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  • Auguste Auspitz-Kolár

    von Silke Wenzel
    Die Pianistin und Komponistin Auguste Auspitz-Kolár. Undatierte Fotografie von Winter (Wien).
    Namen:
    Auguste Auspitz-Kolár
    Geburtsname: Auguste Kolárova
    Lebensdaten:
    geb. in Prag, Böhmen im Habsburger Reich (heute Tschechien)
    gest. in Wien, Österreich

    Tätigkeitsfelder:
    Pianistin, Komponistin
    Charakterisierender Satz:

    „Ihr Vortrag war von makelloser Reinheit, Sicherheit und Glätte, ein leichter Glanz lag wie Goldstaub darüber. Fräulein Kolár gehört unter den Virtuosen nicht zu den imposanten oder blendenden, sondern zu jenen still erfreuenden, die mit leiser, aber sicherer Hand fesseln.“


    (Eduard Hanslick 1865, in: Aus dem Concertsaal. Kritiken und Schilderungen aus den letzten 20 Jahren des Wiener Musiklebens. Wien: Wilhelm Braumüller, 1870, S. 338)


    Profil

    Auguste Auspitz-Kolár wurde an den renommierten Prager Musikinstituten von Bedřich Smetana und Joseph Proksch ausgebildet und schloss ihr Studium privat bei Wilhelmine Clauss-Szarvady in Paris ab. Von 1865 bis ca. 1875 konnte sie sich im internationalen Musikleben als Pianistin etablieren und konzertierte u. a. in Paris, London und Prag. Nach ihrer Heirat 1865 beschränkte sie jedoch ihren Wirkungskreis im Wesentlichen auf Wien, wo sie u. a. in den Hellmesberger Kammermusiksoiréen auftrat, als Solistin mit den Wiener Philharmonikern konzertierte und eigene Konzerte veranstaltete. Von Auguste Auspitz-Kolár sind mehrere Kompositionen nachweisbar, die jedoch bislang verschollen sind.

    Orte und Länder

    Auguste Auspitz-Kolár wurde in Prag geboren und begann dort ihr Klavierstudium, das sie von 1862 bis ca. 1865 in Paris fortsetzte. Im Jahr 1865 kehrte sie kurzzeitig nach Prag zurück, ließ sich jedoch nach ihrer Heirat im selben Jahr in Wien nieder. In den Jahren 1869 und 1870 konzertierte sie mehrfach in London. Auguste Auspitz-Kolár starb im Dezember 1878 in Wien.

    Biografie

    Auguste Auspitz-Kolár wurde 1843 als Augusta Kolárova in Prag geboren. Ihre Mutter, Anna Manetinsky-Kolár (1817-1882) war Sängerin am Prager Theater, der Vater, Joseph Jiři (Joseph Georg) Kolár, war ein bekannter tschechischer Schauspieler, Regisseur, Schriftsteller und Übersetzer.


    Auguste Auspitz-Kolár erhielt ihre erste musikalische Ausbildung bei Bedřich Smetana, der 1848 in Prag ein eigenes Musikinstitut eröffnet hatte. Einer ihrer Mitschüler, Leopold Hruš, beschrieb Jahrzehnte später den Unterricht an der Musikschule Bedřich Smetanas in einem Brief an Karl Teige und erwähnte dabei auch die Familie Kolár: „Als ich im Herbst 1852 Smetanas Musikschule zu besuchen begann, lehrte dort Smetana größtenteils allein und nur ab und zu vertrat ihn seine Gattin Katharina. [...] Frau Smetana war während des Unterrichts streng, aber wir Schüler vergötterten sie ebenso wie ihren Gatten. Später teilte sich in den Unterricht ein gewisser [August] Hübner. [...] Er unterrichtete noch, als Smetana – wenn ich nicht irre, im Jahre 1854 – in die Celetná ulice (Zeltnergasse) übersiedelte. Hier geschah es auch, daß wir nach Anleitung Smetanas (der die Musiktheorie persönlich lehrte [...]) nach der Partitur [...] ein Arrangement der Tannhäuserouvertüre für 4 Klaviere (16 Hände) ausarbeiteten, das anläßlich der vierten, letzten Matinée, die Smetana im Jahr 1855 gab, aufgeführt wurde. Der Tannhäuserouvertüre wegen mußte noch eine sechste Matinée veranstaltet werden [...]. Ich sehe heute noch die gebeugte Gestalt J. J. Kolárs [des Vaters Auguste Auspitz-Kolárs], wie er an der Tür lehnte und lauschte... Unter uns acht Pianisten waren auch Augusta Kolár und Ludvík Procházka.“ (Brief von Leopold Hruš an Karl Teige vom 15. April 1892, zit. n. Bartoš 1954, S. 40f.) An der Musikschule Bedřich Smetanas wurde demnach neben Klavier auch Musiktheorie von ihm selbst gelehrt. Zudem traten die Schülerinnen und Schüler regelmäßig in den von ihm veranstalteten Prager Kammermusikkonzerten auf. So spielte z. B. Auguste Auspitz-Kolár 1854, also noch vor der erwähnten Aufführung der „Tannhäuser“-Ouvertüre, in diesem Rahmen gemeinsam mit dem Geiger Antonín Bennewitz und dem Cellisten Julius Goltermann das Klaviertrio G-Dur (op. 1 Nr. 2) von Ludwig van Beethoven (vgl. http://www.altenbergtrio.at/?site=text&textid=SME_015&lp=fr vom 21. Oktober 2008). Als Bedřich Smetana 1856 nach Göteborg berufen wurde, setzte Auguste Auspitz-Kolár ihre musikalische Ausbildung am renommierten Prager Institut des Musikpädagogen Joseph Proksch, einem Lehrer Bedřich Smetanas, fort. Im Jahr 1862 ging sie, begleitet von ihrer Mutter, nach Paris und schloss dort ihr Klavierstudium privat bei der international bekannten Pianistin Wilhelmine Clauss-Szarvady ab (vgl. Mendel 1870, S. 373). Vor Abschluss ihrer dortigen Studienzeit trat sie in Paris in mehreren Konzerten mit großem Erfolg auf (vgl. ebd.).


    Nach ihrer Pariser Studienzeit kehrte Auguste Auspitz-Kolár vorübergehend nach Prag zurück und gab dort mehrere Konzerte, bevor sie am 16. Juli 1865 den Wiener Arzt Dr. med. Heinrich Auspitz heiratete und sich mit ihm in Wien niederließ (vgl. Mendel 1870, S. 373). In den folgenden Jahren konnte sie sich im österreichisch-ungarischen Musikleben als Pianistin etablieren, auch wenn ihre Konzerte und künstlerischen Kontakte bislang nur vereinzelt nachzuweisen sind. Sie trat als Solistin in Orchesterkonzerten auf und galt als herausragende Kammermusikerin; zu ihren regelmäßigen Kammermusikpartnern zählten u. a. der Sänger Julius Stockhausen, der Violinist Josef Hellmesberger sen. und der Violoncellist Heinrich Röver.


    Im Jahr 1865 debütierte Auguste Auspitz-Kolár in Wien in den Hellmesberger Quartettsoiréen mit Ludwig van Beethovens Klaviertrio Es-Dur (op. 70 Nr. 2) (vgl. „Allgemeine Musikalische Zeitung“ vom 22. November 1865, Sp. 771) und gab am 19. November des gleichen Jahres auch ihr Debüt in den Wiener Philharmonischen Konzerten mit Felix Mendelssohn Bartholdys Klavierkonzert g-Moll (op. 25) unter der Leitung von Otto Dessoff (vgl. Perger 1910, S. 59). Begeistert schrieb Eduard Hanslick über die Pianistin: „Ihr Vortrag war von makelloser Reinheit, Sicherheit und Glätte, ein leichter Glanz lag wie Goldstaub darüber. Fräulein Kolár gehört unter den Virtuosen nicht zu den imposanten oder blendenden, sondern zu jenen still erfreuenden, die mit leiser, aber sicherer Hand fesseln. Ihre feine und eigene Empfindung stellt sie keinen Augenblick durch Schminke oder Uebertreibung in Zweifel. Das Gefühl erscheint stets unter dem Einfluß des musikalischen Verstandes, und verfällt nicht jener haltlosen, in lauter Rubatos und kleinen Accenten zerschmelzenden Weichlichkeit, welche leider die ‚Weiblichkeit‘ am Clavier zu repräsentiren pflegt. Viele Bravourstellen des Mendelssohn’schen Concertes sind auf eine größere Kraft berechnet und klingen unter Männerhänden imposanter; trotzdem könnten wir nicht sagen, daß der Mangel an Schallkraft uns irgendwo gestört, aus der Stimmung gebracht hätte. Der Grund liegt in der feinen Ausgeglichenheit und inneren Harmonie der ganzen Leistung. Fräulein Kolár gab dem Tonwerk den wahren Ausdruck, der sich im Allegro weder zu einer Leidenschaft aufreizt, die Mendelssohn fremd ist, noch in dem ruhigen Strom des Andante sich inhaltslos verliert.“ (Hanslick 1870, S. 338f.) Am 20. Dezember 1868 konzertierte Auguste Auspitz-Kolár ein weiteres Mal mit den Wiener Philharmonikern und spielte dabei Robert Schumanns Klavierkonzert a-Moll (op. 54), wiederum unter der Leitung von Otto Dessoff (vgl. Perger 1910, S. 61). Im Frühjahr 1870 trat sie in der Wiener Singakademie u. a. mit Wolfgang Amadeus Mozarts Fantasie c-Moll (KV 475), einem Scherzo b-Moll von Frédéric Chopin sowie Ludwig van Beethovens Klaviertrio B-Dur (op. 97) auf (vgl. „Musikalisches Wochenblatt“ vom 8. April 1870, S. 233). Während der Wiener Weltausstellung 1873 gab Auguste Auspitz-Kolár zwei Soiréen, bei denen der Geiger Josef Hellmesberger sen. und der Violoncellist Heinrich Röver mitwirkten. Der Rezensent des „Musikalischen Wochenblatts“ hob dabei insbesondere ihre Interpretationen der Werke Robert Schumanns hervor, darunter dessen Klaviersonate fis-Moll (op. 11): „sie [die Soiréen] zeigten uns Frau Auspitz als die entschieden geistreichste Pianistin Wien’s. (Ihr Lieblingscomponist: Schumann, ihr Meisterstück: Schumann’s F[is] moll-Sonate.)“ („Musikalisches Wochenblatt“ vom 27. Juni 1873, S. 386).


    In den Jahren 1869 und 1870 verbrachte Auguste Auspitz-Kolár jeweils eine Saison in London. So trat sie z. B. am 2. April 1870 in den Londoner Crystal Palace Concerts gemeinsam mit einer Sängerin namens Olma und dem Sänger Edward Lloyd auf (vgl. Concert Programmes Database) und gab am 13. Juni 1870 ein eigenes Konzert in der Londoner Lord Dudley’s Gallery, bei dem auch der Sänger Julius Stockhausen mitwirkte. Auf dem Programm standen u. a. eine Suite von Jean Philipp Rameau und die Klaviersonate cis-Moll (op. 27 Nr. 2) von Ludwig van Beethoven (vgl. „Musikalisches Wochenblatt“ vom 1. Juli 1870, S. 430). Einen weiteren Hinweis auf ihre Londoner Aufenthalte enthalten die Memoiren des Wiener Arztes Moritz Benedikt: Er erzählt, dass er gemeinsam mit Auguste Auspitz-Kolár im Londoner Crystal Palace ein Konzert von Clara Schumann gehört habe und anschließend von Auguste Auspitz-Kolár in das Haus des Gesangspädagogen Manuel Garcia eingeführt worden sei (vgl. Benedikt 1906, S. 384).

    Ende der 1870er Jahre erkrankte Auguste Auspitz-Kolár und zog sich aus dem öffentlichen Konzertleben zurück. Im November 1878, kurz vor ihrem Tod, bat sie den Hofkapellmeister G. Reif nochmals um ein Engagement als Solistin und zählte dabei mehrere Klavierkonzerte auf, denen sie den Vorzug geben würde. Es sind dies Klavierkonzerte von Robert Schumann (a-Moll, op. 54), Felix Mendelssohn Bartholdy (g-Moll, op. 25), Wolfgang Amadeus Mozart (d-Moll, KV 466) und Johannes Brahms (d-Moll, op. 15) (vgl. Brief von Auguste Kolar-Auspitz an G. Reif vom 16. November 1878, Universitätsbibliothek Frankfurt a. M.).


    Mehrere Kompositionen von Auguste Auspitz-Kolár wurden während ihrer Studienzeit u. a. bei Bartholf Senff in Leipzig verlegt und lassen sich anhand des Hofmeisterschen Musikalienkatalogs nachweisen (vgl. Links), darunter ein „Scherzo fantastique“ op. 2 (Leipzig: Senff, 1863) und „Dans la Forêt. 3 Morceaux caractéristiques” („Im Wald“. 3 Charakterstücke) op. 6 (Leipzig: Klemm, 1865). Hermann Mendel verwies zudem auf Etüden und Lieder von Auguste Auspitz-Kolár: „Sie versuchte sich auch in der Composition, schrieb ein Scherzo fantastique, Waldbilder, Etüden und Lieder, die [...] viel Originalität und Formgewandtheit verrathen“ (Mendel 1870, S. 373; vgl. auch Michaelis 1888). Bislang lassen sich jedoch keine erhaltenen Manuskripte oder Drucke ihrer Kompositionen in internationalen digitalen Katalogen nachweisen.


    Auguste Auspitz-Kolár starb im Alter von 35 Jahren am 23. Dezember 1878 in Wien.

    Würdigung

    Die Pianistin und Komponistin Auguste Auspitz-Kolár galt ihren Zeitgenossen vor allem als herausragende Interpretin der zu dieser Zeit so genannten klassischen Musik. Neben den Werken Wolfgang Amadeus Mozarts, Ludwig van Beethovens und Felix Mendelssohn Bartholdys waren es vor allem die Kompositionen Robert Schumanns, mit denen sie Musikkritik und Publikum begeisterte. In der ab 1870 erschienenen „Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften“ heißt es über Auguste Auspitz-Kolár: „Frau Auspitz-Kolar ist nach der Clara Schumann und Mary Krebs eine der genialsten Pianistinnen der Jetztzeit: ihr Vortrag ist ebenso gefühl- als geistvoll, ihr Ton schön und ihre technische Fertigkeit ausserordentlich.“ (Mendel 1870, S. 373) Eine angemessene Würdigung der Tätigkeiten von Auguste Auspitz-Kolár, die auch ihre Kompositionen mit berücksichtigen sollte, kann erst nach weiteren Forschungen erstellt werden.

    Rezeption

    Eine Rezeption der Tätigkeiten von Auguste Auspitz-Kolár findet derzeit (Dezember 2008) nicht statt (zur zeitgenössischen Rezeption vgl. Biografie).

    Werkverzeichnis

    Mehrere Kompositionen von Auguste Auspitz-Kolár wurden u. a. bei Bartholf Senff in Leipzig verlegt. Sie lassen sich bislang jedoch nur anhand zeitgenössischer Verzeichnisse und Lexikonartikel nachweisen (Hofmeister XIX, Mendel 1870 und Michaelis 1888). Die internationalen digitalen Kataloge weisen zur Zeit (Dezember 2008) keine erhaltenen Exemplare aus.


    Scherzo fantastique, op. 2 (Leipzig: Senff, August 1863)

    Dans la Forêt. 3 Morceaux caractéristiques, op. 6 (Leipzig, Klemm, Dezember 1865)

    Etüden und Lieder (vermutlich Leipzig: Senff)

    Repertoire

    Eine Repertoireliste von Auguste Auspitz-Kolár kann derzeit auf Grund fehlender Forschungen nicht erstellt werden. Als Bestandteile ihres Repertoires sind die folgenden Werke nachweisbar:


    Beethoven, Ludwig van. Klaviersonate cis-Moll, op. 27 Nr. 2

    Beethoven, Ludwig van. Klaviertrio B-Dur, op. 97

    Beethoven, Ludwig van. Klaviertrio Es-Dur, op. 70 Nr. 2

    Beethoven, Ludwig van. Klaviertrio G-Dur, op. 1 Nr. 2

    Brahms, Johannes. Klavierkonzert d-Moll, op. 15

    Chopin, Frédéric. Scherzo b-Moll

    Mendelssohn Bartholdy, Felix. Klavierkonzert g-Moll, op. 25

    Mozart, Wolfgang Amadeus. Fantasie c-Moll, KV 475

    Mozart, Wolfgang Amadeus. Klavierkonzert d-Moll, KV 466

    Rameau, Jean Philipp. Suite (keine Präzisierung möglich)

    Schumann, Robert. Klavierkonzert a-Moll, op. 54

    Schumann, Robert. Klaviersonate fis-Moll, op. 11

    Wagner, Richard. Tannhäuser-Ouvertüre. Arrangiert für vier Klaviere zu 16 Händen von Bedřich Smetana und seinen Schülerinnen und Schülern.

    Quellen

    Dokumente


    Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg, Frankfurt a. M. Musik- und Theatersammlung. Brief von Auguste Kolar-Auspitz an G. Reif vom 16. November 1878.



    Literatur


    Artikel „Auspitz-Kolar, Augusta“. In: Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Hermann Mendel; August Reissman (Hg.). Bd. 1. Berlin: Verlag von Robert Oppenheim, 1870, S. 372f.


    Artikel „Kolar (Mme. Auspitz)“. In: Fétis, François-Joseph. Biographie universelle des musiciens. Supplément et complément. Arthur Pugin (Hg.). 2 Bd. Paris 1880.


    Artikel „Auspitz-Kolar, Augusta“. In: Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Hermann Mendel; August Reissman (Hg.). Bd. 12 (Erg.-Bd.). Berlin: Verlag von Robert Oppenheim, 1883, S. 20.


    Artikel „Auspitz-Kolar, Auguste“. In: Kurzgefaßtes Tonkünstler-Lexikon. Paul Frank (Hg.). 12. Aufl., bearb. v. Wilhelm Altmann. 1926 (verfügbar in wbis – world biographical information system)


    Bartoš, František (Hg.). Smetana in Briefen und Erinnerungen. Deutsche Übersetzung von Alfred Schebek, Prag: Artia, 1954.


    Bendedikt, Moritz. Aus meinem Leben: Erinnerungen und Erörterungen. Wien: Carl Konegen, 1906.


    Biographisches Lexikon zur Geschichte der böhmischen Länder. Heribert Sturm (Hg.). München: Oldenbourg, 1979-1984. Bd. 1-2.


    Hanslick, Eduard. Geschichte des Concertwesens in Wien. Wien: Wilhelm Braumüller, 1869.


    Hanslick, Eduard. Aus dem Concertsaal. Kritiken und Schilderungen aus den letzten 20 Jahren des Wiener Musiklebens. Wien: Wilhelm Braumüller, 1870.


    Michaelis, Alfred. Frauen als schaffende Tonkünstler. Ein biographisches Lexikon. Leipzig: A. Michaelis, 1888.


    Pazdírek, Franz (Hg.). Universalhandbuch der Musikliteratur aller Zeiten und Völker, Wien: Pazdírek & Co, 1904-1910.


    Perger, Richard von. Fünfzig Jahre Wiener Philharmoniker. Denkschrift zur Feier des fünfzigjährigen ununterbrochenen Bestandes der Philharmonischen Konzerte in Wien 1860–1910. Wien und Leipzig: Carl Fromme, 1910.



    Konzertkritiken und Zeitungsartikel


    Allgemeine Musikalische Zeitung vom 22. November 1865, Sp. 771.


    Der Klavierlehrer vom 15. Januar 1879, S. 20 (Nachruf).


    Musikalisches Wochenblatt vom 8. April 1870, S. 232f.

    Musikalisches Wochenblatt vom 1. Juli 1870, S. 430.

    Musikalisches Wochenblatt vom 27. Juni 1873, S. 386.

    Musikalisches Wochenblatt vom 3. Januar 1879, S. 27 (Nachruf).



    Links


    http://www.hofmeister.rhul.ac.uk

    Die Datenbank Hofmeister XIX, in der die Hofmeisterschen Musikalienkataloge des 19. Jahrhunderts erfasst sind, verzeichnet zwei gedruckte Kompositionen von Auguste Kolar.


    http://www.concertprogrammes.org.uk/

    Die britische Concert Programmes Database verzeichnet ein Konzertprogramm von Auguste Auspitz-Kolar.


    www.kalliope-portal.de

    Das Verbundsystem Nachlässe und Autographen „Kalliope-Portal“ verzeichnet drei Briefe von Auguste Auspitz-Kolár in den Universitätsbibliotheken Frankfurt a. M. und Tübingen.

    Forschung

    Auguste Auspitz-Kolár war eine Cousine der Pianistin Katharina Smetana, geb. Kolárova, der ersten Frau Bedřich Smetanas.

    Forschungsbedarf

    Der Forschungsbedarf zu Auguste Auspitz-Kolár umfasst sowohl ihre Biografie als auch alle ihre Tätigkeitsbereiche. Ihre nachweisbaren Kompositionen sind zur Zeit verschollen und ihre künstlerischen und privaten Kontakte sind nur in Einzelfällen bekannt. Hinweise auf eine mögliche pädagogische Tätigkeit fehlen.

    Normdaten

    Virtual International Authority File (VIAF): 67213773
    Deutsche Nationalbibliothek (GND): 11631060X
    Library of Congress (LCCN): no2013078078
    Wikipedia-Personensuche

    Autor/innen

    Silke Wenzel, 6. Mai 2009


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Regina Back
    Zuerst eingegeben am 21.05.2009


    Empfohlene Zitierweise

    Silke Wenzel, Artikel „Auguste Auspitz-Kolár“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 21.5.2009.
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/artikel/Auguste_Auspitz-Kolár