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  • Gabriele Wietrowetz

    von Silke Wenzel
    Die Geigerin Gabriele Wietrowetz
    Namen:
    Gabriele Wietrowetz
    Varianten: Gabriele Wietrowitz
    Lebensdaten:
    * in Laibach / Ljubljana, Österreich-Ungarn (damals)
    in Berlin, Deutschland
    Tätigkeitsfelder:
    Violinistin, Violinpädagogin, Hochschullehrerin, Kammermusikerin
    Charakterisierender Satz:

    „Ein Konzert von Gabriele Wietrowetz […]! Eine völlig ausgereifte, in sich gefestigte Persönlichkeit von klar ausgeprägter, höchst interessanter Eigenart tritt einem in der längst hochgeschätzten Geigerin entgegen. Alles, was die Künstlerin dem Hörer bietet, ist warm beseelt und in hohem Grade durchgeistigt. Vom ersten Ton an nimmt sie gefangen, weniger durch einen großen üppigen Ton, als durch ihre eminent musikalische, dabei überlegen-energievolle und trotz sauberster Herausarbeitung jeglicher Einzelheiten und Kleinigkeiten durchweg großzügige Vortragsweise.“ (“Allgemeine Musikzeitung” vom 24. April 1896, S. 229, zit. n. Prante 1999, S. 120)


    Profil

    Gabriele Wietrowetz zählt zu den bedeutendsten Violinistinnen Europas am Ende des 19. und in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts. Nach Abschluss ihres Musikstudiums 1885 bei Joseph Joachim an der Königlichen Hochschule für Musik Berlin blieb sie über 40 Jahre im internationalen Konzertleben präsent. Sie konzertierte regelmäßig mit großen Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, dem Londoner Orchester der Philharmonic Society oder dem Orchestre municipal de Strasbourg. Um 1905 gründete sie ein eigenes Damen-Streichquartett, das „Wietrowetz-Quartett“, das vermutlich bis 1923 in wechselnden Besetzungen auftrat. Von 1901 bis 1912 war Gabriele Wietrowetz als „außerordentliche Lehrkraft“ für Violine an der Berliner Musikhochschule eingestellt. Gleichzeitig zeigten sich allerdings zunehmend gesundheitliche Probleme, die sie immer wieder zu längeren Konzertpausen und Erholungsurlauben zwangen. Bis 1927 konzertierte Gabriele Wietrowetz regelmäßig. Über die letzten Jahre bis zu ihrem Tod 1937 liegen bislang keine Informationen vor.

    Orte und Länder

    Gabriele Wietrowetz wurde in Laibach (Ljubljana), damals Österreich-Ungarn, heute Slowenien, geboren. Ihre Kindheit und Jugend verbrachte sie in Graz, wo sie an der Steiermärkischen Musikschule ihre erste musikalische Ausbildung erhielt. Von 1882 bis 1885 studierte sie bei Joseph Joachim an der Königlichen Hochschule für Musik Berlin und behielt für den Rest ihres Lebens dort ihren ständigen Wohnsitz bei. Konzertreisen führten sie u. a. nach England, Österreich, Holland, Schweden, Norwegen und in die Schweiz.

    Biografie

    Gabriele Wietrowetz wurde am 13. Januar 1866 in Laibach (damals Österreich-Ungarn, heute Ljubljana / Slowenien) geboren. Ihre Mutter war Italienerin, ihr Vater stammte aus Böhmen (vgl. Morsch 1893).

    Ihren ersten Geigenunterricht erhielt sie mit fünf oder sechs Jahren vom Vater und wurde anschließend in der Steiermärkischen Musikschule in Graz von A. Geyer und Ferdinand Casper unterrichtet (vgl. Müller 1929). Schon während der Musikschulzeit trat ihre außergewöhnliche Begabung hervor. Der erste nachweisbare öffentliche Auftritt fand 1877 also kurz nach ihrem Eintritt in die Musikschule statt – Gabriele Wietrowetz war zu diesem Zeitpunkt elf Jahre alt – und am Ende ihrer Musikschulzeit erhielt sie beim Prüfungskonzert den ersten Preis.


    Von Oktober 1882 bis zum Sommer 1885 studierte sie mit einem Stipendium an der Hochschule für Musik Berlin das Fach Violine bei Joseph Joachim und Emanuel Wirth. Sowohl 1883 als auch 1885 erhielt sie zudem den mit 1500 Mark dotierten Mendelssohn-Preis (vgl. UdK-Archiv Best. 1 Nr. 5137 und 5139, s. a. Prante 1999, S. 115).

    Der Zeitpunkt ihres Debütkonzertes ist bislang unklar. Möglicherweise fand es bereits am 22. Dezember 1884 in Berlin mit Max Bruchs 2. Violinkonzert d-Moll op. 44 statt, das vom Berliner Philharmonischen Orchester begleitet wurde. Zu belegen ist allerdings erst ein Konzert am 9. Dezember 1885 ebenfalls mit dem Berliner Philharmonischen Orchester. Dabei spielte Gabriele Wietrowetz das Violinkonzert D-Dur op. 77 von Johannes Brahms (vgl. die Kritik in der „Allgemeinen Musikzeitung“ vom 18.12.1885, s. a. Prante 1999, S. 116).


    Nach dem Studium begann Gabriele Wietrowetz mit größeren Konzertreisen, u. a. durch England, Frankreich, die Schweiz, Schweden und Norwegen. Dabei trat sie nicht nur als Solistin in Erscheinung, sondern konzertierte auch in verschiedenen Kammermusikbesetzungen mit bekannten Künstlerinnen und Künstlern ihrer Zeit, darunter ihr Lehrer Joseph Joachim, die Pianistinnen Marie Wieck, Felicia Kirchdorffer und die Clara Schumann-Schülerin Fanny Davies sowie der Violoncellist Leon Schrattenholz.


    In der ersten Hälfte des Jahres 1889 unternahm Gabriele Wietrowetz gemeinsam mit Marie Wieck als Pianistin eine größere Tournee mit insgesamt 12 Konzerten (Kritik in der „Musical Times“ vom 1.7.1889, S. 428, vgl. Prante 1999, S. 117). Ihr Debüt in London gab sie am 4. Mai 1892 mit der Pianistin Fanny Davis und spielte am 11. Mai 1892 mit dem Orchester der Philharmonic Society London das Violinkonzert e-Moll op. 64 von Felix Mendelssohn Bartholdy. Sowohl 1892 als auch 1893 nahm sie an den berühmten „Monday and Saturday Popular Concerts“ in London als erste Geigerin eines Streichquartetts teil.

    Eine weitere Englandtournee folgte im Oktober und November 1896 mit Konzerten in London, Oxford und evtl. auch in weiteren Städten. Ein Jahr später, im Juli 1897, informierte die Zeitschrift „The Strad“ darüber, dass Gabriele Wietrowetz das Shinner-Streichquartett wiederbelebt habe (vgl. Prante 1999, S. 120). Am 9. März 1898 und am 11. Januar 1899 konzertierte sie mit dem Orchestre Municipal de Strasbourg unter der Leitung von Franz Stockhausen. Sie spielte u. a. das Violinkonzert D-Dur op. 77 von Johannes Brahms, Ludwig van Beethovens Violinkonzert D-Dur op. 61 sowie einen Satz aus Louis Spohrs Violinkonzert Nr. 9. Eine weitere Konzertreise mit acht Konzerten in zehn Tagen führte sie im März 1902 nach Holland.


    Es scheint, als habe Gabriele Wietrowetz um 1900 nach neuen Aufgaben gesucht, die ihr eine etwas ruhigere Lebensführung ermöglichen sollten. Im Jahr 1900 ist sie als Mitglied im Streichorchester der Berliner Tonkünstlerinnen nachweisbar.

    Zudem wurde ihr eine Stelle als Violinpädagogin an der Berliner Musikhochschule angetragen. In einem Brief an das Ministerium vom 15. Juli 1901 schrieb ihr ehemaliger Lehrer und damaliger Direktor der Königlichen Hochschule für Musik Joseph Joachim: „Bei der großen Anzahl von Schülerinnen, die sich im Violinspiel ausbilden, empfiehlt es sich hierfür eine geeignete weibliche Lehrkraft zu gewinnen. In Fräulein Gabriele Wietrowetz [...] bietet sich eine ausgezeichnete Künstlerin für dieses Lehramt. Sie hat sich nicht nur hier sondern auch in Oesterreich und England eine sehr große verdiente Anerkennung durch ihr Solo- und Quartett-Spiel erworben und hat auch im Ertheilen von Unterricht Übung.“ (UdK-Archiv Best. 1 Nr. 222, zit. n. Prante 1999, S. 121) Gabriele Wietrowetz verpflichtete sich für ein Jahresgehalt von 1900 Mark 12 Stunden wöchentlich zu unterrichten. Ferner bat sie um sechs Wochen Urlaub im Jahr außerhalb der Institutsferien, um weiterhin konzertieren zu können. Zum Wintersemester 1901/1902 wurde sie als „außerordentliche Lehrerin für Violinspiel“ an der Königlichen Hochschule für Musik Berlin eingestellt (vgl. ebd.).


    Obwohl Gabriele Wietrowetz mit dem Beginn ihrer musikpädagogischen Arbeit an der Musikhochschule deutlich weniger als zuvor konzertierte, schien ihr Körper der ständigen Belastung nicht mehr gewachsen zu sein. Regelmäßig musste sie um Genesungs- bzw. Erholungsurlaube bitten. 1905 bescheinigte ihr ein ärztliches Attest „hochgradige Nervosität mit Erschöpfungszuständen, welche [...] eine längere Erholungskur von Berlin erforderlich machen.“ (UdK-Archiv Best. 1 Nr. 222, zit. n. Prante 1999, S. 122). Vermutlich kamen finanzielle Probleme hinzu. In einem Brief vom 28. August 1905 schrieb sie an Joseph Joachim, sie habe Elis. v. Lipperheide ihre Guanerius-Geige zum Kauf angeboten – „Mir wäre damit so sehr gedient, – ich habe die Geige lieb, möchte sie nicht in ganz fremde Hände tun.“ (Brief Gabriele Wietrowetz an Joseph Joachim vom 28.8.1905, Staatliches Institut für Musikforschung SM 12/1957-5102, zit. n. Prante 1999, S. 122) Ein Attest im März 1907 benannte u. a. einen hartnäckigen Husten, „hochgradige Abgespanntheit“ und zeitweilige Schmerzen in der linken Schultergegend (UdK-Archiv Best. 1 Nr. 222, vgl. Prante 1999, S. 122). Im Studienjahr 1908/1909 wurde die Pflichtstundenzahl zwar auf sechs Stunden pro Woche halbiert, aber selbst diese konnte Gabriele Wietrowetz kaum mehr bewältigen, teils aufgrund von Krankheit, teils weil sie auf Konzertreisen war. Ihr Lehrvertrag endete am 31. März 1912 und wurde trotz verschiedener Bemühungen des neuen Hochschuldirektors Hermann Kretzschmar nicht weiter verlängert.


    Bereits 1905 hatte Gabriele Wietrowetz ein Damen-Streichquartett gegründet, das sogenannte Wietrowetz-Quartett (vgl. Prante 1999, S. 126f.). Die Gründungsmitglieder waren – neben ihr als 1. Violine – die Joachim-Schülerinnen Martha Drews (2. Violine) und Erna Schulz (Viola) sowie Eugenie Stoltz (Violoncello). Von November 1905 bis Januar 1917 fanden regelmäßig Konzerte statt, allerdings in wechselnden Besetzungen. In den 12 Jahren des Bestehens waren u. a. Gertrud Schuster-Woldan (Vl.), Helene Bornemann-Ferchland (Vl.), Cecila Gates (Vla.) und Gertrud Rohloff (Vl.) weitere Mitglieder des Wietrowetz-Quartettes (zum Wietrowetz-Quartett vgl. Prante 1999, S. 126-128).


    Bis 1927 blieb Gabriele Wietrowetz sowohl als Solistin als auch als Kammermusikerin im öffentlichen Musikleben präsent (vgl. Prante 1999, S. 124f.). Als sich 1923 das Wietrowetz-Quartett auflöste, gründete sie ein Klaviertrio gemeinsam mit Käthe von Glzycki (Klavier) und Hermann Hopf (Violoncello). In Den Haag spielte sie 1925 die Uraufführung von Elisabeth Kuypers Violinsonate h-Moll und noch 1927 schrieb ein Kritiker der Allgemeinen Musikzeitung über sie: „Die Geigerin, eine der besten und angesehensten Schülerinnen Joachims, braucht der musikalischen Welt nicht mehr vorgestellt zu werden. Sie wahrt die Tradition eines vergeistigten Spiels im Sinne ihres Meister, die nervige, straffe Bogenführung und den großen Zug der Darstellung.“ („Allgemeine Musikzeitung“ vom 27.5.1927, S. 587, zit. n. Prante 1999, S. 125) Ihren Berliner Wohnsitz behielt sie bei – im Deutschen Musiker-Lexikon von 1929 wird ihre Adresse mit „Berlin-Halensee, Kurfürstendamm 125“ angegeben (vgl. Müller 1929).


    Gabriele Wietrowetz starb am 6. April 1937 in Berlin. In der Todesanzeige, die von Felix Mendelssohns ältester Tochter Marie von Mendelssohn aufgegeben wurde, heißt es: „Durch ihre Kunst im Violinspiel und ihr feinsinniges Wesen wird sie allen unvergesslich bleiben, die sie persönlich kannten oder sich an ihrem künstlerischen Spiel erfreuen durften.“ (Berliner Tageblatt vom 8. April 1937, zit. n. Prante 1999, S. 125)

    Würdigung

    Gabriele Wietrowetz war bereits kurze Zeit nach ihrem Studium eine weithin bekannte Künstlerin, deren Name in kaum einer der zeitgenössischen Darstellungen über Violinistinnen und Violinisten fehlt und auch in allgemeinen Musiklexika der Zeit ist sie meist mit einem Artikel verzeichnet. Bereits in Anna Morschs Buch „Deutschlands Tonkünstlerinnen“ von 1893 wird Gabriele Wietrowetz in einem eigenen Artikel dargestellt (Morsch 1893, S. 192f.). Andreas Moser schrieb über sie: „Diese Künstlerin war auf der Höhe ihrer Kraft unstreitig die bedeutendste von allen gleichzeitig lebenden Vertreterinnen ihres Instruments: die Art, wie sie Ende der Achtziger Jahre mit den Berliner Philharmonikern unter Bülow’s Leitung das Ungarische Konzert von Joachim meisterte, gab sich als eine in jeder Hinsicht so imposante Leistung, dass ich nur wenige Geiger zu nennen wüsste, die ihr darin gleichgekommen wären. Sie war auch eine ganz hervorragende Quartettspielerin.“ (Moser 1967, 1. Aufl. 1923, S. 281f.)

    Wie bei nahezu allen Joachim-Schülerinnen wurde auch bei ihr immer wieder die Besonderheit ihres Tones hervorgehoben. Henry C. Lahee würdigte sie mit den Worten: “Miss Wietrowitz plays with the most consummate ease the greatest works of the modern school. She has a powerful and brilliant tone, with sweet tenderness and sympathy, which appeal to the soul of the listener, and she confines her repertoire to the highest class of musical compositions.” (Henry C. Lahee 1916, S. 332)

    (Fräulein Wietrowetz spielt mit völliger Leichtigkeit die großartigsten Werke der neuen Schule. Sie hat einen kräftigen und brillianten Ton, mit süßer Zartheit und Anteilnahme, der die Seele des Zuhörers anspricht, und sie beschränkt sich in ihrem Repertoire auf die großen musikalischen Werke.)

    Rezeption

    Eine Rezeption der Violinistin Gabriele Wietrowetz findet heute nur noch in Zusammenhang mit den Forschungen über Johannes Brahms, Joseph Joachim und anderen Komponisten bzw. Interpreten statt.

    Repertoire

    Eine besondere Beziehung hatte Gabriele Wietrowetz zum Violinkonzert D-Dur op. 77 von Johannes Brahms. Den ersten Satz spielte sie bereits bei der Auswahl für den Mendelssohn-Preis an der Berliner Musikhochschule 1885. Auch später führte sie es mit verschiedenen Orchestern auf, u. a. mit den Berliner Philharmonikern (9. Dezember 1885) und der Philharmonischen Kapelle in der Singakademie unter der Leitung von Joseph Joachim (4. Februar 1888). Über ein weiteres Konzert in der Berliner Singakademie mit dem Philharmonischen Orchester, bei dem Gabriele Wietrowetz ebenfalls das Brahms’sche Violinkonzert spielte, schrieb ein Kritiker in der Allgemeinen Musikzeitung: „Das Brahms’sche Violinkonzert liegt Frl. Wietrowetz, wie kaum sonst jemandem; ich bezweifle, daß man es überhaupt im Stil vollendeter wiedergeben kann, als sie es vermag.“ („Allgemeine Musikzeitung“ vom 24.4.1896, S. 229, zit. n. Prante 1999, S. 120) Bei dem gleichen Konzert spielte sie gemeinsam mit ihrem ehemaligen Lehrer Joseph Joachim auch das Doppelkonzert d-Moll BWV 1043 von Johann Sebastian Bach.


    Eine Repertoireliste von Gabriele Wietrowetz lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt aufgrund fehlender Dokumente nicht erstellen. Belegt sind jedoch die folgenden Werke:



    Solokonzerte


    Bach, Johann Sebastian:

    Doppelkonzert d-Moll BWV 1043


    Beethoven, Ludwig van:

    Violinkonzert D-Dur op. 61


    Brahms, Johannes:

    Violinkonzert D-Dur op. 77


    Bruch, Max:

    2. Violinkonzert d-Moll op. 44


    Joachim, Joseph:

    Konzert in ungarischer Weise für Violine und Orchester op. 11


    Mendelssohn Bartholdy, Felix:

    Violinkonzert e-Moll op. 64


    Spohr, Louis:

    Violinkonzert Nr. 9 d-Moll op. 55


    Spohr, Louis:

    Violinkonzert Nr. 8 a-Moll „in modo di scena cantante“ („in Form einer Gesangsszene“)



    Solosonaten


    Brahms, Johannes:

    Violinsonate G-Dur op. 78


    Kuyper, Elisabeth:

    Violinsonate h-Moll (Uraufführung in Den Haag)



    Kammermusik


    Brahms, Johannes:

    Klaviertrio H-Dur op. 8


    Beethoven, Ludwig van:

    Klaviertrio c-Moll op. 9 Nr. 5


    Mozart, Wolfgang Amadeus:

    Streichquartett C-Dur KV 465

    Quellen

    Quellen


    Universität der Künste Berlin, Universitätsarchiv" (UdK-Archiv), Best. 1, Nr. 5137 und 5139 (Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Stiftung, Specialia [1883 und 1885])


    Universität der Künste Berlin, Universitätsarchiv" (UdK-Archiv), Best. 1, Nr. 222 (Personalakte Gabriele Wietrowetz)


    Staatliches Institut für Musikforschung SM 12/1957 (Briefe an Joseph Joachim)



    Literatur


    Artikel „Wietrowetz, Gabriele“. In: Müller, Hermann Ernst: Deutsches Musiker-Lexikon. Dresden: Limpert 1929.


    Artikel „Wietrowetz, Gabriele“. In: Kurzgefaßtes Tonkünstlerlexikon für Musiker und Freunde der Musik, begründet von Paul Frank, neu bearbeitet und ergänzt von Wilhelm Altmann, 14. stark erw. Auflage. Regensburg: Bosse, 1936 (und nachfolgende Auflagen).


    Gamba, [Vorname konnte nicht ermittelt werden]. Fraulein Gabriele Wietrowetz. In: The Strad. Vol. 9. 3.1893, S. 189f.


    Lahee, Henry C.: Famous Violinists of To-day and Yesterday. Boston: The Page Company Publishers, 1899, 10. Auflage 1916.


    Morsch, Anna. Deutschlands Tonkünstlerinnen. Biographische Skizzen aus der Gegenwart. Berlin: Stern & Ollendorff, 1893.


    Moser, Andreas. Geschichte des Violinspiels. Zweite verbesserte und ergänzte Auflage von Hans-Joachim Nösselt. 2 Bände. Tutzing: Hans Schneider, 1967 [Erstauflage 1923].


    Prante, Inka. Die Schülerinnen Joseph Joachims. Wissenschaftliche Hausarbeit zur Ersten Staatsprüfung für das Amt des Lehrers, Berlin. Unveröffentliches Typoskript, 1999.


    Roth, Henry: Women and the violin. In: The strad. Vol. 83. 3.1973, S. 551-563.


    Straeten, Edmond van der. The History of the Violin. Its ancestors and Collateral Instruments From Earliest Times. Vol. II. London 1933. Reprint: New York: Da Capo Press 1968.


    Wasielewski, Wilhelm Joseph von. Die Violine und ihre Meister. Sechste vermehrte Auflage von Waldemar von Wasielewski. Leipzig: Breitkopf & Härtel, 1920.



    Konzertkritiken


    Allgemeine Musikzeitung vom 18.12.1885, S. 490

    Allgemeine Musikzeitung vom 10.2.1888, S. 57

    Allgemeine Musikzeitung vom 24.4.1896, S. 229

    Allgemeine Musikzeitung vom 14.2.1902, S. 137

    Allgemeine Musikzeitung vom 13.2.1925, S. 147

    Allgemeine Musikzeitung vom 27.5.1927, S. 587


    The Musical Times vom 1.7.1889, S. 428

    The Musical Times vom 1.6.1892, S. 343

    The Musical Times vom 1.3.1893, S. 169


    The Strad, Vol 3 (6/1892), S. 24

    Forschung

    Einige Dokumente und Briefe befinden sich im Archiv der Universität der Künste Berlin. Sie wurden von Inka Prante (Prante 1999) gesichtet und teilweise ausgewertet. Ferner sind einige Briefe von Gabriele Wietrowetz und von Joseph Joachim in der Sammlung Musikerbriefe der Österreichischen Nationalbibliothek erhalten. Informationen über einen möglichen Nachlass liegen nicht vor.

    Forschungsbedarf

    Um genauere Einblicke in das Leben und die Tätigkeiten von Gabriele Wietrowetz zu erhalten, wäre es notwendig, grundlegende Dokumente wie z. B. Briefe und Konzertprogramme aufzufinden. Da Gabriele Wietrowetz mit sehr vielen Künstlerinnen und Künstlern zusammengearbeitet hat (s. Biografie), wäre zu vermuten, dass sich in deren Nachlässen weitere Dokumente befinden.

    Ferner wäre nach konkreten Lebensdaten zu suchen, nach Tourneedaten ebenso wie nach genaueren biografischen Umständen. Gabriele Wietrowetz hat über zehn Jahre an der Königlichen Hochschule für Musik als Violinpädagogin unterrichtet. Über den Kreis ihrer Schülerinnen ist ebenfalls bislang nichts bekannt.

    Normdaten

    Virtual International Authority File (VIAF): 37692019
    Deutsche Nationalbibliothek (GND): 117370320

    Autor/innen

    Silke Wenzel, Die Grundseite wurde im April 2007 verfasst.


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Nicole K. Strohmann
    Zuerst eingegeben am 20.4.2007


    Empfohlene Zitierweise

    Silke Wenzel, Artikel „Gabriele Wietrowetz“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 20.4.2007.
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/Artikel/Gabriele_Wietrowetz