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  • Anna Artobolewskaja

    von Marina Lobanova
    Die Pianistin Anna Artobolewskaja
    Namen:
    Anna Artobolewskaja (transl.: Анна Даниловна Артоболевская)
    Geburtsname: Anna Danilowna Karpeka
    Lebensdaten:
    geb. in Kiew, Russisches Reich (heute: Ukraine)
    gest. in Moskau, UdSSR
    Tätigkeitsfelder:
    Pianistin, Klavierlehrerin
    Charakterisierender Satz:

    „Все мои силы ушли в педагогику. Я уже давно играю руками учеников [...].“


    „All meine Kräfte sind in die Pädagogik eingeflossen. Seit langem spiele ich nur mit den Händen meiner Schüler [...].“


    Anna Artobolevskaja. Chrestomatija malen'kogo pianista [Anthologie des jungen Pianisten]. http://pianotut.ru/artobelevskaya-hre-3.htm


    Profil

    Anna Artobolewskaja war eine der bedeutendsten Klavierpädagoginnen des 20. Jahrhunderts, die für die russische Klavierschule Maßstäbe setzte.

    Orte und Länder

    Anna Artobolowskaja verbrachte ihre Kindheit und Jugend in Kiew, wo sie auch Klavier studierte. Sie vervollkommnete sich als Pianistin in Leningrad und etablierte sich später als renommierte Klavierlehrerin in Leningrad und Moskau.

    Biografie

    Anna Danilowna Artobolewskaja wurde als Anna Danilowna Karpeka am 17. (nach julianischem Kalender am 4.) Oktober 1905 in Kiew geboren. Sie stammte aus einer intellektuellen, sehr vermögenden Adelsfamilie (s.: Modzalevskij, Vadim L'vovič Malorossijskij rodoslovnik [Kleinrussisches Adelsgeschlechterhandbuch]. Bd. 5, T. 3. Kiew-St. Petersburg 2004, S. 25, 28). Zu ihren Vorfahren gehörten etliche Oberste der Saporischschja-Kosaken-Armee. Laut Angaben ukrainischer Internetseiten war ihr Vater, Danila Alexandrowitsch Karpeka, Ehrenschirmherr des Tschernigower Jungengymnasiums und Großgrundbesitzer. Laut derselben Quellen war ihr Bruder, Alexander Danilowitsch Karpeka (1894-1818), ein Flugzeugkonstrukteur (s.: http://kievgrad.org/index/0-403; http://calendar.interesniy.kiev.ua/Event.aspx?id=2463). Diese knappen Informationen, die vervollständigt und überprüft werden sollten, wurden während der Sowjetzeit unterschlagen, da Adlige als klassen- und sozialfremd galten.

    1924 schloss Anna Karpeka ihre Studien am Konservatorium in Kiew bei dem Klavierprofessor und Schüler von Theodor Leschetitzky (polnisch: Teodor Leszetycki), Wladimir Wjatscheslawowitsch Puchalski (1848-1933) ab. Nach dem Abschluss empfahl Puchalski seiner Lieblingsschülerin, nach Leningrad zu gehen und am dortigen Konservatorium ihr Klavierstudium fortzusetzen. 1925 wechselte Anna Karpeka nach Leningrad und wurde Schülerin der berühmten Maria Weniaminowna Judina. Bis zu Judinas Tod blieb Anna Karpeka (Artobolewskaja) eng mit ihr befreundet und unterstützte sie; umgekehrt unterstützte auch Maria Judina ihre Schülerin und Freundin, als sie Schweres zu ertragen hatte. Die beiden Pianistinnen fühlten sich auch durch ihre tiefe Religiosität verbunden: Sie besuchten dieselben russisch-orthodoxen Kirchen Leningrads und Moskaus und verkehrten mit den verbliebenen Vertretern der russischen religiösen Renaissance und ihren Familien.


    1926 heiratete Anna Karpeka den Schauspieler Georgi Wladimirowitsch Artobolewski (1898-1943) (s.: http://old-kursk.ru/book/lagutich/hronica/hron066.html), der sich als Vorleser und Lesetheoretiker einen Namen gemacht hatte. Georgi Artobolewski schrieb zahlreiche Bücher, darunter „Puškin v chudožestvennom čtenii“ [„Puschkin in künstlerischer Lesung“; Leningrad 1938]; „Kak čitat' Puškina“ [„Wie man Puschkin lesen sollte“; Leningrad 1938]; „Očerki po chudožestvennomu čteniju“ [„Skizzen zur künstlerischen Lesung“; Moskau 1959] u.v.m. Aus dieser Ehe ging die Tochter Natalia (*1928) hervor. Neben dem Studium am Konservatorium besuchte Anna Artobolewskaj Vorlesungen an der philosophischen Abteilung der literarischen Fakultät der Leningrader Universität. Auch der intensive Austausch mit der vielseitig gebildeten Maria Judina und mit Georgi Artobolewski war prägend und erweiterte den geistigen Horizont Anna Artobalewskajas. In jener Zeit begann sie, zusammen mit ihrem Ehemann in Konzerten aufzutreten: er las Gedichte und sie spielte Klavierstücke aus der entsprechenden Epoche (s.: http://old-kursk.ru/book/lagutich/hronica/hron066.htm).

    1930 erlitt Anna Artobolewskaja zwei schwere Schicksalsschläge: Im Mai 1930 wurde Maria Judina mit dem Vorwurf, sie sei eine „Vertreterin religiöser Mystik“, vom Lehramt ausgeschlossen. Dies wirkte sich auch auf Anna Artobolewskajas Karriere aus. Noch gravierender war die Arrestierung und Inhaftierung ihres Ehemanns am 31. Mai 1930. Nach Angaben des St. Petersburger "Memorials" wurde Georgi Wladimirowitsch Artobolewski am 18. Februar 1931 wegen "konterrevolutionärer Tätigkeit" zu fünf Jahren Lager verurteilt und als Zwangsarbeiter zum Bau des Weißmeer-Ostsee-Kanals entsandt. 1933 wurde er freigelassen; rehabilitiert wurde Artobolewski erst am 30. März 1990 (http://forum.vgd.ru/206/22481/; http://www.mke.su/doc/ARTOBOLEVSKII.html). Das Geschehen drängte Anna Artobolewskaja als Künstlerin an den Rand der sowjetischen Gesellschaft: eine pianistische Karriere war ihr damit verwehrt; im Alltag wurde es notwendig, sich vorsichtig zu verhalten, nicht von ihrem Ehemann zu sprechen und dennoch alles zu tun, um ihn zu unterstützen, sein Schicksal zu erleichtern und die gemeinsame Tochter allein zu erziehen. Während der 1930er Jahre unterrichtete Anna Artobolewskaja Klavier an verschiedenen Leningrader Musikschulen und trat sporadisch in Konzerten auf. Die Umstände und Bedingungen der Freilassung Georgi Artobolewskis im Jahr 1933 sind unklar; es ist zu vermuten, dass Maria Judina dabei eine wichtige Rolle spielte, denn sie zögerte nicht, sich für ihre inhaftierten Freunde einzusetzen und dabei ihren ganzen Einfluss und ihre Beziehungen zu Verehrern spielen zu lassen.


    Nach der Invasion der Nationalsozialisten in die Sowjetunion am 22. Juni 1941 nahmen Georgi und Anna Artobolewski an Künstlerbrigaden teil, die an der Front vor Soldaten und Offizieren auftraten. Als vorbestrafter "Volksfeind" tat Georgi Artobolewski alles, um den sowjetischen Truppen Mut zu machen. Er starb am 7. Juli 1943 an der Front, als der große Kampf um Kursk begann (s.: http://old-kursk.ru/book/lagutich/hronica/hron066.html).


    Der plötzliche Tod ihres Ehemanns traf Anna Artobolewskaja sehr. Auch diesmal wurde sie von Maria Judina unterstützt. Von 1944 bis 1953 unterrichtete Anna Artobolewskaja Klavier an der Militärfakultät des Moskauer Konservatoriums sowie an der Gnessin-Kindermusikschule (im siebenjährigen Lehrgang; siehe auch den MUGI-Artikel zu Jelena Gnessina) sowie an der Zentralmusikschule (ZMSch) in Moskau.


    In den letzten Lebensjahren Maria Judinas blieb Anna Artobolewskaj immer in deren Nähe: Sie kümmerte sich um Maria Judinas Alltag, unterstützte sie materiell, sammelte Geld für ihren Krankenhausaufenthalt und die Krankenpflegerin, nachdem Judina im Jahre 1969 von einem Auto angefahren und schwer verletzt worden war. Ein besonderes Verdienst um Judina war ihr Begräbnis am 22. November 1970, das Artobolewskaj organisierte: Die sowjetischen Kulturbehörden wollten sich nicht für die Dissidentin Maria Judina engagieren. Es gelang Anna Artobolewskaja und anderen Freunden Judinas, auch eine russisch-orthodoxe Trauerzeremonie zu veranstalten (s.: Jakov Nazarov. "Nabroski o M. V. Judinoj" [„Aufzeichnungen über M. W. Judina“]; (http://judina.ru/nabroski-o-m-v-yudinoj/). Trotz ihrer sehr bescheidenen Existenz genoss Anna Artobolewskaja zu jener Zeit nicht nur höchstes Ansehen in professionellen Kreisen als eine der besten zeitgenössischen Klavierpädagoginnen, sondern auch unter sowjetischen Offiziellen. Sogar bei dem sowjetischen Parteiführer Nikita Chruschtschow gehörte es zum guten Ton, seine Enkelkinder bei Anna Artobolewskaja ausbilden zu lassen. Bis zu ihrem Tod blieb Artobolowskaj tätig: neben ihrer Lehrtätigkeit widmete sie sich der Veröffentlichungen der Schriften ihres verstorbenen Ehemannes, ihren Aufzeichnungen zur Klavierpädagogik, Erinnerungen an Maria Judina usw.


    Anna Danilowna Artobolewskaja starb am 2. Mai 1988 in Moskau.

    Würdigung

    Anna Artobolewskaja begründete eine bedeutende professionelle Klavierschule. Ihr Name steht für die positiven Errungenschaften der sowjetischen Musikerziehung. Ihre ganze Energie, Talent, Leidenschaft und seelische Wärme schenkte Anna Artobolewskaja musikalischen Kindern. Sie führte sie flexibel und konsequent zu pianistischem Erfolg. Wenn sie sich an Hochschulen weiterbilden wollten, geschah es häufig, dass die dortigen Professoren ihnen kaum noch etwas Neues beibringen konnten. Auch nach dem Hochschulabschluss ließen sich Artobolewskajas Schüler weiterhin von ihr beraten.


    Obschon Artobolewskaja Pianistinnen und Pianisten von außerordentlicher Begabung ausbildete wie etwa Tatjana Fedkina, Evgeni Koroliov, Alexej Ljubimow, Alexej Nassedkin, Rosa Tamarkina, Ljudmila Timofejewa u.a., machte sie prinzipiell keinen Unterschied zwischen mehr oder weniger begabten Kindern. Zwar behauptete sie immer, dass es musikalisch unbegabte Kinder nicht gebe. Hatte sie jedoch in ihrem Tagebuch betont:

    „Мое счастье иметь дело с одаренными учениками сопровождает меня на протяжении всех лет моей педагогической жизни - от самых первых шагов до последних". [„Mein ganzes pädagogisches Leben, von den ersten bis zu den letzten Schritten, hat mich mein Glück, mit begabten Schülern zu tun zu haben, nicht verlassen.“] (Anna Artobolevskaja. Chrestomatija malen'kogo pianista [Antologie des jungen Pianisten]. http://pianotut.ru/artobelevskaya-hre-2.htm).

    Ihre Beziehung zu ihren Schülerinnen und Schülern war äußerst kreativ, produktiv und herzlich: Anna Artobolewskaja führte Tagebücher, legte Dossiers für ihre Schüler an, in denen sie detailliert ihre Charakterzüge, Neigungen, Entwicklungsstadien, Leistungen und Schwierigkeiten festhielt. Anna Artobolewskaj hatte ein phänomenales Gespür für musikalische Begabungen und kindliche Fähigkeiten, und sie erriet sofort, wie man noch versteckte Fähigkeiten wecken und entwickeln müsste. Eine der wichtigsten Aufgaben von Lehrenden sah sie darin, dass sie die Leidenschaft für die Musik und für das Schaffen erweckten. Stets betonte sie, dass nicht nur die Kinder, sondern auch die Lehrenden in den Erziehungsprozess einbezogen werden sollten. Sie hielt keine Lehrmethode für absolut und war der Überzeugung, dass es in der Pädagogik nichts Statisches geben könne.

    Anna Artobolewskaja glaubte, dass es notwendig sei, Kinder möglichst früh mit den bedeutendsten Werken der Musikgeschichte bekannt zu machen und jene nicht für unverständlich oder für nicht altersgemäß zu halten. Zugleich wies sie darauf hin, dass der Lernprozess methodisch gründlich und konsequent angelegt sein sollte. Anna Artobolewskaja begründete ihre Prinzipien durch psychophysische und psychologische Erfahrungen. Sie betonte vor allem die expressive Seite des Lernprozesses, der die logischen Elemente unterordnet sein sollten. Sie vertrat die Ansicht, dass Lehrende mit den neusten psychologischen Erkenntnissen und Theorien vertraut sein müssten, um Kinder musikalisch und menschlich erziehen zu können.

    Ihre Prinzipien formulierte Artobolewskaj wie folgt:

    "Мой метод - это метод воспитания не только ученика, но и самого педагога, и родителей. Сколько я учу детей музыке - столько я сама учусь у них учить. Эта способность (и желание!) педагога менять свои методы обучения, варьировать их сообразно индивидуальности ученика, не терять страсти вечного учения необходима в работе с детьми. [...] Индивидуальный путь - одно из главнейших условий успеха". [„Meine Methode beinhaltet nicht nur die Erziehung des Schülers, sondern auch die des Lehrers und der Eltern. Je mehr Musik ich Kindern beibringe, desto mehr lerne ich selbst von ihnen. Die Fähigkeit (und der Wunsch!) des Lehrers, seine Erziehungsmethoden zu ändern, sie der Individualität seines Schülers entsprechend zu variieren und zugleich die Leidenschaft fürs ewige Lernen nicht zu verlieren, ist in der Arbeit mit Kindern notwendig. [...] Ein individueller Weg ist eine der wichtigsten Erfolgsvoraussetzungen.“] (Anna Artobolevskaja. Chrestomatija malen'kogo pianista [Antologie des jungen Pianisten]. http://pianotut.ru/artobelevskaya-hre-2.htm).


    Anna Artobolewskajas einzige offizielle Aufzeichnung zu Sowjetzeiten war der Titel "Verehrter Lehrer der RSFSR" (1966).


    1993 wurde eine Moskauer Kindermusikschule (Nr. 43) zu Ehren Anna Artobolewskajas umbenannt: http://dmsh43.msk.muzkult.ru/.


    1999 wurden die Artobolewskaja-Musikstiftung in Moskau (Begründer und Präsident: Alexej Nassedkin; Vize-Präsident: Juri Bogdanow) und der Artobolewskaja-Wettbewerb für junge Pianisten gegründet.

    Rezeption

    Bis heute ist die Bezeichnung "Artobolewskajas Schule" Inbegriff der sowjetischen Klavierschule. Das hohe Ansehen dieser Klavierpädagogin und Pianistin ist bis heute unerschüttert. Ihr Handbuch "Pervaja vstreča s muzykoj" [„Die erste Begegnung mit der Musik“], Moskau 1985, wurde sechs Mal nachgedruckt.


    Zum Andenken an Anna Artobolewskaja hat Olga Andryushchenko das Orgelstück "Elevazione" von Domenico Zipoli im Internet eingespielt:

    Auf derselben Seite sind Fotos aus dem Familienarchiv Anna Artobolewskajas veröffentlicht:

    http://www.youtube.com/watch?v=913RJVSWPcQ

    Werkverzeichnis

    I. Musikpädagogische Schriften


    Pervaja vstreča s muzykoj [Die erste Begegnung mit der Musik], Moskau 1985;


    Chrestomatija malen'kogo pianista [Anthologie des jungen Pianisten]. http://pianotut.ru/artobelevskaya-hre-2.htm;


    "Malen'kie talanty". A. D. Artobolevskaja. Zapisi iz eë dnevnika ["Kleine Talente". A. D. Artobolewskaja. Aufzeichnungen aus ihrem Tagebuch]: http://repetitorfono.ucoz.com/publ/a_d_artobolevskaja_1905_1988/1-1-0-2;



    II. Erinnerungen


    (Vospominanija o Judinoj) [Erinnerungen an Judina]. In: Marija Veniaminowna Judina. Stat'i. Vospominanija. Materialy [Maria Weniaminowna Judina. Aufsätze. Erinnerungen. Materialien]. Hrsg. von A. M. Kuznecov. Moskau, 1978, S. 130-140;


    "Vospominanija o M. V. Judinoj" [Erinnerungen an M. W. Judina]. In: Plamenejuščee serdce. Marija Veniaminovna Judina v vospominanijach sovremennikov [Das flammende Herz. Maria Weniaminowna Judina in den Erinnerungen der Zeitgenossen]. Hrsg. von A. M. Kuznecov. Moskau 2009, S. 113-139;


    "Ustnye vospominanija o M. V. Judinoj. Beseda s V. D. Duvakinym 9 oktjabrja i 5 nojabrja 1977 g." [Mündliche Erinnerungen an M. W. Judina. Ein Gespräch mit W. D. Duwakin am 9. Oktober und dem 5. November 1977], ebd., S. 125-136;


    "Vyskazyvanija o M. V. Judinoj" [Aussagen über M. W. Judina]. Aufgezeichnet von A. M. Kuznecov, ebd., S. 137-139.

    Quellen

    Sekundärliteratur


    "Artobolevskaja, Anna Danilovna", in: Muzykal'naja ėnciklopedija [Die Musikenzyklopädie], Bd. 6. Hrsg. von Ju. V. Keldyš usw. Moskau 1982, S. 666;


    "Artobolevskaja, Anna Danilovna", in: Moskovskaja konservatorija ot istokov do našich dnej. Biografičeskij ėnciklopedičeskij slovar' [Das Moskauer Konservatorium von den Anfängen bis zu unseren Tagen. Das biographische enzyklopädische Lexikon]. Moskau 2007, S. 28-29;


    Jakov Nazarov. "Nabroski o M. V. Judinoj" [Aufzeichnungen über M. W. Judina]; (http://judina.ru/nabroski-o-m-v-yudinoj/);


    Modzalevskij, Vadim L'vovič Malorossijskij rodoslovnik [Kleinrussische Adelsgeschlechter]. Bd. 5, T. 3. Kiew-St. Petersburg 2004.



    Links


    Anna Artobolewskaja auf der Seite des Moskauer Konservatoriums:

    http://www.mosconsv.ru/ru/person.aspx?id=130827;


    Über die Familie Karpeka:

    http://kievgrad.org/index/0-403; http://calendar.interesniy.kiev.ua/Event.aspx?id=2463;


    Über Georgi Wladimirowitsch Artobolewski: http://old-kursk.ru/book/lagutich/hronica/hron066.htm;

    http://forum.vgd.ru/206/22481/; http://www.mke.su/doc/ARTOBOLEVSKII.html.

    Forschung

    Das Leben und Wirken von Anna Danilowna Artobolewskaja wurde bislang kaum erforscht; die zur Verfügung stehenden Informationen sind knapp und lückenhaft. Es wäre wünschenswert, Zugang zum Familienarchiv zu finden. Im Internet wird ein Enkel Anna Artobolewskajas, G. W. Artobolewskij, erwähnt, der angeblich ihr Archiv verwaltet. Einen Kontakt zu ihm könnte man evtl. über die Moskauer Artobolewskaja-Kindermusikschule knüpfen (http://dmsh43.msk.muzkult.ru/, 127434, Moskau, Iwanowskaja Str. 14, E-mail: dmsh43@mail.ru, Telefax: 007 499 977-1629). Laut Internet besitzt diese Schule Privatgegenstände, Briefe, Fotos, Noten usw. von Anna Artobolewskaja (http://sao.mos.ru/presscenter/news/detail/662353.html).

    Einzelne Materialien von Georgi Artobolewski und Anna Artobolewskaja befinden sich im RGALI (Russisches Staatliches Archiv für Literatur und Kunst, Moskau, http://rgali.ru/object/223787715/D_131473210?lc=ru).

    Forschungsbedarf

    Aufgrund mangelnder Informationen und Forschungen besteht ein großer Forschungsbedarf. Zudem wurden während der Sowjetzeit viele Informationen und Quellen unterschlagen. Erforscht werden müsste die Familiengeschichte von Anna Artobolewskaja, geb. Karpeka, sowie ihres Mannes, ihre Kontakte zur russisch-orthodoxen Kirche sowie zu Vertretern der Dichtkunst, Literatur, Musik und Kultur ihrer Zeit. Es fehlt eine vollständige Lebensbeschreibung sowie eine systematische Darstellung der pädagogischen Grundsätze von Anna Artobolewskaja.

    Autor/innen

    Marina Lobanova, den 25. Februar 2014


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Regina Back
    Zuerst eingegeben am 27.06.2014


    Empfohlene Zitierweise

    Marina Lobanova, Artikel „Anna Artobolewskaja“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 27.6.2014.
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/artikel/Anna_Artobolewskaja