Herzlich Willkommen bei MUGI

  • (PDF)
  • (100%)
  • Deutsch
  • Regina Strinasacchi

    von Melanie Unseld
    Regina Strinasacchi. Auf Porzellan getuschte Silhouette, 1795
    Namen:
    Regina Strinasacchi
    Ehename: Regina Schlick
    Lebensdaten:
    * in Ostiglia (bei Mantua), Italien
    in Dresden, Deutschland

    Das Geburtsjahr wird in der Sekundärliteratur auch mit 1764 oder 1762 angegeben, was auf die Praxis schließen lässt, „Wunderkinder“ jünger erscheinen zu lassen.

    Tätigkeitsfelder:
    Geigerin, Gitarristin, Komponistin, wahrscheinlich auch Dirigentin
    Charakterisierender Satz:

    „Es ist unglaublich, mit welcher Leichtigkeit und gutem Anstand das Mädchen (sie ist ohngefähr 18 Jahr alt und sehr gut gebildet) dies an sich schwere Instrument zu behandeln weis. Der Ton, den sie aus ihrer cremonesischen Geige herauszieht, ist feiner abgeschliffener Silberton.“ (Cramers Magazin der Musik. 2. Jg., Erste Hälfte 1784, S. 346)


    Profil

    Im historischen Gedächtnis blieb sie vor allem als Auftraggeberin einer Violinsonate bei Wolfgang Amadeus Mozart sowie als eine ausgezeichnete Violinistin, wie sie Vater Leopold Mozart in Briefen an seine Tochter beschrieb. Dass dies nur ein kleiner Ausschnitt der langen musikalischen Karriere von Regina Strinasacchi darstellt, ist weniger bekannt.

    Sie war als reisende Virtuosin außerordentlich geschätzt, ebenso in ihrer Funktion als Hofmusikerin am Gothaischen Hof, wo sie offenbar auch als Gitarristin, Komponistin und womöglich auch als Dirigentin auftrat.

    Orte und Länder

    Geboren in Ostiglia bei Mantua kam sie zur Ausbildung nach Venedig und ging von dort aus auf ausgedehnte Tourneen durch Italien, Deutschland und Frankreich, wobei hier nur einzelne Städte bislang nachweisbar sind, u.a. Hamburg, Frankfurt/M., Paris, Wien. Nach ihrer Abreise aus Wien machte sie nachweislich in Salzburg Station. Sie ließ sich zusammen mit ihrem Mann in Gotha nieder, ging mit ihm zeitweise von dort aus auch weiterhin auf ausgedehnte Konzertreisen und siedelte nach dessen Tod nach Dresden über.

    Biografie

    Regina Strinasacchi wurde 1761 in Ostiglia bei Mantua geboren. Sie erhielt ihre musikalische Ausbildung am Conservatorio della Pietà in Venedig. Sie trat als Wunderkind auf, u.a. ist 1777 ein Auftritt in Frankfurt am Main dokumentiert. 1780-83 folgten ausgedehnte Konzertreisen durch Frankreich, Deutschland und Italien. Im Jahr 1784 hielt sie sich in Wien auf und gab dort die Komposition einer Violinsonate bei Wolfgang Amadeus Mozart in Auftrag (Sonate für Klavier und Violine B-Dur KV 454). Diese Sonate wurde von Strinasacchi und Mozart gemeinsam am 29. April 1784 uraufgeführt.

    Am 10. Oktober 1785 heiratete sie Johann Conrad Schlick (Archivio di Stato di Mantova/mit freundlichem Hinweis von Giuseppe Schivardi), der als Cellist in Gothaischen Diensten stand, und ging mit ihm weiterhin auf Konzertreisen. Im Dezember 1785 hörte Leopold Mozart sie in einem Konzert in Salzburg.

    Ab etwa 1786 war Strinasacchi Hofmusikerin in Gotha. Das Ehepaar Schlick-Strinasacchi gehört hier zu den herausragenden Solisten, wobei Regina Strinasacchi auch als Komponistin und Gitarristin, womöglich auch als Dirigentin auftrat. Zwischen 1795 und 1818 sind darüber hinaus auch Auftritte mit dem Gothaischen Schlick-Trio nachweisbar: Regina Strinasacchi (Violine), Johann Conrad Schlick (Cello), Caroline Schlick (Klavier). Letztere war die Tochter des Ehepaars Strinasacchi-Schlick (1786-?). 1801 kam der Sohn Johann Friedrich Wilhelm Schlick (gest. 1874) zur Welt, der später Cellist, vor allem aber ein renommierter Instrumentenbauer wurde.

    Bis 1810 ging sie, zusammen mit ihrem Mann, neben ihrem Dienst in Gotha auf Konzertreisen. 1818 starb Johann Conrad Schlick. Regina Strinasacchi zog mit ihrem Sohn nach Dresden, wo sie am 11. Juni 1839 starb. Zuvor, im Jahr 1822, hatte sie ihr wertvolles Instrument, eine Stradivari-Geige, die heute von Miriam Fried gespielt wird, an Louis Spohr verkauft.

    mehr zu Biografie weniger zu Biografie

    Regina Strinasacchi wurde 1761 in Ostiglia geboren und erhielt ihre musikalische Ausbildung am renommierten Conservatorio della Pietà in Venedig. Die venezianischen Conservatorii waren, gerade was die musische Ausbildung von jungen Mädchen anbelangt, bis weit über die Grenzen Italiens hinaus berühmt, und so kann man von einer breiten und intensiven musikalischen Ausbildung Strinasacchis ausgehen (Dirigieren, Komponieren/Generalbassspiel, Geige, Gitarre). Ungewöhnlich an der Ausbildung in den Conservatorii war dabei nicht nur die Intensität, sondern auch die Unvoreingenommenheit, mit der auch diejenigen Instrumente gelehrt wurden, die als „unweiblich“ galten (wie Violine, Violoncello oder Blasinstrumente, vgl. dazu Hoffmann 1991). Ein Reisebericht hebt verwundert hervor, dass viele der Mädchen „auch in der Instrumental-Music excelliren, und auf der Violin, Violoncello, Orgel, Tiorbe, ja sogar auf der Hautbois und Flöte en maitre spielen“ (zit. nach Hoffman 1991, S. 177).

    1777, mit 16 Jahren, ging Regina Strinasacchi auf Konzertreise (verzeichnet in der „Frankfurter Concert-Chronik“) und gehörte demnach zu jenen frühen „Wunderkindern“, die - ungeachtet ihres Geschlechts - allgemeine Bewunderung hervorriefen. Auch zwischen 1780 und 1783 konzertierte sie in Deutschland, Frankreich und Italien. In Hamburg etwa trat sie auch mit einer eigenen Komposition auf: „Ihr Spiel übertraf alle Erwartungen, und ihr erstes Concert, von ihrer eigenen Arbeit, war so vortreflich gesezt, mit so vielem Geschmack und Richtigkeit, Nettigkeit und Nachdruck vorgetragen, daß ein jeder von wahren Gefühl des Gefallens hingerissen wurde.“ (zit. nach Hoffmann 1991, S. 177) Über ihre Auftritte 1782 in Italien heißt es in Carl Friedrich Cramers „Magazin der Musik“: „Italien hat nun wieder eine vortrefliche Violinspielerin an der Signora Caterina [sic!] Strinasacchi aus Mantua gebürtig. Ich habe sie verschiednemal in Florenz, und jederzeit mit dem innigsten Vergnügen, in ihrem Concert gehöret. Es ist unglaublich, mit welcher Leichtigkeit und gutem Anstand das Mädchen (sie ist ohngefähr 18 Jahr alt und sehr gut gebildet) dies an sich schwere Instrument zu behandeln weis. Der Ton, den sie aus ihrer cremonesischen Geige herauszieht, ist feiner abgeschliffener Silberton. Die Violinconcerte von Giarnowick, St. George, Borra, Cambini etc. spielt sie besonders gut, mit vielem Feuer, oder wie die Italiener sich mit einem viel umfassenden Wort ausdrücken, con molto Estro [„mit viel Eingebung“]. Sie hat sich einige Jahre in Paris aufgehalten, wo sie Gelegenheit hatte, die besten und größten Tonkünstler und Violinisten aller Nationen am Concert Spirituel zu hören, und das Brillante in der Ausführung, wie auch einige unschuldige Galanterien, mag sie wohl dort gelernt haben. Aber Dank sey es ihrem Schutzengel, daß er sie vor dem läppischen flatterhaften Geschmack und der eckelhaften Süßigkeit unsrer galanten Nachbarn bewahret hat. […] Kurz, sie hat den besten Geschmack in der Music“. (Cramers Magazin der Musik. 2. Jg., Erste Hälfte 1784, S. 346)

    Dass Regina Strinasacchi ihre Konzertreisen auch nach ihren „Wunderkind“-Auftritten fortsetzte, machte sie zu einer Pionierin, denn „für die deutsche Öffentlichkeit war das Auftreten einer geigespielenden Frau weniger eine Frage der musikalischen Leistung: Sie verstieß gegen Sitte und Moral und wurde deshalb […] mit Amüsement, Neugier, Befremden oder Ablehnung betrachtet.“ (Hoffmann 1991, S. 180)

    1784 kam Regina Strinasacchi nach Wien, wo sie eine Violinsonate bei Wolfgang Amadeus Mozart in Auftrag gab: „Hier haben wir nun die berühmte Mantuanerin Strinasacchi, eine sehr gute Violinspielerin, sie hat sehr viel Geschmack und Empfindung in ihrem Spiele. - Ich schreibe eben an einer Sonate, welche wir Donnerstag im Theater bey ihrer Akademie zusammen spielen werden.“ (Mozart-Briefe, Bd. III, S. 311) In der Nissenschen Mozart-Biographie wird von Strinasacchi und jenem Konzert - vermutlich aus der Erinnerung Constanze Mozarts - berichtet: „Diese ausgezeichnete Violinspielerin, die als Madame Schlick in Gotha in herzoglichen Diensten gestorben ist, kam nach Wien, spielte mit allem Beyfalle bei Hofe, und kündigte nun ein öffentliches Concert an, wozu ihr Kaiser Joseph sein italienisches Hoftheater bewilligt hatte. Sie wollte gern auch mit einem noch unbekannten vorzüglichen Solostücke, und, wo möglich, mit einem von Mozart, und neben ihm auftreten, und ging darum den Meister um Composition und Spiel an. Mozart, gefällig und schnell zur Hand, wie immer, versprach Beydes. Aber, weil ihm dergleichen kleine Arbeiten zuwider waren, so schob er die Arbeit bis am Abend vor dem Concert-Tage auf, wo sie endlich ihre Stimme von ihm erpresste, um sie am folgenden Vormittage einstudiren zu können. Diess Einstudiren geschah jedoch ohne Beyhülfe Mozart’s. Er sah die Frau erst im Concerte wieder. Mozart hatte zwar ihre Partie geschrieben, fand aber bey seinem vielen Lectionengeben nicht Zeit für die seinige. Bey der Production spielte er die Sonate mit ihr, zum höchsten Entzücken des Publicums über Composition und Vortrag.“ (Nissen 1828, S. 482) Was hier als Beispiel von dessen außerordentlichem Gedächtnis angeführt wird, ist aus der Perspektive von Regina Strinasacchi auf andere Weise aufschlussreich: Sie war nach Wien gekommen, um eine Neukomposition in einem Konzert vor dem Kaiser zur Aufführung zu bringen. Der Komponist hatte bis zum Abend zuvor die Komposition nicht fertig, sie hatte gerade einmal einen Tag, die Sonate zu studieren, zu einer Probe mit Klavier kam es offenbar nicht. Regina Strinasacchi muss demnach eine sehr gute Primavista-Spielerin und versierte Kammermusikerin gewesen sein. Unwägbarkeiten dieser Art gehörten für die reisende Virtuosin zu den unvorhersehbaren Herausforderungen, die sie offenbar aber mit Bravour meisterte. Am 29. April 1784 fand die Akademie in Anwesenheit Josephs II. statt. Dass Mozart dabei improvisierte und erst im Nachhinein die Klavierstimme aufgeschrieben hat, lässt sich aus dem Autograph erschließen: „Die Violinstimme ist in der Partitur mit blasserer Tinte geschrieben als die offenbar später notierte Klavierstimme, die mehrmals wegen Platzmangel das Ausbiegen der durch die Violinstimme bereits fixierten Taktstriche notwendig gemacht hat.“ (NMA Serie VIII, Werkgruppe 23, Bd. 2, S. XIV.)

    Wie lange Regina Strinasacchi in Wien blieb, ist nicht bekannt. Als sie im Dezember 1785 in Salzburg konzertierte, war sie bereits mit dem Gothaischen Hofcellisten Johann Conrad Schlick verheiratet. In Salzburg wurde sie übrigens auch von Leopold Mozart gehört, der sich in einem Brief an seine Tochter begeistert über Strinasacchis Spiel äußerte: „Mir thut es Leid, daß du dieses nicht grosse, artige, etwa 23 Jahr alte, nicht schandliche sehr geschickte Frauenzimmer nicht gehört hast. Sie spielt keine Note ohne Empfindung, so gar bey der Synfonie spielte sie alles mit expression, und ihr Adagio kann kein Mensch mit mehr Empfindung und rührender spielen als sie; ihr ganzes Herz und Seele ist bey der Melodie, die sie vorträgt; und eben so schön ist ihr Ton, und auch kraft des Tones. überhaupts finde [ich], daß ein Frauenzimmer, die Talent hat, mehr mit ausdruck spielt, als ein Manns=person.“ (Mozart-Briefe, Bd. 3, S. 467)

    Dass Regina Strinasacchi kurze Zeit später für die Hofkapelle Herzog Ernsts II. von Gotha-Altenburg engagiert wurde, machte sie zu einer weiteren Ausnahmeerscheinung ihrer Zeit: eine Frau als festangestelltes Orchestermitglied. Sie und ihr Mann gehörten am Gothaer Hof zu den herausragenden Solisten, die Louis Spohr, der 1805 als Kapellmeister nach Gotha kam, an erster Stelle nannte. Dass sich Spohr seine „ungestörte Dirigentenautorität“ (Spohr 1968, Bd. 1, S. 93) erst erkämpfen musste, und er dabei vor allem auf die Familie Schlick-Strinasacchi anspielte, lässt darauf schließen, dass das Ehepaar auch leitende Funktionen an der Hofkapelle übernommen hatte. Möglicherweise ist Regina Strinasacchi auch als Dirigentin aufgetreten. Sicher ist, dass sie sich auch als Gitarrenvirtuosin einen Namen machte (ein Instrument, das übrigens auch Niccolò Paganini ausgezeichnet beherrschte). Konzertreisen, die sie zusammen mit ihrem Mann unternahm, sind bis 1810 nachweisbar. Von 1795 bis zum Tod ihres Ehemanns (1818)existierte außerdem das Gothaische Schlick-Trio, in dem sie zusammen mit ihrem Mann (zumindest zeitweise) und Caroline Schlick (geb. 1786 – eine Tochter des Ehepaares Strinasacchi-Schlick) zusammen auftrat. Die Gothaische Zeitung (21.4.1820) erwähnt zwei Jahre nach dem Tod ihres Mannes ein Gedenkkonzert, die "Concert-Anzeige" wurde vom Sohn des Ehepaares Strinasacchi-Schlick, Johann Friedrich Wilhelm (Cellist und Geigenbauer), aufgegeben: "Mit höchstgnädiger Bewilligung werde ich künftigen Dienstag, den 25. April Abends um 7 Uhr ein Concert im Mohren geben, wobey ich mich der Unterstützung der Herzoglichen Cammer- und Hof-Musiker zu erfreuen haben werde. Frau von Heigendorf [d. i. Caroline Jagemann, verh. von Heygendorff, 1777-1848], als ausgezeichnete Sängerin bekannt, wird aus Freundschaft für meine Familie die Güte haben, den Genuß dieser musikalischen Unterhaltung durch den Vortrag einiger Arien zu erhöhen. Das Andenken meines würdigen Vaters zu ehren, werde ich eins seiner vorzüglichsten Concerte auf dem Violoncell spielen, und dann noch ein großes Trio von Bethoven [sic], für das Fortepiano, gespielt von meiner Schwester, nebst meiner Mutter auf Violine und Violoncell begleiten. Abonnementsbillets zu 12 ggl. kann man im Hause der Frau Senatorin Maurer, im zweyten Stock abholen. Gotha, am 19. April 1820, Wilhelm Schlick.“ (Freundl. Hinweis von Elisabeth Dobritzsch/Stiftung Schloss Friedenstein Gotha).

    Auch wenn Regina Strinasacchi in späten Jahren kaum noch öffentlich auftrat, blieb die Musik ihr Lebensmittelpunkt: „Io sto bene di salute e continuo di far musicha“ („Ich bin guter Gesundheit und mache noch immer Musik“), (s. Angermüller 1997). Sie lebte bei ihrem Sohn Johann Friedrich Wilhelm in Dresden, wo sie am 11. Juni 1839 starb.

    Würdigung

    Regina Strinasacchi betrat in mehrerlei Hinsicht Neuland: Sie trat nach einer frühen „Wunderkind“-Karriere weiterhin als Geigenvirtuosin auf – auch mit eigenen Kompositionen – und sie war festangestelltes Mitglied einer Hofkapelle, wo sie sich vermutlich auch als Dirigentin betätigte. Dass ihr Name heute vor allem im Kontext mit der für sie komponierten Mozart-Sonate bekannt ist, verdeckt zuweilen ihre lange und vielfältige Karriere.

    Rezeption

    Während sie in den zeitgenössischen Zeitschriften (u.a. in Cramers „Magazin der Musik“) mehrfach erwähnt und ihre Konzerte besprochen wurden, geriet sie nach ihrer aktiven Laufbahn schnell in Vergessenheit. Heute wird ihr Name fast ausschließlich mit der der Auftraggeberin der Mozart’schen Violinsonate verbunden.

    Werkverzeichnis

    Zwar finden sich mehrfach Erwähnungen, dass Regina Strinasacchi mit eigenen Kompositionen aufgetreten sei, Werke von ihr haben sich allerdings nicht erhalten, bzw. sind heute unbekannt. Es ist zu vermuten, dass sie – wie zahlreiche Virtuosen – vorwiegend für ihre eigenen Auftritte komponiert hat, also vor allem Violin-Literatur.

    Repertoire

    Nachweislich hat Regina Strinasacchi die Uraufführung der von ihr in Auftrag gegebenen B-Dur-Violin-Sonate von Wolfgang A. Mozart gespielt. Das übrige, sowohl Solo- wie Kammermusikliteratur umfassende Repertoire von Regina Strinassachi ist bislang nicht erforscht. Definitiv genannt werden können bislang nur die Hinweise aus Cramers „Magazin der Musik“, wo es heißt, dass sie „Violinconcerte von Giarnowick, St. George, Borra, Cambini etc.“ gespielt habe.

    Quellen

    Magazin der Musik. Hg. von Carl Friedrich Cramer, 1784



    Sekundärliteratur:


    Angermüller, Rudolph: „Io sto bene di salute e continuo di far musicha“. Ein unveröffentlichter Brief der Geigerin Regina Strinasacchi verh. Schlick, Gotha, 5.8.1824“. In: Festschrift Christoph-Hellmut Mahling zum 65. Geburtstag. Hg. von Axel Beer, Kristina Pfarr und Wolfgang Ruf. 2 Bde. Tutzing: Schneider 1997. Bd. 1. S. 47-55.

    [Chiavegatti, Franco; Gilbertoni, Giacomo; Vicenzi, Giuliano:] Gli Strinasacchi. Illustri musicisti ostigliesi. Regina - Teresa - Albert. E Mozart - Paisiello. Revere (Mantova) 2005

    Clive, Peter: Mozart and hist Circle. A Biographical Dictionary. London: J. M. Dent 1993.

    Deutsch, Otto Erich: Mozart. Die Dokumente seines Lebens. Kassel: Bärenreiter 1961.

    Hoffmann, Freia: Instrument und Körper. Die musizierende Frau in der bürgerlichen Kultur. Frankfurt a. M.: Insel 1991.

    Mozart. Briefe und Aufzeichnungen. Gesamtausgabe, gesammelt und erläutert von Wilhelm A. Bauer und Otto Erich Deutsch, 7 Bde., Kassel u. a. 1962

    Mozart. Neue Ausgabe sämtlicher Werke, 20 Bde. Kassel u. a. 1955 ff.

    Nissen, Georg Nikolaus von: Biographie W. A. Mozart’s. Leipzig: Breitkopf und Härtel 1828. Reprint hg. von Rudolph Angermüller. Hildesheim u.a.: Georg Olms 1991.

    Schleuning, Peter: Das 18. Jahrhundert: Der Bürger erhebt sich. Reinbek: Rowohlt 1984.

    Spohr, Louis: Selbstbiographie. 2 Bde. Kassel/Göttingen: [s.n.] 1860-1861. Reprint: 1968.

    Unseld, Melanie: Mozarts Frauen. Begegnungen in Musik und Liebe. Reinbek: Rowohlt 2005.

    Forschung

    Das von Regina Strinasacchi gespielte Instrument, eine Stradivari von 1718, wurde 1822 von Louis Spohr angekauft und wird heute von Miriam Fried gespielt.

    Forschungsbedarf

    Eine systematische Auswertung der zeitgenössischen Publikationen (Cramer u.a.) im Hinblick auf Rezensionen über Regina Strinasacchis Konzerte in Deutschland, Frankreich und Italien steht noch aus. Hieraus wäre evtl. auch ein Einblick in ihr Repertoire möglich.

    Darüber hinaus ist zu erwarten, dass eine lokalgeschichtliche Forschung in Gotha weiteres Material zu Regina Strinasachi, ihr Wirken am Gothaer Hof und ihrer Familie zu Tage bringen könnte.

    Bislang unbekannt sind ihre eigenen Kompositionen (wahrscheinlich vorwiegend für ihr eigenes Instrument) (s. Magazin der Musik. 2. Jg. Erste Hälfte. 1784. S. 346).

    Normdaten

    Virtual International Authority File (VIAF): 88216631
    Deutsche Nationalbibliothek (GND): 138159963
    Wikipedia-Personensuche

    Autor/innen

    Melanie Unseld


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Nicole K. Strohmann, Regina Back, Ellen Freyberg
    Zuerst eingegeben am 08.03.2006
    Zuletzt bearbeitet am 15.08.2012


    Empfohlene Zitierweise

    Melanie Unseld, Artikel „Regina Strinasacchi“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 15.8.2012.
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/Artikel/Regina_Strinasacchi