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  • Kreszentia Bernhardt

    von Martina Bick
    Namen:
    Kreszentia Bernhardt
    Varianten: Kreszentia Bernhard
    Lebensdaten:
    geb. in Schneidhart, Deutschland
    gest. in Auschwitz-Birkenau (Konzentrationslager), Polen
    Tätigkeitsfelder:
    Musikerin

    Profil

    Kreszentia Bernhardt war eine Musikerin, die wenige Monate nach ihrer Einlieferung im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau umgebracht wurde.

    Orte und Länder

    Kreszentia Bernhardt wurde in Schneidhart, Niederbayern, geboren und starb im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau.

    Biografie

    Kreszentia Bernhardt, Roma oder Sintezza, geb. 1878 in Scheidhart, Niederbayern, wurde wie die meisten Roma- und Sinti-Musikerinnen, die der älteren Generation der vor 1900 Geborenen angehörten, wenige Monate nach ihrer Einlieferung ins KZ Auschwitz-Birkenau umgebracht. Über diese Information aus dem „Hauptbuch (Frauen)“, der Dokumentation des sogenannten „Zigeunerlagers“ des KZs Auschwitz-Birkenau, in dem von Ende Februar 1943 bis Ende Juli 1944 mehr als 20.000 Roma und Sinti inhaftiert waren, hinaus ist über ihr Leben, ihre Tätigkeit als Musikerin und ihr Schicksal bis jetzt nichts bekannt. In den Sterbebüchern von Auschwitz (Staatliches Museum Auschwitz-Birkenau 1995) ist ihr Todesdatum mit dem 8. Mai 1943 angegeben.



    Quellen

    „Hauptbuch des Zigeunerlagers Auschwitz (Frauen)“, in: Gedenkbuch. Die Sinti und Roma im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau, hrsg. vom Staatlichen Museum Auschwitz-Birkenau in Zusammenarbeit mit dem Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma Heidelberg, 2 Bde., München 1993, Bd. 1 (in Bd. 2: „Hauptbuch des Zigeunerlagers Auschwitz [Männer]“).


    Maurer Zenck, Claudia, „Spuren unbekannter deutscher und österreichischer Musikerinnen. Auf der Suche nach NS-verfolgten ‚Zigeunerinnen‘ und ihrer Geschichte, in: Multimediale Festschrift für Beatrix Borchard, online seit August 2016, Kapitel Biographik, http://mugi.hfmt-hamburg.de/Beatrix_Borchard/


    Maurer Zenck, Claudia, „Verfolgungsgrund: 'Zigeuner'. Nachruf auf unbekannte Musiker“, in zwei Teilen erschienen in: mr-[musica reanimata-]Mitteilungen H. 88 (Dez. 2015), S. 1–19, und H. 89 (März 2016), S. 1–20.


    Maurer Zenck, Claudia, Verfolgungsgrund: „Zigeuner“. Unbekannte Musiker und ihr Schicksal im „Dritten Reich“, Wien 2016 (= Antifaschistische Literatur und Exilliteratur – Studien und Texte, Bd. 25).


    Staatliches Museum Auschwitz-Birkenau (Hg.), Sterbebücher von Auschwitz. Fragmente. München 1995.


    https://www.lexm.uni-hamburg.de/object/lexm_lexmperson_00006564



    Forschungsbedarf

    Weitere Nachforschungen zur Biografie von Kreszentia Bernhardt und zu ihrer beruflichen Tätigkeit als Musikerin sind noch vorzunehmen.

    Autor/innen

    Martina Bick


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Silke Wenzel
    Zuerst eingegeben am 31.08.2017


    Empfohlene Zitierweise

    Martina Bick, Artikel „Kreszentia Bernhardt“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 31.8.2017.
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/Artikel/Kreszentia_Bernhardt