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  • Anna Kull

    von Silke Wenzel
    Namen:
    Anna Kull
    Lebensdaten:
    geb. in Klausenburg (Cluj-Napoca),
    gest. um in Trient,

    Tätigkeitsfelder:
    Violoncellistin
    Charakterisierender Satz:

    „Zwei Concerte gab die Violoncellistin Anna Kull, und wurde ihr kleines Instrument in manchen Privatkreisen gesucht. Schöner, weicher Ton, elegante Spielweise, namentlich ein herzenswarmes Cantabile, sind die Vorzüge dieses kaum achtzehnjährigen und schönen Mädchens.“ („Neue Zeitschrift für Musik“ vom 6. April 1860, S. 133, aus Frankfurt a. M.)


    Profil

    Die Violoncellistin Anna Kull trat zwischen ca. 1854 und 1859/60 in zahlreichen Städten Europas sowohl als Solistin als auch als Kammermusikerin auf. Sie gehört neben Lisa Christiani (1827-1853), Hélène de Katow (um 1830-nach 1876) und Róza Szuk (1844-1921) zur ersten Generation von Cellistinnen, die im öffentlichen Konzertleben des 19. Jahrhunderts präsent waren. Ausgebildet von dem Münchner Hofmusiker und Violoncellisten Hippolyt Müller konzertierte Anna Kull als Jugendliche u. a. in London, München, Bern und Baden-Baden und fand nahezu überall die Anerkennung der Musikkritik, die auf eine Violoncellistin eher mit Erstaunen als Ablehnung reagierte. Anna Kulls Repertoire umfasste die Concertini für Violoncello und Klavier von Bernhard Heinrich Romberg, Kammermusikwerke wie z. B. Ludwig van Beethovens Klaviertrio c-Moll op. 1 Nr. 3 sowie Fantasien und Solostücke der Violoncellisten Joseph Merk, Alfredo Piatti, Guillaume Paque und Adrien-François Servais. Im Jahr 1860, mit 19 Jahren, zog sie sich aus der Öffentlichkeit zurück, mit der offiziellen Begründung, ihre Eltern seien um ihre Gesundheit besorgt. Dennoch widmete sie sich weiterhin ihrem Instrument, wie ein vereinzelter Hinweis belegt: 1877 trat sie in Graz nochmals in einem Wohltätigkeitskonzert auf.

    Orte und Länder

    Anna Kull wurde in Klausenburg, damals Siebenbürgen, heute Cluj-Napoca in Rumänien, geboren. Ihr Vater stammte aus dem schweizerischen Lenzburg im Kanton Aargau, wo Anna Kull mindestens einen Teil ihrer Kindheit verbrachte. Spätestens ab 1855 wurde sie in München unterrichtet und lebte von ca. 1857 bis 1860 als reisende Musikerin. Sie konzertierte u. a. in England, Deutschland, Frankreich, Österreich und der Schweiz und hatte zeitweilig ihren Wohnsitz in London.

    In späteren Jahren lebte sie möglicherweise in einem Schloss der Familie mütterlicherseits in Kärnten.

    Biografie

    Anna Kull wurde am 21. Oktober 1841 im siebenbürgischen Klausenburg, dem heutigen Cluj-Napoca in Rumänien, geboren. Ihr Vater Jakob bzw. Jacob Kull, ein Gutsbesitzer, der aus dem Schweizer Niederlenz stammte, hatte in Wien Musik studiert und wirkte 1841 in Klausenburg als Kapellmeister. Ihre Mutter, Emerentia Johanna Jöchlinger von Jochenstein (1809-?), war eine österreichische Adelige aus Kärnten. Die Eltern hatten am 26. August 1839 geheiratet (vgl. Gothaisches genealogisches Taschenbuch Bd. 21, S. 321; Timmermann 2010; 2013).

    Ihre erste musikalische Ausbildung erhielt Anna Kull von ihrem Vater, der von 1851 bis 1854 ein „Orchestre de jeunes gens“ im Schweizer Vevey leitete (vgl. Burdet 1969, S. 146). Ab dem Alter von ca. zwölf Jahren wurde sie in Violoncello von dem Züricher Violoncellisten Schleich unterrichtet, möglicherweise von Adam Schleich, der zu dieser Zeit als Musiklehrer und Organist in Zürich wirkte und am Münchner Konservatorium für Musik ausgebildet worden war. Von ihm könnte auch die Vermittlung nach München ausgegangen sein, wo Anna Kull spätestens ab 1855 bei dem gerade einmal sieben Jahre älteren Violoncellisten Hippolyt Müller, einem Hofmusiker, studierte (vgl. „Intelligenzblatt für die Stadt Bern“ vom 12. Februar 1856, S. 230; s. a. Timmermann 2010; 2013).


    Heidi Neuenschwander zufolge, die eine Geschichte der Stadt Lenzburg verfasst hat, trat Anna Kull bereits 1853 erstmals in London auf und spielte in den Jahren 1854/55 mehrfach öffentlich in Niederlenz (vgl. Neuenschwander 1994, S. 458f.). Auch während ihrer Studienzeit in München konzertierte Anna Kull in der Öffentlichkeit und fand mit ihrem Spiel großen Zuspruch. So trat sie z. B. am 26. August 1855 in einem Kammermusikkonzert des Philharmonischen Vereins in München auf und spielte dabei eines der Concertini für Violoncello und Klavier von Bernhard Heinrich Romberg. Die „Neue Münchner Zeitung“ rezensierte: „Zwischen diesen Gesangspiecen [des Fräulein Agéron] ­spielte ein 13jähriges Mädchen, Anna Kull aus Lenzburg, ein Concertino für Violoncell von Romberg. Die Neuzeit brachte uns des Sonderbaren so vieles – warum nicht auch eine (sitzende) Cellistin? Gespielt hat das Mädchen über Alles Erwarten und dadurch sowohl ihrem Lehrer Hrn. Hofmusikus H. Müller als auch ihrem Fleiß in Behandlung dieses anerkannt schwierigen Instrumentes Ehre gemacht.“ (Beilage zu Nr. 205 der „Neuen Münchner Zeitung“ vom 28. August 1855, S. 2) Am 15. September 1855 spielte Anna Kull im Münchner Privat-Musikverein und fand auch hier mit ihrem Spiel Anklang: „Diesem [dem Sänger Hieber] folgte eine ungewohnte, obwohl liebenswürdige Erscheinung. Ein 13-14jähriges Mädchen aus der Schweiz. Anna Kull, Schülerin unseres Hofmusikus H. Müller, errang sich als Violoncellspielerin durch seelenvollen Vortrag und für solches Alter bewunderungswürdige Kraft und Fertigkeit den rauschendsten Beifall.“ (Beilage zu Nr. 223 der „Neuen Münchner Zeitung“ vom 18. September 1855)


    Im Winter 1855/1856 unternahm Anna Kull mit ihren Eltern eine größere Konzertreise, bei der sie u. a. in Lindau, St. Gallen und Bern auftrat; weitere Auftritte in Frankreich, England und den USA waren zu dieser Zeit geplant. Die Münchner „Allgemeine Zeitung“ berichtete am 25. November 1855 aus Lindau.: „Am gestrigen Abend [21. November] erfreute die kleine 13jährige, in München gebildete Violoncellistin Anna Kull das hiesige Publicum mit ihrem ausgezeichneten Spiel. Die jugendliche Künstlerin tritt in Begleitung ihrer Eltern ihre erste Kunstreise an, und begibt sich von hier nach St. Gallen.“ („Allgemeine Zeitung“ (München) vom 25. November 1855, S. 5250) Am 12. Februar 1856 gab Anna Kull ein eigenes Konzert im Berner Casinosaal. Auf dem Programm standen zwei nicht näher bezeichnete Streichquartette, wiederum eines der Concertini für Violoncello und Klavier von Bernhard Heinrich Romberg, eine Hymne aus der Oper „Stradella“ von César Franck, für Violoncello arrangiert von August Roderich Lindner, Ein „Morceau de salon“ aus Gaetano Donizettis „Lucia di Lammermoor“, das von Joseph Merk für zwei Violoncelli bearbeitet worden war, sowie eine „Grande Fantaisie“ für Violoncello von Adrien-François Servais (vgl. Konzertprogramm in „Der Erzähler. Beilage zum Intelligenzblatt der Stadt Bern“ vom 12. Februar 1856, S. 4; s. a. Timmermann 2013). Im „Intelligenzblatt für die Stadt Bern“ erschien anlässlich ihres Konzertes ein ausführlicher Artikel über Anna Kull: „Vor einem Jahr lasen wir in den Schweizerblättern zum ersten Male von den überraschenden Leistungen eines 13jährigen Mädchens, Anna Kull, als Violoncellistin. Wir waren damals etwas ungläubig und begriffen nicht, wie man auf den Einfall kommen konnte, für ein Mädchen von so zartem Alter dieses ungemein schwierig zu behandelnde und männliche Kraft erfordernde Instrument zu wählen. Nun haben wir Gelegenheit gehabt, die junge Künstlerin zu hören, und können nicht anders, als ein Talent bewundern, das in weniger als drei Jahren es zu einer Virtuosität gebracht hat, wie sie nur bei seltener Begabung möglich ist. [...] In München trat Anna Kull öfter auf und erntete stürmischen Beifall. Es freut uns schon jetzt, eine Schweizerin (Ann Kull ist Aargauerin, und zu Klausenburg in Siebenbürgen geboren) in naher Zukunft einen Platz unter den Virtuosen erster Größe einnehmen zu sehen, und wir hoffen, daß sie trotz der großen Schwierigkeit des herrlichen Instrumentes, gleich Milanollo Nachahmerinnen finden werde. Wie wir hören, reist die junge Künstlerin mit ihren Eltern von hier nach Paris, dann nach England und Amerika. Wir wünschen ihr die zu ihrem großen Vorhaben nöthige Gesundheit, Kraft und Ausdauer, sowie während ihres kurzen Aufenthaltes in ihrem Vaterlande die verdiente Theilnahme ihrer Landsleute.“ („Intelligenzblatt für die Stadt Bern“ vom 12. Februar 1856, S. 230)


    Im Jahr 1857 hielt sich Anna Kull größtenteils in London auf. Sie debütierte im März 1857 im „Grand Annual Concert“ des Dirigenten Howard Glover im Drury Lane Theatre an der Seite von Musikerinnen und Musikern wie Arabella Goddard, Julius Benedict und Prosper Sainton, und das Publikum forderte ihr die Wiederholung ihres Solostückes ab: „Mdlle. Anna Kull, a young German lady violoncellist of considerable talent, who made her début on this occasion, was also obliged to repeat her solo.“ („Mdlle. Anna Kull, eine junge deutsche Violoncellistin von bemerkenswertem Talent, die bei dieser Gelegenheit ihr Debüt gab, wurde ebenfalls genötigt, ihr Solo zu wiederholen.“; „The Musical World“ vom 21. März 1857, S. 189) Ende Juni 1857 trat sie im Rahmen einer Soirée musicale auf, die die Sängerin Mme. Henri und die Pianistin Miss Stevenson in den Beethoven Rooms veranstalteten, und erhielt wiederum den Beifall des Rezensenten: „The great novelty of the evening was Mdlle. Kull, a very young lady of 15 years, who played on the violoncello with great taste, skill, and expression. She is a Swiss, and has studied the violoncello only four years.“ („Die große Neuheit des Abends war Mdlle. Kull, eine sehr junge Dame von 15 Jahren, die das Violoncello mit gutem Geschmack und hervorragendem Können und Ausdruck spielte. Sie ist Schweizerin und studiert erst seit vier Jahren Violoncello.“; „The Musical World“ vom 4. Juli 1857, S. 427) Zu dieser Zeit hatte sie sich in London niedergelassen, wie aus einer Annonce in der „Musical World“ hervorgeht: „Fraulein Anna Kull, Violoncelliste, begs to announce that she has removed to 12, Parade, Harleyford-road, Vauxhall, where all communications may be addressed.“ („Fräulein Anna Kull, Violoncellistin, erbietet sich anzuzeigen, dass sie nach 12, Parade, Harleyford Road, Vauxhall, gezogen ist, wohin alle Korrespondenz zu addressieren ist.“; „The Musical World“ vom 12. Dezember 1857, S. 789) In dieser Zeit, 1857, entstand auch ein Ölgemälde der Violoncellistin durch den Maler James Smetham (1821-1889) mit dem Titel „Anna Kull“, das heute in John Wesley’s House & the Museum of Methodism in London aufbewahrt wird (s. Links).


    Auch 1859 hielt sich Anna Kull in London auf und veranstaltete dort im Januar 1859 ein eigenes Konzert in den Beethoven Rooms, an dem mehrere deutsche Musiker beteiligt waren. Sie spielte gemeinsam mit dem Pianisten Wilhelm Ganz ein Duo für Klavier und Violoncello von Guillaume Paque, eine Solofantasie von Adrien-François Servais, ein weiteres Solo, komponiert von ihrem Vater Jakob Kull, und, gemeinsam mit dem Violoncellisten Kleine, ein Duo für zwei Violoncelli. Die „Musical World“ berichtete: „Madlle. Anna Kull, the violoncellist, gave a concert, on Thursday evening, at the above rooms. The selection was made with good taste, and both vocal and instrumental performances are entitled to praise. Madlle. Kull, for a lady violoncellist, displays an unusual proficiency on the instrument.“ („Madlle. Anna Kull, die Violoncellistin, gab am Donnerstag Abend ein Konzert in oben genannten Räumen. Die Auswahl wurde mit gutem Geschmack getroffen und sowohl die vokalen als auch die instrumentalen Aufführungen sind gänzlich zu loben. Madlle. Kull zeigte ein für eine weibliche Cellistin ungewöhnliches Können auf dem Instrument.“; „The Musical World“ vom 15. Januar 1859, S. 45; vgl. auch „The Athenæum“ vom 15. Januar 1859, S. 88; „Neue Zeitschrift für Musik“ vom 21. Januar 1859, S. 47).


    Im Frühjahr 1859 trat Anna Kull in Vevey und Lausanne auf (vgl. Burdet 1969, S. 146), spielte im Sommer 1859 auch in Baden-Baden (vgl. „Neue Zeitschrift für Musik“ vom 12. August 1859, S. 59) und konzertierte anschließend, ab September 1859, mehrfach in Frankfurt a. M. Dort spielte sie u. a. „Variationen über waliesische Themata“ im Salon des Frankfurter Geigers und Komponisten Eduard Eliason, der selbst viele Jahre in London gewirkt hatte (vgl. „Neue Zeitschrift für Musik“ vom 23. September 1859, S. 111), und veranstaltete am 5. Oktober ein eigenes Konzert im Frankfurter „Hof von Holland“. Dabei spielte sie mit Eduard Eliason und dem Pianisten Julius Sachs den ersten Satz von Ludwig van Beethovens Klaviertrio c-Moll op. 1 Nr. 3 und trat mit mehreren Solostücken von Alfredo Piatti, Guillaume Paque und Adrien-François Servais auf. Ein weiteres Konzert fand im Salon eines Frankfurter Mäzens statt (vgl. „Neue Zeitschrift für Musik“ vom 14. Oktober 1859, S. 139; vgl. auch „Neue Wiener Musikzeitung“ vom 3. November 1859, S. 176). Über die beiden Konzerte berichtete rückblickend ein Frankfurter Korrespondent der „Neuen Zeitschrift für Musik“: „Zwei Concerte gab die Violoncellistin Anna Kull, und wurde ihr kleines Instrument in manchen Privatkreisen gesucht. Schöner, weicher Ton, elegante Spielweise, namentlich ein herzenswarmes Cantabile, sind die Vorzüge dieses kaum achtzehnjährigen und schönen Mädchens. Mehr musikalische Solidität, namentlich im Fiorituren- und Passagewesen, sich anzueignen hat sie jetzt in Paris charmante Gelegenheit, wohin sie sich seit dem October begeben hat.“ („Neue Zeitschrift für Musik“ vom 6. April 1860, S. 133)


    Möglicherweise plante Anna Kull ab 1860 am Pariser Conservatoire bei Léon Jean Jacquard weiterzustudieren, der bereits seit Mitte der 1850er Jahre Violoncellistinnen in seine Klasse aufnahm, darunter Hélène de Katow. Nach ihren Frankfurter Auftritten zog sich Anna Kull jedoch im Alter von 19 Jahren aus der Öffentlichkeit zurück. Die offizielle Begründung lautete, die Eltern seien um ihre Gesundheit besorgt.


    Dennoch blieb Anna Kull ihrem Instrument treu. Ein vereinzelter Auftritt lässt sich am 6. Dezember 1877 in Graz belegen, wo sie – einer Notiz der „Neuen Zeitschrift für Musik zufolge – im Rahmen eines Wohltätigkeitskonzertes gemeinsam mit dem Geiger Richard Sahla und der Wiener Pianistin Frl. Piersch auftrat („Neue Zeitschrift für Musik“ vom 14. Dezember 1877, S. 546). Im zwei Monate später erscheinenden Bericht aus Graz wird Anna Kull zudem als „Kammervirtuosin der Königin von England“ bezeichnet: „In den angeführten Concerten wirkten noch mit: die Vlcell. Frl. Kull, Kammervirt. der Königin von England, mit bemerkenswerther Technik und Kraft (Duo von Servais mit Sahla) [...].“ („Neue Zeitschrift für Musik“ vom 1. Febr. 1878, S. 58).


    Der weitere Lebensweg von Anna Kull ist unbekannt. Sie starb 1923 in Trient, Italien (vgl. Neuenschwander 1994, S. 458f., FN 97; Timmermann 2010; 2013).

    Repertoire

    Eine Repertoireliste von Anna Kull kann derzeit aufgrund fehlender Forschungen nicht erstellt werden. Nachgewiesen sind Aufführungen folgender Kompositionen:


    Anonymus. Variationen über waliesische Themata für Violoncello solo


    Beethoven, Ludwig van. Klaviertrio c-Moll op. 1 Nr. 3


    Lindner, August Roderich. Hymne aus der Oper „Stradella“ von César Franck, arrangiert für Violoncello


    Merk, Joseph. „Morceau de salon“ aus Gaetano Donizettis „Lucia di Lammermoor“, arrangiert für 2 Violoncelli


    Paque, Guillaume. Duo für Klavier und Violoncello (keine Präzisierung möglich)


    Romberg, Bernhard Heinrich. Concertino für Violoncello und Klavier (keine Präzisierung möglich).


    Servais, Adrien-François. Grande Fantaisie für Violoncello (solo?)


    Weitere Solostücke für Violoncello, u. a. von Jakob Kull, Adrien-François Servais, Alfredo Piatti und Guillaume Paque sowie den Violoncellopart in Streichquartetten, die nicht näher bezeichnet wurden.

    Quellen

    Literatur


    Burdet, Jacques. Orchestres vaudois au XIXe siècle. In: Revue historique vaudoise 77 (1969), S. 53ff.


    Gothaisches genealogisches Taschenbuch der freiherrlichen Häuser. Gotha: Perthes, 1855ff., Bd. 21.


    Minder-Jeanneret, Irène. Femmes musiciennes en Suisse romande: la musicienne professionelle au tournant du siècle dans le miroir de la presse. Yens s./Morges: Ed. Cabédita, 1995.


    Neuenschwander, Heidi: Geschichte der Stadt Lenzburg. Erschienen als: Argovia. Jahresschrift der Historischen Gesellschaft des Kantons Aargau, Bd. 106 (1994).


    Timmermann, Volker. „Das Violoncello aber, dieser halbgewachsene Mann...“. Violoncellistinnen in den 50er und 60er Jahren des 19. Jahrhunderts. In: Musik und Emanzipation. Festschrift für Freia Hoffmann zum 65. Geburtstag, hrsg. von Marion Gerards u. Rebecca Grotjahn, Oldenburg 2010, S. 111-118.


    Timmermann, Volker. Artikel „Kull, Anna Ludwika“. In: Instrumentalistinnen-Lexikon des Sophie-Drinker-Instituts, hg. v. Freia Hoffmann, online verfügbar unter: http://www.sophie-drinker-institut.de/cms/index.php?page=kull-anna (Stand: 10. April 2013)



    Zeitschriftenartikel und Konzertrezensionen


    Allgemeine Zeitung (München) vom 25. November 1855, S. 5250.


    Intelligenzblatt für die Stadt Bern vom 12. Februar 1856, S. 230.

    Intelligenzblatt der Stadt Bern. „Der Erzähler“. Beilage zur Ausgabe vom 12. Februar 1856, S. 4.


    Neue Münchner Zeitung vom 28. August 1855. Beilage zu Nr. 205, S. 2

    Neue Münchner Zeitung vom 18. September 1855. Beilage zu Nr. 223, S. 2.


    Neue Wiener Musikzeitung vom 3. November 1859, S. 176.


    Neue Zeitschrift für Musik vom 21. Januar 1859, S. 47.

    Neue Zeitschrift für Musik vom 12. August 1859, S. 59.

    Neue Zeitschrift für Musik vom 23. September 1859, S. 111.

    Neue Zeitschrift für Musik vom 14. Oktober 1859, S. 139.

    Neue Zeitschrift für Musik vom 6. April 1860, S. 133.

    Neue Zeitschrift für Musik vom 14. Dezember 1877, S. 546.

    Neue Zeitschrift für Musik vom 1. Febr. 1878, S. 58.


    The Athenæum vom 15. Januar 1859, S. 88.


    The Musical World vom 21. März 1857, S. 189.

    The Musical World vom 4. Juli 1857, S. 427.

    The Musical World vom 12. Dezember 1857, S. 789.

    The Musical World vom 15. Januar 1859, S. 45.



    Links


    http://www.feelbyte.com/James-Smetham/Anna-Kull-279677.html (Stand: 10. April 2013)

    Die Website feelbyte artgallery stellt eine Abbildung des Ölgemäldes „Anna Kull“ von James Smetham aus dem Jahr 1857 online zur Verfügung.


    http://www.sophie-drinker-institut.de/cms/index.php?page=kull-anna (Stand: 10. April 2013)

    Das Instrumentalistinnen-Lexikon des Sophie-Drinker-Instituts, hg. v. Freia Hoffmann, stellt einen Artikel zu Anna Kull von Volker Timmermann online zur Verfügung.

    Forschung

    Volker Timmermann machte 2010 erstmals auf die Violoncellistin aufmerksam, die bis dahin in Vergessenheit geraten war (vgl. Timmermann 2010; 2013).

    Forschungsbedarf

    Der Forschungsbedarf zu Anna Kull umfasst ihre Biografie, ihre künstlerischen Tätigkeiten sowie ihre privaten und beruflichen Kontakte.

    Autor/innen

    Silke Wenzel


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Regina Back


    Empfohlene Zitierweise

    Silke Wenzel, Artikel „Anna Kull“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom ...
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/artikel/Anna_Kull