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  • Agathe Backer Grøndahl

    von Katrin Losleben und Lena Haselmann
    Die Komponistin und Pianistin Agathe Backer Grøndahl.
    Namen:
    Agathe Backer Grøndahl
    Lebensdaten:
    geb. in Holmestrand, Norwegen
    gest. in Kristiania (heute Oslo), Norwegen
    Tätigkeitsfelder:
    Komponistin, Pianistin, Pädagogin
    Charakterisierender Satz:

    „She composes, she says, in the quiet of the evening, when the day’s work is done: chiefly, indeed, in the evenings of December, when the year’s work is done. ‚What work?’ I ask, astounded. ‚Oh, all the things one has to do’ she replies, the housekeeping, the children, the playing, the three lessons I give every day to pupils.’ I rise up in wrath to protest against this house, these children, these pupils swallowing up the ministrations that were meant for mankind; but (she adds, with a certain diffidence as to her power of expressing so delicate a point in English), that it is as wife and mother that she gets the experience that makes her an artist.“

    („Sie komponiert, wie sie sagt, in den stillen Abendstunden, nach Beendigung des Tagwerks, und hauptsächlich an den Dezemberabenden, wenn die Arbeit des Jahres abgeschlossen ist. ,Welche Arbeit?‘ frage ich erstaunt. ,Oh, all diese Dinge, die man zu tun hat‘, antwortet sie, ,der Haushalt, die Kinder, das Üben, die drei Unterrichtsstunden, die ich täglich erteile‘. Ich erhebe mich, um zu protestieren gegen diesen Haushalt, diese Kinder, diese Schüler, die die Energien aufbrauchen, die für die Menschheit bestimmt seien; aber, fügt sie mit einer gewissen Schüchternheit ob ihrer Fähigkeiten sich im Englischen auszudrücken hinzu, es sei die Erfahrung des Lebens als Ehefrau und Mutter, die sie zur Künstlerin mache.“ (Übersetzung: L.H.)


    George Bernard Shaw, zit. n. Shaw’s music, hg. v. Dan H. Laurence (1981), Band 1, S.709 f.


    Profil

    Agathe Ursula Backer Grøndahl war eine vielbeschäftigte und von Kritik, Publikum und Kollegen anerkannte Pianistin, Komponistin und Klavierpädagogin. Aufgrund ihrer Lebensumstände als Hausfrau und Mutter konnte sie sich dem Komponieren nicht in dem Maße widmen, wie sie es sich gewünscht hätte. Dennoch umfasst ihr kompositorisches Werk zahlreiche Lieder und Klavierstücke, einige Chorwerke, eine Kantate und zwei Orchesterkompositionen. Ihr „Scherzo für Orchester“ ist das erste von einer Frau komponierte Werk für Orchester, das in Norwegen öffentlich aufgeführt wurde.

    Agathe Backer Grøndahl war zeitlebens als Klavierpädagogin tätig.

    Bereits als 27-Jährige wurde sie als Mitglied in die königliche schwedische Akademie aufgenommen und nahm die Medaille „Pro liberis et artibus“ von König Oscar II. entgegen.

    Orte und Länder

    Im Alter von zehn Jahren übersiedelte Agathe Ursula Backer mit ihrer Familie von ihrer Geburtsstadt Holmestrand in das ca. 80 Kilometer nördlich gelegene Kristiania (heute Oslo). Sie studierte an der „Neuen Akademie der Tonkunst“ in Berlin. Überdies erhielt sie Unterricht von Hans von Bülow in Florenz sowie von Franz Liszt in Weimar. Von ihrem Lebens- und Wirkungsmittelpunkt Kristiania aus, unternahm sie zahlreiche Konzertreisen, die sie durch ganz Europa und Skandinavien führten. Sie starb in Kristiania.

    Biografie

    Agathe Ursula Backer, geboren am 1. Dezember 1847 in Holmestrand, südlich von Kristiania, wuchs in einer Familie auf, in der Musik und Kunst zum festen Bestandteil des Alltags zählten. Mit elf Jahren erhielt sie ihren ersten Klavierunterricht. Einer Laufbahn als professionelle Konzertpianistin standen ihre Eltern zwar skeptisch gegenüber, als sich jedoch abzeichnete, dass sie als Pianistin tatsächlich Erfolg haben würde, wurde sie stets von ihnen unterstützt. Als Konzertpianistin, Kammermusikerin und Komponistin feierte sie internationale Erfolge und wurde eine der bedeutendsten Pianistinnen Norwegens. Auch nach der Heirat mit dem Musiker Olaus Andreas Grøndahl setzte sie ihre Konzertreisen sowie ihre Kompositionstätigkeit fort. Aufgrund ihrer schwachen gesundheitlichen Konstitution und zunehmenden Taubheit, die sie bereits im Alter von nur dreißig Jahren befiel, zog sie sich ab dem Jahr 1900 immer mehr aus dem Konzertleben zurück und widmete sich verstärkt dem Komponieren und der Unterrichtstätigkeit. Sie starb am 4. Juni 1907 in Kristiania (heute Oslo).

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    Agathe Ursula Backer wurde 1847 als dritte von vier Töchtern des Geschäftsmannes, Reeders und Konsuls Nils Backer (1815-1877) und seiner Frau Sophie Smith Petersen (1819-1882) geboren. Agathe Backer Grøndahls musikalische Begabung wurde von der Familie früh erkannt und unterstützt, doch erst nach dem Umzug 1857 in die norwegische Hauptstadt Kristiania erhielt sie regelmäßigen Klavierunterricht, zunächst bei Fräulein With (Vorname unbekannt), kurze Zeit darauf bei dem Komponisten, Dirigenten, Organisten, Schriftsteller, Musikkritiker Otto Winter-Hjelm (1837-1931). Im Jahre 1861, nachdem Winter-Hjelm zu Studienzwecken nach Deutschland gezogen war, wechselte sie zu Halfdan Kjerulf (1815-1868). Auf Kjerulfs Veranlassung begann sie bei Ludvig Mathias Lindeman (1812-1887) Unterricht in Musiktheorie und Komposition zu nehmen.

    Nach reiflicher Überlegung und dem intensiven Zuraten Kjerulfs entschloss sich Agathe Backer Grøndahl zum Studium an Theodor Kullaks „Neuer Akademie der Tonkunst“ in Berlin, einem Privatinstitut, welches auf die Ausbildung von Pianisten spezialisiert war. Dort studierte sie von 1865 bis 1869. Sie wurde von Theodor Kullak (1818-1882) in Klavier und von Richard Ferdinand Würst (1824-1881), einem Schüler Felix Mendelssohn Bartholdys, in Harmonielehre und Komposition unterrichtet. In dieser Zeit hatte sie erste Auftritte als Solistin und komponierte ihre beiden Orchesterwerke „Andante quasi Allegretto“ und „Scherzo“. Nach ihrer Rückkehr nach Kristiania entwickelte sie eine rege Konzerttätigkeit als Solistin und Kammermusikerin, die sie durch ganz Skandinavien, sowie nach Deutschland, Frankreich und England führte. Sie konzertierte mit dem Geiger Ole Bull, der Sängerin Nina Grieg, der Pianistin Erika Lie Nissen und mit Edvard Grieg. Mit ihm als Dirigenten gab sie 1868 ihr Debüt mit Beethovens Klavierkonzert Nr.5 in Kristiania. 1871 gastierte sie im Gewandhaus Leipzig, wobei sie vom Publikum zwar gefeiert, von der Kritik jedoch negativ beurteilt wurde (vgl. Grinde 2003, S. 116). Im Anschluss an dieses Konzert reiste sie weiter zu Hans von Bülow (1830-1894) nach Florenz, bei dem sie einige Monate studierte. Darüber hinaus besuchte sie mehrere Meisterkurse bei Franz Liszt (1811-1886) in Weimar .

    1875 heiratete sie den Chorleiter und Gesangslehrer Olaus Andreas Grøndahl (1847-1923), mit dem sie vier Kinder bekam. Das erste, ein Mädchen, verstarb zwei Monate nach der Geburt. Mit ihrer kontinuierlichen Konzerttätigkeit, vor allem aber mit ihrer Tätigkeit als Klavierpädagogin trug sie zum Unterhalt der Familie bei.

    In den Jahren 1889 und 1890 konzertierte sie in London, wo sie George Bernard Shaw kennenlernte, der in seiner Tätigkeit als Musikkritiker zahlreiche Artikel über sie verfasste und sie als „one of the greatest pianists of Europe“ bezeichnete (zit. nach Grinde 2003, S. 119).

    Agathe Backer Grøndahl engagierte sich auch als Pädagogin. Sie wird als pflichtbewusste Lehrerin mit einem besonderen Interesse an der musikalischen, aber auch der persönlichen Entwicklung ihrer Schüler beschrieben (vgl. Sandvik 1948, S. 106). Für Agathe Backer Grøndahl stand im Vordergrund, diese zu künstlerischer Selbstständigkeit zu erziehen. Sie unterrichtete kontinuierlich täglich drei Stunden, darunter einige Pianistinnen und Pianisten, die beachtliche professionelle Laufbahnen einschlugen. Besonderen Einfluss auf ihre Unterrichtstätigkeit hatten ihre Erfahrungen aus der Studienzeit in Berlin an Kullaks Akademie.

    Eine wichtige Rolle für Agathe Backer Grøndahls künstlerisches Wirken spielte Edvard Grieg, der nicht nur ihr Förderer, sondern auch ihr Freund war. Backer Grøndahl hat einige seiner Lieder uraufgeführt, u a. den Liedzyklus „Haugtussa“.


    Bereits im Alter von dreißig Jahren war Agathe Backer Grøndahl auf einem Ohr völlig taub. Mit zunehmendem Alter verschlechterte sich das verbliebene Hörvermögen bis hin zur gänzlichen Taubheit in den letzten Monaten ihres Lebens. Weitere gesundheitliche Beschwerden wie Schlafstörungen, Tinnitus und Nervosität zwangen sie dazu, sich von 1894 an sukzessive aus dem Konzertbetrieb zurückzuziehen (vgl. Hambro 2008, S. 159). So arbeitete sie zunächst verstärkt als Pädagogin und Komponistin.

    Es war Edvard Grieg, der sie 1898 dazu ermutigte, noch einmal auf die Bühne zurückzukehren. Ihre Karriere als Pianistin endete 1903 dann mit einem letzten öffentlichen Auftritt in Eidsvoll, Norwegen. Die letzten Lebensjahre verbrachte sie hauptsächlich auf ihrem Wohnsitz, der Insel Ormöya im Oslofjord. Dort starb sie am 4. Juni 1907.

    Würdigung

    Agathe Backer Grøndahl war zu ihrer Zeit als Konzertpianistin und Kammermusikerin berühmt, von Kritik und Publikum sehr positiv bis überschwänglich beurteilt. Sie wird auch heute noch zu den bedeutendsten und erfolgreichsten Konzertpianistinnen Norwegens gezählt. Ihr Bedürfnis zu komponieren konnte sie aus ihrer Sicht nicht ausreichend ausleben; dazu war sie zu sehr eingebunden in den Zwang der alltäglichen Arbeit und die Notwendigkeit, mit Konzerten und Unterricht den Lebensunterhalt für ihre fünfköpfige Familie gemeinsam mit ihrem Mann verdienen zu müssen. Zwei Werke aus ihren Berliner Studienjahren, „Andante für Klavier und Orchester“ und „Scherzo für Orchester“ (beide 1868/69), sind die einzigen Orchesterkompositionen in ihrem Œuvre, das aus rund 180 Liedern (darunter zahlreiche Volksliedarrangements), 120 Klavierstücken und zahlreichen Chorkompositionen besteht. Mit der Wahl der Genres blieb sie damit überwiegend im Rahmen dessen, was für eine Frau des 19. Jahrhunderts gesellschaftlich toleriert wurde. Ihre Tonsprache zeigt sich zumeist deutlich romantisch bis spätromantisch und stimmungsvoll, mit gelegentlichen Anklängen an den des so genannten nordischen Ton. Dabei bevorzugte sie klare und symmetrische Formen, die zuweilen durch herbe, schroffe Harmonien gebrochen werden.

    Außergewöhnlich ist, dass nahezu Agathe Backer Grøndahls gesamtes Werk noch zu Lebzeiten verlegt wurde. Wie herausragend und bedeutend ihre Rolle als weibliche Komponistin im norwegischen Musikleben war, zeigt auch eine Fotografie, welche anlässlich des Musikfests in Bergen 1898, das Edvard Grieg zur Präsentation und Aufführung norwegischer Musik initiiert hatte, entstand. Hier ist sie als einzige Frau unter neun Kollegen zu sehen.

    Rezeption

    Bereits zu Lebzeiten war Agathe Ursula Backer Grøndahl eine anerkannte Pianistin. Ihre Konzerte als Solistin, Kammermusikerin (besonders die Duo-Konzerte mit Erika Lie Nissen, mit der sie seit ihrer Berliner Studienzeit konzertierte) und als Komponistin wurden sowohl von Tages- als auch Fachzeitschriften des In- und Auslandes häufig erwähnt („Nordisk Musik-Tidende“, „Aftonbladet“, „Svenska Dagbladet“, „Signale für die musikalische Welt“, „The Star“, „Allgemeine Deutsche Musikzeitung“). Kritiker, unter ihnen George Bernard Shaw und Oscar Comettant, lobten ihre Ausdruckskraft sowie die Fähigkeit beim Zuhörer innere Bilder hervorzurufen, die Eigenständigkeit sowohl im Spiel als auch in den Orchesterkompositionen, das ungekünstelte, nuancierte, glänzende, sehr musikalische Spiel (vgl. Grinde 2003, S. 115ff.). Die Anerkennung ihrer Leistungen zeigte sich auch in der Aufnahme in die „Svenska Musikaliska Akademien“ (1875) und der Auszeichnung mit der Medaille „Pro liberis et artibus“ durch den schwedischen König Oscar II. (1885).

    Im Jahre 1875 erhielt Agathe Backer das Angebot vom Peabody Conservatory of Music in Baltimore, USA, eine Professur für Klavier zu übernehmen. Das Konservatorium wurde damals von dem dänischen Komponisten Asger Hamerik geleitet, einem Freund Niels W. Gades, bei dem sie offensichtlich nach ihren erfolgreichen Konzerten in Kopenhagen einen guten Eindruck hinterlassen hatte (vgl. Hambro 2008, S. 115 f.). Sie zog es jedoch vor, sich ein Leben in der Nähe ihrer Familie in Oslo aufzubauen.

    Ein weiteres Angebot vom Musikkonservatorium Helsingfors (heute Helsinki), welches sie 1888 Dank eines zuvor dort erfolgreich absolvierten Konzertes erhalten hatte, schlug die Musikerin ebenfalls aus.

    Ihre Werke (70 opp.) wurden in Kristiania bei den Brødrene Hals, dem Norsk Musikkforlag und Warmuths Musikkforlag, in Kopenhagen bei Wilhelm Hansen und Christian F.E. Horneman und in Stockholm bei Abraham Hirsch verlegt und erfreuten sich großer Beliebtheit. Im Laufe des 20. Jahrhunderts wuchs das Interesse an der Komponistin Agathe Backer Grøndahl. Besonders im Jahr 2007, ihrem 100. Todesjahr, fanden zahlreiche Veranstaltungen und Vorträge (u.a. in Holmestrand) sowie Konzerte, beispielsweise an der Musikhochschule Oslo, statt.

    Werkverzeichnis

    Soweit bekannt sind die Entstehungsjahre der Kompositionen in Klammern vermerkt. Die mit * gekennzeichneten Werke wurden zu einem späteren Zeitpunkt im Norsk Musikkforlag herausgegeben.)


    Lieder


    Op. 1: Tre Sange [En Bøn: Jeg beder dig ikke om Rosen paa dit Bryst,

    Text: Vilhelm Bergsøe(1868); Gud give jeg var et Barn igjen,

    Text: Vilhelm Bergsøe; Til mit Hjertes Dronning, Text: Percy B. Shelley, Übersetzung: Caralis (1869)] Kopenhagen: W. Hansen, 1872.


    Op. 2: Fem Sange [Agnes min deilige Sommerfugl. Für Tenor und Mezzosopran (1871); Når Bølgen langsomt vugger, Text: Christian Winther (1871); I Skovens Høisale Falken grå, Text: Christian Winther; Længsel (1870): Ihvor jeg end slaar øiet hen, Text: Richard Burns Übersetzung: Caralis (1871); Jeg ser dig med min Tanke, Text: Christian Mollbeck (1871)] Kopenhagen: Horneman, 1873.


    Op. 3: Fem Sange [Aftnen er stille, Text: Bjørnstjerne Bjørnson (1870); Mine Minder, Text: H.V. Kaalund (1871); I de sidste Øieblikke, Text: unbekannt

    (1871); Kom og hvil ved mit Bryst, Text: Thomas Moore, Übersetzung:

    Caralis (1873); Bølge mod Kyst, Text:Vilhelm Bergsøe (1873)] Kopenhagen: W. Hansen, 1874.


    Op. 4: Syv Sange [Lied: Die Liebe saß als Nachtigall, Text:

    Emanuel Geibel (1869); Es fiel ein Reif, Text: Heinrich Heine (1871); Sie liebten sich beide, Text: Heinrich Heine (1868-1870); Nachts in der Kajüte, Text: Heinrich Heine (1873); Der wunde Ritter, Text: Heinrich Heine

    (1874); Wandrers Nachtlied, Text: Johann Wolfgang von Goethe (1875);

    Nähe des Geliebten, Text: Johann Wolfgang von Goethe(1874)] Kopenhagen: W. Hansen, 1875.

    Wiederauflage hg. v. Dieter M. Backes, Certosa Verlag.


    Op. 5: Fyra Sånger, Text: Zacharias Topelius [Selmas tankar i våren*(1872);

    Fåglens visa* (1871); Lärkröster i mai*(1872); Björken berättar hvad som

    kann hända i månskenet (1871)] Stockholm: Hirsch, 1875.


    Op. 6: Seks Sange [Jeg ved ensteds, Text: Jørgen Moe (1867);

    Romanse: Hyrden græsser sine Faar, Text: Hans Christian Andersen

    (1868); Til Ham, Text: Magdalene Thoresen (1871); Den Dag kjem aldri,

    Text: Aasmund Olafsson Vinje (1870); Den tyngeste Sorg, Text: Ivar

    Aasen (1871); Fuglefængeren] Stockholm: Hirsch, 1879.


    Op. 7: Sommerliv, Text: Henrik Herz [I Skoven; I det Frie; Det var saa

    faurt under Lindens Løv; Mødet] Stockholm: Hirsch, 1879.


    Op. 8: Fem Sange, Text: Vilhelm Bergsøe [Du spørger, hvem hun ligner

    (1876); Sig mig, du Stjerne; Naar ret jeg mig kaster i Livets Larm (1876);

    Ak, vidste du, hvor jeg har syndet (1871); Snart synker Solen (1876)]

    Stockholm: Hirsch, 1879.


    Op. 9: Seks Sange [Morgensang: Nu vaagne alle, Text: Bernhard

    Severin Ingemann (1875); Nu Solen gaar ned, Text: S.O. Brun (1879); Aftensang: I fjerne Kirketaarne (1873), Text: Bernhard Severin Ingemann (1873); Serenade: Hil dig, du tause, stille Nat, Text: Theodor Kjerulf (1871); Aftensang: Den store stille Nat, Text: Bernhard Severin Ingemann (1873); Sommernattsblink, Text: Bernhard Severin Ingemann (1878)], Til Hrr. Professor M. J. Monrad, Kristiania: Warmuth, 1879.


    Op. 10: Vier Gesänge [Wie gern dir zu Füßen, Text: M.G. Strachwitz (1871); Wenn ich auf dem Lager liege, Text: Heinrich Heine; Es fällt ein Stern, Text: Heinrich Heine (1875); Juniabend, Text: Herman Schultz] Kristiania: Warmuth, 1879.


    Op. 12: Fem Sånger (1879) [Fiskaren sjunger, Text: Zacharias Topelius;

    Ensamhet, Text: Zacharias Topelius; Vuggvisa, Text: Johan Ludvig

    Runeberg; Serenaden, Text: Johan Ludvig Runeberg; Spinnvisa, Text: Zacharias Topelius], Til Abraham Hirsch, Stockholm: Hirsch, 1882.


    Op. 13: Fem Sange [I Baaden, Text: Vilhelm Bergsøe; Kveld, Text: N. Bøgh; Nøkken, Text: Bernhard Severin Ingemann; Ved Nattetid, Text: H. Hertz; Dandsen du mig møder, Text: J.L. Heiberg], Tilegnet Fröken Betty Egeberg, Kristiania: Warmuth, 1881.


    Op. 14: Sechs deutsche Lieder [Ein Fichtenbaum, Text: Heinrich Heine;

    Elslein, Text: Karl Stieler; Lied des Mädchens, Text: Emanuel Geibel; Dulde, gedulde, Text: Paul Heyse; Unruhe, Text: Emanuel Geibel; Ich möchte es mir selber verschweigen, Text: M. Jähns] Kristiania: Warmuth, 1881.


    Op. 16: Seks Sange [Vuggesang, Text: Alfred Tennyson; Ved Sundet (1884) Text:, Johan Sebastian Welhaven; Blomsten, Text: A.W. von Schack Staffeldt; Rosenknoppen, Text: Bernhard Severin Ingemann; Hilsen fra det Fjerne, Text: Carl Andersen; Helene Nyblom] Kristiania: Warmuth, 1884.


    Op. 17: Sange ved Havet Text: Holger Drachmann (1884)

    [Rav; Saa lagde jeg ud; Og da jeg seiled dit Hus forbi; Fjerne Toner; Lyse Nætter; Frisk Morgen; Sildig; Efterdønning], Til Edvard Grieg, Kristiania: Warmuth, 1887.


    Op. 18: Syv Folkeviser og romanser, Text: Ernst von der Recke (1886)

    [De røde Roser i Lunden; Hvad tænker du, du stolte Høg; Alt under Himlens vide Loft; En Sommernat; Nu brister Isen om Lande; Hun sover i Ly; I Vaaren knoppes en Lind saa grøn], Til Hr. John Grieg, Kristiania: Warmuth, 1886.


    Op. 21: Serenade: Elskede hvis du sover* (1888), Text: E.v.d.,Recke, Kristiania: Warmuth, 1888.


    Op. 23: Blomstervignetter* (1888), Text: Vilhelm Bergsøye [Lind (1888); Æbleblomst (1888); Hvid og blaa Anemone], Tilegnet Doktorinnan Fru Andrea Klein, Kristiania: Warmuth, 1888.


    Op. 26: Sange til Texter af Holger Drachmann [Vogt paa dit Øie; For fuldt Orchester; Du klang som engang vakt (1888); Solo i Salen;Rosenrøde Drømme: Du sidder i Baaden; Rosenrøde Drømme: Jeg ser for mit Øie], Kristiania: Warmuth, 1890.


    Op. 27: Seks Sange [Jeg burde vidst, Text: E.v.d. Recke; Mens Lundens Skygger sig brede, Text: E.v.d.Recke; Mig tykkes du stod ved mi Leie, Text: Ernst von der Recke; Duggen er falden, Text: Ernst von der Recke (1889); Vuggesang (1888), Text: Übersetzung aus dem Deutschen: O. Borchsenius; Den Forladte, Text: C. Hauch] Kristiania: Warmuth, 1890.


    Op. 28: Chant de noces. Kristiania: Warmuth, 1890.


    Op. 29: Ti sange*, Text: Vilhelm Krag [Jeg træder de Perler; Liden Kirsten; Høst paa Hejen; Solsik (1892); Skjære, skjære Sølvknop (1892); Gyngevise; Efter Storm; Mainat; Jeg gaar og leder; Sommerkveld], Kristiania: Warmuth, 1892.


    Op.,31: Ti sange, Text: Vilhelm Krag [Madonnas Svaner; Valborgsnat paa Havet; Der skreg en Fugl; Middelhavsnat (1893); Storm (1893); Alverden skal synge din Brullupsdag; Græd kann du blege (1893); Valborgsnat; Saa vugger den lammenden Kaktusblomst; Men inde i Palmelunden], Til Herr Thorvald Lammers, Kristiania: Brødrene Hals, 1894.


    Op. 34: Norske Folkeviser, Arrangement für Sopran* (1894) [Lokk aus Østerdalen; Baadnlaat; Huldrelok aus Foldal; Bygdevise aus Røros; Bygdevise fra Foldal; Folkevise aus Drivsjømoen; Lokkeleg aus Foldal; Huldre aa en Elland; Det var eingång ein stein aus Hedemarken], Til Fru Molly Lammers, Kristiania: Warmuth, 1894.


    Op. 40: To duetter for sopran og baryton (1897) [Natten er stille, Text: Johan Halmrast; De gamles vals Text : Herman Lunde], Kristiania: Brødrene Hals, 1899.


    Op. 41: Fem sange for mezzosopran*(1897) [Ouverture, Text: Vilhelm Krag; Morgen paa Middelhavet, Text: Vilhelm Krag; Hvorfor hyler de sorte Hunde, Text: Vilhelm Krag; Det er Nat paa vide Vande, Text: Vilhelm Krag; Melodi, Text: Thor Lange] Kristiania: Brødrene Hals, 1897.


    Op. 42: Barnets Vaardag*, Text: Andreas Jynge (1899) [En kvidrende Lærke; Vaarmorgen i Skogen; Blaaveis; Blomstersanking; Homlefar; Duggdraaper; Mot kveld; Sov saa stille] Kristiania: Brødrene Hals, 1899.


    Op.,43: Åtte Kjæmpeviser*, Heft 1 (1896-97) [Beiar-Blakkjen; Falkvor Lomansson, Råmund den unge;Haugebonden; Storebror å Lislebror; Herre Per å Gjøalin; Rikeball å Gubjørg; Dalebu Jonsson], Kristiania: Warmuth, 1897.

    Heft 2: Tyve folke- og skjæmteviser (1896-97) [Avskje mæ Høvringen; Ho Guro; Byssan lu, byssan lei; Liti Kjersti; Aa desse gamle kjærringar; Katten under ovnen; Vilborg paa Kveste; Eg beisla min støvel; Hei, huskom hei; Kjella bukken; Kjella bukk; Baadn laat; Katten aa killingen; Aa Ola, aa Ola; Østerdølsmarschen; Har du set nokor gamal kjering; Baadnlaat; Håvar Hedde; Vesle guten; Fruens spiseseddel] Kristiania: Warmuth, 1897.


    Op. 46: Fem Sange* (1898) [Høststemning, Text: John Paulsen; Mor, min lille Mor, Text: Vilhelm Krag (1897); Der staar en Sorg, Text: Vilhelm Krag (1897); Drøm, Text: Hans Reynolds; Serenade, Text: Vilhelm Krag (1897)], Til Fru Eva Nansen, Kristiania: Warmuth, 1898.


    Op. 48: To Sange fra Havet*(1899) [Vuggsång för hafvet, Text: Zacharias Topelius; Underdønning, Text: Rosenkrantz Johnsen] Kristiania: Brødrene Hals, 1899.

    Op.,49: Tre Sange i moll* (1899) [Til Natten, Text: John Paulsen; Der kommer de Aar, Text: Herman Bang (1899); En Døende, Text: Camilla Collett (1891)] Kristiania: Brødrene Hals, 1899.


    Op. 50: Sommer*, Text: Andreas Jynge (1899) [Gjøk; Marja, Marja, fly! fly!; Sommer og Solskin; Spinne spinne; Søndagsmorgen; Skogen; Junikveld; Skogens Sanger], Til Fru Bergliot Ibsen, Kristiania: Brødrene Hals, 1900.


    Op. 51: Tolv Folkeviser og Melodier fra fremmede Lande (1902); [Minnelied; Wiegenlied; Ha, belle Blonde; Chanson Béarnaise; T’Carillon van Duynkerke; Lasta tundittaessa; Vaagn, du min søde Kjærlighed; The lily of the vale; Bonnie laddie; Auld lang syne; Ae fond kiss; Afton Water] Kristiania: Warmuth,1902.


    Op. 52: Mor synger*, Text: Andreas Jynge [ Skumring (1900); Ride, ride Ranke; Spaa mig, vesle Præstekrave; Efter en Sommerfugl (1900); Mor synger (1900); Skjærer; Solstek; I Sol og Regn] Kristiania: Warmuth, 1900.


    Op. 54: Sydover – Gen Süden*, Text: Hans Reynolds (1901), norwegischer und deutscher Text [Tilsjøs: Hav for Bougen; Atlanterhav: Med pibende Tauge; I Passaten: Stjernehvælv, Maanenat; Mellem Øerne: Tyst ombord; Sydens kvæld: Tusind, tusind Blomsterkalkes Duft; Paa Golfen: Tyst glider Baaden] Kristiania: Brødrene Hals, 1900.


    Op. 56: Ahasverus*, Text: Bernhard Severin Ingemann (1900) [Fædrelandet; Østenvinden; Jord og Himmel; Ved Solens Opgang; Mit Modersmaal; Natten], Til Nils Backer Grøndahl, Kristiania: Warmuth, 1902.


    Op. 60: Sechs deutsche Liebeslieder aus der Jugend* [In dunkler Nacht, Text: von Collignon (1869) [Volkslied; Namenloses Weh, Text: Agnes R.; Rastlose Liebe, Text: Johann Wolfgang Goethe; Es muss‘ was Wunderbares sein (1900), Text: Oscar von Redwitz; Geachtet, Text: Carmen Sylva (1888)] Kristiania: Warmuth, 1903.


    Op. 62: Kløvereng*, Text: Th. Caspari (1901), Til Fru Adée Leander, Kristiania: Brødrene Hals, 1903.


    Op.,65: Fire Sange*, norwegischer und deutscher Text [Den vildene Fugl, Text: Blicher-Clausen; Forsilde, Text: Blicher-Clausen (1902); Barnesang; Skyggekys, Text: Heinrich Heine, Übersetzung: Thor Lange (1901)], Til Fru Ida Ekman, Kristiania: Brødrene Hals, 1904.


    Op. 70: Endnu et Streif kun af Sol* (1907), Aus Somerset, England. Übersetzung: Johan Lunde. Kristiania: Brødrene Hals, 1907.



    Lieder ohne Opuszahl


    Too smaa visor, Text: Ivar Mortensen [Kvi vil du hava meg til aa kvæe*; En liten ting*] Kristiania: Warmuth, 1888.


    Nu somnar vågen i Vestansjö, Text: Zacharias Topelius, Julhälsning i Toner 1900.

    Aftenbøn: Naar jeg legger mig til Hvile, Text: Wergeland.



    Instrumentalmusik


    Orchesterwerke


    „Andante für Klavier und Orchester“, 1868/69 (auch: Andante quasi Allegretto), Norsk Musikksamlling, Nasjonalbiblioteket, Oslo.


    „Scherzo“, 1868/69, Norsk Musikksamlling, Nasjonalbiblioteket, Oslo.



    Kompositionen für Klavier


    Op. 11: Seks Concert-Etyder*, Band I [b-Moll; Des-Dur; g-Moll] Kristiania: Warmuth, 1881.

    Sechs Konzertetüden*, Band II [B-Dur; Es-Dur; A-Dur], à Monsieur le Professeur Dr. Theodor Kullak, Kristiania: Warmuth, 1881.


    Op. 15: Trois Morceaux* [Sérénade; Au bal; Humoresque] Kopenhagen: W. Hansen, 1882.


    Op. 19: Fire Skizzer* [C-Dur; As-Dur; a-Moll; As-Dur] Kristiania: Warmuth, 1886.


    Op. 20: Suite* [Prelude; Nocturne; Gavotte; Menuett; Scherzo], à Monsieur Johan S. Svendsen, Kristiania: Warmuth, 1887.


    Op. 22: Trois Etudes* [As-Dur; D-Dur; d-Moll], à Monsieur Arthur De Greef, Kristiania: Warmuth, 1888.


    Op. 24: Six Idylles pour piano* (1888), à Monsieur Otto Winter-Hjelm, Kristiania: Warmuth, 1888.

    Op. 25: Tre klaverstykker* (1890) [Novelette; Gavotte; Intermezzo] Kristiania: Warmuth, 1890.


    Op. 30: Norske Folkeviser og Folkedandse for klaver* [Brudeslaat (Lom); Prillar Guri-Slaatten (Sel); Bygdevise (Christians Amt); Baadnlaat (Esberg); Springdans; Halling (Esberg); Brudeslaat (Esberg);Springdans (Foldalen); Siklebækken (Møllargutten); Kivlemøyerne ( Møllargutten); Fanitullen (Møllargutten)] Kristiania: Warmuth, 1891.


    Op. 32: Trois études de concert* [D-dur; f-Moll; Des-Dur] Kopenhagen: W. Hansen, 1895.


    Op. 33: Norske Folkeviser og Folkedandse. Transkription für Klavier* [Halling; Springdans (Varnæs Song); Laat i Fjellet; Ulabrands Yndlingshalling; Baanetul (Haukelifjeld); Springdans (Vinje); Mit Belte (Sillejord); Bruralaat (Valdres)] Kristiania: Warmuth, 1894.


    Op. 35: Tre Klaverstykker* [Allegro scherzando; Albumblad; Impromptu] Kristiania: Warmuth, 1894.


    Op. 36: Fantasistykker* Band I [Klage; Friskt Mod; Vals; Vuggevise; Ballade (1895)] Kristiania: Warmuth, 1895.

    Fantasistykker* Band II [Ungdomssang; Ländler; Aftenvind; Sang ved Rokken; Alfeleg], Til Fridtjof Backer Grøndahl, Kristiania: Warmuth, 1895.


    Op. 37: Serenade i Fis-Dur*. Kopenhagen W. Hansen, 1896.


    Op. 38: Tre ungarske Studier* [Humoreske; Intermezzo; Marche fantastique], Til Herr Beörecz Ignàz Kristiania: Warmuth, 1896.


    Op. 39: Fantasistykker*, 2. Sammlung, Band I [Souvenir; Sommernat; Svalernes Flugt; Rosernes Sang; I Baaden] Kristiania: Warmuth, 1896.

    Band II (1896) [Springvand; Fuglesang om Vinteren;Laat; Visnet; Gammeldags], Til Anders Grøndahl, Kristiania: Warmuth, 1896.


    Op. 44: I Blaafjellet. Eventyrsuite*(1894) [Nat ; I Trollhallen;Stortrollet; Huldrelok; Den Bjertagnes Kvad; Trolldans] Kristiania: Warmuth, 1897.


    Op. 45: Fantasistykker*, 3.Sammlung [Ungdomssang; Zephyr; Sommervise; Gyngende; Vals] Kristiania: Brødrene Hals 1897.


    Op. 47 Etudes de Concert* [D-dur ; a-Moll; E-Dur] Kopenhagen: W. Hansen, 1901.


    Op. 53: Tre Klaverstykker* [Serenade; Albumblad; Valse Caprice] Kristiania: Warmuth, 1900.


    Op. 55: Smaa Fantasiestykker*, 4.Sammlung, Band I [March; Ungarsk No.1; Liden Vals; Et Farvel; Spansk; Ländler] Kristiania: Brødrene Hals, 1902.

    Band II [Bestemors Menuet; Ungarsk No. 2; Romanse; Barcarole (1901); Polska; Springsdans] Kristiania: Brødrene Hals, 1902.


    Op. 57: Etudes de Concert* [a-Moll; G-Dur] W. Hansen, 1903.


    Op. 58: Concert-Etudes* (1903) [F-Dur; g-Moll] W. Hansen, 1903.


    Op. 59: Seks Klaverstykker*, Band I [Menuet; Intermezzo; Mandolinata],

    Band II [Nocturne; Albumblad; Ved Vuggen] Kristiania: Brødrene Hals, 1901.


    Op. 61: Prelude*; Grand Menuet*, à M. Peter Vogt Fischer Kopenhagen: W. Hansen, 1905.


    Op. 63: Lettere Fantasistykker* [Menuet(1901); Stemning; Trist; I Baaden; Smaabølger] Kopenhagen: W. Hansen, 1904.


    Op. 64: Danse burlesque*. Valse Caprice* Kristiania: Brødrene Hals, 1904.


    Op. 66: Seks Fantasiestykker* (Barnlige billeder); [Ride, ride Ranke; Gjemme sig; Løbe omkap; Duettino; I Skumringen; Godnat] Kristiania: Brødrene Hals, 1905.

    Op. 68: To Klaverstykker* [Taagedans; Valse gracieuse], Til Fru Lalla Wiborg Scott Hansen, Kristiania: Brødrene Hals, 1907.


    Op. 69: Tre Klaverstykker* [Nocturne; Humoreske (1906); Capriccio], Til Fröken Johanne Stockmer, Kristiania: Brødrene Hals, 1907.



    Kompositionen für Klavier ohne Opuszahl


    Menuet, in: Album: Klaviermusik nordischer Komponisten. Kristiania: Warmuth, 1897.


    Humoreske, in: Jubiläumsalbum, Nr. 1000 Kristiania: Warmuth, 1876.

    Huldreslaat. Nordisk Musik-Tidende. Kristiania: Warmuth, 1887.

    Neuauflage hg. v. Dieter M. Backes, Certosa Verlag

    Kunstnermarch. Anlässlich des Sommerfests im Schlosspark Oslo 1887. Kristiania: Warmuth, 1887.

    Caprice. Kristiania: Brødrene Hals, 1893.



    Chorwerke


    Op. 67a: Mehrstimmige Lieder für Frauenchor [Alle de voksende Skygger, Text: Jens Peter Jacobsen (1901); De røde Roser i Lunden staa (Folkevise); Hvile (Solen er sluknet), Text: Christian Winther; I Vaarnattens Drømme (Bølgerne hviske i Maaneskin), Text: J. Halmrast (1892); Paradismuren (Bak Aftenskyernes Bjerge); Ved Sundet (Arrangement, op.16,2), Text: Johan Sebastian Welhaven; Vaaraften (Aftnens klare, klare Stjerne), Text: J. Halmrast] Kristiania: Warmuth, 1905.


    Op. 67b: Mehrstimmige Lieder für gemischten Chor [Bliv hos os naar Dagen hælder, Text: Bernhard Severin Ingemann (1900); Liden Kirsten (Arrangement, op. 29.2), Text: V.Krag. Til de Døde (Sover sødt i hellig Fred) (1884), Text: A.W. von Schack Staffeldt] Kristiania: Warmuth, 1905.



    Kompositionen für Männerchor


    Stevnemødet. Aftnen er stille. (Arrangement op.3.1 mit Baritonsolo), Text: Bjørnstjerne Bjørnson. Kristiania: Warmuth, 1876.


    Fram Østerdøler, Text: Ivar Mortensson-Egnund. Kristiania: Warmuth, 1898.

    Der ligger Land mot den evige Sne, Text: Bjørnstjerne Bjørnson (1900). Kristiania: Warmuth, 1906.

    Snart synker Solen (Arrangement op. 8.5 mit Baritonsolo), Text: Vilhelm Bergsøe. Kristiania: Warmuth, 1906.


    I de sidste Øieblikke, Text: unbekannt. Kristiania: Warmuth, 1905.

    Endnu et Streif kun af Sol (Arrangement op.70), Text von Somerset, England Übersetzung ins Norwegische: Hermann Lunde. Kristiania: Warmuth, 1905.

    Für Johan D. Behrens (1888), 5.12.1888 zum Abschiedsfest des Studentengesangsvereins, Text von „En Sanger“ H. Tønsbergs Bogtrykkeri, 1888.


    Ungdomssang. Hvide Maage, laan mig Vinge, Text: Herman Lunde


    Vaart fedraland, Text: E. Blix.


    Flygtningerne, Text: Heinrich Heine. Gedruckt in Johan Behrens: Firtstemmig Mands-Sangbog, Band I



    Kompositionen für gemischten Chor


    Kantate „Nytaarsgry“, Text: Gina Krog für Solo, Chor und Klavier in Nylænde, 1901.


    Helg: I kveld ringer tusen Klokker, Text: H. Reynolds. Terzett für Sopran, Alt und Tenor. Gedruckt Weihnachten 1898.



    Diskographie


    Agathe Backer Grøndahl – Complete Piano Works (Arena) 2006-2007.

    Natalia Strelchenko (Klavier)


    Geir Henning Braaten plays piano music by Agathe Backer Grøndahl (BIS) 2000 [enthält: Backer Grøndahl: Konzertetüden, op. 11; Morceaux, op. 15; Skizzen, op. 19; Suite, op. 20; Etüden, op. 22]


    Agathe Backer Grøndahl (Tolo) 1998. Elisabeth Tandberg (Sopran),

    Jorunn Marie Bratlie (Klavier) [enthält: Til mit hjertes dronning, En bøn,

    Ved sundet, Serenade, Kløvereng, Duggdraaper, Efter en sommerfugl,

    Lind, Blåveis, Mot kveld, Sommervise, I Vaaren knoppes en lind,

    Baadnlaat, Huldrelok, Lokk, Ballade, Ouverture, Solsik, Skjære, skjære

    Sølvknop, Mainat, Sommerkveld, Danse burlesque, Østenvinden, Jord

    og himmel, Endnu et streif kun]


    Bravourissimo – Virtuose Tänze, Fantasien und Romanzen (Koch International) 1998. Wiener Boheme Quartett [enthält: Backer Grøndahl: Valse caprice]


    Lieder von Clara Schumann, Fanny Hensel, Johanna Kinkel, Agathe Backer Grøndahl (Christopherus) 1995. Tuula Nienstedt (Alt), Uwe Wegner (Klavier) [enthält: Backer Grøndahl: Fünf Lieder nach Gedichten von Vilhelm Krag op. 31: Madonnas Svaner, Valborgsnat paa Havet, Der skreg en Fugl, Middelhavsnat, Storm]


    Kirsten Flagstad Songs - Aufnahmen1936-1947 (Harmonia Mundi) 1994 [enthält: Eventide/Mot kveld]


    The Danish Nightingale (Point Records) 1993. Ebba Wilton (Sopran) [enthält: Backer Grøndahl: Towards evening/Mot kveld]

    Repertoire

    Agathe Backer Grøndahl

    (Da die Anzahl der von Agathe Backer Grøndahl aufgeführten Werke sehr groß ist, sind hier lediglich diejenigen Werke angegeben, die sie mehr als zwölf Mal öffentlich spielte; vgl. Hambro, 2008, S. 277.)

    „Lind”, op. 23 Nr.1

    „Til mit Hjertes Dronning“, op. 1 Nr.3

    „Aftnen er stille“, op. 3 Nr.1

    Sérénade, op. 15 Nr.1

    Humoresque, op. 15 Nr.3

    „Ved Sundet”, op. 16 Nr.2 

    Suite für Klavier, op. 20

    „Høst paa Hejen”, op. 29 Nr.3

    Ballade, op. 29 Nr.3

    „Alverden skal synge“, op. 31 Nr.6

    Impromptu, op. 35 Nr.3 

    „Blaaveis“, op. 42Nr.3

    „Mot Kveld”, op. 42 Nr.7

    Sommervise, op. 45 Nr.3

    „Mor min lille Mor“, op. 46 Nr.2

    Huldreslaat, o. op.

    Konzertetüde D-Dur


    Ludwig van Beethoven

    Sonate für Violine und Klavier A-Dur, op. 9 („Kreutzer-Sonate“)


    Frédéric Chopin

    Nocturne F-Dur, op. 15 Nr.1

    Walzer As-Dur, op. 34 Nr.1

    Impromptu Fis-Dur, op. 36 Nr.2

    Ballade As-Dur, op. 47 Nr.3

    Nocturne c-Moll, op. 48 Nr.1

    Fantasie f-Moll, op. 49 Nr.2


    Edvard Grieg

    Sonate für Klavier e-Moll, op. 7

    Klavierkonzert a-Moll, op. 16

    „Brudefølget drager forbi“, op. 19 Nr.2

    Lyrische Stücke, op. 54 Nr.3

    Adolf von Henselt

    Etüde Fis-Dur, op. 2 Nr.6


    Felix Mendelssohn Bartholdy

    Klaviertrio c-Moll, op. 66

    Etüde b-Moll, op. 104 Nr.1

    Lieder ohne Worte

    „Hochzeitsmarsch“ und „Elfenreigen“ aus: „Ein Sommernachtstraum“


    Moritz Moszkowski

    Serenade op. 15 Nr.1


    Per Lasson

    „Crescendo“


    Edmund Neupert

    Konzertetüde F-Dur, op. 17 Nr.2


    Franz Liszt / Felix Mendelssohn Bartholdy

    Fantasie über „Ein Sommernachtstraum“


    Franz Liszt / Richard Wagner

    „Spinnerlied“ aus: „Der fliegende Holländer“


    Ole Olsen

    „Papillons“ aus: „Liten Suite“


    Camille Saint-Saëns

    Variationen über ein Thema von Beethoven op. 35 für zwei

    Klaviere

    „Danse macabre“, op. 40, Version für zwei Klaviere

    Gavotte Es-Dur, op. 65, Version für zwei Klaviere


    Robert Schumann

    Fantasiestücke op. 12 Nr.2 und Nr.7

    Novelette F-Dur, op. 21 Nr.1

    Nachtstück F-Dur, op. 23

    Klavierkonzert a-Moll, op. 54

    „Schlummerlied“ aus: „Albumblätter“ op. 124 Nr.16



    Widmungsträgerin

    Edvard Grieg, op. 33. Vinje-Lieder.

    Quellen

    Dokumente


    Autografe und gedruckte Werke: Norsk musikksamling in der Nasjonalbiblioteket, Oslo

    Korrespondenz: teilweise im Manuscript Department der Nasjonalbiblioteket, Oslo, teilweise im Privatbesitz der Familie Backer Grøndahls

    Briefe an Edvard Grieg: Grieg-Archiv, Bergen



    Literatur


    Benestad, Finn (Hg.). Edvard Grieg. Brev i utvalg 1862-1907. Band I. Oslo: Aschehoug & Co, 1998, S. 231-240.


    Dahm, Cecilie. Agathe Backer Grøndahl. Komponisten og Pianisten. Oslo: Solum Forlag, 1998.


    Dahm, Cecilie. Kvinner Komponerer. Oslo: Solum Forlag, 1987, S. 63-87.


    Ganer, Karen Marie. Agathe Backer Grøndahls Klaveretyder, Ms. Universitetsbiblioteket Oslo, 1987.


    Graarud, Gunnar. Holmestrandiania. Holmestrand: Jarlsberg Bok Akcidens Trykkeri, 1929.


    Grieg, Edvard, und Benestad Finn (Hg.). Dagbøker. Bergen, 1993.


    Grinde, Nils. „Agathe Backer Grøndahl“. In: Mayer, Clara. Annäherung an sieben Komponistinnen, Band 13, Kassel, 2003, S. 109-136.


    Hambro, Camilla. Agathe Ursula Grøndahl. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart. 2., neu bearbeitete Ausgabe. Ludwig Finscher (Hg.), Personenteil Bd. 8. Kassel u. a. 2002, Sp. 70-72.


    Hambro, Camilla. Det ulmer under overflaten. Agathe Backer Grøndahl (1847-1907), genus, sjanger og norskhet. (What smoulders beneath the surface. Agathe Backer Gröndahl (1847-1907), gender, genre and Norwegianess). Universität Göteborg, 2008.


    Öhrström, Eva. Elfrida Andrée. Ett levnadsöde. Stockholm: Prisma 1999.


    Norsk Biografisk Leksikon, Red. Edvard Bull, Einar Jansen, Band V, Oslo: Forlagt Av H.Aschehoug & Co. (W. Nygaard), 1929, S. 27-31.


    Sandvik, Ole Mørk. Agathe og O. A. Grøndahl 1847-1947. Et Minneskrift. Oslo: Gröndahl & Söns Boktrykkeri, 1948.


    Shaw, George Bernhard/Laurence, Dan H. Shaw`s Music. Volume I, 1876-1890. London: Max Reinhardt The Bodley Head, 1981. S. 699-703; S. 654-655; S. 679; S. 709; S. 935f.; S. 941f.; S. 945-947; S. 945; S. 955; S. 957f.

    Shaw, George Bernhard/Laurence, Dan H. Shaw`s Music. Volume II, 1890-1893. London: Max Reinhardt The Bodley Head, 1981. S.44; S. 153f.; S. 242; S. 933.


    Shaw, George Bernhard. Shaw`s Music. Volume III, 1893-1950 and biographical and general indexes to the entire edition. London: Max Reinhardt The Bodley Head, 1981. S. 406


    Winter-Hjelm, Otto. „Agathe Backer Gröndahl“. Christiania: Carl Warmuth, 1888.


    With, Nanna. „Undervis: tidsbilder og minner. Oslo: Dreyers Forlag, 1954. S. 69.



    Links


    www.bergen.folkebibl.no/grieg-samlingen/grieg-samlingen_brev.html

    (Sammlung der Korrespondenz Griegs, darunter auch die Briefe Agathe Backer Grøndahls an Edvard Grieg)

    Stand: 24.Mai 2009


    www.fembio.org/biographie.php/frau/biographie/agathe-backer-grndahl/

    (Überblick über Leben und Werk der Künstlerin)

    Stand: 24.Mai 2009

    Forschung

    Es existieren leider relativ wenige Primärquellen (z.B. Briefe oder Tagebücher). Vorwiegend Gedenkschriften und Rezensionen bilden das wichtigste Material für die Rekonstruktion ihres künstlerischen Wirkens. Eine bedeutende Quelle zur Person Agathe Backer Grøndahls sind die weitgehend erhaltenen Tagebuchaufzeichnungen ihrer Schwester Harriet Backer, einer renommierten Malerin der nationalromantischen Epoche Norwegens. Diese geben Aufschluss über Kindheit, Familie, Lebensumstände und gemeinsame Studien- und Konzertreisen.

    Eine umfassende Biografie über die Komponistin wurde 1998 von der Musikjournalistin Cecilie Dahm verfasst. Camilla Hambro hat im Mai 2008 an der Universität Göteborg eine Dissertation über Agathe Backer Grøndahl mit dem Titel „Det ulmer under overflaten“ vorgelegt, bislang die umfangreichste Arbeit über Leben und Werk der Musikerin.

    Forschungsbedarf

    Das künstlerische Wirken Backer Grøndahls ist weitgehend erforscht.

    Analytische Untersuchungen ihrer Kompositionen stehen allerdings zu großen Teilen noch aus. Ebenso hat die Forschung ihre Arbeit als Pädagogin und den Einfluss, den sie damit auf folgende Künstlergenerationen genommen hat, noch nicht ausreichend erfasst. Wichtig wären Forschungen zum Vergleich der soziokulturellen Bedingungen skandinavischer und mitteleuropäischer Komponistinnen dieser Zeit, um die Bedeutung ihres Werkes besser einordnen zu können.

    Normdaten

    Virtual International Authority File (VIAF): 24407701
    Deutsche Nationalbibliothek (GND): 124462103
    Library of Congress (LCCN): no2008057848
    Wikipedia-Personensuche

    Autor/innen

    Katrin Losleben, Mai 2009 und Lena Haselmann

    Übersetzung: David Babcock


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Regina Back
    Zuerst eingegeben am 02.06.2009
    Zuletzt bearbeitet am 11.08.2014


    Empfohlene Zitierweise

    Katrin Losleben, Lena Haselmann, Artikel „Agathe Backer Grøndahl“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 11.8.2014
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/artikel/Agathe_Backer_Grøndahl