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  • Mathilde Kralik von Meyrswalden

    von Rochus Kralik von Meyrswalden
    Mathilde Kralik von Meyrswalden, 1912
    Namen:
    Mathilde Kralik von Meyrswalden
    Lebensdaten:
    * in Linz an der Donau, Österreich
    in Wien, Österreich
    Tätigkeitsfelder:
    Komponistin, Pianistin, Textautorin, Veranstalterin, Sängerin
    Charakterisierender Satz:

    Mathilde Kralik von Meyrswalden war eine Komponistin der Spätromantik. Einen Großteil ihrer Kompositionen haben religiöse Themen als Grundlage, sie war streng gläubige Katholikin. Ihr Weltbild wurde von Kaisertreue zum Staate Österreich geprägt. Obwohl als unabhängige Künstlerin in einer Liebesbeziehung mit einer Frau lebend, vertrat sie nach außen hin konservative Werte.


    (nach: Mathilde Kralik von Meyrswalden, „Frauenschönheit – eine Legende“, 2. März 1909, Österreichische Nationalbibliothek, Musiksammlung, Signatur: F53.Kralik.286.Mus)


    Profil

    Mathilde Kralik von Meyrswalden war vor allem im Wiener Konzertleben der Jahrhundertwende präsent. So fanden sowohl am 19. April 1894 wie am 19. April 1895 musikalisch-deklamatorische Frauenabende im Brahms-Saal des Musikvereins statt, bei denen Werke von ihr gespielt und gesungen wurden. In einem Konzert des Quartetts Duesberg wurde in der Saison 1898/99 ihr im Jahre 1880 komponiertes Klaviertrio in F-Dur vorgestellt. Diese Komposition gab sie beim Verleger Albert J. Gutmann in Druck. Einen Höhepunkt ihrer Laufbahn als Komponistin stellte das von Josef Venantius Wöss am 12. Januar 1900 im Großen Musikvereinssaal veranstaltete geistliche Konzert dar, bei dem „Die Taufe Christi“ nach einem Gedicht von Papst Leo XIII. für Solo, Chor und Orchester sowie die „Weihnachtskantate“ für vier Solostimmen, Chor und Orchester von Mathilde Kralik von Meyrswalden zur Aufführung kamen.

    Orte und Länder

    Mathilde Kralik von Meyrswalden wirkte vorwiegend in Wien (Österreich).

    Biografie

    „Ich bin am 3. Dezember 1857 zu Linz an der Donau geboren. Mein Vater Wilhelm Kralik von Meyrswalden war Glasfabrikant (Chef der Firma Meyr’s Neffe in Böhmen), meine Mutter Louise ist eine geborene Lobmeyr (Schwester des Herrenhausmitglieds und Glasindustriellen Ludwig Lobmeyr in Wien). Meinem Vater und meiner Mutter verdanke ich den musikalischen Sinn und die Liebe zur Musik. Mein Vater war passionierter Geigenspieler, wiewohl Autodidakt und pflegte im Böhmerwalde eifrig das Quartettspiel. Meine Mutter spielte als Dilettantin gut Klavier und neigte schon als Mädchen der klassischen Richtung zu. Von meinen Eltern hörte ich zuerst Beethovens Violin-Klavier-Sonaten, Haydns und Mozarts Klänge wurden mir zunächst durch die häuslichen Quartette vermittelt. Später übernahmen dann meine beiden älteren Brüder und schließlich ich mit ihnen die Hausmusik, die in Duos, Trios und Quatuors unserer Klassiker bestand. Meinen ersten Klavierunterricht genoss ich bei meiner Mutter, dann bei Eduard Hauptmann in Linz. Meine ersten Kompositionsversuche [im Alter von 15 Jahren] förderte mein Bruder Richard, der sich lebhaft dafür interessierte. Nach unserer Übersiedlung nach Wien im Jahre 1870 erhielt ich Unterricht im Klavierspiel und in der Harmonielehre von Carl Hertlein (Flötist der Hofoper). Im Jahre 1875 wurde ich Privat-Schülerin von Professor Julius Epstein für Klavier. Er nahm ernsten Anteil an meinen Kompositionen und riet mir zur weiteren Ausbildung bei Anton Bruckner für Contrapunkt, dessen Unterricht ich privat ein Jahr genoss bis zu meinem Eintritt in die Kompositionsschule des Wiener Konservatoriums im Oktober 1876. Ich wurde in den zweiten Jahrgang, Schule Professor Franz Krenn übernommen. Nach Absolvierung des folgenden dritten Jahrgangs erhielt ich den ersten Preis. In den folgenden Jahren pflegten wir in unserem Hause den A-capella-Gesang, wodurch ich mit den Werken der niederländischen, italienischen und deutschen Meister des XV. und XVI. Jahrhunderts vertrauter wurde. Als meinen hauptsächlichsten Lehrmeister betrachte ich Bach, für die modernen Formen interessiert mich primär Liszt. Meine Kompositionen sind zum Teil gedruckt, zum größeren Teil noch Manuskript.“ (Mathilde Kralik von Meyrswalden, Autobiografische Notiz vom 19. Oktober 1904, Wiener Stadt- und Landesbibliothek, Handschriftensammlung)

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    Mathilde Kralik von Meyrswalden war Tochter des böhmischen Glasindustriellen Wilhelm Kralik Ritter von Meyrswalden (1807-1877) aus Eleonorenhain. Ihr Vater wurde im Jahr 1877 von Kaiser Franz Joseph I. für industrielle und humanitäre Wirksamkeit mit dem Prädikat „Ritter von Meyrswalden“ in den Adelsstand gehoben. In dem mit der Adelserhebung ausgegebenen Familienwappen sieht man in der Mitte einen zweischwänzigen „böhmischen“ Löwen, der in der rechten Pranke eine Glasölphiole hält, und oberhalb zwei Industriekammräder als Symbol für seine böhmischen Glasfabriken. Nach dem Tode seiner ersten Ehefrau Anna Maria Pinhak (1814-1850), mit der er 13 Kinder gezeugt hatte, heiratete er am 28. Mai 1851 Louise Lobmeyr (1832-1905). Mit dieser Ehe vertieften sich die Beziehungen zum Großindustriellen Ludwig Lobmeyr in Wien, einem der profiliertesten Glasexperten seiner Zeit, und damit gelang es ihm, seine Glasfabriken in Böhmen auszubauen, deren Glaserzeugnisse später Weltruf erlangten und die Vitrinen der Glasmuseen füllen. Kralik-Kunstgläser aus dieser Zeit werden noch heute auf Online-Auktionsplattformen zu hohen Preisen gehandelt.

    Mathilde Kralik von Meyrswalden ist das vierte von fünf Kindern aus der zweiten Ehe mit Louise geb. Lobmeyr. Ihrem Bruder Richard Kralik von Meyrswalden, dem Dichterphilosophen, Historiker und Kulturpolitiker, war sie geistesverwandt und von Kindheit an Vertraute seiner Gedankenwelt. Bereits ihren ersten Kompositionen lagen lyrische Gedichte und Hymnen ihres Bruders zugrunde, wie auch der Text ihrer dreiaktigen Märchenoper „Blume und Weißblume“. In der Familie wurde regelmäßig Hausmusik betrieben, ihr Vater Wilhelm spielte Geige und ihre Mutter Louise Klavier. In diesem musikalisch geprägten Milieu lernten die Kinder nicht nur Kammermusik der Klassik, sondern manche für Streichquartett eingerichtete Orchestermusik der Zeit (vorzugsweise von Haydn, Mozart und Beethoven) durch Anhörung der häuslichen Quartette kennen. Frühzeitig erkannten die Eltern die Begabung ihrer Tochter. Die finanziellen Verhältnisse ihres Vaters erlaubten es, dass Mathilde Kralik von Meyrswalden bei den besten Musikpädagogen ihrer Zeit Privatunterricht nehmen konnte und sich nicht um ihren Lebensunterhalt kümmern musste.

    Mathilde Kralik von Meyrswalden war Schülerin von Anton Bruckner, Franz Krenn und Julius Epstein. In dem von Anton Bruckner als Notizbuch benutzten Kalender aus dem Jahr 1876 findet sich für den 11. Mai der Eintrag „Frl. Mathilde Kralik, Hütteldorf, Dornbachersstrasse 2“. Anton Bruckner erteilte ihr Privatunterricht, ehe sie 1876 die Aufnahmeprüfung für das Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde bestand und sogleich in den zweiten Jahrgang der Kompositionsklasse von Franz Krenn aufgenommen wurde. Außerdem belegte sie Kurse in Musikgeschichte. Die Jahresabschlüsse gelangen der Studentin mit Auszeichnungen. So erhielt sie im ersten Jahr (nach Absolvierung des zweiten Jahrgangs) den zweiten Preis für das Scherzo ihres Klavierquintetts. Nach Beendigung des dritten Jahrgangs erhielt sie den ersten Preis für ihre Abschlussarbeit, Intermezzo aus einer Suite, das sie selbst beim „Concours der Ausbildungsschule für Komposition“ am 2. Juli 1878 als 20-Jährige dirigierte.

    Mathilde Kralik von Meyrswalden absolvierte das Konservatorium 1878, nur zwei Jahre nach Aufnahme ihres Studiums, mit dem Diplom in Komposition und der „Silbernen Gesellschaftsmedaille“.

    Mathilde Kralik von Meyrswalden und Gustav Mahler besuchten in der gleichen Zeit die Kompositionsklasse am Wiener Konservatorium.

    Gustav Mahler gehörte zu ihrem Freundeskreis, ebenso seine Frau Alma geb. Schindler. Gustav Mahler beendete ebenfalls 1878 sein Musikstudium und war wie Mathilde Kralik von Meyrswalden Preisträger.

    Von Musikliebhabern geschätzt wurden die regelmäßig Sonntag nachmittags in ihrem Haus in der Weimarer Straße (Wien-Döbling) abgehaltenen Soiréen, bei denen Mathilde Kralik von Meyrswalden durch ihr virtuoses Klavierspiel so manchen Kunstgenuss bot. Es ist als fast selbstverständlich anzusehen, dass das Zusammenwirken der Geschwister Richard und Mathilde Kralik von Meyrswalden sich auch auf das Gebiet der Oper erstrecken würde. Ihr älterer Bruder Richard Kralik von Meyrswalden war Schriftsteller und Kulturphilosoph. Er gründete die konservativ-katholische Zeitschrift „der Gral“, und auch seine Werke hatten zum großen Teil religiöse Themen. Ihm zu Ehren benannte die Stadt Wien im Stadteil Döbling den „Richard-Kralik-Platz“. Der künstlerische Erstling der Geschwister war die dreiaktige Märchenoper „Blume und Weißblume“, deren Libretto Bruder Richard nach dem Volksbuch „Flos und Blankflos“ verfasst hatte. Mathilde Kralik von Meyrswalden war wie viele ihrer Kolleginnen auch im Vereinsleben aktiv: Ehrenpräsidentin des Damenchorvereins Wien, der Wiener Bachgemeinde, des Österreichischen Komponistenbundes, des Vereins der Schriftsteller und Künstler Wiens und des Klubs der Wiener Musikerinnen. Im letztgenannten Klub traf sie häufig mit der Komponistin Wilma von Webenau zusammen. Am 3. Oktober 1905 starb ihre Mutter Louise mit 83 Jahren. Der Tod ihrer Mutter erschütterte die 48-jährige Mathilde Kralik von Meyrswalden schwer, sie reagierte mit einer halbjährigen Stagnation ihres Schaffens. Ab 1912 lebte die bis dahin alleinstehende Komponistin Mathilde Kralik von Meyrswalden mit Dr. Alice Scarlates (1882-1959) gemeinsam in der Wohnung Weimarer Str. 89 in Wien. Alice Scarlates war bis zu ihrem Ruhestand als Lektorin für romanische Sprachen an der Universität Wien tätig, weiter führende Informationen zu ihr sind indes im Nachlass nicht überliefert. Lediglich im Testament von Mathilde Kralik von Meyrswalden vom 31. Juli 1934 wird die „langjährige Freundin ... die Freud und Leid“ mit ihr geteilt habe, als Haupterbin ihres Nachlassvermögens eingesetzt.

    Mathilde Kralik von Meyrswalden starb am 8. März 1944 im Altersheim „Herbstsonne“ in der Argentinierstrasse, gemeldet blieb sie bis zu ihrem Tod noch in der Weimarer Straße 89. Sie wurde auf dem Wiener Zentralfriedhof (Tor 2) beigesetzt. Den Totenschein unterzeichneten Mathilde Kralik von Meyrswaldens Schwester Louisa und ihre Lebensgefährtin Dr. Alice Scarlates. Alice Scarlates blieb nach dem Tod ihrer Freundin Mathilde Kralik von Meyrswalden noch bis zu ihrem eigenen Tod im Jahr 1959 in der gemeinsamen Wohnung Weimarer Str. 89 wohnen.

    Würdigung

    Am 20. März 1908 wurden im Brahms-Saal (Wien) Lieder und vier Arien aus ihrer Märchenoper „Blume und Weißblume“ aufgeführt und am 26. Juni 1911 im Kleinen Saal standen verschiedene Lieder auf dem Programm, die von Elsa Kaulich, Hermann Gürtler (beide Gesang) und Carl Lafite (Klavier) interpretiert wurden. Ein Rezensent der „Reichspost“ schrieb über die Lieder, dass sie eine vornehme musikalische Bildung verrieten, treffsichere Charakteristik und einen schönen Vokalsatz aufwiesen und die brillante Klavierbegleitung einer Nachbildung von Hugo Wolf gleichkäme. Nach dem 1. Weltkrieg mag es um Mathilde Kralik von Meyrswalden etwas ruhiger geworden sein: der musikalische Geschmack hatte sich geändert, doch bei besonderen Anlässen und festlichen Veranstaltungen waren ihre Kompositionen immer wieder zu hören.

    Als Höhepunkt ihrer Komponistinnenlaufbahn sind die Aufführungen ihrer Märchenoper „Blume und Weißblume“ in den Jahren 1910 in Hagen/Westfalen und 1912 in Bielitz/Schlesien zu werten. Popularität erreichte diese Oper nicht nur durch diese beiden Aufführungen, sondern auch als sensationsträchtige Plagiatsgeschichte in der Presse. Der ehemalige Kapuzinerfrater Nicasius Schusser (ehemaliger Pförtner des Franziskanerklosters zu Falkenau) schrieb eine Oper „Quo vadis“, in der er 52 Seiten aus der Oper Mathilde Kralik von Meyrswalden „Blume und Weißblume“ notengetreu übernahm. Mathilde Kralik von Meyrswalden reagierte daraufhin in einem in der Presse publizierten offenen Brief, verzichtete jedoch auf gerichtliche Schritte gegen Nicasius Schusser, da dieser einen Bußgang nach Rom zum Papst antrat. Mathilde Kralik von Meyrswalden war bis ins hohe Alter tätig, selbst als 80-Jährige nahm sie noch an einem Konzert „musikschaffender Frauen“ teil, gemeinsam mit Künstlerinnen wie Johanna Müller-Hermann, Friederike Karger-Hönig, Emma von Fischer, Lise Maria Meyer und Juli Reisserova.

    Rezeption

    Konzertkritiken


    (Zahlreiche Rezensionen und Konzertkritiken, die hier in Auszügen wiedergegeben werden, finden sich in Mathilde Kralik von Meyrswaldens Nachlass in der Österreichischen Nationalbibliothek, Musiksammlung, F53.Kralik.286.Mus)


    „Herr M. Friedberg, der brillante Violinvirtuose [...] eröffnete sein Konzert mit einer Sonate für Violine und Klavier von Mathilde von Kralik. Die Komposition des jungen Fräuleins, einer Musterschülerin des Wiener Konservatoriums, hat uns auf das angenehmste überrascht. Komponistinnen sind selten und begnügen sich meistens mit niedlicher Anfertigung kleinerer Tonstücke. Mathilde von Kralik beweist durch ihre grosse, viersätzige Sonate, dass sie die Sache ernster nimmt und zu bedeutenderen Leistungen berufen ist. Ein Zug von Gediegenheit, Solidität und fast männlichem Ernste geht durch dieses Stück... Der erste Satz tritt kräftig auf und entwickelt sich sehr einheitlich; das Andante gewinnt durch warme, nicht weichliche Empfindung. In beiden Sätzen stösst man auf eigentümliche Gedanken, mitunter auf kühne harmonische Wendungen. Wir halten Fräulein Kralik für ein echtes, ursprüngliches Talent, das, allerdings noch nicht ausgereift, einer schönen Zukunft entgegensieht.“ (Eduard Hanslick in der „Neuen Freien Presse vom 19. April 1878)


    „Mathilde Kralik. Sonate für Klavier und Violine (D-moll). Wien, Verlag A. Gutmann. (Dr. Th. Helm.) Die Komposition einer Schülerin des modernste Ziele verfolgenden Konservatoriums Professors Anton Bruckner. Für eine Damenarbeit auffallend knapp und gedrungen, klar, durchsichtig, ohne jedes überflüssige Wortgepränge. Die Gedanken scharf und sicher gezeichnet, besonders plastisch im ersten Satze, dessen männlich energischer Rhythmus an einer Komponistin geradezu überrascht.“ (Wiener „Allgemeiner Literatur-Anzeiger“ vom 8. März 1879)


    „,Weihnachtskantate’ für Soli, Chor und Orchester. (Manuskript.) Durchaus modern ist trotz des religiösen Stoffes das Orchester behandelt. Der Inhalt des Gedichtes zwingt die Komponistin, die ganze Skala menschlicher Gefühle durchzugehen. Wenn man bedenkt, dass eine Dame unter den gegenwärtigen Verhältnissen bei weitem nicht die orchestrale Praxis haben kann, die einem Manne so leicht zugänglich ist, so ist es zum mindesten staunenswert, wie sehr die Künstlerin ihrer schwierigen Aufgabe gerecht wurde. Gleich der Anfang, wo neben dem Hauptchor und der Solostimme noch ein Knabenchor in langgehaltenen Tönen die kunstvoll verschlungenen Melodien zusammen hält, zeigt von seltener Geschicklichkeit. Die Künstlerin verlässt dann den Stil Bachs, um sich in modernen Formen auszusprechen, bald die vier Solisten, bald das Soloquartett zu Wort kommen zu lassen und dann in frischeren Rhythmen und voll tönenden Akkorden dem Schlusse zuzueilen. Die Komponistin fand reichen Beifall. (R. W[allaschek] in der Wiener Wochenschrift „Die Zeit“ vom 20. Jänner 1900)


    „Musik wie aus dem Vulkan! [...] Nach der Pause war’s vorbei mit der Salonstimmung: Mathilde Kralik von Meyrswalden, die in diesem Jahr 150 Jahre geworden wäre, muss ein vulkanisches Temperament gehabt haben. Mit Fortissimo beginnt ihre Rhapsodie für Klavier. Ein hochkompliziertes, wuchtiges Tastenwerk, bei dem Sergeyenia durch die wilden Passagen fegte, die Melodie bändigte und zu feinen Figuren modellierte… Zum Schluss komplettierte die Cellistin Judith Ermert das Trio mit [Timur] Sergeyenia und [Michail] Bezverchny. Exaktes Timing der Musiker zahlte sich vor allem in den zarten Momenten aus, die aus dem aufbäumenden Thema aufleuchteten. Wer’s gehört hat, wird’s so schnell nicht vergessen.“ (Petra Diederichs in der „Rheinischen Post“ vom 3. Juli 2007)

    Werkverzeichnis

    (Das Werkverzeichnis wurde nach dem Tod der Komponistin im Jahr 1944 von ihrer Lebensgefährtin Alice Scarlates handschriftlich angefertigt, es liegt in der Österreichischen Nationalbibliothek, Musiksammlung, Signatur: Mus.Hs.24805. Mus.)



    A. Vokalmusik


    1. Opern


    Blume und Weißblume, Märchenspiel in 3 Akten. Auf einen Text von Richard Kralik von Meyrswalden, nach dem Volksbuch „Flos und Blankenflos“. Aufführungen am 13. Oktober 1910 im Stadttheater Hagen/ Westfalen und am 29. Oktober 1912 in Bielitz/ Schlesien.


    Unter der Linde, Lyrische Oper in einem Akt. Auf einen Text von Richard Kralik von Meyrswalden. Die Oper blieb unaufgeführt.


    Der heilige Gral, Musik zur dramatischen Dichtung von Richard Kralik von Meyrswalden in 3 Aufzügen. Premiere 1912.



    2. Oratorien


    Pfingstfeier, ein liturgisches Oratorium. Text P.W. Schmidt 1925/ 26


    Der heilige Leopold, auf einen Text Richard Kralik von Meyrswalden. Premiere in Klosterneuburg, Stiftskellersaal am 10.12.1933



    3. Messen, Motetten, etc.


    Messe in B-Dur (Introitus, Graduale, Offertorium, Communio), 1903


    Messe in g


    Der Kreuzweg, Weihelied (Soli, Ch, Orch / Kl. A) Text: Richard Kralik von Meyrswalden 1897/98

    Hymnus der Heiligen Hildegardis (S, FrCh), gedruckt bei Gutmann 1898


    Der Tanz (2S, A, 3st. FrCh, Vl, Vc, Kl., O., Trio) 1922/ 1933 Text: Friedrich von Schiller


    Salve Regina (VlSolo, SSolo, FrCh, ad lib. Orgel, VlSolo, ASolo, Vc, Org) 1915


    Minneleich (Soli, Ch, Kl) Text: Meister Alexander 13. Jh slg. Richard Kralik von Meyrswalden 1927


    Asperges me (Singst., Ch Unisono, Org) 1901


    Justus ut Palma Offertium (SSolo, 4st. gem. Chor, unisono Org) 1907


    Du sonnige wonnige Welt (SSolo, 4st. gem. Ch, Kl) Text: F. W. Weber


    Ave Maria (4st. FrCh, Org, 1898, bearbeitet f. S und Org 1936)


    Ecce Saverdos (nach Thema von Anna von Baumgarten, ihr gewidm.) (4st. gem. Ch, 4 Pos, Orch, Org) 1906


    Intermezzo (5st. gem. Ch, Kl) Text: F. Grillparzer 1928/29


    Festlied zur Geburtstagsfeier von Josefine Redlich (4st. gem. Ch, Kl) Text: Fritz Lemmermayer 1928


    Chöre zur Papstfeier in St. Gabriel (2 Ch, Orch, Kl A) 1929


    Lied der Schwermut (4st. gem. Ch, Kl, 2 Va / ad lib) Text: Edmund Schwab (Gewitterzeichen) 1930/33


    Erde (4st. gem. Ch, Kl) Text: Edmund Schwab


    Alla hu (4st. gem. Ch, Kl A) Text: Fr. Rückert


    Os justi, Graduale (4st. gem. Ch, Org) 1917


    Diffusa est Graduale (4st. gem. Ch, Kl A) Text: Oswald Menghin 1938


    Tagelied (4st. gem. Ch, Kl, Text: Oswald Menghin 1938


    Ave verum in B (3st. FrCh, Kl) Text: Neidhard Fuchs, April 1931 „Zur Bearbeitung für einen Minnereigen für den Damenchorverein“


    Solang am starken Stefansdom (2st. MCh, Kl, 4st. MCh.)1928



    4. Kantate


    Volkers Wacht (die Wacht an der Donau), Festgesang, Soli und Chor, auf einen Text ihres Bruders Richard Kralik von Meyrswalden 1907/ 1908



    5. Melodramen für Sprechstimme und Klavier


    Lukas, der Arzt Text: Richard Kralik von Meyrswalden, gedruckt bei Gutmann 1895


    Zwei Frauen : Richard Kralik von Meyrswalden, gedruckt bei Gutmann 1895


    Vier Melodramen (1. Der Traum. 2. Der Hirtenknabe, 3. Die Nonne, 4. Die drei Lehren der Nachtigall), auf Texte von Richard Kralik von Meyrswalden, gedruckt bei Gutmann 1895


    Kaiser Karl der Große in Wien, auf einen Text von Richard Kralik von Meyrswalden, gedruckt bei Gutmann 1895


    Drei Melodramen (1. Die Totenmesse, 2. Spielmannswunsch, 3. Der Lindenbaum), Text: Oswald Menghin, April 1925/26


    Wie die Stadt Wien gegründet worden ist. Eine Geschichte, Text: Richard Kralik von Meyrswalden 1904


    Prinzesslein im Vierblattklee, Text: E. Reimer-Ironside, Juni 1912


    Jean D’Arcs Todesweg, Text von Alice Freiin von Gaudy, 1920


    Der Flieger (SprSt., Vl, Hrf) Text: Victor Wittner



    6. Vokalmusik a cappella


    Herr, erhöre uns, Deutsche Messe in C.


    Herr, vor Dir beugen wir uns, Betsingmesse in G. Kennwort: Seelig im Glauben


    Vater, hör den Ruf der Armen, Betsingmesse in G. Kennwort: Continua pietas.


    Omnes de Saba, Gradula (4st. Chor)


    Intermezzo (4st. Chor), Text: F. Grillparzer, 1882


    Der Geist der Liebe (4st. Chor), Text: Nathalie Herzogin von Oldenburg, 1903


    Nun erhebt sich jede Seele in d-moll, Gebet (4st. Chor), Text: Richard Kralik von Meyrswalden, 1914


    Donauwacht (4st. Chor), Text: Mathilde Kralik von Meyrswalden, 1915


    Drei Quartette (Das Kleine Gotteshaus. Das Volkslied Asphodelen (4st. FrCh), Text: Leo Grünstein, 1926


    O Christ (4st. gem. Chor), Text: Christian Morgenstern, 1930


    Lied der Schwermut (4st. gem. Chor), Text: Edmund Schwab


    Zwei Gesänge (1. Sommerwege. 2. Sommerabend) (3st. FrCh), Text: Edmund Schwab, 1930


    Deutscher Sängergruß (2T, 1B, 4st. gem. Chor / Kl), Text: Mathilde Kralik von Meyrswalden


    Einkehr (Bei einem Wirte wundermild) (4st. gem. Chor)


    Der Frühling zieht ein (2S, A), Text: Mathilde Kralik von Meyrswalden, Wien 1940


    In Gottes Namen (2T, B), Text: Richard Kralik von Meyrswalden, 1940


    Frau Nachtigall. Deutsches Volkslied (3st. FrCh), 1931


    Muttersorge (3 Singst.), Text: Annette von Drost-Hülshoff, 1940


    Lindenzeit (2S, A), Text: Edmund Schwab


    Maientag (3S, A,/,T)


    Morgennebel (3st.FrCh)



    7. Lieder mit Instrumentalbegleitung


    Herbstgefühl, Text: J.W. von Goethe, 1892


    Zu spät! (3 FrSt., B, Kl), Text: F.W. Weber-Tennyson, 1904


    Trauungsspruch für Hello Rover (SSolo, 2S, A, Org / Harm), Text: Mathilde Kralik von Meyrswalden


    Trauungsweihespruch (2S, A, Org), 1901


    Vor der Krippe (Bar, Kl), Text: Karl Domanig, 1907


    Klage, Böhmisches Volkslied (3st. FrCh, Kl), 1915


    Waldquellchen. Terzett f. Frauenstimmen (2S, A, Kl), Text Louise Koch-Schicht, 1927. UA 1917 Konzertsaal der Sezession. Frauenkompositionskonzert.


    Über des Traumes blühende Beete (2S, A, Kl), Text: Leo Grünstein


    Chanson (A, T, Kl), Text: Paul Verlaine, 1907


    Ave Maria in D (SSolo, BarSolo, Org, VISolo, ASolo, Org), 1915


    Marienmonat (MezzoS, Bar, Kl), Text: Richard Kralik von Meyrswalden, 1924


    Frühling (S, T, Kl), Text: Dr. Max Hartwich, 1927


    Ländliches Lied (2 Singst., Kl), Text: Gautier-Cornelius


    Zwischen dir und mir (MezzoS, T, Kl), Text: Leo Grünstein


    Ave Maria in F (2 Singst., Org), 1929


    Mutterlied (2 Singst., Kl), Text: Mathilde Kralik von Meyrswalden, 1927


    Gebet (2S, Kl), Text: Max von Weissenthurn


    Minnelied der Margarete von Österreich (gest. 1530) (2S, A, Va d’amore), Wien 1.6.1918


    Phantasie in e-Moll (Singst., Vl, Kl), Text: Kurt Erich Rotter aus „Sterbende Träume“, 1928


    Weihnachtsreigen (Singst., Ob, Kl), 1936



    8. Lieder mit Klavierbegleitung


    Lauretanische Litanei, Text: Richard Kralik von Meyrswalden, 1898


    Der Rosenkranz, Text: Richard Kralik von Meyrswalden, 1883, gedruckt 1898 bei Gutmann


    Lied der Sappho (1. Ich kann nicht süsse Mutter, 2. Der Mond ist schon hinunter, 3. Ach die gliederlösende böse Liebe, 4. Lieblicher Abendstern, 5. Komm, o Cypris, 6. Erstorben wirst du liegen) (Singst., Kl), Altaussee 1883


    Sonett (Singst., Kl), 1883


    Lieder (1. Ich bin hinausgegangen, 2. Sage Sonne, wo sie nun ist, 3. Singet leise, o Cicaden, 4. Das ist der Lohn des Liedes, 5. Hunderttausend Liederkeime, 6. Nacht ist’s) (Singst., Kl), Text: Richard Kralik von Meyrswalden, aus „Büchlein der Unweisheit“, gedruckt bei Gutmann 1884


    Dämmerung (Singst., Kl), Text: Josef Winter, 1885


    Die Liebesbrücke, Ballade, Text: Richard Kralik von Meyrswalden, 1896


    Du bist gewarnt (Singst., Kl), Text: Baumbach, 1886


    Legende von Hufeisen (Singst., Kl), Text: J. W. von Goethe


    Ja, Heil dem Weib (Singst., Kl), Text: Walther von der Vogelweide, Okt. 1893


    Lied im Hl. Geist (Singst., Kl), Dez. 1895


    Prinz Eugenius, 27 Balladen (Singst., Kl), Text: Richard Kralik von Meyrswalden


    Die drei Lieder (Singst., Kl), Text: L. Uhland, 1895


    Maia (54 Nrn., Singst., Kl), Text: Richard Kralik von Meyrswalden


    Im Garten von Schönbrunn (Singst., Kl), Text: W. O. Noltsch, 1896


    Lieder im Heiligen Geist (44 Nrn., Singst., Kl), Text: Richard Kralik von Meyrswalden, gedruckt bei Gutmann 1897


    Die Taufe Christi (Singst., Kl), Text: Papst Leo XIII., übersetzt von Edmund Behringer, gedruckt bei Gutmann 1898


    Felicitas, Sang zu Vilmas Gedicht 1884 (S, Kl), Mai 1898


    Wenn wir zu Gott uns wenden, Betsingmesse in D (Singst., Org)


    Requiem (Bar, Org), 1906


    Aus Tagebuchblättern aus Mädchenzeit (S, Kl), Text: V.B., 1881


    Das Meister Lied (Singst., Kl), Text: Mathilde Kralik von Meyrswalden, 1902


    Lebwohl (Singst., Kl), Text: Josef Seeber, 1906


    Abschied (Singst., Kl) Text: Fr. Th. Vischer, 1907


    Mein Lied sei Feuer (Singst., Kl), Text: Franz Eichert, Höhenfeuer-Sturmesharfen 1907


    Vivat Österreich (Singst., Kl), Text: Joseph von Eichendorff, März 1908


    Schilflieder (1. Drüben geht die Sonne scheiden, 2. Trübe wird’s, 3. Auf geheimem Waldespfade, 4. Sonnenuntergang, 5. Auf dem Teich) (Singst., Kl), Text: Nikolaus Lenau, 1909 (vergl. Alban Berg, Sieben frühe Lieder)


    Nächtlicher Ausblick (Singst., Kl), Text: Stephan Milow, 1916


    Dragonerlied, Text: Theodor Lehnstorff, 1914


    Das Lied des Lebens (Wie lang schon ist’s) (Singst., Kl), Text: Rudolf Meißner, Januar 1918


    Im Rosengarten (Singst., Kl), Text: Oswald Menghin, 1918


    Kaiserlied (Singst., Kl), Text: Heinrich Ritter von Turzansky, 1918


    Kaiserin Zita Lied, Text: Heinrich Ritter von Turzansky, 1918


    Runenlied, Text: Rudolf Meißner, 1919


    Marienmonat (Singst., Org / Kl), Text: Richard Kralik von Meyrswalden, 1924


    Der heilige Gral, Text: Richard Kralik von Meyrswalden, 1924


    Die Totenmesse (Singst., Kl), Text: Oswald Menghin, „Vätersage“, 1924


    Der Alte (Singst., Kl), Text: Gisela von Berger, 1925


    Die heilige Familie (Singst., Kl), Text: Oswald Menghin, „Vätersage“, 1926


    Zu Heidelberg (Singst., Kl), Text: Marianne von Willemer, 1927


    Lass diesen Kelch vorübergehen (Bar / B, Kl), Text: Fritz Lemmermayr, 1927


    Flügel meiner Seele (Singst., Kl), Text: Hilde Bergmann, 1927


    Tanz-Idylle (Singst., Kl), Text: Richard Kralik von Meyrswalden, 1927


    Andere sehen an meiner Frauen, X. Tanz-Idylle (Singst., Kl)


    Komm, sing ein schönes Lied, XXVIII. Tanzidylle (Singst., Kl)


    Was wissen Eines wir vom Andern (Singst., Kl), Text: Dora von Stockert-Meynert, Juni 1927


    Auf der Eisenbahn (Singst., Kl), Text: Fr. Th. Vischer, 1927


    Rückschau und Aufblick (Singst., Kl), Text: Mathilde Kralik von Meyrswalden, Dez. 1927 zum eigenen 70. Geburtstag


    Drei Lieder (1. Bitte an Michael, 2. Es standen zwei Mädchen, 3. Augenblicke) (Singst., Kl), Text: Fritz Lemmermayer, 1927/28


    Paroles d’ amour (Singst., Kl), Text: W. O. Noltsch, aus der „Wiener Wertherzeit“, 1928


    Frühlings-Einzug (Singst., Kl), Text: Christine Anger-Nilius, 1928


    Verständnis (Singst., Kl), Text: Fritz Lemmermayer, April 1928


    Schubert! (Singst., Kl), Text: L.P., Mai 1928


    An Josefine Redlich zu 16. September 1928 (Singst., Kl), Text: Mathilde Kralik von Meyrswalden


    Carpe diem (Singst., Kl), Text: Edmund Schwab, 1929


    Sonne (Singst., Kl), Text: O. Rennefeld, „Urgeschwister“, 1928


    Das Christkind kommt (Singst., Kl), Text: Oskar Egon Wawerka, 1929


    Prolog St. Michaels (Singst., Kl), Text: Hans Reinhardt, Ausgewählte Gedichte, 1929


    O Nacht (Singst., Kl), Text: Christian Morgenstern, 1929, uraufgeführt von Frau Josefine Redlich und ihr gewidmet


    Vier Lieder (1. Fragezeichen, 2. Liebe, 3. Schiffe, 4. Traum) (Singst., Kl), Text: Adrienne Sarold, 1929


    Christnacht (Singst., Kl), Text: Oskar Egon Wawerka, 1930


    Im Grünen (Singst., Kl), Text: Enrica Handel-Mazzetti, 1882 (1931)


    Wo wirst Du sein (Singst., Kl), Text: Edmund Schwab, 1931


    Pfingstsonntag (Singst., Kl), Text: Edmund Schwab, 1931


    Kindergebet (Singst., Kl), Text: Edmund Schwab, 1931/1939


    Immer weiter (Singst., Kl), Text: Edmund Schwab, 1931


    Lied nach der Trennung (Singst., Kl), Text: Kurt Erich Rotter, 1931


    Lass ab von der Liebe (Singst., Kl), Text: Volkslied aus dem Schwarzwald, 1931


    Das Mädchen (Singst., Kl), Text: Edmund Schwab, 1931


    Sommerlied (Singst., Kl), Text: Edmund Schwab, 1931


    Gebet des Menelaos (Singst., Kl), Text: Euripides, „Helena“, 1931/32


    Gottes Gedanke (B, Kl), Text: Richard Kralik von Meyrswalden, 1932


    Ein Liebeslied (Singst., Kl, Vl, Vc), Text: Adrienne Sarold, 1932


    Erfüllung (Singst., Kl), Text: Adrienne Sarold, 1932


    Auf dem Kahlenberg (Singst., Kl), Text: Richard Kralik von Meyrswalden, 1932


    Maienmorgen (Singst., Kl), Text: Chr. Anger-Nilius, 1933


    Wien (Singst., Kl), Text: Richard Kralik von Meyrswalden, Januar 1934


    64. Sonett von Shakespeare (Singst., Kl), Text: Marianne von Schrutka, 1934


    Fantasie (Singst., Kl), Text: Dora von Stockert-Meynert, 1934


    Zwei Liebchen (Singst., Kl), Text: E. Mörike, 1934


    Fünf Lieder (1. Aufblick, 2. Akkord, 3. Adagio für Cello, 4. Junges Volk, 5. Dank am Morgen) (Singst., Kl, Nr.3 mit Vc ad lib), Text: Anton Wildgans, 1936


    Weihnachtslied (Singst., Kl), Text: Anna Kann, 1937


    Der Brunnen (Singst., Kl), Text: Oswald Menghin, 1938


    Hausspruch (Singst., Kl), Text: Oswald Menghin, 1938


    Die Hand des Bauern (Singst., Kl), Text: Oswald Menghin, 1938


    Rauhnacht (Singst., Kl), Text: Oswald Menghin, 1938


    Der Nussbaum (Singst., Kl), Text: Oswald Menghin, 1938


    Die Wallfahrt (Singst., Kl), Text: Oswald Menghin, Juni 1938


    Bitte an den Genius (Singst., Kl),,Text: Anna Kann, 1941


    Akkord (Singst., Kl.), Text: Anton Wildgans, 1934


    Vor dem Tabernakel, 2 Lieder (Singst., Harm), Text: J. Seeber


    Abends (Singst., Kl), Text: Edmund Schwab


    Anrufung, Tanzidyll, Text: Richard Kralik von Meyrswalden


    Bauernliebe (Singst., Kl), Text: Oswald Menghin


    Musikalischer Eindruck (Singst., Kl / Orch), Text: Christian Morgenstern, „Mensch Wanderer“


    Friede (Singst., Kl / Hrf), Text: Domanig


    Ich lieb die Marie vom Gerngroß (Singst., Kl), Text: Artur Rebner


    Johanniszeit (Singst., Kl), Text: Adolf Müller


    Komm mit mir (Singst., Kl)


    Lach Kind (Singst., Kl)


    Das Lied des Lebens (Singst., Kl), Text: Rudolf Meißner


    Märzmorgen (Singst., Kl), Text: Edmund Schwab


    Preislied der deutschen Ehre (T, Kl), Text: Walther von der Vogelweide


    Rosenketten (Singst., Kl), Text: Oswald Menghin, „Zyklus Ins goldene Land“


    Segen (Singst., Kl), Text: Domanig


    Silbernebel (Singst., Kl), Text: Edmund Schwab


    Sinfonie (Singst., Kl), Text: Adrienne Sarold


    Sonntag (Singst., Kl), Text: Edmund Schwab


    In der Vaterstadt (Singst., Kl), Text: Fr. Th. Vischer


    Walzerpreislied des „Neuen Wiener Journals“ (Singst., Kl), Im Herzen von Wien, auch als Lied ohne Worte zu spielen


    Weihnachtslied (Singst., Kl), Text: Malea-Vyne


    Wiegenlied (Singst., Kl), Text: Malvine Mauthner


    Gott ist nur Einer (Singst., Kl) (fragm.)



    B. Instrumentalmusik


    1. Orchesterwerke


    Fest-Ouverture in G-Dur, Januar 1897


    Fest-Ouverture „Karl der Große in Wien“, Juni 1906



    2. Orchester mit konzertierenden Instrumenten


    Violinkonzert in d-Moll (1. Satz 1937, 2. Satz Dez. 1936)


    Fest-Ouverture in G, Januar 1897


    Fest-Overture „Kaiser Karl der Große in Wien“ (Orch, Kl A), Juni 1906



    3. Kammermusik


    Sonate (Violine und Klavier), 1878


    Trio für Violine, violoncello und Klavier, 1880, Wiederauflage hg. v. Dieter M. Backes, Certosa Verlag


    Fantasie (Klavier, Violoncello), Januar 1929


    Sonett (Klarinette, Fagott, Horn), 1912


    Deutsche Tänze aus der Ostmark (2 Klarinetten, Violoncello, Viola), 1943



    4. Klavierwerke


    Reigen, Januar 1882


    Klaviersonate f-moll, Rhapsodie, 1903


    Präludium, Passacaglia und Fugato, Erstausgabe hg. v. Dieter M. Backes Certosa Verlag


    Polonaise, Erstausgabe hg. v. Dieter M. Backes, Certosa Verlag


    Rhapsodie, Wiederauflage hg. v. Dieter M. Backes Certosa Verlag


    Sonate, Wiederauflage hg. v. Dieter M. Backes, Certosa Verlag


    Schubert-Huldigungsmarsch 1928. s’gibt nur a Schubert, Stadt - s’ gibt nur a Wean



    5. Orgelwerke


    Interludium


    Festmarsch, 1907


    Offertorium in E-Dur, 1907



    C. Schriften


    „Frauenschönheit – eine Legende“, 2. März 1909, Österreichische Nationalbibliothek, Musiksammlung, Signatur: F53.Kralik.286.Mus

    Quellen

    Dokumente:


    Österreichische Nationalbibliothek, Musiksammlung, Nachlass von Mathilde Kralik von Meyrswalden, Signatur: F53.Kralik, Mus.Hs.24805-25000


    Wiener Stadt- und Landesbibliothek, Handschriftenabteilung (Autobiografische Skizze)


    Privatarchiv von Rochus Kralik von Meyrswalden, Krefeld


    Notenausgaben, Gutmann-Verlag, Wien



    Literatur:


    Gerlinde Haas. Artikel „Mathilde Kralik von Meyrswalden“. In: Eva Marx und Gerlinde Haas. 210 Österreichische Komponistinnen vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Salzburg u.a., Residenz-Verlag, 2001


    Rochus Kralik von Meyrswalden. Ein Kuss von Liszt, Hamburg, Acabus-Verlag, 2009

    Forschung

    Ein Teil von Mathilde Kralik von Meyrswaldens Kompositionen ist verlegt worden, der Großteil ihres kompositorischen Œuvres ist indes als Manuskript überliefert. Das Notenmaterial ist in der Österreichischen Nationalbibliothek zugänglich. Weiteres Quellenmaterial befindet sich im Privatarchiv von Rochus Kralik von Meyrswalden.

    Forschungsbedarf

    Wissenschaftliche Untersuchungen zu Leben und Schaffen von Mathilde Kralik von Meyrswalden stehen noch aus. Wünschenswert wären grundlegende Forschungen zur Entstehung, Aufführung und Rezeption ihrer Werke.

    Normdaten

    Virtual International Authority File (VIAF): 18325237
    Deutsche Nationalbibliothek (GND): 130214566
    Library of Congress (LCCN): nr89002833
    Wikipedia-Personensuche

    Autor/innen

    Rochus Kralik von Meyrswalden, April 2008


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Regina Back
    Zuerst eingegeben am 02.07.2008


    Empfohlene Zitierweise

    Rochus Kralik von Meyrswalden, Artikel „Mathilde Kralik von Meyrswalden“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 2.7.2008.
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/Artikel/Mathilde_Kralik_von_Meyrswalden