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  • Körper und Musik

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    Impressum

    Körper und Musik - Körperbilder in der musikalischen Performance sowie intermedialer und partizipativer Musik.

    Julia Gerlach, Musikwissenschaftlerin - Idee, Text

    Kirsten Reese - Redaktion

    KQ | b_random Kunst und Netz - Realisierung

    Julia Gerlach - Konzept, Programmierung

    Sybille Hotz - Design, Programmierung


    Diese multimediale Präsentation entstand im Rahmen des Forschungsprojekts MUGI - Musik und Gender im Internet an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg.

    Kontakt: mugi[at]hfmt-hamburg.de


    Kommentar

    Julia Gerlach stellt in ihrem interaktiven Online-Text zum Thema Körper & Musik unter systematischen Gesichtspunkten künstlerische Arbeiten im Bereich der musikalischen Performance und der intermedialen Musik zusammen. Die ausgewählten, meist sehr aktuellen Werke werden durch eine textliche Beschreibung und Analyse sowie durch Medien (Video, Musikausschnitt) und Zitate vorgestellt.

    Ausgangspunkt für die Analyse sind einige Entwicklungen, insbesondere die der Reproduktionsmedien und der Computertechnologie, die historisch zu einer Entfremdung der Musik vom diese produzierenden Körper, also zu einer Entkoppelung und Entkörperlichung geführt haben. Dennoch sind zeitgenössische Produktionen, die neue Technologien verwenden, oft nicht körperlos. Körperlichkeit wird etwa durch die abstrahierende Transformation in Gesten und Bewegung in Musik wieder hergestellt oder der reale Körper wird neu inszeniert und durch neue technische Optionen (Sensoren, Video etc.) auf eine andere - stärker vermittelte - Art eingebunden. Biodaten werden zu Steuerdaten. Der Körper des Rezipienten spielt im künstlerischen Produktionsprozess eine zunehmend große Bedeutung. Diese verschiedenen Spielarten und Methoden ordnet Julia Gerlach nach systematischen Gesichtspunkten: Gestik und Bewegung, Expanded, Körper = Instrument, Körperkunst und differenziert sie anhand von Unterbegriffen noch weiter aus. Auf diese Weise entsteht ein semantisches Netz künstlerischer Praktiken, die den Körper einbeziehen.

    Unterschieden wird in dem Text zudem zwischen dem instrumentalen und dem vokalen Kontext. Während Instrumente selbst schon eine Medialität beinhalten, die durch Technologien lediglich verschoben und anders besetzt wird, ist die Stimme mit dem Körper ursächlich verbunden. Hier ist Körperbewusstsein fundamentale Voraussetzung und Ausgangspunkt für die künstlerischen Ansätze, die Erzeugung von Klang.

    Aus ihren Analysen leitet Julia Gerlach sechs den Arbeiten inhärente zeitgenössische Tendenzen ab: Stille und Bewegung, Hybridisierung, Außen und Innen, Männlich und Weiblich, Rezipientenkörper und Rituale.


    Für die Darstellung des Themenfeldes und der inhaltlichen Gliederung wurde eine interaktive Lösung konzipiert. Das Thema ist netzartig aufgefächert, hat Voraussetzungen (Unkörperliche Musik) und Konklusionen (Körpermusik) und eine Kernerörterung (Körper und Musik). Die erste Seite der Website ist so programmiert, dass bei Rollover über die einzelnen netzartig angeordneten Gliederungspunkte die in dem Abschnitt besprochenen Künstler namentlich aufgelistet werden sowie zentrale Stichworte der Passage. Auf diese Weise ist der Besucherin ein intuitiver Zugriff ermöglicht und vor allem ein Überblick geboten, worum es in dem Text allgemein und in den Textabschnitten im Einzelnen geht. Sie kann sich gewissermaßen den Abschnitt auswählen, der sie thematisch und von den Künstlerpersönlichkeiten besonders interessiert. Durch Klick landet sie auf der jeweiligen Seite, auf der sie dann auch Zugriff auf die illustrierenden Medien erhält. Die Medien reichen von Bildern/Skizzen über Videos zu Musiken. Viele dieser Medien wurden von den Künstlern selbst kostenfrei zur Verfügung gestellt. Insgesamt ergibt sich aus den Medien eine große Breite dokumentarischen Materials zu dem Thema, das einzigartig ist.

    Der Text ist so verfasst, dass zwei Lesarten möglich sind. Zum einen sind die einzelnen Textabschnitte in sich geschlossen und können daher einzeln gelesen werden. Zum anderen ist die Folge der Texte abgestimmt.

    Neben dem Zugriff auf die einzelnen Textseiten vom Netzbild aus ist es daher auch möglich, sich von vorne bis hinten durch den Text zu klicken.