Herzlich Willkommen bei MUGI

  • (PDF)
  • (100%)
  • Deutsch
  • Félia Litvinne

    von Maria Lobanova
    Namen:
    Félia Litvinne (orig.: Фелия Литвин)
    Geburtsname: Франcуаза Жанна Шутц
    Varianten: Félia Schütz, Félia Шутц, Félia Litwin, Félia Litwinowa, Félia Литвинова, Félia Françoise Jeanne Франcуаза Жанна Litvinne, Félia Françoise Jeanne Франcуаза Жанна Schütz, Félia Françoise Jeanne Франcуаза Жанна Шутц, Félia Françoise Jeanne Франcуаза Жанна Litwin, Félia Françoise Jeanne Франcуаза Жанна Litwinowa, Félia Françoise Jeanne Франcуаза Жанна Литвинова, Fanni Litvinne, Fanni Schütz, Fanni Шутц, Fanni Litwin, Fanni Litwinowa, Fanni Литвинова, Fanni Françoise Jeanne Франcуаза Жанна Litvinne, Fanni Françoise Jeanne Франcуаза Жанна Schütz, Fanni Françoise Jeanne Франcуаза Жанна Шутц, Fanni Françoise Jeanne Франcуаза Жанна Litwin, Fanni Françoise Jeanne Франcуаза Жанна Litwinowa, Fanni Françoise Jeanne Франcуаза Жанна Литвинова, Félie Litvinne, Félie Schütz, Félie Шутц, Félie Litwin, Félie Litwinowa, Félie Литвинова, Félie Françoise Jeanne Франcуаза Жанна Litvinne, Félie Françoise Jeanne Франcуаза Жанна Schütz, Félie Françoise Jeanne Франcуаза Жанна Шутц, Félie Françoise Jeanne Франcуаза Жанна Litwin, Félie Françoise Jeanne Франcуаза Жанна Litwinowa, Félie Françoise Jeanne Франcуаза Жанна Литвинова, Félia Felija Франcуаза Жанна Litvinne, Félia Felija Франcуаза Жанна Schütz, Félia Felija Франcуаза Жанна Шутц, Félia Felija Франcуаза Жанна Litwin, Félia Felija Франcуаза Жанна Litwinowa, Félia Felija Франcуаза Жанна Литвинова, Félia Wassiljewna Франcуаза Жанна Litvinne, Félia Wassiljewna Франcуаза Жанна Schütz, Félia Wassiljewna Франcуаза Жанна Шутц, Félia Wassiljewna Франcуаза Жанна Litwin, Félia Wassiljewna Франcуаза Жанна Litwinowa, Félia Wassiljewna Франcуаза Жанна Литвинова, Félia Françoise Jeanne Фелия Litvinne, Félia Françoise Jeanne Фелия Schütz, Félia Françoise Jeanne Фелия Шутц, Félia Françoise Jeanne Фелия Litwin, Félia Françoise Jeanne Фелия Litwinowa, Félia Françoise Jeanne Фелия Литвинова, Félia Françoise Jeanne Васильевна Litvinne, Félia Françoise Jeanne Васильевна Schütz, Félia Françoise Jeanne Васильевна Шутц, Félia Françoise Jeanne Васильевна Litwin, Félia Françoise Jeanne Васильевна Litwinowa, Félia Françoise Jeanne Васильевна Литвинова
    Lebensdaten:
    geb. in St. Petersburg, Russisches Reich
    gest. in Paris, Frankreich
    Tätigkeitsfelder:
    Russisch-französische Opern-, Konzert- und Kammersängerin (dramatischer Sopran), Gesangslehrerin
    Charakterisierender Satz:

    „Самой большой радостью были для меня мой труд и мои артистические успехи. Петь – значит жить. […] Правда, научить других тому, что доставляло тебе самой столько радости, это тоже радость! Но моего голоса, такого теплого, такого прекрасного, уже нет. На память о нем у меня осталось лишь несколько пластинок. И, дотрагиваясь до граммофона, я всегда говорю: ,Здесь покоится Фелия Литвин‘.“


    [„Meine größte Freude hatte ich an meiner Arbeit und meinen künstlerischen Erfolgen. Zu singen bedeutet zu leben. [...] Es ist sicherlich auch eine große Freude, anderen das beizubringen, was einem selbst so viel Freude schenkte! Allerdings existiert meine Stimme, die so warm und schön war, nicht mehr. Alles, was mir von ihr bleibt, sind einige Schallplatten. Und wenn ich mein Grammophon berühre, sage ich immer: ,Hier liegt Félia Litvinne‘.“]


    (Zit. nach: Tosunjan, Irina. "Pet' -- značit žit', ili istorja russkoj primadonny na Zapade" [Zu singen bedeutet zu leben, oder Das Leben einer russischen Primadonna im Westen].

    http://www.russ.ru/layout/set/print/Mirovaya-povestka/Pet-znachit-zhit-ili-istoriya-russkoj-primadonny-na-Zapade)


    Profil

    Félia Litvinne war eine berühmte Opernsängerin, die sich u.a. im Wagner-Fach profilierte. Darüber hinaus wirkte sie auch als Konzert- und Kammersängerin sowie als Gesangslehrerin.

    Orte und Länder

    Felix Litvinne wurde in St. Petersburg geboren. Ihre Ausbildung erhielt sie in Paris, anschließend führte eine internationale Karriere sie durch Europa, Nord- und Südamerika. Sie wirkte als Professorin am Conservatoire Américain in Fontainebleau. Sie starb in Paris.

    Biografie

    Françoise Jeanne Schütz, die als Félia Litvinne berühmt wurde, wurde am 12. September (nach julianischem Kalender am 31. August) 1861 in St. Petersburg in eine Familie deutsch-kanadischer Herkunft hineingeboren. Ihre Mutter, die nicht näher namentlich bekannt ist, stammte aus der Provinz Quebec und war angeblich eine Enkelin des schottischen Obersts Munro, der im berühmten Roman "Der letzte Mohikaner" (1826) von James Fenimore Cooper porträtiert und beschrieben wurde (s.: Felija Litvin. Moja žizn' i moë iskusstvo [Mein Leben und meine Kunst]. Leningrad 1967, S. 29). In ihrer Kindheit nannte man Françoise Jeanne "Fanni", diesen Namen mochte sie jedoch nicht. Den Namen "Félia" erhielt sie von ihrem Lehrer Victor Maurel, und dieser Name gefiel ihr so sehr, dass sie ihn für sich übernahm (s.: Felija Litvin. Moja žizn' i moë iskusstvo [Mein Leben und meine Kunst]. Leningrad 1967, S. 29).

    Sowohl die Familiengeschichte als auch Kindheit und Jugend von Françoise Jeanne liegen weitgehend im Dunkeln. In ihrer Autobiographie konstruierte sie verschiedene Legenden und Mythen; demnach bestand das Leben der Sängerin vornehmlich aus Gastspielen und Reisen.

    Mit 15 Jahren ging Françoise Jeanne Schütz nach Paris, wo sie Gesang bei einer Mme. Barthe-Banderali, Pauline Viardot-García (1821-1910) und Victor Maurel (1848-1923) studierte. 1883 trat sie als Amelia in Verdis "Simon Boccanegra" im Pariser Théâtre Italien auf und sprang damit in letzter Minute auf Initiative von Victor Maurel für die erkrankte Fides Devries ein. Bald danach fand ihr offizielles Debüt in diesem Opernhaus statt: Sie sang die Elvira in Verdis "Ernani".

    Félia Litvinnes internationale Karriere entwickelte sich sehr rasch und erfolgreich; sie sang auf den großen Bühnen der Welt, u.a. am Théâtre Italien und der Grand Opéra in Paris, an der Mailänder Scala, der Oper in Rom, am Teatro "La Fenice" in Venedig, am Covent Garden Theatre in London, am Théâtre de la Monnaie in Brüssel und an der Academy of Music in New York. 1885/86 trat sie erstmals mit der Mapleson Company in New York auf. Ihr Debüt an der Metropolitan Opera fand am 25. November 1896 statt: Sie trat als Valentine in Meyerbeers "Les Huguenots" auf. Andere Rollen an der Metropolitan Opera waren Verdis Aida, Mozarts Donna Anna, die Chimène in Massenets "Le Cid", die Sélika in Meyerbeers "L'Africaine" sowie Wagners Brünnhilde und Isolde.

    Im Oktober 1880 trat Félia Litvinne erstmals auf der Bühne des Moskauer Bolschoi Theaters auf und sang danach im St. Petersburger Mariinski-Theater. In Russland wurde sie 1903 zur "Solistin seiner Kaiserlichen Majestät" ernannt, was als höchster künstlerischer Titel im vorrevolutionären Russland galt.

    1893 heiratete Félia Litvinne in Paris einen französischen Arzt namens Dupoux, der u.a. den bekannten Schriftsteller Alphonse Daudet behandelte. Da ihr Ehemann sich gegen die Fortsetzung ihrer künstlerischen Tätigkeit aussprach, pausierte Félia Litvinne mit öffentlichen Auftritten. Allerdings verließ sie ihren Ehemann kurze Zeit später und setzte ihre erfolgreiche Karriere als Sängerin fort.

    Von den zahlreichen Auftritten Félia Litvinnes Anfang des 20. Jahrhunderts war ihre Teilnahme am 3. Russischen historischen Konzert am 10. (23.) Mai 1907 in Paris besonders bedeutsam, als sie zusammen mit Fjodor Schaljapin das Duett von Jaroslawna und Fürst Igor aus Alexander Borodins "Fürst Igor" unter der Leitung von Arthur Nikisch sang. 1908 unternahm Félia Litvinne eine große Tournee durch Russland: Sie sang in Moskau, Kiew, Charkow und Odessa. Sehr erfolgreich waren auch Litvinnes Aufritte im Pariser Théâtre du Châtelet im Jahr 1909 mit der Truppe von Sergei Djagilew (Serge de Diaghilev) sowie ihre Gastspiele in Südamerika (Buenos Aires, Santiago de Chile, Montevideo, Rio de Janeiro), in London und in Mailand, wo sie auf der Bühne der Scala als Brünnhilde in Wagners "Götterdämmerung" unter der Leitung von Arturo Toscanini auftrat.

    Außerdem wirkte Litvinne mit an den Uraufführungen von Camille Saint-Saëns‘ Poème lyrique "Hélène" (1903), dem Drame lyrique "L'ancêtre" (1905) und dem Drame lyrique "Déjanire" (1911) sowie von Camille Erlangers Poème lyrique "Bacchus triomphant " (1909). Sie brillierte auch in "Alceste" (1904) und in "Armide" (1907) von Christoph Willibald Gluck.

    Félia Litvinne, die sowohl Frankreich als auch Russland als ihre Heimat betrachtete, zeigte ihre patriotische Seite, als der Erste Weltkrieg begann: Litvinne sang auf den Straßen französischer Städte und sammelte Geld für wohltätige Zwecke (Tosunjan, Irina. "Pet' -- značit žit', ili istorja russkoj primadonny na Zapade" [Zu singen bedeutet zu leben, oder Das Leben einer russischen Primadonna im Westen].

    http://www.russ.ru/layout/set/print/Mirovaya-povestka/Pet-znachit-zhit-ili-istoriya-russkoj-primadonny-na-Zapade).


    1915 trat sie gemeinsam mit Enrico Caruso in Verdis "Aida" im Opernhaus von Monte Carlo auf, und mit diesem Auftritt beendete sie ihre große und lange Opernkarriere.

    Von 1927 an war Félia Litvinne ebenso wie Nadia Boulanger als Professorin am Conservatoire Américain in Fontainebleau (bei Paris) tätig. Zu ihren Schülerinnen gehörten Nina Koshetz und Germaine Lubin.

    1927 wurde die Sängerin mit dem Orden der Ehrenlegion ausgezeichnet.

    Die letzten Lebensjahre verbrachte Félia Litvinne sehr zurückgezogen in einem Pariser Altersheim. Am 12. Oktober 1936 verstarb sie in Paris; sie wurde auf dem Friedhof Père-Lachaise begraben.

    Würdigung

    Félia Litvinne gilt als eine der bedeutendsten Sängerinnen ihrer Zeit. Sie verfügte über eine große, starke, warme und flexible Stimme, die ihr erlaubte, Sopran-, Mezzosopran- und Altpartien zu singen, ebenso besaß sie eine exzellente Vokaltechnik. Dank ihres erstaunlichen Gedächtnisses konnte sie Opernpartien in kürzester Zeit erlernen (so studierte sie z.B. die Rolle der Donna Anna aus Mozarts "Don Giovanni" innerhalb von drei Tagen ein). Ihr großes Opernrepertoire schloss über 40 Partien ein.

    Félia Litvinnes monumentale Erscheinung entsprach am ehesten Richard Wagners Frauengestalten, und gerade diese Partien, die sie in mehreren Sprachen sang, brachten ihr Ruhm und Anerkennung in vielen Ländern ein. Von großer Bedeutung waren ihre Interpretationen von Christoph Willibald Glucks "Armida" und "Alceste". In Russland wurde sie in der Rolle der Judith in der gleichnamigen Oper von Alexander Serow sehr geschätzt.

    Félia Litvinne trat häufig auch in symphonischen Konzerten auf, u.a. unter der Leitung von Alexander Siloti, Sergei Kussewizki (Serge Koussevitzky), Arthur Nikisch usw. Sie war auch eine exzellente Kammersängerin, die von Alfred Cortot, Marguerite Long, Anton Rubinstein, Sergei Tanejew, Arthur Rubinstein usw. begleitet wurde.

    Rezeption

    Félia Litvinne wurde als eine der größten Sängerinnen ihrer Zeit gefeiert. Sie galt als Inbegriff der französischen Gesangsschule und als die ideale Verkörperung tragischer, dramatischer und heroischer Frauengestalten. Zugleich verspürte man immer auch einen russischen Kern ihrer künstlerischen Persönlichkeit. Charakteristisch ist das Zeugnis einer Schülerin Félia Litvinnes, der Sängerin Wera Iljinitschna Pawlowskaja-Borowik (1886-1975):

    „Это было в Париже весной 1914 года. Был сборный, с благотворительной целью концерт. Одним из номеров была Фелия Литвин. После классической арии Глюка и двух романсов французских композиторов на бис конферансье объявляет: «Мусоргский. «Гопак» и поясняет: «Гопак» - «dance petite-russienne» (гопак - малороссийский танец)». Я обомлела: стоит на эстраде знаменитая певица в шикарном концертном туалете бледно-голубого бархата, с бриллиантами на шее и на голове, и она будет петь не что иное, как «Гопак» Мусоргского.

    И вдруг - о чудо! Я не узнаю Фелии Литвин: она поет, без жестов и каких-либо «вспомогательных» приемов, русская «простая баба», поет совсем новым, необычным «русским» голосом, баба, чуть не плача, поет, веселая каким-то горьким, несчастным весельем. Дальше - больше; а как же будет со словом «кукиш» в устах этой певицы с бриллиантами на шее и на голове? И вот: самым замечательным в трактовке этого произведения Фелией Литвин оказалось это слово. Три раза спела Фелия Литвин по требованию публики в тот вечер «Гопака» и три раза произносила слово «кукиш» по-разному - то со злобой, то с укоризной, то с легкой усмешечкой...

    На следующий день на уроке Фелия Васильевна мне сказала: «Эта женщина поет веселую песню, но она несчастна в своей жизни, я ее жалею и люблю петь это произведение». Это ли не проникновение в самую суть творчества Мусоргского!“

    [„Es geschah im Frühjahr 1914 in Paris. Ein Konzert zu Wohltätigkeitszwecken fand statt, in dem u.a. Félia Litvinne auftrat. Nach einer klassischen Arie von Gluck und zwei Romanzen französischer Komponisten sagte der Moderator: ,Mussorgsky. Gopak‘, und erklärte: ,Gopak ist ein russischer Tanz.‘ Ich war erstaunt: Eine berühmte Sängerin im eleganten Konzertgewand aus hellblauem Samt mit Brillanten um den Hals und auf dem Kopf steht auf der Bühne und will nichts anderes als Mussorgskys ,Gopak‘ singen!

    Und plötzlich geschieht ein Wunder! Ich kann Félia Litvinne nicht wiedererkennen: Sie singt ganz ohne Gesten und andere ,Hilfsmittel‘, wie ein einfaches russisches Weib mit einer ganz neuen, ungewöhnlich ,russischen‘ Stimme – ein Weib, das fast weinend singt, ein Weib, das von einer bitteren, unglücklichen Heiterkeit durchdrungen ist. Es kam noch besser: Was wird dann aus dem Wort ,Feigenhand‘ (eine obszöne Geste, Anm. d. Red.) im Mund dieser Sängerin mit Brillanten am Hals und auf dem Kopf? Und doch: Gerade dieses Wort wurde das Markanteste in der Interpretation dieses Stücks von Félia Litvinne. Dreimal sang Félia Litvinne an jenem Abend auf Wunsch des Publikums ,Gopak‘, und dreimal sprach sie das Wort ,Feigenhand‘ unterschiedlich aus: einmal voller Bosheit, ein anderes Mal vorwurfsvoll, und noch einmal mit leichtem spöttischen Lächeln...

    Am nächsten Tag sagte Felija Wassiljewna zu mir: ,Diese Frau singt zwar ein heiteres Lied, doch ist sie unglücklich in ihrem Leben. Ich habe Mitleid mit ihr und singe dieses Stück sehr gern.‘ Ist das etwa nicht tiefstes Durchdringen des Wesens von Mussorgskys Werk!"]

    (Zit. nach: Tosunjan, Irina. "Pet' -- značit žit', ili istorja russkoj primadonny na Zapade" [Zu singen bedeutet zu leben, oder Das Leben einer russischen Primadonna im Westen].

    http://www.russ.ru/layout/set/print/Mirovaya-povestka/Pet-znachit-zhit-ili-istoriya-russkoj-primadonny-na-Zapade).

    Werkverzeichnis

    Schriften Félia Litvinnes:


    Exercices et Conseils : Ecole de Chant. Paris 1924;


    Ma vie et mon art. Paris 1933; russisch: Moja žizn' i moë iskusstvo [Mein Leben und meine Kunst]. Leningrad 1967.

    Repertoire

    (Auswahl)


    I. Opern:


    Hector Berlioz:

    "Les Troyens": Didon


    Alexander Borodin:

    "Fürst Igor": Jaroslawna


    Alexander Dargomyschski:

    "Rusalka": Natascha


    Gaetano Donizetti:

    "La favorite": Leonor de Guzman

    "Lucrezia Borgia": Lucrezia Borgia


    Christoph Willibald Gluck:

    "Alceste": Alceste

    "Armida": Armida

    Charles Gounod:

    "Faust": Marguérite


    Jacques-Fromental Halévy:

    "La Juive": Rachel


    Pietro Mascagni:

    "Cavalleria rusticana": Santuzza


    Jules Massenet:

    "Le Cid": Chimène;

    "Hérodiade": Salomé

    Giacomo Meyerbeer:

    "L'Africaine": Sélika

    "Les Huguenots": Valentine


    Wolfgang Amadeus Mozart:

    "Don Giovanni": Donna Anna


    Amilcare Ponchielli:

    "Gioconda": Gioconda


    Giacomo Puccini:

    "Tosca": Floria Tosca


    Camille Saint-Saëns

    "Henry VIII": Cathérine d'Aragon

    "Samson et Dalila": Dalila


    Alexander Serow:

    "Judith": Judith


    Ambroise Thomas:

    "Hamlet": Gertrude


    Giuseppe Verdi:

    "Aida": Aida

    "Ernani": Elvira

    "Rigoletto": Gilda

    "Simon Boccanegra": Amelia

    "Il trovatore": Leonora


    Richard Wagner:

    "Lohengrin": Elsa von Brabant

    "Parsifal": Kundry

    "Tannhäuser": Venus

    „Ring des Nibelungen“: Brünnhilde

    "Tristan und Isolde": Isolde



    II. Kammermusik:


    Lieder und Romanzen von A. Borodin, F. Chopin, A. Dargomyschski, G. Fauré, M. Glinka, W. A. Mozart, R. Schumann usw.



    III. Aufnahmen:


    35 Aufnahmen von Félia Littvinne wurden auf CD bei Marston Records (52049-2) veröffentlicht:

    http://www.marstonrecords.com/litvinne/litvinne_tracks.htm

    Quellen

    I. Bücher (Auswahl):


    Sviderenko S. (eigentlich: Sviridova, Sofija). Vagnerovskie tipy. Trilogija "Kol'co nibelunga" i aristy Peterburgskoj opery [Wagners Typen. Die Trilogie "Der Ring des Nibelungen" und die Künstler der Petersburger Oper]. St. Petersburg 1908, S. 172-174;


    Stark, Ėduard. Peterburgskaja opera i eë mastera [Die Petersburger Oper und ihre Meister]. Leningrad/Moskau 1940, S. 42-50;


    Gozenpud, Abram Akimovič. Pusskij opernyj teatr na rubeže XIX-XX vekov i F. I. Šaljapin [Das russische Operntheater um die Jahrhundertwende und F. I. Schaljapin]. 1890-1904. Leningrad 1974;


    Širinskij, Nadir. Bogi sceny Rossijskoj imperii [Die Bühnengötter des Russischen Reichs]. Fotoalbum. Moskau 2004



    II. Artikel (Auswahl):


    Lalo, Pierre. "La Musique, Aux Arènes de Béziers, première représentation d'Armide", in: Le Temps, 6 septembre 1904, p. 4;


    Levik, Sergej Jur'evič. "Felija Litvin" [Félia Litvinne], in: "Sovetskaja muzyka" 1960, Nr. 6;


    Gozenpud, Abram Akimovič. "Felija Litvin" [Félia Litvinne], in: LItvin, Felija. Moja žizn' i moë iskusstvo [Mein Leben und meine Kunst]. Leningrad 1967, S. 3-26;


    Rosenthal, Harold, Warrack. John. The Concise Oxford Dictionary of Opera. 2nd edition. London, 1980;


    Pâris, Alain. Le dictionnaire des interprètes. Paris, 1989;


    Macy, Laura Williams. The Grove Book of Opera Singers. New York, 2008, p. 285;


    Marston, Ward. "A Note: The Complete Félia Litvinne And Natalya Yermolenko–Yuzhina". Marston Records. Retrieved 2008-08-10


    Tosunjan, Irina. "Pet' -- značit žit', ili istorja russkoj primadonny na Zapade" [Zu singen bedeutet zu leben, oder Das Leben einer russischen Primadonna im Westen].

    http://www.russ.ru/layout/set/print/Mirovaya-povestka/Pet-znachit-zhit-ili-istoriya-russkoj-primadonny-na-Zapade



    III. Interviews:


    "Priezd ljubimicy "vagneristov": Beseda s g-žeju Litvin" [Die Ankunft des Lieblings der Wagnerverehrer: Ein Gespräch mit Frau Litvinne], "Peterburgskaja gazeta" vom 30.11.1912;


    "U Felii Litvinne" [bei Félia Litvinne], in: "Birževye novosti" vom 21.01.1912; 02.11.1912; 01.10.1913; "Rannee utro" vom 23.10.1913



    IV. Erinnerungen:


    Pochitonov, Daniil Il'ič. Iz prošlogo russkoj opery [Aus der Vergangenheit der russischen Oper]. Leningrad 1949, S. 170-172, 175-176;


    Volkonskij, Sergej. Moi vospominanija [Meine Erinnerungen]. Berlin 1923, S. 111-112;


    Ščepkina-Kupernik, Tat'jana L'vovna. Teatr v moej žizni [Das Theater in meinem Leben]. Moskau/Leningrad 1948, S. 87-89;


    Levik, Sergej Jur'evič. Zapiski opernogo pevca [Notizen eines Opernsängers]. 2. Auflage. Moskau 1962



    V. Links:


    Marston, Ward. "A Note: The Complete Félia Litvinne And Natalya Yermolenko–Yuzhina". Marston Records. Retrieved 2008-08-10;


    Tosunjan, Irina. "Pet' -- značit žit', ili istorja russkoj primadonny na Zapade" [Zu singen bedeutet zu leben, oder Das Leben einer russischen Primadonna im Westen].

    http://www.russ.ru/layout/set/print/Mirovaya-povestka/Pet-znachit-zhit-ili-istoriya-russkoj-primadonny-na-Zapade

    Forschung

    Da Félia Litvinne zu den vergessenen Persönlichkeiten der Musikgeschichte gehört, gibt es neben kurzen Artikel und kurzen Passagen in Büchern, die ihr gewidmet sind, nur wenige ältere Publikationen, von denen die meisten kaum zugänglich sind.

    Das Archiv von Félia Litvinne enthielt u.a. Briefe von bekannten russischen Künstlern, Schriftstellern usw. wie Iwan Turgenew. Der Fundort des Archivs ist nicht bekannt.

    Forschungsbedarf

    Es besteht ein großer Forschungsbedarf in Bezug auf das Leben und Schaffen dieser Sängerin, ebenso zu ihrer Bedeutung in der Musik- und Kulturgeschichte. Viele Lebensumstände Félia Litvinnes liegen im Dunkeln bzw. werden von Legenden umrankt. Litvinnes Repertoire, ihre Beziehungen zu verschiedenen (Ton-)Künstlern sowie ihre künstlerische Position müssten gründlich erforscht werden. Eine gewisse Schwierigkeit besteht darin, dass sich die Sängerin sowohl als Russin als auch als Französin verstand, sie in zahlreichen Ländern auftrat und die ihr zugehörigen Dokumente daher weit verstreut sind.

    Normdaten

    Virtual International Authority File (VIAF): 37102569

    Autor/innen

    Maria Lobanova


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Regina Back
    Zuerst eingegeben am 24.05.2017


    Empfohlene Zitierweise

    Maria Lobanova, Artikel „Félia Litvinne“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 24.5.2017.
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/Artikel/Félia_Litvinne