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10 Charles Seeger, Tradition and Experiment in the New Music, in: Studies in Musicology II, herausgegeben von Ann Pescatello, Berkeley: University of California Press, 1994. 11 Holzblasinstrumente erlebten in diesen Jahren (weil sie im Vergleich zu Streichinstrumenten weniger romantisch besetzt waren und der geringere Verschmelzungsgrad ihrer Klangfarbe erwünscht war) eine Renaissance. Gerade für Klarinette entstanden eine Vielzahl von Solowerken, zum Beispiel auch Cages frühestes Werk "Sonata for Clarinet" von 1933.
   
11 Holzblasinstrumente erlebten in diesen Jahren (weil sie im Vergleich zu Streichinstrumenten weniger romantisch besetzt waren und der geringere Verschmelzungsgrad ihrer Klangfarbe erwünscht war) eine Renaissance. Gerade für Klarinette entstanden eine Vielzahl von Solowerken, zum Beispiel auch Cages frühestes Werk "Sonata for Clarinet" von 1933.
   
12 Charles Seeger, Tradition and Experiment in the New Music, in: Studies in Musicology II, herausgegeben von Ann Pescatello, Berkeley: University of California Press, 1994, 195.
   
13 Die zweite Suite ist der ersten sehr ähnlich.
   
14 Charles Seeger, Tradition and Experiment in the New Music, in: Studies in Musicology II, herausgegeben von Ann Pescatello, Berkeley: University of California Press, 1994, 196.
   
15 Vergleiche ebenda, 178 und 183.
   
16 Charles Seeger berichtet von der Bedeutung dieser Regel--abweichungen für Crawford: "Es war wie die Abweichung von dem Muster eines persischen Teppichs: Sie wer notwendig, damit Mensehen nie so taten, als seien sie perfekt. Nur Götter konnten perfekt sein." In: Judith Tick, Ruth Crawford Seeger. A Composer's Search for American Music, Oxford, New York: Oxford University Press 1997, 221.
   
17 Charles Seeger, Tradition and Experiment in the New Music, in: Studies in Musicology II, herausgegeben von Ann Pescatello, Berkeley: University of California Press, 1994, 149.
   
18 Vergleiche Judith Tick, Ruth Crawford Seeger. A Composer's Search for American Music, Oxford, New York: Oxford University Press, 1997, 202.
   
19 Besonders der Anhang von "Tradition and Experiment" ist erstaunlich vorausschauend: Seeger beschäftigt sich mit dem Skalieren von Klangfarben nach Obertonreichtum, Wärme des Klangs und Dichte des Tonqualität (265/266). Er schlägt graphische Notationen für Tonhöhen und Dynamik und farbige Notationszeichen für Artikulationen vor (236). Er denkt sogar über eine elektrisches Gerät nach, daß sensorische Sinneswahrnehmungen generieren könnte:"Auch könnten elektrische Ströme, wenn sie mit geeigneten Reglern ausgestattet wären, durch den ganzen Körper geleitet werden, um jegliche gewünschte Geschwindigkeit, Intensität oder Kombination von Empfindungen hervorzurufen" (263). Bei aller Systematisierung sah Seeger schon die Gefahr, daß zu viel Organisation Monotonie hervorrufen könne (wie es ab Mitte der fünfziger Jahre an der seriellen Musik kritisiert wurde): "Monotonie ist ein legitimes Mittel in der Kunst, aber nicht die Monotonie unbeabsichtigter Diffusität (zu viel Variation). Dies ist die größte Gefahr der dissonanten Schreibweise. Sie resultiert meist ausübergroßer Organisation entlang einer bestimmten Linie. Die beste Art von Organisation beachtet alle technischen Ressourcen gleichermaßen und sorgt dafür, daß ihre Bezie- hungen untereinander alle vernünftig behandelt werden" (196).
   
20 Seeger in einem Brief an Ruth Crawford 1930, in: Judith Tick: Ruth Crawford Seeger. A Composer's Search for American Music, Oxford, New York: Oxford University Press, 1997,136.
   
21 Copland in einem Brief an Arthur Berger 1943: "Ich denke, ich habe für mich und andere eine Art musikalischer Natürlichkeit losgetreten, die wir dringend gebraucht haben." In: Aaron Copland und Vivian Perlis, Copland 1900 through 1942, New York 1984, 251.
 
22 Charles Seeger. Tradition and Experiment in the New Music, in: Studies in Musicology 11, herausgegeben von Ann Pescatello, Berkeley: University of California Press, 1994, 174.
   
23 "Du glaubst zu schieben und wirst doch selbst geschoben", Johanna Beyer, Dissonant Counterpoint, Lebanon, New Hampshire: Frog Peak Music, 1994, Faksimile des zweiten Stücks.
   
24 Neben den oben beschriebenen Beispielen für von Crawford übernommene Kompositionstechniken vertonte sie wie Crawford Gedichte von Carl Sandburg ("Sky Pieces" und "Three Songs" für Sopran, Schlagzeug und Klavier von 1933). Von Cowell übernahm sie die Verwendung von Clustern (in der "Suite for Piano" und in anderen Klavierstücken). Zeittypisch sind außerdem der Einsatz der"Sprechstimme" in Beyers Liedern, sowie die in den dreißiger Jahren weit verbreitete Komposition von Musik für modernen Tanz.
   
25 John Kennedy und Larry Polansky, "Total Eclipse", The Music of Johanna Magdalena Beyer, An Introduction and Preliminary Annotated Checklist, in: Musical Quarterly 80, Nummer 4, 1996,750.
   
26 Ebenda, 772.
   
27 Ebenda, 772, ferner: "Angelangt beim kompliziertesten Rhythmus, kompliziertester Melodie und Harmonie, befinden wir uns in Amerika, den USA. Und hier müssen wir uns auf etwas gefaßt machen, denn wir werden Ursache und Wirkung von komplexer Musik erfahren: Leben in einer Sturm- und Drang-Periode, Streß, Unsicherheit und Ruhelosigkeit von 1938/1939." Hier zeigt sich, daß Beyer - im Gegensatz zu Seeger und Crawford, aber in Übereinstimmung mit vielen Komponisten dieser Periode - spätestens in dieser Oper dissonante Musik inhaltlich wertet. Komplexe Musik wird mit Streß und Chaos assoziiert, während eine konsonante, vereinfachte musikalische Sprache mit Harmonie auch im außermusikalischen Sinn gleich- gesetzt wird.
   
28 Ebenda, 773.
   
29 Bruce Sayior, Henry Cowell, in: Stanley Sadie (Herausgeber), The New Grove Dictionnary of Music and Musicians 5, London: Macmillan 1980,11.
   
30 John Kennedy und Larry Polansky, "Total Eclipse", The Music of Johanna Magdalena Beyer, An Introduction and Preliminary Annotated Checklist, in: Musical Quarterly 80, Nummer 4, 1996,747.
   
31 Ebenda,772.
   
32 Ebenda, 777.
Werke auf Compactdiscs

"Music of the Spheres" (Version für Streichtrio) und "Fragment" mit dem Ensemble Resonanz, Vier-CD-Box "Frau Musica (nova)", WDR 3/DeutschlandRadio 1999."

Music of the Spheres" (elektronische Realisation) mit dem Electric Weasel Ensemble, produziert von Charles Amirkhanian, New Music for Electronic And Recorded Media, Women in Electronic Music - 1977, Composers Recordings Incorporated 728.

Diese Platten können über den Verlag MusikTexte bestellt werden.
     
     
     
 
Artikel "Ruhelos". Annäherung an Johanna Magdalena Beyer" von Kirsten Reese, aus: MusikTexte 81/82 Dezember 1999, S. 6ff.
(Abdruck mit freundlicher Genehmigung)
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