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  • Silke Wenzel, M.A.

    Silke Wenzel, geboren in Bad Mergentheim, studierte Musikwissenschaft, Musikpraxis, Romanistik und Archäologie in Weimar und Jena und schloss 1997 ihr Studium mit einer Arbeit über „Text als Struktur” im Werk Bernd Alois Zimmermanns ab (M.A.). Von 1997 bis 1999 arbeitete sie als Stipendiatin, später als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Forschungs-, Ausstellungs- und Publikationsprojekt „'Entartete Musik' 1938 - Weimar und die Ambivalenz“ in Weimar und setzte ihre Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin von 1999 bis 2004 an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg fort, u. a. im Forschungsprojekt „Musikanthropologie” (Leitung: Hanns-Werner Heister). Von 2007 bis 2011 arbeitete sie dort am Thema „Kulturelle Transfers in Musik und Musikleben des 19. Jahrhunderts“ (im Rahmen des DFG-Forschungsprojektes „Orte und Wege europäischer Kulturvermittlung durch Musik. Pauline Viardot - Sängerin, Pianistin, Komponistin, Arrangeurin, Volksmusiksammlerin, Pädagogin und Veranstalterin”, Leitung: Beatrix Borchard). 2013 promovierte sie an der Universität Hamburg mit einer Dissertation über „Das Verhältnis von Musik und Krieg zwischen 1460 und 1600“.


    Als freie Autorin ist Silke Wenzel seit 2007 am Projekt „Musik und Gender im Internet“ beteiligt und hat seither mehr als 200 Biografien von Musikerinnen, vorwiegend des 19. Jahrhunderts, in Artikeln vorgelegt (s. a. Autorenseite Silke Wenzel). Die Erforschung zahlreicher einzelner Frauenbiografien geschieht mit dem wissenschaftlichen Ziel, die sukzessive berufliche Gleichstellung von Frauen im europäischen bürgerlichen Musikleben zu konkretisieren und als einen gesellschaftlichen Wandel darzulegen, der im 19. Jahrhundert auf breiterer Ebene beginnt und den es in seiner Prozesshaftigkeit bis in das Heute hinein zu verstehen gilt.


    Seit 2015 ist Silke Wenzel wissenschaftliche Mitarbeiterin und Redakteurin bei MUGI. Sie ist zudem als Lehrkraft für besondere Aufgaben an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg tätig.


    Kontakt:

    silke.wenzel[at]hfmt-hamburg.de





    Publikationen (Auswahl)


    a) Selbständige Schriften


    Text als Struktur. Der Kohelet im Werk Bernd Alois Zimmermanns, Berlin: Weidler Buchverlag 2001 (= Musik und. Eine Schriftenreihe der Hochschule für Musik und Theater Hamburg, Neue Folge, Bd. 2).

    Das Verhältnis von Musik und Krieg zwischen 1460 und 1600, Diss. Universität Hamburg 2013, Druck in Vorbereitung


    b) Aufsätze


    „Das Zeitkritische, das Poetische und das Visionäre“. Zu den Chansons von Michael Obst“, in: Helen Geyer/Michael Berg/Mathias Tischer (Hg.): „Denn in jenen Tönen lebt es“. Wolfgang Marggraf zum 65., Weimar 1999, S. 403-424.

    Paul Hindemiths Erstfassung des ‚Marienleben’ (1922/23) im Kontext seiner frühen Vokal­kom­positionen, in: Hans-Peter Burmeister (Hg.): Figuren des Weiblichen in christlicher Religion und Musik – Sacro Art ’99. Das Sakrale in Tanztheater und zeitgenössischer Musik – Sacro Art ’98, Rehburg-Loccum 2000 (= Loccumer Protokolle 28/99), S. 93-107.

    Über die Legitimation und Rentabilität von Musikwissenschaft, in: Wolfgang Martin Stroh/Günter Mayer (Hg.): Musikwissenschaftlicher Paradigmenwechsel? Zum Stellenwert marxisti­scher Ansätze in der Musikforschung, Oldenburg: BIS 2000, S. 339-345.

    „Palmström liebt sich in Geräusch zu wickeln ...“. Akustisches Design, Klangökologie und Integrale Kunst, in: Hanns-Werner Heister/Wolfgang Hochstein (Hg.): Kultur Bildung Politik. Festschrift für Hermann Rauhe zum 70. Geburtstag, Hamburg: von Bockel Verlag 2000 (= Musik und. Eine Schriftenreihe der Hochschule für Musik und Theater Hamburg, Bd. 3), S. 437-450.

    „Entartung“ in der Musik. Aspekte eines Begriffssystems, in: Hanns-Werner Heister (Hg.): „Entartete Musik 1938 – Weimar und die Ambivalenz. Teil 1, Saarbrücken: Pfau 2001, S. 308-332.

    Mehrere Dokumentationen zu Musik im „Dritten Reich“, in: Hanns-Werner Heister (Hg.): „Entartete Musik 1938 – Weimar und die Ambivalenz. Teil 1 und 2, Saarbrücken: Pfau 2001.

    Vom Klang zum Lärm. Akustisches Objektdesign, in: Neue Zeitschrift für Musik, Heft 2, 2004, S. 34-36.

    Von der musikalischen Lust am Kriegerischen, in: Hartmut Lück/Dieter Senghaas (Hg.): Vom hörbaren Frieden, Frankfurt a. M.: suhrkamp (= edition suhrkamp 2401) 2005, S. 305-325.

    Gemeinsam mit Sophie Fetthauer, Peter Petersen und Bahne C. Sievers: Musik in DP-Camps. Bericht über ein laufendes Projekt der Arbeitsgruppe Exilmusik, in: Till Knipper/Martin Kranz/Thomas Kühnen/Carsten Neubauer (Hg.): Form Follows Function. Zwischen Musik, Form und Funktion, Hamburg: von Bockel Verlag 2005, S. 187-216.

    „... daß sie endlich einmal besser wird“. Das Thema Frieden in ausgewählten Liedern von Paul Dessau“, in: Nina Ermlich Lehmann/Sophe Fetthauer/Mathias Lehmann u.a. (Hg.): Fokus Deutsches Miserere von Paul Dessau und Bertolt Brecht. Festschrift Peter Petersen zum 65. Geburtstag, Hamburg: von Bockel Verlag 2005, S. 305-332.

    Komplexität. Musiksprachlich radikalisierte Avantgarde, in: Hanns-Werner Heister (Hg.): Geschichte der Musik im 20. Jahrhundert: 1945-1975, Laaber: Laaber-Verlag 2005, S. 297-300.

    Bernd Alois Zimmermann Requiem für einen jungen Dichter (1968/1969), in: Hanns-Werner Heister (Hg.): Geschichte der Musik im 20. Jahrhundert: 1945-1975, Laaber: Laaber-Verlag 2005, S. 300-303.

    „Wenn man in Muße und außerhalb der täglichen Beschäftigung ist“. Musik und Krieg im bürgerlichen Gesellschaftslied um 1550, in: Annemarie Firme/Ramona Hocker (Hg.): Von Schlachthymnen und Protestsongs. Zur Kulturgeschichte des Verhältnisses von Musik und Krieg, Bielefeld: Transcript Verlag 2006, S. 23-39.

    Die Rolle jüdischer Musik im Jüdischen Kulturbund 1933-1941, in: Beatrix Borchard/Heidy Zimmermann (Hg.): Musikwelten – Lebenswelten. Jüdische Identitätssuche in der deutschen Musikkultur, Köln u. a.: Böhlau-Verlag 2009 (= Reihe Jüdische Moderne Bd. 9), S. 303-321.

    Pauline Viardot und „Le Savon du Congo“. Ein Beispiel musikalischer Reklame am Ende des 19. Jahrhunderts, in: Martina Bick/Julia Heimerdinger/Krista Warnke (Hg.): Musikgeschichten, Vermittlungsformen. Festschrift für Beatrix Borchard, Köln: Böhlau-Verlag 2010, S. 247-261.

    Das musikalische Befehlssystem von Pfeife und Trommel in der Frühen Neuzeit. Herrschaft in Form scheinbarer Selbstbestimmung, in: Peter Moormann/Albrecht Riethmüller/Rebecca Wolf (Hg.): Paradestück Militärmusik. Beiträge zum Wandel staatlicher Repräsentation durch Musik, Bielefeld: Transcript, 2012, S. 277-298.

    Zwischen E und U. Der Sängerin und Komponistin Liza Lehmann zum 150. Geburtstag, in: Viva Voce Nr. 94 (Winter 2012), S. 7-10.

    Musikerinnen. Mehr als 200 Artikel zu Interpretinnen und Komponistinnen, vorwiegend des 19. Jahrhunderts für die Internetplattform „Musikvermittlung und Genderforschung. Musikerinnen-Lexikon und multimediale Präsentationen“, hg. v. Beatrix Borchard, Hamburg: Hochschule für Musik und Theater, 2003ff.


    c) Tätigkeit als Herausgeberin


    (Im Rahmen der Arbeitsgruppe „Exilmusik“ Hamburg): Lebenswege von Musikerinnen im „Dritten Reich“ und im Exil (= Musik im „Dritten Reich“ und im Exil, Bd. 8), Hamburg: von Bockel Verlag 2000.

    (Gemeinsam mit Jan Neubauer): Nebensache Musik. Beiträge zur Musik in Film und Fernsehen, Hamburg: von Bockel Verlag 2001.

    (Gemeinsam mit Nina Ermlich Lehmann, Sophie Fetthauer, Mathias Lehmann, Jörg Rothkamm und Kristina Wille): Fokus Deutsches Miserere von Paul Dessau und Bertolt Brecht. Festschrift Peter Petersen zum 65. Geburtstag, Hamburg: von Bockel Verlag 2005.

    >>> MUGI-Artikel von Silke Wenzel