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  • Beatriz de Dia

    von Jan Boecker
    Namen:
    Beatriz de Dia
    Varianten: Beatriz de Die, Beatriz Dia, Beatriz Die, Beatrice de Dia, Beatrice de Die, Beatrice Dia, Beatrice Die, de de Dia, de de Die, de Dia, de Die
    Lebensdaten:
    geb. in , Südfrankreich
    gest.
    Tätigkeitsfelder:
    Troubadoura, Komponistin, Sängerin, Dichterin.
    Charakterisierender Satz:

    ”Beatriz ist eine Ketzerin, eine Grenzüberschreiterin in der Größenordnung eines Faust.”

    (Irmtraud Morgner über die Romangestalt Beatriz de Dia, Gespräch mit Eva Kaufmann: ”Der weibliche Ketzer heißt Hexe”. In: Marlies Gerhardt (Hg.). Texte, Daten, Bilder. Frankfurt/M.: 1990. S. 42-690.)


    Profil

    Beatriz de Dia gilt als eine der ersten Troubadouras. Sie war eine der großen Dichterinnen (nicht nur ihrer eigenen Zeit), eine jener Frauen, die mit Leidenschaft und Wahrhaftigkeit die sinnliche Liebe besungen haben. Aus dem 12. und 13. Jahrhundert sind Dichtungen von mehreren (etwa 20) weiblichen Troubadours (”Trobairitz”) überliefert; ihre Lyrik lässt Einblicke in die weibliche Sicht damaliger höfischer Lebensformen zu. Die Gruppe der Trobairitz setzte sich vermutlich aus wohlhabenden, kultivierten Frauen gehobenen sozialen Standes zusammen, die ihren persönlichen Ausdruck für die Freuden und Leiden der ”fin’amor” fanden. Die von den Troubadours verherrlichte höfische Liebe weist maßgeblich ”ehebrecherische” Züge auf; in diesem Kontext schrieb auch (die verheiratete) Beatriz de Dia.

    Orte und Länder

    Lebensmittelpunkt von Beatriz de Dia war die Provence des Mittelalters, die heute als ”Occitania” bekannte französische Region.

    Biografie

    Beatriz de Dia wird in ihrer ”vida” (die historische Lebensbeschreibung vom Hof) als Ehefrau von Guillem de Poitiers beschrieben und als Geliebte des berühmten Troubadours Raimbaut d’Orange. (”Die Gräfin von Dia war die Gattin des Herrn Wilhelm von Poitiers, eine schöne und edle Dame. Und sie verliebte sich in Herrn Raimbaut d’Aurenga und dichtete über ihn etliche gute Lieder.” (Zit. nach ”Early Music Women Composer’s Webring” – s. Links.)

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    Über die historische Gestalt der Beatriz de Dia und ihre tatsächliche Rolle als Ehefrau und Geliebte existieren z.T. widersprüchliche Berichte:

    Jehan de Nostre-Dame, der frühe Biograph der Troubadours, spricht von ihr als der Geliebten von Guillaume Adhémar, der sich vor Kummer verzehrte, als sie den Comte de Ambrunois heiratete. Zunächst romantisiert verarbeitet durch den Autor Charier – dessen Figur ”Alix” im Kloster von Tarascon stirbt – findet sich diese Darstellung auch in der ”Histoire litteraire de la France”. Abbé Millots Bericht über Beatriz de Dias Leben sowie die historische Aufzeichnung vom Hofe scheinen letztlich aber zu belegen, dass sie mit Guillem de Poitiers verheiratet war, jedoch Raimbaut d’Orange liebte, für den sie ihre Balladen schrieb.

    Würdigung

    Beatriz de Dias Gedichte bzw. Balladen stellen früheste Beispiele von Liebeselegien dar. Von Raimbaut d’Orange enttäuscht, schrieb sie über ihre unglückliche und gleichwohl leidenschaftliche Liebe zu ihm. Unter den fünf erhaltenen Dichtungen, die ihr zugeschrieben werden, ist nur eine mit Musik überliefert: ”A chantar m’er de so qu’eu no volria”. Das Gedicht ist fünfstrophig mit abschließender Halbstrophe (”tornada”), jede Strophe in der Form AAAA/BAB. Die Melodie mit der Gliederung ABAB/CDB ist für jede Strophe identisch und weist die typische Form einer ”canso” auf. Die letzte Melodiezeile des ersten Abschnitts stimmt mit der letzten des zweiten Abschnitts überein. Notiert im Tenorschlüssel, wie auch üblicherweise die Lieder der männlichen Troubadours, dürfte eine Frau, die ”A chantar” sang, die Melodie in eine höhere Lage transponiert haben. In ”A chantar” schilt Beatriz de Dia ihren untreuen Geliebten und erinnert ihn an ihre eigenen großen Tugenden. ”Ab ioi et ab joven m’apais” rühmt hingegen noch Raimbaut d’Orange als überaus ehrenhaften Ritter, während wiederum ”Plang” die Enttäuschung zum Ausdruck bringt, nachdem er sich schließlich von ihr abgewandt hatte.

    ”Estat ai en greu cossirier” wurde wahrscheinlich auf die Melodie des ”Lonc terms ai agut consiriers” von Raimon de Miraval (1191 – 1229) gesungen, ”Ab ioi et ab joven m’apais” mit einiger Sicherheit auf ”Estat ai com hom esperdutz” von Bernard de Ventadorn (1125? – 1195?).


    Kommentar:

    Dass die Verbindung von Text und Musik auch erst zur Zeit der Niederschrift stattfinden konnte, legt die Betrachtung von ”A chantar” nahe. Diese Dichtung ist mit Melodie im ”Manuscript du roi” überliefert; einer Handschrift, die vorwiegend Trouvèrelieder enthält und ca. 100 Jahre später als die Lieder von Beatriz de Dia entstanden ist. Das ”provenzalische” Gedicht zeigt in dieser Fassung ”französische” Einflüsse. Dabei ist hier nur die Veränderung der Schlusssilbe ”-ens” der letzten Zeile zu ”-ence” und die damit verbundene Veränderung der Silbenzahl von Bedeutung:


    A chantar m’er de so qu’eu no volria

    tant me rancur de lui cui sui amia

    car eu l’am mais que nuilla ren que sia;

    vas lui no m val merces ni cortesia,

    ni ma beltatz, ni mos pretz, ni mos sens,

    c’atressi m sui engand’e trahia

    cum degr’esser, s’ieu fos dasvinence


    Die Melodie ist nur mit dieser französisierten Endung sinnvoll: Sie nimmt in der letzten Zeile die mit 11 Silben verbundene Melodie der 2. und 4. Zeile wieder auf, während die letzte Zeile des provenzalischen Textes wieder an die 10silbige 5. Zeile geknüpft ist. Folgendes Schema zeigt die grundsätzlich unterschiedliche Gestalt von Text und Musik:


    provenzalische Reime: A A A A // B A B

    französische Melodie: A B A B // C D B


    Hieraus ist zu sehen, dass die französische Melodie formal nicht zu dem Text passt. Es ist möglich, dass die Melodie bereits existierte, bevor sie mit dem Text verbunden wurde, zu einem Zeitpunkt, als dieser bereits französisch interpretiert wurde. Von einer notwendigerweise untrennbaren Einheit von Text und Musik ist nicht auszugehen. (Karin Paulsmeier, Begleittext zur LP ”Cansós de Trobairitz”)

    Rezeption

    Die Rezeption Beatriz de Dias erstreckt sich von frühen biografischen Texten (de Nostre-Dame, 1775; Millot, 1774) über die Veröffentlichung ihrer Werke am Beginn des 19. Jahrhunderts bis zu Aufführungen in der Jetztzeit und der literarischen Verarbeitung ihres Lebens durch Irmtraud Morgner.

    Raynourard, der die Lieder der Troubadours zwischen 1816 und 1821 veröffentlichte, verglich die Ballade ”Plang” wegen ihrer Zartheit und Wärme mit denen Sapphos. Nach Meinung Henry Vaschaldes (”Histoire des troubadours”, 1889) erreichen Sapphos Verse sogar nirgendwo die expressive Qualität von ”Plang”.

    1888 veranstaltete die Gesellschaft ”Le Cigale” zusammen mit der Gesellschaft provenzalischer Schriftsteller ”Felibres” ein Festival in Südfrankreich, bei dem Beatriz de Dia als beste Dichterin altprovenzalischer Sprache ausgezeichnet wurde.

    Zahlreich wurde ”A chantar” auf LP (CD) aufgenommen (s. Diskographie).

    1974 erschien der ”operative Montageroman” ”Leben und Abenteuer der Trobadora Beatriz nach Zeugnissen ihrer Spielfrau Laura. Roman in dreizehn Büchern und sieben Intermezzos” von Irmtraud Morgner (1933-1990), der erste DDR-Roman zum Thema Emanzipation: Eine französische Minnesängerin – Beatriz de Dia – erwacht nach 800 Jahren Schlaf und geht, nach den Mai-Unruhen in Paris von 1968, ins ”gelobte Land” DDR. Dort trifft sie auf die emanzipierte S-Bahn-Fahrerin und Germanistin Laura und auf Verhältnisse, die theoretisch der Frau alle Rechte einräumen, sie aber praktisch sehr oft in die alte Rolle verweisen. In diese Fabel bringt Irmtraud Morgner Zitate, Gespräche, Reflexionen, Gedichte, Parabeln, Märchen, Teile ihres nie erschienenen Romans ”Rumba auf einen Herbst”, den Bericht über eine Geschlechtsumwandlung ein.

    Bei einer Ausstellung über Komponistinnen der Musikbibliothek Amsterdam im Jahr 1975, bei der aus zwanzig Kompositionen ausgewählt werden konnte, war ”Plang” neben Clara Schumanns Klaviertrio op. 17 das vom Publikum am häufigsten zum Anhören ausgewählte Stück.

    1980 wurde das Vokalensemble ”Beatrice de Dia” gegründet, das in Frankreich und besonders in Paris konzertiert.

    Werkverzeichnis

    Balladen


    Plang

    Ab ioi et ab joven m’apais

    A chantar m’er de so qu’eu no volria (Plang)

    Estat ai en greu cossirier

    Fin ioi me don‘ alegranssa

    Amics, en gran consirier (sowohl Beatriz de Dia wie auch Raimbaut d’Orange zugeschrieben, wahrscheinlich aber allein Raimbauts Arbeit)

    Quellen

    a) Autographe


    ”A chantar”: Das Gedicht ist in mehreren Manuskripten überliefert, die Melodie ist nur im ”Manuscript du roi” enthalten (Bibliothèque Nationale Paris, fonds français 844, 204r), vgl.: Beck, Jean u. Louise (Hg.). Le Manuscript du roi. Faksimile. Philadelphia: 1938.


    b) Ausgaben (chronologisch)


    Raynourard, François-Just-Marie. Choix des poésies originales des troubadours. Paris: 1816-1821.


    Santy, Sernin. La comtesse de Die. Sa vie, ses œuvres complètes, les fêtes données en son honneur, avec tous les documents. Mit einer Einleitung von Paul Mariéton. Paris: 1893.


    Gennrich, F. Der musikalische Nachlaß der Troubadours. Darmstadt: 1958. S. 48.


    Bogin, Meg. The Women Troubadours. New York: 1976, S. 82-91, 163-164.


    Bresgen, Cesar. Europäische Liebeslieder aus acht Jahrhunderten. München: 1978.


    Fernandez de la Cuesta, I. Las cançons dels trobadors. Toulouse: 1979.


    Van der Werf, H. The Extant Troubadour Melodies. Rochester (New York): 1984.


    Coldwell, Maria V. ”Jougleresses and Trobairitz. Secular Musicians in Medieval France”. In: Women Making Music: the Western Art Tradition 1150-1950. Jane Bowers und Judith Tick (Hg.). Urbana und Chicago: 1986. S. 39-61, besonders 48-50.


    Briscoe, James R. (Hg.). Historical anthology of music by women. Indianapolis: 1987.


    c) Sekundärliteratur (alphabethisch)


    Audiau, J. Les troubadours et l’Angleterre. Paris: 1927.


    Bogin, Meg. The Women Troubadours. New York: 1976. S. 82-91, 163-164.


    Boutière, J. und Schutz, A. H. Biographies des troubadours. Textes provençaux des XIIIe et XIVe siècles. Paris: 1950.


    Briquet, F. B. Dictionnaire historique, littéraire et bibliographique des françaises, et des étrangères naturalisées en France. Paris: 1804.


    Chabaneau, C. Les biographies des troubadours en lange provençale. Toulouse: 1804.


    Chevallier, J. ”La comtesse de Die”. In: Bulletin de la Société départementale d’archéologie et de statistique de la Drôme. Jg. XXVII (1893). S. 183.


    Cohen, Aaron I. International Discography of Women Composers. Westport CT: 1983.


    Ders. International Encyclopedia of Women Composers. Second Edition. New York und London: 1987.


    Coldwell, Maria V. ”Jougleresses and Trobairitz. Secular Musicians in Medieval France”. In: Women Making Music. The Western Art Tradition, 1150-1950. Jane Bowers und Judith Tick (Hg.). Urbana und Chicago: 1986. S. 39-61, besonders 48-50.


    Drinker, Sophie. Music and Women. The Story of Women in their Relation to Music. Washingtoon DC: 1948 (Reprint 1977). S. 211-112.


    Fernandez de la Cuesta, I. Las cançons dels trobadors. Toulouse: 1979.


    Gennrich, F. Der musikalische Nachlaß der Troubadours. Darmstadt: 1958. S. 48.


    Kasten, Ingrid. ”Weibliches Rollenverständnis in den Frauenliedern Reinmars über die Comtessa de Dia”. In: Germanisch-Romanische Monatsschrift. Jg. 38. 1987. S. 131-146.


    Kussler-Ratyé, Gabrielle. ”Les chansons de la comtesse de Die”. In: Archivum romanicum. Jg. I. 1917. S. 161-182.


    Millot, Claude-François-Xavier (Abbé) und Jean-Baptiste de La Curne de Sainte-Palaye: Histoire littéraire des troubadours, contenant leurs vies, les extraits de leurs pièces ... Paris: 1774.


    Neuls-Bates, C. (Hg.). Women in Music: an Anthology of Source Readings from the Middle Ages to the Present. New York: 1982. S. 21.


    Nostre-Dame, Jehan de. Les vies des plus célèbres et anciens poètes provensaux, qui ont floury du temps des Comtes de Provence. Recueil des œuvres de divers autheurs ... [Gedruckt von] Jehan de Nostre-Dame. Lyon: 1575 (Nachdruck Paris 1913).


    Pillet, A. und Carstens, H. Bibliographie der Troubadours. Halle: 1933.


    Pollina, Vincent. ”Melodic Continuity and Discontinuity in ‚A Chantar m’er‘ of the Comtesse de Dia”. In: Miscellania di studi romanzi offerta a Giuliano Gasca-Quierazza. Jg. 2. S. 887-896. Alexandria: 1988.


    Ders. ”Troubadours dans la nord. Observations sur la transmission des mélodies occitanes dans les manuscripts septentrionaux”. In: Romanische Zeitschrift für Literaturgeschichte/Cahiers de l’histoire des littératures romanes. Jg. 9. 1985. S. 263-278.


    Raynourard, François-Just-Marie. Choix des poésies originales des troubadours. Paris: 1816-1821.


    Rochas, Adolphe. Biographie du Dauphiné, contenant l’histoire des hommes nés dans cette province qui se sont fait remarquer dans les lettres, les sciences, les arts, etc.; avec le catalogue de leurs ouvrages et la description de leurs portraits. Paris: 1856-1860.


    Roster, Danielle. ”Nonne, Trobairitz und Spielfrauen. Die Musikerin im Mittelalter”. In: Allein mit meiner Musik. Echternach: 1995.


    Santy, Sernin. La comtesse de Die. Sa vie, ses œuvres complètes, les fêtes données en son honneur, avec tous les documents. Mit einer Einleitung von Paul Mariéton. Paris: 1893.


    Schultz-Gora, O. Die provenzalischen Dichterinnen. Leipzig: 1888. S. 8, 17ff.


    Van der Werf, H. The Extant Troubadour Melodies. Rochester (New York): 1984.


    Vaschalde, Henry. Histoire des troubadours du Vivarais, du Gévaudan et du Dauphiné. Paris: 1889.


    Vincenti, Eleanora. Bibliografia antica dei trovatori. Mailand: 1963.


    Wellner, Franz. Die Troubadours. Leipzig: 1942.


    Wilhelm, J. J. (Hg.). Medieval Song. An Anthology of Hymns and Lyrics. London: 1971.


    Zaimont Lang, Judith, Catherine Overhauser und Jane Gottlieb (Hg.). The Musical Women. Westport CT: 1984.


    e) Diskographie


    ”A chantar m’er de so qu’eu no volria”. (Clementic Consort), Harmonia Mundi (HM F 397).


    ”A chantar m’er de so qu’eu no volria”. (Rogers und Studio der frühen Musik), Telefunken (6 41 126 AS).


    ”A chantar m’er de so qu’eu no volria”. (Studio der frühen Musik), Teldec (SAW T 95 67).


    ”A Chantar”. Lieder der Frauen-Minne (Estampie – Münchner Ensemble für frühe Musik: Sigrid Hausen, Michael Popp, Ernst Schwindl/Gesang, Saz, Drehleier, Percussion), Christophorus 1990 (CD 74583) [darin: ”A chantar”].


    A Mediaeval Banquet. Music from the Age of Chivalry (Martin Best – Medieval Ensemble), Naxos (Ni 1753) [darin: ”A chantar”].


    Bella Donna: The Medieval Woman: Lover, poet, patroness and saint (Ensemble Sinfonye, Stevie Wishart/Leitung, Mara Kiek/Stimme) hyperion (CDA66283) [darin: ”A chantar”].


    Cansós de Trobairitz (Lyrik der Trobairitz um 1200) (Ensemble Hespèrion XX: Montserrat Figueras/Sopran, Jordi Savall/Vielle und Lira, Hopkinson Smith/Laute und Guitarra moresca, Lorenzo Alpert/Flöte und Schlaginstrumente, Gabriel Garrido/Guitarra moresca, Flöte und Schlaginstrumente, Christophe Coin/Vielle und Rebab), EMI Records 1978/1990 (IC 065-30 941), Neupressung Virgin veritas 1996 (VER S 61310 2) und Virgin Classics (555-561 310-2) [darin: ”Estat ai en greu cossirier” (Musik: Raimon de Miraval), ”Ab ioi et ab joven m’apais” (Musik: Bernart de Ventadorn), ”A chantar”].


    Die Frau als Komponistin (Karin Tripp/Mezzosopran, Farzaneh Navai/Harfe), BGG Büchergilde Gutenberg (91 103 B) ) [darin: ”A chantar”].


    Die vergessene Provence. Musik in Südfrankreich 1150-1550 (Martin Best – Medieval Ensemble), Naxos (Ni 5445) [darin: ”A chantar”].


    Lo Gai Saber: Troubadours and Ministrels 1100-1300 (Camerata Mediterranea: Joel Cohen/Leitung, Cheryl Ann Fulton/Harfe, François Harismendy und Jean-Luc Madier/Gesang, Shira Kammen/Vielle, Rebec, Harfe, Joel Cohen, Laute, Percussion, Gesang) Erato 1991 (2292-45647-2) [darin: ”Ab ioi et ab joven m’apais”].


    Plang: (Musiciens de Provence), Arion (ARN 34260).


    Songs of Chivalry (Martin Best – Medieval Ensemble), Naxos (Ni 5006 u. 5081) [darin: ”A chantar”].


    The Medieval Lady (Elizabethan Conversation ensemble: Susan Sandman, Derwood Crocker, Andrea Folan), Leonarda 1997 (338) [darin: ”A chantar”].


    The Romance of the Rose: Feminine Voices from Medieval France (Helio Trope, Joyce Todd/Leitung, Soprano, Percussion, Harfe, Natalie Cox/Harfe, Shira Kammen/Vielle, Rebec, Kit Robberson/Vielle, Kim Swatsler/Drehleier, Monochord, David Tayler/Oud), Koch 1995 (3-7103-2 H1) [darin: ”Estat ai en greu cossirier” (Musik: Dame Castelloza), ”A chantar”].


    ”The sweet look and the loving manner”. Trobairitz Love Lyrics And Chansons De Femme from medieval France (Ensemble Sinfonye: Stevie Wishart/Fidel, Drehleier, Stimme, Vivien Ellis/Stimme, Paula Chateauneuf/Oud, Jim Denley/Bendir, Pandeiro) hyperion 1993 (CDA66625) [darin: ”Estat ai en greu cossirier” (Musik: Bernart de Ventadorn), Estampie ”A chantar” (Arr. Wishart)].


    Tristan & Iseult: A Medieval Romance in Music and Poetry (The Boston Camerata: Joel Cohen/Leitung, Anne Azema, Henri Ledroit, Andrea von Ramm, Ellen Hargis, Richard Morrison, William Hite), Erato 1995 (4509-98482-2) [darin: ”Estat ai en greu cossirier”].


    Troubadours (secular vocal music of the 12th century) (Clementic Consort, Rene Clemencic/Leitung), Harmonia Mundi (90396) [darin: ”A chantar”].


    Troubadours (Thomas Binkley, Studio der Frühen Musik München), Warner Special Marketing Hamburg (4509 97 938-2 ZK) [darin: ”A chantar”].


    f) Sonstiges


    Irmtraud Morgner verarbeitete die historische Figur der Beatriz de Dia in ihrem Roman ”Leben und Abenteuer der Trobadora Beatriz nach Zeugnissen ihrer Spielfrau Laura” (Berlin und Weimar 1974). Siehe unter ”Rezeption”.


    h) Links


    http://music.acu.edu/www/iawm/pages/dia.html (Stand: 20. Januar 2004)

    Website des ”Early Music Women Composer’s Webring” über Beatriz de Dia.


    http://www.complete-review.com/reviews/morgneri/trobabea.htm

    http://www.complete-review.com/quarterly/vol2/issue2/morgner.htm (Stand: 20. Januar 2004)

    ”A Literary Saloon & Site of Review” – Website über Irmtraud Morgners Beatriz-de-Dia-Roman.

    Forschungsbedarf

    Die wenigen erhaltenen Zeugnisse sind ausgewertet. Dennoch bleibt das Wissensdefizit hinsichtlich Beatriz de Dia groß. Es wird nur durch zufällige, unwahrscheinliche Quellenfunde zu beheben sein.

    Normdaten

    Virtual International Authority File (VIAF): 68779775
    Deutsche Nationalbibliothek (GND): 134832809
    Wikipedia-Personensuche

    Autor/innen

    Jan Boecker, Die Grundseite wurde im Februar 2002 verfasst und im Januar 2004 überarbeitet.


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Sophie Fetthauer
    Zuerst eingegeben am 26.05.2004


    Empfohlene Zitierweise

    Jan Boecker, Artikel „Beatriz de Dia“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 26.5.2004.
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/artikel/Beatriz_de_Dia