikel nicht ausgewertet (vgl. hierzu: Artikel „Sarasate, Navascués Pablo“ 2005).

    Forschungsbedarf

    Der Forschungsbedarf umfasst sowohl die künstlerischen Tätigkeiten von Berthe Marx als auch ihre Biografie. Dabei wäre sicherlich eine systematische Auswertung von Zeitschriften ergiebig. Interessant wäre auch die Frage, inwieweit Vorurteile gegenüber Pablo de Sarasate, z. B. im Hinblick auf populäre Musik, auf Berthe Marx übertragen wurden.

    Normdaten

    Virtual International Authority File (VIAF): 5692743
    Deutsche Nationalbibliothek (GND): 116814918

    Autor/innen

    Silke Wenzel, 6. April 2009


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Regina Back
    Zuerst eingegeben am 07.04.2009


    Empfohlene Zitierweise

    Silke Wenzel, Artikel „Berthe Marx“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 7.4.2009.
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/artikel/Berthe_Marx