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    von Melanie Unseld
    Namen:
    Ethel Smyth
    Lebensdaten:
    * in Kent, England
    in Woking, England
    Tätigkeitsfelder:
    Komponistin, Literatin, Suffragette.
    Charakterisierender Satz:

    „Man sagt, ich sei ein Egoist. Ich bin eine Kämpferin.“

    (Ethel Smyth: Ein stürmischer Winter. Erinnerungen einer streitbaren englischen Komponistin, hg. von Eva Rieger, Kassel/Basel 1988.)


    Profil

    Couragierte Komponistin, gefördert unter anderem von Elisabeth von Herzogenberg, Kaiserin Eugénie, Queen Victoria, befreundet unter anderem mit Virginia Woolf, Emmeline Pankhurst, George Bernard Shaw, engagierte sich zwei Jahre lang aktiv in der englischen Frauenrechtsbewegung, hatte als Schriftstellerin Erfolge. Mit 55 Jahren machte sich erstmals ihre Ertaubung bemerkbar, die bis zur Gehörlosigkeit fortschritt, weswegen sie ab 1939 das Komponieren gänzlich aufgab.

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    Bekannt wurde Ethel Smyth als Kämpferin, ja Rebellin unter den Komponistinnen. Und tatsächlich engagierte sie sich für zwei Jahre (1911-1913) in der englischen Suffragetten-Bewegung, jener politisch-gesellschaftlichen Bewegung, die das Frauenwahlrecht in England gegen enormen gesellschaftlichen und politischen Widerstand durchsetzte. Auch als Komponistin war sie durchaus temperamentvoll: von Jugend an sehr selbstbewusst und immer um die Aufführung ihrer Werke und um die Anerkennung als Komponistin kämpfend.

    Schon früh hatte Ethel Smyth erkannt, dass zur Realisierung ihrer Vorstellungen großer Wille und viel Durchsetzungsvermögen notwendig war. Da war zunächst der Vater, der nur durch Ethel Smyths Rede- und Hungerstreik dazu zu bewegen war, die Tochter nach Leipzig zum Kompositionsstudium gehen zu lassen. Da war Johannes Brahms, der lieber über Ethel Smyths Namen Witze machte („Schmeißfliege“), als sich die Kompositionen der jungen Kollegin anzusehen – was Ethel Smyth allerdings nicht daran hinderte, eine glühende Verehrerin von Brahms’ Musik zu sein. Und da waren nicht zuletzt zahlreiche Versuche, auch Fehlversuche, ihre Musik zur Aufführung zu bringen. Diese Hürden nahm Ethel Smyth mit dem ihr eigenen Temperament und der ihr eigenen Durchsetzungsstärke. Dass sie damit nicht gerade dem Bild einer musisch begabten, aber bescheiden zurückstehenden Tochter aus gut bürgerlichem Hause entsprach, prägte das Image von Ethel Smyth.

    Obwohl man ihr häufig vorwarf, sie würde sich zwischen den vielen verschiedenen Tätigkeiten „verzetteln“, hat sie ein erstaunlich breites kompositorisches Œuvre hinterlassen: von Kammermusik aus der frühen Studienzeit über die sechs Opern bis hin zu der sinfonischen Kantate „The Prison“. Es gehörte zu Ethel Smyths Selbstverständnis, nicht „für die Schublade“ zu komponieren, und so setzte sie immer große Energie daran, ihre Werke auch zur Aufführung zu bringen. Dabei halfen ihr gute Kontakte, so etwa zu der in England im Exil lebenden Kaiserin Eugénie, aber auch Dirigenten wie Arthur Nikisch, Bruno Walter oder Sir Thomas Beecham, die sich aus künstlerischer Überzeugung für Aufführungen von Smyths Werken einsetzten.

    Seit ihrer Ausbildungszeit in Leipzig sah Ethel Smyth Deutschland immer als ihre künstlerische Heimat an. Die politischen Animositäten zwischen England und Deutschland (u.a. hervorgerufen durch den Burenkrieg, später durch den Ersten Weltkrieg) machten es allerdings immer schwieriger, als Engländerin in Deutschland aufgeführt zu werden.

    Als sich (ab 1913) ihre Ertaubung immer stärker bemerkbar machte, begann sie, als Literatin zu arbeiten. Sie schrieb zahlreiche, zumeist autobiografische Bücher, in denen sie ihre Probleme als Frau innerhalb der bürgerlichen Gesellschaft und des bürgerlich geprägten Kunstlebens beschrieb. Ihre Bücher geben daher einen guten Einblick in das gesellschaftliche und künstlerische Leben der Zeit. Smyth verstand es dabei, Zeitkritik mit Humor, Selbstironie mit Weitsicht zu verbinden.

    Orte und Länder

    Ethel Smyth wurde in Deutschland (Leipzig) ausgebildet, wirkte später vornehmlich in England. Sie unternahm ausgedehnte Reisen, u.a. nach Italien, Frankreich, Nordafrika.

    Biografie

    Ethel Smyth wuchs in einem bürgerlich viktorianischen Elternhaus auf, ihre Entscheidung, nach Leipzig zu gehen, um am dortigen Konservatorium Komposition zu studieren, konnte sie erst nach langen Kämpfen mit ihren Eltern durchsetzen. 1877 kam sie nach Leipzig, wo sie jedoch bald vom Unterrichtsniveau am Konservatorium enttäuscht war. Sie ging bereits ein Jahr später als Privatschülerin zu Heinrich von Herzogenberg, zu dessen Frau Elisabeth bald eine enge Freundschaft entstand. Durch den Musiksalon von Elisabeth von Herzogenberg lernte Ethel Smyth wichtige Persönlichkeiten des europäischen Musiklebens kennen, darunter Johannes Brahms, Clara Schumann und Edvard Grieg.

    Unter dem Einfluss ihres Lehrers komponierte Ethel Smyth bis 1887 ausschließlich Kammermusik und setzte sich intensiv mit der Musik Johann Sebastian Bachs auseinander. Peter Tschaikowsky riet ihr, sich intensiver mit der Instrumentierung zu beschäftigen, was sie auch tat. 1890 gab sie mit der „Serenade“ in D-dur ihr Orchesterdebüt in England. 1891 komponierte sie die „Messe“ in D-dur, die nach langen Bemühungen und der Intervention von Queen Victoria 1893 uraufgeführt wurde. Der Erfolg der „Messe“ bestärkte Ethel Smyth in ihrem Vorhaben, größere Werke - auch musikdramatische - zu komponieren: Sechs Opern sollten bis 1924 entstehen und zu ihrem Hauptwerk avancieren.

    Für alle Opern erkämpfte Ethel Smyth eine Uraufführung, von denen drei - ihre enge Verbundenheit mit der deutschen Musiktradition dokumentierend - in Deutschland stattfanden. Neben diesen zeitraubenden und anstrengenden Bemühungen um Aufführungen komponierte Ethel Smyth mehrere Chorwerke und Lieder.

    1911-13 engagierte sie sich aktiv in der politischen Suffragetten-Bewegung, ein Engagement, das sie 1912 für zwei Monate ins Gefängnis brachte.

    1913 brach sie zu einer Ägypten-Reise auf, während der sie ihre vierte Oper komponiert. Auf dieser Reise machte sich erstmals ihr Ohrenleiden bemerkbar, das bis zur völligen Ertaubung (1939) fortschreiten sollte. 1915-18 arbeitete sie als Röntgenassistentin in einem französischen Militärhospital, 1919 erschien ihr erstes Buch: „Impressions That Remained“, sechs weitere Bücher folgten. Ihre schriftstellerische Tätigkeit rückte immer stärker in den Vordergrund, nicht zuletzt wegen des sich verschlechternden Gehörs. An Kompositionen entstanden dennoch das Konzert für Violine, Horn und Orchester (1927), „The Prison“, eine Vokalsymphonie, sowie kleinere Werke.

    1910 erhielt sie die Ehrendoktorwürde der University of Durham, 1926 diejenige der Oxford University. 1922 wurde Ethel Smyth zur Dame Commander of the Order of the British Empire ernannt.

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    Als viertes von acht Kindern wird Ethel Smyth am 23. April 1858 in Kent geboren (andere Quellen sprechen von London als Geburtsort). Ihr Vater, John-Henry Smyth, ist Generalmajor der Königlichen Artillerie, die Mutter Nina, geb. Struth, eine künstlerisch ambitionierte Frau aristokratischer Herkunft. Die Mutter Ninas hatte unter dem Namen Madame de Stracey einen musikalischen Salon in Paris geführt, in dem Frédéric Chopin, Gioacchino Rossini, George Sand und andere verkehrten.

    Ihre Kindheit und Jugend verbringt Ethel Smyth in ländlicher Umgebung, in Sidcup und Frimley. Die Erziehung folgt dem strengen bürgerlichen Ideal. Allerdings findet Ethel Smyth früh Gefallen an Sport, Reiten und Jagd – für ein Mädchen ihres Standes durchaus unüblich.

    Musikalisch angeregt wird sie durch eine Gouvernante, die in Leipzig Klavier studiert hatte, und durch private Musikstunden bei Alexander Ewing. Von gelegentlichen (auch heimlichen) Konzertbesuchen in London ist die Rede, bei denen Ethel Smyth u. a. auch ein Konzert von Clara Schumann erlebt.

    1872-1875 verbringt Ethel Smyth in einem Mädchen-Internat, der Aufenthalt ist als „Strafmaßnahme“ gedacht, da die junge Ethel als schwer erziehbar gilt. Die Internatszeit wird für Ethel Smyth im Hinblick auf ihre homosexuelle Neigung prägend.

    Nur durch Rede- und Hungerstreiks kann es Ethel Smyth bei ihrem Vater schließlich durchsetzen, dass sie 1877 nach Leipzig gehen kann, um dort Komposition zu studieren. Sie geht zunächst an das Leipziger Konservatorium, ist aber bald von der schlechten Qualität der Lehre dort enttäuscht und findet in Heinrich von Herzogenberg einen engagierten Privatlehrer. Mit dessen Frau, der engen Brahms-Vertrauten Elisabeth von Herzogenberg, verbindet Ethel Smyth schnell eine enge Freundschaft. Sie lernt im musikalischen Salon des Ehepaars Herzogenberg renommierte Künstler kennen, darunter Johannes Brahms, Clara Schumann, Edvard Grieg und Antonín Dvořák. Während ihrer Studienzeit bei Herzogenberg komponiert sie vor allem Klavier- und Kammermusik (Streichquartette, Lieder). Ihr großes kompositorisches Vorbild ist Johannes Brahms.

    Auf einer Italienreise lernt Ethel Smyth 1882 die Schwester von Elisabeth von Herzogenberg, Julia, und deren Mann Henry Brewster kennen. Henry Brewster verliebt sich in Ethel Smyth. Diese allerdings schätzt ihn als intellektuellen Gesprächspartner, erwidert seine Liebe jedoch nicht. Dennoch kündigt ihr Elisabeth von Herzogenberg aufgrund des Kontakts zu Henry Brewster die Freundschaft. Ethel Smyth leidet sehr unter dem Verlust ihrer Freundin, die sie bis zu deren Tod 1892 nicht wiedersehen wird.

    Ethel Smyth kehrt nach England zurück, erkennt aber bald, dass sie sich weder im engen Familienkreis (mit der auf ihre künstlerischen Erfolge eifersüchtigen Mutter) noch im englischen Musikleben einpassen kann, und geht für ausgedehnte Reisen immer wieder nach Deutschland zurück. Die Familie lässt sie unter der Bedingung, einmal jährlich nach England zurückzukehren, gehen.

    Ihr Orchesterdebüt in England gibt sie mit der „Serenade“ in D-dur im April 1890, ein halbes Jahr später folgt die Uraufführung der Ouvertüre „Antony and Cleopatra“ nach Shakespeare. Ethel Smyth lernt Pauline Trevelyan kennen, eine streng katholische Frau, in die sich Smyth hoffnungslos verliebt. Als künstlerische Reaktion auf diese Liebe entsteht 1891 Ethel Smyths „Messe“. Erst 1893 wird, nach langem zähem Ringen, nur durch die Interventionen der Kaiserin Eugénie und einem Vorspiel bei Queen Victoria die Messe in der Royal Albert Hall uraufgeführt.

    Für die 1892-94 entstehende Oper „Fantasio“ arbeitet Ethel Smyth eng mit Henry Brewster zusammen. Er adaptiert ein Theaterstück von Alfred de Musset und erarbeitet zusammen mit Smyth das Libretto. Es wird die erste Zusammenarbeit dieser äußerst fruchtbaren Künstlerfreundschaft.

    Nachdem 1895 Julia Brewster gestorben war, macht Henry Brewster einen erneuten Annäherungsversuch: Er bittet Ethel Smyth, ihn zu heiraten. Sie schlägt den Heiratsantrag aus, wird allerdings nach langem Zögern seine Geliebte.

    1898 wird „Fantasio“ am Hoftheater in Weimar uraufgeführt, 1901 findet eine weitere Aufführung an der Hofoper Karlsruhe unter der Leitung von Felix Mottl statt. Trotz der britisch-deutschen Animositäten im Zusammenhang mit dem Burenkrieg kann Ethel Smyth 1902 die Uraufführung ihrer neuen Oper „Der Wald“ am Hoftheater Berlin (Leitung: Karl Muck) durchsetzen. Im Juli 1902 folgt die englische Erstaufführung an Covent Garden in London, im März des folgenden Jahres ist „Der Wald“ die erste Oper einer Frau, die an der Metropolitan Opera New York zur Aufführung kommt.

    1904 vollendet Smyth ihre Oper „The Wreckers“, die als ihr Hauptwerk gilt. Da sie sich zunächst eine Uraufführung in Frankreich erhofft, komponiert Ethel Smyth diese Oper auf ein französisches Libretto („Les naufrageurs“), als sich eine Uraufführung in Leipzig abzeichnet, übersetzt sie das Libretto ins Deutsche („Das Strandrecht“). So wird es am 11.11.1906 in Leipzig unter Leo Blech uraufgeführt. Die erste englische Teilaufführung leitet Arthur Nikisch 1908 in London, 1909 wird The Wreckers erstmals vollständig szenisch in England aufgeführt (His Majesty’s Theatre, Leitung: Sir Thomas Beecham).

    1908 stirbt Henry Brewster, ein schwerer Schicksalsschlag für Ethel Smyth, die in ihm nicht nur einen engen Freund und Vertrauten verliert, sondern auch einen wichtigen künstlerischen Mitarbeiter. Sie wird ihm 1930 ein kompositorisches Denkmal mit der Vertonung seines metaphysischen Hauptwerkes, „The Prison“, setzen.

    1910 erhält sie die Ehrendoktorwürde der University of Durham.

    1911-13 engagiert sich Ethel Smyth in der englischen Suffragetten-Bewegung, sie kommt dabei in engen Kontakt mit Emmeline Pankhurst, einer der führenden Frauenrechtlerinnen. Smyths „March of the Women“ (1991) avanciert zur “Marseillaise” der Frauenrechtsbewegung. Wegen ihres aktiven Engagements verbüßt Smyth 1912 eine zweimonatige Gefängnisstrafe.

    1913 unternimmt sie eine Ägypten-Reise, während der ihre vierte Oper, „The Boatswain’s Mate“, entsteht. Ihr Ohrenleiden macht sich erstmals bemerkbar.

    Während des Ersten Weltkrieges arbeitet Ethel Smyth als Röntgenassistentin in einem französischen Militärhospital in der Nähe von Vichy. In dieser Zeit widmet sie sich erstmals intensiv der Schriftstellerei. Zuvor hatte sie bereits häufig Artikel und Essays für verschiedene englische Zeitungen verfasst.

    Rezeption

    Zahlreiche Kollegen, darunter namhafte Dirigenten, waren von Ethel Smyths Werken so beeindruckt, dass sie sich mehrfach um Aufführungen bemühten. Dieser Einsatz führte, zusammen mit Ethel Smyths eigenen Anstrengungen, zu zahlreichen Aufführungen ihrer Werke im In- und Ausland. Doch bereits zu Lebzeiten erkannte und kritisierte Ethel Smyth die Nichtbeachtung, die ihrem Werk von (musik-)historischer Seite zukam.

    Nach ihrem Tod geriet das kompositorische Œuvre schnell in Vergessenheit, während Ethel Smyth als Schriftstellerin weiterhin bekannt war. Dominiert wurde das Geschichtsbild von Ethel Smyth allerdings vor allem jenseits ihrer künstlerischen Aktivitäten durch ihr Engagement in der Suffragetten-Bewegung.

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    Aufgrund ihres starken Eigenengagements konnte Ethel Smyth für eine Vielzahl ihrer Werke (vor allem auch für die Opern und großen Orchester- bzw. Chorwerke) Ur- und Folgeaufführungen durchsetzen. Diese fanden nicht selten auf den Bühnen der großen Opernhäuser und Konzertsäle sowohl auf dem Kontinent als auch in England und auch in den USA statt (die Hofopern in Weimar und Berlin, Leipzig, Prag; Covent Garden und Royal Albert Hall in London; Metropolitan Opera New York u.v.m.). Insofern zählte Ethel Smyth zu den bekanntesten und meistaufgeführten Komponistinnen ihrer Zeit.

    Überflügelt wurde ihre Bekanntheit als Komponistin zeitweise durch ihre Erfolge als Schriftstellerin, zumal sie sich wegen ihrer fortschreitenden Taubheit immer mehr vom musikalischen Geschehen zurückzog. Ihre zumeist autobiografischen Schriften sind wichtige Dokumente für ihr Leben, aber auch für gesellschaftliche, politische und kulturelle Themen.

    Bis heute allerdings dominiert weder ihr Bild als Komponistin, noch als Schriftstellerin, sondern als Suffragette, als aktive Kämpferin in Sachen Frauenwahlrecht. Dieses Engagement, das sie zwei Jahre ihres langen Lebens ausübte, dominiert das Geschichtsbild von Ethel Smyth.

    Einflussreiche Musiker, darunter Sir Thomas Beecham, Bruno Walter, Felix Mottl und Arthur Nikisch, setzten sich immer wieder für die Werke von Ethel Smyth ein. Und während zu ihrem 75. Geburtstag ein großes Konzert-Festival zu ihren Ehren in der Royal Albert Hall in London stattfand, geriet Ethel Smyth nach ihrem Tod bald in Vergessenheit. Die (musik-)historische Nichtbeachtung ihrer Person und ihres Werkes hatte Ethel Smyth bereits zu ihren Lebzeiten festgestellt und kritisiert.

    Seit den 1980er Jahren erfährt Ethel Smyth und ihre Musik erneute Beachtung. Inzwischen liegen zahlreiche Werke auch auf CD vor, allerdings fehlen darunter die Opern (die einzige Ausnahme, eine Aufnahme von „The Wreckers“, ist vergriffen).

    In der jüngeren Forschungsliteratur über Ethel Smyth dominieren zwei Interpretationsschwerpunkte: eine Interpretation unter dem Blickwinkel von Smyths Homo- bzw. Bisexualität (vgl. dazu v. a. die Publikationen von E. Wood) und eine Interpretation unter der Eklektizismus-Verdacht (vgl. dazu Brohm). Weitgehend unbeachtet blieben bislang hingegen die intensiven musikalisch-literarischen Interdependenzen in Smyth Leben und Werk, ihre kulturpolitische Vermittlerrolle und ihr dezidiert europäisches Selbst- und Kunstverständnis (in einer Zeit der ausgeprägten Nationalismen) und schließlich auch ihr Stellenwert innerhalb der spezifisch englischen Musikgeschichte.

    Werkverzeichnis

    Als Hauptwerke gelten die sechs Opern, deren Genres vom Lyrischen Drama („The Wreckers“) bis zur Ballett-Oper („Fête galante“) und zur „Postwar Comedy“ („Entente Cordiale“) reichen.

    Daneben sind zahlreiche Lieder und Liedzyklen erwähnenswert, etwa die „Four Songs“ für mittlere Stimme und Kammermusikbegleitung (Flöte, Harfe, Streicher und Schlagzeug) von 1908. Außerdem liegen auch Orchesterlieder vor.

    Ihr Faible für extravagante Besetzungen dokumentiert sich unter anderem in Smyths Doppelkonzert für Violine und Horn (1927), oder in den Zwei Trios für Violine, Oboe und Klavier (1927)

    Bekannt wurde vor allem auch der „March of the Women“, eine Hymne, die Smyth für die öffentlichen Auftritte der Frauenrechtsbewegung komponierte.

    Die Klavierkompositionen sind ausschließlich während ihrer Leipziger Studienzeit geschrieben. Nach 1939 gab sie das Komponieren wegen völliger Ertaubung auf.

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    (innerhalb der Werkgruppen chronologisch)


    Opern


    Fantasio, Phantastische Komödie in 2 Akten, deutsches Libretto: Henry Brewster und Ethel Smyth nach Alfred de Musset, entstanden 1892-94, revidiert: 1898-99, UA: Hoftheater Weimar 24.5.1898, Druck: Leipzig: C.G. Röder 1899


    Der Wald, Musikdrama in einem Akt mit einem Prolog und einem Epilog, nach einer Idee von Henry Brewster, deutsches und englisches Libretto: Henry Brewster und Ethel Smyth, entstanden 1899-1901, UA: Königliches Opernhaus Berlin 9.4.1902, engl. Erstaufführung als The Forest, Covent Garden London, 18.7.1902, Druck: London: Schott & Co. 1902, Widmung: „My part in this work I give to H. B. Brewster, its only begetter“


    Les naufrageurs/The Wreckers/Das Strandrecht, Lyrisches Drama nach einer Idee von Ethel Smyth, französisches Libretto: Henry Brewster und Ethel Smyth (dt. Übersetzung: H. Decker und J. Bernhoff, engl. Übersetzung: A. Strettell und Ethel Smyth), entstanden 1902-1904, revidiert1909-16, UA (deutsch): Neues Theater Leipzig, 11.11.1906, engl. Erstaufführung: His Majesty’s Theatre London, 22.6.1909, Erstaufführung der überarbeiteten Fassung: London, Covent Garden Opera 24. September 1931, Druck: Leipzig: Breitkopf & Härtel 1906 und Wien: Universal Edition 1916, Widmung: „À la mémoire du grand musicien Prince Edmond de Polignac“


    The Boatswain’s Mate, Komödie in einem Akt nach einer Erzählung von W. W. Jacobs, entstanden: 1913-1914, revidiert: 1921, Libretto: Ethel Smyth, dt. Übersetzung (Der gute Freund): Rudolph Stephen Hoffmann, UA: Shaftesbury Theatre London, 28.1.1916, Erstaufführung der rev. Fassung: 30. März 1922, Druck: London: Forsyth Bros. 1915, Wien: Universal Edition 1921


    Fête galante, „Dance-Dream“ (Oper) in einem Akt nach einer Erzählung von Maurice Baring, entstanden: 1921-1922, Text: Ethel Smyth und Edward Shanks, UA: Repertory Theatre Birmingham, 4.6.1923, Druck: Wien: Universal Edition 1923


    Entente cordiale, „A Post-War Comedy“ (Oper) in einem Akt, „founded on fact“ von „Bengal Military Orphan“, entstanden 1923-25, Libretto: Ethel Smyth, (studentische) UA: London 22.7.1925, (öffentliche) UA: Bristol Opera, 20. Oktober 1926, Druck: London: J. Curwen & Sons 1925, Widmung: „To my own branch - the Army“


    Chormusik


    „We Watched her Breathing through the Night“ für 4stimmigen Chor (Text: T. Hood), entstanden 1876


    Five Sacred Part-Songs Based on Chorale Tunes, für 4stimmigen Chor (Komm süsser Tod, Kein Stündlein geht dahin, Gib dich zufrieden und sei stille, O Traurigkeit, o Herzeleid, Erschienen ist der herrlich’ Tag), entstanden zwischen 1882 und 1884


    The Song of Love op. 8, Kantate für Sopran- und Tenorsolo, Chor und Orchester, entstanden 1888


    Mass in D für Soli, Chor und Orchester, entstanden 1891, revidiert: 1925, UA: Royal Albert Hall London, 18.1.1893, Druck: London: Novello & Co. 1893, überarbeitete Version: London: Novello & Co. 1925, New York: Da Capo Press 1980, Widmung: „Written for Pauline Trevelyan“


    Songs of Sunrise (Laggard Dawn, based on a melody by the late Prince Edmond de Polignac; 1910, being a faithful chronicle of remarks frequently heard and liable to repetition ad lib. on a current question; The March of the Women) für Chor a capella, Text: Ethel Smyth [1-2], Cicely Hamilton [3], entstanden: 1910, Druck: London: Breitkopf & Härtel 1911, London: Curwen & Sons 1929, Widmung: „Dedicated to the Women’s Social and Political Union“


    Hey Nonny No!, für Chor und Orchester, entstanden: 1910, revidiert: 1920, Text: nach einem Christ Church Manuskript aus dem 16. Jh., UA: London, Quenn’s Hall, 26. Oktober 1910, Druck: Leipzig: Breitkopf & Härtel 1911, Widmung: „To Violet Woodhouse“


    The March of the Women, entstanden 1910, Text: Cicely Hamilton, für Chor a capella oder mit Klavierbegleitung, Druck: London: The Women’s Press 1911, arrangiert für Chor und Orchester, Druck: London: Curwen & Sons 1929, arrangiert für Klavier Solo, abgedruckt in King Albert’s Book 1914, weitere Arrangements (nicht von Ethel Smyth) für Orchester und für Militärorchester, Widmung: „Dedicated to the Women’s Social and Political Union“


    Sleepless Dreams/Nacht, für Chor und Orchester, entstanden 1910, Text: Dante Gabriel Rossetti, dt. Übersetzung: F. Schreker, Druck: Wien/Leipzig: Universal Edition 1912, London: J. Curwen & Sons 1929, Widmung: „To Maurice Baring“


    Dreamings, für Chor a cappella, entstanden 1920, Text: Patrick Macgill, Druck: London RFM Akerman 1920


    The Prison. Symphonie für Soli (Sopran und Bass), Chor und Orchester, entstanden 1929-1930, Libretto: zusammengestellt von Ethel Smyth nach dem gleichnamigen Buch von Henry Brewster, UA: Edinburgh, Usher Hall 19. Februar 1931, Druck: London: Curwen & Sons 1930, Motto: „I am striving to release that which is divine within us, and to merge it in the universally divine“


    Orchesterwerke


    Serenade in D für Orchester, entstanden 1889, Uraufführung: Crystal Palace, London 26. April 1890, Notenausgabe: Universal Edition


    Ouvertüre zu Shakespeares Antony and Cleopatra für Orchester, entstanden 1889, Uraufführung: Crystal Palace, London, 18. Oktober 1890, Notenausgabe: Universal Edition


    Konzert für Violine, Horn und Orchester A-Dur, entstanden 1926, UA: Queen’s Hall, 5. März 1927, Druck: London: J. Curwen & Sons 1928, Widmung: „To the best friend of English Music, Henry Wood“


    Kammermusik


    Streichquartett d-moll, entstanden 1880, private Erstaufführung: bei Familie Röntgen, Leipzig, 2. Juni 1880


    Sonata in c-moll für Violoncello und Klavier, entstanden 1880, erste nachgewiesene öffentliche Aufführung: Wigmore Hall, 16. Februar 1981


    Klaviertrio d-moll, entstanden: 1880, erste nachgewiesene öffentliche Aufführung: Grinnell College, Iowa, 30. August 1985


    Streichquintett op. 1 E-Dur, entstanden 1883, Druck: Leipzig C. F. Peters 1884, Widmung: „To the memory of Rhoda Garrett“, Uraufführung: Leipzig Gewandhaus, 26. Januar 1884


    Streichquartett c-moll (4 Sätze und verworfene Variationen über Horbury), entstanden 1883


    Streichquartett C-dur, entstanden 1886-88


    Sonate für Violoncello und Klavier op. 5, entstanden: 1887, Druck: Leipzig: C. F. Peters 1887, Widmung: „Herrn Julius Klengel freundschaftlich zugeeignet“


    Sonate für Violine und Klavier op. 7 a-moll, entstanden 1887, Leipzig: J. Rieter-Biedermann 1887, Wien/New York: Universal Edition 1923, Widmung: „Frau Lili Wach geb. Mendelssohn-Bartholdy in alter Freundschaft gewidmet“, Uraufführung: Leipzig, Gewandhaus, 20. November 1887


    Trio für Streicher D-dur, entstanden 1887


    Streichquartett e-moll, entstanden: 1902-1912, UA: Aeolian Hall, 3. Dezember 1914, Druck: Wien/Leipzig Universal Edition 1914, Widmung: „To the London Quartet“


    Variationen über „Bonny Sweet Robin“ (Ophelia’s Song) für Flöte, Oboe und Klavier (oder Violine, Viola und Klavier), entstanden 1927, UA: Wigmore Hall, 11. Februar 1928, Druck: London: Oxford University Press 1928, Widmung: „To Albert Fransella“


    Zwei Trios für Violine, Oboe und Klavier, entstanden: 1927


    Hot Potatoes, Fanfare für Bläser, entstanden: 1930, UA: Savoy Hotel, London, 8. Mai 1930, Widmung: „Written in aid of the Musicians’ Benevolent Fund“


    Lieder


    Lieder und Balladen op. 3 (Vom Berge, Der verirrte Jäger, Bei einer Linde, Es wandelt was wir schauen, Schön Rohtraut), entstanden ca. 1877, für Mezzosopran und Klavier, Text: Eichendorff [2-4], Eduard Möricke [5], Druck: Leipzig: C. F. Peters 1886, Widmung: „Frau Livia Frege gewidmet“


    Lieder op. 4 (Tanzlied, Schlummerlied, Mittagsruh, Nachtreiter, Nachtgedanken), entstanden ca. 1877, für Mezzosopran und Klavier, Text: Büchner [1], W. von Wildenbruch [2], Eichendorff [3], Klaus Groth [4], Paul Heyse [5], Druck: Leipzig: C. F. Peters 1886, Widmung: „Meiner Mutter gewidmet“


    Four Short Chorale Preludes, für Streicher und Soli, entstanden 1882-84


    Four Songs (Odelette, La Danse, Chrysilla, Anacreontic Ode) für Mezzosopran oder Bariton mit Kammermusikbegleitung (Flöte, Harfe, Streicher und Schlagzeug), entstanden 1907, Text: Henry de Régnier [1-3], anonym./Übers. von Leconte de l’Isle [4], englische Übersetzungen von A. Strettell [1-3] und Ethel Smyth [4], Druck: London: Novello & Co. 1909, Widmungen: „To Madame Bulteau“[1], „To Mary Hunger [2], „To H. B. Brewster“ [3], „To Madame la Princesse Alexandre de Caraman Chimay“ [4]


    Three Moods of the Sea (Requies, Before the Squall, After Sunset) für Mezzosopran oder Bariton mit Orchester, entstanden 1913, Text: Arthur Symons, dt. Übersetzung Rudolph Stephen Hoffmann, UA: Queen’s Hall, London, 23. Juni 1913, Druck: Wien/Leipzig: Universal Edition 1913, Widmung: „Meinem Übersetzer, Dr. R. St. Hoffmann, dankbar gewidmet“


    Three Songs (The Clown, Possession, On the Road: a marching tune) für Mezzosopran oder Bariton und Klavier [1 und 2] und Orchester [3], entstanden: 1913, Text: Maurice Baring [1], Ethel Carnie [2-3], dt. Übersetzung von Rudolph Stephen Hoffmann, Druck: Leipzig: Universal Edition 1913, Widmungen: „To E[mmeline] P[ankhurst]“ [2], „To C[hristabel] P[ankhurst]“ [3], Wien: Universal Edition 1913


    Klavier


    Dreistimme Fuge in C-dur


    Umkehrkanons


    Sonate Nr. 1 C-dur, entstanden 1877, Widmung: „Dedicated to la Madre“


    Sonate Nr. 2 „Geistinger“ cis-moll, entstanden 1877


    Four-part Dances für Klavier (Minuett in D, Sarabande in c, Minuet in a, Sarabande in c), entstanden zwischen 1877 und 1880


    Zweistimmige Invention in D, entstanden zwischen 1877 und 1880


    Zweistimmige Suite in E-Dur (Gavotte, Bourrée, Gigue, Minuet), entstanden zwischen 1877 und 1880


    „Aus der Jugendzeit!!“ E.v.H., e-moll, entstanden zwischen 1877 und 1880, Widmung: „E.v.H.“ [d.i. Elisabeth von Herzogenberg]


    Variations on an Original Theme (of an Exceedingly Dismal Nature), entstanden 1878, Widmung (der Variation Nr. 4): „À la Phyllis“


    Präludium und Fuge in C, entstanden zwischen 1878 und 1884


    Präludium und Fuge in Fis, entstanden 1880


    Orgel


    Choral-Präludien


    Fünfstimmige Fuge b-moll, entstanden zwischen 1882 und 1884


    Study on „Wie selig seit Ihr Frommen“, entstanden zwischen 1882 und 1884


    Short Chorale Preludes (Du, o schönes Weltgebäude!, O Gott du frommer Gott, Schwing dich auf zu deinen Gott, Erschienen ist der herrlich Tag, Prelude and Fugue on O Traurigkeit, o Herzeleid [Widmung: „To my friend Sir Walter Parratt“]), entstanden zwischen 1882 und 1884, revidiert:1913, Druck: London: Novello & Co 1913


    Prelude on a Traditional Irish Air, entstanden 1938, Druck: London: Boosey & Hawkes 1939, Widmung: „Written for E[dith] Œ[none] Somerville“


    Bearbeitungen eigener Werke


    Four Short Choral Preludes for Strings and Solo Instruments (Original Titel: Short and Solemn Interludes for Sectional Orchestra), entstanden zwischen 1882 und 1884, Druck: London: Novello 1913 (?) (aus der Orgelversion von Short Chorale Preludes), Uraufführung: Queen’s Hall, London 29. August 1923


    Suite for Strings op. 1A, entstanden: 1883, Druck: Leipzig: E. Hatzfeld 1891 (Arr. des Streichquinett op. 1)


    A Spring Canticle (or: Wood Spirits’ Song), Psalm für Chor und Orchester (aus: Der Wald), UA: London Queen’s Hall, 29. Juni 1911, Druck: Mainz: Schott 1903, Curwen 1923, 1927


    Ouverture to The Wreckers für Orchester, UA: Queen’s Hall London, 3. März 1909, Druck: Leipzig: Breitkopf & Härtel 1911 (die Bearbeitungen für Militärkapelle stammen von A. Stretton, Druck: Universal Edition 1922, und Sir Dan Godfrey, Druck: Chappell 1924)


    On the Cliffs of Cornwall, Prelude zum 2. Akt von The Wreckers, für Orchester UA: Queen’s Hall London, 2. Mai 1908, Druck: London: Novello 1909, Widmung: „À la Princesse Edmond de Polignac“ (die Bearbeitung für Militärkapelle stammt von Sir Dan Godfrey, Druck: Chappell 1924)


    Songs, arrangiert für Gesang und Orchester , entstanden: 1907, UA: Queen’s Hall London, 12. November 1907 (Arr. der Four Songs für mittlere Stimme und Kammerensemble)


    Songs, arrangiert für Soloinstrumente und Orchester , entstanden: 1907, Druck: London: Novello 1909 (Arr. der Four Songs für mittlere Stimme und Kammerensemble)


    Ode Anacréontique, arragiert für Orchester, entstanden: 1907, UA: London, Queen’s Hall Prom, 4. September 1930 (aus den Four Songs für mittlere Stimme und Kammerensemble)


    „The Clown“ und „Possession“ (aus: Three Songs), arrangiert für Mezzosopran oder Bariton mit Kammerensemble (Violine, Viola, Violoncello, Flöte, Harfe, Trompete), entstanden 1913


    Overture to The Boatswain’s Mate, arrangiert für Orchester, entstanden: 1913-1914, UA Queen’s Hall Prom, 13. September 1930


    Intermezzo (Mid Briars and Bushes), Arrangement der Introduction zum 2. Teil von The Boatswain’s Mate, entstanden 1913-1914, UA: wahrscheinlich 1924, Notenausgabe: Universal Edition


    Fête Galante, arrangiert als Ballett-Musik mit zusätzlichen Titeln, entstanden 1921-1922, konzertante UA: Liverpool, Philharmonic Hall, 26. November 1932, Wien: Universal Edition 1933


    Fête Galante, Suite für Orchester, entstanden 1921-1922, UA Bournemouth, 8. August 1924, Wien: Universal Edition 1939


    Soul’s Joy für Chor a cappella (aus der Oper Fête galante), entstanden 1921-1922, Druck: Curwen 1923


    Entente Cordiale, Suite für Orchester, UA: Queen’s Hall Prom, 3. Januar 1935, Notenausgabe: Faber Music


    Two Interlinked French Folk Melodies aus dem Intermezzo (No. 8) von Entente Cordiale, für Orchester, entstanden 1923-1924, UA: Lincoln Music Society, 27. November 1929, Druck: London: Oxford University Press


    Two Interlinked French Folk Melodies aus dem Intermezzo (No. 8) von Entente Cordiale, für Flöte, Oboe (oder Violine, Viola) und Klavier, entstanden: 1923-24, UA: Wigmore Hall, 11. Februar 1928, Druck: London: Oxford University Press


    Doppelkonzert A-dur, arrangiert für Violine Horn (Viola oder Violoncello) und Klavier, entstanden 1926, UA: Wigmore Hall, 22. Februar 1928, Druck: Curwen 1928


    Two Orchestral Preludes für Orchester, arrangiert aus The Prison (The First Glimmer of Dawn, Organ Music in the Chapel), entstanden 1929-1930, Noten: Faber Music


    Bearbeitungen fremder Werke


    Klaviertranskription des 1. Satzes aus Johannes Brahms’ Symphonie Nr. 2 D-Dur, entstanden zwischen 1877 und 1880


    Unvollendete Werke


    Sonate Nr. 3 für Klavier D-dur (zwei Sätze), entstanden 1877/78


    Theme and Variations in C für Klavier, entstanden zwischen 1877 und 1880


    Four Canons by Inversion für Klavier (Nr. 2 „Nocturne“), entstanden zwischen 1877 und 1880


    Streichquartett a-moll (ein Satz), entstanden 1878


    „Denke, denke mein Geliebter“, Lied für Stimme und Klavier, entstanden zwischen 1878 und 1884, Text: unbekannt


    „Sur les lagunes“, Lied für Stimme und Klavier, entstanden zwischen 1878 und 1884, Text: Gautier


    Symphonie für kleines Orchester in D (ein Satz), entstanden zwischen 1878 und 1884


    Trage-komische Oüverture [sic] in F für Orchester, entstanden zwischen 1878 und 1884


    Streichquartett Es-dur (ein Satz: Andante), entstanden zwischen 1882 und 1884


    Streichquartett e-moll, entstanden zwischen 1882 und 1884


    Streichquartett C-dur, entstanden zwischen 1882 und 1884


    Streichquintett h-moll (zwei Sätze), entstanden zwischen 1882 und 1884


    Streichquartett „Hildebrand“ C-dur, entstanden 1883


    Verschollene Werke


    Prelude and Fuge for Thin People für Klavier, entstanden ca. 1883, Widmung: Clara Schumann


    Wedding Anthem für Chor und Orgel, entstanden um 1900


    (Quellen: Crichton 1987 [Werkverzeichnis von Jory Bennett], Rieger 1988 und Höher 1987)

    Quellen

    a) Autografe


    British Library, London (Departement of Manuscripts)


    British Museum, London


    Druham, University Library


    London, Universal Edition


    London, Faber Music


    b) Notenausgaben (chronologisch)


    Streichquintett op. 1 E-Dur, Leipzig C. F. Peters 1884


    Sonate für Violine und Klavier op. 7 a-moll, Leipzig: J. Rieter-Biedermann 1887


    Fantasio, Phantastische Komödie in 2 Akten, Text: Henry Brewster und Ethel Smyth nach Alfred de Musset, Leipzig: C.G. Röder 1899


    Mass in D für Soli, Chor und Orchester, London: Novello & Co. 1893


    Der Wald, Musikdrama in einem Akt, Text: Henry Brewster und Ethel Smyth, London: Schott & Co. 1902


    Les naufrageurs/The Wreckers/Das Strandrecht, Lyrisches Drama, Text: Henry Brewster und Ethel Smyth (dt. Übersetzung: H. Decker und J. Bernhoff), Leipzig: Breitkopf & Härtel 1906


    Four Songs (Odelette, La Danse, Chrysilla, Anacreontic Ode) für Mezzosopran oder Bariton mit Kammermusikbegleitung (Flöte, Harfe, Streicher und Schlagzeug), Text: Henry de Régnier [1-3], Leconte de l’Isle, London: Novello & Co. 1909


    The Wreckers. On the Cliffs of Cornwall Prelude to Act II, Partitur, London: Novello & Company 1909 (Quelle: Archiv Frau & Musik, Frankfurt/M.)


    Hey Nonny No!, für Chor und Orchester, Text: nach einem Christ Church Manuskript aus dem 16. Jh., Leipzig: Breitkopf & Härtel [26755] 1911


    Songs of Sunrise: Laggard Dawn (1910), March of the Women (1911), für Chor a capella, London: Breitkopf & Härtel 1911


    The March of the Women, Text: Cicely Hamilton, für Chor a capella, London: The Women’s Press 1911


    Sleepless Dreams/Nacht, für Chor und Orchester, Text: Dante Gabriel Rossetti, Wien/Leipzig: Universal Edition [3592] 1912


    Drei Lieder vom Meere (Meeresstille, Vor dem Wetter, Nach dem Sturm) für Singstimme und Klavier, Text: Arthur Symons, Wien: Universal Edition [3589] 1913 (Quelle: Archiv Frau & Musik, Frankfurt/M.)


    Short Chorale Preludes, London: Novello & Co 1913


    Three Moods of the Sea (Requies, Before the Squall, After Sunset) für Mezzosopran oder Bariton mit Orchester, Text: Arthur Symons, Wien/Leipzig: Universal Edition 1913


    Three Songs (The Clown, Possesion, On the Road) für Mezzosopran oder Bariton und Orchester, Text: Maurice Baring [1], Ethel Carnie [2-3], Leipzig: Universal Edition [3590] 1913


    Streichquartett e-Moll, Taschenpartitur, Wien: Universal Edition [5352] 1914 (Quelle: Archiv Frau & Musik, Frankfurt/M.)


    The Boatswain’s Mate/Der gute Freund, Komödie in einem Akt, Text: Ethel Smyth nach W. W. Jacobs, London: Forsyth Bros. 1915


    The Boatswain's Mate. Overture, Klavierauszug, Wien: Universal Edition [5537.5648] 1915 (Quelle: Archiv Frau & Musik, Frankfurt/M.)


    The Wreckers. Lyrisches Drama drei Akten nach Les Naufrageurs von Henry Brewster für Soli, Chor und Orchester, Klavierauszug, Wien: Universal Edition [5516] 1916 (Quelle: Archiv Frau & Musik, Frankfurt/M.)


    The Wreckers - Die Ratte für Sopran und Klavier, Wien: Universal Edition [Nr.5517] 1916 (Quelle: Archiv Frau & Musik, Frankfurt/M.)


    The Wreckers - War ein wildes Kind für Mezzosopran und Klavier, Wien: Universal Edition [Nr.5520] 1916 (Quelle: Archiv Frau & Musik, Frankfurt/M.)


    The Wreckers. Thurza's Liebeslied: Liebe, du gold'ner Strahl für Mezzosopran und Klavier, Wien: Universal Edition [Nr.5518] 1916 (Quelle: Archiv Frau & Musik, Frankfurt/M.)


    Dreamings, für Chor a cappella, Text: Patrick Macgill, London RFM Akerman 1920


    The Boatswain’s Mate/Der gute Freund, Komödie in einem Akt, Text: Ethel Smyth nach W. W. Jacobs, Wien: Universal Edition 1921


    The Boatswain's Mate. Mrs. Water's Lied: Naht mir die Erinnerung für Singstimme und Klavier, Wien: Universal Edition [7277] 1922 (Quelle: Archiv Frau & Musik, Frankfurt/M.)


    Fête galante. A Dance-Dream in One Act, Klavierauszug, Text: Ethel Smyth nach der gleichnamigen Geschichte von Maurice Baring, Wien: Universal Edition [10.593] 1923 (Quelle: Archiv Frau & Musik, Frankfurt/M.)


    Sonate für Violine und Klavier op. 7 a-moll, Wien/New York: Universal Edition 1923


    Entente cordiale, Postwar comedy in einem Akt, Text: Ethel Smyth, London: J. Curwen & Sons 1925


    Mass in D für Soli, Chor und Orchester, überarbeitete Version, London: Novello & Co. 1925


    Konzert für Violine, Horn und Orchester A-Dur, London: J. Curwen & Sons 1928


    Variationen über „Bonny Sweet Robin“, Ophelia’s Song, für Flöte, Oboe und Klavier (oder Violine, Viola und Klavier), London: Oxford University Press 1928


    Sleepless Dreams/Nacht, für Chor und Orchester, Text: Dante Gabriel Rossetti, London: J. Curwen & Sons 1929


    Songs of Sunrise: Laggard Dawn (1910), March of the Women (1911), für Chor a capella, London: Curwen & Sons 1929


    The March of the Women, Text: Cicely Hamilton, für Chor und Orchester, London: Curwen & Sons 1929


    The Prison. Symphonie für Soli, Chor und Orchester, Text: Ethel Smyth nach Henry Brewster, London: Curwen & Sons 1930


    Prelude on a Traditional Irish Air, London: Boosey & Hawkes 1939


    Messe in D für Soli, Chor und Orchester, Klavierauszug, New York: Da Capo Press [8176] (Women Composers Series) 1980 (Quelle: Archiv Frau & Musik, Frankfurt/M.)


    The March of the Woman für Chor und Klavier, Wiesbaden: Breitkopf & Härtel 1986 (Fermate-Albumblatt Nr.12) (Quelle: Archiv Frau & Musik, Frankfurt/M.)


    The Wreckers. Szene aus dem 1. Akt für Tenor, Bass, gemischten Chor und Klavier, in: James R. Briscoe (Hg.): Historical Anthology of Music by Women, Indianapolis: Indiana University Press 1987 (Quelle: Archiv Frau & Musik, Frankfurt/M.)


    Two interlinked french folk melodies aus der Oper Entente cordiale für Flöte, Oboe und Orchester, Ausgabe für Flöte, Oboe und Klavier, North Yorkshire: Emerson Edition Ltd. 1987 (Quelle: Archiv Frau & Musik, Frankfurt/M.)


    Schön Rohtraut (Text: Eduard Mörike) aus Lieder und Balladen op. 3 für mittlere Stimme und Klavier, Leipzig: Edition Peters [6880] o. J. (Quelle: Archiv Frau & Musik, Frankfurt/M.)


    Sonate a-Moll op. 7 für Violine und Klavier, Wien: Universal Edition [7293] o. J. (Quelle: Archiv Frau & Musik, Frankfurt/M.)


    The Boatswain's Mate. Mrs. Water's Lied: Gesetzt den Fall für Singstimme und Klavier, Wien: Universal Edition [10749] o. J. (Quelle: Archiv Frau & Musik, Frankfurt/M.)


    The Wreckers - Ballade und Elegie für Tenor und Klavier, Wien: Universal Edition [5519] o. J. (Quelle: Archiv Frau & Musik, Frankfurt/M.)


    3 Klaviersonaten: C-Dur/ cis-Moll/ D-Dur o. J. (Quelle: Archiv Frau & Musik, Frankfurt/M.)


    c) Primärquellen (chronologisch)


    „England, Music, and – Women“, in: English Review 22 (1916), S: 187-198


    Impressions That Remained, London 1919


    Streaks of Life, London 1921, 2. erweiterte Auflage 1922


    A Three-Legged Tour in Greece, London 1927


    A Final Burning of Boats, London 1928


    „Reply to a Pessimistic Champion“, in: The Sackbut 9 (1929/1930), S. 289-294


    Female Pipings in Eden, Edinburgh 1933, revidierte 2. Auflage 1934


    Beecham and Pharaoh, London 1935


    Inordinate Affection, London 1936


    As Time Went On…, London 1936


    What Happened Next, London 1940


    Ein stürmischer Winter: Erinnerungen einer streitbaren englischen Komponistin, hg. von Eva Rieger, Kassel 1988


    Dazu kommen etliche Artikel, die Ethel Smyth für London Mercury, Blackwood’s, English Review und Weekly Dispatch und andere Zeitungen schrieb.


    d) Sekundärliteratur (alphabethisch)


    „Who was Ethel Smyth?“ In: BBC Music Magazine, London: 1994, S. 41-42.


    Abromeit, Kathleen A.: „Ethel Smyth, The Wreckers and Sir Thomas Beecham“, in: The Musical Quarterly (1989), S. 196–211


    Amft, Susanne: „Ethel Smyth´s Opernschaffen. Eine Auseinandersetzung mit der gesellschaftlichen Situation der Jahrhundertwende in England“, in: „Nach Frankreich zogen zwei Grenadier.“ Zeitgeschehen im Spiegel von Musik, hg. von Brunhilde Sonntag, Münster 1992, S. 106-122


    Anonym: „Dr. Ethel Smyth“, in: The Musical Times (1912), S. 81–83


    Banfield, S.: „British Opera in Retrospect“, in: The Musical Times (1986), S. 205-207


    Banfield, S.: „The Early Renaissance: Mackenzie, Stanford and Smyth“, in: British Opera in Retrospect, (British Music Society) 1986, S. 63-68


    Beecham, Thomas: „Dame Ethel Smyth (1858–1944)“, in: The Musical Times (1958), S. 363–365


    Bernstein, Jane A.: „’Shout, Shout, Up with your Song!’ Dame Ethel Smyth and the Changing Role of the British Woman Composer“, in: Jane Bowers und Judith Tick (Hg.): Women Making Music: the Western Art Tradition, 1150–1950, Urbana 1986, S. 304–324


    Boughton, Rutland: „Dr. Ethel Smyth“, in: Music Bulletin V (Febr. 1923), S. 40-43


    Brohm, Michaela: Die Komponistin Ethel Smyth (1858-1944): Ursachen von Anerkennung und Mißerfolg: eine Untersuchung zum Spannungsfeld zwischen biographisch-psychosozialen, werkimmanenten und historischen Faktoren, Mikrofiche (Diss. Universität Karlsruhe 2000)


    Brohm, Michaela: Leben und Werk der Musikdramatikerin Ethel Smyth, Hausarbeit, Essen 1986 (Quelle: Archiv Frau & Musik, Frankfurt/M.)


    Collis, Louise: Impetuous Heart. The Story of Ethel Smyth, London 1984


    Copley, Edith A.: A Survey of the Choral Works of Dame Ethel Mary Smyth with an Analysis of the Mass in D (1891), D.M.A., University of Cincinnati 1990


    Crichton, Ronald (Hg.): The Memoirs of Ethel Smyth, Harmondsworth 1987


    Dale, Kathleen: „Dame Ethel Smyth“, in: Music and Letters 25 (1944), S. 191-194


    Dale, Kathleen: „Ethel Smyth's Prentice Work“, in: Music and Letters 30 (1949), S. 329-336


    Escal, Françoise, und Rousseau-Dujardin, Jacqueline: Musique et Différence des Sexes, Paris/Montreal 1999 (= Collection „Logigues Sociales“, hg. von Bruno Péquignot) (darin: Ethel Smyth)


    Foss, H.: „Fete galante“, in: The Musical Times (1923), S. 468-470


    Gates, Eugene Murray: „Damned if You do and Damned if You don´t. Sexual Aesthetics and the Music of Dame Ethel Smyth“, in: The Journal of Aesthetic Education (1997), S. 63-71


    Grew, S.: Our Favourite Musicians: from Stanford to Holbrooke, Edinburgh/London 1922, S. 87–108


    Hancock, Virginia: „Encounters: Ethel Smyth“, in: Newsletter (1989), S. 9-10 und (1990), S. 6-8


    Höher, Dagmar: „Ethel Smyth. Biographische Notiz, Werkverzeichnis und Literatur“, in: Komponistinnen in Berlin, hg. von Bettina Brand, Martina Helmig u.a., Berlin: Musikfrauen e.V. 1987, S. 205-217


    Holbrooke, J.: Contemporary British Composers, London 1925, S. 293–303


    Humphreys, Garry: The early operas of Dame Ethel Smyth. Seminar given at the British Music Information Centre on May 19th, 1984


    Hyde, D.: „Ethel Smyth (1858-1944): a Reappraisal“, in: New-Found Voices: Women in Nineteenth-Century English Music, hg. von Derek Hyde, Liskeard 1984, S. 138-165


    Kertsz, Elisabeth: „Gender and beyond: Talking about the critical reception of Ethel Smyth“, in: Stefan Fragner, Jan Hemming und Beate Kutschke (Hg.): Gender Studies & Musik. Geschlechterrollen und ihre Bedeutung für die Musikwissenschaft, Regensburg 1998, S. 65-74


    Kühmichel, Petra: Dr. Dame Ethel Smyth - Leben und Werk, Referat 1995 (Quelle: Archiv Frau & Musik, Frankfurt/M.)


    Lühker, Susanne: Ethel Smyth. Leben und Werk, Hausarbeit, Osnabrück 1987 (Quelle: Archiv Frau & Musik, Frankfurt/M.)


    McNaught, W.: „Dame Ethel Smyth“, in: The Musical Times (1944), S. 207–212


    Neuls-Bates, Carol (Hg.): „Ethel Smyth“, in: Women in Music. An Anthology of Source Readings from the Middle Ages to the Present, New York 1982


    Oster, Martina: Weibliche Lebenszusammenhänge in der Musik (Schwerpunkt: 19. Jahrhundert). Reader zu Vorlesungen an der Ghk Kassel WS 1990/91 (darin: „Ethel Smyth, eine feministische, lesbische Komponistin der Romantik“) (Quelle: Archiv Frau & Musik, Frankfurt/M.)


    Pendle, Karin (Hg.): Woman and Music: A History, Indianapolis 1991 (darin: Ethel Smyth)


    Pugh, Aelwyn: Women in Music, Cambridge 1991 (darin: Ethel Smyth)


    Raitt, Suzanne: „The Singers of Sargent: Mabel Batten, Elsie Swinton, Ethel Smyth“, in: Women: a Cultural Review 3 (1992), S. 23-29


    Raitt, Suzanne: „‘The Tide of Ethel‘: Femininity as Narrative in the Friendship of Ethel Smyth and Virginia Woolf“, in: Critical Quarterly (1988), S. 3-21.


    Rieger, Eva: „Ethel Smyth“, in: Troubadoura (1980), S. 16-17


    Robertson, Ruth: The „Immoral“ Woman as Social Conscience: Autobiographical Dimensions of Thirza`s Role in Ethel Smyth`s Opera The Wreckers. DMA Doc, University of Kansas, 1995


    Roster, Danielle: „Ethel Smyth“, in: dies.: Allein mit meiner Musik. Komponistinnen in der Europäischen Musikgeschichte vom Mittelalter bis ins frühe 20. Jahrhundert, Luxemburg 1995


    Salomon, Eva Maria: Die Messe in D von Ethel Smyth. Ein wenig bekanntes Beispiel in der Gattungstradition des 19. Jahrhunderts. Staatsexamensarbeit an der Musikhochschule Lübeck, 1991


    Saremba, Meinhard: „Rebellion der Töchter: Ethel Smyth (1858-1944)“, in: ders.: Elgar, Britten & Co. Eine Geschichte der britischen Musik in zwölf Portraits, Zürich/St. Gallen 1994, S. 123-149


    St. John, Christopher Marie (Hg.): Ethel Smyth: A biography. London/New York/Toronto 1959


    Weck, Ursula: „Neue Töne in Eden. Ethel Smyth - eine vergessene Komponistin“, in: TAZ (17.5.1988)


    Weck, Ursula: Zur Musik der englischen Komponistin Ethel Smyth auf dem gesellschaftlichen Hintergrund der Jahrhundertwende, Hausarbeit, Bremen 1991 (Quelle: Archiv Frau & Musik, Frankfurt/M.)


    Weissweiler, Eva: „Der geschlechtslose Charme der Musik“, in: FAZ (18.8.1984)


    Weissweiler, Eva: „Ethel Smyth. Eine englische Musikdramatikerin an der Wende“, in: dies.: Komponistinnen vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Eine Kultur- und Wirkungsgeschichte in Biographien und Werkbeispielen, München 1999, S. 305-331 (überarbeitete Neuausgabe des Bandes Komponistinnen aus 500 Jahren, 1981)


    Wood, Elizabeth: „Gender and Genre in Ethel Smyth's Operas“, in: The Musical Woman: an International Perspective, Bd. 2, hg. von Judith Lang Zaimont u. a., Westport 1987, S. 491–507


    Wood, Elizabeth: „Lesbian Fugue: Ethel Smyth’s Contrapuntal Arts“, in: Ruth A. Solie (Hg.): Musicology and Difference. Gender and Sexuality in Music Scholarship. Berkeley/Los Angeles/London 1993, S. 164-183


    Wood, Elizabeth: „Performing Rights: a Sonography of Women's Suffrage“, in: The Musical Quarterly (1995), S, 606–643


    Wood, Elizabeth: „Sapphonics“, in: Queering the Pitch: the New Gay and Lesbian Musicology, hg. von P. Brett, E. Wood and G.C. Thomas, London 1994, S. 27–66


    Wood, Elizabeth: „The Lesbian in the Opera: Desire Unmasked in Smyth's Fantasio and Fête galante“, in: En travesti: Women, Gender Subversion, Opera, hg. von Corinne E. Blackmer und P Patricia J. Smith, New York 1995, S. 285–305


    Wood, Elizabeth: „Women, Music, and Ethel Smyth: A Pathway in the Politics of Music“, in: The Massachusetts Review (1983), S. 125-139


    Zech, Christina: „Komponieren Frauen anders? Überlegungen zu einer weiblichen Ästhetik bei Clara Schumann und Ethel Smyth“, in: Das Orchester 6 (1995), S. 19-24


    e) Diskografie (chronologisch)


    Ethel Smyth. Mass in D (The Plymouth Festival Chorus and Orchestra, Eiddwen Harry/Sopran, Janis Hardy/Alt, Dan Dressen/Tenor, James Bohn/Bass, Leitung: Philip Brinelle) Virgin Classics Ltd. [darin: Messe in D-Dur, Mrs. Water’s Aria, The March of the Women]


    Historical Anthology of Music by Women (Butler University Chorale, Leitung: Michael Shasberger), Indiana University Press, MC [darin: aus The Wreckers, Szene aus dem 1. Akt, Tallan, Harvey und Chor]


    The Feminine Touch. Anne Marsden Thomas plays the Organ of St. Giles Cripplegate, Lammas Records, MC [darin: Short Chorale Preludes]


    Melomania. String Quartets by women composers (Fanny Mendelssohn Quartet), Troubadisc 1987-1994 [darin Werke von Fanny Mendelssohn, Ethel Smyth (Streichquartett e-moll, 4. Satz), Germaine Tailleferre, Elisabeth Luytens, Grazyna Bacewicz, Violeta Dinescu, Gloria Coates]


    Ethel Smyth: Kammermusik & Lieder Vol. 1 & 2 (Céline Dutilly/Klavier, Renate Eggebrecht/Violine, Friedemann Kupsa/Violoncello, Fanny Mendelssohn Quartett) Troubadisc 1990 [darin: Sonate für Violine und Klavier op. 7, Sonate für Cello und Klavier op. 5, Streichquartett e-moll, Streichquintett op. 1]


    Ethel Smyth: Kammermusik & Lieder Vol. 3 (Melinda Paulsen/Mezzosopran, Renate Eggebrecht-Kupsa, Franz Draxinger/Horn, Céline Dutilly, Angela Gassenhuber/Klavier, Kammerensemble Schmeller) Troubadisc 1992 [darin: 4 Lieder für Mezzosopran und Kammerensemble, 3 Lieder für Mezzosopran und Klavier, Doppelkonzert arr. für Violine, Horn und Klavier]


    In Praise of a Woman (Anthony Rolfe Johnson/Tenor, Graham Johnson/Klavier), Hyperion 1993 [darin Lieder von Caroline Norton, Virginia Gabriel, Annie Fortescue Harrison, Maude Valerie White, Teresa del Riego, Liza Lehmann, Amy Woodforde-Finden, Ethel Smyth (Possession), Rebecca Clarke, Elizabeth Poston, Elisabeth Lutyens, Elizabeth Maconchy, Madeleine Dring, Phillys Tate, Miss LH of Liverpool]


    Ethel Smyth: Klaviertrio in d (Chagall Trio), Meridian 1994 [darin auch: Violinsonate op. 7 und Cellosonate op. 5]


    Ethel Smyth: The Wreckers (Anne-Marie Owens, Justin La Vender, Peter Sidhom, David Wilson-Johnson, Judith Howarth, Anthony Roden u. a., Huddersfield Choral Society, BBC Philharmonic, Leitung: Odaline de la Martinez) Confer Records 1994


    Ethel Smyth: Complete Piano Works (Liana Serbescu/Klavier), cpo 1995


    Horn Concertos/Hornkonzerte (Marie Luise Neunecker/Horn, Saschko Gawriloff/Violine, Radio-Philharmonie Hannover des NDR, Leitung: Uri Mayer), Koch Classics 1995 [darin: Konzert für Violine, Horn und Orchester]


    Ethel Smyth: Concerto for Violin, Horn & Orchestra, Serenade (Sophie Langdon/Violine, Richard Watkins/Horn, BBC Philharmonic, Leitung: Odaline de la Martinez), Chandos Records 1996


    Ethel Smyth: String Quartet, String Qintet (Mannheimer Streichquartett, Joachim Griesheimer/2. Violoncello), cpo1996


    Frauensaiten. Die weibliche Seite der Musik (div. Interpreten) EMI 1996 [darin: The March of the Women, Benedictus aus der Messe D-dur]


    Ethel Smyth: Kammermusik & Lieder Vol. 4 (Maarten Koningsberger/Bariton, Kelvin Grout/Klavier, Friedemann Kupsa/Violoncello, Anna Silova/Klavier) Troubadisc 1997 [darin: Lieder op. 4 für Bariton und Klavier, Lieder und Balladen op. 3 für Bariton und Klavier, 3 Moods of the Sea für Bariton und Klavier, Sonate für Cello und Klavier in c]


    Ethel Smyth: Mass in D (Philharmonia Chor Stuttgart, Württembergische Philharmonie Reutlingen, Leitung: Helmut Wolf) autide/Schallplatten 1997


    British Composers - Ethel Smyth (Eiddwen Harrhy/Sopran, Janis Hardy/Alt, Dan Dressen/Tenor, James Bohn/Bass, Chorus of the Plymouth Music Series, Orchestra of the Plymouth Music Series, Leitung: Philip Brunelle) EMI 2000 [darin: Mass in D, Ausschnitte aus The Boatswain’s Mate, The March of the Women]


    f) Rundfunk


    Kiupel, Birgit: „...daß eine Frau das geschrieben hat!" Ein Porträt der englischen Komponistin Ethel Smyth, NDR3, Musik-Report 15.11.1989 , Regie: Gerhard Lippert (Manuskript im Archiv Frau & Musik, Frankfurt/M.)


    Ruhbaum, Heidi: Zarte Frühwerke einer außergewöhnlichen Frau. Die Komponistin Ethel Mary Smyth vorgestellt von Heidi Ruhbaum (Liana Serbescu/Klavier), BR 2 (Mitschnitt im Archiv Frau & Musik, Frankfurt/M.)


    The March of the Women, 3 Songs für Mezzosopran und Klavier, Streichquintett E-dur op. 1 (Eiddwen Harrhy/Sopran, Plymouth Festival Chorus and Orchestra, Melinda Paulsen/Mezzosopran, Angela Gassenhuber/Klavier, Fanny Mendelssohn Quartett), S2 (Mitschnitt im Archiv Frau & Musik, Frankfurt/M.)


    Schmerda, Susanne: Ethel Smyth. „Sie brannte ununterbrochen, ob sie komponierte, ob sie schrieb.“ Ein Porträt von Susanne Schmerda, BR 4 (Mitschnitt im Archiv Frau & Musik, Frankfurt/M.)


    Weck, Ursula: Neue Töne in Eden. Ethel Smyth eine vergessene Komponistin - wiederentdeckt und vorgestellt von Ursula Weck, Sender Freies Berlin, 30.5.1986 (Manuskript im Archiv Frau & Musik, Frankfurt/M.), Druckfassung s. Sekundärliteratur (d)


    g) Sonstiges


    Ethel Smyth wird u.a. in folgenden autobiografischen Schriften (Erinnerungen und Tagebüchern) von ZeitgenossInnen erwähnt:


    Bahr-Mildenburg, Anna: Erinnerungen, Wien 1921


    Baring, Maurice: The Puppet Show of Memory, London 1922


    Beecham, Thomas: A Mingled Chime, London 1979


    Benson, E. F.: Mother, London 1925


    Henschel, George: Musings and Memories of a Musician, London 1918


    Neilson, Francis: My Life in Two Worlds, Wisconsin 1952


    Pankhurst, Christabel: Unshackled, London 1959


    Pankhurst, Emmeline: My Own Story, 1914 (dt. Ausgabe: Ein Leben für die Rechte der Frauen, Göttingen 1996)


    Pankhurst, Sylvia: The Suffragette Movement, London 1977


    Somerville, E., und Ross, Martin: Happy Days, London 1946


    Walter, Bruno: Theme and Variations, London 1947 (dt. Ausgabe: Thema und Variationen, Frankfurt/M. 1988)


    Wood, Henry: My Life of Music, London 1938


    Woolf, Virginia: Tagebücher


    h) Links


    http://www.ibiblio.org/cheryb/women/dame-ethel.html (Stand: 7.4.2004)

    Biografie


    http://www.skyblueproductions.com/intouch/ethelsmyth.html (Stand: 7.4.2004)

    Werkverzeichnis


    http://utopia.knoware.nl/~jsmeets/cgi-bin/ccd.cgi?comp=smyth (Stand: 7.4.2004)

    Biografie


    http://www.spartacus.schoolnet.co.uk/Jsmythe.htm (Stand: 7.4.2004)

    Biografie


    http://www.rowfant.demon.co.uk/ethelsmyth.htm (Stand: 7.4.2004)

    Ethel Smyth und Mrs. Pankhurst


    http://www.karadar.it/Worterbuch/smyth.html (Stand: 7.4.2004)

    Biografie

    Forschung

    Der Verbleib des Nachlasses von Ethel Smyth ist unbekannt. Teile der umfangreichen Korrespondenz liegen heute (weitestgehend unaufgearbeitet) in v. a. britischen und us-amerikanischen Archiven (s. unter 18. Fundorte). Zahlreiche der Musikautografe liegen, nach Aussage von Jory Bennett, in der British Library, London (Department of Manuscripts). Im British Music Information Centre und dem National Sound Archive befinden sich Tonaufnahmen.

    Unaufgearbeitet ist das umfangreiche schriftstellerische und publizistische Werk von Ethel Smyth: Sie schrieb, zunächst nach der Jahrhundertwende, eine Reihe von Artikeln u. a. für „London Mercury“, „Blackwood’s, English Review“ und „Weekly Dispatch“. Später nahm sie einige dieser Artikel in ihre Buchpublikationen auf. Zu ihrem schriftstellerischen Œuvre, das ihr zuweilen größere öffentliche Aufmerksamkeit einbrachte als ihre Kompositionen, gehören autobiografische Schriften aber auch Essays und Texte zu (frauen)politischen, gesellschaftlichen, ästhetischen und natürlich musikalischen Themen.

    Interessant und wenig erforscht ist in diesem Zusammen Ethel Smyths Kontakt zu zeitgenössischen Schriftstellerinnen und Schriftstellern, darunter Virginia Woolf und George Bernard Shaw.

    Auch die Rezeption von Ethel Smyth kompositorischen Werken ist bislang kaum erforscht. Dabei kann man gerade in ihrem Fall von einer breiten Rezeption ausgehen: Sie brachte - neben zahlreichen anderen Werken - alle ihre Opern zur Uraufführung mit anschließenden Folgeaufführungen.


    Fundorte und Kontakte


    Manuscript Departement des British Museum London

    BBC Written Archives Centre

    King’s College Library, Cambridge

    Queen’s University, Belfast

    British Library, London

    Durham, University Library

    Walter Clinton Jackson Library, University of North Carolina, Greensboro

    Berg Collection, New York Public Library

    Humanities Research Center, Austin, Texas

    Normdaten

    Virtual International Authority File (VIAF): 2660813
    Deutsche Nationalbibliothek (GND): 118883658
    Library of Congress (LCCN): n81018258
    Wikipedia-Personensuche

    Autor/innen

    Melanie Unseld, Die Grundseite wurde im Februar 2002 verfasst und im Mai 2004 überarbeitet.


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Sophie Fetthauer
    Zuerst eingegeben am 26.5.2004


    Empfohlene Zitierweise

    Melanie Unseld, Artikel „Ethel Smyth“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 26.5.2004.
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/Artikel/Ethel_Smyth