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  • Teréz Krammer

    von Ferenc János Szabó
    Teréz Krammer (Rollenbild)
    Namen:
    Teréz Krammer
    Lebensdaten:
    * um in Pest, Ungarn (heute: Budapest)
    in Csömör, Ungarn

    Laut Schöpflin (1931) ist Krammer am 2. August 1868, laut Eisenberg (1903) und Szabolcsi-Tóth (1967) ist sie am 4. August 1868 geboren. Wildberg (1902) schreibt 6. August, ausgehend von einer handschriftlichen Autobiografie Krammers.

    Tätigkeitsfelder:
    Opern-, Operetten-, Konzert- und Liedsängerin (Sopran)
    Charakterisierender Satz:

    „Kimagasló egyénisége volt annak az együttesnek, amely Mader igazgatása alatt és Ney Dávid, Burian, stb. szereplésével a M. Kir. Operaház fénykorának nevezhető.” (Schöpflin, 1931)


    „Sie war eine überragende Persönlichkeit in ihrem Ensemble, in einer Zeit, die, unter der Leitung von Raoul Mader und unter Mitwirkung von Dávid Ney und Karel Burian, als die Glanzzeit der Königlichen Ungarischen Oper bezeichnet werden kann.“ (Schöpflin, 1931)


    Profil

    Teréz Krammer war eine berühmte Sopranistin, die zuerst in Deutschland, und erst danach in ihrer Heimat Ungarn Erfolg hatte. Sie wurde sowohl in Dresden als auch in Budapest vor allem für ihre jugendlich-dramatischen Sopranpartien – hauptsächlich in Opern Richard Wagners – gefeiert. Zu ihren maßgeblichen Darstellungen zählten insbesondere zeitgenössische Hauptrollen wie Kundry, Adelheid in „Götz von Berlichingen“, Tosca und Elektra, aber sie war auch in Operettenrollen erfolgreich. Nach ihrer Bühnenkarriere war sie als Gesangspädagogin tätig.

    Orte und Länder

    Teréz Krammer studierte in Budapest. Nach ersten Bühnenerfolgen in Deutschland, war sie von 1902 an eine gefeierte Opernsängerin in Budapest und lehrte dort später auch als Gesangspädagogin.

    Biografie

    Das genaue Geburtsdatum von Teréz Krammer ist nicht leicht zu klären. Fest steht, dass sie Anfang August 1868 in Pest geboren wurde. Ihr Vater war János Krammer, Königlich Ungarischer Post- und Telegrafenamtsleiter, der Name ihrer Mutter war Maria Rumpeles, von ihren sechs Kindern erreichte nur Teréz Krammer das Erwachsenenalter.


    Sie studierte an der Musikschule (Zenekedvelők Egyesülete [Gesellschaft der Musikfreunde in Budapest]) von Imre Bellovics, wo ihr Schauspiellehrer der berühmte ungarische Schauspieler Ede Ujházy war. In ihrer Autobiografie, geschrieben für eine Dresdener Zeitung, erinnerte sie sich folgendermaßen: „[...] als ich dazu alt genug war, wurde ich einem sehr bekannten Gesangsmeister in Ofen-Pest anvertraut, bei dem ich in erster Linie – Liebe lernte. Das heißt, ich entdeckte hier zum erstenmal mein Herz und verliebte mich in meinen Gesangslehrer. Ich lernte do, re, mi, ha, [sic] sol, la, si, dann die Schubert’sche Melodie: ‚Dein ist mein Herz und soll es ewig bleiben’ [usw.]“ (zit. n. Bodo Wildberg 1902, S. 164–165.)


    Nach ihren Gesangsstudien trat sie am Neuen Leipziger Stadt-Theater als Debütantin in der Rolle der Micaëla in „Carmen“ von Georges Bizet auf, ihr Auftritt war „als erster theatralischer Versuch“ angezeigt worden. In ihren ersten Leipziger Gastauftritten mit Wagner-Partien wie z. B. Freia, Ortlinde und Dritte Norn sang sie gemeinsam mit Karl Perron, Fanny Moran-Olden, Paul Knüpfer und Theresa Rothauser unter der Leitung von Arthur Nikisch und vielleicht auch von Gustav Mahler. Max Staegemann engagierte Teréz Krammer für die Saison 1888/1889 an das Neue Leipziger Stadttheater.


    Von Leipzig ging Krammer nach Elberfeld (Stadttheater) und Düsseldorf (Stadttheater). Von dort aus war sie zum ersten Mal an der Königlichen Ungarischen Oper als Gast in den Rollen der Senta („Fliegender Holländer“) und Elisabeth („Tannhäuser“) zu hören (8. Mai 1891). Die Presse kritisierte ihre Stimme sehr scharf und Teréz Krammer wurde nicht nach Budapest engagiert.


    Von 1892 bis 1895 sang Krammer am Stadttheater von Magdeburg. Dort lernte sie den lyrischen Tenor Franz Schmidt (1851–1897) kennen, der von 1892 bis 1894 Mitglied des Stadttheaters von Magdeburg war. Sie heirateten 1894. Sie bekamen später zwei Töchter, Mária und Ferike Schmidt. Da Franz Schmidt 1894 am Stadttheater von Breslau ein Engagement bekommen hatte, ging auch Teréz Krammer 1895 nach Breslau. Sie sang in Breslau von 1895 bis 1898.


    Teréz Krammer trennte sich jedoch nicht endgültig von Ungarn. Obwohl sie in Deutschland mit ihren Eltern lebte, kaufte das Ehepaar im Juli 1893 einen Besitz in Csömör, in der Nähe von Budapest. Krammers erster Ehemann, Franz Schmidt, starb am 8. Juni 1897 in Csömör. Zwei Jahre später heiratete Krammer zum zweiten Mal, den Breslauer Dirigenten Leopold Weintraub. Weintraub ungarisierte seinen Namen später in Lipót Vágó und wirkte als Gesangslehrer in Budapest.


    Anfang 1899 gab Teréz Krammer in Dresden ein erfolgreiches Gastspiel. Sie wurde ab dem 16. Mai 1899 an der Hofoper engagiert und blieb ein Mitglied des Ensembles bis zum 15. Januar 1902 als erster Koloratur- und Dramatischer Sopran. Ihr erster Auftritt fand am 17. Mai 1899 als Elisabeth in „Tannhäuser“ von Richard Wagner statt. Sie war in Dresden sehr populär, wohnte aber nicht in Dresden, sondern in Kötzschenbroda.


    Zehn Jahre nach ihrem ersten Budapester Gastspiel, trat Teréz Krammer im Oktober 1901 wieder auf der Bühne der Königlichen Ungarischen Oper als Gast in den Rollen der Aida (in der gleichnamigen Oper von Giuseppe Verdi) und Elsa (in Richard Wagners „Lohengrin“) auf. Da dieses Gastspiel mit dem Ziel eines Engagements organisiert wurde, hatte Krammer auf Ungarisch gesungen und sollte in einer dritten Aufführung mitwirken (Sulamith in „Die Königin von Saba“ von Karl Goldmark), allerdings sagte sie diesen letzten Auftritt ab. Trotzdem wurde sie an der Budapester Oper engagiert.


    Von 1. Februar 1902 bis 31. August 1912 war Teréz Krammer ein umjubeltes Mitglied der Königlichen Ungarischen Oper. Sie wählte für ihren ersten Auftritt als Mitglied die Hauptrolle einer ungarischen Oper, Melinda aus Ferenc Erkels „Bánk bán“ (15. Februar 1902), als Geste an das ungarische Publikum. In ihrer ersten Halbsaison debütierte sie in fünf Rollen auf Ungarisch, darunter in der Titelrolle der „Fedora“ in der ungarischen Erstaufführung der Oper von Umberto Giordano.


    Krammer hatte sich, mittlerweile eine der populärsten Opernsängerinnen jener Zeit, in zwei Primadonnenkämpfe verwickelt. Laut dem Journalisten der musikalischen Fachzeitung „Zenevilág“ [Musikwelt] wurde die Titelrolle der Erstaufführung der „Fedora“ anfangs der berühmten und anerkannten Sopranistin Italia Molina-Vasquez gegeben. Da, ähnlich der Rolle der Fedora, Italia Vasquez auch selbst eine Gräfin war, hatte sie eine aufwendige Toilette gefordert, mit dem Anspruch, dass die teure Toilette von der Oper bezahlt werden sollte. Deshalb übergab die Direktion die Rolle schließlich an Teréz Krammer.


    Den zweiten Primadonnenstreit führte Krammer schon als „herrschende“ Primadonna. Zwischen 1902 und 1904 sang sie Hauptrollen wie Sulamith („Die Königin von Saba“ von Karl Goldmark), Erzsébet Szilágyi („Hunyadi László“ von Ferenc Erkel), Agathe (in Carl Maria von Webers „Der Freischütz“), Eva (in Richard Wagners „Die Meistersinger von Nürnberg“), Pamina („Die Zauberflöte“ von Wolfgang Amadé Mozart) und wirkte an wichtigen Erstaufführungen als Adelheid in „Götz von Berlichingen“ von Karl Goldmark (Uraufführung) und Tosca (Erstaufführung) mit. Ende 1904 wurde die Erstaufführung der Oper „La Cabrera“ von Gabriel Dupont angekündigt, mit Teréz Krammer in der Rolle der Amalia. Bei einer Bühnenprobe kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen Krammer und der jüngeren, neu engagierten Sängerin Elza Szamosi, aus der sich eine heftige Affäre entwickelte. Elza Szamosi wurde 1904 an die Oper nach einem äußerst erfolgreichen Debüt als Operettensängerin engagiert. Im Dezember 1904 hörten einige Sängerinnen und Sänger des Opernensembles die Probe von „La Cabrera“ gewohnheitsmäßig im Zuschauerraum mit, dabei schickte Krammer die jüngere Sängerin unter ungeklärten Umständen hinaus. Danach wurde Krammer vor das Theatergericht gerufen. Laut eines Medienberichts hatte sie Elza Szamosi persönlich und öffentlich beleidigt, sie hatte – so der Vorwurf – sogar versucht, ihre jüngere Rivalin zu schlagen. Das Theatergericht verpflichte Teréz Krammer zur Entschuldigung, was sie öffentlich tat, aber nicht persönlich an Elza Szamosi gerichtet.

    Im Januar 1905 wurde auch eine Karikatur über diesen Skandal in einer Budapester Zeitschrift veröffentlicht mit dem Vers:


    „Therese Krammer.


    Die Meist’rin der Gesangkunst,

    Die sich der Budapester Gunst

    Verstand im Sturme zu – ersingen,

    Doch kann sie’s über’s Herz nicht bringen,


    Daß als Rivalin man daneben

    Die Szamosy [sic] ihr beigegeben.

    Sie kann die Elsa d’rum nicht leiden,

    So gab’s auch schon Verdrießlichkeiten.“


    Im Hintergrund dieser Affäre stand aller Wahrscheinlichkeit nach die Frage der Besetzung der ungarischen Erstaufführung von „La Bohème“ von Puccini. Da die Erstaufführung in April 1905 stattfand, sollten die Rollen schon Ende 1904 verteilt werden. Die Premiere wurde in doppelter Besetzung einstudiert, die Rolle der Mimi wurde ausgerechnet Teréz Krammer und Elza Szamosi gegeben.


    Aus dem Vergleich der beiden Sängerinnen trat Elza Szamosi einigermaßen als Siegerin hervor. In der ersten Besetzung hat Szamosi mit ihrer attraktiven Erscheinung und ungenierten Darstellung, die sie aus der Vortragskunst der Operette mitgebracht hatte, das Publikum eher beeindruckt, wobei Krammer in der zweiten Aufführung für ihre hochwertige Gesangskunst gepriesen wurde. Ein Jahr später, als Puccini nach Budapest kam, um „Madama Butterfly“ einzustudieren, wurde eine Puccini-Woche im Opernhaus organisiert mit Aufführungen von „Tosca“ und „La Bohème“. Krammer sang die Titelpartie der „Tosca“ und Szamosi die Rolle der Mimi – und die Rolle der Cio-Cio-San wurde an Szamosi gegeben, trotz der Tatsache, dass sie eher ein Mezzosopran als ein Sopran war.


    Zwar verlängerte die Budapester Oper den Vertrag von Teréz Krammer im Herbst 1907, doch im darauffolgenden Jahr verließ die Sängerin das Budapester Publikum für ein Jahr. Das Wiener Johann Strauss Theater engagierte sie für dessen erste Saison (1908/1909). Es ist nicht auszuschließen, dass die Erfolge ihrer Budapester Sängerkolleginnen (vor allem Elza Szamosi und Ilona Szoyer), die aus verschiedenen Operettentheatern zur Oper gekommen waren, die Entscheidung von Krammer beeinflusst hatten. Krammer erhielt allerdings in Wien nicht genügend Auftrittsmöglichkeiten, sie bekam nur zwei Rollen. Zudem sollte sie das Gastspiel der ungarischen Operettenprimadonna Sári Fedák im Johann Strauss Theater erleben. Am Ende der Saison kehrte Krammer nach Budapest zurück.


    Die Budapester Oper plante 1907, zum ersten Mal „Salome“ von Richard Strauss auf den Spielplan zu setzen, die Vorstellung wurde aber, ähnlich wie in Wien, verboten. Laut Zeitungsartikeln hatte die Direktion der Oper beabsichtigt, die Titelrolle an Teréz Krammer zu vergeben. Erst drei Jahre später sang Krammer dann in der ersten Richard Strauss-Aufführung der Budapester Oper eine Hauptrolle: 1910 kreierte sie die Rolle der Elektra für Budapest. „Elektra“ wurde trotz der Darstellung von Krammer, die von den Kritikern einstimmig gepriesen wurde, kein großer Erfolg


    Krammer verließ die Budapester Oper 1912, um für zwei Saisons am Opernhaus in Frankfurt am Main zu singen. Währenddessen wurde sie auch für ein Gastspiel im Opernhaus von Hamburg engagiert. Dort sang sie zudem Brünnhilde, wozu sie vorher in Budapest keine Möglichkeit erhalten hatte.


    Am 1. Januar 1914 kehrte Krammer wieder zurück nach Budapest, wo sie die Rolle der Kundry in der ungarischen Erstaufführung von „Parsifal“ an der Budapester Volksoper auf Deutsch sang. Wagners „Parsifal“ wurde mit Georg Anthes – mit dem Krammer schon in Dresden zusammengearbeitet hatte – und einmal mit Hermann Jadlowker in der Titelrolle in sieben Vorstellungen bis Ende April 1914 gegeben. Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs beendete Teréz Krammer ihre Bühnenkarriere. Sie sang später, im Jahre 1917, nur einmal noch als Gast an der Budapester Oper die Sieglinde.


    Parallel zu den Parsifal-Vorstellungen begann Krammer ihre gesangspädagogische Tätigkeit. Von Februar 1914 bis 1920 unterrichtete sie Gesang an Nemzeti Zenede [Nationalconservatorium für Musik], danach bis 1931 an der Musikschule von Ernő Fodor. Im April 1928 feierte sie das 40-jährige Jubiläum ihrer Künstlerlaufbahn.


    Es war für Teréz Krammer besonders wichtig, nicht nur als Sängerin gesehen zu werden. Laut zeitgenössischen Zeitungsartikeln war Krammer auch in der Landwirtschaft erfolgreich. Schon in Kötzschenbroda hatte sie einen Großgrundbesitz, den sie, parallel zu ihrem Besitz in Ungarn, bewirtschaftete. An Bodo Wildberg schrieb sie 1902:

    „[W]enn ich Ihnen weiter mitteile, daß eine kleine Villa in Kötzschenbroda nebst fünfzehn Hühnern, einem Hahn, vielen Gänsen, Enten, Tauben und zwei Hunden (der eine Hund heißt „Boy“, der andere, vielmehr die andere „Lady“) mein Eigen ist, dass ich ferner in Ungarn eine große Besitzung habe, so wissen Sie alles, was Sie zu wissen wünschen.“ (zit. n. Bodo Wildberg 1902, S. 164–165.)

    Laut dem Almanach der Vereinigung der Budapester Journalisten aus 1908, war sie eine „leidenschaftliche Landwirtin, berühmte Hühnerzüchter, auf ihrem Hof gackern manchmal dreihundert Hühner. Sie treibt ihre Pferde selbst und geht in Stiefeln.“


    Teréz Krammer starb am 15. Mai 1934 in Csömör.

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    Dem Sängerlexikon von Kutsch und Riemens zufolge war ein Vorfahre von Krammer der bekannte Pianist und Komponist Vincenz Krammer, der 1806 geboren wurde. Diese Angabe steht schon in Ludwig Eisenberg’s Großes Biographisches Lexikon der Deutschen Bühne im XIX. Jahrhundert (1903). Die Abstammung ist aber nicht eindeutig, weil laut Grove2 Franz Vincenz Krommer [František Vincenc Kramař] von 1759 bis 1831, dessen Sohn August Krommer von 1807 bis 1842 gelebt hatte. Krammer, ebenso wenig wie die zeitgenössische Presse, erwähnte in ihrer handgeschriebenen Autobiografie diese Vorfahren jedoch nicht.


    Laut dem Theaterlexikon von Aladár Schöpflin unterhielt Krammer um 1929 eine Privat-Gesangsschule in Budapest. Diese Angabe konnte bislang nicht verifiziert werden.

    Würdigung

    Krammer besaß in Leipzig beste Voraussetzungen für ihre ersten Bühnenversuche. Sie arbeitete in einem hervorragenden Ensemble und mit den besten Dirigenten und hatte die Möglichkeit, ein breites Repertoire kennen zu lernen. Bis zum Ende ihrer ersten Periode in Deutschland wandelte sie sich zu einer der besten jugendlich-dramatischen Sopranistinnen ihrer Zeit. In Dresden wurde sie für ihre Gestaltung von großen Partien wie Aida und Sieglinde gelobt, ebenso erfolgreich sang sie die Wagner-Rollen von Venus und Elisabeth. Einige Rollen teilte sie sich mit Erika Wedekind. Krammer wirkte in Dresden darüber hinaus in Erstaufführungen und Uraufführungen mit.


    Anschließend kam sie in Budapest vor allem als Wagner-Sängerin an. Zwar wurde sie von den Journalisten wegen einiger Mängel in ihrer Gesangstechnik kritisiert, dennoch wurde sie für ihre Darstellungskunst immer gepriesen. Neben den jugendlich-dramatischen Sopranrollen war sie besonders erfolgreich in modernen, sehr charakterstarken und manchmal grotesken Frauenrollen wie Tosca, Elektra, Kundry und Adelheid in „Götz von Berlichingen“ von Karl Goldmark.


    Auch in der leichteren Gattung der Operette konnte sie Erfolge in Budapest und in Wien für sich verbuchen.

    Rezeption

    Die Stimme von Teréz Krammer wurde in Budapest, besonders in den früheren Jahren ihrer Karriere, sehr oft kritisiert. Als sie zum ersten Mal in der Budapester Oper aufgetreten war, war sie noch zu jung und nicht ausreichend ausgebildet. Wie August Beer im Pester Lloyd schrieb: „Kunst und Stimme sind noch unausgereift. Diese ist ein frischer Sopran von dunklem Timbre, recht ausgiebig und klangvoll in der Höhe, wo er auch genügende dramatische Färbung ausweist, matt in den Mitteltönen und hier eng begrenzt. Er wird wohl an Breite und Fülle noch gewinnen, schwerlich an Wärmegehalt, der nur in geringem Maße vorhanden ist.“ (Pester Lloyd, 8. Mai 1891). Zehn Jahre später schrieb er Folgendes:


    „Elf Jahre sind es fast her, als sie hier in einigen Wagnerpartien debutirte, damals eine Unfertige, wohl mit sich selbst noch nicht einig, wohin sie Talent und Stimme weisen werden. Sie ist als reife Künstlerin zurückgekehrt und statt des schmächtigen Mädchens sah man eine vollerblühte Frau mit sympathischem und ausdrucksvollem Gesichte.“ (Pester Lloyd, 13. Oktober 1901).


    Die ungarischen Journalisten kritisierten Krammer auch aufgrund der Methode ihres Gesangslehrers Imre Bellovics. Es ist aber nicht klar, ob diese Kritiken tatsächlich an Krammer oder eher an Bellovics adressiert waren.


    Die Stimme von Teréz Krammer wurde auf Schellackplatten sehr lückenhaft dokumentiert. Sie hatte zum ersten Mal 1903 und zum letzten Mal 1909 Aufnahmesitzungen, bei denen sie Arien aus ihren besten Rollen (Tosca, Adelheid, Fedora) aufnahm, ihre Platten sind allerdings weitestgehend unbekannt. Zudem waren die Aufnahmemöglichkeiten des Grammophons für ihre Stimme nicht ideal, da ihre Stimme in der Höhe kraftvoller war.


    Über ihre pädagogischen Tätigkeiten ist bislang nichts bekannt, auch weil sie keine Möglichkeit erhielt, im Hochschulwesen (an der Musikakademie von Budapest) zu unterrichten.

    Repertoire

    I. Nach Komponisten und Werken geordnet:


    Eugen d’Albert: Kain – Eva

    Emil Ábrányi jr.: Monna Vanna – Titelrolle

    Georges Bizet: Carmen – Micaëla

    Adolf Bungert: Nausikaa – Leukothea

    Luigi Cherubini: Les deux journées ou Le porteur d'eau – Rosette

    György Császár: A kunok – Margit

    Gabriel Dupont: La Cabrera – Amalia

    Ferenc Erkel: Bánk bán – Melinda

    Ferenc Erkel: Hunyadi László – Szilágyi Erzsébet

    Otto Fiebach: Der Offizier der Königin – Anna

    Umberto Giordano: Fedora – Titelrolle

    Hermann Goetz: Der widerspenstigen Zähmung – Bianka und Katharine

    Karl Goldmark: Die Königin von Saba – Sulamith

    Karl Goldmark: Götz von Berlichingen – Adelheid

    Charles Gounod: Faust – Marguerite

    Richard Heuberger: Manuel Venegas – Ein Mädchen

    Jenő Hubay: Lavotta szerelme – Ilona

    Engelbert Humperdinck: Hänsel und Gretel – Sandmännchen und Thaumännchen

    Ruggero Leoncavallo: Pagliacci – Nedda

    Heinrich Marschner: Der Vampyr – Janthe

    Pietro Mascagni: Cavalleria rusticana – Santuzza

    Jules Massenet: La Navarraise – Anita

    Felix Mendelssohn-Bartholdy: Ein Sommernachtstraum – Elf

    Giacomo Meyerbeer: Les Huguenots – Urbain, Valentine

    Giacomo Meyerbeer: Le Prophète – Erster Chorknabe

    Giacomo Meyerbeer: L’Africaine – Anna

    Wolfgang Amadeus Mozart: Le nozze di Figaro – Barbarina

    Wolfgang Amadeus Mozart: Don Giovanni – Donna Anna

    Wolfgang Amadeus Mozart: Die Zauberflöte – Pamina, Erste Dame

    Victor F. Neßler: Der Trompeter von Säkkingen – Maria

    Victor F. Neßler: Der Rattenfänger von Hameln – Regina

    Otto Nicolai: Die lustigen Weiber von Windsor – Frau Fluth, Anna Reich

    Ignacy Jan Paderewski: Manru – Asa

    Giacomo Puccini: Manon Lescaut – Titelrolle

    Giacomo Puccini: La Bohème – Mimi

    Giacomo Puccini: Tosca – Titelrolle

    Nándor Rékai: A nagyidai cigányok [Die Zigeuner von Nagyida] – Héla

    Bedřich Smetana: Prodaná nevěsta – Marie

    Johann Strauss: Die Fledermaus – Rosalinde, Felicita

    Johann Strauss: Der Zigeunerbaron – Saffi

    Johann Strauss: 1001 Nacht – Leila

    Richard Strauss: Elektra – Titelrolle

    Franz von Suppé: Die schöne Galathée – Titelrolle

    Béla Szabados, Árpád Szendy: Mária – Titelrolle

    Ambroise Thomas: Mignon

    Giuseppe Verdi: Il trovatore – Inez

    Giuseppe Verdi: Aida – Titelrolle

    Richard Wagner: Rienzi – Irene

    Richard Wagner: Der fliegende Holländer – Senta

    Richard Wagner: Tannhäuser – Elisabeth, Venus

    Richard Wagner: Lohengrin – Erster Edelknabe der Elsa, Elsa

    Richard Wagner: Das Rheingold – Freia, Woglinde

    Richard Wagner: Die Walküre – Ortlinde, Sieglinde

    Richard Wagner: Götterdämmerung – Dritte Norn, Gutrune

    Richard Wagner: Die Meistersinger von Nürnberg – Eva

    Richard Wagner: Parsifal – Kundry

    Carl Maria von Weber: Der Freischütz – Eine Brautjungfer, Agathe

    Carl Maria von Weber: Euryanthe – Bertha

    Carl Maria von Weber: Oberon – Roschana

    Géza Zichy: Nemo – Klára

    Géza Zichy: Rodostó – Sarolta Amália


    -


    II. In chronologischer Reihenfolge nach Städten geordnet:


    Leipzig, Stadttheater (als Debütantin)

    3.06.1888 Georges Bizet: Carmen – Micaëla


    Leipzig, Stadttheater (als Mitglied des Ensemble)

    12.06.1888 Richard Wagner: Das Rheingold – Freia

    14.06.1888 Richard Wagner: Die Walküre – Ortlinde

    24.06.1888 Richard Wagner: Götterdämmerung – Dritte Norn

    4.07.1888 Wolfgang Amadeus Mozart: Die Zauberflöte – Pamina

    15.07.1888 Victor F. Neßler: Der Trompeter von Säkkingen – Maria

    30.08.1888 Carl Maria von Weber: Der Freischütz – Eine Brautjungfer

    19.09.1888 Carl Maria von Weber: Oberon – Roschana

    10.10.1888 Richard Wagner: Lohengrin – Erster Edelknabe der Elsa

    02.11.1888 Hermann Goetz: Der Widerspenstigen Zähmung – Bianka

    10.11.1888 Carl Maria von Weber: Euryanthe – Bertha

    18.11.1888 Giacomo Meyerbeer: L’Africaine – Anna

    25.11.1888 Victor F. Neßler: Der Rattenfänger von Hameln – Regina

    16.12.1888 Giuseppe Verdi: Il trovatore – Inez

    21.12.1888 Heinrich Marschner: Der Vampyr – Janthe

    13.01.1889 Giacomo Meyerbeer: Le Prophéte – Erster Chorknabe

    27.01.1889 Luigi Cherubini: Les deux journées ou Le porteur d'eau – Rosette

    10.02.1889 Wolfgang Amadeus Mozart: Le nozze di Figaro – Barbarina

    27.03.1889 Richard Heuberger: Manuel Venegas – Ein Mädchen (EA)

    24.04.1889 Felix Mendelssohn-Bartholdy: Ein Sommernachtstraum – Elf

    04.05.1889 Giacomo Meyerbeer: Les Huguenots – Urbain



    Budapest, Königliche Ungarische Oper (als Gast)

    7.05.1891 Richard Wagner: Der fliegende Holländer – Senta

    14.05.1891 Richard Wagner: Tannhäuser – Elisabeth


    Leipzig, Neues Theater (als Gast)

    25.10.1899 Richard Wagner: Die Walküre – Sieglinde


    Dresden, Hofoper

    17.06.1899 Richard Wagner: Tannhäuser – Elisabeth

    21.06.1899 Richard Wagner: Rienzi – Irene

    22.08.1899 Richard Wagner: Der fliegende Holländer – Senta

    12.09.1899 Georges Bizet: Carmen – Micaëla

    2.10.1899 Engelbert Humperdinck: Hänsel und Gretel – Sandmännchen und Thaumännchen

    18.10.1899 Bedřich Smetana: Prodaná nevěsta – Marie

    25.10.1899 Johann Strauss jr.: Die Fledermaus – Felicita (EA in der Hofoper)

    18.12.1899 Johann Strauss jr.: Die Fledermaus – Rosalinde

    26.12.1899 Pietro Mascagni: Cavalleria rusticana – Santuzza

    28.12.1899 Richard Wagner: Tannhäuser – Venus

    12.01.1900 Victor F. Neßler: Der Trompeter von Säkkingen – Maria

    25.01.1900 Hermann Götz: Der Widerspenstigen Zähmung – Katharine

    30.03.1900 Ruggero Leoncavallo: Pagliacci – Nedda (abgesagt, ersetzt mit Erika Wedekind)

    3.05.0900 Otto Fiebach: Der Offizier der Königin – Anna

    5.06.1900 Ambroise Thomas: Mignon – Mignon (anstelle Erika Wedekinds)

    6.10.1900 Eugen d’Albert: Kain – Eva

    20.10.1900 Giacomo Meyerbeer: Les Huguenots – Urbain

    23.12.1900 Wolfgang Amadeus Mozart: Die Zauberflöte – Erste Dame

    23.02.1901 Richard Wagner: Das Rheingold – Woglinde

    25.02.1901 Richard Wagner: Die Walküre – Sieglinde

    1.03.1901 Otto Nicolai: Die lustigen Weiber von Windsor – Anna Reich

    2.03.1901 Richard Wagner: Götterdämmerung – Gutrune

    10.03.1901 Karl Goldmark: Die Königin von Saba – Sulamith

    20.03.1901 Adolf Bungert: Nausikaa – Leukothea (UA)

    29.05.1901 Ignacy Jan Paderewski: Manru – Asa (UA)

    1.09.1901 Carl Maria von Weber: Oberon – Roschana


    Budapest, Königliche Ungarische Oper (als Gast)

    12.10.1901 Giuseppe Verdi: Aida – Titelrolle

    15.10.1901 Richard Wagner: Lohengrin – Elsa


    Budapest, Königliche Ungarische Oper (als Mitglied des Ensembles)

    15.02.1902 Ferenc Erkel: Bánk bán – Melinda

    23.02.1902 Johann Strauss: Die Fledermaus – Rosalinde

    6.04.1902 Charles Gounod: Faust – Marguerite

    23.04.1902 Franz von Suppé: Die schöne Galathée – Titelrolle

    27.05.1902 Umberto Giordano: Fedora – Titelrolle (EA)

    16.09.1902 Karl Goldmark: Die Königin von Saba – Sulamith

    27.09.1902 Ferenc Erkel: Hunyadi László – Szilágyi Erzsébet

    16.12.1902 Karl Goldmark: Götz von Berlichingen – Adelheid (UA)

    1.02.1903 Carl Maria von Weber: Der Freischütz – Agathe

    13.01.1903 Richard Wagner: Die Meistersinger von Nürnberg – Eva

    17.04.1903 Wolfgang Amadeus Mozart: Die Zauberflöte – Pamina

    24.04.1903 Richard Wagner: Tannhäuser – Venus

    2.06.1903 Richard Wagner: Das Rheingold – Woglinde

    15.11.1903 Otto Nicolai: Die lustigen Weiber von Windsor – Frau Fluth

    1.12.1903 Giacomo Puccini: Tosca – Titelrolle (EA)

    15.05.1904 György Császár: A kunok – Margit

    15.12.1904 Gabriel Dupont: La Cabrera – Amalia (EA)

    24.01.1905 Richard Wagner: Götterdämmerung – Gutrune

    28.02.1905 Béla Szabados – Árpád Szendy: Mária – Titelrolle (UA)

    30.03.1905 Géza Zichy: Nemo – Klára (UA)

    28.04.1905 Giacomo Puccini: La Bohème – Mimi (EA, zweite Besetzung)

    27.05.1905 Johann Strauss: Der Zigeunerbaron – Saffi (EA im Opernhaus)

    29.10.1905 Richard Wagner: Die Walküre – Sieglinde

    2.12.1905 Pietro Mascagni: Cavalleria rusticana – Santuzza

    19.01.1906 Giacomo Meyerbeer: Les Huguenots – Valentine

    27.01.1906 Wolfgang Amadeus Mozart: Don Giovanni – Donna Anna

    24.02.1906 György Rékai: A nagyidai cigányok – Héla (UA)

    17.11.1906 Jenő Hubay: Lavotta szerelme – Ilona (UA)

    27.01.1907 Jules Massenet: La navarraise – Anita

    2.03.1907 Emil Ábrányi jr.: Monna Vanna – Titelrolle (UA)

    25.05.1907 Giacomo Puccini: Manon Lescaut – Titelrolle


    Wien, Johann Strauss Theater

    30.10.1908 Johann Strauss: 1001 Nacht – Leila (EA)

    12.04.1909 Johann Strauss: Die Fledermaus – Rosalinde


    Budapest, Königliche Ungarische Oper (als Mitglied des Ensembles)

    11.03.1910 Richard Strauss: Elektra – Titelrolle (EA)

    10.04.1910 Hermann Goetz: Der widerspenstigen Zähmung – Katharine

    20.03.1912 Géza Zichy: Rodostó – Sarolta Amália (UA)


    Budapest, Volksoper (als Gast)

    1.01.1914 Richard Wagner: Parsifal – Kundry (EA)


    Budapest, Königliche Ungarische Oper (als Gast)

    30.03.1917 Richard Wagner: Die Walküre – Sieglinde


    III. Diskographie

    1903, Budapest, The Gramophone Company (mit Klavierbegleitung)

    73211 (matr. 997z) – Ferenc Erkel: Bánk bán – Arie der Melinda

    073002 (matr. 76Hp) – Ferenc Erkel: Hunyadi László – „La Grange“ Arie, 1. Teil

    73207 (matr. 970z) – Ferenc Erkel: Hunyadi László – „La Grange“ Arie, 2. Teil

    43490 (matr. 968z) – Karl Goldmark: Die Quelle

    073001 (matr. 78Hp) – Karl Goldmark: Götz von Berlichingen – Arie der Adelhaid

    73209 (matr. 995z) – Giacomo Puccini: Tosca – Arie der Tosca

    73200 (matr. 969z) – Anton Rubinstein: Asra

    73220 (matr. 996z) – Giuseppe Verdi: Aida – Nilszene

    43503 (matr. 994z) – Richard Wagner: Die Walküre – Sieglindes Liebeslied

    73221 (matr. 998z) – Carl Maria von Weber: Der Freischütz – Arie der Agathe


    1905, Budapest, Lyrophon (mit Klavierbegleitung von Emil Lichtenberg)

    U 6221 (matr. 6221) – Carl Maria von Weber: Der Freischütz – Arie der Agathe


    März 1905, Budapest, International Talking Machine Company (mit Klavierbegleitung von Oszkár Dienzl)

    35105 (matr. ?) – Ferenc Erkel: Bánk bán – Arie der Melinda, 1. Teil

    35076 (matr. ?) – Ferenc Erkel: Bánk bán – Arie der Melinda, 2. Teil

    35055 (matr. ?) – Ferenc Erkel: Hunyadi László – „La Grange“ Arie

    35056 (matr. ?) – Umberto Gioirdano: Fedora – Arie der Fedora

    35018 (matr. ?) – Charles Gounod: Faust – Arie der Margarethe

    35057 (matr. ?) – Otto Nicolai: Die lustigen Weiber von Windsor – Lied der Frau Fluth

    35019 (matr. ?) – Giacomo Puccini: Tosca – Arie der Tosca

    35020 (matr. ?) – Richard Wagner: Tannhäuser – Arie der Elisabeth

    35067 (matr. ?) – Carl Maria von Weber: Der Freischütz – Allegro

    35066 (matr. ?) – [Ungarische Lieder] Temetőben láttalak meg először; Rózsabokorban jöttem a világra


    April 1905, Favorite Record (mit Klavierbegleitung

    1-26519 (matr. ?) – Richard Wagner: Lohengrin – „Euch Lüften…“

    1-26520 (matr. ?) – Richard Wagner: Der fliegende Holländer – Ballade von Senta

    1-26521 (matr. ?) – Giacomo Puccini: Tosca – Arie der Tosca

    1-26524 (matr. ?) – Géza Zichy: Nemo – Liebeslied der Klára


    1908, Budapest, The Gramophone Company (mit Orchesterbegleitung)

    73312 (matr. 4274r) – Ferenc Erkel: Bánk bán – Arie der Melinda

    73315 (matr. 4271r) – Ferenc Erkel: Hunyadi László – „La Grange“ Arie, 1. Teil

    73316 (matr. 4272r) – Ferenc Erkel: Hunyadi László – „La Grange“ Arie, 2. Teil

    73321 (matr. 4140r) – Giuseppe Verdi: Aida – Nilszene

    73311 (matr. 4143r) – Richard Wagner: Der fliegende Holländer – Ballade von Senta

    73322 (matr. 4141r) – Richard Wagner: Lohengrin – Arie der Elsa

    Quellen

    Archive


    Historisches Archiv der Semperoper, Dresden, Sammelmappe für Teréz Krammer


    Hauptstädtisches Archiv, Budapest, Verkaufsvertrag (Magdeburg, 1893), HU BFL - VII.184. - 1893 – 1014. (Akte des Notars Fülöp Weinmann)

    Hauptstädtisches Archiv, Budapest, Verkaufsvertrag Nachlassdokumente der Familie Rumpelesz, HU BFL - IV.1411.b. - 1884 - 02606 – Rumpelesz


    Rezensionen: Archiv der Staatsoper Budapest, Pressesammlung



    Sekundärliteratur (chronologisch)


    Wildberg, Bodo, Das Dresdener Hoftheater in der Gegenwart. Biographien und Charakteristiken. Dresden und Leipzig: E. Pierfons Verlag, 1902. S. 164–165.


    Eisenberg, Ludwig, Ludwig Eisenberg’s Großes Biographisches Lexikon der Deutschen Bühne im XIX. Jahrhundert. Leipzig: Verlagsbuchhandlung Paul List, 1903. S. 540.


    Erényi Nándor: „Szinházakról, szinészekről”. In: Budapesti Ujságirók almanachja 1908-ra. Sándor Szerdahelyi (Hg.). [Budapest]: A Budapesti Ujságirók Egyesülete, [1908.]. S. 363–397.


    Incze, Henrik Dr. (Hg.): Magyar Művészeti Almanach az 1912 évre és Szinészeti Lexikon K–L. XII. évfolyam. Budapest: Incze Henrik kiadása, [1913]. S. 232–233.


    „Krammer Riza“. In: Magyar szinmüvészeti lexikon. A magyar színjátszás története. Aladár Schöpflin (Hg.). [Budapest:] Országos Színészegyesület és Nyugdíjintézete, [1929.] Band 3, S. 51.


    „Krammer Teréz“. In: Magyar szinmüvészeti lexikon. A magyar színjátszás története. Aladár Schöpflin (Hg.). [Budapest:] Országos Színészegyesület és Nyugdíjintézete, [1929.] Band 3, S. 52.


    Szabolcsi, Bence, Tóth, Aladár (Hg.), Zenei Lexikon. A zenetörténet és zenetudomány enciklopédiája. Második, pótlással bővített kiadás. Budapest: Győző Andor, 1935. Band 1. S. 577.


    Molnár, Imre (Hg.), A magyar muzsika könyve. Budapest: Havas Ödön, 1936. S. 429.


    Bartha, Dénes (Hg.): Zenei Lexikon. Átdolgozott új kiadás. Budapest: Zeneműkiadó Vállalat, 1965. Band 2. S. 377.


    K. J. Kutsch – Leo Riemens: Unvergängliche Stimmen. Sängerlexikon. Bern – München: Francke Verlag, 1975. 351–352.


    Székely, György (Hg.), Magyar Színművészeti Lexikon. Budapest: Akadémiai kiadó, 1994. S. 427.


    K. J. Kutsch – Leo Riemens, Großes Sängerlexikon. 3. erweiterte Auflage. Bd. 3. Bern und München: K. G. Saur, 1997. S 1898.


    Hochmuth, Michael (Hg.), Chronik der Dresdner Oper. Band 2: Die Solisten. Dresden: [Eigenverlag], 2004. 188–189.

    Forschung

    Die Biographie von Teréz Krammer wurde im Rahmen der Dissertation des Verfasser und für die Database der ungarischen OpernsängerInnen auch auf Ungarisch aufgearbeitet. Die Database der ungarischen OpernsängerInnen (1900–1920) ist ein Projekt des Archivs und Forschungsteams für Ungarische Musik im 20–21. Jahrhundert am Institut für Musikwissenschaft (Forschungszentrum für Humanwissenschaften, Ungarische Akademie der Wissenschaften).

    Forschungsbedarf

    Die Rollen und Auftritte von Krammer in Elberfeld, Düsseldorf, Magdeburg, Breslau, Frankfurt am Main und Hamburg müssen noch gesammelt werden, um das gesamte Repertoire von Teréz Krammer kennen zu lernen. Eine Liste der frühen, vor ihrem Dresdener Engagement gesungenen Partien können unsere Kenntnisse über die Ausbildung und Entwicklung der Künstlerin noch bereichern.

    Normdaten

    Virtual International Authority File (VIAF): 185764322
    Deutsche Nationalbibliothek (GND): 101487033X

    Autor/innen

    Ferenc János Szabó


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Silke Wenzel
    Zuerst eingegeben am 10.06.2016


    Empfohlene Zitierweise

    Ferenc János Szabó, Artikel „Teréz Krammer“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 10.6.2016.
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/Artikel/Teréz_Krammer