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  • Das Liederbuch der Catherina Tirs

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    Impressum

    Martina Bick: Konzept, Texte, Bild- und Musikauswahl

    Julia Heimerdinger: Redaktion, Design

    Kirsten Reese: Konzept, Redaktion

    Sebastian Kraft: Programmierung

    Katrin Hauser: Grafik


    Diese multimediale Präsentation entstand 2007–2009 im Rahmen des Forschungsprojekts MUGI – Musik und Gender im Internet an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg.

    Leitung des Forschungsprojekts: Prof. Dr. Beatrix Borchard.


    Kommentar

    Im Jahr 2002 stieß Martina Bick auf die Spur der Liederbuchhandschrift der Klosterschwester Catherina Tirs (? – 1604). Da die Handschrift als verschollen galt, machte sie sich 2003 aktiv auf die Suche danach. Aus dieser Suche und den damit in Zusammenhang stehenden Recherchen entstand die nun vorliegende multimediale Präsentation, die am 14.5.2009 mit einer Konzertveranstaltung und Lesung an der Hochschule für Musik und Theater vorgestellt wurde.


    Inhalt: Im letzten Drittel des 14. Jahrhunderts reformierte die religiöse Erneuerungsbewegung „Devotio moderna”, übersetzt mit „neue Innigkeit” oder „neue Frömmigkeit”, ausgehend von Deventer, Niederlande, das Klosterleben großer kirchlicher Orden. In kürzester Zeit entstanden im nordwestdeutschen Raum im Laufe des 15. Jahrhunderts ca. 70 Schwesternhäuser und 13 Bruderhäuser vom „Gemeinsamen Leben”, deren Mitglieder mit ihrer „Vita communis” in Armut und Keuschheit – aber ohne Gelübde – die Nachfolge Christi antreten wollten. Der Höhepunkt der Bewegung lag um 1450.


    Aus einigen der Schwesternhäuser sind Liederhandschriften erhalten, die teilweise namentlich gekennzeichnet sind. Aber nur eine dieser Handschriften ist zurück zu verfolgen bis zu einem konkreten Schwesternhaus: „Das Liederbuch der Catherina Tirs” von 1588 aus dem

    Kloster Niesing in Münster. Catherina Tirs ist dort in den Schwesternlisten verzeichnet und auch ihr Todestag ist im Memorienbuch festgehalten: der 3. August 1604.


    Die Liederhandschrift wurde im 19. Jahrhundert von den (Kirchen-)Liedforschern Bernhard Hölscher und Ludwig Erk abgeschrieben und teilweise publiziert. So lässt sich ihr Inhalt vollständig rekonstruieren. Die Handschrift selbst ist heute verschollen. Martina Bick hat es sich zur Aufgabe gemacht, ihren Verbleib aufzuspüren – bis heute leider ohne Erfolg. Zutage getreten sind dabei jedoch interessante Details über das Leben der Schwestern vom Gemeinsamen Leben am Beginn der Frühen Neuzeit, über ihre Denk-, Glaubens- und – nicht zuletzt – Musizierweisen...


    Eine „kriminalistische Spurensuche”, zahlreiche Abbildungen, Notenblätter und Aufnahmen verschiedener Lieder – gesungen von Studierenden der Hochschule für Musik und Theater Hamburg unter der Leitung von Prof. Hannelotte Pardall – machen Das Liederbuch der Catherina Tirs zu einer spannenden Entdeckungsreise in die klösterliche Musizierpraxis der Frühen Neuzeit.


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