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  • Anna Korotkina

    von Darya Lenz
    Die Komponistin Anna Korotkina, 2008.
    Namen:
    Anna Korotkina (orig.: Анна Короткина)
    Lebensdaten:
    geb. in Witebsk, Weißrussland
    Tätigkeitsfelder:
    Komponistin, Pianistin, Dozentin
    Charakterisierender Satz:

    „Musik ist für mich etwas Unbegreifliches und Unerklärliches. Sie lebt in meinem Geist. Man kann sie steuern, aber nicht beherrschen. Sie ist ein Geschenk Gottes.“


    Anna Korotkina im Gespräch mit Darya Lenz, 25. Oktober 2013


    Profil

    Die Herausbildung der künstlerischen Neigung von Anna Korotkina wurde wesentlich durch die Auseinandersetzung mit dem Oeuvre von Franzisk Skorina (Humanist und erster weißrussischer Buchdrucker des 16. Jahrhunderts) sowie durch ihre Arbeit an der Entzifferung von Gesangbüchern für orthodoxe Gottesdienste aus dem 15. und 16. Jahrhundert beeinflusst. Die Wiedergabe der entzifferten Passagen aus diesen Quellen findet man in Chor-, Orgel- und Klaviermusik der Komponistin. Während des Studiums in Warschau im Jahr 2001 widmete sich Korotkina avantgardistischen Strömungen in der Musik und lernte die Werke von Krzysztof Penderecki und Wlodzimierz Kotonski kennen. In ihren Werken finden sowohl avantgardistische kompositorische Techniken wie Sonorismus, Minimalismus und intuitive Musik als auch Elemente des Jazz (wie Improvisation, Jazz-Folk, Avantgarde-Jazz) und der Popmusik (z. B. in den Suiten für Klavier) Anwendung. Zuletzt widmete sich Anna Korotkina der Komposition von Orgelmusik, welche die diatonischen und archaischen Zitate aus den altrussischen Kirchengesangbüchern mit musikalischer Avantgarde in sich vereinigt (z. B. in Poem für Orgel solo „Grunwald“, „Golschany“).

    Orte und Länder

    Anna Korotkina wurde im weißrussischen Witebsk geboren. Seit 1994 wohnt und arbeitet die Komponistin in Minsk.

    Biografie

    Anna Korotkina wurde 1961 in Witebsk (Weißrussland) geboren. Sie genoss eine umfassende musikalische Ausbildung. Zunächst schloss sie die Witebsker Musikfachschule in der Fachrichtung Klavier bei Olga Darenskih ab, danach absolvierte sie am Institut für Kultur in Minsk den Studiengang „Dirigat für Pop- und Sinfonieorchester“. Darauf folgte das Studium an der Weißrussischen Musikakademie im Fach Komposition bei Andrej Mdivani (1995), ein Jahr später schloss Anna Korotkina ein Assistenzpraktikum beim Komponisten Dmitrij Smolskij ab. Während ihrer Weiterbildung an der Warschauer Frédéric-Chopin-Musikakademie bei Stanislaw Morito (2001) bekam sie die Gelegenheit, die westlich ausgeprägte Kompositionstechnik näher kennen zu lernen.


    Seit 1996 ist Korotkina Mitglied des Komponistenverbandes von Weißrussland und seit 1998 auch des Verbandes für Moderne Musik.


    Einen bedeutenden Platz im künstlerischen Schaffen der Komponistin nehmen ihre Werke mit geistlichem Inhalt ein, die bei großen Festivals und Wettbewerben in Weißrussland, Russland, Deutschland, Österreich, Italien, Polen, Rumänien und der Ukraine aufgeführt werden.

    Korotkina setzt sich aktiv für die Erforschung und Erhaltung des nationalen Kulturerbes ihres Landes ein, wie z.B. des Oeuvres von Franzisk Skorina oder der Entzifferung von Sammlungen alter Gesangbücher („Irmologien“) aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Um das Interesse an diesen Themen wieder zu wecken, hielt sie Vorträge, darunter „Einführung in das Buch der Psalmen von Franzisk Skorina. Versuch einer religionswissenschaftlichen Analyse“ und „Die Entzifferung des Gesangs ,Mutter Gottes‘ aus dem 7. Jahrhundert und dessen Zitate im Poem für Orgel und Pauke ,Grunwald‘, bei zahlreichen internationalen Konferenzen sprach sie über „Skorina und unsere Zeit“ (Gomel, 2008), „Simeon Polatzki: Weltanschauung, gesellschaftliches, politisches und literarisches Wirken“ (Polozk, 2009), „Das Großfürstentum Litauen und seine Nachbarn im 14. und 15. Jahrhundert: Konkurrenz, Zusammenarbeit, Lehre“ (Grodno, 2010), „Golschaner Lesungen“ (Golschany, 2012), „Traditionen der materiellen und geistlichen Kultur von Ostpolesien“ (Gomel, 2012).


    Korotkina ist seit vielen Jahren als Lehrerin und Dozentin an Kunstfachschulen und Gymnasien in Minsk und Umgebung aktiv. Sie ist Autorin der theoretischen Kurse „Moderne Klaviermusik,“ „Musikalische Avantgarde“, „Experimentelle Musik“, „Komposition“ und „Zeitgenössische Musik“. Einige ihrer Schüler sind Preisträger des Internationalen Wettbewerbs für junge Komponisten (Grodno).


    Anna Korotkina legt großen Wert auf die Entwicklung des musikalischen Denkens und der Kreativität bei Kindern. Bei internationalen wissenschaftlichen Konferenzen, darunter „Die Welt der Kunst und die Kinder: Probleme künstlerischer Pädagogik" (Witebsk, 2007), „Ästhetische Bildung: Traditionen und Perspektiven“ (Brest, 2007) und „Mūzikas stila un pedagoģijas aspekti" (Daugavpils, Lettland, 2009) hielt sie Vorträge über die Mittel zur Förderung des musikalischen Denkens bei Schülern durch die modernen Kompositionstechniken.


    Die Komponistin führte eine Reihe internationaler Musikprojekte durch und rief den regionalen Jugendwettbewerb für zeitgenössische Musik „Neue Töne der Welt“ in Minsk ins Leben.

    Würdigung

    Eine Würdigung des Oeuvres von Anna Korotkina bedarf zunächst noch weiterer musikhistorischer Forschungen.

    Rezeption

    Die Werke von Korotkina werden häufig in Weißrussland und auch weltweit aufgeführt, wie z.B. das Poem für Klavier „Kolokola Černobylja“ [Die Glocken von Tschernobyl] (London, Steinway-Hall, 1998), die Suite für Orgel „Freski“ [Fresken] (IX. Festival in Grossroschin, 1999) oder ihre instrumentalen Variationen für Klavier und Schlagzeug (Dakota, USA, 1995).


    Korotkinas Klavierstück „Legenda o korole Stache“ [Die Legende von König Stach] war bei den Klavierwettbewerben in Minsk (2000) sowie in Gomel (2009) Teil des Pflichtprogramms.


    Das Konzert für Klavier und Sinfonieorchester von Korotkina wurde in die Repertoireliste von Allan B. Ho „Music for Piano and Orchestra: The Recorded Repertory“ aufgenommen. Die Suite für Orgel „Fresken“ wurde ins weltweite Repertoireregister der Orgelliteratur „Repertorium Orgelmusik 1150-2000“ von Klaus Beckmann eingetragen.


    Die Werke der Komponistin werden von namhaften weißrussischen und internationalen Musikern gespielt, darunter das Sinfonieorchester und der Chor des staatlichen weißrussischen Fernseh- und Rundfunkkanals BTRC, das Ensemble „Classic-Avantgarde“, das Ensemble „Traiect“, die Kapelle „Sonorus“, der Chor „Cantemus“ usw.

    Werkverzeichnis

    A. Vokalmusik


    a. Kantaten


    „Stich pokajannyj“ [Der Vers der Reue] für Chor, Solisten, Sinfonieorchester, T.: Texte des geistlichen Volksverses, Minsk, 1995/96, UA: Minsk 1996. Auf CD „Weißrussische Aufklärer in der geistlichen Musik. Komponistin Anna Korotkina“, Minsk: Novaja muzykalnaja kompanija, 2009.


    „Kniga Iova“ [Das Buch Hiob] für Erzähler, Sopran, Orgel, Kammerorchester, T.: Bibeltexte, Minsk, 1996/97, UA: Polozk, 1998 (Internationales Festival der Orgelmusik „Die Glocken von Sophia“), Manuskript.


    „Ekkleziast“ [Der Prediger] für Erzähler, Chor, Orgel, Klavier, Kammerorchester, T.: Bibeltexte, Minsk, 1998, UA: Internationales Festival der Orgelmusik „Die Glocken von Sophia“, Polozk, 1999. Auf CD „Orgelmusik. Weißrussland XXI. Komponistin Anna Korotkina“, Minsk: Vigma, 2012.


    „Kniga Narekaci“ [Das Buch von Narek] für Erzähler, Chor, elektronische Instrumente, Kammerorchester, T.: Gregor von Narek, gewidmet Valter Mnazakanov, Ostroshitskij Gorodok, 2002, UA: Minsk, 2003, Manuskript.


    „Svjatoj Jegorij“ [Gregor der Erleuchter] für Chor a capella, T.: Texte des geistlichen Volksverses, Minsk, 2005, UA: nicht aufgeführt, Manuskript.



    b. Chormusik


    „Stichira“ [Die Stichera] für Chor a capella, T.: Simeon Polozki, Witebsk, 1999, UA: Minsk, 1999, Manuskript.


    „Prilog Prepodobnoj Efrosinii Polockoj“ [Vers an die hochwürdige Euphrosyne von Polazk] für Chor a capella, T.: Simeon Polozki, Polozk, 2002, UA: Hajnówka, 2004 (Internationales Festival der Kirchenmusik). Auf CD „Weißrussische Aufklärer in der geistlichen Musik. Komponistin Anna Korotkina“, Minsk: Novaja muzykalnaja kompanija, 2009.


    „Vsech Svjatych zemli Belorusskija“ [Allen Heiligen des weißrussischen Landes] für Chor a capella, T.: Gebetstext. UA: nicht aufgeführt, Manuskript.


    „Diven Bog“ [Wundersamer Gott], Minsk, 2004, UA: Minsk, 2007 (Internationales Festival des orthodoxen Gesangs), Manuskript.


    „Pesnopenie“ [Gesang] für Chor a capella, T.: Bibeltexte, zu Ehren der Erscheinung der Mutter Gottes von Kasan, Minsk 2002, UA: Arezzo 2003 (Internationales Festival „Guido d’Arezzo“), Manuskript.


    „Akafist Imeni Gospoda našego Isusa Christa“ [Akathistos an Jesus Christus, unseren Herrn] für Chor a capella, T.: Franzisk Skorina, Minsk, 2006, UA: Minsk, 2010, Manuskript.


    „Stichira Prepodobnoj Efrosinii Polockoj“ [Die Stichera an die hochwürdige Euphrosyne von Polazk] für Chor a capella, T.: Text der

    „Psolmy“ [Psalmen] für Chor a capella, T.: Bibeltexte, Minsk, 2007, UA: nicht aufgeführt, Manuskript.


    Zyklus von Chorliedern für Chor a capella, T.: Alexander Blok, Minsk, 2004, UA: nicht aufgeführt. Manuskript.



    c. Lied


    „K tebe“ [Zu Dir], Romanze, T.: Sigbjorn Obstfelder, gewidmet Julia Chmelewskaja, Minsk, 2008, UA: nicht aufgeführt, Manuskript.

    „Bac’kaŭščyna“ [Das Vaterland], T.: Uladsimir Karatkevich, Minsk, 2010, UA: Minsk, 2011, Manuskript.


    „Ty, ljubov‘ moja“ [Du, meine Liebe], T.: Anna Korotkina, Minsk, 2011, UA: nicht aufgeführt, Manuskript.


    „Ladoga” [Ladoga], T.: Andrej Antonov, Minsk, 2011, UA: St. Petersburg, 2012 (Festival „Tage der weißrussischen Kultur in St. Petersburg“), Manuskript.


    „Belaja Rus‘“ [Die weiße Rus], T.: Andrej Antonov, Minsk, 2011, UA: St. Petersburg, 2012 (Festival „Tage der weißrussischen Kultur in St. Petersburg“), Manuskript.


    „Belarus‘ i Rossija“ [Weißrussland und Russland], T.: Jurij Zhukov, Minsk, 2013, UA: nicht aufgeführt, Manuskript.


    „Belarus‘“ [Weißrussland], T.: Ivan Titovets, Minsk, 2013, UA: Minsk, 2013, Manuskript.


    „Mahistrali čyhunki“ [Die Bahnhauptstrecke], T.: Ivan Titovets, Minsk, 2013, UA: nicht aufgeführt, Manuskript.


    „Večnyj ogon‘“ [Das ewige Feuer], T.: Sergej Davidovich, gewidmet dem Andenken an Petr Obuh, Ushachi, 2013, UA: nicht aufgeführt, Manuskript.


    „Busly“ [Die Störche], T.: Vladimir Ovsjankin, Minsk, 2011, UA: Minsk, 2013, Manuskript.



    d. Vokalmusik für Kinder


    Suite für Kinderstimmen und Klavier, T.: Daniil Charms, Minsk, 2010, UA: Minsk, 2012, Manuskript.


    Zyklus von Kinderliedern („Sudak-čudak“ [Sudak – der Dummkopf], „Golovastiki cpešat“ [Kaulquappen in Eile], „Ljagušek sprosili“ [Man fragte die Frösche], „Pro soma“ [Von einem Wels]) für Gesang und Klavier, T.: Boris Zahoder, Minsk, 2011, UA: Minsk, 2011, Manuskript.


    Zyklus von Kinderliedern („Den‘ roždenija snežinki“ [Der Geburtstag der Schneeflocke], „Zvëzdočka moja“ [Mein Sternchen]) für Gesang und Klavier, T.: Daniil Charms, Minsk, 2012, UA: Minsk, 2012, Manuskript.



    B. Instrumentalmusik


    a. Orchestermusik


    Konzert für Klavier und Sinfonieorchester, gewidmet Dmitrij Morosov, Witebsk, Weißrussland, 1996, UA: Gomel, 2012, Manuskript.


    „Sofijskij sobor“ [Sophienkathedrale], Poem für Orgel, Klavier und Kammerorchester, Minsk, 2001, UA: nicht aufgeführt, Manuskript.


    Konzert Nr. 2 für Klavier und Kammerorchester, Minsk, 2006, UA: nicht aufgeführt, Manuskript.


    „Voploščënnyj“ [Die Verkörperung], Poem für Flöte und Sinfonieorchester, Minsk, 1999, UA: Minsk, 2007. Auf CD „Die weißrussische musikalische Avantgarde», Minsk: Novaja muzykalnaja kompanija, 2007.



    b. Kammermusik


    Variationen für Klavier und Schlagzeug, Witebsk, 1993, Zweitfassung 2006, UA: Minsk, 1994, Manuskript.


    Triptychon für Flöte und Klavier, Minsk, 2007, UA: nicht aufgeführt, Manuskript.


    Quintett für Cello und Blasinstrumente, Witebsk, 1994, Zweitfassung 2008, UA: Minsk, 1994, Manuskript.


    Die Reihe „Nevospetoe“ [Das Unbesungene] für Sopran und Kammerorchester, T.: Valentina Romanovskaja, gewidmet Olga Sotnikova, Witebsk, 1998, UA: Minsk, 1999, Manuskript.


    „Fantasija“ [Fantasie] für Orgel und Violine, gewidmet Ksenija Pogorelova, Minsk, 1998, UA: Polozk, 1999. In: Orgelwerke. Anna Korotkina. St. Petersburg: Komponist, 2009.


    „Zvany Belarusi“ [Die Glocken von Weißrussland] für Orgel, Violine, Schlagzeug, Warschau, 2001, UA: Braila, 2002 (Internationales Festival „Meeting of New Music“). Auf CD „Orgelmusik. Weißrussland XXI. Komponistin Anna Korotkina“, Minsk: Vigma, 2012.


    „Grjunvald“ [Grünwald], Poem für Orgel und Pauke, Minsk, 2010, UA: Nawahradak, 2010 („Internationales Festival der mittelalterlichen Kultur“). Auf CD „Orgelmusik. Weißrussland XXI. Komponistin Anna Korotkina“, Minsk: Vigma, 2012.



    c. Orgelmusik

    „Freski“ [Fresken] („Sošestvie vo ad“ [Der Abstieg in die Hölle], „Molitva“ [Das Gebet], „Preobraženie“ [Die Verklärung]), Suite für Orgel, gewidmet Ksenija Pogorelova, Polozk/Minsk, 1998, UA: München, 1998. In: Orgelwerke. Anna Korotkina, St. Petersburg: Kompositor, 2009.


    „Pesn‘ ko Efrosinii“ [Lied an Euphrasinia] für Orgel, gewidmet der Sophienkathedrale von Polozk, Polozk/Minsk, 1999, UA: Polozk, 1999. In: Orgelwerke. Anna Korotkina, St. Petersburg: Kompositor, 2009.

    „Ėpitafija“ [Das Epitaph] für Sopran und Orgel (instrumental), gewidmet den Opfern der Tragödie an der Nemiga 1999, Minsk, 1999, UA: Minsk, 2001, Manuskript.


    Orgelsuite „Francisk Skorina“ [Franzisk Skorina] („Biblija Skoriny“ [Die Bibel von Skorina], „Margarita“, „Francisk“ [Franzisk]) zu Ehren der Sophienkathedrale von Polozk, Polozk/Minsk, 2003, UA: Polozk, 2003 (Internationales Festival der Orgelmusik „Die Glocken von Sofia“). In: Orgelwerke. Anna Korotkina, St. Petersburg: Kompositor, 2009.


    Orgelsuite „Gol’šany“ [Golschany] („Zamok“ [Das Schloss], „Monastyr‘“ [Das Kloster], „Lacrimoso“, „Nasledie Sapegi“ [Nachlass von Sapega]), Zabrodje, 2012, UA: Prag, 2012 (Internationales Projekt „Franzisk Skorinas Prager Tage“). Auf CD „Orgelmusik. Weißrussland XXI. Komponistin Anna Korotkina“, Minsk: Vigma, 2012.


    „Ave Maria“ für Gesang und Orgel (instrumental), Minsk, 2010, UA: Glubokoe, 2012 (Festival „Tage der weißrussischen Schrift“), Manuskript.



    d. Klaviermusik


    „Kolokola Černobylja“ [Die Glocken von Tschernobyl], Poem für Klavier, Minsk, 1998, UA: London (Steinway Hall) 1998. In: Klaviermusik. Komponistin Anna Korotkina, Ausgabe 1, Minsk: Kovcheg, 2010.


    „Legenda o korole Stache“ [Die Legende von König Stach], Poem für Klavier, gewidmet Igor Olovnikov, Minsk, 1999 (Internationaler Klavierwettbewerb Minsk 2000).


    „Iskušenie“ [Die Verführung], Sonate-Fantasie für Klavier, Ostroshitskij Gorodok, 2000, UA: Warschau, 2001. In: Klaviermusik. Komponistin Anna Korotkina, Heft 2, Minsk: Kovcheg, 2010.


    „Irmos“, Fantasie für Klavier, Minsk, 2001, UA: Minsk, 2001. In: Klaviermusik. Komponistin Anna Korotkina, Heft 1, Minsk: Kovcheg, 2010.


    „Biblija Skoriny“ [Die Bibel von Scorin], Fantasie für Klavier, Minsk, 2003, UA: Warschau 2003 (Galereja dzialan), Manuskript.


    „Drevnij Polock“ [Altes Polozk], Poem für Klavier, Minsk, 2005, UA: Minsk, 2005. In: Klaviermusik. Komponistin Anna Korotkina, Heft 2, Minsk: Kovcheg, 2010.


    „Čajnye listja“ [Teeblätter], Zyklus für Klavier, gewidmet Olga Sotnikova, Minsk, 2006, UA: Minsk, 2007. In: Klaviermusik. Komponistin Anna Korotkina, Heft 2, Minsk: Kovcheg, 2010.


    „Tichaja muzyka“ [Leise Musik], Zyklus für Klavier, gewidmet Natalja Kuhtovaja, Witebsk, 2006, UA: Paris 2007. In: Klaviermusik. Die Komponistin Anna Korotkina, Heft 2, Minsk: Kovcheg, 2010.


    „Belaruski kufar“ [Weißrussische Liedertruhe] („Belaruski kufar“ [Weißrussische Liedertruhe], „Hudy“ [Masken], „Kufėrak“ [Die Schatulle]), Suite für Klavier, gewidmet Ivan Jurkevich, Minsk, 2007, UA: Minsk, 2011 (Städtischer Kinderwettbewerb für zeitgenössische Musik „Neue Töne der Welt“). In: Klaviermusik. Komponistin Anna Korotkina, Heft 1, Minsk: Kovcheg, 2010.


    „Bol’šaja belaja košečka Decima i kotënok Kvinta“ [Die große weiße Katze Dezime und das kleine Kätzchen Quinte], Kindersuite für Klavier, Minsk 2007, UA: Minsk 2011 (Städtischer Kinderwettbewerb für zeitgenössische Musik „Neue Töne der Welt“). In: Klaviermusik. Komponistin Anna Korotkina, Heft 1, Minsk: Kovcheg, 2010.


    „Polifoničeskaja tetrad‘“ [Polyphones Heft], Zyklus von Präludien und Fugen für Klavier, Minsk, 2008, UA: nicht aufgeführt, Manuskript.

    „Marc Chagall“, Suite für Klavier, Witebsk, 2008, UA: nicht aufgeführt, Manuskript.


    „Elegie“ für Klavier, gewidmet Nina Korotkina, Minsk, 2009, UA: Minsk, 2010. In: Klaviermusik. Komponistin Anna Korotkina, Heft 2, Minsk: Kovcheg, 2010.


    „Staražytnaja“ [Die Altertümliche], Klaviersuite Nr.4 („Junaja koroleva Sofja Gol’šanskaja“ [Die junge Königin Sophie von Golschany], „Korol‘ Jagajlo“ [König Jogajla], „Doroga na Grjunvald“ [Der Weg zu Grünwald]), Zabrodje, 2010, UA: Minsk, 2011 (Städtischer Kinderwettbewerb für zeitgenössische Musik „Neue Töne der Welt“). In: Klaviermusik. Komponistin Anna Korotkina, Heft 1, Minsk: Kovcheg, 2010.


    Vier Jazz-Etüden für Klavier, Minsk, 2010, UA: Minsk, 2011 (Städtischer Kinderwettbewerb für zeitgenössische Musik „Neue Töne der Welt“), Manuskript.



    e. Musikalisch-theatralische Performance


    „Pesni Basë“ [Die Lieder von Bashō] für Erzähler, Klavier und Schlagzeug, T.: Gedichte des japanischen Dichters Matsuo Bashō (17. Jh.), gewidmet dem Leiter des Informationszentrums für japanische Kultur in Weißrussland, Masako Tazumi, Minsk, 2004, UA: Minsk, 2004. Auf CD „Weißrussische musikalische Avantgarde“, Minsk: Novaja muzykalnaja kompanija, 2007.


    „More“ [Das Meer] für Erzähler, Sopran, Klavier, Violoncello und Schlagzeug, T.: Tatjana Mushinskaja, Minsk, 2005, UA: Minsk, 2005, Manuskript.


    „Pesnja voli“ [Das Lied der Freiheit] für erzählenden Schauspieler, Sopran, Klavier und Schlagzeug, T.: Jakub Kolas, Wischnewo, 2007, UA: Minsk, 2007 (Konzert im Jakub-Kolas-Museum), Manuskript.


    „Monoloig duši“ [Seelenmonologe] für erzählenden Schauspieler, Sopran, Klavier und Schlagzeug, T.: Marc Chagall, Minsk, 2008, UA: Minsk, 2008, Manuskript.



    f. Popsuiten


    „Melody“ („Advjačorak“ [Der Abend], „Belyj del’fin“ [Der weiße Delfin], „Ruža“ [Die Rose], „Mroja“, „Vodhuki staražytnasci“ [Nachklang der Vergangenheit]) für Flöte und Klavier, Zabrodje, 2011, UA: nicht aufgeführt, Manuskript.

    i.

    „Rosovyj veter“ [Der rosa Wind] („Belye irisy“ [Weiße Schwertlilien], „Narciss“ [Narzissen], „Utrennij poezd“ [Der Morgenzug], „Briz“ [Die Brise], „Dolce“, „Sumerki“ [Dämmerung], „Rosovij veter“ [Der rosa Wind]) für Klavier, gewidmet Iwan Jurkevich, Minsk, 2013, UA: nicht aufgeführt, Manuskript.


    * Genaue Daten der Uraufführungen konnten nicht ermittelt werden.

    Repertoire

    Das Repertoire von Anna Korotkina als Pianistin umfasst Klaviermusik von der Klassik bis zur Neuzeit.

    Quellen

    Primärliteratur


    Korotkina, Anna. „Razmyšlenija o detskom tvorčestve“ [Reflexionen über die kindliche Kreativität]. In: Musik- und Theaterkunst. Probleme der Lehre. Nr. 1. 2003. S. 7.


    Korotkina , Anna. „Konkurs sučasnaj muzyki“ „Novyja huki svetu – 2007“ [Wettbewerb für zeitgenössische Musik „Die Töne der Welt“ 2007]. In: Musik- und Theaterkunst: Probleme der Lehre. Nr. 12. 2007. S. 13.



    Sekundärliteratur


    Beckmann, Klaus. „Repertorium Orgelmusik 1150-2000“. Mainz: Schott Music, 2000.


    Buntsewich, Nadezhda. „I japonskae kimano“ [Und japanischer Kimano]. In: Kultur. Nr. 42. 2004. S. 9.


    Vasilevskij, Petr. „Marharyta: pamiž Biblijaj i Francyskam“ [Margaryta: zwischen Bibel und Franzisk]. In: Volkswille. Nr. 1. 2005. S. 3.


    Gustova, Larisa. „Muzykal’no-pevčeskaja kul’tura pravoslavnoj cerkvi Belarusi“ [Die Musik- und Gesangskultur der orthodoxen Kirche Weißrusslands]. Minsk: Belstprint, 2006, S. 97.


    Ho, Allan. „Music for Piano and Orchestra: The Recorded Repertory“. Edwardsville: Southern Illinois University Edwardsville, 2009.


    Kazakova, Anna. „Mne interesen mir, v kotorom my živëm“ [Mich interessiert die Welt, in der wir leben]. In: Minsker Kurier. Nr. 200. 2004. S. 5.


    Obramovich, Nadezhda. „Eŭropa adrryvae Karotkinu“ [Europa entdeckt Korotkina]. In: Der weißrussische Gedanke. Nr. 12. 2006. S. 51-54.


    Ogino, Jako. „Pesni Basë Anny Korotkinoj. Intervju s Tacumi Masako“ [Die Lieder von Bashō bei Anna Korotkina. Interview mit Tazumi Masako]. In: Sira Wind. Nr. 55. 2005. S. 7.


    Oritskaja, Alesja. „Skaryna znoŭ u Praze“ [Skorina wieder in Prag]. In: Literatur und Kunst. Nr. 9. 2013. S. 16.


    Chemer, Nikolaj. „Novyja huki svetu“ [Neue Töne der Welt…]. In: Der Lehrer. Nr. 1. 2007. S. 4.


    Chemer, Nikolaj. „Grunval’d jak styl‘“ [Grünwald als Stil]. In: Der Lehrer. Nr. 16. 2010. S. 10.



    Diplomarbeiten


    Babich, Olga. „Fortepiannye proizvedenija A. Korotkinoj. Opyt charakteristiki“ [Klavierwerke von A. Korotkina. Ein Versuch der Charakterisierung]. Minsk: Archiv der Weißrussischen Staatlichen Musikakademie, 2007.


    Gerold, Konstantin. „Čerty tradicionnogo i novogo v „Koncertnych variacijach dlja fortepiano s orkestrom“ Genricha Vagnera i „Fortepiannom Koncerte“ Anny Korotkinoj“ [Die Merkmale des Traditionellen und des Neuen in den Konzertvariationen für Klavier mit Orchester von Genrich Wagner und im Klavierkonzert von Anna Korotkina]. Minsk: Archiv der Weißrussischen Staatlichen Musikakademie, 2005.


    Gulaj, Maksim. „Stich pokajannyj“ dlja chora, solistki, simfoničeskogo orkestra Anny Korotkinoj na tekst narodnogo duchovnogo sticha: osobennosti realizacii tvorčeskogo zamysla“ [Die auf Texten des geistlichen Volksverses basierende Kantate „Der Vers der Reue“ für Chor, Solosängerin und Sinfonieorchester von Anna Korotkina: Besonderheiten in der Umsetzung der künstlerischen Konzeption]. Minsk: Archiv der Weißrussischen Staatlichen Musikakademie, 2007.


    Manulik, Andrej. „Sonaty belorusskich kompozitorov 1990-2000 godov“ [Sonaten weißrussischer Komponisten 1990-2000]. Minsk: Archiv der Weißrussischen Staatlichen Musikakademie, 2005.


    Onoshko, Irina. „Osobennosti techničeskogo voploščenija v fortepiannych proizvedenijach belorusskich kompozitorov“ [Die Besonderheiten der technischen Umsetzung in Klavierwerken weißrussischer Komponisten]. Minsk: Archiv der Weißrussischen Staatlichen Musikakademie, 2009.


    Sedova, Ekaterina. „Razvilie i tendencii v sovremennoj duchovnoj muzyke Belarusi c točki zrenija pereosvyslenija kul’turno-istoričeskich aspektov“ [Entwicklung und Tendenzen in der modernen geistlichen Musik Weißrusslands aus der Sicht der veränderten Wahrnehmung kulturhistorischer Aspekte]. Minsk: Archiv der Weißrussischen Staatlichen Musikakademie, 2002.


    Shapko, Ljudmila. „Uvasablenne znamennaga rospevu ŭ belaruskaj instrumental’naj muzycy kanca XX – pačatku XXI stahoddzja” [Umsetzung der „znamenny“-Gesänge in der weißrussischen Instrumentalmusik des späten 20. und frühen 21. Jahrhunderts]. Minsk: Archiv der Weißrussischen Staatlichen Musikakademie, 2010.



    Links


    http://classmusic.iatp.by/en/Korotkina.html

    Kurzbiographie der Komponistin Anna Korotkina

    Forschung

    Über das künstlerische Schaffen von Korotkina wurden bislang eine Reihe von Semester- und Diplomarbeiten von Studierenden der Weißrussischen Staatlichen Musikakademie verfasst. Der größte Teil dieser Arbeiten befasst sich mit geistlicher Musik und mit den Klavierwerken der Komponistin.

    Forschungsbedarf

    Bisher wurden Korotkinas Werke im Performance-Genre nicht untersucht.

    Autor/innen

    Darya Lenz


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Regina Back
    Zuerst eingegeben am 24.10.2013


    Empfohlene Zitierweise

    Darya Lenz, Artikel „Anna Korotkina“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 24.10.2013.
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/artikel/Anna_Korotkina