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  • Grace Williams

    von Annika Forkert
    Namen:
    Grace Williams
    Lebensdaten:
    geb. in Barry bei Cardiff (Wales), England
    gest. in Barry bei Cardiff (Wales), England
    Tätigkeitsfelder:
    Komponistin, Programmiererin (Radio)
    Charakterisierender Satz:

    „It was a marvellous sensation simply being asked to write something; someone wanting your music. Once I got going on it the music absolutely haunted me... Such was the elation of having a commission, the ideas flowed freely.“


    „Es war ein wunderbares Gefühl, einfach gebeten zu werden etwas zu schreiben, dass jemand meine Musik wollte. Sobald ich daran saß, ließ mich die Musik nicht mehr los… So ein Hochgefühl war es, einen Kompositionsauftrag zu haben, dass meine Ideen frei strömten.“


    (A. J. Heward Rees, „Views and Revisions“. In: Welsh Music. Vol. V. Nr. 4. 1976/77. S. 13)


    Profil

    Grace Williams wurde von Weggefährten stets als ebenso bescheidene wie disziplinierte und professionelle Komponistin beschrieben. Sie gehörte zwischen 1926 und 1930 zu einer bemerkenswerten Gruppe junger Kompositionsstudentinnen am Londoner Royal College of Music (Dorothy Gow, Imogen Holst, Elisabeth Lutyens, Elizabeth Maconchy), konnte jedoch nach ihrem Studium nur sehr begrenzt an die Erfolge und Preise ihrer Studienzeit anknüpfen. Zerrieben zwischen Nebenjobs als Lehrerin, Kopistin und Arrangeurin, Krankheit sowie den Entbehrungen des Zweiten Weltkriegs, gelangte Williams nach ihrer Rückkehr in ihre Heimat Südwales schließlich zu lokaler Bekanntheit durch ihre langjährige Arbeit für die BBC Wales und ihre von walisischer Musik inspirierten Werke, die häufig Auftragswerke für walisische Festivals oder Künstlerinnen und Künstler waren.

    Orte und Länder

    Grace Williams wurde im walisischen Barry geboren und zog zum Studium zunächst nach Cardiff und schließlich 1926 nach London, wo sie abgesehen von einem Aufenthalt in Wien 1930/31 bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges lebte. Während der Kriegsjahre wurde Williams mit der Schule, an der sie unterrichtete, zunächst nach Uppingham (Rutland), dann Grantham und schließlich Stamford (beide Lincolnshire) evakuiert. Nach London kehrte sie zwischen 1945 und 1947 zurück, bevor sie sich endgültig in ihren Heimatort Barry zurückzog, wo sie bis zu ihrem Lebensende im Haus ihrer Eltern lebte.

    Biografie

    Grace Williams erblickte am 19. Februar 1906 im walisischen Barry das Licht der Welt. Als erstes von drei Kindern des Lehrerehepaars William Matthew Williams und Rose Emily (geb. Richards) wuchs Williams in einem musikinteressierten Haushalt auf. Sie spielte als Kind Trios auf der Violine mit ihrem Vater am Klavier und ihrem Bruder Glyn auf dem Violoncello und erkundete die Grammofonsammlung und Musikbibliothek ihres Vaters, die Opernauszüge, Oratorien und Klaviermusik enthielt. Ersten Klavierunterricht erhielt sie von Rhyda Jones (einer Schülerin des Komponisten Henry Walford Davies). Während ihres letzten Schuljahres begann sie, meist am Strand des nahegelegenen Cold Knap, erste Stücke zu komponieren. Mit einem Stipendium ging Williams 1923 zum Musikstudium an das University College Cardiff, wo sie unter David Evans ihr Studium zum Bachelor of Music absolvierte. Auf Anraten von Evans setzte sie ihre Studien am Londoner Royal College of Music ab 1926 unter dem bekannten englischen Komponisten Ralph Vaughan Williams fort. Dort formte sie mit Elisabeth Maconchy, Dorothy Gow, Imogen Holst und später auch mit Elisabeth Lutyens einen Zirkel begabter Komponistinnen. Eine besonders enge Freundschaft verband sie mit Maconchy, mit der sie ein ähnlich kreatives Verhältnis entwickelte wie ihr Lehrer Vaughan Williams mit seinem Kollegen Gustav Holst: die beiden trafen und schrieben sich regelmäßig und zeigten sich gegenseitig ihre aktuellen Arbeiten.


    Mit ihrem „Fantasy Quintet“ errang sie 1928 die Zweitplatzierung des Cobbett Preises am Royal College of Music (der erste Preis ging an Imogen Holst). Im Sommer 1930 wurde Williams, diesmal zweitplatziert hinter Elisabeth Maconchy, mit dem Octavia-Reisestipendium des Royal College of Music ausgezeichnet, das sie für erweiterte Studien bei Egon Wellesz (1885-1974) in Wien nutzte. Die Monate in Wien beeinflussten Williams, die hier begann, sich für die Musik Wagners und Strauss‘ zu begeistern. Da Williams es sich später angewöhnte, gelegentlich ganze Werkgruppen, die sie nicht für gut erachtete, zu verbrennen, ist kaum nachvollziehbar welche Werke sie unter der Ägide Wellesz‘ schrieb. Erhalten sind einige undatierte Lieder und das erste Werk aus ihrer Zeit in Cardiff, „To Night“ (dies allerdings nur weil eine Partitur jenseits von Williams‘ Zugriff im Archiv der Universität lagerte). In den 1930er Jahren schrieb sie relativ viel Kammermusik, während diese Gattung in ihrem reiferen Schaffen eine wesentlich geringere Rolle spielen sollte.


    1931 gelang Williams ein erster Durchbruch: ihre Ouvertüre „Hen Walia“ wurde beim nationalen walisischen Eistedfodd in Bangor (einem jährlich an wechselnden Orten stattfindenden nationalen Kultur- und Musikfestival in Wales) vom London Symphony Orchestra aufgeführt und live im nationalen Radioprogramm der BBC übertragen. Auch beim Eistedfodd in Port Talbot im folgenden Jahr war Williams mit einem Werk, der Suite für Orchester, vertreten, dessen Aufführung ebenfalls übertragen wurde.


    Nach ihrer Rückkehr aus Wien nahm sie Lehrtätigkeiten an zwei Londoner Schulen auf, dem Southlands Training College in Wimbledon Park Side und der Camden School for Girls, wo sie gelegentlich die Möglichkeit hatte, mit ihren Schülerinnen Opern zu inszenieren. Zu dieser Zeit freundete sich Williams mit dem acht Jahre jüngeren – und bereits wesentlich bekannteren – Benjamin Britten an, mit dem sie bis zu seiner Ausreise in die USA im Jahr 1939 enge private und künstlerische Beziehungen pflegte. Vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges entstanden Williams‘ erste größer besetzten Werke: die bereits erwähnte Ouvertüre „Hen Walia“, „Four Illustrations for the Legend of Rhiannon“ für Orchester (Williams‘ erster Auftrag der BBC Welsh Region, der schließlich aufgrund von mehreren organisatorischen Änderungen zu Kriegsbeginn zur Übertragung durch die B-Sektion des BBC Symphony Orchestras am 24. Oktober 1939 führte) und „Gogonedawg Arglwydd“ für Chor.


    1934 bemühte sich Ralph Vaughan Williams erfolgreich um eine weitere Aufführung von „Hen Walia“ im Programm der BBC, die am 16. Januar 1935 unter Charles Woodhouse übertragen wurde. Williams‘ „Suite for nine instruments“ entstand dagegen für die kleine Besetzung des Western Studio Orchestra der BBC Wales und wurde in einem Williams‘ Werk gewidmeten 45-minütigen Programm der BBC Wales am 23. November 1935 zusammen mit anderen frühen, jedoch ausnahmslos bereits vorher uraufgeführten Werken übertragen. Im Oktober 1939, kurz nach Kriegsausbruch, war Williams mit einer weiteren Übertragung, diesmal der „Four Illustrations for the Legend of Rhiannon“, im Programm der BBC vertreten. Dies muss im Kontext der Umstrukturierung der BBC im Kriegszustand verstanden werden, die auf ein einziges Radioprogramm zurückgefahren wurde und nun eher tonal-konservative Komponistinnen und Komponisten wie Williams vor eher modernen wie Maconchy favorisierte.


    Im Rahmen der Evakuierung der Camden High School nach Uppingham in Rutland, Grantham in Lincolnshire und schließlich Stamford verbrachte Williams die Kriegsjahre in der Provinz, wo sie 1940 ihr vielleicht bekanntestes Werk, „Fantasia on Welsh Nursery Tunes“, schrieb, das bereits am 29. Oktober 1941 zur Übertragung mit dem BBC Northern Orchestra unter Warwick Braithwaite gelangte und nach mehreren Live-Aufführungen in den späteren 1940er Jahren von Decca mit dem London Symphony Orchestra unter Mansel Thomas aufgenommen wurde. Während des Krieges entstanden unter anderem außerdem Williams‘ „Symphony no. 1 in the Form of Symphonic Impressions of the Glendower Scene in ‚Henry IV Part 1‘“ (1943) und die bis auf den Scherzosatz zurückgezogenen „Sea Sketches“ (1944).


    Wie viele britische Komponistinnen und Komponisten stürzte auch Grace Williams während der Nachkriegsjahre in eine tiefe kreative Krise. Die Fortführung des Unterrichts an den Londoner Schulen und fundamentale Zweifel an ihrem Komponieren bedeuteten für Williams eine starke Doppelbelastung, wie Briefe aus dieser Zeit an ihre Vertrauten Zenon Sliwinski und Gerald Cockshott belegen. Nach mehreren Erkrankungen und damit verbundenen Krankenhausaufenthalten arbeitete Williams zwischen September 1946 und Februar 1947 noch für die Schools Broadcasting Redaktion der BBC in London, bevor sie schließlich nach Barry zurückkehrte.


    1947 begann sie von Barry aus Musik für Radio, Film und Theater zu schreiben, u.a. viele Arrangements von Volksliedern und „Carols“ für das BBC Schulprogramm „Rhythm and Melody“ sowie „The Merry Minstrel“ von 1949, inspiriert von Werken wie Prokofjews „Peter und der Wolf“ oder Brittens „Young Person’s Guide to the Orchestra“. Das einzige vollendete und erhaltene großbesetzte Werk zwischen 1945 und 1954 ist das Violinkonzert (1949/50). Ab 1950 lehrte Williams am College of Music and Drama in Cardiff und fand zusätzlich Arbeit als Kopistin ab 1954. Überliefert ist, dass sie am 10. Mai 1951, einem ihrer gelegentlichen „days of destruction“ („Tage der Zerstörung“) alle Musikmanuskripte verbrannte, die sie für nicht aufführbar hielt. Kürzere Orchesterwerke wie „Keel and Anchor“ (1953) oder „Seven Scenes for Young Listeners“ (1954) wurden im Radio übertragen, aber Williams‘ Beziehungen zur walisischen BBC befanden sich durch dortige Personalwechsel und ihre fast ausschließliche Präsenz als Volksliedbearbeiterin in einer Krise.


    Die Jahre zwischen 1955 und 1971 waren dagegen entscheidend für Williams‘ Schaffen. Dank einer langsam zunehmenden Zahl an Aufführungen konnte sie nach und nach ihre verschiedenen Brotberufe aufgeben (das Kopieren, die Lehre am Cardiff College of Music and Drama sowie die Film- und Featurekomposition). 1957 starb ihr Vater und 1962 ihre Mutter, in deren Haus Williams immer noch in einer Einliegerwohnung lebte. Es entstanden nun Williams wohl beste Orchestermusik, Lieder und Chorwerke, deren Aufführungen sie zumeist aktiv mit vorbereitete (durch das Ausschreiben und Kopieren der Stimmen, Probenbesuche, etc.): „Ballads for Orchestra“ (komponiert für den National Eisteddfod in Barry), die zweite Symphonie, „Six Poems by Gerard Manley Hopkins“ (komponiert für das Cheltenham Festival) und das Chorwerk „All Seasons shall be Sweet“ (ein Auftrag der walisischen BBC), die „Missa Cambrensis“ (geschrieben für das Llandaff Festival) sowie ihre einzige Oper „The Parlour“ auf ein selbstverfasstes Libretto nach der Kurzgeschichte „En famille“ von Guy de Maupassant (aufgeführt 1966 an der Welsh National Opera). Nach der „Missa Cambrensis“, ihrem letzten großbesetzten Werk aus dem Jahr 1971, beschloss Williams, keine größeren Aufträge mehr anzunehmen (ein Vorsatz, den sie 1973 mit der Komposition von „Ave Maris Stella“ für das North Wales Festival brach) – zum einen, weil sie mit 65 Jahren finanziell abgesichert war (wenngleich auf einem bescheidenen Niveau), zum anderen, um mehr Zeit für die Überarbeitung älterer Werke zu haben und jüngeren walisischen Komponistinnen und Komponisten die Förderung durch Aufträge zukommen zu lassen. Sie schrieb einige Vokalkompositionen und überarbeitete tatsächlich einige ältere Werke, aber, so muss vermutet werden, vernichtete auch einige andere (Boyd 1980, S. 66).


    Grace Williams‘ Auszeichnungen umfassen den John Edwards Memorial Award der Guild for the Promotion of Welsh Music. Nicht einmal ihre engsten Freunde jedoch wussten bis nach ihrem Tod, dass sie die Erhebung in den Stand des Officers of the Most Excellent Order of the British Empire (OBE) im Jahr 1966 abgelehnt hatte, ebenso wie die Aufnahme in die Civil List Pension (1969). Grace Williams starb am 10. Februar 1977, neun Tage vor ihrem 71. Geburtstag, nach einem kurzen und schweren Krebsleiden.

    Würdigung

    Grace Williams‘ kompositorische Entwicklung wird oft in mehreren Phasen gesehen. Eine erste, frühe Phase der Studienwerke (entstanden während ihrer Studien bei Ralph Vaughan Williams und Egon Wellesz) wird gefolgt von der eher geringen kompositorischen Ausbeute der 1930er bis 1950er Jahre. Ab 1955 sehen Williams‘ Biografen die letzte, fruchtbarste und beste Phase, die bis etwa 1973 anhielt.


    Eine Periodisierung vor allem früher Werke wird erschwert durch Williams‘ gelegentliche „Tage der Zerstörung“. „Hen Walia“ entstand zu Beginn der mittleren Schaffensphase und deutet Williams‘ Bewusstsein der zeitgenössischen Umbrüche in Ästhetik und Kompositionstechnik auf dem Kontinent an – die Ouvertüre besitzt keine Tonartvorzeichnung, obwohl es verfehlt wäre, sie als atonal im Sinne der zweiten Wiener Schule zu bezeichnen. Bereits in den „Four Illustrations for the Legend of Rhiannon“ zeichnet sich allerdings eine Rückkehr zur Tonalität ab, der Williams über ihr gesamtes weiteres Schaffen treu blieb. Laut ihrem Biografen Malcolm Boyd besaß Williams eine Aversion gegen „Schönberg’sche Techniken“ (Boyd 1980, S. 47) und fand ihre Inspiration seit ihrer Jugend eher in der Natur und Musik ihrer Heimat, gleichwohl sie die walisische Sprache nicht beherrschte, die sie später gelegentlich vertonte. Die „Four Illustrations“ waren zugleich Williams‘ erster von wiederholten Versuchen einer Annäherung an die Gattung der Symphonie. Als zentrales Problem für diese Annäherung stellte sich vor allem ihre zunächst noch relativ lockere, episodische Strukturierung heraus, die auch die „Symphonic Impressions“ kennzeichnet.


    Die „Fantasia on Welsh Nursery Tunes“ ist vielleicht Williams‘ bekanntestes Werk und besitzt einige Eigenschaften, die auch das Schaffen ihres Lehrers Vaughan Williams charakterisieren: eine relativ statische und konventionelle Harmonisierung und ein loser Zusammenhang zwischen den Themen. Dass von den Kompositionen aus den Kriegsjahren fast nur Werke für Orchester erhalten sind, überrascht vielleicht („Sinfonia Concertante“, „Symphonic Impressions“), war für Williams jedoch ein logischer Schritt in ihren Beziehungen zu der mächtigen Institution der BBC. Diese löste während dieser Jahre ihre meist kleinen Regionalorchester auf und behielt gleichzeitig das Ziel bei, Werke von Komponisten aus allen Regionen des Vereinigten Königreiches zu übertragen, so dass für Williams zu dieser Zeit eher die Möglichkeit bestand, Werke von den großen Londoner Orchestern aufgeführt zu hören.


    Nach ihrer Rückkehr nach Wales verlagerte sich Williams mehr und mehr auf Themen, die ihre walisische Herkunft reflektierten, während ihre Werke schließlich kohärenter und ausgewogener wurden. Dies könnte auch an dem profanen Grund liegen, dass sie nach und nach mehr von Kompositionsaufträgen leben konnte und dadurch mehr zusammenhängende Zeit in die Entwicklung ihrer kompositorischen Gedanken investierte. Ihre „Missa Cambrensis“ von 1971 verdeutlicht mit lateinischen und walisischen Texten diesen Aspekt, während das Werk gleichzeitig als eine Hommage an Benjamin Brittens „War Requiem“ verstanden werden kann. Besonders während ihrer letzten aktiven Jahre schrieb Williams viel Chormusik, darunter das lateinische „Ave maris stella“ und ihr letztes Werk, „Two Choruses“.

    Rezeption

    Williams‘ wissenschaftliche Rezeption war bis zum Erscheinen von Rhiannon Mathias‘ Monografie „Lutyens, Maconchy, Williams and Twentieth-Century British Music“ im Jahr 2012 praktisch auf Wales beschränkt. Dort war die Komponistin gelegentlich, jedoch vor allem direkt nach ihrem Tod, das Thema von Erinnerungen, Besprechungen und Diskussionen in der Zeitschrift „Welsh Music“. Ihr Name fällt in der neuesten Forschung über das britische Musikleben des frühen 20. Jahrhunderts öfter im Zusammenhang mit ihren bekannteren Kolleginnen Elisabeth Lutyens und Elizabeth Maconchy, etwa im Rahmen der Londoner Macnaghten-Lemare-Konzerte oder ihres Studiums bei Ralph Vaughan Williams am Royal College of Music. Auch im Kontext neuerer Forschungen über die Rolle und Dominanz der BBC im britischen Musikleben des frühen 20. Jahrhunderts spielt Williams‘ Verhältnis zu dieser Institution eine Rolle.


    Aufführungen sind dagegen seit ihrem Tod rarer geworden, da Williams fast nur Spezialisten bekannt ist und ihre häufig größerbesetzte Musik ein Risiko für frei finanzierte Konzerte bedeutet.

    Werkverzeichnis

    Grace Williams’ Werke tragen keine Opuszahlen, und viele frühe Werke wurden von der Komponistin zerstört. Das folgende Werkverzeichnis folgt Malcolm Boyd. Grace Williams. O.O.: University of Wales Press, 1980.


    A. Werke für Bühne, Film und Radio


    1. Oper


    „The Parlour“, T.: Grace Williams nach Guy de Maupassant, 1961, unveröffentlicht.



    2. Ballett


    „The Dance of the Red Shoes“, ca. 1933, verschollen.


    „Theseus and Ariadne“, ca. 1935, unveröffentlicht.



    3. Musik für Theater


    Begleitmusik zu einer Poesielesung auf dem Commonwealth Festival, 1965, unveröffentlicht.


    „Esther“, T.: Saunders Lewis, 1970, unveröffentlicht.



    4. Filmmusik


    „Blue Scar“, 1948, unveröffentlicht.


    „David“, 1951, unveröffentlicht.


    „The Story of Achievement“, 1952, unveröffentlicht.


    „Letter to Wales“, Entstehungsdatum nach 1956, verschollen.



    5. Musik für Radio


    „Hannibal“, T.: Robert Gittings, 1947, verschollen.


    „Aucassin and Nicolette“, T.: Sam Langdon, wahrscheinlich 1948, unveröffentlicht.


    „The Dark Island“, T.: Henry Treece, 1948, unveröffentlicht.


    „The End of a World“, T.: Henry Treece, 1949, unveröffentlicht.


    „Rataplan“, T.: Henry Treece, 1949, unveröffentlicht.


    „Siwan“, T.: Saunders Lewis, wahrscheinlich 1954, unveröffentlicht.



    B. Vokalmusik


    1. Lieder


    „Slow, slow fresh fount“ für Stimme, Klavier, T.: Ben Jonson, ca. 1925, unveröffentlicht.


    Zwei Psalmen für Sopran, Kammerorchester: „Super flumina“, „In convertendo“, T.: Bibel, 1927, ca. 1935 überarbeitet, unveröffentlicht.


    „Slumber Song“ für Stimme, Flöte, Viola, Harfe, T.: Siegfried Sassoon, ca. 1928, unveröffentlicht.


    „They closed her eyes“ für Stimme, Streichquartett, T.: John Masefield, ca. 1928, unveröffentlicht.


    „Service of All the Dead“ für Tenor/Sopran, Orchester/Klavier, T.: D. H. Lawrence, ca. 1929, unveröffentlicht.


    „Tuscany“ für Mezzosopran, Orchester, T.: Vita Sackville West, 1930, unveröffentlicht.


    Tarantella für Mezzosopran, Orchester/Klavier, T.: Hilaire Belloc, 1930, unveröffentlicht.


    „I had a little nut tree“ für Sopran, Orchester/Klavier, T.: anon., ca. 1930, unveröffentlicht.


    „Green Rain“ für Sopran, Orchester/Klavier, T.: Mary Webb, 1933, unveröffentlicht.


    „The Mad Maid’s Song“ für Sopran, Orchester/Klavier, T.: Robert Herrick, 1933, später überarbeitet (Datum unbekannt), unveröffentlicht.


    „Oh! Snatch’d away in beauty’s bloom“ für Tenor, Orchester/Klavier, T.: George Gordon Byron, 1933, unveröffentlicht.


    „Oh! Weep for those that wept“ für Tenor, Orchester/Klavier, T.: George Gordon Byron, 1934, unveröffentlicht.


    „Stand forth, Seithenin“ für Bariton, Orchester, T.: Charlotte Guest, aus dem Walisischen, 1935, unveröffentlicht.


    „Thou art the One Truth“ für Bariton, Orchester, T.: Dhan Ghopal Mukergi, 1935, 1950 überarbeitet, unveröffentlicht.


    „The Song of Mary“ für Sopran, Orchester, T.: Bibel, 1939, 1940 überarbeitet, unveröffentlicht.


    „Fairground“ für Tenor, Klavier, T.: Sam Harrison, 1949, unveröffentlicht.


    „Flight“ für Tenor, Klavier, T.: Laurence Whistler, 1949, 1953 überarbeitet, unveröffentlicht.


    „When Thou Dost Dance“ für Stimme, Klavier T.: anon., 17. Jahrhundert, 1951, unveröffentlicht.


    „The Lamento of the Border Widow“ für Mezzosopran, Klavier, T.: anon., 1952, unveröffentlicht.


    „To Death“ für Stimme, Klavier, T.: Caroline Southey, 1953, unveröffentlicht.


    „Six Poems by Gerald Manley Hopkins“ für Alt, Streichsextett: „Pied Beauty“, „Peace“, „Spring and Fall“, „No worst, there is none“, „Hurrahing the Harvest“, „The Windhover“, 1958, unveröffentlicht.


    „Songs of Sleep“ für Sopran, Altflöte, Harfe: „Come, sleep, and with thy sweet deceiving“ (T.: Francis Beaumont and John Fletcher), „The Cypress curtain of the night“ (T.: Thomas (?) Campion), „Sweet and Low“ (T.: Alfred Tennyson), 1959, unveröffentlicht.


    „Four Medieval Welsh Poems“ für Alt, Harfe, Cembalo, T.: walisische Texte aus dem 7. bis 16. Jahrhundert), 1962, unveröffentlicht.


    „Lights Out“ für Tenor, Klavier, T.: Edward Thomas, 1965, unveröffentlicht.


    „Two Ninth-Century Welsh Poems“ für Bariton, Harfe, T.: anon., 1965, unveröffentlicht.


    „The Ballad of the Trial of Sodom“ für Sopran, Tenor, Trompete, Schlagzeug, Harfe, T.: Vernon Watkins, 1965, unveröffentlicht.


    „Fear no more the heat o‘ the sun“ für Stimme, Klavier, T.: William Shakespeare, 1967, unveröffentlicht.


    „When my love swears“ für Tenor, Klavier, T.: William Shakespeare, wahrscheinlich 1967, unveröffentlicht.


    „The Billows of the Sea“ für Alt, Klavier: „Rosabelle“ (T.: Walter Scott), „Sweet and Low“ (T.: Alfred Tennyson), „The Lowlands of Holland“ (T.: anon.), „Black-eyed Susan“ (T.: John Gay), 1969, unveröffentlicht.


    „Fairest of Stars“ für Sopran, Orchester, T.: John Milton, 1973, unveröffentlicht.


    „My Last Duchess“ für Bariton, Klavier, T.: Robert Browning, 1974, unveröffentlicht.


    Lieder ohne Datierung:

    „Crys y Mab/The Lover’s Shirt“ für Sopran/Mezzosopran, Harfe/Klavier, T.: anon., Entstehungsdatum unklar, unveröffentlicht.


    „Mary Stuart to Elizabeth I“ für Stimme, Klavier, T.: Mary Stuart, Entstehungsdatum unklar, unveröffentlicht.


    „Ow, Ow, Tlysau“ für Tenor, Klavier/Harfe, T.: anon., walisisch, Entstehungsdatum unklar, unveröffentlicht.



    2. Chormusik


    „To Night“ für Sopran, Mezzosopran, Alt, Tenor, Bass, Chor, Streichorchester, T.: Percy Bysshe Shelley, 1925/26, unveröffentlicht.


    „Gogonedawg Arglwydd“ (Lobeshymne) für Chor und Orchester, T.: „Black Book of Carmarthen“ aus dem 12. Jahrhundert, 1939, unveröffentlicht.


    „The Dancers“ für Sopran, SSA, Streichorchester, Harfe/Klavier: „Gather for festival“ (T.: H.D.), Tarantella (T.: Hilaire Belloc), „Roundelay“ (T.: Thomas Chatterton), “Lose the pain in the snow” (T.: May Sarton), “To the wild hills” (T.: Kathleen Raine), 1951, Oxford: Oxford University Press, 1953.


    “The Flower of Bethlehem / Carol Nadolig”, SATB, T.: Williams, Saunders Lewis, 1955, Oxford: Oxford University Press, 1958.


    “Sleep at Sea” für TTBB und Klavier, T.: Christina Rossetti, ca. 1955, unveröffentlicht.


    „Yr Eos / The Nightingale“ für SSA und Klavier, T.: Ieuan Ddu, Williams, 1958, Cardiff: University of Wales Press, 1960.


    „All Seasons shall be Sweet“ für Sopran, SSA, Orchester / Klavier: „All Seasons shall be Sweet“ (T.: Samuel Taylor Coleridge), „The Song of Spring“ (T.: William Blake), „When the green woods laugh“ (T.: William Blake), „Midsummer Night“ (T.: William Shakespeare), „To Phoebus“ (T.: Thomas Heywood), „To Ceres“ (T.: Thomas Heywood), „The Wintry Waste (T.: James Thomson), „When icicles hang by the wall“ (T.: William Shakespeare), „Stanzas from ‚Times go by Turns‘“ (T.: Robert Southwell), 1959, Cardiff: University of Wales Press, 1963.


    „Hymn to the Earth“ für Stimmen und Klavier, T.: Homer in P. B. Shelleys Übersetzung), 1962, unveröffentlicht.


    „Benedicite“ für Sopran, SA/SATB und Orchester, 1964, unveröffentlicht.


    „Carmina avium“ für SATB, Viola d’amore/Viola, Harfe, T.: anon., Lateinisch, 1967, unveröffentlicht.


    „Can Gwraig y Pysgotwr“ für SSA, Klavier/Klavierduett, T.: John Blackwell, 1969, veröffentlicht vom nationalen walisischen Eistedfodd, o.O., o.D..


    „Missa Cambrensis“ für Sopran, Alt, Tenor, Bass, Chor, Knabenchor, Orchester, T.: lateinische Messe, walisische Bibel, Saunders Lewis, 1971, unveröffentlicht.


    „Ye Highlands and ye Lowlands“ für TTBB, Klavier: „The Bonny Earl of Murray“ (T.: anon.), „O my luve’s like a red, red rose“ (T.: Robert Burns), „Jock of Hazeldean“ (T.: Walter Scott), 1972, unveröffentlicht.


    „Ave maris stella“ für SATB, T.: anon., 1973, Oxford: Oxford University Press, 1975.


    Zwei Chöre für SATB, zwei Hörner, Harfe: „Harp Song oft he Dane Women“ (T.: Rudyard Kipling), „To Sea! To Sea! (T.: Thomas Lovell Beddoes), 1975, unveröffentlicht.


    Chormusik ohne Datierung

    „Three Lyrics“ für SSA, Klavier, T.: William Shakespeare, Entstehungsdatum unklar, Oxford: Oxford University Press, 1959.


    „The Burning Babe“ für SA, Klavier, T.: Robert Southwell, Entstehungsdatum unklar, unveröffentlicht.


    Psalm 150 für SS, Klavier T.: walisisch, Entstehungsdatum unklar, unveröffentlicht.


    „The Witches‘ Sabbath“ für SABar, Klavier, T.: Ben Johnson, Entstehungsdatum unklar, unveröffentlicht.



    3. Andere Vokalmusik


    „The Merry Minstrel“, für Erzähler und Orchester, 1949, unveröffentlicht.



    C. Instrumentalmusik


    1. Orchestermusik


    „Hen Walia“, Ouvertüre, 1930, unveröffentlicht.


    Suite für Orchester, 1932, unveröffentlicht.


    Konzertouvertüre, ca. 1932, unveröffentlicht.


    „Movement“ für Trompete und Kammerorchester, 1932, unveröffentlicht.


    „Elegy“ für Streichorchester, 1936, 1940 überarbeitet, unveröffentlicht.


    „Four Illustrations for The Legend of Rhiannon“, 1939, 1940 überarbeitet, unveröffentlicht.


    „Fantasia on Welsh Nursery Tunes“, 1940, Oxford: Oxford University Press, 1956.


    Sinfonia Concertante für Klavier und Orchester, 1941, unveröffentlicht.


    „Symphonic Impressions“ (= Symphonie Nr. 1), 1943, unveröffentlicht.


    „Sea Sketches“ für Streichorchester, 1944, Oxford: Oxford University Press, 1951.


    „Polish Polka“, 1948, unveröffentlicht.


    Suite „The Dark Island“ für Streichorchester, 1949, unveröffentlicht.


    Violinkonzert, 1950, unveröffentlicht.


    „Variations on a Swedish Tune: The Shoemaker” für Klavier und Orchester, 1950, unveröffentlicht.


    “Hornpipe: Keel and Anchor”, 1953, unveröffentlicht.


    „Seven Scenes for Young Listeners“, 1954, unveröffentlicht.


    „Penillion“, 1955, Oxford: Oxford University Press, 1962.


    Symphonie Nr. 2, 1956, 1975 überarbeitet, unveröffentlicht.


    “Processional”, 1962, 1968 überarbeitet, unveröffentlicht.


    Trompetenkonzert, 1963, unveröffentlicht.


    „Carillons“ für Oboe und Orchester, 1965, 1973 überarbeitet, unveröffentlicht.


    „Severn Bridge Variations“, 1966, unveröffentlicht.


    „Ballads for Orchestra“, 1968, unveröffentlicht.


    „Castell Caernarfon“, 1969, unveröffentlicht.



    2. Kammermusik


    „Fantasy Quintet“ für Klavier, Streichquartett, ca. 1928, verschollen.


    Sonate für Violine, Klavier, 1930, 1938 überarbeitet, unveröffentlicht.


    Sextett für Oboe, Trompete, Violine, Viola, Violoncello, Klavier, wahrscheinlich ca. 1931, unveröffentlicht.


    Sonatine für Flöte, Klavier, ca. 1931, unveröffentlicht.


    Suite für neun Instrumente, Flöte, Klarinette, Trompete, Klavier, zwei Violinen, Viola, Violoncello, Kontrabass, ca. 1934, unveröffentlicht.


    Cavatina für Streichquartett, wahrscheinlich ca. 1937, verschollen.


    Rhapsodie für zwei Klarinetten, 1939, unveröffentlicht.


    „Polish Polka“ für zwei Klaviere (auch in einer Orchesterfassung), Entstehungsdatum unbekannt, Oxford: Oxford University Press, 1950.


    Drei Nocturnes für zwei Klaviere, 1953, unveröffentlicht.


    Variation auf „Where’s my Little Basket Gone?“ (Teil eines Gemeinschaftswerkes, veranlasst von Ralph Vaughan Williams), 1955, unveröffentlicht.


    „Cân Ramantus“ für Horn und Harfe, 1959, unveröffentlicht.


    „Marwnad Cynddylan“ für Trompete und Klavier, 1970, unveröffentlicht.


    „Rondo for Dancing“ für zwei Violinen, Violoncello/Kontrabass, wahrscheinlich ca. 1970, o.O.: Guild for the Promotion of Welsh Music, o.D..


    „Romanza“ für Oboe und Klarinette, Entstehungsdatum unklar, unveröffentlicht.


    „Welsh Dances“ für Flöte, Klarinette, Trompete, zwei Violinen, Viola, Violoncello, Kontrabass, Entstehungsdatum unklar, unveröffentlicht.



    3. Musik für Soloinstrument


    „The Silent Pool“ für Klavier, wahrscheinlich ca. 1932, unveröffentlicht.


    „Hiraeth“ für Harfe, 1957, Cardiff: University of Wales Press, 1961.


    „Yr Helfa“ für Harfe, 1957, verschollen.


    Stück für die linke Hand für Klavier, 1958, unveröffentlicht.



    D. Arrangements


    Grace Williams fertigte zwischen 1946 und 1954 etliche Arrangements von walisischen Volksliedern und „Carols“ für die Schulmusiksendung „Rhythm and Melody“ der BBC an. Daneben existieren Arrangements von walisischen „Airs“ für die BBC Sendung „Cerddi Cymru“ sowie Arrangements von einzelnen Volks- und populären Liedern für verschiedene Gelegenheiten.



    E. Schriften und Vorträge


    „A Letter from Vienna“. In: RCM Magazine. Vol. 26. Nr. 2. 1930. S. 64-67.


    „Vaughan Williams. A Tribute“. In: RCM Magazine. Vol. 55. Nr. 1. 1959. S. 36-37.


    „How Welsh is Welsh Music?“ In: Welsh Music. Sommer 1973. S. 9-12.


    „A Self-Portrait“. In: Welsh Music. Vol. VIII. Nr. 5. 1987. S. 7-16 [Transkriptionen von Radiomitschnitten und -reden].


    Williams, Grace. „Women as Composers“. BBC Radio, 2. August 1973.

    Quellen

    Literatur


    Anon., „First Woman to Composer Feature Score“. In: The Cinema Studio. Vol. I. Nr. 17. Juli 1948. S. 5.


    Bohana, Roy; Elizabeth Maconchy, Imogen Holst, Winifred E. Barocas, Mansel Thomas, Eiluned Davies, Roger Fiske, Gerald Cockshott, Ian Parrott, Dilys Elwyn-Edwards, David Wynne. „Grace Williams. A Symposium“. In: Welsh Music. Vol. V. Nr. 6. 1977. S. 15-30; Vol. V Nr. 7. 1977/78. S. 41-60.


    Boyd, Malcolm. „Benjamin Britten and Grace Williams. Chronicle of a Friendship“. In: Welsh Music. Vol. VI. Nr. 6. 1980. S. 7-38.


    Boyd, Malcolm. Grace Williams. O. O.: University of Wales Press on behalf of the Welsh Arts Council, 1980.


    Cotterill, Graeme. Ambition Overshadowed. Grace Williams’s Symphonies Evaluated. MPhil Dissertation, University of Wales, Bangor. 2007 (unveröffentlicht).


    Cotterill, Graeme. „Shall Nation Speak Unto Nation? Grace Williams and the BBC in Wales 1931–1950“. In: Women and Music. A Journal of Gender and Culture. Vol. 17. 2013. S. 59-77.


    Davies, E.. „A Pianist’s Note on Grace Williams’s Sinfonia Concertante“. In: Welsh Music. Vol. V. Nr. 9. 1978. S. 22-29.


    Davies, E.. „Grace Williams and the Piano“. In: Welsh Music. Vol. VI. Nr. 4. 1980. S. 18-25.


    Doctor, Jennnifer. „Intersecting Circles. The Early Careers of Elizabeth Maconchy, Elisabeth Lutyens, and Grace Williams“. In: Women & Music Journal. Vol. 2. 1998. S. 99-109.


    Doctor, Jennifer. „‚Working for her own Salvation‘. Vaughan Williams as Teacher of Elizabeth Maconchy, Grace Williams and Ina Boyle“. In: Ralph Vaughan Williams in Perspective. Studies of an English Composer. Lewis Foreman (Hg.). O. O.: Albion Music,1998. S. 181-201.


    Fuller, Sophie. The Pandora Guide to Women Composers. Britain and the United States 1629-Present. London: HarperCollins, 1994. S. 339-342.


    Fuller, Sophie. „‚Putting the BBC and T. Beecham to Shame.‘ The Macnaghten-Lemare Concerts 1931-7“. In: Journal of the Royal Musical Association. Vol. 138. Nr. 2. 2013. S. 377-414.


    Hughes, Arwel. „Rhai Argraffiadau am Grace Williams“. In: Welsh Music. Vol. V. Nr. 6. 1977. S. 31-32.


    Leighton Thomas, A. F.. „Grace Williams“. In: Musical Times. Vol. XCVII. 1956. S. 240-243.


    Leighton Thomas, A. F.. „The Music of Grace Williams“. In: Anglo-Welsh Review. Vol. XV. 1965. S. 90-103.


    Mathias, Rhiannon. Lutyens, Maconchy, Williams and Twentieth-Century British Music. A Blest Trio of Sirens. Farnham: Ashgate, 2012.


    Parry, Enid. „Atgofion am Grace Williams“. In: Welsh Music. Vol. V. Nr. 6. 1977. S. 7-14.


    Rees, A. J. Heward. „Views and Revisions“. In: Welsh Music. Vol. V. Nr. 4. 1976-77. S. 7-18.


    Rhys, Dulais. „Grace Williams trwy Lygaid Myfyriwr“. In: Welsh Music. Vol. V. Nr. 6. 1977. S. 33-34.


    Sadie, Julie Anne & Rhian Samuel (Hg.). The New Grove Dictionary of Women Composers. London: Macmillan, 1994. S. 498-499.


    Warkov, E. R. „Traditional Features in Grace Williams’s ‚Penillion‘“. In: Welsh Music. Vol. VII. Nr. 1. 1982. S. 15-24.


    Westrup, J. A.. „Broadcast Music. Categories and Individuality“. In: The Listener. 2. November 1939. S. 884.


    Whittall, Arnold. „Grace Williams 1906-1977“. In: Soundings. Nr. 7. 1978. S. 19-37.



    Film


    Dowdall, V. (Regie und Produktion). „Grace Williams. A Portrait“. BBC Wales TV Dokumentation (1978).



    Diskografie


    EMI Ltd. ASD 3006 („Fantasia on Welsh Nursery Tunes“, Trompetenkonzert, „Carillons“, „Fairest of Stars“). Titel dieser Aufnahme sind digitalisiert übernommen für die beiden zur Zeit erhältlichen CDs mit Werken von Grace Williams:


    Lyrita SRCD.323 („Fantasia on Welsh Nursery Tunes“, „Carillons“, „Penillion“, Trompetenkonzert, „Sea Sketches“).


    Chandos 9617 („The Dancers“, „Two Choruses“, „Ave Maris Stella“, „Six Gerald Manley Hopkins Poems“).


    BBC MM273 BBC Music („Ballads for Orchestra“).



    Links


    http://www.musicweb-international.com/gwilliams/

    Eine kurze Biografie und Liste erhältlicher Aufnahmen.


    http://www.wrightmusic.net/pdfs/grace-williams.pdf

    Eine Biografie von David C F Wright.


    http://www.ensemblecymru.org.uk/portfolio/grace-williams/?lang=en

    Eine knappe Biografie auf der Seite des Ensembles Cymru.


    http://en.wikipedia.org/wiki/Grace_Williams


    http://ukcatalogue.oup.com/category/music/composers/williams.do

    Williams‘ Seite im Verlag Oxford University Press. Liste verlegter Werke.


    http://www.orianapublications.co.uk/williams.htm

    Eine knappe Biografie der Komponistin.


    http://welshmusic.tp-web.co.uk/history/

    Eine Erwähnung Williams‘ im Rahmen der Geschichte der Welsh Music Guild.

    Forschung

    Wichtige Quellen von und über Grace Williams liegen in den BBC Written Archives in Reading. Die Akten WAI/61/1-3 decken Williams als „Welsh Regional Composer“ ab und die Akten in den Kategorien Registry Services Central 1 und RCONT1 ihre Arbeit als „Composer“ (auf nationaler Ebene) zwischen 1939 und 1962. Die British Library London hält einige Partituren und Manuskripte und der Soundserver der British Library Radioübertragungen und Interviews. Die Britten-Pears-Foundation in Aldeburgh besitzt eine eigene Grace-Williams-Sammlung mit Korrespondenz zwischen Williams und Britten. Die National Library of Wales in Aberystwyth besitzt Manuskripte und ein eigenes Grace-Williams-Archiv. Das Daniel-Jones-Archiv in derselben Bibliothek besitzt Briefe von Williams an Jones. Williams‘ Briefe von Egon Wellesz, an Elizabeth Maconchy und Williams‘ Papiere befinden sich in privaten Sammlungen.

    Forschungsbedarf

    Wie im Falle von vielen Komponistinnen gilt, dass aufgrund des Fehlens einer musikhistorischen Basisforschung neuere Forschung über die Komponistin praktisch auf allen Ebenen musikwissenschaftlichen Interesses ansetzen kann. Besonderes Augenmerk könnte der Briefwechsel zwischen Williams und Maconchy verdienen, ebenso vergleichende Studien zu den Schaffensbedingungen und der Ästhetik von Komponistinnen und Komponisten in Großbritannien sowie von Komponistinnen auf dem europäischen Kontinent und in Großbritannien.

    Normdaten

    Virtual International Authority File (VIAF): 176320
    Deutsche Nationalbibliothek (GND): 117390607
    Library of Congress (LCCN): n81040528
    Wikipedia-Personensuche

    Autor/innen

    Annika Forkert


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Regina Back
    Zuerst eingegeben am 21.08.2014


    Empfohlene Zitierweise

    Annika Forkert, Artikel „Grace Williams“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 21.8.2014.
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/Artikel/Grace_Williams