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  • Mary Carmichael

    von Silke Wenzel
    Namen:
    Mary Carmichael
    Geburtsname: Mary Grant Carmichael
    Lebensdaten:
    geb. in Birkenhead, England
    gest. in London, England
    Tätigkeitsfelder:
    Komponistin, Pianistin, Dirigentin, Musikpädagogin
    Charakterisierender Satz:

    „Miss Mary Carmichael [...] is among the few English song writers who take their themes invariably from the best English poets, and, what is more, she extends her literary researches to fields which to many of her fellow-composers are terra incognita. [...] In the duet for female voices heard at last week’s Monday Popular Concert she has chosen [...] familiar ground. Shakespeare’s lines ‚It was a lover and his lass’ have been turn to similar account more than once, but it would be difficult to point to a more congenial setting than that with which Miss Louise Phillips and Madame Fassett, accompanied by the composer, delighted the audience on the occasion we speak of.“


    „Miss Mary Carmichael [...] gehört zu jenen wenigen englischen Liedkomponisten, die ihre Vorlagen unbeirrt von den besten englischen Dichtern nehmen, und, was noch schwerer wiegt, die ihre literarischen Kenntnisse auf Felder ausdehnt, die für die meisten ihrer Kollegen terra incognita sind. [...] Für das Duett für Frauenstimmen, das im Monday Popular Concert der letzten Woche zu hören war, hat sie [...] eine bekannte Vorlage gewählt. Shakespeares Verse ‚It was a lover and his lass’ wurden bereits mehrfach vertont, aber es ließe sich kaum auf eine bessere Vertonung hinweisen als auf jene, mit der Miss Louise Phillips und Madame Fassett, begleitet von der Komponistin, das Publikum bei der genannten Gelegenheit erfreuten.“


    („The Times“ vom 17. Februar 1886, S. 4)


    Profil

    Mary Carmichael wurde an der Londoner Royal Academy of Music und privat bei Heinrich Porges in München ausgebildet und konnte sich nach ihrem Studium im Londoner Musikleben als Komponistin, Pianistin, Klavierbegleiterin, Dirigentin und vermutlich auch Musikpädagogin etablieren. Als Interpretin spezialisierte sie sich auf Lied- und Instrumentalbegleitung und war von 1884 bis ca. Mitte der 1890er Jahre als feste Klavierbegleiterin der Monday and Saturday Popular Concerts angestellt. Dort begleitete sie u. a. Musikerinnen und Musiker wie den Geiger Joseph Joachim, den Violoncellisten Alfredo Piatti, die Geigerin Norman Neruda und Sängerinnen wie Margherite Hall und Liza Lehmann. Auch in weiteren großen Londoner Konzertreihen, wie z. B. den Crystal Palace Concerts, trat sie auf. Ihre Kompositionen, darunter eine Operette, eine Messe, zahlreiche Lieder und Instrumentalstücke, erschienen in renommierten Londoner Verlagen. Sie wurden regelmäßig aufgeführt und von der Presse rezensiert. Mehrere Liedersammlungen für Kinder und pädagogisch angelegte Instrumentalwerke lassen vermuten, dass Mary Carmichael auch als Musikpädagogin tätig war.



    Orte und Länder

    Mary Carmichael wurde 1851 in der Hafenstadt Birkenhead (Grafschaft Merseyside) geboren und erhielt ihre allgemeine Schulbildung in Aix-la Chapelle, Bonn und Lausanne. In den 1870er Jahren studierte sie an der Londoner Royal Academy of Music und setzte anschließend ihr Studium privat in München fort. 1878 hatte sich Mary Carmichael in London niedergelassen und verbrachte dort ihr Leben. Sie starb 1935 in ihrer Wohnung 18, Steele’s Road, Haverstock Hill, im Londoner Stadtteil Hampstead.

    Biografie

    Mary Carmichael wurde 1851 in der Hafenstadt Birkenhead (Grafschaft Merseyside) als Tochter von John Carmichael und seiner Frau geboren. Über ihre Herkunft und ihre frühe musikalische Ausbildung ist kaum etwas bekannt; zu ihren Geschwistern gehörte auch der später Generalkonsul Montgomery Carmichael (1857-1936). Mary Carmichael erhielt ihre Schulbildung, die vermutlich auch eine fundierte musikalische Ausbildung umfasste, in Aix-la Chapelle, Bonn und Lausanne (vgl. „The Times“ vom 21. März 1935, S. 16). Vermutlich ab Anfang/Mitte der 1870er Jahre studierte sie an der Royal Academy of Music in London Klavier bei Walter Bache, Oscar Beringer und Fritz Hartvigson sowie Komposition bei Ebenezer Prout und setzte anschließend ihr Studium privat bei dem Dirigenten, Chorleiter und Musikschriftsteller Heinrich Porges in München fort (vgl. Who was who 1941).


    Mary Carmichael konzertierte nach ihrem Studium zunächst regelmäßig in London als Solistin, Liedbegleiterin und Kammermusikerin, dirigierte Laienchöre und konnte sich auch als Komponistin behaupten. Im Februar 1878 begleitete sie in einem Konzert, das der Pianist Oscar Beringer in der Londoner St. James’s Hall veranstaltete, die Sängerin Mlle. Redeker in Liedern von Franz Schubert, Robert Schumann und Adolf Jensen (vgl. „The Musical World“ vom 2. März 1878, S. 156). Spätestens ab 1879 wurden ihre Kompositionen zudem im Rahmen der Konzerte der „Musical Artists’ Society“ aufgeführt, einer Gesellschaft, in der neueste Werke zur Diskussion gestellt wurden. Ihr Chorstück „Hymn to Diana“ wurde dort am 26. Juli 1879 präsentiert (vgl. „The Musical World“ vom 2. August 1879, S. 486). Darüber hinaus trat Mary Carmichael anfangs auch als Chorleiterin auf. So dirigierte sie z. B. im Juni 1880 in einem Konzert der Sängerin Eleanor Burnett einen Laienchor, die „Mr Edward Plater’s Glee Union“, und die „Musical World“ berichtete: „[...] part music by Mr Edward Plater’s Glee Union completed the agreeable music of the afternoon. Miss Carmichael conducted with great ability.“ („... Chormusik von Mr. Edward Plater’s Glee Union vervollständigte die schöne Veranstaltung des Nachmittags. Miss Carmichael dirigierte mit großem Können.“; „The Musical World“ vom 12. Juni 1880, S. 373) Im Juni 1884 spielte Mary Carmichael im Rahmen eines Konzertes der St. Caecilia Society in der Londoner St. James’s Hall das Klavierkonzert d-Moll, BWV 1052, von Johann Sebastian Bach unter der Leitung von Malcom Lawson und präsentierte zudem gemeinsam mit der Sängerin Louise Phillips zwei eigene Lieder. Die „Times“ notierte: „The orchestra showed to greatest advantage in the by no means easy accompaniments to the adagio and allegro from bach’s pianoforte concerto in D minor, played by Miss Mary Carmichael. That lady also contributed to the programme two melodious and genuinely inspired songs – a ‚Gondoliera,’ by Emanuel Geibel [...]; and Mr. William Morris’s beautiful lines, ‚Dawn talks to-day’. Both songs were delicately accompanied by the composer, and had the advantage of the beautiful voice and refined style of Miss Louise Phillips [...].“ („Das Orchester zeigte sich in der keinesfalls einfachen Begleitung von Adagio und Allegro aus Bachs Klavierkonzert d-Moll, gespielt von Miss Mary Carmichael, von seiner besten Seite. Die Dame trug auch zwei melodiöse und inspirierte Lieder zum Programm bei – eine ‚Gondoliera’ von Emanuel Geibel [...] und Mr. William Morris’ schöne Zeilen ‚Dawn talks to-day’. Beide Lieder wurden von der Komponistin feinsinnig begleitet und hatten den Vorteil der schönen Stimme und des reizenden Stils von Miss Louise Phillips [...].“; „The Times“ vom 21. Juni 1884, S. 10)


    In den folgenden Jahrzehnten, bis 1926, blieb Mary Carmichael als Klavierbegleiterin, Kammermusikerin, Komponistin und vermutlich auch Musikpädagogin im englischen Musikleben präsent. Eine Laufbahn als Solistin scheint sie nicht weiter angestrebt zu haben. Sie galt als herausragende Liedbegleiterin und trat u. a. in den großen Londoner Konzertreihen auf. Vermutlich, dies legen die Nachrufe nahe, hatte sie ab ca. 1884 bis Mitte der 1890er Jahre eine Festanstellung als Korrepetitorin und Klavierbegleiterin bei den Monday and Saturday Popular Concerts (neben Henry Richard Bird), die in der St. James’s Hall stattfanden. In dieser Funktion begleitete sie Musikerinnen und Musiker wie den Geiger Joseph Joachim, den Violoncellisten Alfredo Piatti, die Geigerin Norman Neruda und Sängerinnen wie Margherite Hall und Liza Lehmann (vgl. „The Times“ vom 21. März 1935, S. 16). Aber auch in weiteren Konzertreihen trat sie regelmäßig auf. So begleitete sie z. B. im November 1884 in einem der Crystal Palace Concerts die Sängerin Gertrude Griswold in Liedern von Robert Schumann und Charles Marie Widor, und die „Times“ notierte: „The accompaniments were played with rare intelligence and delicacy by Miss Mary Carmichael.“ („Die Begleitungen wurde mit seltener Intelligenz und Feinheit von Miss Mary Carmichael gespielt.“; „The Times“ vom 17. November 1884, S. 10). Dabei brachte Mary Carmichael häufig auch eigene Werke zur Aufführung. Im Februar 1885 präsentierten die Sängerinnen Louise Phillips und Isabel Fassett, von der Komponistin am Klavier begleitet, zwei ihrer Duette im Rahmen der Monday Popular Concerts, und die „Times“ rezensierte: „Miss Louisa Phillipps and Madame Fassett introduced two melodious and highly-appreciated duets, ‚Who is Sylvia?’ and ‚A poor soul sat sighing,’ by Miss Mary Carmichael, whose music bids fair to become popular without making any of those concessions to the taste of the vulgar which are too frequently the price paid for popularity even by accomplished artists.“ („Miss Louisa Phillips und Madame Fassett stellten zwei melodische und hochgeschätzte Duette, ‚Who is Sylvia?’ und ‚A poor soul sat sighing’ von Miss Mary Carmichael vor, deren Musik populär geworden ist, ohne irgendwelche Zugeständnisse an den vulgären Geschmack zu machen, was zu häufig der Preis ist, den selbst anerkannte Komponisten für ihre Beliebtheit bezahlen.“; „The Times“ vom 17. Februar 1885, S. 8) Ein Jahr später, im Februar 1886, führten die beiden Sängerinnen an der selben Stelle, wiederum von der Komponistin am Klavier begleitet, Mary Carmichaels Shakespeare-Vertonung „It was a lover and his lass“ auf, und die „Times“ zeigte sich einmal mehr begeistert: „Miss Mary Carmichael [...] is among the few English song writers who take their themes invariably from the best English poets, and, what is more, she extends her literary researches to fields which to many of her fellow-composers are terra incognita. [...] In the duet for female voices heard at last week’s Monday Popular Concert she has chosen [...] familiar ground. Shakespeare’s lines ‚It was a lover and his lass’ have been turn to similar account more than once, but it would be difficult to point to a more congenial setting than that with which Miss Louise Phillips and Madame Fassett, accompanied by the composer, delighted the audience on the occasion we speak of.“ („Miss Mary Carmichael [...] gehört zu jenen wenigen englischen Liedkomponisten, die ihre Vorlagen unbeirrt von den besten englischen Dichtern nehmen, und, was noch schwerer wiegt, die ihre literarischen Kenntnisse auf Felder ausdehnt, die für die meisten ihrer Kollegen terra incognita sind. [...] Für das Duett für Frauenstimmen, das im Monday Popular Concert der letzten Woche zu hören war, hat sie [...] eine bekannte Vorlage gewählt. Shakespeares Verse ‚It was a lover and his lass’ wurden bereits mehrfach vertont, aber es ließe sich kaum auf eine bessere Vertonung hinweisen, als auf jene, mit der Miss Louise Phillips und Madame Fassett, begleitet von der Komponistin, das Publikum bei der genannten Gelegenheit erfreuten.“; „The Times“ vom 17. Februar 1886, S. 4) Auch als Kammermusikerin konzertierte Mary Carmichael regelmäßig. So gab sie z. B. im Juni 1886 gemeinsam mit dem Sänger William Nicholl ein eigenes Konzert in der Londoner Princes’ Hall, bei dem sie u. a. mit der Geigerin Gabrielle Vaillant und dem Violoncellisten Albin Brousil das Klaviertrio „Fantasiestücke“ a-moll op. 88 von Robert Schumann spielte. Hinzu kamen Aufführungen von drei ihrer Lieder und Duette, die von Mrs. Bartholomew, Hilda Wilson und William Nicholl gesungen wurden: „It was a Lover and his Lass“, „Love’s wishes“ und „The Milkmaid“ (vgl. „The Times“ vom 18. Juni 1886, S. 9). In den folgenden zehn Jahren begleitete Mary Carmichael regelmäßig Sängerinnen und Instrumentalisten in den Londoner Konzertreihen und bei anderen Gelegenheiten. So meldete die „Times“ im August 1895: „Miss Maud MacCarthy had the honour of performing yesterday afternoon on the violin before the Queen and the Royal family, Miss Mary Carmichael accompanying her upon the pianoforte.“ („Miss Maud MacCarthy hatte die Ehre, gestern Nachmittag vor der Königin und der königlichen Familie als Geigerin aufzutreten, Miss Mary Carmichael begleitete sie am Klavier.“; „The Times“ vom 21. August 1895, S. 7) Ende des 19. Jahrhundert zog sich Mary Carmichael aus dem öffentlichen Musikleben zurück. Anlässlich eines Konzertes, das die beiden Geigerinnen Carnegie/Prior in der Londoner Salle Erard veranstalteten, schrieb die „Times“ zwar 1903: „[...] a special feature [...] was the reappearance of Miss Mary Carmichael after too long an absence“ („[...] eine Besonderheit [...] war das Wiederauftreten von Miss Mary Carmichael nach einer viel zu langen Zeit der Abwesenheit“; „The Times“ vom 20. Mai 1903, S. 3), tatsächlich jedoch lassen sich in den folgenden Jahrzehnten nur noch wenige Konzerte von Mary Carmichael belegen, in denen sie als Interpretin auftrat.


    Auch als Komponistin blieb Mary Carmichael mehrere Jahrzehnte lang erfolgreich. Von 1874 bis 1917 wurden Mary Carmichaels Kompositionen kontinuierlich bei renommierten Londoner Verlagen, u. a. bei Weekes & Co., Stanley Lucas, Weber & Co., Leonard & Co., Edwin Ashdown, Cramer & Co. und Boosey & Co. publiziert, regelmäßig in London aufgeführt und häufig von der Presse rezensiert. Ihr Œuvre umfasst eine Messe in Es-Dur für Männer- und Knabenstimmen, eine Operette „The Snow Queen or The Frozen Heart“ nach dem gleichnamigen Märchen von Hans Christian Andersen, Lieder, Duette und Chorstücke, zahlreiche Sammlungen mit Kinderliedern sowie Instrumentalwerke für Klavier solo, Violine und Klavier und Violoncello und Klavier, darunter etliche pädagogische Werke. Darüber hinaus ist Mary Carmichael vor allem für ihre Bearbeitungen alter englischer Lieder und Arien bekannt, u. a. von Thomas Arne, William Boyce und Georg Friedrich Händel, sowie für ihre Harmonisierungen englischer Volkslieder. 1894 übersetzte sie Alfred Ehrlichs 1893 in Leipzig erschienenes Buch „Berühmte Klavierspieler der Vergangenheit und Gegenwart“ ins Englische. Die Übersetzung erschien 1894 im Londoner Verlag Grevel & Co. unter dem Titel „Celebrated pianists of the past and present time“.


    Im November 1887 wurde Mary Carmichaels Liederzyklus „The Stream“ im Londoner „Lyric Club“ von den Sängerinnen und Sängern Louise Phillips, Marguerite Hall, William Nicholl und Mr. Thorndike uraufgeführt, am Klavier begleitet von Mary Carmichael. Die Zeitschrift „The Musical World“ schrieb über das Werk: „The novelty of the last meeting of the Lyric Club was Miss Mary’s Carmichael’s ‚The Stream’, a series of connected vocal pieces strung together in the manner of a Liederspiel or Liederkreis, to be sung by four solo voices. As far as we know, ‚The Stream’ is the first attempt at a work of the kind in England [...]. The few bars of opening symphony made it evident that a high standard was aimed at in the treatment of a subject which might so easily invest itself with all the conventional ‚property’ that clings to the idea, without asserting any individuality at all. All the more honour to the composer who has kept up this high standard, and struggled with a dangerous, though seemingly peaceful figure in nature, without being carried down ‚the stream’ in a helpless condition, supported only by empty-headed though buoyant arpeggios. The flow of a river is nevertheless marked by the music from the opening quartet, sustained and soothing, but irresistibly fresh in conception, to the last, similar in character, on first hearing less original, but making an appropriate close.“ („Die Neuheit des letzten Treffens des Lyric Clubs war Miss Mary Carmichaels ‚The Stream’, eine Folge von Vokalstücken, die in der Art eines Liederspiels bzw. Liederkreises miteinander verbunden sind und von vier Solostimmen gesungen werden. Soweit wir wissen, ist ‚The Stream’ das erste Werk dieser Art in England [...]. Die wenigen Takte der Eröffnungssymphonie machten deutlich, dass ein hoher Standard in der Verarbeitung eines Themas erreicht wurde, das mit all den konventionellen Eigenschaften, die der Idee anhaften, so leicht für sich selbst stehen könnte, ohne irgendeine Individualität abzufordern. Um so mehr Ehre für die Komponistin, die diesen hohen Standard gehalten hat, und sich mit einem gefährlichen, nur scheinbar friedlichen Naturgebilde auseinandergesetzt hat, ohne dabei hilflos vom ‚Strom’ mitgerissen zu werden, nur gestützt von gedankenlosen und daher tragfähigen Arpeggi. Das Fließen eines Flusses wird dennoch von der Musik hervorgehoben, vom eröffnenden Quartett, langgezogen und beruhigend, aber unwiderstehlich frisch in der Konzeption, bis zum letzten [Quartett], das beim ersten Hören weniger originell ist, aber einen angemessenen Schluss darstellt.“; „The Musical World“ vom 12. November 1887, S. 898) Über ihre 1889 bei Stanley Luca, Weber & Co. erschienenen „Four Songs of the Stuarts“ hieß es in der „Musical Times“: „’I hae nae ktih, I hae nae kin,’ ‚Weel may we a’be,’ ‚The Blackbird,’ and ‚Charlie’s landing,’ are clever and spirited settings of Jacobite songs, which may be taken as appeals to the sentiments of those who entertain a partiality for historical associations connected with the last branches of the Stuarts. There is an old-world character in the melodies which will make them acceptable for themselves. The best of the four is perhaps that called ‚The Blackbird,’ though the melody will be found to some tastes inferior to the old tune still associated with the word whenever they are sung.“ („’I hae nae ktih, I hae nae kin,’ ‚Weel may we a’be,’ ‚The Blackbird,’ und ‚Charlie’s landing,’ sind kluge und geistreiche Sätze von jakobinischen Liedern, die als Aufruf an jene gelten können, die eine Vorliebe für historische Assoziationen an die letzten Familienzweige der Stuarts hegen. Die Melodien haben einen altertümlichen Charakter, mit dem sie für sich selbst stehen können. Das beste der vier Lieder ist vermutlich ‚The Blackbird’, auch wenn die Melodie in mancherlei Hinsicht hinter der alten Melodie zurückbleibt, die nach wie vor mit den Worten verbunden bleibt, wann immer sie gesungen werden.“; „The Musical Times“ vom 1. September 1889, S. 551)


    Zahlreiche Werke von Mary Carmichael verbinden den künstlerischen Anspruch mit einem pädagogischen Zweck. Die Tatsache, dass sich vergleichsweise viele derartiger Kompositionen im Gesamtwerk von Mary Carmichael befinden, lässt vermuten, dass sie selbst als Musikpädagogin gewirkt hat, auch wenn dies in keinem der zeitgenössischen Lexikonartikel erwähnt wird. Auch diese Kompositionen wurden überwiegend gut rezensiert. So hieß es z. B. 1885 in der „Musical Times“ über Mary Carmichaels Liedersammlung für Kinder „Sing-Song. Twenty-seven Rhymes“ nach Texten von Christina Rossetti: „The composer of these ‚Rhymes’ [...] has ignored the conventional legends, and taken some excellent words by Christina Rossetti, which will delight all the little listeners who care to admit a modern poet into their ideal world. Many of the lines are indeed admirable: and in most cases the quaint simplicity of the author has been treated most sympathetically in the musical setting. [...] Some of the pieces [...] will no doubt become favourites, especially No. 3, ‚Shake the Cherry Tree’; No. 11, ‚Who has seen the Wind’; No. 16, ‚Fly away, fly away’; No. 21, ‚If I wer a Queen’; No. 22, ‚Eight o’clock, the Postman’s Knock’; and No. 27, ‚Dancing on the Hill-top.’ The accompaniments to all these songs are, as they should be, adapted for small hands, and there are no chords to frighten the young player.“ („Die Komponistin dieser ‚Rhymes’ hat [...] die herkömmlichen Geschichten ignoriert und einige exzellente Texte von Christina Rossetti verwendet, die alle kleinen Zuhörer, die einer modernen Dichterin Zutritt zu ihrer vollkommenen Welt gewähren, erfreuen wird. Viele der Verse sind tatsächlich wunderbar: und in den meisten Fällen wurde die altmodische Einfachheit der Autorin sehr gefühlvoll in der musikalischen Umsetzung aufgegriffen. [...] Einige der Stücke [...] werden zweifellos Lieblingsstücke werden, vor allem Nr. 3, ‚Shake the Cherry Tree’, Nr. 11, ‚Who has seen the Wind’, Nr. 16, ‚Fly away, fly away’, Nr. 21, ‚If I wer a Queen’, Nr. 22, ‚Eight o’clock, the Postman’s Knock’ und Nr. 27, ‚Dancing on the Hill-top’. Die Begleitungen zu all den Liedern sind, so wie es sein soll, für kleine Hände gedacht, und es gibt keine Akkorde, vor denen sich der junge Spieler fürchten müsste.“; „The Musical Times“ vom 1. September 1885, S. 550) Im Dezember 1899 schrieb ein Rezensent über die „Three Characteristic Pieces for the Pianoforte“, die 1899 bei Edwin Ashdown in London erschienen waren: „Miss Carmichael’s pieces are respectively named ‚Spring Song,’ ‚Lullaby,’ and ‚Rustic Scene,’ and they are each pleasing and well written examples of their class. They present no exceptional difficulties to the executant, but require a crisp touch and a sympathetic style to do them justice. The most attractive is the ‚Spring Song,’ which is very bright and gay. The ‚Lullaby’ is gracefull and very easy. Miss Carmichael’s rustics are more refined than commonly imagined by composers, but this may correct itself in the twentieth century; in the meantime the piece will doubtless prove acceptable in many drawing-rooms.“ („Miss Carmichael’s Stücke, die die Titel ‚Spring Song’, ‚Lullaby’ und ‚Rustic Scene’ tragen, sind alle gefällig und gut geschriebene Exemplare ihrer Art. Sie enthalten keine ungewöhnlichen Schwierigkeiten für den Spieler, aber erfordern, um ihnen gerecht zu werden, einen präzisen Anschlag und einen gefühlvollen Stil. Das attraktivste ist der ‚Spring Song’, der sehr hell und fröhlich ist. Das ‚Lullaby’ ist anmutig und sehr leicht. Miss Carmichaels „bäuerlich“ ist sehr viel feiner, als es sich die Komponisten gewöhnlich vorstellen, aber dies wird sich im 20. Jahrhundert von alleine bessern; bis dahin werden sich die Stücke zweifellos in vielen Wohnzimmern bewähren.“; „The Musical Times“ vom 1. Dezember 1899, S. 829) Noch 1929 urteilte das „Music Supervisors Journal“ über ihre in New York verlegten „Melodies for Two Violins and Piano“ nach bekannten Volksliedern: „Three folk songs: ‚Drink to me only with thine eyes,’ ‚It was a lover and his lass’ and ‚The dew each trembling leaf enwreathed,’ arranged in a charming manner for two violins and piano. Not difficult, the player of the first violin part will need some knowledge of the third position in order to play the first two numbers, but the third number and the second violin part of all three do not go outside the first position. Would be good numbers to use with a violin class, as preparation for ensemble playing, or for public performance.“ („Drei Volkslieder: ‚Drink to me only with thine eyes,’ ‚It was a lover and his lass’ und ‚The dew each trembling leaf enwreathed’, in einer reizenden Art für zwei Violinen und Klavier arrangiert. Nicht schwierig, der Spieler der ersten Violine sollte für die ersten beiden Stücke die dritte Lage beherrschen, aber die dritte Nummer und der Part der zweiten Violine aller drei lässt sich in der ersten Lage spielen. Es sind gute Stücke für eine Violinklasse, als Vorbereitung für das Ensemblespiel oder für eine öffentliche Aufführung.“; „Music Supervisors Journal“ Nr. 15, März 1929, S. 103)


    Die Operetta „The Snow Queen or The Frozen Heart“ nach dem gleichnamigen Märchen von Hans Christian Andersen hatte Mary Carmichael bereits 1897 komponiert; 1898 erschien sie im Londoner Musikverlag Joseph Williams. Eine Aufführung ist jedoch erst 1908 zu belegen. Im Februar des Jahres berichtete die „Times“ von einer Schüleraufführung im Londoner Shaftesbury Theatre unter der Leitung von Florence Etlinger: „In aid of the Children’s Country Holiday Fund, a very pretty entertainment was got up yesterday afternoon by the pupils and choral society of Miss Florence Etlinger, who conducted the whole. Andersen’s lovely story of ‚The Snow Queen’ had been dramatized by M. C. Gillington in a very straightforward way, and set to music as a three-act operetta by Mary Carmichael. The music is studiedly simple, as being obviously intended for young performers. [...] A piano and some stringed instruments provided the accompaniments, and played the prettiest number in the piece – the dance in the last scene, well danced by Miss Barbara Tate. [...] The production had been very carefully prepared and the scenery and dresses were remarkable effective.“ („Zugunsten des Children’s Country Holiday Fund, wurde gestern Nachmittag eine sehr hübsche Veranstaltung von den Schülern und der Choral Society von Miss Florence Etlinger gegeben, die das Ganze dirigierte. Andersens liebenswertes Märchen von ‚Der Schneekönigin’ wurde von M. C. Gillington auf eine sehr direkte Art dramatisiert und als dreiaktige Operetta von Mary Carmichael in Musik gesetzt. Die Musik ist absichtlich einfach und damit offensichtlich für junge Interpreten gedacht. Ein Klavier und einige Streichinstrumente übernahmen die Begleitung und spielten die hübscheste Nummer des Werkes – den Tanz in der letzten Szene, schön getanzt von Miss Barbara Tate. [...] Die Aufführung wurde sehr sorgfältig vorbereitet und das Bühnenbild und die Kostüme waren bemerkenswert wirkungsvoll.“; „The Times“ vom 29. Februar 1908, S. 11)


    Im April 1926 zog sich Mary Carmichael aus der Öffentlichkeit zurück (vgl. „The Times“ vom 21. März 1935, S. 16). Sie starb am 17. März 1935 im Alter von 84 Jahren in ihrer Wohnung 18, Steele’s Road, Haverstock Hill, im Londoner Stadtteil Hampstead (vgl. Reynolds 2013).

    Würdigung

    Die verschiedenen Tätigkeiten Mary Carmichaels können erst nach weiteren Forschungen aus heutiger Sicht gewürdigt werden. Im Nachruf der „Times“, den „M.E.G. of H.“ verfasste, heißt es: „There are few now alive who can go back to the days when Mary Carmichael and Henry Bird shared the accompanying of great artists at the Saturday and Monday ‚Pops’ at St. James’s Hall – Joachim, Norman Neruda, Piatti, and many others. She knew them all. She first came into my life when she came to my parents’ house in London to accompany Liza Lehmann. What a list of soloists she had played for in her long musical career, the last and most beloved of all, perhaps, Gervase Elwes. [...] Surely the ease with which she read music at sight and transposed at sight was an exceptional talent. Her fingers like pincushions, as she called them, so nimble on the keys of the piano. How we loved her compositions. [...] There will never be another Mary Carmichael in this life, nor one who was so understanding and able to inspire youthful would-be musicians.“ („Es gibt nur noch wenige Lebende, die sich an die Zeit erinnern, als Mary Carmichael und Henry Bird sich die Aufgabe teilten, die großen Künstler in den Saturday and Monday ‚Pops’ in der St. James’s Hall zu begleiten – Joachim, Norman Neruda, Piatti und viele andere. Sie kannte sie alle. Ich begegnete ihr das erste Mal, als sie in das Haus meiner Eltern in London kam, um Liza Lehmann zu begleiten. Was für eine Liste von Solisten, für die sie in ihrer langen musikalischen Karriere gespielt hatte, der letzte und möglicherweise am meisten geliebte, Gervase Elwes. [...] Sicherlich war die Leichtigkeit, mit der sie vom Blatt spielte und vom Blatt transponierte, eine außergewöhnliche Begabung. Ihre Finger, wie Nadeln, wie sie sie nannte, waren so flink auf der Tastatur. Wie sehr wir ihre Kompositionen liebten. [...] Es wird niemals eine zweite Mary Carmichael in diesem Leben geben, und auch niemanden, der so verständnisvoll war und so fähig, junge angehende Musiker zu inspirieren.“; „The Times“ vom 21. März 1935, S. 16).

    Werkverzeichnis

    Das vorläufige Werkverzeichnis von Mary Carmichael wurde von Silke Wenzel unter Mithilfe von Johann Layer nach Pazdírek 1904ff., The New Grove Dictionary of Women Composers (1996), Fuller 1995, dem englischen Bibliotheksverbundskatalog COPAC sowie den Datenbanken WBIS, World Cat, Hofmeister XIX und REC Music erstellt. Die teils unvollständigen Angaben lassen sich erst im Zuge weiterer Forschungen ergänzen.



    A. Vokalmusik


    1. Bühnenwerke und oratorische Werke


    Mass in E flat. Für Sopran, Alt, Tenor, Bass und Orgel. London & New York: Houghton & Co.; E. Schubert & Co., 1900.


    The frozen heart, or, The Snow Queen. Operette. Text: M. C. Gillington [Adaption von Hans Christian Andersen]. London: Joseph Williams, 1898.


    Stabat Mater (unveröffentlicht).



    2. Werke für Gesang – Einzelausgaben


    A Canticle to Apollo. Lied für zwei Sopran- und zwei Altstimmen. Text: Robert Herrick. London: Weekes, 1879.


    A gipsy song. Lied. Text: Emanuel Geibel [aus dem Deutschen adaptiert von Mary Carmichael]. London: Robert Cocks, 1898.


    A June Song. Text: Louisa Sarah Bevington. London: J. B. Cramer & Co., 1887.


    A May song. Lied. Text: Sidney Lanier. London: Stanley Lucas, Weber & Co., 1889.


    Among the Daisies. Zweistimmiges Lied. Text: A. J. Daryl, o. O. 1911.


    A single Star in the Rosy Sky. Lied für zwei Sopran- und zwei Altstimmen. Text: W. Davies. London: Weekes & Co., 1884.


    At Daybreak. Duett für Sopran und Tenor. Text: Mary Clarissa Gillington. London: J. & J. Hopkinson, 1889.


    Dawn talks to Day. Lied für Stimme und Klavier. Text: William Morris. London: S. Lucas, Weber & Co., 1884.


    Eclipse. Text: Louisa Sarah Bevington, o. O., o. J.


    Evening Song. Lied für Sopran, Alt, Tenor und Bass. Text: A. B. Atkinson. London: Ashdown, 1887.


    Fly away. Duett für Sopran und Alt. Text: Robert Smythe Hichens. London: Pitt & Hatzfeld, 1888.


    Follow a Shadow. Lied. Text: Ben Jonson. London: R. Cocks & Co., 1898.


    From the red rose. Lied für Stimme und Klavier. Text: Alfred P. Graves. London: J. & J. Hopkinson, 1876.


    Gipsy song. London: Larway/Leonard, o. J.


    Golden Autumn. Zweistimmiges Lied. Text: A. J. Daryl., o. O., 1911.


    Golden Gwendolen. Lied. Text: William Morris. London, 1880.


    Gondoliera. Lied für Stimme und Klavier. Text: Emanuel Geibel [englische Übersetzung: Claxton Bellamy]. London: Stanley Lucas, Weber & Co., 1884.


    Good Fish in the Sea. Lied. Text: E. Oxenford. London: Grahame, Black & Co., 1914.


    He'll come to-day. Lied. Text: Mrs. W. K. (Lucy) Clifford. London, 1881.


    Hey! jolly Robin Hood. Lied. Text: Robert Jones [aus „Musical Dream“]. London: Weekes & Co., 1895.


    Hymn to Diana. Lied für Sopran, Alt, Tenor und Bass mit Klavier. Text: Ben Jonson. London: J. H. Dunhill, o. J.


    In the Spring-Time. Zweistimmiges Lied. Text: A. J. Daryl., o. O., 1911.


    Introduction to the Songs of Innocence. Text: William Blake, o. O., o. J.


    It is the Hour. Vokalduett für Sopran und Alt. Text: Lord Byron. London: R. Cocks & Co., 1892.


    It's no in Titles. Lied. Text: Robert Burns. London: J. & J. Hopkinson, 1887.


    It was a Lover and his Lass. Duett. Text: William Shakespeare. London: Boosey & Co., 1886.


    King Frost. Zweistimmiges Lied. Text: A. J. Daryl, o. O. 1911.


    Love in May. Lied. Text: Jean Passerat [übersetzt von Andrew Lang]. London: Leonard & Co., 1904.


    Love-Song. Lied. Text: Samuel Daniel. London: Metzler & Co., 1890.


    Love's light Summer Cloud. Vokalduett für Sopran und Tenor. Text: T. Moore. London: E. Ashdown, 1898.


    Melusine. Lied für zwei Sopran- und zwei Altstimmen. Text: Emanuel Geibel (aus dem Deutschen von Mary Carmichael). London: Weekes & Co., 1885.


    Mountain Hymn to the Dawn. Für Mezzosopran mit Klavier und Orgel. New York: Schirmer, o. J.


    My faint spirit. Song from the Arabic. Text: Percy Bysshe Shelley. London: William Czerny, o. J.


    My Lady. Text: Alfred Prager. London: Leonard, o. J.


    My Pretty Love. Lied. Text: Dorothy Wordsworth. London: 1881.

    Night and the violets. Lied für hohe Stimme. Text: Mrs. Denis O’Sullivan. Chicago: The John Church Company, 1900.


    O Mistress mine. Text: William Shakespeare. London: Ashdown, ca. 1910.


    Over and over. Lied. Text: Patrick Bidwell. London: Cramer, 1910.


    Rondel. Lied. Text: Alice L. Head. London: Charles Woolhouse, 1906.


    Shall I compare thee to a Summer's Day? Für Klavier und Stimme. Text: Sonett von William Shakespeare. London: E. Ashdown, 1898.


    Sleigh-Bells. Zweistimmiges Lied. Text: A. J. Daryl, o. O. 1911.


    Soar, thou sombre Cloud of Night. Lied. Text: G. Hubi Newcombe. London: J. B. Cramer & Co., 1896.


    Song of the Mill. Duett für Sopran und Alt. Text: Robert Smythe Hichens. London: J. & J. Hopkinson, 1889.


    Stay me no more. New York: Schirmer, o. J.


    Sweetheart sigh no more. New York: Schirmer, o. J.


    The Burden. Lied. Text: P. B. Marston. London: Strickland Brothers, 1897.


    The croppy boy’s lament (Irish folk song). o. O., o. J.


    The Dance of the Leaves. Zweistimmiges Lied. Text: A. J. Daryl, o. O. 1911.


    The Flower of the Vale. Lied. Text: T. Cox. London: S. Lucas, Weber & Co., 1883.


    The Milkmaid. Lied. Text: Austin Dobson. London: J. B. Cramer & Co., 1887.


    The Night Piece, to Julia. Lied. Text: Robert Herrick. London: Metzler & Co., 1890.


    The Old Oak Tree. Lied. Text: T. Cox. London: Weekes & Co., 1885.

    The singer and the flowers. Text: Alfred Prager. London: Leonard, o. J.


    The Tryst. Lied. Text: W. Davies. London: S. Lucas, Weber & Co., 1884.


    The White Blossom's off the Bog. Lied. London & New York: Boosey & Co., 1913.


    They are the Gascony Cadets. New York: Schirmer, o. J.


    Though I am young and cannot tell. Lied. Text: Ben Jonson [aus „The Sad Shepherd“]. London: J. B. Cramer & Co., 1898.


    To a Throstle. Lied. Text: W. Akerman. London & New York: Boosey & Co., 1896.


    To Meadows. Lied für zwei Sopran- und zwei Altstimmen. Text: Robert Herrick. London: Weekes, 1879.


    Tommy. Lied. Text: Rudyard Kipling. London: Forsyth, 1892.


    Under the Thorn-tree. Vokalduett für Sopran und Alt. Text: Edith Nesbit. London: R. Cocks & Co., 1892.


    Where's the use of sighing? Villanella. Text: William Ernest Henley. London: J. & J. Hopkinson, 1891.



    3. Sammlungen und Liederzyklen


    A Child's Garden of Verses. 12 Lieder. Text: Robert Louis Stevenson. O. O., 1888.


    Album of Six Songs. Text: Alfred P. Graves. London: Boosey & Co., 1890.


    Eight short Two-Part Songs, o. O. 1905.


    Four Songs. London: J. & J. Hopkinson, 1889.

    Nr. 1: The Sea-mew screams in flight. Text: M. Collins; Nr. 2: To Sapho. Text: Robert Herrick; Nr. 3: O Mistress mine. Text: William Shakespeare; Nr. 4: Cradle Song. Text: William Blake.


    Four Songs. Boston, New York: A. P. Schmidt & Co., 1917.

    Nr. 1: On wings of the south wind. Text: A. L. Head; Nr. 2: The Blossom. Text: William Blake; Nr. 3: Dear heart, a love so truly true. Text: Alice Cary; Nr. 4: Twilight.


    Four Songs of the Stuarts. London: S. Lucas, Weber & Co., 1889.

    Nr. 1: I hae nae ktih, I hae nae kin; Nr. 2: Weel may we a’be; Nr. 3: The Blackbird; Nr. 4: Charlie’s landing.


    14 Nature Songs for Children. Text: L. S. Bransby u. a. London: Augener, 1907.


    Garden of verses. 12 Songs. London: Enoch, o. J.


    Seven Two-Part Songs. Text: A. J. Daryl, o. O., 1911.


    Sing-song. 27 nursery rhymes. Für Stimme und Klavier. Texte: Christina Rossetti. London: Augener, 1884; 1900.

    Darin u. a.: Nr. 3: Shake the Cherry Tree; Nr. 11: Who has seen the Wind; Nr. 16: Fly away, fly away; Nr. 21: If I were a Queen; Nr. 22: Eight o’clock, the Postman’s Knock; Nr. 27: Dancing on the Hill-top.


    Six Shakespeare Songs. Für zwei Stimmen. London: J. Curwen & Sons, 1902


    Six Songs for two voices. Vokalduette mit Klavier. Text: William Shakespeare. London, 1885.

    Nr. 1: Tell me where is fancy bred; Nr. 2: A poor soul sat sighing; Nr. 3: Under the greenwood tree; Nr. 4: Take, O take those lips away; Nr. 5: When that I was a tiny little boy; Nr. 6: Who is Sylvia?


    Songs of the Stream. Liedzyklus für vier Stimmen und Klavier. Text: Robert Smythe Hichens (unveröffentlicht, UA November 1886, London).


    Sunbeams. 10 Songs for children. Text: Frederic Edward Weatherly. New York: Schirmer, 1891.


    The Children's Sacred Wreath. 12 geistliche Lieder, o. O. 1889.


    Three songs. Für Stimme und Klavier. Text: Emanuel Geibel [aus dem Deutschen übersetzt]. London: Stanley Lucas, Weber & Co., 1883.

    Darin: Nr. 1: The lily spreads upon the lake = Die stille Wasserrose.


    Three Songs with Piano Accompaniment. Mit Klavier- und Orgelbegleitung. New York: G. Schirmer, 1898.

    1.: Stay me no more. Text: Ernest Myers; 2.: Sweetheart, sigh no more. Text: Thomas Bailey Aldrich; 3.: Mountain-Hymn to the Dawn. Text: Mrs. D. O'Sullivan.


    Two songs. Text: William Blake. London: Stanley Lucas, Weber & Co., 1876.


    Two Songs. London: Charles Vincent, 1900.

    Nr. 1: I love all beauteous Things. Text: Robert Bridges; Nr. 2: Love is a Swallow. Text: Arthur Symons.


    Two Songs. London, o. J.

    Nr. 1: Piping down the valleys wild; Nr. 2: Infant Joy.



    4. Bearbeitungen und Harmonisierungen


    Adown in the Valley. Lied. Arrangiert von Mary Carmichael. Text: James Sanderson. London: Mathias & Strickland, 1894.


    A faithless swain. Für tiefe Stimme. Arrangiert von Mary Carmichael. Von Dr. [Thomas] Arne. London: Enoch & Sons, 1895.


    Age. Lied. Text: Anacreon [übersetzt von Abraham Cowley]. Arrangiert von Mary Carmichael. Von William Boyce. London: R. Cocks & Co., 1892.


    Celia's charms. Lied für tiefe Stimme. Arrangiert von Mary Carmichael. Von Dr. [Thomas] Arne. London: Enoch & Sons, 1895.


    Come and trip it (Dance Song). Zweistimmiges Lied. Von Georg Friedrich Händel. Arrangiert von Mary Carmichael. London: Enoch, 1894 / 1895 / 1905.


    Come, Rosalind. Lied für tiefe Stimme. Arrangiert von Mary Carmichael. Von Dr. [Thomas] Arne. London: Enoch & Sons, 1895.


    Contented I am. Lied. Arrangiert von Mary Carmichael. Text und Musik: anonym. London: Enoch & Sons, 1895.


    Echoes of olden times: 1st series: Early English songs. Arrangiert von Mary Carmichael. London: Enoch & Sons, 1895.


    For freedom. Lied. Text und Musik: anonym. Arrangiert von Mary Carmichael. London: Enoch, 1895.


    Old England's a Lion. Lied. Arrangement von Mary Carmichael. Text: William Shield. London: R. Cocks & Co., 1894.


    Phyllis. Lied für tiefe Stimme. Text: Dr. [Thomas] Arne. Arrangiert von Mary Carmichael. London: Enoch, 1895.


    Quaff with me the purple Wine. Lied. Arrangement mit Begleitung. Text: William Shield. London & New York: Boosey & Co., 1892.


    She lives in the valley below. Für tiefe Stimme. Von James Hook. Arrangiert von Mary Carmichael. Text: Dr. [Thomas] Arne. London: Enoch & Sons, 1895.


    Sweet Robin. Old Song. Arrangement: Mary Carmichael. London: Stanley Lucas, Weber & Co., 1892/93.


    Tell me, ye Brooks. Lied. Arrangiert von Mary Carmichael. Von William Boyce. London: Weekes & Co., 1895.


    The land of delight. Lied. Arrangiert von Mary Carmichael. Text und Musik: anonym. London: Enoch & Sons, 1895.


    Widow Machree. Irish Song. Arrangement von Mary Carmichael. London & New York: Boosey & Co., 1898.


    With Early Horn. Lied. Arrangement von Mary Carmichael. Text: John Ernest Galliard. London: R. Cocks & Co., 1892.


    Ye fauns and ye dryads. Für tiefe Stimme. Arrangiert von Mary Carmichael. Von Dr. [Thomas] Arne. London: Enoch & Sons, 1895.



    B. Instrumentalmusik


    Andante and Allegro. Für Violoncello und Klavier, o. O., o. J.


    A suite for pianoforte. Duett, o. O., 1880.


    Barcarole. Für Klavier. London: Stanley Lucas, Weber & Co., 1883.


    Duftende Blumen. Fünf Walzer für vierhändiges Klavier. London: Bosworth, 1878.

    1. Jasmin, 2. Flieder, 3. Veilchen, 4. Rose, 5. Heliotrope.


    Four Welsh Airs. Arrangement für Violine mit Klavierbegleitung. London: Drummond & Co., 1920.

    When I was a shepherd; David of the White Rock; The rising of the lark; Suo-gân.


    Humoreske. Für Klavier. London: 1876.


    Idylle. Für Klavier. London: Stanley Lucas, Weber & Co., 1874.


    In the Twilight. Charakterstück für Klavier. Op. 11. London: Stanley Lucas, Weber & Co., 1885.


    Military Quick March. Für Klavier. London: Weekes & Co., 1917.


    Pas Fantastique. Für Klavier, o. O., o. J.


    Prelude & Humoresque. Für Klavier. London: Schott & Co., 1926.


    Several Transcriptions from the Eight Preludes und Fugues of J. S. Bach. Für zwei Violinen und Klavier, o. O., o. J.


    Stray leaves from Winchelsea. Three Characteristic Pieces. Für Klavier. London: Edwin Ashdown, 1899.

    Nr. 1: Spring song; Nr. 2: Lullaby; Nr. 3: A rustic scene.


    Triumphal March. Für Militärkapelle. London: Forsyth Brothers, ca. 1900.


    Trois célèbres Danses Hongroises. Für Violoncello und Klavier. Arrangiert von H. Brousil. Begleitung von Mary Carmichael. London: Schott & Co., 1904.


    Two Mazurkas. Für Klavier. London, 1878.


    Two Sketches. Für Klavier. London, 1876.


    Two Sketches from Florence. Für Klavier. London: Novello & Co., 1903.

    Nr. 1: On the Lung Arno; Nr. 2: In the Cascine.


    Melodies for Two Violins and Piano. Three folk songs, New York: The Arthur P. Schmidt Co., 1929.

    Nr. 1: Drink to me only with thine eyes; Nr. 2: It was a lover and his lass; Nr. 3: The dew each trembling leaf enwreathed.



    C. Übersetzungen


    Alfred Ehrlich: Celebrated Pianists of the Past and Present. Übersetzt von Mary Carmichael. London: Grevel, 1894.

    Repertoire

    Eine Repertoireliste von Mary Carmichael kann derzeit aufgrund fehlender Forschungen nicht erstellt werden. Als Solistin trat sie u. a. mit dem Klavierkonzert d-Moll, BWV 1052, von Johann Sebastian Bach auf. Ihr Repertoire als Klavierbegleiterin umfasste vermutlich nahezu das gesamte klassisch-romantische Repertoire vom Lied über Arien, Solosonaten und Kammermusik.

    Quellen

    Literatur


    Artikel „Carmichael, Mary Grant“. In: British Musical Biography, hg. v. J. D. Brown/S. S. Stratton, London 1897 (verfügbar in wbis – world biographical information system).


    Artikel „Carmichael, Mary“. In: The Catholic who’s who & yearbook, 1910 und 1930 (verfügbar in wbis – world biographical information system).


    Artikel „Carmichael, Mary Grant“. In: Dictionary of Musicians, hg. v. W. J. Baltzell, 1911 (verfügbar in wbis – world biographical information system).


    Artikel „Carmichael, Mary Grant“. In: Who’s who in Music, hg. v. H. S. Wyndham, 1913 (verfügbar in wbis – world biographical information system).


    Artikel „Carmichael (Mary Grant)“. In: Otto Ebel: Women Composers, 3. Aufl. 1913 (verfügbar in wbis – world biographical information system).


    Artikel „Carmichael (Mary Grant)“. In: Black’s Dictionary of Music and Musicians, 1924 (verfügbar in wbis – world biographical information system).


    Artikel „Carmichael (Mary Grant). In: National Portrait Gallery of British Musicians, 1896 (verfügbar in wbis – world biographical information system).


    Artikel „Carmichael, Mary“. In: Who was who 1929-1940, 1941 (verfügbar in wbis – world biographical information system).


    Burton, Nigel: Artikel „Carmichael, Mary Grant“. In: The Norton/Grove Dictionary of Women Composers, hg. v. Julie Anne Sadie und Rhian Samuel. New York, London: Macmillan Press, 1995.


    Fuller, Sophie. The Pandora Guide to Women Composers. Britain and the United States 1629 – Present. London: Pandora, 1994.


    Pazdírek, Franz (Hg.). Universalhandbuch der Musikliteratur aller Zeiten und Völker, Wien: Pazdírek & Co., 1904-1910.


    Reynolds, K. D. Artikel „Carmichael, Mary Grant (1850/51–1935)“. In: Oxford Dictionary of National Biography, Oxford University Press, 2004, online verfügbar unter http://www.oxforddnb.com/view/article/46756 (Stand: 13. September 2013).



    Zeitschriftenartikel und Rezensionen


    Music Supervisors Journal Nr. 15, März 1929, S. 103.


    The Musical Times vom 1. September 1885, S. 550.

    The Musical Times vom 1. September 1889, S. 551.

    The Musical Times vom 1. Dezember 1899, S. 829.


    The Musical World vom 2. März 1878, S. 156.

    The Musical World vom 2. August 1879, S. 486.

    The Musical World vom 12. Juni 1880, S. 373.

    The Musical World vom 12. November 1887, S. 898.


    The Times vom 21. Juni 1884, S. 10.

    The Times vom 17. November 1884, S. 10.

    The Times vom 17. Februar 1885, S. 8.

    The Times vom 17. Februar 1886, S. 4.

    The Times vom 18. Juni 1886, S. 9.

    The Times vom 21. August 1895, S. 7.

    The Times vom 20. Mai 1903, S. 3.

    The Times vom 29. Februar 1908, S. 11.

    The Times vom 21. März 1935, S. 16.

    Forschung

    Zu Mary Carmichael liegen keine weiteren Forschungsinformationen vor.

    Forschungsbedarf

    Der Forschungsbedarf zu Mary Carmichael umfasst ihre Biografie, ihre Tätigkeiten sowie ihre künstlerischen und privaten Kontakte.

    Normdaten

    Virtual International Authority File (VIAF): 23084253
    Deutsche Nationalbibliothek (GND): 124813801

    Autor/innen

    Silke Wenzel


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Regina Back
    Zuerst eingegeben am 19.12.2017


    Empfohlene Zitierweise

    Silke Wenzel, Artikel „Mary Carmichael“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 19.12.2017.
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/Artikel/Mary_Carmichael