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  • Helene Liebmann

    von Susanne Löbig
    Namen:
    Helene Liebmann
    Geburtsname: Helene Riese
    Lebensdaten:
    geb. in Berlin, Deutschland
    gest. in Hamburg, Deutschland
    Tätigkeitsfelder:
    Pianistin, Komponistin, Sängerin.

    Profil

    Verglichen mit anderen Instrumentalistinnen nahm Helene Riese in jungen Jahren eine Sonderstellung im öffentlichen Konzertwesen Berlins ein, da sie als Pianistin weitaus häufiger in Erscheinung trat als ihre Kolleginnen, besonders auch in stehenden Abonnementkonzertreihen. Als Komponistin widmete sie sich schwerpunktmäßig den Klaviersonaten und der Kammermusik. Leider sind nur sehr wenige Werke der Komponistin überliefert, was eine globale Charakterisierung ihres Kompositionsstils erschwert.

    Orte und Länder

    Die in Berlin geborene Helene Riese zog im April 1814 mit ihrem Ehemann für ca. 4 Jahre nach London. Spätestens ab 1819 verlegte sie ihren Wohnsitz nach Hamburg.

    Biografie

    Helene Riese wurde am 16.12.1795 in Berlin geboren. Sie erhielt in Berlin Klavierunterricht bei Franz Lauska und war im Berliner Konzertleben als Pianistin sehr bekannt. Nach ihrer Hochzeit mit John Joseph Liebmann zog sie mit ihrem Ehemann im Frühjahr 1814 nach London und nahm dort Kompositionsunterricht bei Ferdinand Ries. Ungefähr vier Jahre später zog das Ehepaar nach Hamburg und nahm dort nach einiger Zeit den Nachnamen Liebert an. Unter diesem Namen nahm die Musikerin als Sängerin am Konzertleben teil. Die letzte überlieferte Komposition Helene Liebmanns stammt aus dem Jahr 1816, also aus ihrer Londoner Zeit. Die Musikerin wurde in diesem Jahr 21 Jahre alt. Helene Liebert starb nach 1835, vermutlich in der Nähe von Hamburg.

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    Helene Riese wurde am 16.12.1795 als zweites Kind einer wohlhabenden jüdischen Bankiersfamilie in Berlin geboren. Über ihre Mutter verbindet sie eine weitläufige Verwandtschaft mit Felix Mendelssohn Bartholdy. Einer ihrer Brüder war ebenfalls auf künstlerischem Gebiet tätig und schrieb unter dem Pseudonym Wilhelm Friedrich als Bühnenautor für das Thalia-Theater in Hamburg. Als Kind erhielt Helene Riese Musikunterricht bei den angesehensten Musiklehrern Berlins: dem Pianisten und Komponisten Wilhelm Schneider, bei Franz Lauska (1764-1825, ebenfalls Komponist und Pianist) und dem Organisten, Kontrabassisten und späteren Kapellmeister Joseph Augustin Gürrlich (1761-1817).


    Als Pianistin im öffentlichen Konzertwesen Berlins erfreute sich Helene Riese großer Beliebtheit. Es können 13 öffentliche Auftritte in Berlin belegt werden, die Mehrzahl im Konzertsaal des Königlichen Nationaltheaters und späteren Schauspielhauses am Gendarmenmarkt.


    In ihren kompositorischen Veröffentlichungen nahm das Lied nur einen geringen Stellenwert ein. Außerdem konnte sie Verleger für mehrere Klaviersonaten, zwei Violinsonaten, eine Cello-Sonate, zwei Trios und ein Quartett finden. Die Intensität ihrer kompositorischen Tätigkeit lässt sich nur schwer beurteilen, da keine Überlieferungen unveröffentlichter Werke vorliegen und sie gegenüber Fanny Hensel und Clara Schumann nicht den Vorteil eines berühmten Ehemannes oder Bruders besaß, für den die Nachwelt Archive einrichtete und Nachlässe aufbewahrte. Ihre erste Komposition veröffentlichte Helene Riese im Alter von 15 Jahren, mit 21 bereits – soweit bislang bekannt – ihre letzte.


    Die Betrachtung der Widmungsträger ihrer Kompositionen zeigt, dass Helene Riese mit Vertretern aus den höchsten gesellschaftlichen Berliner Kreisen in Kontakt stand. Unter ihnen finden sich beispielsweise Rudolf Schadow, der Sohn des Bildhauers Johann Gottfried Schadow, Maria Paulowna und die Prinzessin Wilhelm von Preußen sowie der Königliche Kommerzienrat Carl Emanuel Ezechiel.


    Am 22. September 1813 heirateten in Stralsund Helene Riese und John Joseph Liebmann, Kaufmann aus London, nachdem Helene einige Tage zuvor zum christlichen Glauben konvertiert war (vgl. Landesarchiv Greifswald Rep. 10 Nr. 1269). Ihr Ehemann scheint die musikalische Aktivität Helene Liebmanns unterstützt zu haben, zumindest veröffentlichte sie unter ihrem Ehenamen fast genauso viele Werke wie unter ihrem Mädchennamen.


    Im April 1814 zogen Helene und John Joseph Liebmann nach London. Sie blieben dort für nur etwa vier Jahre. Ihre Ausbildung setzte die Komponistin bei Ferdinand Ries fort, der sich zu dieser Zeit ebenfalls in London aufhielt. Am Londoner Konzertleben nahm Helene Liebmann als Instrumentalistin nicht aktiv teil.


    Etwa 1818 zog das Ehepaar nach Deutschland zurück und zwar nach Hamburg, wo auch Helenes Eltern und ihre Brüder lebten.

    Sie ließen sich zunächst nahe der Binnenalster nieder, jenem Stadtteil, der dem verheerenden Brand von 1842 zum Opfer fiel. Später siedelten sie in den damals noch eigenständigen Stadtteil Rotherbaum.


    In der Zeit um 1820 nahmen Helene und John Joseph angesichts der stark antisemitischen Stimmung in Hamburg und ihres jüdisch klingenden Nachnamens den Namen „Liebert“ an.


    Ein Teil ihrer Kompositionen wurde in London verlegt, aus der Folgezeit sind keine Kompositionen überliefert. Wie in einem Brief von Luise Reichardt an Wilhelm Benecke (7.11.1820) deutlich wird, trat Helene Liebmann in Hamburg als Sängerin in Erscheinung, öffentliche Konzerte der Pianistin konnten bislang nicht belegt werden. Hierüber könnten weitere Recherchen Auskunft geben.


    Das Sterbedatum Helene Lieberts ist bislang nicht bekannt. Das letzte nachweisliche Lebenszeichen ist der Besuch eines Konzerts von Clara Wieck im privaten Kreise bei der Kaufmannsfamilie Parish, die eine gewisse Zeit als die vermögendste Familie Hamburgs galt (vgl. Art. Parish, John. In: NDB, Bd. 20. Berlin 2001, S. 68f. ).

    Würdigung

    Helene Liebmann orientierte sich in ihren Klavierkompositionen an den Ansprüchen und interpretatorischen Fähigkeiten der gehobenen Gesellschaftsschicht. Sie schrieb brillante und elegante Klavier- und Kammermusik, die für nicht professionelle Klavierspieler vergleichsweise einfach, aber gleichzeitig wirkungsvoll war.

    In ihren kammermusikalischen Kompositionen spiegelt eine ausgeprägte gleichberechtigte Stimmführung das Gespür der Komponistin für die Charakteristika der einzelnen Instrumente wider. In ihrer Cellosonate op. 11 und dem Grand Trio op. 11 [sic!] fällt die gleichberechtigte und mit den anderen Instrumenten dialogisierende Stimmführung des Cellos auf.

    Mit der Form des Strophenliedes, dem deutlichen Vorrang des Wortes vor der Musik und der stark zurücktretenden Klavierbegleitung stehen die Liedkompositionen Helene Liebmanns ganz in der Tradition der Berliner Liederschule.

    Der gesamte Veröffentlichungszeitraum beschränkt sich auf die Jahre 1811 bis 1816, Helene Liebmann wurde in diesem Jahr 21 Jahre alt.

    Rezeption

    Als Pianistin in Berlin war Helene Riese häufig bei großen Konzertveranstaltungen im Saal des königlichen Nationaltheaters bzw. Schauspielhauses zu hören. Der Rahmen, in dem sie auftrat, lässt den Schluss zu, dass sie sich sehr großer Beliebtheit beim Berliner Konzertpublikum erfreut haben muss. Dies bestätigen auch diverse Konzertankündigungen und Rezensionen in der Haude- und Spenerschen Zeitung Berlins. Am 05.02.1812 führte Helene Riese in einem solchen Konzert eine ihrer eigenen Klaviersonaten auf. Zeitlich in Frage kommen hier die Klaviersonaten opp. 1 bis 3, eventuell auch op. 4 oder op. 5. Von der Tagespresse wurde Helene Riese sehr geschätzt.


    Über ihre außergewöhnlichen kompositorischen Fähigkeiten legt eine ausführliche Werkrezension ihrer Klaviersonaten op. 1 und 2 in der „Allgemeinen Musikalischen Zeitung“ Zeugnis ab. Mit ihren Kompositionen bediente Helene Riese bzw. Liebmann vor allem auch die interpretatorischen Fähigkeiten der gesellschaftlichen Oberschicht.


    In heutigen Publikationen über Frauen in der Musik wird Helene Liebmann zwar regelmäßig mitaufgeführt; allerdings werden Informationen und Quellen selten hinlänglich geprüft. So dient anscheinend vielen Autoren Ledeburs Tonkünstler-Lexikon Berlins als Quelle, das Helene Liebmann die Autorschaft an den Aschenbrödel-Variationen, den Figaro-Variationen sowie an 6 Ländlern zuspricht. Diese Werke stammen jedoch nicht von Helene Liebmann, sondern von dem Komponisten Emmanuel Liebmann. Darüber, dass auf dem Titelblatt der häufig erwähnten Aschenbrödel-Variationen ebenso wie auf dem Titelblatt der Figaro-Variationen »E. Liebmann« als Verfasser genannt wird, scheint sich bislang niemand weiterführende Gedanken gemacht zu haben.

    Werkverzeichnis

    A. Vokalmusik


    Lieder


    Lied von Göthe [sic!] aus Wilhelm Meister [Mignon: Kennst du das Land?], op. 4, As-Dur, T.: Johann Wolfgang von Goethe, Caroline Lauska gewidmet, Berlin: Kunst- und Industriecomptoir, 1811.


    Sechs Lieder mit Begleitung des Pianoforte, o. op., herausgegeben zum Besten der kranken Waisen im großen Friedrichs-Waisenhaus, Berlin: Johann Friedrich Unger, 1811/1812.


    Sechs deutsche Lieder mit Begleitung des Pianoforte, op. 8, der Prinzessin Wilhelm von Preußen gewidmet, Berlin: Salfeldsche Buchhandlung, 1812.


    Sechs Lieder, o. op., Berlin: Rücker, spätestens 1817, nicht überliefert.



    B. Instrumentalmusik


    Kammermusik


    Deux Sonates pour le Pianoforte avec accompagnement d’un Violon obligé, op. 9,1, G-Dur, Silvester Cohn gewidmet, Berlin: Adolf Martin Schlesinger, 1813.


    Grande sonate pour le Pianoforte et Violoncelle, op. 11, B-Dur, Max Bohrer gewidmet, Leipzig und Berlin: Bureau des arts et d’industrie, zwischen 1813 und 1815.


    Grand Trio pour le Pianoforte avec accompagnement de Violon et Basse, op. 11, A-Dur, Ferdinand Ries gewidmet, Leipzig: C. F. Peters, spätestens 1816.


    Grand Trio pour le Pianoforte avec accompagnement de Violon et Basse, op. 12, D-Dur, Ferdinand Ries gewidmet, Leipzig: C. F. Peters, spätestens 1816.


    Grand Quatuor pour le Pianoforte, Violon, Viola et Violoncelle, op. 13, As-Dur, Joseph Augustin Gürrlich gewidmet, Leipzig: C. F. Peters, spätestens 1816.


    Sonate pour le Pianoforte avec un Violon obligé, op. 14, B-Dur, Henriette Lindau gewidmet, Leipzig: C. F. Peters, spätestens 1816.



    Klaviermusik


    Sonate pour le Piano-Forte, op. 1, D-Dur, Madame Heinzius gewidmet, Berlin: Bureau des arts et d’industrie, 1811.


    Sonate pour le Piano-Forte, op. 2, Es-Dur, Rudolph Schadow gewidmet, Berlin : Bureau des arts et d’industrie, 1811.


    Grande Sonate pour le Piano-Forte, op. 3, c-Moll, Maria Paulowna gewidmet, Berlin: Bureau des art set d’industrie, 1811.


    Große Klaviersonate op. 4, spätestens 1812, nicht überliefert.


    Große Klaviersonate op. 5, spätestens 1812, nicht überliefert.


    Grande Sonate pour le Pianoforte, op. 15, g-Moll, Carl Emanuel Ezechiel gewidmet, Leipzig: Bureau de Musique de C. F. Peters.


    Fantaisie pour le Pianoforte, op. 16, a-Moll, Emil Riese gewidmet, Leipzig: Bureau de Musique de C. F. Peters.


    Variationen über „Wenn mein Pfeifchen“, o. op., spätestens 1813, nicht überliefert.


    2 weitere Klaviersonaten, Prag: Schoedl, spätestens 1813, nicht überliefert.

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    Die Aschenbrödel-Variationen, Figaro-Variationen, 6 Ländler und 6 Walzer stammen nicht von Helene Liebmann, sondern von dem Komponisten Emmanuel Liebmann.

    Repertoire

    Als Pianistin:

    Klaviersonaten von Lauska

    Klavierkonzerte von Dussek, Steibelt, Eberl

    Klavierquartett von Sterkel


    Als Sängerin:

    Rolle der Michal in Händels „Saul“.

    Quellen

    Literaturverzeichnis

    A. Quellen

    Anonym. Recensionen. In: AMZ 13 (1811), Sp. 573–576.

    Berlinische Nachrichten von Staats- und gelehrten Sachen. Berlin: Verlag der Haude- und Spenerschen Buchhandlung, 1806-1815.

    Brandt, M.G.W. Leben der Luise Reichardt. Nach Quellen dargestellt. 2. erw. Aufl. Basel 1865.

    Ebel, Otto. Art. „Liebmann (Hélène, née Riese)“. In: Les femmes compositeurs de musique. Dictionnaire Biographique. Paris 1910. S. 104.

    Fétis, F.-J. Art. „Liebmann (Mme Hélène), née Reise [sic!]“. In: Biographie universelle des musiciens et bibliographie générale de la musique. Bd. 5. Paris 1878. S. 301.

    Fétis, F.-J. Art. „Riese (Hélène)“. In: Biographie universelle des musiciens et bibliographie générale de la musique. Bd. 7. Paris 1875. S. 259.

    Gaßner, F. S. (Hg.). Art. „Liebmann, Madame Helene, geborene Riese“. In: Universallexikon der Tonkunst. Neue Hand-Ausgabe in einem Bande. Stuttgart 1849. S. 542.

    von Ledebur, Carl Freiherr. Art. „Riese (Helene)“. In: Tonkünstler-Lexikon Berlin’s von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart. Berlin 1861. S. 463.

    Mendel, Hermann (Hg.). Art. „Liebmann, Helene, geborene Riese“. In: Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Bd. 6. Berlin 1876. S. 322.

    Mendel, Hermann (Hg.). Art. „Riese, Helene“. In: Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Bd. 8. Berlin 1877. S. 347.

    Michaelis, A. Art. „Riese, Helene, geb. Liebmann.“ In: Frauen als schaffende Tonkünstlern. Ein biographisches Lexikon. Leipzig 1888. S. 35.


    B. Literatur

    1. Artikel aus Lexika und Enzyklopädien

    Cohen, Aaron I. (Hg.). Art. „Liebmann, Helene (nee Riese)”. In: International Encyclopedia of Women Composers. 2. Aufl. Bd. 1. New York, London 1987. S. 418.

    Lievenbruck, Susanne. Art. „Liebmann, Liebert (ab etwa 1820) Helene“. In: MGG2. Personenteil. Bd. 11. Kassel u. a. 2004. Sp. 102 f.

    Olivier, Antje; Braun, Sevgi (Hg.). Art. „Liebmann, Helene (geb. Riese)“. In: Komponistinnen aus 800 Jahren. [Kamen] 1996. S. 248.

    Reich, Nancy B. Art. „Liebmann [née Riese], Helene”. In: The New Grove Dictionary of Women Composers. Julie Anne Sadie und Rhian Samuel (Hg.). London 1994. S. 281.


    2. weitere Abhandlungen

    Jackson, Barbara Garvey (Hg.). „Hélène Liebmann, née Riese”. In: Lieder by women composers of the Classic Era. Bd. 1. Fayetteville (Arkansas) 1987. S. 1–9.

    Meyer, Eve R. Art. „Hélène Riese Liebmann”. In: Women Composers. Music through the Ages. Sylvia Glickman und Martha Furman Schleifer (Hg.). Bd. 3: Composers Born 1700 to 1799. Keyboard Music. New York 1998. S. 340–371.

    Pyron, Nona (Hg.). Vorwort zu: Early Cello Series. Helene Liebmann: Sonata for Cello & Piano. Op. 11 (1806). Fullerton / Californien: Grancino Editions 1982. Nr. 8201 (= Early Cello Series, Bd. 1).


    3. selbstständige Schriften

    Löbig, Susanne. Helene Liebmann, geb. Riese. Pianistin-Komponistin-Sängerin in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts (=Schriften zur Musikwissenschaft. Bd.13. Hg. v. Musikwissenschaftlichen Institut der Johannes Gutenberg-Universität Mainz) Mainz 2006.


    C. Discographie

    Mignon op. 4. In: Von Goethe inspiriert. Lieder von Komponistinnen des 18. und 19. Jahrhunderts. Elisabeth Scholl / Sopran, Burkhard Schaeffer / Klavier. Kassel: Salto-Records International (SAL 7007) 1999.

    Grande Sonate pour Pianoforte et Violoncelle B-Dur, op. 11. In: Das Originalinstrument. Der Erard-Flügel von 1838. Uta Barbara Schwenk / Violoncello, Rainer Maria Rückschloß / Klavier. New Media (1340790) 1990.

    Grande Sonate B-Dur Op. 11. In: Sonaten für Violoncello und Klavier. Camilla de Souza / Violoncello, Heike Dörr / Klavier. Ludwigsburg: Bauer Studios (SACD 9016-3) 1992.

    Grande Sonate pour Pianoforte et Violoncelle B-Dur op. 11. In: Mozartiana. Hommage an Mozart. David Geringas / Violoncello, Tatjana Schatz / Klavier. Bietigheim-Bissingen: EBS-Records (ebs 6027) 1996.

    Grande Sonate B-Dur, op. 10 [sic! recte: 11], Grand Trio A-Dur op. 11. In: Hofkomponistinnen in Europa. Aus Boudoir und Gärten. Vol. 1. Irene Schmidt / Querflöte, Jaroslav Sveceny / Violine, Wladimir Kissin / Violoncello, Fine Zimmermann / Cembalo. Erkrath: Cybele (UBC 1801) 1998.

    Tempo di Menuetto aus Sonate g-Moll, op. 15. In: Hofkomponistinnen in Europa. Aus Boudoir und Gärten. Vol. 2. Fine Zimmermann / Cembalo. Erkrath: Cybele (UBC 1802) 1998.

    Forschung

    Vor allem die Analyse der zeitgenössischen Tagespresse Berlins brachte die Recherche über das Leben Helene Liebmanns ins Rollen. Nach Bekanntwerden des Vornamens ihres Vaters konnten über Kirchen- und Adressbücher das familiäre Umfeld sowie die zentralen Lebensdaten der Musikerin erschlossen werden.


    Die Behauptung, Helene sei mit ihrem Mann nach Wien gezogen (Fétis. Art. „Riese“. Biographie universelle... Bd. 7. Paris 1875. S. 259.), kann nicht bestätigt werden.


    Es liegen weder Manuskripte der Werke noch Briefe oder sonstige Dokumente aus der Hand der Musikerin vor.

    Forschungsbedarf

    Auch in den Londoner und Hamburger Lebensabschnitt der Musikerin könnte durch entsprechendes Vorgehen mit Sicherheit mehr Licht gebracht werden. Neben ihrem Sterbedatum bleibt bislang offen, ob Helene Liebmann Kinder hatte, ob sie unterrichtete und in welchem Umfang sie nach ihrer Rückkehr nach Deutschland als Pianistin oder Sängerin am Konzertleben teilnahm.

    Normdaten

    Virtual International Authority File (VIAF): 924768
    Deutsche Nationalbibliothek (GND): 123574889
    Wikipedia-Personensuche

    Autor/innen

    Susanne Löbig


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Nicole K. Strohmann
    Zuerst eingegeben am 11.11.2005
    Zuletzt bearbeitet am 11.09.2007


    Empfohlene Zitierweise

    Susanne Löbig, Artikel „Helene Liebmann“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 11.9.2007
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/Artikel/Helene_Liebmann