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    von Torsten Möller
    Maria de Alvear
    Namen:
    Maria de Alvear
    Lebensdaten:
    * in Madrid,
    Tätigkeitsfelder:
    Komponistin, Performerin
    Charakterisierender Satz:

    „Ich glaube, Spiritualität hat nichts mit modern oder altmodisch zu tun, sondern mit der Wahrnehmung. Spiritualität bedeutet für mich, das Leben mit meinem Geist, ,Spirit‘ zu erleben - nicht mit dem Kopf, nicht mit Emotionen, sondern mit der Seele. Darauf konzentriere ich mich - obwohl unsere Gesellschaft das nicht fördert.“


    (Maria de Alvear im Gespräch mit Lislot Frei, 1995)


    Profil

    Maria de Alvears Arbeiten sind von einer erstaunlichen stilistischen Vielfalt gekennzeichnet. Ein Großteil ihrer Werke ist multimedial angelegt, oftmals durchziehen performative und rituelle Elemente ihr Oeuvre. In vielen ihrer Werke agiert de Alvear selbst als Vokalistin und nicht selten auch als Performerin.

    Orte und Länder

    Nach ihrer Geburt in Madrid zog Maria de Alvear nach Köln um bei Mauricio Kagel Komposition zu studieren. Später unternahm de Alvear zahlreiche Reisen, vor allem um ihr spirituelles Wissen zu vertiefen. Sie besuchte unter anderem die USA, Sibirien, Finnland, Island und Norwegen.

    Biografie

    Maria de Alvear wurde am 25. Oktober 1960 in Madrid als Tochter einer aus Kirn im Hunsrück stammenden Galeristin und eines spanischen Architekten geboren. Sie wuchs in Spanien zu Zeiten der Franco-Ära auf, die von Unterdrückung und kulturellen Einschränkungen geprägt war. Da in de Alvears Elternhaus liberales Denken gepflegt und das weltweite Kunstgeschehen aufmerksam verfolgt wurde, wuchs sie in einem Klima auf, das eine günstige Ausgangsbasis für ihre spätere künstlerische Karriere bildete.

    Mit acht Jahren begann sie mit Cembalo-, Klavier- und Kompositionsunterricht bei Eduardo Polonio. Später folgte die Unterweisung im Orgel- und Cembalospiel und dem Dirigieren. Zentral für die Entwicklung von Maria de Alvears multimedialer und multistilistischer Ästhetik erwies sich dann das Studium bei Mauricio Kagel an der Kölner Musikhochschule (1980-1986). Bis Ende der 1980er Jahre trat de Alvear auch als Jazz-Interpretin in Erscheinung, etwa mit der Gruppe „Härte 10“, aber auch mit ihrem eigenen „Maria de Alvear Quintett“.

    Freundschaften zur Medizinfrau „Tsolagui“ RuizRao und dem ebenfalls vom Volk der Irokesen stammenden Medizinmann Rahkweeskeh führten seit 1990 zu einer künstlerischen Hinwendung zu Spiritualität und Ritus.

    1992 erhielt Maria de Alvear das Bernd Alois Zimmermann-Stipendium der Stadt Köln. 1998 gründete sie den Verlag World Edition, in dem CDs und Bücher, zum Teil ihre eigenen Werke betreffend, publiziert werden. Seit 2003 gibt de Alvear mit Raoul Mörchen die Reihe „kunstMusik – Schriften zur Musik als Kunst“ heraus. Offen angelegt, können KomponistInnen Texte zu ihren jeweiligen Musikanschauungen publizieren.

    Würdigung

    Maria de Alvears Schaffen ist durch vielfältige Impulse geprägt. In der Studienzeit vermittelte ihr Mauricio Kagel eine Ästhetik im Sinne seines „Instrumentalen Theaters“, in dem visuelle Elemente bzw. die Aktivierung des Interpreten als Darsteller im Vordergrund standen. Hiervon ausgehend verstärkte sich sukzessive Maria de Alvears Hinwendung zur körperbezogenen Performancekunst und zu anderen, vor allem experimentellen Sparten der bildenden Kunst. Joseph Beuys‘ enge Verknüpfung von Kunst und Leben, seine Orientierung an rituellen Praktiken und seine – durch die Kunst transportierte Weltanschauung – wirkten besonders prägend. Durch den Einfluss von „Tsolagui“ RuizRao und Rahkweeskeh vom Stamm der Irokesen verstärkte sich mit Beginn der 1990er Jahre die Tendenz, dass de Alvear ihre Kunstwerke als Ausdruck ihrer Lebensanschauung mit ihren archaischen, spirituellen, mythischen, rituellen und sexuellen Elementen kreierte.

    De Alvears Werke sind in ihrer Ausdruckshaltung oft extrem. „Neandertal 1“, Zeremonie für eine schreiende Vokalsolistin und Tonband (1985), ist von steten Urschreien geprägt, die länger als eine Stunde dauern. Das ebenso gigantische wie utopische Projekt „Sky Music“ für Chor, Orchester, Darsteller und vier große Videoleinwände (seit etwa 1998) ist im Rahmen des zeitgenössischen Musikbetriebs organisatorisch und finanziell kaum realisierbar. Aufgrund der Opulenz, aber auch aufgrund der durch das Werk präsentierten Weltanschauung ist eine gewisse Nähe zur Ästhetik Karlheinz Stockhausens spürbar.

    Oftmals verzichtet de Alvear auf eine vorab festgelegte strukturelle Organisation ihrer Werke und auf eine Vorauswahl von Materialien: „Verwendet wird, was hilft, einen gewünschten dramatisch-theatralischen Effekt, einen Ausdruck zu erreichen, einen spezifischen Raum zu schaffen“ (Raoul Mörchen: Artikel Maria de Alvear. In: Komponisten der Gegenwart, 26. Nachlieferung, 2003). Als Konsequenz von Maria de Alvears Arbeitsweise, die durch einen „Erfindungsfluss“ im Sinne eines vom Surrealismus stammenden „automatischen Schreibens“ gekennzeichnet ist, sind ihre Arbeiten wegen der stark ausgeprägten improvisatorischen Elemente nur sehr schwer mit traditionellen Analysemethoden zu fassen. Denn eine wissenschaftliche Annäherung an das Oeuvre muss die besondere Gewichtung des Live-Erlebnisses und der ausgeprägten Multimedialität berücksichtigen. Maria de Alvear verweist den Rezipienten ihrer Werke auf dessen Subjektivität.

    Rezeption

    Maria de Alvears Werke haben immer wieder polarisiert. Ihre spirituell motivierte Ästhetik führte dazu, dass sie als Esoterikerin angesehen wurde und wird. Ihre Thematisierung von Sexualität, ihre direkte Art, tabuisierte Aspekte des Lebens – oft unverblümt – anzugehen, stieß darüber hinaus auf viel Unverständnis und Ablehnung. Öffentliche Skandale rief de Alvear in Köln dadurch hervor, dass sie als Priesterin verkleidet sang oder in einer Kirche religiöse Gefühle dadurch verletzte, dass sie Aufführungen mit der Beteiligung toter Tiere dort gab. Diese zog einen Gerichtsprozess nach sich, den de Alvear allerdings gewann.

    Werkverzeichnis

    A. Vokalmusik


    1. Orchestermusik mit Stimme


    „Misa libre“ für Sopran, Bariton, zwei Sprecher, Chor und Orchester auf einen Text von Maria de Alvear, 1989/90


    „Daphnis y Cloe en Madrid“ für Singstimme und Kammerorchester auf einen Text von Maria de Alvear auf Videoband, 1990


    „Sexo„ Zeremonie für eine Vokalsolistin, Solovioline und Orchester auf einen Text von Maria de Alvear, 1991, UA Basel 1995


    „Luces“ für Singstimme und Streichorchester und einen auch sprechenden Dirigenten auf einen Text von Maria de Alvear, 1992, UA Reykjavic 1993


    „As far as we know“ für Stimme und großes Orchester, 2001, UA Ostrava (Tschechische Republik) 2001



    2. Kammermusik mit Stimme


    „Hier und dort“ für Gesang, Violoncello und Klavier, 1978, Text: Maria de Alvear


    „Morgenstern“. Fünf Lieder für Stimme und Klavier, auf Verse von Christian Morgenstern (Das Knie; Seufzer-Lied; Ein Igel; Das Mondschaf; Galgenlied; Henkers-Mädel), 1980, UA Mainz 1980


    „Ich lösch das Licht“ für zwei Vokalsolistinnen und drei Posaunen auf ein Gedicht von Hugo von Hofmannnsthal, 1980, UA Mainz 1980


    „Llanto – Schrei“ für je drei Vokalsolistinnen, drei Klaviere und drei kleine Trommeln, nach dem Gedicht „A las cinco de la tarde“ von Federico García Lorca, 1980, UA Mainz 1980


    „Quartett“ für zwei Vokalsolistinnen und zwei Violoncelli, 1981, UA Köln 1982


    „Cantos de oración“. Zeremonie für Singstimme auf das Wort „arcaíco“, Klavier und Tonband, 1982, UA Köln 1982


    „Canción“ für drei Vokalsolisten, Flöte und Klavier, Text: „Canción“ von Federico García Lorca, 1982


    „Cantos de Liturgia“ für neun Instrumentalisten und eine Akteurin / Sängerin, Holzkreuz, Nägel und Hammer, 1982, UA Düsseldorf 1982


    „Angeles uno“. Zeremonie für Sopranistinnen, zwei Posaunen, zwei Violoncelli, Kontrabass und E-Bass auf einen Kunstsprache-Text von Maria de Alvear, 1983, UA Köln 1984


    „Appassionata“ für Solovioline, zwei Violinen, zwei Violen, eine Stimme, Klavier und eine Schauspielerin, 1984


    „Angeles dos“ Zeremonie für Singstimme, Bassklarinette, zwei Klaviere und große Trommel auf Kunstsprachlaute von Maria de Alvear, 1984, UA Köln 1985


    „Drei Studien“ für Sopranistin und Violoncello auf einen Text von Maria de Alvear, 1984


    „Neandertal 1“ Zeremonie für eine schreiende Vokalsolistin und Tonband, 1985, UA Frankfurt 1985


    „Prähistorische Landschaften 2“ für Singstimme, Streichquartett und zehn auf Tonband aufgenommene Instrumente, auf eine Textcollage von Maria de Alvear, 1986


    „Corazón“ für Vokalsolistin und drei Trommler, auf einen Text von Maria de Alvear, 1990, UA Köln 1990


    „Grüße Nr. 1“ für Vokalsolistin, auf einen Text von Maria de Alvear, 1990, UA Köln 1990


    „Grüße Nr. 2“ für Vokalsolistin und Tonband, auf einen Text von Maria de Alvear, 1990 (firmiert auch unter dem Titel „Message“), UA Köln 1990


    „De tierra“ für Singstimme, Flöte, Klarinette, Schlagzeug, Klavier, Viola und Violoncello auf einen Text von Maria de Alvear, 1990/91


    „Madera – Holz –“ für Singstimme, zwei Klarinetten, Schlagzeug, Violine und Violoncello auf einen Text von Maria de Alvear, 1990/91,


    „Songs of creation“ für Sopran, Bariton, Klavier, zwei Klarinetten, Schlagzeug, Violine, Violoncello und Gitarre auf einen Text von Maria de Alvear, 1990/91, UA London 1992


    „In Dank“. Zeremonie für Singstimme, Cembalo, Trompete und Schlagzeug auf einen Text von Maria de Alvear, 1991, UA Köln 1991


    „Noche profunda“. Zeremonie für Singstimme und Klavier auf einen Text von Maria de Alvear, 1991,


    „La cierva“. Zeremonie für einen singenden und Klavier spielenden Darsteller auf einen Text von Maria de Alvear, 1991, UA Köln 1991


    „La rana – Der Frosch –“ für eine Vokalsolistin und Klavier auf einen Text von Maria de Alvear, 1991, UA Köln 1991


    „Material de raices – Wurzelmaterial –“ für Klavier, zwei türkische Lauten (Saz), zwei Violinen und Stimme, 1991 (auch in einer Version für Klavier und Streichquartett)


    „En espiritu de rosas raices no. 1“. Zeremonie für Stimme, Klarinette und Bassklarinette sowie einen toten Hasen auf einen Text von Maria de Alvear, 1991, UA Moers 1991


    „En espiritu de rosas raices no. 2“. Zeremonie für Stimme, zwei türkische Lauten (Saz), zwei Violinen sowie einen toten Hasen auf einen Text von Maria de Alvear, 1991, UA Köln 1992


    „Animales y Flores“. Zeremonie für einen oder mehrere Vokalsolisten, Trompete und Klavier auf einen Text von Maria de Alvear, 1991, UA Düsseldorf 1991


    „En espiritu de rosas raices no. 3“ für Stimme, Violine, Violoncello und Klavier auf einen Text von Maria de Alvear, 1992, UA London 1992


    „En espiritu de rosas raices no. 4“ für drei Vokalsolistinnen, Klarinette, Posaune, Harfe und drei Violinen und einen toten Hirsch auf einen Text von Maria de Alvear, 1992, UA Köln 1992


    „Hilos de oro – Goldfäden –“ für Singstimme, Solovioline und Orchester auf einen Text von Maria de Alvear, 1992,


    „Ritual con un ciervo muerto“. Ritual für Singstimme, Klavier, Harfe, Flöte, Oboe, Klarinette, Violine, Viola, Violoncello und Kontrabass auf einen Text von Maria de Alvear, 1992


    „Altamira Fase 1“. Zeremonie für Klavier, Posaune, gemischten Chor und Vokalsolistin auf einen Text von Maria de Alvear, 1992, UA Santander 1993


    „Soles“ für zwei Singstimmen, Klavier, Schlagzeug, Violine, Viola und Violoncello auf einen Text von Maria de Alvear, 1994, UA Bielefeld 1994


    „Unir“. Zeremonie für Vokalsolistin, Klavier und ein Objekt (bemalte Damenbinde) auf einen Text von Maria de Alvear, 1992, UA Köln 1993


    „Aguas“ für Klavier, Ensemble und Stimme, 1994


    „Colores“ für Singstimme, Klavier, Klarinette und Schlagzeug auf einen Text von Maria de Alvear, 1995


    „Vagina“. Zelebration für Vokalsolistin, Flöte, Oboe, Klarinette, zwei Trompeten, zwei Hörner, drei Posaunen, Celesta, Orgel, zwei Klaviere, zwei Schlagzeuger, zwei Streichquartette und zwei Kontrabässe auf einen Text von Maria de Alvear, 1996, UA Frankfurt 1996


    „Todo“. Zeremonie für drei Sängerinnen und Instrumentalensemble auf einen Text von Maria de Alvear, 1997, UA Düsseldorf 1997


    „Espiritu de luz“. Zeremonie für Stimme, Klavier und Klarinette, 1997, UA Köln 1997


    „Libertad“. Zeremonie für zwei Stimmen, Posaune, Schlagzeug und zwei Klaviere auf Texte von


    Tsolagiu M.A. RuizRazo, 1998, UA Darmstadt 1998


    „Visión“. Zeremonie für Flöte, Klarinette, Klavier, zwei Schlagzeuger, Violoncello, Kontrabass und Stimme, 1998, UA Köln 1998


    „Mar“. Zeremonie für Schlagzeug und drei Stimmen auf einen Text von Maria de Alvear und Tsolagiu M.A. RuizRazo, 1998, UA Köln 1998


    „See“ für Violine-Solo, Stimme und Streichquartett, 2003, UA Bad Faulenbach 2003



    3. Stimme solo


    „Para todos los seres humanos sobre la tierra“. Zeremonie für einen Vokalsolisten, 1991


    „Amor“ für Singstimme auf einen Text von Maria de Alvear, 1991



    B. Instrumentalmusik


    1. Orchester


    „Poema de silencio“ für Orchester, 1978


    „El Circulo“. Auto sacramental für sechs Solisten und Orchester, 1983, UA Köln 1983


    „Purisimo“ für zwei Flöten, Harfe, Violoncello und Kammerorchester, 1992, UA Frankfurt 1994


    „Energia blanca“. Zeremonie für Streichorchester, 1993,


    „Agua dulce“ für Oboe, Violine und Orchester, 1994


    „World“ für Klaviersolo, zweites Klavier und großes Orchester, 1996, UA New York 1997


    „Flor 1&2“ für Kammerorchester und Video, UA Köln 2003



    2. Kammermusik


    „Dos melodias magiares“ für Violoncello und Klavier, 1975


    „Drei Variationen“ für Violine und Klavier, 1979


    „Primera pieza“ für Violine und Klavier, 1979


    „Conversaciones“ für Klavier, zwei Kontrabässe, Xylophon und kleine Trommel, 1980, UA Koblenz 1981


    „Kakushöhle“ für Solovioline, Trompete, Horn, Pauken, Vibraphon, Violine und Viola, 1985,


    „Neandertal 2“ für Streichquartett, 1986, UA Köln 1986


    „Seele“ für Viola, Violoncello und Kontrabass, 1990, UA Köln 1996


    „En espiritu de rosas raices no. 5“ für Klavier, zwei Klarinetten, Violine und Violoncello, 1992


    „Al arbol del norte“. Zeremonie für Klavier und Posaune, 1992, UA Tallinn 1992


    „Purisimo“ für zwei Klarinetten, Harfe und Kammerorchester, 1992, UA Frankfurt 1994


    „Ama“ für Klavier, Klarinette und Violine, 1993


    „Al arbol del norte“ (zweite Version) für Posaune und Klavier, 1993


    „Fuerza solar“ für Klavier und Streichquartett, 1993


    „Futuro-Trio“ für Klavier, Violine und Posaune, 1993/94, UA Berlin 1996


    „Futuro-Quartett“ für Klavier, Violine, Posaune und Schlagzeug, 1994


    „Corazón abierto – offenes Herz –“ für Bassklarinette, Elektro-Gitarre, Klavier, Schlagzeug, Violoncello und Kontrabass, 1995


    „Cortando“ für Klarinette, Violine, Viola und Schlagzeug, 1995, UA Köln 1995


    „Care“. Zeremonie für Schlagzeug, Flöte und Gitarre, 1995,


    „Verdad – Wahrheit –“. Zeremonie für Klavier und Bläserquartett, 1995, UA Berlin 1995


    „Pajaros – Vögel –“ für Klarinette, zwei Trompeten, zwei Hörner, zwei Posaunen und zwei Schlagzeuger, 1995, UA Düsseldorf 1996


    „Luz futura“. Zeremonie für Bläserquintett, Saxophon und Schlagzeug, 1996, UA Luzern 1996


    „Caridad“. Zeremonie für Klavier, Posaune und Viola, 1996, UA Bludenz 1996


    „Calor – Hitze –“. Zeremonie für Instrumentalensemble, 1996, UA Toronto 1997


    „Sal“. Zeremonie für vier Schlagzeuger, 1997, UA Kassel 1998


    „Culebra de mar“ für Violine und Kontrabass, 1997, UA Berlin 1998


    „Asi... Musica para dormir la siesta“ für Klavier und Harfe, 1999, UA Amsterdam 1999


    „Gota - dieser eine Gletschertropfen“ für Trompete, Akkordeon, Klavier und drei kleine Trommeln, 2000, UA Köln 2000


    „Within“ für Stimme, Klavier und Schlagzeug, 2001, UA Köln 2001



    3. Solowerke


    „De puro amor“ für Klavier, 1991, UA Köln 1993


    „En amor duro“ für Klavier, 1991


    „Sexo compacto“ für Klavier, 1991


    „Entendiendo“ für Klavier, 1992, UA Basel 1982


    „Murió“ für Violine, 1992, UA Madrid 1995


    „La tonta del bote – Die Dumme vom Pott / Das Weiblich-Göttliche“ für Klavier, 1993


    „Fuerzas“ für Viola, 1994, UA Grand Rapids (USA) 2002


    „Fuerzas“ für Violine, 1994


    „Energia redonda“ für Violine, 1994, UA Grand Rapids (USA) 2002


    „Besando el tiempo - die Zeit küssend“ für Flöte, 1994, UA Salzau 1995


    „Intenso“ für Klavier, 1995, UA Salzburg 1995

    „25.9.1995“ für Vibraphon solo, 1995


    „Mares“ für Klavier, 1996, UA Köln 1996


    „with care“ für Klavier, 1998


    „Musica llena de cosas buenas“ für Klavier, 1999


    „Asking“ für Klavier, 2000/01, UA Toronto 2001



    C. Hörspiele, multimediale und szenische Werke


    „Confesión“ für eine Darstellerin und Fotografien auf Video, 1982, UA Köln 1983


    „El Greco“ für einen Kontrabassisten auf Video, 1982, UA Köln 1984


    „Studie über Arnulf Rainer“, Videoband, 1982, UA Essen 1982


    „Abgesehen von menschlichen Ausnahmeschwächen“, Hörspiel mit ca. 30 Mitwirkenden auf eine Textcollage von Maria de Alvear, 1983


    „Prähistorische Landschaften 1“, Hörspiel für Streichquartett, Sprecher und historische Aufnahmen, 1984, Ursendung WDR Köln 1985


    „Vita-Geflüster“ für Singstimme, Synthesizer und Rhythmusmaschine auf einen Text von Maria de Alvear auf Videoband, (Gemeinschaftswerk mit Jörg U. Lensing), 1984


    „Pasión“, Videoband aus Aufnahmen in einer Schmiede und einer Toncollage, 1985


    „Coro real“ für eine Vokalsolistin, Frauenchor auf einen Text von Maria de Alvear auf Videoband, 1985


    „Sol“. Musiktheaterstück für Klavier, Marimbaphon, zwei Schlagzeuger, Trompete, Violine, Viola, Tonband und einen Tänzer auf eine Kunstsprache-Text von Maria de Alvear, 1986, UA Köln 1987


    „Die Badenden“. Hörspiel für etwa zwanzig Mitwirkende auf einen Text von Maria de Alvear, 1987, Ursendung WDR Köln 1991


    „Rei“. Hörspiel für etwa 20 Mitwirkende auf einen Text von Maria de Alvear, 1987


    „Noches“, Tanztheaterstück für vier (kalkweiß) bemalte, nackte Tänzerinnen und Tänzer, Klavier, zwei Schlagzeuger und Kontrabass, 1987


    „Simulación“, Hörspiel für zehn Mitwirkende auf einen Text von Maria de Alvear, 1987


    „Blue Cave“, Hörspiel für einen Vokalsolisten und zwei Elektronik-Instrumentalisten auf einen Text von Maria de Alvear, 1987


    „October Madrid“ für Saxophon und Synthesizer auf Video, 1987, UA Madrid 1989


    „Und die Erde hörte“, Hörspiel für zwei Singstimmen, drei Blasinstrumente, vier Streicher, Sprecher, Keyboard und weitere Mitwirkende, 1988, Ursendung WDR Köln 1989


    „Palabras reales o las esencias de la vida“, Hörspiel für vier Solostimmen, Violine, Klarinette, Harfe, Schlagzeug, Tuba, Synthesizer, Mädchenchor, Frauenchor, Männerchor, Tontechniker und Geräuschmacher auf einen Text von Maria de Alvear, 1990


    „Azul“, Hörspiel für Sopran, Bariton und Synthesizer auf einen Text von Maria de Alvear, 1991


    „Paraíso“, Hörspiel für eine Vokalsolistin auf einen Text von Maria de Alvear, 1991


    „Grüße Nr. 3“ für Vokalsolistin, Photographien, Diaprojektionen und eine Stoffinstallation auf einen Text von Maria de Alvear, 1991


    „Sol“, Klanginstallation und Objekte auf Videoband, 1992


    „Sol“, Videofilm, 1992, UA Helsinki 1995


    „Sinfonia No. 2“, Konzeptstück „um die Welt zu verändern“, 1992


    „Trueno“, Hörspiel auf eine Textcollage von Maria de Alvear, 1996, Ursendung Madrid 1996


    „El circulo“, Hörspiel für Darsteller und Instrumente, 1997


    „Sexo Puro“, Zeremonie für zwei Klaviere, zwei Schlagzeuger, drei Trompeten, drei Posaunen, zwei Tuben und Soloposaune, drei Stimmen und große Videoinstallation, 1998, UA Donaueschingen 1998


    „The Word“, Ausstellungsprojekt von Künstlergedichten (zusammen mit David Bowes, Tuukka Luukas, Yoko Ono, Tsolagiu M.A. RuizRazo, Shozu Shimamoto und Marianne Uutinen, Lesja Zajac), 1999


    „Erotica“, Hörspiel für drei Stimmen und Collagen, 1999, UA Köln 1999


    „The Inner“ für Orgel und Gesang auf Texte von Tsolagiu M.A. RuizRazo, 1999, UA Altenberg 1999


    „Land“, Zelebration für zwei Rapper, Ensemble, Massageperformance und große Videoinstallation mit einen Text von Bob Lakermann, 1999, UA Köln 1999


    „Thinking“ für Klavier, Violine und große Videoinstallation, 2000, UA Terranova 2000


    „Ur“ für zwei Schlagzeuger mit Bodypainting, Tonband und Videoinstallation, 2000, UA Trier 2000


    „Baum“ für Stimme, vier Schlagzeuger und einen Baum. Installation. 2000, UA Köln 2001


    „Energy lines“ für Klavier, Stimme und Videoinstallation, 2001, UA Schieder-Schwalenberg 2001


    „Schlangen“ für vier Schlagzeuge und Installation, 2001, UA Köln 2002


    „Montana/Berg“ für Klavier, Elektronik und Video, 2002, UA Münster 2002


    „The Inner – Stimmen“ für Schlagwerk, Tonband und große Videoinstallation, 2002, UA Madrid 2002


    „Flores“ für zwei Frauenstimmen, Solotrompete, Ensemble und große Videoinstallation, 2003, UA Köln 2003


    „Landschaft 3“ für Stimme und Video, UA Ulm 2003

    Quellen

    A. Sekundärliteratur


    Mörchen, Raoul: Aus reiner Liebe – Über die deutsch-spanische Komponistin Maria de Alvear. In: MusikTexte Heft 80, August 1999, S. 4-9 (Der Text ist bietet einen Extrakt einer Rundfunksendung, die 1999 vom Deutschlandfunk Köln und vom Hessischen Rundfunk Frankfurt gesendet wurde.


    Nauck, Gisela: Künstler des 21. Jahrhunderts. In: Positionen 45, 2000, S. 53/54


    Mörchen, Raoul: Artikel Maria de Alvear. In: Komponisten der Gegenwart, 26. Nachlieferung (2003)



    B. Links


    www.mariadealvear.com

    Die Website von Maria de Alvear bietet unter anderem eine Biografie, eine Werkliste, Ansichten von Partiturseiten, Presserezensionen und Artikel über ihr Schaffen.



    C. Diskografie


    hat ART records 6112, 1992 („En amor duro“ für Klavier, 1991)


    World Edition 0001, 1999 („Libertad“ Zeremonie für zwei Stimmen, Posaune, Schlagzeug und zwei Klaviere auf Texte von Tsolagiu M.A. RuizRazo, 1998)


    World Edition 0002, 1999 („World“ für Klaviersolo, zweites Klavier und großes Orchester, 1996)


    World Edition 0003, 2000 („Sexo“. Zeremonie für eine Vokalsolistin, Solovioline und Orchester auf einen Text von Maria de Alvear, 1991)


    World Edition 0004, 1999 („Vagina“. Zeremonie für Stimme und Ensemble, 1996)


    Frau Musica 001, 1999 („Mar“. Zeremonie für Schlagzeug und drei Stimmen auf einen Text von Maria de Alvear und Tsolagiu M.A. RuizRazo, 1998)


    World Edition 0005, 2000 („Musica llena de cosas buenas“ für Klavier, 1999)


    World Edition 0006, 2001 („Baum“ für Stimme, vier Schlagzeuger und einen Baum. Installation, 2000)


    World Edition 0009, 2003 („Thinking“ für Klavier, Violine und große Videoinstallation, 2000)



    Maria de Alvear vertreibt ihre Werke und einen Großteil ihrer CDs auch aus Gründen ihrer Autonomie selbst. Unter www.world-edition.com ist das Programm ihres Verlages einsehbar.



    D. Videografie


    „Sexo puro“. Koproduktion von Arte TV und WDR, 2000 (Die Sendung enthält einen Mitschnitt der Uraufführung der Donaueschinger Uraufführung.)

    Forschung

    Maria de Alvear und ihre Werke sind bisher wenig erforscht. Es liegen zwar überblicksartige Gesamtdarstellungen vor, Detailuntersuchungen zu einzelnen Werken oder Aspekten stehen aus.

    Forschungsbedarf

    Eine Untersuchung einzelner Werke wäre eine Vorbedingung, an die sich eine Erforschung der vielfältigen Einflüsse auf Maria de Alvears Schaffen anschließen könnte. Aus der Perspektive der Gender Studies wäre die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema Sexualität ein lohnender Forschungsgegenstand.

    Normdaten

    Virtual International Authority File (VIAF): 85500235
    Deutsche Nationalbibliothek (GND): 124680038
    Library of Congress (LCCN): n94045188
    Wikipedia-Personensuche

    Autor/innen

    Torsten Möller, 27. Juni 2005


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Regina Back
    Zuerst eingegeben am 30.5.2010


    Empfohlene Zitierweise

    Torsten Möller, Artikel „Maria de Alvear“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 30.5.2010.
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/Artikel/Maria_de_Alvear