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  • Kunst im Kollektiv – les femmes savantes

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    Impressum

    Martina Seeber: Konzept, Interviews, Texte, Materialauswahl, Audioschnitt

    Katrin Hauser: Grafik, Design, Layout

    Sebastian Kraft: Technische Umsetzung (HTML, Flash)

    Julia Heimerdinger: Redaktion


    Diese multimediale Präsentation entstand 2010 im Rahmen des Forschungsprojekts MUGI – Musik und Gender im Internet an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Leitung des Forschungsprojekts: Prof. Dr. Beatrix Borchard.


    Credits


    Sabine Ercklentz: Foto © Anja Weber


    Sabine Ercklentz stündlich (2006) für Stimme, Trompete, Innenklavier, Realklangregiesseurin und Zuspielband, CD: Wittener Tage für neue Kammermusik 2006, Dokumentations-CD, mit freundlicher Genehmigung der Stadt Witten


    Andrea Neumann 4 Akteure (2006) für 4 Performerinnen und Zuspielband

    Video: Steffi Weismann, Berlin 2007


    Andrea Neumann LFS 5 (2010) für Stimme, Trompete, Innenklavier, Objekte und amplifizierten Computer

    Video: Uli Decker (Berlin, ohrenstrand auf dem pfefferberg, 10.2.2010)


    Ute Wassermann small words (2010) Version für Stimme, Trompete, Innenklavier, Objekte und Laptop

    Video: Uli Decker (Berlin, ohrenstrand auf dem pfefferberg, 10.2.2010)


    Ute Wassermann small words (2010) Version für Stimmen, Viola, präparierte E-Gitarre und Laptop

    Video: Basel, Gare du Nord, 21.4.2010


    Kommentar

    Mit dieser multimedialen Präsentation zu dem Berliner Künstlerinnenkollektiv les femmes savantes richtet MUGI erstmals einen Blick auf ein Frauenensemble und damit auf ein Thema, das neben den zahlreichen lexikalischen Artikeln und multimedialen Präsentationen zu einzelnen Musikerinnen sowie Präsentationen zu übergreifenden Sachthemen bislang nur am Rande vorgekommen ist.

    Frauenensembles erscheinen, besonders im Gegensatz zu Ensembles mit ausschließlich männlicher Besetzung, als etwas Außergewöhnliches, als etwas Exotisches sogar und in keinem Fall als etwas Selbstverständliches. Oft weisen die Gruppen mit ihren Namen bewusst darauf hin, dass sich hier ausschließlich Frauen zum Musizieren zusammengetan haben, seien es Frauenorchester wie das Erste europäische Damenorchester (gegründet 1873 von Josephine Amann-Weinlich), Damenkapellen wie Helen Lewis and Her All-Girl Jazz Syncopators (1920er Jahre, USA), Girl-Bands wie eX-Girl (Japan) oder Künstlerlinnenkollektive wie die 2005 von Ana Maria Rodriguez gegründeten les femmes savantes, die mit ihrem auf eine Komödie von Molière zurückgehenden Namen eher ironisch auf diese Tatsache anspielen.

    Die Gründe für eine solche Ausdrücklichkeit und die damit ganz explizit gewordene Ausschließlichkeit sind fraglos so vielfältig und unterschiedlich wie die durch die Gruppen vertretenen musikalischen Genres und die künstlerische Herkunft der einzelnen Musikerinnen.

    Die Autorin und Journalistin Martina Seeber hat mit dieser multimedialen Präsentation nicht nur ein umfassendes Portrait der femmes savantes und ihrer künstlerischen Arbeit geschaffen, sondern sie hat die Künstlerinnen, allesamt Interpretinnen und Komponistinnen in einer Person, in Einzelinterviews auch eingehend zu Gender-Themen befragt, die im Kontext mit deren Arbeit relevant erscheinen: Welche Rolle spielen geschlechtsbezogene Identität und Rollenklischees z. B. in Hinblick auf Instrumentenwahl oder Bühnenpräsenz? Welchen Einfluss haben Gender-Themen auf Musik und Performances? Gibt es einen weiblichen Zugang zum Material?

    Die fünf Musikerinnen beantworten diese Fragen erwartungsgemäß äußerst disparat, und die Gender-Thematik hat für sie auch prinzipiell einen ganz unterschiedlichen Stellenwert. Einig sind sie sich hingegen in der Frage, was sie als Gruppe miteinander verbinde, und das sei der „Klang“.


    Wie in allen multimedialen Präsentationen des Projekts werden auch in dieser Präsentation über kunst im kollektiv – les femmes savantes die Möglichkeiten der Darstellung im Internet weidlich ausgenutzt und die Gruppe und ihre Arbeiten anhand von zahlreichen Partituren, Hörbeispielen, Fotos, Videos und weiteren Features vorgestellt.


    Um eine optimale Darstellung der verschiedenen Medien zu erzielen, benötigen Sie einen Flashplayer (Version 9 und aufwärts).