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  • Antonie Brentano

    von Klaus Martin Kopitz
    Antonie Brentano
    Namen:
    Antonie Brentano
    Geburtsname: Johanna Antonia Josepha Edle von Birkenstock
    Lebensdaten:
    geb. in Wien, Österreich
    gest. in Frankfurt a. M., Deutschland
    Tätigkeitsfelder:
    Pianistin, Widmungsempfängerin
    Charakterisierender Satz:

    „den 2n März 1812 mir vom Author erbethen.“


    Notiz Antonie Brentanos auf dem Autograph von Beethovens Lied „An die Geliebte“ WoO 140 (Paris, Bibliothèque nationale, Ms. 31)


    Profil

    Die letzten großen Klavierwerke Beethovens, die c-Moll-Sonate op. 111 (1822) sowie der Diabelli-Variationen op. 120 (1823) wurden Antonie Brentano gewidmet. Darüber hinaus komponierte Beethoven für ihre Tochter Maximiliane das einsätzige Klaviertrio B-Dur WoO 39 (1812) und widmete dieser die E-Dur-Sonate op. 109 (1821). Ursprünglich wollte Beethoven auch die As-Dur-Sonate op. 110 Antonie Brentano widmen (s. Ludwig van Beethoven, Briefwechsel. Gesamtausgabe, hrsg. von Sieghard Brandenburg, Band 5, München 1998, S. 71).


    In der Beethoven-Forschung reifte erst spät die Erkenntnis, dass sie zugleich eine der wichtigsten Frauen im Leben des Komponisten war und vermutlich identisch mit der „Unsterblichen Geliebten“ ist, denn Antonie stand lange Zeit im Schatten ihrer Schwägerin Bettina von Arnim (1785–1859), die ihre Begegnung mit Beethoven mehrfach und sehr ausführlich schilderte. Beethovens Sekretär und Biograf Anton Schindler (1795–1864) bemerkte allerdings schon 1860, in Frankfurt lebe noch „eine der ältesten Freudinnen unsers Meisters“. (Anton Schindler, Biographie von Ludwig van Beethoven, 3. Aufl., Münster 1860, Band 2, S. 45.) Im August 1860 wurde sie daraufhin auch von dem Beethoven-Biografen Alexander Wheelock Thayer (1817–1897) befragt. Thayer erwähnt sie zwar nicht namentlich, verweist jedoch an einer Stelle auf „eine von Beethovens vorübergehenden aber starken Neigungen zu einer verheirateten Frau“, deren Name ihm bekannt sei: „ihr Gatte war ein Mann von hoher Stellung und Ansehen, doch nicht von hoher Geburt“. (Alexander Wheelock Thayer, Ludwig van Beethovens Leben, bearbeitet von Hermann Deiters und Hugo Riemann, Band 4, Leipzig 1907, S. 62f.) Seit den bahnbrechenden Arbeiten von Maynard Solomon ist klar, dass Thayer damit Antonie Brentano meinte. Ihre engen Beziehungen zu Beethoven belegen mittlerweile zahlreiche weitere Quellen, darunter ihre Briefe an Bettina und deren Bruder Clemens Brentano (1778–1842), und nicht zuletzt Beethovens eigener Brief an Bettina vom 10. Februar 1811.

    Orte und Länder

    Antonie Brentano war gebürtige Wienerin und lebte seit ihrer Heirat überwiegend in Frankfurt am Main.

    Biografie

    Johanna Antonia Josepha Brentano, geb. Edle von Birkenstock, wurde am 28. Mai 1780 in Wien geboren und war die einzige Tochter aus der Ehe des Staatsbeamten Johann Melchior Edler von Birkenstock (1738–1809) mit Caroline Josefa von Hay (1755–1788). Nach dem frühen Tod ihrer Mutter wurde sie im Ursulinenkloster in Pressburg erzogen. Am 20. Juli 1798 heiratete sie im Stephansdom den 15 Jahre älteren Frankfurter Kaufmann Franz Brentano (1765–1844), einen Halbbruder von Bettina und Clemens Brentano, mit dem sie anschließend nach Frankfurt übersiedelte. Dort setzte sie auch ihre in Wien begonnene musikalische Ausbildung fort und nahm weiterhin Klavierunterricht.


    Als ihr Vater im Sommer 1809 im Sterben lag, reiste sie mit ihren drei Töchtern wieder nach Wien und blieb dort bis zum November 1812. Sie lebte dort in dem von ihrem Vater erbauten Haus in der Vorstadt Landstraße, Erdberggasse Nr. 98, einem palastartigen Bau mit 40 Zimmern. Nach Birkenstocks Tod am 30. Oktober 1809 erbte sie ein auf 144.474 Gulden geschätztes Vermögen, zu dem das Haus mit Garten im Wert von 39.950 Gulden und eine wertvolle Bücher- und Kunstsammlung im Wert von 37.935 Gulden gehörten. (vgl. Klaus Martin Kopitz, Antonie Brentano in Wien (1809–1812). Neue Quellen zur Problematik „Unsterbliche Geliebte“, in: Bonner Beethoven-Studien, Band 2 (2001), S. 115–145, hier S. 121.) Die große Kunstsammlung wurde überwiegend verkauft und musste zuvor katalogisiert werden, was sich als umfangreiche, zeitraubende Arbeit erwies, die sich über drei Jahre hinzog. Antonie Brentano bewältigte dies im Wesentlichen allein, während ihr Gatte weiterhin das Handelshaus in Frankfurt führte. Hin und wieder besuchte er sie in Wien.


    Eine Zäsur stellte der Besuch Bettina Brentanos dar, die sich vom 8. Mai bis zum 3. Juni 1810 in Wien aufhielt und zusammen mit der Familie ihres Schwagers Friedrich Carl von Savigny (1779–1861) in der Villa Antonie Brentanos wohnte. Wenige Tage vor der Abreise äußerte Bettina den Wunsch, Beethoven kennen zu lernen, den beide erstmals um den 31. Mai in seiner Wohnung auf der Mölkerbastei aufsuchten. Das Verhältnis zwischen Beethoven und Antonie Brentano muss schon bald sehr eng gewesen sein. In einer Tagebuchnotiz vom Juni 1810 spricht sie bereits von einer „Wahlverwandtschaft“. (Beethoven aus der Sicht seiner Zeitgenossen, hg. von Klaus Martin Kopitz und Rainer Cadenbach unter Mitarbeit von Oliver Korte und Nancy Tanneberger, München 2009, Band 1, S. 96.) In einem Brief vom 4. Oktober 1810 schreibt sie an Bettina Brentano: „Beethoven ist ein ganz vorzüglicher Mensch, Kunst und Natur haben das Füllhorn ihrer besten Gaben über ihn ausgeschüttet.“ (Ebd., S. 97.) In einem Brief an Clemens vom 26. Januar 1811 bekennt sie, sie würde dessen Libretto zu einer Kantate „in Beethovens heilige Hände legen den ich tief verehre, er wandelt göttlich unter den Sterblichen, sein höherer Standpunkt gegen die niedere Welt, und sein kranker Unterleib verstimmen ihn nur augenblicklich, denn die Kunst hält ihn umfangen und drückt ihn ans warme Herz.“ (Ebd., S. 98.) Noch deutlicher wird sie in dem Brief vom 11. März 1811 an Bettina Brentano: „Beethoven ist mir einer der liebsten Menschen geworden, sein Umgang enthüllt seine Vortrefflichkeiten, sein Spiel läßt eine allen andern Empfindungen unähnliche Empfindung empfinden, seine dunkel beschattete Stirne enthält unter hoher Wölbung den Sarkophag der Tonkunst, aus welchen er verklärte Gestalten erwekt, sein ganzes Wesen ist einfach, edel, gutmüthig, und seine Weichherzigkeit würde das zarteste Weib zieren, es spricht für ihn daß ihn wenige kennen, noch weniger verstehen. Er besucht mich oft, beinahe täglich, und spielt dann aus eignen Antrieb, weil es ihm Bedürfniß ist Leiden zu mildern, und er fühlt daß er es mit seinen himmlischen Tönen vermag, in solchen Augenbliken muß ich dich oft lebhaft herbey wünschen liebe Bettine, das solche Macht in den Tönen liegt habe ich noch nicht gewußt wie es mir Beethoven sagt.“ Demselben Brief ist zu entnehmen, dass sie ihren Gatten seit sechs Monaten nicht mehr gesehen hat. (Ebd., S. 99f.)


    Beethoven hat Antonies Gefühle auf seine Weise erwidert. Ein gedrucktes Exemplar der im Oktober 1811 erschienenen Goethe-Lieder op. 83 versah er mit der Aufschrift „Meiner vortrefflichen Freundin der Frau Toni Brentano Gebohrene edle von Birkenstock vom Verfasser.“ (Bonn, Beethoven-Haus, BH 94.) Desgleichen trägt ein Exemplar des Klavierauszugs von „Christus am Oelberge“ op. 85 die Widmung: „Meiner verehrungswürdigen Freundin Frau Toni von Brentano Gebohrene edle von Birkenstock vom Verfasser.“ (Ebd., BH 95.) Einen gewissen Höhepunkt der Beziehung scheint Beethovens Lied „An die Geliebte“ WoO 140 vom November 1811 zu markieren, dessen Autograph von Antonie Brentanos Hand die Aufschrift trägt: „den 2n März 1812 mir vom Author erbethen.“ (Paris, Bibliothèque nationale, Ms. 31.) Da dem Besitzerwechsel ein Gespräch vorausgegangen sein muss, konnte Antonie sich anscheinend zu Recht als Widmungsempfängerin und Geliebte Beethovens betrachten.


    Am 29. Juni 1812 reiste Beethoven von Wien nach Prag, wo er am 1. Juli eintraf und dort mehrfach mit Karl August Varnhagen von Ense (1785–1858) zusammentraf. Am letzten Abend, bevor er am 4. Juli zur Kur nach Teplitz weiterreiste, kam er nicht zu Varnhagen und entschuldigte sich dafür mit einem „Umstand, den ich nicht vorher sehn konnte“. (Ludwig van Beethoven, Briefwechsel. Gesamtausgabe, hg. von Sieghard Brandenburg, Band 2, München 1996, S. 273.)


    Beethovens Brief an die „Unsterbliche Geliebte“ stellte für die Musikwissenschaft lange Zeit ein großes Rätsel dar, zumal Beethoven nicht eindeutig vermerkte, wann und wo er den Brief schrieb. Heute gilt als gesichert, dass er am 6./7. Juli 1812 in Teplitz entstand, und dass sich die Adressatin zu dieser Zeit in Karlsbad aufhielt, einem anderen böhmischen Kurort, den Beethoven mit „K.“ abkürzt. (Vgl. ebd., S. 268–272.) Darüber hinaus wird allgemein angenommen, dass es die überraschende Begegnung mit der „Unsterblichen Geliebten“ war, die Beethoven daran hinderte, den Abend des 3. Juli erneut mit Varnhagen zu verbringen.


    Folgt man den „kriminalistischen“ Spuren, so kann die Unbekannte an sich nur Antonie Brentano gewesen sein: Sie traf nachweislich am 3. Juli 1812 in Prag ein und bezog dort ein Quartier im Hotel „Rotes Haus“ in der Jesuitengasse Nr. 147, um am anderen Morgen nach Karlsbad weiterzureisen. (Klaus Martin Kopitz, Antonie Brentano in Wien, a. a. O., S. 137.) Keine andere Frau erfüllt die gegebenen Bedingungen dermaßen „präzise“. Abgesehen davon war sie ohnehin die einzige Frau, mit der Beethoven zu dieser Zeit ein enges Verhältnis hatte. Antonie reiste allerdings nicht allein, sondern in Begleitung ihres Gatten. Das könnte für Beethoven ein wesentlicher Grund gewesen sein, den Brief, der in seinem Nachlass gefunden wurde, im letzten Moment doch nicht auf die Post zu geben.


    Ende Juli 1812 traf Beethoven in Teplitz noch mit Bettina von Arnim zusammen und reiste kurz darauf nach Karlsbad weiter, wo er am 31. Juli polizeilich registriert wurde. Er bezog dort ein Zimmer im „Auge Gottes“ auf der Wiese Nr. 311, im selben Haus, in dem auch die Familie Brentano untergebracht war. Vermutlich kam es hier zu einer intensiven Aussprache, auf jeden Fall zu einem Ende der Beziehung, denn die Familie Brentano kehrte im Herbst nach Frankfurt zurück.


    Antonie Brentano verfolgte Beethovens Karriere auch in späteren Jahren mit großer Anteilnahme. So schrieb sie sich mehrfach Pressemeldungen ab, etwa über Beethovens große Akademie vom 29. November 1814, die einer der größten Erfolge seiner Laufbahn darstellte und von zahlreichen Monarchen besucht wurde. (Bonn, Beethoven-Haus, NE 103, I, 5.) Außerdem korrespondierten beide weiterhin, Franz Brentano lieh Beethoven sogar größere Geldbeträge.


    Neben ihrer Beziehung zu Beethoven sind die Freundschaften zu anderen bedeutenden Persönlichkeiten zu erwähnen, etwa zu Goethe, der sie wiederholt auf ihrem Landgut in Oestrich-Winkel im Rheingau besuchte, ebenso jene zu dem Dichter und Prediger Zacharias Werner (1768–1823) und zu dem bedeutenden Theologen Johann Michael Sailer (1751–1832).


    Sailer spielte auch in Beethovens Leben eine Rolle, denn am 22. Februar 1819 wandte sich Antonie Brentano an Sailer mit der Bitte, die Erziehung von Beethovens Neffen Karl zu übernehmen. (Ludwig van Beethoven, Briefwechsel. Gesamtausgabe, hg. von Sieghard Brandenburg, Band 4, München 1998, S. 241f.) Die restriktiven Bestimmungen im damaligen Österreich machten diesen Plan zunichte, doch Beethoven gab nicht gleich auf: Am 22. Juni 1819 richtete er deswegen sogar ein – vergebliches – Gesuch an Kaiser Franz I. persönlich, das der Regierungsbeamte und Schubert-Freund Joseph Wilhelm Witteczek (1787–1859) abfasste.


    1820 erteilte Antonie Brentano dem Maler Joseph Karl Stieler (1781–1858) den Auftrag, ein Porträt Beethovens zu schaffen, das heute das bekannteste des Komponisten darstellt (vgl. Ludwig van Beethovens Konversationshefte, Band 1, hg. von Karl-Heinz Köhler und Gritta Herre, Leipzig 1972, S. 260f. und 268f. und 338). Aus unbekannten Gründen gelangte es nicht in ihren Besitz. Zuvor hatte Stieler bereits Porträts von Antonie Brentano und Franz Brentano gemalt, die sich heute im Brentano-Haus in Oestrich-Winkel befinden.


    Ein gemeinsamer Freund, Moritz Trenck von Tonder, informierte Antonie Brentano im März/April 1827 ausführlich von Beethovens Tod und seinem Begräbnis. Ebenso erhielt sie von Beethovens Bruder Nikolaus Johann eine Schilderung seiner letzten Tage. (Beethoven aus der Sicht seiner Zeitgenossen, a. a. O., Bd. 1, S. 50f. und Bd. 2, S. 1022–1026.)


    Antonie Brentano hat ihre Heimatstadt offenbar nie wieder besucht, verkaufte ihre Wiener Villa aber erst 1832.

    Würdigung

    Antonie Brentano verkehrte mit zahlreichen Persönlichkeiten des Kulturlebens ihrer Zeit und scheint sowohl in Wien als auch in Frankfurt einen Salon geführt zu haben. In Frankfurt gründete sie außerdem im Winter 1813/14 mit Sophie de Neufville und Rosette Städel den ersten patriotischen Frauenverein Deutschlands. Der Verein verstand sich sowohl als politischer wie auch als karitativer Bund (s. Christina Klausmann, Politik und Kultur der Frauenbewegung im Kaiserreich. Das Beispiel Frankfurt am Main, Frankfurt 1997, S. 20f.).

    Quellen

    Sekundärliteratur (chronologisch):


    Andreas Niedermayer, Frau Schöff Johanna Antonia Brentano. Ein Lebensbild, Frankfurt a. M.: Paulus 1869.


    Goethes Briefwechsel mit Antonie Brentano 1814–1821, hg. von Rudolf Jung, Weimar: Böhlau 1896.


    Hermine Cloeter, Das Brentano-Haus in Wien, in: dies., Zwischen Gestern und Heute. Wanderungen durch Wien und den Wienerwald, Wien: Schroll 1918, S. 148–162.


    Maria Andrea Goldmann, Antonia Brentano, die Frau Schöff, in: dies., Im Schatten des Kaiserdomes. Frauenbilder, Limburg: Steffen 1938, S. 69–163.


    Maynard Solomon, New light on Beethoven’s letter to an unknown woman, in: The Musical Quarterly, Jg. 58 (1972), S. 572–587.


    Harry Goldschmidt, Um die Unsterbliche Geliebte. Eine Bestandsaufnahme, Leipzig: VEB Deutscher Verlag für Musik 1977.


    Maynard Solomon, Antonie Brentano and Beethoven, in: ders., Beethoven Essays, Cambridge: Harvard University Press 1988, S. 166–189.


    Susan Lund, Raptus: a novel about Beethoven based on the source material; annotated, with introductory articles, Royston: Melstamps 1995.


    Klaus Günzel, Die Brentanos. Eine deutsche Familiengeschichte, 3. Aufl., Düsseldorf-Zürich: Artemis & Winkler 1998.


    Klaus Martin Kopitz, Antonie Brentano in Wien (1809–1812). Neue Quellen zur Problematik „Unsterbliche Geliebte“, in: Bonner Beethoven-Studien, Band 2 (2001), S. 115–146, als pdf-datei: http://www.beethoven-haus-bonn.de/da_literatur/BBS2_Kopitz_AntonieBrentano.pdf


    Klaus Martin Kopitz, Beethoven und die Zarenfamilie. Bekanntes und Unbekanntes zur Akademie vom 29. November 1814 sowie zur Polonaise op. 89, in: Bonner Beethoven-Studien, Band 5 (2006), S. 143–149, hier S. 146–148.


    Klaus Martin Kopitz, Ein unbekanntes Gesuch Beethovens an Kaiser Franz I., in: Bonner Beethoven-Studien, Band 6 (2007), S. 101–113.


    Susan Lund, Beethoven and the Catholic Brentanos: The Story Behind Beethoven’s Missa Solemnis, Charleston: BookSurge 2007.


    Yayoi Aoki, Beethoven – Die Entschlüsselung des Rätsels um die „Unsterbliche Geliebte“, aus dem Japanischen von Annette Boronnia, München, Iudicium-Verlag, 2008.


    Klaus Martin Kopitz, Artikel „Brentano, Antonie“, in: Das Beethoven-Lexikon, hg. von Heinz von Loesch und Claus Raab, Laaber: Laaber 2008, S. 144f.


    Claus Raab, Artikel „Unsterbliche Geliebte“, in: ebd., S. 798–801.


    Beethoven aus der Sicht seiner Zeitgenossen in Tagebüchern, Briefen, Gedichten und Erinnerungen, hg. von Klaus Martin Kopitz und Rainer Cadenbach unter Mitarbeit von Oliver Korte und Nancy Tanneberger, 2 Bände, München: Henle 2009, Nr. 39, 70–77 und 740–742.



    Links:


    Brentano-Haus in Oestrich-Winkel: http://www.brentano.de

    Forschung

    Antonie Brentanos Beziehung zu Beethoven ist heute relativ gut dokumentiert.

    Forschungsbedarf

    Es fehlt eine fundierte Biografie, die beispielsweise ihre Beziehungen zu anderen Mitgliedern der Familie Brentano einmal genauer untersucht, insbesondere zu ihrem Gatten, ihren Kindern sowie zu Bettina und Clemens. Es sind zahlreiche, noch unveröffentlichte Briefe Antonies überliefert, die dabei eine große Hilfe darstellen würden. Aufschlussreich könnte auch eine Untersuchung zum Frankfurter Frauenverein sein, in dem Antonie Brentano offenbar eine zentrale Rolle spielte.

    Normdaten

    Virtual International Authority File (VIAF): 57408668
    Deutsche Nationalbibliothek (GND): 11867384X
    Wikipedia-Personensuche

    Autor/innen

    Klaus Martin Kopitz


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Ellen Freyberg
    Zuerst eingegeben am 19.04.2011


    Empfohlene Zitierweise

    Klaus Martin Kopitz, Artikel „Antonie Brentano“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 19.4.2011.
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/artikel/Antonie_Brentano