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  • Jelena Firssowa

    von Amrei Flechsig
    Jelena Firssowa
    Namen:
    Jelena Firssowa
    Varianten: Jelena Firsowa, Jelena Olegowna Firssowa, Jelena Olegowna Firsowa
    Lebensdaten:
    * in Leningrad (heute St. Petersburg),
    Tätigkeitsfelder:
    Komponistin und Kompositionslehrerin
    Charakterisierender Satz:

    „Komponieren ist für mich mühevoll, es ist fast immer ein quälender und schmerzhafter Prozeß. Sehr selten geht es mir leicht von der Hand, doch davon hängt die Qualität der Musik, soweit ich es beurteilen kann, nicht ab. Zuweilen ist das leichthin Geschriebene effektvoller, aber auch oberflächlicher. Gewöhnlich aber bedeutet Komponieren für mich Selbstvertiefung, Berührung mit der Schönheit, Verbindung zur immateriellen Welt. Die Komponisten – natürlich nicht alle – haben viel mit Priestern und Gärtnern gemeinsam.“


    (Jelena Firssowa, in: Hermann Danuser, Hannelore Gerlach, Jürgen Köchel (Hg.). Sowjetische Musik im Licht der Perestroika. Interpretationen, Quellentexte, Komponistenmonographien. Laaber: Laaber 1990, S. 337)


    Profil

    Die Musik Jelena Firssowas konnte aufgrund ihrer individuellen und innovatorischen Klangsprache in der Sowjetunion zunächst wenig Verbreitung finden. Schon bald wurde sie jedoch im Westen populär und bekannt, weshalb sie als eine von „Chrennikows Sieben“ gerügt wurde. Doch in den letzten Jahren vor dem Zusammenbruch der Sowjetunion wurden ihre Werke auch in Moskau immer präsenter.

    Inzwischen lebt sie mit ihrer Familie in England. Sie erhält regelmäßig Kompositionsaufträge.

    Ihre poetische und filigrane Klangsprache ist eng verwoben mit der Lyrik Ossip Mandelstams, sowohl textlich als auch stilistisch.



    Orte und Länder

    Ihre erste Musikausbildung und ihr Studium absolvierte Jelena Firssowa in Moskau, wo sie auch zunächst als Komponistin wirkte. 1991 emigrierte sie mit ihrer Familie nach England und unterrichtete Komposition in Keele und Manchester. Sie hat heute ihren Wohnsitz in England.

    Biografie

    Jelena Firssowa wurde am 21. März 1950 in Leningrad geboren. Ihr Vater, Oleg Borissowitsch Firssow, war ein bekannter theoretischer Physiker, ihre Mutter unterrichtete ebenfalls Physik. Erste musikalische Eindrücke erhielt sie durch ihren Vater, der sich für Tango und Foxtrott begeisterte.

    Nachdem die Familie 1956 nach Moskau gezogen war, bekam sie Klavierunterricht und überraschte als Elfjährige ihre Familie mit ihrer ersten Komposition („Trojka“). Daraufhin empfahl ihr der Komponist Roman Ledenjew, Kompositionsunterricht zu nehmen. Mit der Hilfe von Alexander Pirumow, der ihr zur Vorbereitung die Beschäftigung mit zeitgenössischen Komponisten wie Sergei Prokofjew, Dmitri Schostakowitsch, Igor Strawinsky oder Béla Bartók nahelegte, wurde sie auf eine Fachoberschule aufgenommen. Anschließend studierte sie bei Alexander Pirumow Komposition am Konservatorium. Sie begeisterte sich für Witold Lutosławski und vor allem Anton von Webern, außerdem lernte sie durch ihren Kommilitonen und späteren Mann Dmitri Smirnow die Theorien des Webern-Schülers Philip Herschkowitz kennen. Darüber hinaus freundeten sie sich beide 1974 mit Edisson Denissow an und nahmen an seiner Kompositionsklasse teil. Hier konnten sie sich intensiv mit der zeitgenössischen Musikszene auseinandersetzen und besonders auch westliche Komponisten kennenlernen, u.a. begegneten sie Luigi Nono und Henri Dutilleux.

    Nach ihrem Abschluss wurde Firssowa im Jahr 1976 Mitglied des Komponistenverbandes, wodurch sie in ihrer kompositorischen Tätigkeit materiell abgesichert wurde und gemeinsam mit Smirnow spezielle Komponistenhäuser nutzen konnte. Zusätzlich begann sie, Privatunterricht zu geben. Zu dieser Zeit war sie in ihrer kompositorischen Entwicklung bereits gefestigt und selbständig, und die Dichtung Ossip Mandelstams war ihr eine wichtige Inspirationsquelle geworden.

    Aufgrund ihrer Nähe zu Edisson Denissow und der innovatorischen Klangsprache ihrer Musik, die den Forderungen des Sozialistischen Realismus nicht entsprach, blieben Aufführungen ihrer Werke, wie zum Beispiel bei dem Festival „Moskauer Herbst“, lange Zeit ausgeschlossen. Dafür interessierte man sich im Westen zunehmend für ihre Musik; 1979 fand eine Aufführung der „Petrarca-Sonette“ beim Festival des WDR „Begegnungen mit der Sowjetunion“ in Köln statt. Derartige Kontake mit dem Westen hatten zur Folge, dass Jelena Firssowa ebenso wie Smirnow und fünf andere Komponisten bei einer Kampagne des Vorsitzenden des Komponistenverbandes, Tichon Chrennikow, gerügt wurde, mit der Begründung, dass sie nicht würdig sei, die sowjetische Musik im Ausland zu repräsentieren. Daraufhin wurde diese Gruppe von Komponisten als „Chrennikows Sieben“ bekannt (siehe unter „Mehr zur Biografie“).

    Die letzten Jahre vor dem Zusammenbruch der Sowjetunion entwickelten sich aufgrund von allmählichen politischen Veränderungen für Firssowa und Smirnow sehr erfolgreich; aus dem Ausland floss Geld für ihre Aufführungen, sie begannen zu reisen und ihre Werke wurden sogar auf dem „Moskauer Herbst“ gespielt. 1990 wurde schließlich die ASM, die Assoziation für zeitgenössische Musik, die zuvor schon einmal in den 1920er Jahren bestanden hatte, unter Leitung von Juri Kasparow neu gegründet.

    Die neue Reisefreiheit ließ auch die Optionen zur Emigration ins Ausland größer werden. Nachdem die Situation in der Sowjetunion immer mehr eine Krise heraufzubeschwören schien, hielten es Firssowa und ihre Familie für sicherer, das Land zu verlassen. Da für sie England schon immer eine Art Traumziel dargestellt hatte, nutzten sie die Gelegenheit einer Einladung nach Cambridge zur endgültigen Ausreise. In dieser Zeit hatte Firssowa auch ihre Kammeroper „Die Nachtigall und die Rose“ nach Oscar Wilde fertiggestellt.

    In England mussten sie zunächst zwischen verschiedenen Freunden und Bekannten hin und her reisen, bis sie schließlich an der Universität von Keele eine Stelle und Unterkunft fanden. Von 1993 bis 1997 war Firssowa dort als Professorin für Komposition und Composer in Residence tätig. Dazu kamen zahlreiche Auftragswerke und Aufführungen. Von 1999 bis 2001 unterrichtete sie in Manchester am Royal Northern College of Music Komposition.

    Weiterhin komponiert sie Auftragswerke für namhafte Institutionen und Interpreten. 2003 wurde das „Requiem“ nach dem gleichnamigen Poem von Anna Achmatowa, eines der Hauptwerke Firssowas, im Berliner Konzerthaus uraufgeführt.

    Mit ihrem Mann Dmitri Smirnow hat Jelena Firssowa zwei Kinder, Philip und Alissa, die inzwischen beide künstlerisch tätig sind: Philip studiert Kunst und Alissa ist Pianistin und Komponistin, sie gewann schon 2001 die BBC/Guardian/Proms Young Composer Competition.

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    Jelena Firssowa gehörte zu den sieben Komponisten, die unter der Bezeichnung „Chrennikows Sieben“ bekannt geworden sind. Tichon Chrennikow warf den Komponisten auf dem VI. Treffen der Komponisten der Sowjetunion antisowjetisches Verhalten vor, sie seien nicht qualifiziert und würdig, die sowjetische Musik (im Ausland) zu repräsentieren. Betroffen waren Jelena Firssowa, Dmitri Smirnow, Alexander Knaifel, Viktor Suslin, Wjatscheslaw Artjomow, Sofia Gubaidulina und Edisson Denissow. Als Grund dieser Anschuldigung ist in erster Linie die große Popularität dieser Komponisten im Ausland anzusehen, die den sowjetischen Machthabern ein Dorn im Auge war, da deren Musik der vorgegeben Linie des Sozialistischen Realismus nicht entsprach. Vor allem die Aufführung jener Werke auf dem Festival sowjetischer Musik in Köln 1979 lieferte den konkreten Anlass dieser scharfen Rüge. Chrennikow rief zum Boykott dieser Komponisten auf. Zur Folge hatte dies vor allem Aufführungsverbote, aber auch die Unterbindung von Notenversand oder redaktionelle Änderungen. Im Falle Firssowas wurde es vom Sekretariat des Komponistenverbandes abgelehnt, eines ihrer Werke in Deutschland publizieren zu lassen. Erst in den letzten Jahren der Sowjetunion änderte sich dieses Klima wieder, als ein allgemeiner Wandel zu mehr Offenheit stattfand.

    Würdigung

    Schon früh hat sich Jelena Firssowa für die Musik Anton von Weberns begeistert; vertieft hat sich dieses Interesse durch die Bekanntschaft mit dem Webern-Schüler Philip Herschkowitz. Über ihn lernte sie die Ideen der Zweiten Wiener Schule kennen, die sie zwar selbst auch aufgriff, jedoch schnell zu einer eigenständigen offenen Form veränderte, die der Melodik Vorrang einräumt und Konsonanzen gestattet. Ferner leistete auch Edisson Denissow für ihre kompositorische Entwicklung einen entscheidenden Beitrag, Einflüsse seines musikalischen Stils sind in ihren Werken immer wieder spürbar.

    Dennoch lässt sich ihre Musik keinen bestimmten Vorbildern zuordnen, sie hat sich zu einer eigenständigen individuellen Sprache entwickelt. „Was meine musikalischen Vorbilder und meine Vorstellung von idealer Musik betrifft, so ändern diese sich ständig. In der letzten Zeit sind meine Lieblingswerke des 20. Jahrhunderts die Vokalwerke Gustav Mahlers, besonders sein ,Lied von der Erde’, die Orchesterstücke op. 6 und op. 10 von Webern, die ,Altenberg-Lieder’ op. 4 von Berg, das ,Requiem’ von Denisov, die ,Spiegel-Suite’ von Wolkonski... Aus dem Bereich der älteren Musik bevorzuge ich nach wie vor Johann Sebastian Bach, und was die ideale Musik betrifft, so sind es einzelne Sätze aus seinen Passionen, einige Choralvorspiele, Präludien und Fugen aus dem ,Wohltemperierten Klavier’. Vielleicht auch die gesamte h-Moll-Messe…“ (Jelena Firssowa. In: Hermann Danuser, Hannelore Gerlach, Jürgen Köchel (Hg.). Sowjetische Musik im Licht der Perestroika. S. 338)

    Für Jelena Firssowa ist die Musik eine Sprache der Sinne und der Expressivität. Dabei entwickelt sie sehr lyrische Qualitäten: Ihre Werke sind feingliedrig und fragil gestaltet und von dicht komprimierter Kürze, Klangfarben werden sehr differenziert eingesetzt und zu einer poetischen, ausdrucksvollen Schönheit verdichtet. Diese Nähe zur Poesie basiert zudem auf Firssowas engem Bezug zur Dichtung Ossip Mandelstams, die sie seit ihrer Studienzeit fasziniert. Diese Passion prägt ihr gesamtes Werk, da sie sich nicht nur seiner Dichtung, sondern auch seiner Ästhetik sehr verbunden fühlt. Ihre Musik ist mit seinem ausdrucksvollen Sprachstil vergleichbar (siehe „Mehr zu Würdigung“).

    In Zusammenhang mit der Arbeit an den „Drei Gedichten von Mandelstam“ für Sopran und Klavier erklärte sie: „Zu genau dieser Zeit verstand ich, wie wichtig die Dichtung Mandelstams für mich ist und dass ich mein ganzes Leben seine Gedichte in Musik setzen würde. Von seiner Dichtung habe ich gelernt, dass wir sehr ruhig über die wichtigsten Dinge sprechen können und dass wir die tragischsten Ereignisse im Licht der Schönheit betrachten können.“ („At this very time I understood how important the poetry of Mandelstam is to me, and that all my life I would set his poems to music. From his poetry I learnt that we can speak very quietly about the most important things, and that we can see the most tragic occurrences in the light of beauty.“ Jelena Firssowa, „Three Poems by Osip Mandelstam“, op. 23, for Soprano and Piano, vgl. http://homepage.ntlworld.com/dmitrismirnov/efnotes.html)

    Aus ihren eher kleinformatig gehaltenen Kompositionen ragen einzelne umfangreichere Werke wie die 90minütige Kammeroper „Die Nachtigall und die Rose“ nach Oscar Wilde oder das knapp einstündige „Requiem“ auf die gleichnamige Dichtung von Anna Achmatowa heraus. Die Kammeroper hatte Firssowa kurz vor ihrer Ausreise nach England komponiert; darin setzt sie den Märchentext Oscar Wildes mit einer zarten, delikaten, schon fast romantisch anmutenden Tonsprache um. Das „Requiem“ greift musikalisch die Schrecken des Terrors unter Stalin auf, die Achmatowa in ihren Texten beschreibt, und lässt einen Klagegesang entstehen. Neben der lyrischen Expressivität und feinen Klangschattierungen vermitteln auch deklamatorische Chorpassagen ein beklemmendes Bild des Leidens.

    Innerhalb Firssowas kammermusikalischem Schaffen nehmen die Streichquartettkompositionen schon allein zahlenmäßig eine besondere Stellung ein: Bis heute hat die Komponistin zwölf Quartette komponiert. Allerdings ist auch bei dieser textlosen Gattung das Lyrische, Bildhafte und Programmatische wesentlich, wie schon die Titel dieser Werke verdeutlichen: „Misterioso“ (Streichquartett Nr. 3), „Amoroso“ (Streichquartett Nr. 4), „Lagrimoso“ (Streichquartett Nr. 5), „Compassione“ (Streichquartett Nr. 7), „Der Steinerne Gast“ (Streichquartett Nr. 8), „The Door is Closed“ (Streichquartett Nr. 9), „La Malinconia“ (Streichquartett Nr. 10), „Purgatorium“ (Streichquartett Nr. 11), „Abschied“ (Streichquartett Nr. 12). Das dritte Streichquartett kreist beispielsweise um die Thematik des Todes, die u.a. durch ein Nachtigallen-Motiv symbolisiert wird. Darüber hinaus sind einzelne Quartette bestimmten Komponisten gewidmet: Nr. 3 Strawinsky, Nr. 8 Schubert und Nr. 10 Beethoven.


    Die eigenen Schriften Firssowas sind in erster Linie autobiografische Darstellungen und Werkbeschreibungen, u.a. berichtet sie über ihren eigenen musikalischen Werdegang oder auch über Reiseerlebnisse und Eindrücke aus ihrer neuen Wahlheimat England. Über ihren geistigen Mentor Edisson Denissow hat sie gemeinsam mit ihrem Mann mehrere Schriften zur Würdigung seines Schaffens verfasst.

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    Jelena Firssowas Werke sind eng mit der Dichtung Ossip Mandelstams verbunden. Schon in ihren frühen Studienjahren entdeckte sie seine Dichtung für sich, die daraufhin ihr ganzes weiteres Schaffen begleitete. Nicht nur ihre Vokalwerke, von denen einige konkret Texte Mandelstams als Grundlage haben, bezeugen diese Nähe, sondern auch Instrumentalwerke sind laut ihrer eigenen Aussage von seinen Werken inspiriert. Sie sind sozusagen in dem gleichen stilistischen Duktus gehalten und entsprechen seiner poetischen Sprache: „Meine Musik ist sehr eng mit der Poesie Ossip Mandelstams verbunden, besonders mit dessen früheren Werken. Meine besten Kompositionen verwenden seine Verse. Aber auch meine Instrumentalwerke sind fast immer mit Mandelstams Poesie verbunden, mit seinen inneren Empfindungen, seiner Beziehung zur Kunst und zum Tod. Die ,Elegie’ für Klavier und die ,Drei Gedichte von Mandelstam’ für Sopran und Klavier stehen mir vielleicht am nächsten, da sie einen ausgesprochen intimen und persönlichen Charakter haben, was ich in der Musik besonders liebe.“ (Jelena Firssowa. In: Hermann Danuser, Hannelore Gerlach, Jürgen Köchel (Hg.). Sowjetische Musik im Licht der Perestroika. S. 337-338)

    Die individuelle Sprache mit Wortschöpfungen und Metaphern sowie die formale Konstruiertheit Mandelstams sind für Jelena Firssowa eine wichtige Inspiration für ihre eigene Klangsprache. Aus der Beschäftigung mit seinem Werk schöpft sie wesentliche Anregungen zu der Ausgestaltung einer eigenwilligen Art von Schönheit und Poesie in ihrer Musik.

    Rezeption

    In ihren frühen Schaffensjahren wurden die Werke Firssowas zwar in Moskau aufgeführt, jedoch nicht in größeren Konzerten oder bei Festivals. Von den 1980er Jahren an stieß ihre Musik auf großes Interesse im Westen, so dass immer mehr Aufführungen im Ausland stattfanden. Erst in den letzten Jahren vor dem Zusammenbruch der Sowjetunion vermehrten sich auch die Aufführungen in ihrem Heimatland. Seit ihrer Emigration nach England werden Firssowas Kompositionen regelmäßig in Konzerten und bei europäischen Festivals aufgeführt, besonders in England und Deutschland.

    Werkverzeichnis

    Opern


    Das Gastmahl während der Pest, op. 7, Kammeroper, T: Jelena Firssowa nach Alexander Puschkin, 1972


    Die Nachtigall und die Rose, op. 46, Kammeroper in einem Akt, T: Jelena Firssowa nach Oscar Wilde und Christina Rossetti, 1990/91, UA: London 8. Juli 1994, London: Boosey & Hawkes, Hamburg: Sikorski



    Orchesterwerke


    Fünf Stücke, op. 6 1971


    Stanzas, op. 13, für Orchester, 1975, UA: Dortmund Juni 1987, Hamburg: Sikorski


    Herbstmusik, op. 39, für Kammerorchester, 1988, UA: London 14. Mai 1990, London: Boosey & Hawkes, Hamburg: Sikorski


    Nostalgie, op. 42, 1989, UA: Kassel 14. Juni 1992, Hamburg: Sikorski


    Cassandra, op. 60, Auftrag des BBC Welsh Symphony Orchestra, 1992, UA: Swansea 8. Oktober 1993, London: Boosey & Hawkes, Hamburg: Sikorski


    Mnemosyne, op. 73, für Kammerorchester, 1995


    The Sound of the Time Passing (Der Klang der vergehenden Zeit), op. 83, 1997


    Die Gefangenschaft, op. 85, für Blasorchester, Harfe, Celesta, Schlagwerk, Auftrag des BABWE Education Trust, 1998, UA: Manchester 9. Februar 2000


    Leaving, op. 86, für Streicher, meinem Vater gewidmet, Auftrag der Internationalen Fredener Musiktage 1998, UA: Freden 29. August 1999, Hamburg: Sikorski


    Der singende Wald, op. 92, für vier Blockflöten und Streichorchester, (Teil von „The Lost Puzzle of Gondwana Project”), Auftrag von The Soloists Ensemble, 1999, UA: London 9. Oktober 1999, © The Soloists Ensemble Limited


    Lyrical Variations, op. 102a, für großes Orchester, 2002, St. Albans: Meladina Press


    The Garden of Dreams (Hommage an Schostakowitsch), op. 111, für Orchester, Auftrag des Amsterdam Concergebouw Orchestra, 2004, UA: Amsterdam 23. Juni 2006, Hamburg: Sikorski



    Werke für Soloinstrumente und Orchester


    Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 1, op. 10, 1973, UA: Moskau 10, Juni 1975, Hamburg: Sikorski


    Konzert für Violine und Orchester Nr. 1, op. 14, 1976, Hamburg: Sikorski


    Postlude, op. 18, für Harfe und Orchester, 1977, UA: Moskau: 22. Februar 1978, Hamburg: Sikorski


    Kammerkonzert Nr. 1, op. 19, für Flöte und Streicher, 1978, UA: Moskau 10. März 1980, Hamburg: Sikorski, Moskau: Sowjezki Kompositor


    Kammerkonzert Nr. 2, op. 26 (Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 2), 1982, UA: Moskau 17. Oktober 1982, Hamburg: Sikorski, Moskau: Sowjezki Kompositor


    Konzert für Violine und Orchester Nr. 2, op. 29, 1983, UA: Moskau November 1987, Hamburg: Sikorski


    Kammerkonzert Nr. 3, op. 33, für Klavier und Orchester, 1985, UA: Moskau November 1989, Hamburg: Sikorski


    Kammerkonzert Nr. 5, op. 78 (Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 3), für Violoncello, Celesta, Harfe und Streicher, Karine Georgian gewidmet, Auftrag der Internationalen Kammermusik-Akademie Kronberg, 1996, UA: Kronberg 16. Oktober 1997, Hamburg: Sikorski


    Kammerkonzert Nr. 6 (Der Tempel der Mnemosyne), op. 80, für Klavier und Kammerorchester, Auftrag des Dimensions Festival, 1996, UA: 13. Oktober 1997, London: Boosey & Hawkes, Hamburg: Sikorski


    Romantic Fragments (after having read E.T.A. Hoffmann), op. 106, für Solovioline und Kammerensemble, Auftrag des Kissinger Sommers, 2003, UA: Bad Kissingen 6. Juli 2003, Hamburg: Sikorski



    Werke für Solostimme(n) und Orchester


    Tristia, op. 22, Kantate für Sopran und Kammerorchester, T: Ossip Mandelstam, 1979, UA: Moskau 17. Oktober 1981, Hamburg: Sikorski


    Der Stein, op. 28, Kantate für Sopran und Orchester, T: Ossip Mandelstam, 1983, Hamburg: Sikorski


    Augury, op. 38, für gemischten Chor und Orchester, T: William Blake, 1988, UA: London 4. August 1992, London: Boosey & Hawkes, Hamburg: Sikorski


    Der geheime Pfad, op. 52, für Mezzosopran und Orchester, T: Ossip Mandelstam, Auftrag des WDR, 1992, UA: Wien 27. März 1996, Hamburg: Sikorski


    Das Wort, op. 75, für gemischten Chor und Orchester, T: biblisch, Auftrag des Camden Choir, 1995, UA: London 19. Juni 1997, London: Boosey & Hawkes, Hamburg: Sikorski


    Der Fluss der Zeiten, op. 81, für gemischten Chor und Kammerorchester, dem Andenken an Edisson Denissow gewidmet, T: Gavriil Derschawin, 1997, UA: Genf 1. April 2000, Hamburg: Sikorski


    Das Erste ist vergangen (Christushymnus), op. 93, für Sopran, Bass, gemischten Chor und Kammerorchester, T: biblisch, Franz Kafka, anonymer Psalm aus dem Konzentrationslager Buchenwald, Auftrag des Niedersächsischen Chorverbandes Hannover für die EXPO 2000, 1999, UA: Hannover 3. Oktober 2000, Hamburg: Sikorski


    Requiem, op. 100, für Sopran, gemischten Chor und Orchester, T: Anna Achmatowa, Auftrag von Olga Dagajewa, 2001, UA: Berlin 6. September 2003, Hamburg: Sikorski



    Ensemblewerke


    Musik für Zwölf, op. 34, Auftrag des Solistenensembles des Bolschoi Theaters, 1986, UA: Berlin 12. September 1986, Hamburg: Sikorski


    Kammerkonzert Nr. 4, op. 37, für Horn und 13 Spieler, 1987, UA: London 18. März 1989, Hamburg: Sikorski


    Odyssee, op. 44, für sieben Spieler, 1990, UA: Heidelberg 31. Oktober 1991, London: Boosey & Hawkes, Hamburg: Sikorski


    Rückblick, op. 96, für vierzehn Spieler, Auftrag des Royal Northern College of Music Ensemble, 2001, UA: Manchester 25. Juni 2001


    Black Bells (Hommage an Schostakowitsch), op. 115, für Klavier und Ensemble, 2005, UA: Dartington 10. August 2006



    Werke für Solostimme(n) und Ensemble


    Petrarca-Sonette, op. 17, für Sopran und Ensemble, T: Petrarca, übersetzt von Ossip Mandelstam, 1976, UA: Moskau 9. Januar 1978, Hamburg: Sikorski, Moskau: Sowjezki Kompositor


    Das irdische Leben, op. 31, Kantate für Sopran und Kammerensemble, T: Ossip Mandelstam, Auftrag der BBC, 1984, UA: London 10. November 1986, London: Boosey & Hawkes, Hamburg: Sikorski


    Forest Walks, op. 36, Kantate für Sopran und Kammerensemble, T: Ossip Mandelstam, Auftrag des Nash Ensemble, 1987, UA: London 21. Juni 1988, London: Boosey & Hawkes, Hamburg: Sikorski


    Before the Thunderstorm, op. 70, Kantate für Sopran und Kammerensemble, T: Ossip Mandelstam, Auftrag des Nash Ensemble, 1994, UA: London 7. März 1995, London: Boosey & Hawkes, Hamburg: Sikorski



    Werke für Stimme und Instrumente


    Nacht op. 20, für Stimme und Saxophon, T: Boris Pasternak, Irina Muratowa und dem Moscow Saxophone Quartet gewidmet, 1978, UA: Moskau 14. Februar 1983, Hamburg: Sikorski


    Zwei Sonette nach Shakespeare, op. 25a, Version für Sopran und Saxophonquartett, 1988, Hamburg: Sikorski


    Stygisches Lied, op. 43, für Sopran, Oboe, Schlagwerk und Klavier, T: Ossip Mandelstam, Auftrag des Internationalen Komponistinnenfestivals Kassel, 1989, UA: Kassel 31. August 1990, Hamburg: Sikorski


    Sieben Haiku, op. 47, für Sopran und Lyra (oder Gitarre), T: Matsuo Basyo, 1991, UA: Paris Herbst 1991, Hamburg: Sikorski


    Die Muschel, op. 49, für Sopran, Klarinette, Viola, Violoncello und Kontrabass, T: Ossip Mandelstam, 1991, UA: Cheltenham 20. Juli 1991, Hamburg: Sikorski


    Untiefe, op. 50, für Mezzosopran, Flöte und Schlagwerk, T: Ossip Mandelstam, 1991, UA: London 7. April 1993, Hamburg: Sikorski


    Silentium, op. 51, Kantate für Mezzosopran und Streichquartett, T: Ossip Mandelstam, Auftrag der Hugo-Wolf-Akademie Stuttgart, 1991, UA: Stuttgart 15. Mai 1993, Hamburg: Sikorski


    Distance, op. 53, für Stimme, Klarinette und Streichquartett, T: Marina Zwetajewa, 1992, UA: Birmingham 24. Januar 1993, London: Boosey & Hawkes, Hamburg: Sikorski


    The Secrets of Wisdom, op. 82, für (Mezzo)Sopran, Blockflöte und Schlagwerk, T: Omar Khayam, Auftrag der Fondazione Donne in Musica, 1997, UA: Fiuggi 12. September 1997, Casa Musicale Sonzogno


    Spuren der Abwesenheit, op. 88, für Bass, Harfe, Flöte, T: Oleg Prokofjew, 1998, UA: Blackheath 20. Dezember 1998


    Winterelegie, op. 91, für Countertenor und Streichtrio, T: Alexander Puschkin, 1999, UA: Bern 13. Juni 1999, Hamburg: Sikorski


    Winterlieder, op. 104, für Sopran und Violoncello, T: Ossip Mandelstam, Auftrag von Nina Kotowa, 2003, UA: Austin 9. Februar 2003, Hamburg: Sikorski


    Der Prophet, op. 107, für Bariton, gemischten Chor und Bajan (oder Akkordeon), T: Russische Liturgie, Alexander Puschkin, Auftrag des Johannes Damascenus Chor Essen, 2003, UA: Dalheim 5. Juni 2004, Hamburg: Sikorski



    Werke für Stimme und Klavier


    Zwei Romanzen auf Gedichte von Boris Pasternak, für hohe Stimme und Klavier,1966-1967, Hamburg: Sikorski, Moskau: Sowjezki Kompositor


    Zwei Romanzen auf Gedichte von Anna Achmatowa, für hohe Stimme und Klavier, 1967, Hamburg: Sikorski


    Drei Romanzen auf Gedichte von Wladimir Majakowski, für Stimme und Klavier, 1969, (zurückgezogen)


    Herbstlieder, op. 12, für Stimme und Klavier, T: Marina Zwetajewa, Ossip Mandelstam, Alexander Blok, Boris Pasternak, 1974, UA: Moskau 13. Juni 1975, Hamburg: Sikorski


    Drei Gedichte von Ossip Mandelstam, op. 23, für Sopran und Klavier, 1980, UA: Moskau 21. November 1981, Hamburg: Sikorski, New York: Schirmer


    Zwei Sonette von Shakespeare, op. 25, für Stimme und Orgel, 1981, UA: Moskau 10. März 1986, Hamburg: Sikorski


    Der Traum, op. 39a, für Mezzosopran und Klavier, T: Boris Pasternak, 1988, UA: Columbus, USA 25. Oktober 1991, Moskau: Sowjezki Kompositor


    No, it’s not a Migraine, op. 76, für Bariton und Klavier, T: Ossip Mandelstam, 1995, UA: Cheltenham 18. Juli 1996



    Kammermusik


    Scherzo, op. 1, für Flöte, Oboe, Klarinette, Fagott und Klavier, 1967, UA: Moskau Mai 1967, Hamburg: Sikorski, Moskau: Sowjezki Kompositor


    Legende (Nocturne), für Horn und Klavier, 1967, Moskau: Sowjezki Kompositor


    Zwei Stücke für Violine und Klavier, 1968, Moskau: Sowjezki Kompositor


    Streichquartett Nr. 1 (Fünf Stücke), op. 4, 1970, UA: Moskau 17. Mai 1971, Hamburg: Sikorski, Moskau: Sowjezki Kompositor


    Sonate für Violoncello und Klavier, op. 5, Anatole Liberman gewidmet, 1971, UA: Leningrad 8. April 1972, Hamburg: Sikorski, Moskau: Sowjezki Kompositor


    Klaviertrio Nr. 1, op. 8, 1972, UA: Moskau März 1973, Hamburg: Sikorski


    Streichquartett Nr. 2, op. 11, 1974, UA: Moskau 10. Dezember 1974, Hamburg: Sikorski


    Capriccio, op. 15, 1976, UA: Moskau 27. April 1977, Hamburg: Sikorski, Moskau: Sowjezki Kompositor


    Misterioso (Streichquartett Nr. 3), op. 24, In memoriam Igor Strawinsky (zu seinem 100. Geburtstag), Auftrag des ZDF, 1980, UA: Moskau 14. April 1982, Hamburg: Sikorski


    Drei Stücke für Horn und Klavier, 1980


    Frühlingssonate, op. 27, für Flöte und Klavier, Auftrag von Irina Lozben, 1982, UA: Moskau 29. Februar 1984, Hamburg: Sikorski, Moskau: Sowjezki Kompositor


    Mysterium, op. 30, für Orgel und Schlagwerk, 1984, UA: Moskau 4. November 1984, Hamburg: Sikorski


    Amoroso (Streichquartett Nr. 4), op. 40, dem Lydian Quartet gewidmet, 1989, UA: Cremona Oktober 1989, Hamburg: Sikorski


    Verdehr-Trio, op. 45, für Violine, Klarinette und Klavier, Auftrag des Verdehr Trios, 1990, UA: Madrid 7. März 1991, Hamburg: Sikorski


    Far Away, op. 48, für Saxophonquartett, dem Raschèr Saxophone Quartet gewidmet, Auftrag des Schleswig-Holstein Musik Festivals, 1991, UA: Hasselburg 6. Juli, Hamburg: Sikorski


    Meditation im japanischen Garten, op. 54, für Flöte, Viola und Klavier, Auftrag von Aurèle Nicolet, 1992, UA: Hamburg 8. Dezember 1993, Hamburg: Sikorski


    You and I, op. 55, für Violoncello und Klavier, Bernard Gregor-Smith and Yolande Wrigley gewidmet, 1992, UA: Sheffield 18. Mai 1994, London: Boosey & Hawkes, Hamburg: Sikorski


    Vigilia, op. 57, für Violine und Klavier, 1992, UA: Lüdinghausen 30. November 1992, Hamburg: Sikorski


    Lagrimoso (Streichquartett Nr. 5), op. 58, 1992, UA: Aldeburgh 21. Juni 1994, London: Boosey & Hawkes, Hamburg: Sikorski


    Resonanzen, op. 59, für Flöte und Gitarre (oder Harfe), 1992, UA: Münster 18. Mai 1994, Hamburg: Sikorski


    Phantom, op. 61, für vier Violen (oder vier Violoncelli), 1993, UA: London 7. März 1995, London: Boosey & Hawkes, Hamburg: Sikorski


    The Night Demons, op. 62, für Violoncello und Klavier, Steven Isserlis gewidmet,1993, UA: Norwich 11. Oktober 1993, London: Boosey & Hawkes, Hamburg: Sikorski


    Crucifixion, op. 63, für Violoncello und Bajan (oder Orgel), Auftrag von Karine Georgian und Elsbeth Moser, 1993, UA: Dresden 2. Oktober 1994, Hamburg: Sikorski


    Die verzauberte Insel, op. 66, für Violoncello und Klavier, 1993, UA: London 13. Mai 1994, Hamburg: Sikorski


    Albumblatt, op. 67, für Violoncello und Klavier, 1993, Mainz: Schott


    Mad Vision (Klaviertrio Nr. 2), op. 68, Auftrag der Lerchenborg Music Days, 1993, UA: Lerchenborg 22. Juli 1994, Hamburg: Sikorski


    Streichquartett Nr. 6, op. 71, Auftrag des Danish Quartet, 1994, UA: Kopenhagen Januar 1996, Hamburg: Sikorski


    Compassione (Streichquartett Nr. 7), op. 72, meinem Vater gewidmet, 1995, UA: London 15. September 1995, London: Boosey & Hawkes, Hamburg: Sikorski


    Der Steinerne Gast (Streichquartett Nr. 8), op. 74, Auftrag des Nomos Quartetts, 1995, UA: Osnabrück 19. Januar 1997, Hamburg: Sikorski


    The Door is Closed (Steichquartett Nr. 9), op. 79, Auftrag des Sorrel Quartet, 1996, UA: London 2. April 1997, London: Boosey & Hawkes, Hamburg: Sikorski


    La Malinconia (Streichquartett Nr. 10), op. 84, Auftrag des Brodsky Quartet, 1998, UA: Amsterdam 19. Dezember 1999, London: Boosey & Hawkes, Hamburg: Sikorski


    Gefrorene Zeit, op. 90, für Klavierquartett, Auftrag des Schubert Ensemble Trust, 1999, UA: London 28. Mai 1999, The Schubert Ensemble


    Vernal Equinox, op. 94, für Violine und Klavier, Auftrag von Simon Rainer, 1999, UA: London 5. März 2000


    Perpetual Return, op. 95, Sextett für Flöte, Oboe, Harfe und Streichtrio, Auftrag des Ensemble Pyramide, 2000, UA: Zürich 26, Januar 2001


    Epitaph, op. 105, für Streichtrio, dem Asch-Trio gewidmet, In memoriam Oleg Nikolajewitsch Iwanow, 2003, UA: London 21. März 2003


    Purgatorium, op. 98, für Streichquartett (in Arbeit)


    Stück für Klaviertrio, op. 99 (in Arbeit)


    Euphonismen, op. 108, für Euphonium und Klavier, 2003, UA London 7. Januar 2004, Hamburg: Sikorski


    Invocation, op. 109, für Klarinette und Bajan (oder Akkordeon), 2004, UA: London 29. Juni 2004


    Twilight Bells, op. 110a, für Flöte und Klavier, Margo Mann gewidmet, 2004


    Wintermusik, op. 104a, für zwei Violoncelli, 2005, Hamburg: Sikorski


    Abschied (Streichquartett Nr. 12), op. 113, 2005, UA: Bristol 29. September 2006



    Musik für Instrumentalsolisten


    Invention à Two, für Klavier solo, 1966, Moskau: Sowjezki Kompositor


    Zwei Polyphone Stücke, für Klavier, 1966


    Suite für Viola solo, op. 2, 1967, UA: Moskau Mai 1968, Hamburg: Sikorski, Moskau: Sowjezki Kompositor


    Sonate für Klarinette solo, op. 16, Lew Michailow gewidmet, 1976, UA: Moskau 31. Oktober 1977, Hamburg: Sikorski, Moskau: Sowjezki Kompositor


    Zwei Inventionen für Flöte solo, op. 18a, 1977, Hamburg: Sikorski, Moskau: Sowjezki Kompositor


    Drei Stücke für Xylophon solo, 1978, Hamburg: Sikorski, Moskau: Sowjezki Kompositor


    Elegie, op. 21, für Klavier solo, 1979, UA: Moskau 15. Oktober 1980, Hamburg: Sikorski, Moskau: Sowjezki Kompositor


    Sphinx, für Harfe solo, 1982, Hamburg: Sikorski


    Fantasia, op. 32, für Violine solo, 1985, Hamburg: Sikorski


    Sonate für Klavier, op. 35, 1986, UA: Moskau 1987, Hamburg: Sikorski, Moskau: Sowjezki Kompositor


    Monolog, op. 41, für Fagott solo, 1989, UA: Moskau Herbst 1990, Hamburg: Sikorski


    Sternenflöte, op. 56, für Flöte solo, Aurèle Nicolet gewidmet, 1992, UA: Toronto 13. Dezember 1992, London: Boosey & Hawkes, Hamburg: Sikorski


    Hymne an den Frühling, op. 64, für Klavier, 1993, UA: London 10. Juli 1993, Hamburg: Sikorski


    Monolog, op. 65, für Altsaxophon, 1993, UA: Gent 21. April 1994, Hamburg: Sikorski


    Fragen und Antworten, op. 70a, für Soloflöte, 1995


    Abendmusik, op. 77, für Klavier, 1996, UA: Wuppertal 7. Februar 2003


    Traumgarten, op. 89, für Klavier, 1998


    The Rest is Silence..., op. 101, für Violoncello solo, Auftrag von Tim Coates, 2002, UA: London 12. Dezember 2003


    Für Alissa, op. 102, Variationen für Klavier, Alissa Firssowa gewidmet, 2003, UA: London 9. März 2003


    Allein, op. 110, für Klarinette, 2004, ABRSM (Associated Board of the Royal Schools of Music)


    Lamento, op. 112, für Violine, dem Andenken meiner Mutter gewidmet, 2004


    Für Slava, op. 120, für Violoncello, 2007, UA: Dartington 13. August 2007



    Werke für Chor oder Vokalensemble


    Drei Gedichte von Ossip Mandelstam, op. 3, für gemischten Chor, 1970, Hamburg: Sikorski


    Die Glocke, für gemischten Chor, T: Sergei Jessenin, (Zusammenarbeit mit Dmitri Smirnow) 1976 (zurückgenommen)


    Insomnia, op. 69, für Countertenor, zwei Tenöre und Bariton, T: Alexander Puschkin, Auftrag des Hilliard Ensembles, 1993, UA: Witten 22. April 1994, London: Boosey & Hawkes, Hamburg: Sikorski


    Aequinoktium, op. 87, für gemischten Chor, T: Ossip Mandelstam, 1998, Hamburg: Sikorski


    Tränen, op. 97, Nr. 1, für gemischten Chor, T: Fjodor Tjutschew, 2001


    Beauty Will Save the World, op. 103, für gemischten Chor, T: Fjodor Dostojewski, 2002, UA: Cambridge 8. August 2003


    The Night Moment, op. 97, Nr. 2, für gemischten Chor, T: Fjodor Tjutschew (in Russisch), 2003



    Filmmusik


    Hermitage, TV-Dokumentation (Zusammenarbeit mit Dmitri Smirnow), 1979



    Bearbeitungen


    Der Schaum der Tage (Edisson Denissow), 1980, Vokalpartitur (Zusammenarbeit mit Dmitri Smirnow)


    Zwischenspiel aus dem Ballett „Das goldene Zeitalter“ (Dmitri Schostakowitsch), Bearbeitung für Flöte und Klavier, Moskau: Sowjezki Kompositor


    Pimpinella (Peter Tschaikowsky), op. 40a, 1989, Bearbeitung für Sopran und Orchester von Tschaikowskys Fassung eines Florentiner Liedes op. 38 Nr. 6, UA: Mestre 11. November 1989, Mailand: Ricordi

    Quellen

    Eigene Schriften (chronologisch)


    Jelena Firsova, Dmitri Smirnov. O vsech etich dnjach [Über all diese Tage]. Roman, unveröffentlicht, 1974.


    O muzyke [Über Musik], unveröffentlicht, 1984 / deutsch in: Hermann Danuser, Hannelore Gerlach, Jürgen Köchel (Hg.). Sowjetische Musik im Licht der Perestroika. Interpretationen, Quellentexte, Komponistenmonographien. Laaber: Laaber 1990, S. 337-338.


    Putešestvie [Reise]. Unveröffentlicht 1987.


    Amerikanskij Dnevnik [Amerikanisches Tagebuch], unveröffentlicht, 1988.


    V strane moich grëz [Im Land meiner Träume], unveröffentlicht, Dartington 1992.


    Muzykal’naja avtobiografija [Musikalische Autobiographie], unveröffentlicht, Keele 1996.


    Fragmenty o Denisove [Fragmente über Denisov], gemeinsam mit Dmitri Smirnov, unveröffentlicht, 1997.


    Otpečatok Otsutstvija op. 88., 1998 [Duft der Abwesenheit], unveröffentlicht, 1998.


    Denisov – kompozitor sveta [Denisov, der Komponist des Lichts], gemeinsam mit Dmitri Smirnov. In: Svet. Dobro. Večnost‘. Moskau 1999, S. 10-14.



    Sekundärliteratur (alphabetisch)


    Bradshaw, Susan. „Firsova, Yelena Olegovna“. In: Stanley Sadie (Hg.). The New Grove Dictionary of Music and Musicians. Band 8. London: Macmillan Publishers Limited, 2. Aufl., 2001, S. 888 f.


    Brand, Bettina (Hg.). Elena Firssowa. Kassel: Furore-Verlag, 1993.


    Cholopov, Jurij Nikolaevič. „Naši v Anglii: Elena Firsova“ [„Russen in England: Elena Firsova“]. In: Cenova, Valerija Stefanovna, Barskij, Vladimir Leonidovič (Hg.). Muzyka iz byvšego SSSR [Musik aus der ehemaligen Sowjetunion]. Moskau: Kompozitor 1996, S. 282-303.


    Jelena Firssowa. In: Hermann Danuser, Hannelore Gerlach, Jürgen Köchel (Hg.). Sowjetische Musik im Licht der Perestroika. Interpretationen, Quellentexte, Komponistenmonographien. Laaber: Laaber 1990, S. 336-338.


    Gojowy, Detlef. „Marginalien zur Neuen sowjetischen Musik.“ In: Neue Zeitschrift für Neue Musik, 1981, CXLII/2, S. 139-45.


    Gojowy, Detlef. „Komponistinnen in der Sowjetunion.“ In: Neuland, 1983/84, IV, S. 38-45.


    Gojowy, Detlef. „Firsova, Elena Olegovna“. In: Ludwig Finscher (Hg.). Die Musik in Geschichte und Gegenwart. Personenteil, Band 6. Kassel: Bärenreiter, 2001, Sp. 1235-1238.


    Kolbus, Anita. „Komponistinnen und Postmoderne.“ In: Diskurse zur gegenwärtigen Musikkultur. Regensburg: ConBrio, 1996, S. 101-107.


    McBurney, Gerard. „Elena Firsova“ in: Werkverzeichnis Jelena Firssowa des Musikverlags Hans Sikorski. Hamburg: Sikorski 2008, S. 4-6


    Moskovskaja Osen' 83: „Problemy, mnenija, perspektivy.“ [Moskauer Herbst ’83: Probleme, Meinungen, Perspektiven]. In: Sovetskaja muzyka, April 1984, S. 49-53.


    Nelson, Kirsten-Marie. A performer's guide to published music for unaccompanied solo bassoon by women composers. Doctoral-dissertation, Bassoon Performance. University of Georgia, 1997.


    Polin, Claire. „Interviews with Soviet composers.“ In: Tempo, Dezember 1984, 151, S. 10-16.


    Porvoll, Tat’jana. „Die alternative Komponistengeneration in Moskau.“ In: Hermann Danuser, Hannelore Gerlach, Jürgen Köchel (Hg.). Sowjetische Musik im Licht der Perestroika. Interpretationen, Quellentexte, Komponistenmonographien. Laaber: Laaber 1990, S. 117-124.


    Redepenning, Dorothea. „Elena Firsova“. In: Komponisten der Gegenwart: Loseblatt-Lexikon. München: Edition Text + Kritik, 1992.

    Stahnke, Manfred. „Junge Moskauer Komponisten. Notizen zu Biographie und Werk.“ In: Neue Zeitschrift für Musik, 1981, CXLII/2, S. 146-51.


    Tsenova, Valeria S. „Ex oriente ...“ : Ten composers from the former USSR: Nikolai Sidelnikov, Vladimir Martynov, Andrei Eshpai, Galina Ustvolskaya, Boris Chaikovsky, Yury Kasparov, Arvo Pärt, Viktor Suslin, Dmitry Smirnov, Elena Firsova. Berlin: Kuhn, 2002.



    Links


    http://website.lineone.net/~dmitrismirnov/

    verantwortlich: Dmitri Smirnow, Jelena Firssowa

    Sprache: Russisch, Englisch

    Beschreibung: Homepage der Familie Smirnow-Firssowa, mit Biografien, Werkverzeichnis, den eigenen Texten der beiden Komponisten, Konzertkritiken, Klangbeispielen und Fotos.

    recherchiert am 10.3.2009


    http://www.sikorski.de/de/frameloader.html?frame=http%3A//www.sikorski.de/composers/composer63.html

    verantwortlich: Internationale Musikverlage Hans Sikorski

    Sprache: Deutsch, Englisch

    Beschreibung: Biografie und Werkverzeichnis

    recherchiert am 10.3.2009


    http://www.boosey.com/pages/cr/composer/composer_main.asp?composerid=2759

    verantwortlich: Boosey & Hawkes, Musikverlag

    Sprache: Englisch

    Beschreibung: Kurzbiografie, Biografie, Werkverzeichnis, Einführungstext von Gerard McBurney

    recherchiert am 10.3.2009


    http://www.schirmer.com/default.aspx?TabId=2419&State_2872=2&composerId_2872=2316

    verantwortlich: G. Schirmer Inc., Musikverlag

    Sprache: Englisch

    Beschreibung: Werkverzeichnis

    recherchiert am 10.3.2009


    http://en.wikipedia.org/wiki/Elena_Firsova

    verantwortlich: Wikipedia, freie Internet-Enzyklopädie

    Sprache: Englisch, Deutsch, Russisch, Französisch

    Beschreibung: Kurzbiografie, Werkverzeichnis, Diskografie, Literaturhinweise, Links

    recherchiert am 10.3.2009


    http://www.recmusic.org/lieder/f/firsova.html

    verantwortlich: Emily Ezust

    Sprache: Englisch, (Russisch, Italienisch)

    Beschreibung: Texte der Vokalwerke

    recherchiert am 10.3.2009


    http://home.wanadoo.nl/ovar/firsova.htm

    verantwortlich: Onno van Rijen

    Sprache: Englisch

    Beschreibung: Kurzbiografie, Werkverzeichnis

    recherchiert am 10.3.2009


    http://www.kultura-portal.ru/tree_new/cultpaper/article.jsp?number=675&crubric_id=100423&rubric_id=209&pub_id=789499

    verantwortlich: Wochenzeitung Kul‘tura

    Sprache: Russisch

    Beschreibung: Michail Bjalik über die Premiere von The Garden of Dreams (Hommage an Schostakowitsch) im Concertgebouw Amsterdam, Nr. 41 (7551) 19. – 25. Oktober 2006

    recherchiert am 10.3.2009


    http://www.rsb-online.de/content/e69/e229/e571/e1532/index_ger.html?raw=gendarmenmarkt&ZMS_HIGHLIGHT=raw

    verantwortlich: Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin

    Sprache: Deutsch

    Beschreibung: Liesel Markowski über die Uraufführung vom Requiem in Berlin, Neues Deutschland, 9. September 2003

    recherchiert am 10.3.2009


    http://www.tagesspiegel.de/kultur/art772,1985189

    verantwortlich: Der Tagesspiegel

    Sprache: Deutsch

    Beschreibung: Ulrich Amling über die Uraufführung vom Requiem in Berlin, 8. September 2003

    recherchiert am 10.3.2009

    Forschung

    Die Werke Firssowas werden von verschiedenen Verlagen vertreten und publiziert: Sikorski in Hamburg, Boosey & Hawkes in London, Schirmer in New York, Schott in Mainz und Sowjezki Kompositor in Moskau. Weitere Materialien und Dokumente befinden sich in ihrem Privatbesitz.



    Forschungsbedarf

    Interessant wäre es, die gegenseitige Beeinflussung und die Zusammenarbeit mit Jelena Firssowas Mann, dem Komponisten Dmitri Smirnow, genauer zu beleuchten. Auch die genannten Bezüge zu Philip Herschkowitz und Edisson Denissow sollten einmal am konkreten Musikbeispiel untersucht werden. Analysen, die das Verhältnis zur Poetik Mandelstams auf musikalischer Ebene untersuchen, stehen ebenfalls noch aus. Eine ausführliche Biografie sowie ausführliche Werkbeschreibungen existieren bislang nicht.

    Normdaten

    Virtual International Authority File (VIAF): 116822815
    Deutsche Nationalbibliothek (GND): 124898629
    Library of Congress (LCCN): nr91027084
    Virtuelle Fachbibliothek Musikwissenschaft
    Wikipedia-Personensuche

    Autor/innen

    Amrei Flechsig, erstellt am 15. Juli 2008


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Regina Back
    Zuerst eingegeben am 26.3.2009


    Empfohlene Zitierweise

    Amrei Flechsig, Artikel „Jelena Firssowa“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 26.3.2009.
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/Artikel/Jelena_Firssowa