Herzlich Willkommen bei MUGI

  • (PDF)
  • (100%)
  • Deutsch
  • Josephine Amann-Weinlich

    von Silke Wenzel
    Die Dirigentin Josephine Amann-Weinlich mit dem von ihr gegründeten Europäischen Damenorchester. Postkarte, ohne Datum.
    Namen:
    Josephine Amann-Weinlich
    Geburtsname: Josephine Weinlich
    Varianten: Josephine Weinlich-Amann, Josephine Amann, Josephine Weinlig, Josefine Amann-Weinlich, Josefine Weinlich, Josefine Weinlich-Amann, Josefine Amann, Josefine Weinlig
    Lebensdaten:
    * um in Wien, Österreich
    in Lissabon, Portugal

    Tätigkeitsfelder:
    Dirigentin, Komponistin, Pianistin, Violinistin
    Charakterisierender Satz:

    „Freilich ist auch Frau Amann-Weinlich eine geborene Dirigentin, deren Energie aus jeder Geste ersichtlich ist. „


    („Leipziger Illustrirte Zeitung“ vom 25. Oktober 1873, S. 307f.)


    Profil

    Die Pianistin, Dirigentin und Komponistin Josephine Amann-Weinlich gründete Ende der 1860er Jahre in Wien ein Damenorchester, mit dem sie große Tourneen durch Europa und die USA unternahm. Dem spektakulären Orchester wurde zwar häufig mit einer Verbindung von Neugierde, Wohlwollen und Skepsis begegnet, zugleich aber löste es fast überall Begeisterung aus. Das Repertoire bestand größtenteils aus Unterhaltungsmusik, aus Tänzen, Ouvertüren und Opernstücken sowie aus Kompositionen, die Josephine Amann-Weinlich für das Orchester geschrieben hatte. Ende der 1870er Jahre wandte sich Josephine Amann-Weinlich verstärkt der Kammermusik und Klavierbegleitung zu. Sie ließ sich in Lissabon nieder und übernahm auch dort zeitweise die Leitung des städtischen Orchesters.

    Orte und Länder

    Josephine Amann-Weinlich wurde in Wien geboren und wirkte dort in den 1870er Jahren. Im Januar 1879 nahm sie ein Engagement in Lissabon an und ließ sich anschließend mit ihrem Mann dauerhaft in Portugal nieder. Sie starb in Lissabon.


    Konzertreisen führten Josephine Amann-Weinlich durch Österreich, Italien, Ungarn, Russland, England, Schweden, Frankreich und Spanien sowie in die USA.

    Biografie

    Josephine Amann-Weinlich wurde als Josephine Weinlich um 1840 (1848) in Wien geboren. Ihre erste musikalische Ausbildung an der Violine und auf dem Klavier erhielt sie von ihrem Vater Franz Weinlich, einem Wiener Kaufmann und Amateurmusiker; möglicherweise setzte sie später ihre Klavierstudien privat bei Clara Schumann fort (vgl. Vieira 1900). Auch ihre Schwester Elisa Weinlich erhielt eine fundierte musikalische Ausbildung als Violoncellistin.


    Bekannt wurde Josephine Amann-Weinlich als Gründerin, Leiterin und Dirigentin des ersten europäischen Damenorchesters, das in vielen Metropolen und Ländern konzertierte und sich ein internationales Renommee erarbeitete. Am Beginn des Unternehmens stand ein Damenquartett, das Josephine Amann-Weinlich 1868 in Wien gegründet hatte und das zunächst ausschließlich im Freundeskreis auftrat. Nach kurzer Zeit wurde das Quartett jedoch um drei Spielerinnen erweitert und konzertierte in dieser Formation in der Öffentlichkeit. Unter den Namen „Weinlich’sches Damenorchester“, „Wiener Damencapelle“ und „Wiener Damenorchester“ und unter der Leitung von Josephine Amann-Weinlich folgten erste Tourneen durch Österreich, Ungarn, Italien und Deutschland. Dabei spezialisierte sich Josephine Amann-Weinlich mit ihrem Orchester von Beginn an auf Unterhaltungsmusik und wurde entsprechend häufig mit der (Johann) Strauß’schen Kapelle in Wien verglichen (vgl. Schwab 1971, S. 158). In den ersten Jahren leitete sie das Orchester vermutlich noch – nach Art der Strauß’schen Kapelle – von der Violine aus (vgl. Vieira 1900), in späteren Jahren dirigierte sie auf einem Podest mit Dirigentenstab. Das Repertoire umfasste zunächst vorwiegend zeitgenössische Tanzkompositionen, Ouvertüren und Opernstücke, darunter z. B. Ouvertüren von Franz von Suppé und Louis Herold sowie mehrere von Josephine Amann-Weinlich selbst komponierte Stücke wie z. B. die „Polcas françaises“ „Gruß an Graz“ und „Frühlingsluft“ und ein Potpourri für Streichorchester. Nach und nach wurden jedoch auch Teile des traditionellen Konzertrepertoires in die Programme aufgenommen. Constant von Wurzbach resümierte 1887: „Wohl bildete die Tanzcomposition dasjenige Gebiet, auf welchem die jungen Damen die größte Meisterschaft entfalteten. Aber auch dramatische und lyrische Orchesterwerke gelangten tadellos zum Vortrage, so unter anderen die Ouverture zu Richard Wagner’s Oper ‚Tannhäuser‘.“ (Wurzbach 1887) Einige der Orchestermusikerinnen traten zudem während der Konzerte mit solistischen Werken in den Vordergrund und wurden dabei von Josephine Amann-Weinlich am Klavier begleitet (vgl. z. B. „Leipziger Illustrirte Zeitung“ vom Oktober 1873, S. 308). Parallel zum überregionalen Bekanntheitsgrad des Orchesters wuchs auch seine Besetzung. So meldete z. B. das „Musikalische Wochenblatt“ am 11. März 1870 aus Brünn: „Hier concertirte jüngst das Weinlich’sche Damenorchester. Die neun, zum Theil noch sehr jugendlichen Mitglieder dieser Capelle haben sich mit ihren Ensembleleistungen die Gunst der Musikfreunde erworben.“ („Musikalisches Wochenblatt“ vom 11. März 1870, S. 174) Ein Jahr später, 1871, bestand das Orchester bereits aus 22 Musikerinnen, und Josephine Amann-Weinlich arrangierte gemeinsam mit einem New Yorker Konzertagenten namens Rullmann eine größere Tournee durch die USA, bei der das Orchester in insgesamt 42 Städten auftrat. Begleitet wurde es auf dieser Tournee von der 12jährigen Sängerin Anna Elzer und dem Barition Jacob Müller von der Frankfurter Oper (vgl. „Musikalisches Wochenblatt“ vom 29. September 1871, S. 637). Der Korrespondent des „Musikalischen Wochenblatts“, Hugo Bussmeyer, berichtete aus New York: „An Concerten hatten wir zuerst das Wiener Damenorchester. Die Leistungen desselben waren theilweise recht annehmbar, natürlich darf man an sie keine höheren Kunstforderungen stellen. Die Dirigentin Frl. Josephine Weinlich ist jedenfalls vortheilhaft zu erwähnen, sowohl als energische Leiterin, wie auch als Componistin von gefälligen, oft selbst piquanten Werken leichten Genres, als Walzern, Polkas etc.“ („Musikalisches Wochenblatt“ vom 10. November 1871, S. 728) Für die nächste Tournee durch Russland ein Jahr später (1872) verstärkte Josephine Amann-Weinlich das Orchester ein weiteres Mal: Für die Stimmen der Blechbläser und einen Teil der Holzbläser, die bis dahin lediglich mit einem Harmonium imitiert worden waren, nahm sie sieben junge Musiker vom Dresdner Knabenmusikcorps in das Orchester auf.


    Um das Jahr 1873 heiratete Josephine Amann-Weinlich einen Konzertunternehmer namens Amann, der in den folgenden Jahren auch das Management des Orchesters übernahm. Josephine Amann-Weinlich spielte mittlerweile mit einer internationalen Besetzung, die mehr als dreißig Musikerinnen und mindestens acht Musiker aus Österreich, Ungarn, Tschechien, Serbien, Preußen und Sachsen umfasste. Entsprechend wurde das Orchester umbenannt und konzertierte unter der Bezeichnung „Europäisches Damenorchester“.


    International bekannt wurde Josephine Amann-Weinlich nicht nur durch ihre Tourneen, sondern auch durch die Wiener Weltausstellung 1873, bei der sie während des Sommers mit ihrem „Europäischen Damenorchester“ allabendlich in den Blumensälen der k. k. Gartenbaugesellschaft mit großem Erfolg auftrat. Am 6. Juni meldete das „Musikalische Wochenblatt“ den Beginn der Konzerte: „In Wien haben die Concerte des ‚Europäischen Damenorchesters‘ unter der Leitung der Fr. J. A. Weinlich begonnen. Mit Ausnahme der Blechinstrumente, die von Knaben geblasen werden, sind alle Stimmen durch Damen besetzt.“ („Musikalisches Wochenblatt“ vom 6. Juni 1873, S. 350) Der Lexikograph Constant von Wurzbach schrieb 1887 rückblickend über diese Konzerte in seinem „Biographischen Lexikon des Kaiserthums Österreich“: „[...] alle Wunder und Herrlichkeiten der Ausstellung waren nicht im Stande, das Interesse für das Damenorchester zu unterdrücken, welches [...] in den Blumensälen der k. k. Gartenbaugesellschaft die Concerte gab. Die Sache war neu, der Zuspruch – eine Capelle von 33 Mädchen im Alter von 15 bis 20 Jahren war immerhin sehens- und hörenswerth – ein ungemein großer.“ (Wurzbach 1887)


    Direkt im Anschluss an diese Auftritte folgte eine große Europatournee, beginnend in Deutschland. Dabei gab das Orchester u. a. in Dresden ein Wohltätigkeitskonzert zum Besten des Albert-Vereins und trat in Leipzig zwei Wochen lang während der Michaelismesse in der Centralhalle auf. In der „Leipziger Illustrirten Zeitung“ erschien unter dem Titel „Das erste europäische Damenorchester“ ein größerer Artikel über Josephine Amann-Weinlich und ihr Orchester, der einleitend nochmals auf die Weltausstellungs-Konzerte Bezug nahm. Anschließend beschrieb der anonyme Autor das Orchester und seine Geschichte, das Repertoire und die Dirigentin: „In den prächtig ausgeschmückten Räumen der wiener Blumensäle concertirthe während der Sommermonate dieses Jahres unter starkem Andrang der Wiener sowol wie der Besucher der Ausstellung ein Orchester, wie es bisher in Europa noch nicht gesehen und gehört worden war: wir meinen das Damenorchester der Frau Amann-Weinlich, das sich gegenwärtig auf einer Rundreise befindet und überall, wo es seine Klänge ertönen läßt, sich der lebhaftesten Sympathien zu erfreuen hat. [...] Auch in Leipzig, wo die Kapelle während der Michaelismesse in der Centralhalle concertirte, steigerte sich der gleich im Anfang belebte Beifall während des zweiwöchentlichen Cyklus bis zum letzten Concert. [...] ein eigenthümlicher Zufall ist es, daß auch in diesem europäischen Concert Berlin, d. h. eine Berlinerin, die allererste Geige spielt, und die Hauptsache dabei ist, daß diese Geige auch ganz brillant gespielt wird. Ueberhaupt ließen uns die Vorträge des Damenorchesters die Frage nach dem Was vergessen, da das Wie für vieles, was man im Programm vermißte, entschädigte. Die elektrisirenden wiener Walzer erinnerten in ihrer weichen Tonschwelgerei an die Vortragsweise der Strauß’schen Kapelle in der ‚Neuen Welt‘, und die gefälligen Ouverturen von Suppé, Herold und andern wurden so präcis vorgetragen, daß man die Beschränkung der Kapelle auf minder gehaltvolle Tonstücke nur gutheißen kann. [...] Freilich ist auch Frau Amann-Weinlich eine geborene Dirigentin, deren Energie aus jeder Geste ersichtlich ist.“ („Leipziger Illustrirte Zeitung“ vom 25. Oktober 1873, S. 307f.; zu den Leipziger Auftritten vgl. auch „Musikalisches Wochenblatt“ vom 17. Oktober 1873, S. 606)


    Weitere Konzertauftritte in Berlin und Hamburg folgten. In Berlin konzertierte das „Europäische Damenorchester“ in den Kroll’schen Gärten, die seit 1852 von dem Geiger Carl Engel geführt wurden. Die Kroll’schen Gärten galten als beliebtes Berliner Ausflugsziel, in dem auch regelmäßig Konzerte mit Unterhaltungsmusik stattfanden. Die „Leipziger Illustrirte Zeitung“ beschrieb 1872 die Anlage der Gärten wie folgt: „In den herrlichen Alleen, welche den eigentlichen Concertgarten hinter den Sälen bilden, promenirt das Publikum auf und ab, oder nimmt an den Tischen und unter den Hallen Erfrischungen zu sich, indeß vom Orchester die Klänge beliebter Opernstücke und Tänze ertönen.“ („Leipziger Illustrirte Zeitung“ 1872, Nr. 1521, S. 140, zit. n. Schwab 1971, S. 134) Über die Auftritte von Josephine Amann-Weinlich und ihrem Orchester in diesem Rahmen schrieb ein Berliner Korrespondent des „Musikalischen Wochenblatts“ am 24. Oktober 1873: „Herr Engel, der Besitzer des Kroll’schen Locales, lockte in den letzten Wochen mit Vierzig-Damenkraft die Berliner aus ihren Mauern. Das ‚Erste europäische Damen-Orchester‘ begann am 9. Oct. unter Leitung der Frau Amann-Weinlich seine Concerte. Nach den Berichten aus Leipzig und der Photographie, die mir ein Freund aus Wien mitbrachte, hatten wir alle Veranlassung, uns für Ohr und Auge sehr genussreiche Abende versprechen zu dürfen. [...] Um streng bei der Wahrheit zu bleiben, sei hier noch eingeschaltet, dass acht junge Männer als Bläser [...] thätig sind. Die beiden Flöten befinden sich in zarten Händen, eine geschickte Pianistin entnimmt dem Harmonium die Klangfarben der fehlenden Oboen und Fagotte. Mit den höchsten symphonischen Aufgaben befasst sich diese Frauencapelle nicht, ihr Zweck ist: gute Unterhaltungsmusik. Was sie auf diesem – auch berechtigten – Gebiete uns gab, war graziös und gefällig und wurde hier wie anderswo vom Publicum mit freundlicher Theilnahme entgegengenommen.“ („Musikalisches Wochenblatt“ vom 24. Oktober 1873, S. 612)


    Von Januar 1874 bis mindestens April 1874 gastierten Josephine Amann-Weinlich und ihr Orchester im Pariser „Casino de Cadet“ und wurden auch dort als „Sensation“ empfangen. Das Magazin „La Comédie“ schrieb im April 1874 über Josephine Amann-Weinlich und ihr Orchester: „Nous [...] devons quelques lignes au groupe charmant des Dames Viennoises qui, sous la direction de Mme Amann Weinlich composent un orchestre dont une foule nombreuse applaudit l’incontestable talent avec lequel sont exécutées les pages des meilleurs maîtres; non seulement les grands morceaux d’ensemble sont reproduits avec une entente parfaite de toutes les nuances, ici avec grâce, là avec énergie; mais, bientôt après, se détachent de ces habiles exécutantes, des instrumentistes spéciales pour la harpe, la basse, ou le violon qui surprennent et ravissent l’assemblée attentive. Le succès de ces concerts est complet parmi nous, rendus si difficiles par ceux annuels du cercle philharmonique.” („Wir [...] schulden einige Zeilen der charmanten Gruppe Wiener Damen, die unter der Leitung von Mme Amann Weinlich ein Orchester bilden, bei dem eine große Menschenmenge dem unstrittigen Talent applaudiert, mit dem die Kompositionen der besten Meister ausgeführt werden; nicht nur die großen Orchesterwerke werden mit perfektem Verständnis aller Nuancen – hier anmutig, dort energisch – wiedergegeben, sondern bald schon lösen sich von den virtuosen Interpretinnen Einzelne als Solistinnen der Harfe, des Kontrabasses oder der Violine, die das erwartungsvolle Publikum erstaunen und begeistern. Der Erfolg dieser Konzerte ist für uns vollkommen und nur schwerlich von jenen zu überbieten, die der Cercle philharmonique jährlich veranstaltet.“; „La Comédie“ vom 26. April 1874, S. 5)


    In den folgenden Jahren blieben Josephine Amann-Weinlich und das von ihr geleitete „Europäische Damenorchester“ international präsent. So berichtete z. B. das „Musikalische Wochenblatt“ am 17. September 1875, dass das Orchester engagiert worden sei, um den Berliner Reichshallensaal in der kommenden Saison zu eröffnen (vgl. „Musikalisches Wochenblatt“ vom 17. September 1875, S. 468). Im Januar und Februar 1876 konzertierte das Orchester in Riga und spielte dort vom 22. Januar bis zum 24. Februar im Schwarz’schen Konzerthaus. Dabei traten die spätere Sängerin Alice Barbi und die Geigerin Auguste Steinert als Soloviolinistinnen mit dem Orchester auf. In seinem „Rigaer Theater- und Tonkünstler-Lexikon“ berichtete Moritz Rudolph 1890 rückblickend: „Das Orchester bestand aus 38 Personen, nämlich 26 Damen für alle Streichinstrumente und die Flöten, und 12 Herren für die übrigen Blasinstrumente. Die musikalische Direction führte die Gattin des Unternehmers [Amann], Frau Josefine Amann-Weinlich in Gemeinschaft mit dem Capellmeister Carl Ambrosi. Solo-Violinistinnen waren Frl. Alice Barbi und Frl. Auguste Steinert. Die Programms enthielten Ouverturen, Opernstücke, Tänze rc., und vermöge seiner Neuheit, sowie des hübschen äußeren Arrangements hatte das Unternehmen guten Erfolg.“ (Rudolph 1890) Im Herbst 1876 unternahm das Europäische Damenorchester eine Tournee durch Schweden, bei dem es u. a. vom 1. bis 8. Oktober 1876 im Restaurant „Gillet“ in Uppsala unter der Leitung von Josephine Amann-Weinlich spielte (vgl. Myers 1993, S. 164; s. a. Literatur/Quellen). Eines der erhaltenen Konzertprogramme aus Uppsala sah ein Konzert von insgesamt dreieinhalb Stunden Dauer mit folgendem Programm vor (vgl. Abbildung in Myers 1993, S. 171): Louis Herold: Ouverture Zampa – Johann Strauß: Mein Lebenslauf in Lieb und Lust. Walzer – Robert Schumann: Träumereien aus den Kinderszenen (Quartett) - August Söderman: Schwedischer Hochzeits-Marsch – Gioacchino Rossini: Ouverture Semiramide – Eitner: Im grünen Wald. Konsert-Polka – Lange: Rêverie von [Henri] Vieuxtemps für Orchester – Carl Bohm: Schlummerlied und Intermezzo (Solovioline: Roth de Blanck) – August Conradi: Melodien Congress. Potpourri – Olivier Metra: La Vuage. Walzer – Albert Franz Doppler: Chor aus der Oper Benjowosky – Fischer: Studenten Gruss an Upsala. Marsch. Diese Konzerte im Herbst 1876 sind bislang die letzten nachweisbaren Konzerte des „Europäischen Damenorchesters“ unter der Leitung von Josephine Amann Weinlich.


    Die weiteren Tätigkeiten Josephine Amann-Weinlichs sind nur bruchstückhaft zu rekonstruieren. Vermutlich war sie während ihrer Wiener Jahre längere Zeit auch als Klavierpädagogin tätig und engagierte sich zudem in der Kammermusik. Ende der 1870er Jahre wandte sich Josephine Amann-Weinlich wieder verstärkt der so genannten „Ernsten Musik“ zu. Im Jahr 1878 ging aus ihrem Umfeld ein Damenstreichquartett hervor, das sich „Caecilien-Quartett“ nannte und an dem zwei Familienmitglieder beteiligt waren. Primaria war ein „Fräulein Amann“, die Berliner Geigerinnen Marianne Scharwenka-Stresow und Charlotte Deckner übernahmen die Parts von zweiter Violine und Viola, und Elisa Weinlich, die Schwester Josephine Amann-Weinlichs, spielte Violoncello. In den ersten Monaten des Jahres 1878 bereiste das Caecilien-Quartett Skandinavien und Deutschland und wurde begeistert aufgenommen. Bei einem der Konzerte, in Hamburg, übernahm Josephine Amann-Weinlich als Pianistin den Platz der erkrankten ersten Geigerin und trat mit den anderen Mitgliedern mit Klavierquartetten auf: „In einer Matinée producirte sich das Damen-Quartett ‚Caecilie‘. Wegen eines in Schweden krank zurückgebliebenen Mitgliedes wurde uns kein wirkliches Streichquartett vorgeführt, und musste das Klavier dafür zu Hilfe kommen. Die Vereinigung bestand jetzt aus der Pianistin Frau [Josephine] Amann-Weinlich, die von früher her noch als Dirigentin der Damencapelle bekannt ist, der Violinistin Frl. Stresow, der Bratischistin Frl. Deckner und Frl. Weinlich als Violoncellistin. Die Damen haben genügende Fertigkeit und sind auch routinirt im Zusammenspiel: die verschiedenen Nummern ihres Programms brachten sie ganz lobenswerth zu Stande. Die Genossenschaft verdient jedenfalls aller Orten die Beachtung der Musikfreunde.“ („Musikalisches Wochenblatt“ vom 17. Mai 1878, S. 255) Über ein Konzert in Freiburg i. Breisgau berichtete der dortige Korrespondent: „Hier machte vor Monatsfrist das ‚Caecilien-Quartett‘ der Damen Amann, Stresow, Deckner und Weinlich ganz ungemeines Furore. Das Ensemble war ganz vorzüglich, die Solovorträge zeigten speciell die hohe technische Ausbildung, welche sich jede der Damen anzueignen wusste.“ („Musikalisches Wochenblatt“ vom 7. Juni 1878, S. 295)


    Im Herbst 1878 unternahm Josephine Amann-Weinlich als Klavierbegleiterin eine größere Tournee gemeinsam mit dem Sänger Georges Harmes und ihrer Schwester, der Violoncellistin Elisa Weinlich. Die drei traten z. B. am 10. Dezember 1878 als Intermezzo zwischen einer Aufführung von Friedrich Flotows „Marta“ im Teatro del Liceu in Barcelona auf. Auf dem Programm standen mehrere Lieder von Franz Schubert, darunter der „Erlkönig“, und Solostücke für Violoncello und Klavier: „Thème et Variations“ von Adrien-François Servais, eine „Romance“ von Camille Saint-Saëns und eine „Pièce“ von Georg Goltermann (vgl. Cortès 2004, S. 123).


    Im Januar 1879 erreichten Josephine Amann-Weinlich, ihr Mann, ihre Schwester und Georg Harmsen während ihrer Tournee Lissabon. Dort trafen sie auf ein Musikleben, in dem das städtische Orchester seit einem Jahrzehnt aufgrund von Streitigkeiten verschiedener Gruppen kaum mehr spielfähig war (vgl. Vieira 1900, Lavignac/Laurence 1920, S. 2459). In dieser Situation schlug der Konzertunternehmer Amann seine Frau als Dirigentin vor und konnte sich mit seiner Idee durchsetzen. Im Februar und März 1879 veranstaltete Josephine Amann-Weinlich mit dem Lissaboner Orchester eine Reihe mit „Concertos Viennese“ im „Salon du Théatre Trindade“. Die Konzerte fanden am 2., 7., 9. und 28. Februar sowie am 2., 7., 9., 14. und 16. März 1879 statt und ersetzten die ehemaligen „Concertos Populares“. Auf den Programmen standen Ouvertüren von Carl Maria von Weber (u. a. „Oberon“ und „Freischütz“), Gioacchino Rossini („Wilhelm Tell“) und Henry Charles Litolff („Robespierre“), Wiener Walzer von Johann Strauß und symphonische Werke, wie z. B. die „Danse Macabre“ von Camille Saint-Saëns. Zwischen die Orchesterwerke waren Solostücke gesetzt, die u. a. von der Violoncellistin Elisa Weinlich und dem Sänger Georges Harmsen ausgeführt wurden (vgl. Vieira 1900).


    Josephine Amann-Weinlich, ihr Mann und ihre Schwester Elisa Weinlich ließen sich dauerhaft in Lissabon nieder, wo Josephine Amann-Weinlich als anerkannte Dirigentin und Kammermusikerin galt. Ab dem 1. Juni 1879 veranstaltete sie über den Sommer weitere Konzerte mit dem Lissaboner Orchester am „Antigo Passeio Publico“ unter dem Titel „divertimentos nocturnos“ und setzte vorwiegend deutsch-österreichische Werke auf die Konzertprogramme, darunter Ouvertüren von Richard Wagner, z. B. „Rienzi“ und „Tannhäuser“, und Kompositionen Franz Liszts. Im darauf folgenden Jahr übernahm jedoch Louis Brenner das Lissaboner Orchester, und Josephine Amann-Weinlich trat nur noch hin und wieder als Gastdirigentin auf. Sie selbst widmete ihre Zeit verstärkt der Klavier- bzw. Kammermusik (vgl. Vieira 1900).


    Parallel zu ihrer Tätigkeit als Kammermusikerin, Musikpädagogin und Dirigentin veröffentlichte Josephine Amann-Weinlich mehrere Kompositionen, die teilweise ab 1869 in Wiener Musikverlagen gedruckt wurden. Darunter sind mehrere Tänze für Streichorchester, die bei Konzerten ihres Damenorchesters aufgeführt worden waren, und einige Klavierstücke. Besonders interessant ist ihre Beteiligung an einem Klavieralbum, das unter dem Titel „Reform-Blätter. Album für das Pianoforte. Zur Unterstützung und Förderung junger, talentvoller Componistinnen“ bei Doretti in Wien erschien. Von Josephine Amann-Weinlich sind darin vier Klavierstücke veröffentlicht, deren Titel darauf verweisen, dass sie selbst das „Europäische Damenorchester“ auch vor dem Hintergrund der frühen Frauenbewegungen geleitet hatte. Die Titel lauten: „Die Frivole“ (Polka), „Frauenemanzipationsmarsch“ (Marsch), „Freie Gedanken“ (Walzer) und „Sirenenlieder“ (Polka-Mazurka).


    Josephine Amann-Weinlich starb am 9. Januar 1887 in Lissabon an Tuberkulose.

    Würdigung

    Josephine Amann-Weinlich wirkte in den 1870er Jahren als Leiterin und Dirigentin eines Damenorchesters, das sich innerhalb kürzester Zeit im internationalen Musikleben etablieren konnte, wenn auch – noch – vorwiegend in der Unterhaltungsmusik. Ihr Projekt fand zahlreiche Nachahmer. Bereits wenige Wochen nach den Auftritten des Orchesters während der Wiener Weltausstellung 1873 hieß es z. B. in den „Signalen für die musikalische Welt“: „In Mailand ist ein Damenorchester in der Formation begriffen. Aspirantinnen haben sich bei der Agentur der Gazetta dei Teatri in Mailand zu melden.“ („Signale für die musikalische Welt“ vom Oktober 1873, S. 647) Bis heute gelten Josephine Amann-Weinlich und ihr „Europäisches Damenorchester“, das zeitweise mit bis zu 40 Musikerinnen besetzt war, daher als Vorbild für zahlreiche Damenorchester, die am Ende des 19. Jahrhunderts in Europa und den USA entstanden und die letztlich Frauen den Weg für eine Laufbahn als Orchestermusikerinnen ebneten.

    Rezeption

    Die Orchesterarbeit Josephine Amann-Weinlichs wurde bis 1920 in Lexikonartikeln und Handbüchern gewürdigt (vgl. z. B. Vieira 1900, Lavignac/Laurence 1920), und in der Forschung ab ca. 1970 wieder wahrgenommen (z. B. Schwab 1971, Mahling 1982, Myers 1993, Santella 2008; zur zeitgenössischen Rezeption vgl. Biografie).

    Werkverzeichnis

    Die meisten Kompositionen Josephine Amann-Weinlichs gelten als verschollen und sind nur dem Titel nach bekannt (vgl. Marx/Haas 2001). Das vorliegende Verzeichnis wurde auf der Basis von Michaelis 1888, Pazdírek 1904-1910, Marx/Haas 2001 und Weiermüller-Backes/Heller 2003 erstellt. Dabei kann davon ausgegangen werden, dass bislang nur ein kleiner Teil des Gesamtwerkes bekannt ist.


    Lied


    Das Wackeln (Text: F. Schiferl). Wien: M. Moszbek, o. J.



    Orchester


    Gruß an Graz. Polca française für Streichorchester (Erstaufführung Wien 8. Mai 1869).


    Frühlingsluft. Polca française für Streichorchester, Wien: Kinast, 1921 (Erstaufführung Wien 8. Mai 1869).


    Potpourri für Streichorchester (Erstaufführung Wien 8. Mai 1869).


    Gruß an die Neugablitzer. Polca française für Streichorchester.


    Josefinen-Polka. Polca française für Streichorchester, Wien: Kinast, 1921.


    Tolle Freuden für Streichorchester, Wien: Kinast 1921.



    Klavier


    Reform-Blätter. Album für das Pianoforte. Zur Unterstützung und Förderung junger, talentvoller Componistinnen, Wien: Doretti, o. J. Darin: Die Frivole (Polka) – Frauenemanzipationsmarsch (Marsch) – Freie Gedanken (Walzer) – Sirenenlieder für Klavier. Polka-Mazurka, op. 13.


    Impromptu für Klavier op. 20. In: Musikalische Welt 1884, Heft 4.

    Repertoire

    Eine Repertoireliste der Dirigentin und Kammermusikerin Josephine Amann-Weinlich kann erst nach weiteren Forschungen erstellt werden. Mit dem von ihr geleiteten „Europäischen Damenorchester“ trat Josephine Amann-Weinlich zunächst vorwiegend mit Ouvertüren, Opernstücken, Tänzen und anderer Unterhaltungsmusik sowie mit Solostücken einzelner Orchestermitglieder auf. Margaret Myers hat acht Konzertprogramme des „Europäischen Damenorchesters“ von Auftritten in Uppsala aus dem Jahr 1876 ausgewertet und dabei ein Repertoire von insgesamt 92 Stücken gezählt (vgl. Myers 1993, S. 158). Diese teilten sich auf in 15 Opernstücke, 19 Tänze, 7 Märsche, 19 Charakterstücke und 7 weitere Kompositionen, darunter das Adagio aus dem Violoncellokonzert Nr. 3 von Georg Goltermann, ein Satz aus einem Violinkonzert von Charles de Bériot und Richard Wagners dritte Zwischenaktmusik aus dem „Lohengrin“ (vgl. Myers 1993, S. 164). Auch Aufführungen von Ouvertüren von Franz von Suppé und Louis Herold sowie von mehreren eigenen Kompositionen Josephine Amann-Weinlichs, wie z. B. „Gruß an Graz“, „Frühlingsluft“ und Potpourri für Streichorchester, sind belegt. Mit dem Lissaboner Orchester spielte Josephine Amann-Weinlich u. a. Ouvertüren von Richard Wagner (z. B. „Rienzi“ und „Tannhäuser“), Carl Maria von Weber (u. a. „Oberon“ und „Freischütz“), Gioacchino Rossini („Wilhelm Tell“) und Henry Charles Litolff („Robespierre“), Wiener Walzer von Johann Strauß sowie symphonische Werke, wie z. B. die „Danse Macabre“ von Camille Saint-Saëns.


    Über Josephine Amann-Weinlichs kammermusikalisches Repertoire ist kaum etwas bekannt. Ende der 1860er Jahre trat sie mit einem Damenstreichquartett als Geigerin auf, in späteren Jahren sind nur noch Auftritte als Pianistin belegt. Dabei begleitete sie häufig ihre Schwester Elisa Weinlich in Solostücken für Violoncello und Klavier (z. B. „Thème et Variations“ von Adrien-François Servais, eine „Romance“ von Camille Saint-Saëns, eine „Pièce“ von Georg Goltermann) und den Sänger Georg Harmsen (z. B. in Liedern von Franz Schubert).

    Quellen

    Dokumente


    Kungliga Biblioteket, Stockholm. Uncatalogued collection. Acht Konzertprogramme des Europäischen Damenorchesters für acht aufeinanderfolgende Abende vom 1. bis 8. Oktober 1876 im Restaurant Gillet in Uppsala (vgl. Myers 1993, S. 155).



    Literatur


    Artikel „Weinlich, Josephine“. In: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Österreich. Constant v. Wurzbach. 1887 (verfügbar in wbis – world biographical information system).


    Artikel „Amann, Unternehmer und Geschäftsführer eines Wiener Damenorchesters“, in: Rigaer Theater- und Tonkünstler-Lexikon. Moritz Rudolph (Hg.) 1890 (verfügbar in wbis).


    Artikel „Amann (Joséphina)“. In: Diccionario Biographico de Musicos Portuguezes. Ernesto Vieira (Hg.). 1900 (verfügbar in wbis).


    Artikel „Amann-Weinlich, Josefine“. In: 210 österreichische Komponistinnen vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart: Biographie, Werk und Bibliographie. Ein Lexikon. Eva Marx, Gerlinde Haas (Hg.). Salzburg: Residenz-Verlag, 2001, S. 423.


    Artikel „Weinlich (verh. Amann), Josefine“. In: Österreichisches Musiklexikon. Rudolf Flotzinger (Hg.). Wien: Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, 2006, Bd. 5, S. 2610.


    Cortès, Francesc. Referentes estlísticos y textuales franceses en la canción catalana. In: La musique entre France et Espagne: Interactions stylistiques. Louise Jambou (Hg.). Paris: Presses Paris Sorbonne, 2004, S. 103-127.


    Das erste europäische Damenorchester. In: Illustrirte Zeitung Leipzig, Nr. 1582, vom 25. Oktober 1873, S. 307f.; S. 310.


    Das Wiener Damenorchester. In: Über Land und Meer. Illustrirte Zeitung. Stuttgart. Hallberg. kl. Folge 15 (1874), 31. Band, Nr. 26, S. 515 (Abb.: S. 505, Zeichnung von Vincenz Katzler).


    Elson, Arthur. Women’s Work in Music. Boston: L. C. Page & Company, 1903.


    Lavignac, Albert/Laurence, Lionel de la (Hg.). Encyclopédie de la Musique et Dictionnaire du Conservatoire. Teil 1: Histoire de la Musique. Espagne, Portugal. Paris: Librairie Delagrave, 1920.


    Keil, Ulrike B. Professionelle Damenkapellen und Frauenorchester um die Jahrhundertwende. In: Von delectation bis entertainment. Das Phänomen der Unterhaltung in der Musik. Christian Kaden/Volker Kalisch (Hg.). Essen: Die blaue Eule, 2000 (= Musik-Kultur Bd. 7), S. 99-110.


    Mahling, Christoph-Hellmut. Bemerkungen zur ‚Illustrirten Zeitung‘ als Quelle zur Musikgeschichte des 19. Jahrhunderts. In: Fontes Artis Musicae 29 (1982), S. 158-160.


    Michaelis, Alfred. Frauen als schaffende Tonkünstler. Ein biographisches Lexikon. Leipzig: A. Michaelis, 1888.


    Myers, Margaret. Blowing her own Trumpet. European Ladies’ orchestras & Other Women Musicians 1870-1950 in Sweden. Göteborg: Göteborgs universitet, 1993.


    Pazdírek, Franz (Hg.). Universalhandbuch der Musikliteratur aller Zeiten und Völker, Wien: Pazdírek & Co, 1904-1910.


    Santella, Anna-Lise. Modeling music. Early social structures of women’s orchestras. Vortrags-Abstract zur Tagung „The 19th-Century American Orchestra”. Graduate Center of the City University of New York, 17. bis 19. Januar 2008 (s. http://www.sfcmhistory.com/Spitzer/19th_century_orchestra/19th_century_home.html (Stand: 1. Juni 2009).


    Schwab, Heinrich W. Konzert. Öffentliche Musikdarbietung vom 17. bis 19. Jahrhundert (= Musikgeschichte in Bildern Bd. 4, Lfg. 2). Leipzig: VEB Deutscher Verlag für Musik, 1971.


    Weiermüller-Backes, Isolde/Heller, Barbara. Klaviermusik von Komponistinnen vom 17. bis zum 20. Jahrhundert. Verzeichnis mit Hinweisen für den Unterricht, Düsseldorf 2003.



    Konzertkritiken und Zeitungsartikel


    Allgemeine Musikalische Zeitung Serie 3, Bd. 13 (1878), S. 200.


    Göteborgs Posten vom 16. Oktober 1876 [Den europeiska damorkestern]


    Fontes Artis Musicae 29 (1982), Nr. 1-2, S. 159.


    Illustreret Tidende Kopenhagen, Nr. 736 vom 2. November 1873, S. 42.


    La Comédie vom 26. April 1874, S. 5.


    Leipziger Illustrirte Zeitung vom 25. Oktober 1873, S. 307f. [Das erste europäische Damenorchester].


    Musikalisches Wochenblatt vom 11. März 1870, S. 174.

    Musikalisches Wochenblatt vom 29. September 1871, S. 637.

    Musikalisches Wochenblatt vom 10. November 1871, S. 728.

    Musikalisches Wochenblatt vom 6. Juni 1873, S. 350.

    Musikalisches Wochenblatt vom 17. Oktober 1873, S. 606.

    Musikalisches Wochenblatt vom 24. Oktober 1873, S. 612.

    Musikalisches Wochenblatt vom 17. September 1875, S. 468.

    Musikalisches Wochenblatt vom 17. Mai 1878, S. 255.

    Musikalisches Wochenblatt vom 7. Juni 1878, S. 295.


    Stockholms Dagblad vom 26. August 1876.

    Forschung

    Josephine Amann-Weinlichs Schwester, die Violoncellistin Elisa Weinlich, lebte noch 1920 unter dem Namen Elisa von Stein als Violoncellistin und Musikpädagogin in Lissabon (vgl. Lavignac/Laurence 1920, S. 2459).


    Margaret Myers untersuchte 1893 in ihrem Buch über Damenorchester auch die Konzerte Josephine Amann-Weinlichs mit dem Europäischen Damenorchester in Uppsala (Myers 1993).

    Forschungsbedarf

    Der Forschungsbedarf zu Josephine Amann-Weinlich umfasst ihre Biografie sowie alle ihre Tätigkeiten. Im Anschluss ließen sich die Bedingungen genauer darstellen, die zur Gründung des „Europäischen Damenorchester“ sowie zu den verschiedenen Kammerensembles führten.

    Normdaten

    Virtual International Authority File (VIAF): 174451001
    Deutsche Nationalbibliothek (GND): 1014836891
    Library of Congress (LCCN): no2012052023

    Autor/innen

    Silke Wenzel, 18. Juni 2009


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Regina Back
    Zuerst eingegeben am 05.07.2009


    Empfohlene Zitierweise

    Silke Wenzel, Artikel „Josephine Amann-Weinlich“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 5.7.2009.
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/Artikel/Josephine_Amann-Weinlich