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  • Clara Faisst

    von Martina Rebmann
    Clara Faisst in ihrem Musikzimmer wahrscheinlich 1940
    Namen:
    Clara Faisst
    Varianten: Clara Faißt, Clara Mathilde Faisst, Clara Mathilde Faißt
    Lebensdaten:
    * in Karlsruhe, Deutschland
    in Karlsruhe, Deutschland
    Tätigkeitsfelder:
    Komponistin, Pianistin, Autorin, Musiklehrerin.
    Charakterisierender Satz:

    ”Denn Fremdling sein ist Künstlers Los auf Erden”

    Clara Faisst in ihrem Gedicht ”Mozart”, veröffentlicht in: C. Faisst. Hörst du den Ton–?. Freiburg [1924], S. 27.


    Profil

    Clara Faisst war nicht nur Komponistin und Pianistin, sie schrieb auch Gedichte, die sie zum Teil veröffentlicht hat. Ihr Leben war stark musisch geprägt, am stärksten sicher von Musik und Dichtung, aber auch zur Malerei hatte sie ein enges Verhältnis durch die Freundschaft mit bildenden Künstlern einerseits und die eigene theoretische Auseinandersetzung mit verschiedenen Themen der Kunst andererseits.

    Obwohl Clara Faissts Werke gedruckt und rezipiert wurden und sie in Konzerten öffentlich auftrat, blieb ihr Wirkungskreis beschränkt.

    Orte und Länder

    Karlsruhe war Ort des Lebens und Wirkens von Clara Faisst, ihr Studium absolvierte sie in Berlin.

    Biografie

    Clara Faisst wurde am 22. Juni 1872 in Karlsruhe geboren. Während ihrer Schulzeit wurde sie bereits musikalisch gefördert, anschließend besuchte sie das Großherzogliche Konservatorium in Karlsruhe. Ihre Studien vollendete sie in Berlin, u. a. bei Woldemar Bargiel, dem Stiefbruder von Clara Schumann , und bei Max Bruch, dessen Meisterschülerin sie war. Spätestens 1901 kehrte Clara Faisst in ihre Heimatstadt zurück, wo sie als Pianistin und Komponistin wirkte. Sie blieb unverheiratet und verdiente ihren Lebensunterhalt mit Unterrichten und Konzertieren. Zu ihrem großen Freundeskreis gehörte u. a. Albert Schweitzer. Ihre Vokal- und Instrumentalwerke wurden in Karlsruhe öffentlich aufgeführt, vieles ist auch gedruckt worden. Besonders zahlreich entstanden Lieder, zum Teil auch auf eigene Texte. Besonders wichtig waren wohl Clara Faissts künstlerische Auftritte, die regelmäßig in ihrer Wohnung stattfanden – vor allem während des Zweiten Weltkriegs und danach, als das öffentliche kulturelle Leben in Karlsruhe nahezu zum Erliegen gekommen war.

    Clara Faisst starb am 22. November 1948 in ihrer Heimatstadt.

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    Nur noch weniges lässt sich aus den fast verwischten Spuren des Lebens von Clara Faisst zusammentragen. Es muss vermutet werden, dass durch widrige Umstände, vor allem durch die beiden Weltkriege, vieles, was das Leben Clara Faissts erhellen könnte, verloren gegangen ist.

    Sie wurde am 22. Juni 1872 in Karlsruhe geboren, gestorben ist sie in ihrer Heimatstadt am 22. November 1948.

    Der Vater, Gustav August Faisst (1834-1873), war Oberkirchenrat in Karlsruhe und starb als Clara erst ein Jahr alt war. Die Mutter, Emma Faisst, geb. Valloton, stammte aus Lutry bei Lausanne. Clara Faisst war das jüngste von sechs Kindern und galt als still und verträumt. Von 1878 bis 1888 besuchte sie die Höhere Mädchenschule in Karlsruhe, musste jedoch häufig dem Unterricht fernbleiben, da ihre schwache Gesundheit einen regelmäßigen Schulbesuch nicht zuließ. Die musikalische Ausbildung Clara Faissts begann bereits mit dem Schuleintritt. Vom 7. bis zum 9. Lebensjahr hatte sie Hamonielehreunterricht beim Konzertmeister des Großherzoglichen Hoftheaters in Karlsruhe, Carl Will (um 1812-1892), als damals jüngste Schülerin.

    Bis 1894 erhielt Clara Faisst ihre Musikausbildung am Großherzoglichen Konservatorium in Karlsruhe, anschließend ging sie bis 1896 zum Musikstudium nach Berlin auf die Königliche Hochschule für Musik. Ihr Lehrer im Fach Klavier war der Clara Schumann-Schüler Ernst Rudorff (1840-1916), der als Komponist besonders mit Klavier- und Orchesterwerken hervorgetreten ist. Ein weiterer Lehrer war der Berliner Komponist Robert Kahn (1865-1951), dessen Berufung an die Musikhochschule Philipp Spitta 1894 veranlasst hatte. Kahn war zunächst Lehrer für Klavierspiel, später für Musiktheorie. Bei Woldemar Bargiel (1828-1897), dem Stiefbruder von Clara Schumann, hatte Clara Faisst Unterricht in Kontrapunkt und Kompositionslehre. Der heute noch bekannteste Musiker, der sie als Lehrer unterrichtete, war Max Bruch (1838-1920), in dessen Meisterklasse für Komposition sie studierte. Mit Bruch bestand auch später von Karlsruhe aus noch brieflicher Kontakt. Ihm sind auch die ”Fünf Lieder für eine Singstimme mit Pianoforte” (Opus 3, gedruckt um 1895) gewidmet.

    Nach ihrem Studium scheint Clara Faisst bald in ihre Heimatstadt zurückgekehrt zu sein. Ab 1901 taucht sie als ”Pianistin” im Adressbuch der Stadt Karlsruhe auf, seit 1904 dann als ”Tonkünstlerin”. Clara Faisst war nicht verheiratet. Ihren Lebensunterhalt verdiente sie sich offenbar mit ihrer Musik – als Künstlerin und als Lehrerin.

    In der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg fand Clara Faisst als Komponistin und als Interpretin von Klavierwerken öffentliche Beachtung. Aufführungen ihrer Werke in Karlsruhe sind belegt, doch sind die Spuren nur selten. Viele Tätigkeiten Clara Faissts fanden offenbar so im Bereich des Privaten statt (wie ihr Instrumentalunterricht), dass es dazu keine Dokumente mehr gibt.

    An privaten Lebenszeugnissen lässt sich ablesen, dass Clara Faisst eine sehr sensibel auf ihre Umwelt reagierende Künstlerin war. Von besonderem Interesse sind die vielfältigen Kontakte und Freundschaften, die zu bedeutenden Persönlichkeiten bestanden. Dazu gehörten u. a. der Maler Hans Thoma (1839-1924), der aus dem Schwarzwald stammte und seit 1899 Direktor der Kunsthalle und Professor der Kunstakademie in Karlsruhe war, des weiteren vor allem Musiker oder Musikwissenschaftler wie Max Bruch, Alfred Cortot, Wilhelm Furtwängler, Joseph und Amalie Joachim, Hans Joachim Moser und Willy Rehberg.

    Eine bis zum Tod der Komponistin andauernde Freundschaft bestand mit dem Arzt, Theologen und Musiker Albert Schweitzer (1875-1965). Die Verbundenheit in musikalischen Fragen muss sehr groß gewesen sein und so sind die Briefe an Schweitzer, die sich erhalten haben, gleichzeitig seltene Lebenszeugnisse Clara Faissts. Sie schrieb ihm im März 1939 aus Karlsruhe:


    ”Ich vergesse die Stunden nie im Leben, als Sie einmal am späten Abend in mein Zimmer traten und ich Ihnen viele von meinen Liedern spielen u. singen durfte. [...] Wie Sie mir damals zuhörten, u. beim Fortgehen um ein Heft der Lieder baten – das war eine solche Ermutigung und Ehre für mich, für die ich Ihnen immer dankbar bleibe. Das sind seltene Stunden im Leben des Künstlers [...] Gestern las ich in einem Musikkreis aus Ihrem Bachbuch vor. Ich spielte das Ital. Concert. Das ist so befreiend, so lebensstark, so klar, so beglückend froh. Glaubt man, daß dieses Werk vor 200 Jahren entstanden ist? Ach, was ist ‚Zeit‘ – rasch enteilend – solche Lebenswerke wie die unserer ganz großen Meister können nie veralten, denn sie sagen ja gerade jedem Zeitalter das, was es braucht! [...]

    Wenn Sie jemals wieder einmal Abends, wie damals, in meinen Musikraum träten, dann würden Sie da 2 Flügel vorfinden, die mir Freunde schenkten. Mit einem Flügel kann man ja nicht fliegen, dazu braucht man schon zwei! Und da mir das Geld zum Reisen fehlt, ich meine zu solchen Reisen, nach denen ich mich sehne – so lasse ich mich von den Flügeln in ‚ferne Welten‘ tragen, wo alles groß, harmonisch, rein und erhaben ist. [...]

    Meine Kunst hat hier eine feste kleine Zuhörerschar, die ich alle 4 Wochen zur Musik in meine Wohnung lade. Ich pflege die Werke unsrer großen Meister und spiele viel Bach – neben den andern Großen. Ein Erlebnis war mir das persönliche Kennenlernen Alfred Cortot’s aus Paris, der hier einige Concerte gab u. mit dem ich nach den Concerten im Hotel zusammen war. Cortot ist ja geb.[orener] Waadtländer, also aus dem Heimatland meiner Mutter. Seine Persönlichkeit war mir ebenso beglückend kennen zu lernen, wie er mich als Clavierspieler beglückte. Bach hat er aber nicht hier gespielt, wohl aber Chopin u. Schumann, letzteren in unglaublicher Vertiefung. Er ist wohl von allen großen Pianisten der Gegenwart der seelenvollste, feinnervigste. [...]

    Ich grüße sie herzlich mit meinen guten Wünschen für Ihre Gesundheit und Ihre große Arbeitsleistung.

    Wir sind alle unter Gottes Schutz und Führung – das ist mein fester Glaube, der allein mir Kraft verleiht! Ihre Clara Faisst.” (Brief von Clara Faisst an Albert Schweitzer vom 5.3.1939. Centre International Albert Schweitzer in Günsbach.)


    Über Clara Faissts Haltung zum Nationalsozialismus liegen keine Quellen vor. Aber während sie in der Zeit des Ersten Weltkrieges patriotische Lieder komponierte, sind solche Stücke aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs nicht bekannt. Aus persönlichen Zeugnissen dieser Jahre wird allerdings eine tiefreligiöse Grundhaltung deutlich.

    Weitere Briefe von Clara Faisst an Freunde zeichnen ein eindrückliches Bild der schwierigen Lebens- und Zeitumstände in Karlsruhe nach dem Zweiten Weltkrieg. In einem Brief vom Dezember 1945 berichtete die Komponistin über die schlechte Ernährungslage und Probleme beim Heizen der Wohnungen in der zu einem Drittel zerstörten Stadt (vgl. Brief von Clara Faisst an ”Liebe Freunde” vom 25.12.1945, Adressaten nicht zu ermitteln. Stadtarchiv Karlsruhe, Clara Faisst, 8/Autographensammlung.)

    Doch schon bald engagierte sich die Künstlerin wieder für musikalische Aufführungen, die in ihrer Wohnung in der Kriegsstraße 75 stattfanden. Im März 1946 berichtete sie:


    ”Ich bin sehr tief in musikalische Tätigkeit versetzt, Unterricht, Proben, Hausconcerte u.s.w. Aber solange ich so energiegeladen und froh bei dieser mir so angepassten Tätigkeit bin, solange gefällt mir das Leben in den Ruinen hier! Sie sollen im Vergleich mit Pforzheim u. Bruchsal gar nicht so schlimm sein...

    Das geistige Leben regt sich hier in allen Ecken – Theater, Vorträge, Concerte mit Programm für ‚Jedermann!’ Ich mache am liebsten auf ‚meiner Insel’ selbst Musik und bereite das nächste Hausconcert vor, 3 Beethoven Sonaten op. 53 cdur (Waldstein) op. 81, ‚Les Adieux’ und dazwischen op. 31 dmoll, die ich 2mal bei Ihnen spielte. Wissen Sie noch?”

    (Brief von Clara Faisst an ”Liebe Freunde” vom 2.3.1946, Stadtarchiv Karlsruhe, Clara Faisst, 8/Autographensammlung.)


    Das Leben war von Einquartierungen gekennzeichnet, die die bereits über 70jährige Komponistin jedoch offenbar recht gleichmütig hingenommen hat. Anfang 1947 war in ihrer Wohnung eine fünfköpfige Flüchtlingsfamilie untergebracht.

    Im Januar 1948, nur wenige Monate vor ihrem Tod, schrieb Clara Faisst wohl den letzten Brief an Albert Schweitzer:


    ”Ich hatte das gute Bild von Ihnen mit Ihrer so ehrenden Widmung immer in einem Rahmen auf meinem Schreibtisch im Musikzimmer stehen. Ein Blick darauf – und manche Stunde war leichter zu ertragen. Als ich nach der 1/2jähr. Evakuierung zurückkam (1945) war das Bild aus dem Rahmen gestohlen! Ich mußte damals die Wohnung rasch verlassen u. vergaß, es zu entfernen! Es war sehr schmerzlich für mich – hatte ich es doch von Ihnen! Aber meine beiden Flügel waren, wie durch ein Wunder, mir erhalten geblieben, ebenso die Noten u. Bücher, darunter fast alle Ihre Werke.

    Nun schritten wir durch Not und Tod ohnegleichen – jahrelang. Nicht zu sagen, wie groß. Das Wunder war, daß ich ohne schweres körperl. Leiden und bei voller Geistesklarheit hindurchkam. Das Letztere ist das größte Wunder. – [...] Ich konnte Musik machen, trotz den Ruinen, in denen mein Haus als einziges unter vielen, unzerstört geblieben war. Ich konnte Hausconcerte halten für viele Zuhörer, die darnach brennend verlangten. [...]

    Ich grüße sie so von Herzen und hoffe, daß dieser Brief nicht zu lange braucht, um bei Ihnen zu landen.

    In dankbarer, innerster Verbundenheit

    Ihre Clara Faisst”

    (Brief von Clara Faisst an Albert Schweitzer vom 2.1.1948. Centre International Albert Schweitzer in Günsbach.)


    Die Gesundheit der Künstlerin verschlechterte sich – wohl nicht zuletzt durch die widrigen Lebensumstände – in den letzten Lebensjahren sehr. Clara Faisst starb im November 1948 im Alter von 76 Jahren.

    Würdigung

    Clara Faisst hat vorwiegend Lieder komponiert, die auch in großer Zahl veröffentlicht worden sind. Ihr Schaffen weist 33 Opusnummern auf, wobei es sich vor allem bei den späteren Werken um Instrumentalmusik handelt. Vieles erschien im Selbstverlag und wurde von verschiedenen Karlsruher Musikalienhandlungen in Kommission vertrieben. Manch ein Liederheft erfuhr auch eine zweite Auflage, teilweise dann mit einem Schmucktitelblatt in farbiger Ausführung. Zwanzig Lieder sind als Musikbeilagen in zeitgenössischen Zeitschriften veröffentlicht worden und hatten so eine weite Verbreitung. Die meisten von Clara Faissts Werken sind offenbar in den Jahren bis 1930 entstanden, da bis dahin die größte Anzahl an gedruckten Werken zu verzeichnen ist.

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    Liedkompositionen

    Die Lieder von Clara Faisst sind vorwiegend durchkomponiert und geprägt durch eine sehr ausdrucksstarke Melodik und eine reiche Harmonik in der Tradition der Spätromantik. Bei den meisten Liedern handelt es sich um eindringliche Stimmungsgemälde lyrischer Art. Dagegen hat die Komponistin nur wenige Balladen und auch nur sehr wenige Strophenlieder komponiert, wie die Lieder Opus 10, ”Sieben Lieder aus des Knaben Wunderhorn”. Auffallend sind einige choralartige Lieder, die offenbar aus der Verehrung für den Komponisten Johann Sebastian Bach entstanden sind. Die Lieder sind insgesamt anspruchsvoll und schwierig in der Ausführung.

    Bei der Wahl der Texte lässt sich ein Schwerpunkt in der zeitgenössischen Dichtung beobachten, Clara Faisst hat Texte z. B. von Gustav Falke (1853-1916), Albert Geiger (1866-1915), Marie Eugenia delle Grazie (1864-1931), Gustav Schüler (1868-1938) und Hans Thoma (1839-1924), aber auch eigene Gedichte vertont. Die Dichtung des 19. Jahrhunderts ist ebenfalls vertreten, u. a. mit Joseph Freiherr von Eichendorff (1788-1857), Emanuel Geibel (1815-1884), Nikolaus Lenau (1802-1850), Eduard Mörike (1804-1875) und Theodor Storm (1817-1888). Vor allem in der Zeit des Ersten Weltkrieges schrieb sie Vokalwerke auf patriotische Texte, auffallend ist auch, dass sie Gedichte oder Texte mit religiösem Inhalt verwendete.


    Die Interpretin

    In der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg hat Clara Faisst als Komponistin und als Interpretin von Klavierwerken Beachtung gefunden. Insbesondere wirkte sie dabei in ihrer Heimatstadt, wo auch Werke von ihr öffentlich in Konzerten aufgeführt wurden. So wurden beim Konzert des Vereins für evangelische Kirchenmusik am 26. November 1916 die Lieder ”Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete” und ”Rose im Thal” aufgeführt (vgl. Chronik der Haupt- und Residenzstadt Karlsruhe für das Jahr 1916. 1918, S. 71). Am 2. Dezember 1917 fand eine kirchliche Abendmusik des Vereins für evangelische Kirchenmusik statt, dabei wurde Clara Faissts ”Requiem für unsere Gefallenen” gesungen (vgl. Chronik der Haupt- und Residenzstadt Karlsruhe für das Jahr 1917. 1919, S. 58).

    Weitere Zeugnisse von öffentlichen Veranstaltungen finden sich in gedruckten Programmen, so für einen ”Lieder und Balladen-Abend” am 14. März 1905 im Museumssaal Karlsruhe und für eine ”Abendmusik” am 8. März 1930 im Haus des Malers Hans Bühler, bei denen jeweils ausschließlich Werke von Clara Faisst dargeboten wurden (vgl. Konzertzettel, Badische Landesbibliothek, Musikabteilung, Signatur: Mus. Hs. 1411). Als ein Zeugnis aus der Zeit kurz vor ihrem Tod dient die Ankündigung eines Liederabends vom 1. Dezember 1947 in Karlsruhe. Neben Liedern von Schumann (”Dichterliebe” u. a.) wurden auch Lieder von Clara Faisst gesungen (vgl. Konzertzettel, Badische Landesbibliothek, Musikabteilung, Signatur: Mus. Hs. 1400,5).


    Gedruckte zeitgenössische Würdigungen

    Eine veröffentlichte zeitgenössische Würdigung ist für die Einschätzung der Komponistin Clara Faisst von großer Bedeutung. Sie stammt aus der Feder des Theologen Karl Anton und wird im Folgenden vollständig zitiert. Erschienen ist sie im ”Mannheimer Tageblatt” unter dem Titel ”Verborgenes Schöpfertum”. Nähere bibliographische Angaben haben sich leider nicht erhalten. Der Artikel kann jedoch nicht vor 1909 erschienen sein, da die erwähnte Violinsonate Opus 14 frühestens dann veröffentlicht wurde:


    ”Bei der Durchsicht des Notenschatzes eines Musikers stießen wir auf eine Sonate [Violinsonate, Opus 14], die unser lebhaftes Interesse erregte. Sie war erschienen in einem erstklassigen Verlag, ich glaube bei Simrock. Auf dem Titelblatt stand als Autorname C. Faißt. Die äußere Struktur ließ gleich erkennen, daß es sich nicht um ein Werk des alten württembergischen Meisters [Immanuel Faisst, 1823-1894] handeln kann. Die durchaus eigene Musik, die blühende Melodik und der starke Formwille, der aus diesem Werke sprach, mit einem Wort: diese von uns entdeckte Vollblutmusik gefiel uns so, daß wir beschlossen, weitere Werke dieses ‚Komponisten‘ uns zu beschaffen und auch etwas über ihn selbst ausfindig zu machen. Der Meister, bei dem sich das Opus vorfand, war – von der gesamten Musikwelt betrauert – tot. Von ihm war also nichts mehr zu erfahren. Da sollte uns Riemanns Musiklexikon auf die rechte Spur führen. Aber wie groß war unser Erstaunen, daß hinter jenem Namen eine Frau steht: Clara Faißt aus Karlsruhe. Riemann wußte diese seltene Erscheinung im Kompositionsleben zu schätzen, und die Musikalienhändler, die wir fragten, gaben uns an, daß sie ‚dessen‘ bezw. deren Lieder schon öfters besorgt hätten. Ihnen war also C. Faißt keine Unbekannte mehr.

    Es schmerzt einen, mitansehen zu müssen, welch überquellend reiches Innenleben hier als Opfer unseres Vorurteils unausgenützt brach liegt; welches Schöpfertum hier ein verborgenes Dasein führt. (Im ‚Mannheimer Tageblatt’ ist die Komponistin bereits wiederholt gewürdigt worden. Die Schriftleitung.) Und auf der anderen Seite: Was draußen in der Welt von C. Faißt gesungen und gespielt wird – erschienen in Verlagen vom Range eines Leuckhardt [sic], Kahnt, Reinecke und Simrock neben anderen –, das geschieht im Glauben, daß ein Carl oder Conrad dieses Namens hinter jenem C. stehe, – um die seltene Frauenseele, die das alles schuf, wissen nur wenige, selbst in ihrer Vaterstadt. Freilich trug dazu auch bei, daß sich Clara Faißt unter dem Druck mehrfachen Verlustes nächster Angehöriger im Weltkrieg aus dem großen Musikleben zurückzog. Und doch gehörte sie nötig hinein, mit ihrer Schöpferlust und Vielseitigkeit, die sie auch kulturschriftstellerisch wie dichterisch in die Oeffentlichkeit treten ließ. Was könnte sie in dieser gärenden Zeit den ringenden Kunstjüngern sein mit ihrer außergewöhnlich starken Formbeherrschung, zumal sie auch als Mensch eine ‚Persönlichkeit’ ist, die sich nicht umsonst der nahen Freundschaft von so manchem Großen erfreut. Soll sie dazu bestimmt sein, unwirksam zu vergehen?

    Ueber den Wert ihrer zahlreichen Tondichtungen im einzelnen läßt sich streiten. Unbestreitbar aber ist, daß Clara Faißts Muse uns manches beschert hat, was, mit dem Namen eines unserer Großen geziert, den Konzertsaal sich erobert hätte – und was sich (wie Beispiele aus der Geschichte zeigen) seiner Bedeutung gemäß doch schließlich durchsetzen wird. Was Clara Faißt als Opfer engen Vorurteils gegen die schöpferische Frau als Künstlerin wie als Mensch zu erleiden hatte, erleben wir musikalisch umgewertet und geformt, als Ernst und Weihe in ihrem Schaffen.

    Diese Zeilen sollen bezwecken: es nicht dahin kommen zu lassen, daß die eigene Heimat in der Wertschätzung einer solchen Persönlichkeit, wie sie uns in Clara Faißt geschenkt ist, zurückbleibt hinter ausländischer Würdigung ihres Schaffens, das beispielsweise durch Arnold Riggli in der Schweiz volle Anerkennung fand und für das ‚La vie Musical’ in ihren Silhouttes contemporaines so warme Worte fand.”


    Glücklicherweise hat sich auch ein weiterer Zeitungsausschnitt erhalten, der ebenfalls auf die genannte Würdigung anspielt (wohl um 1913 erschienen, auch hier fehlen die bibliographischen Angaben):

    ”Ueber eine Karlsruher Künstlerin lesen wir einige beachtenswerte Bemerkungen in der in französischer Sprache in der Westschweiz erscheinenden Zeitschrift ‚La vie musicale’. Wir geben hier einen Auszug daraus in deutscher Sprache. ‚La vie musicale’ hat schon wiederholt auf das Talent der badischen Künstlerin Clara Faißt hingewiesen, die wir heute zu unsrer Freude unseren Lesern genauer vorstellen können. C. F. ist eine jener glücklich veranlagten Naturen, bei denen Seele und Verstand sich das Gleichgewicht halten. Ihre bedeutenden künstlerischen Gaben werden unterstützt von einer ausgezeichneten Allgemeinbildung und gründlichen Musikbeherrschung. Ihre Kompositionen tragen den Stempel wahrer, tiefer und gesunder Inspiration – die letztere Eigenschaft ist heutzutage selten geworden – die sich natürlich und lebendig auszudrücken versteht in ungezwungenen Formen und fester und doch feiner Linienführung. Eine besondere Energie und oft geradezu männliche Kraft, hinreißender Enthusiasmus und überschäumendes Leben klingt aus ihrer Musik. Gerade dieses Leben in seiner Ausdrucksfähigkeit läßt einen zu der festen Ueberzeugung kommen, daß hier eine Persönlichkeit ist, die etwas zu sagen hat und die nicht irgend ein mehr oder weniger geschickt fabriziertes ‚Produkt’ darbietet.

    Wer die verschiedenen Seiten dieser Künstlerin kennen lernen will, kann sich ein ziemlich vollständiges Urteil darüber bilden durch die unlängst bei Simrock-Berlin erschienene Violinsonate [Opus 14], auf die jeder Komponist stolz sein könnte.

    Von der ersten bis letzten Note dieses Werkes offenbart sich hier das Wesen einer starken und wahren musikalischen Persönlichkeit. Das ‚Andante sostenuto‘ dieser Sonate ist von ergreifender Innerlichkeit. Ihre Lieder und Balladen, auf alte und moderne Texte (Knaben-Wunderhorn, Lienhard, Heyse, delle Grazie u. a.) haben alle eine eigene Färbung und besonderen Charakter, tiefes Nachempfinden und interessante, dem Lied vollkommen angepaßte Begleitungen. In all dieser Musik wird die wahre, gesunde und starke Erfindungsgabe unterstützt von einer erstaunlich sicheren Schreibweise, die in vortrefflichen Studien, vor allem aber in der natürlichen Veranlagung ihren Grund hat.

    Es wird der Schweiz sicher eine Freude und Ehre sein, die Künstlerin begrüßen zu dürfen, ist sie doch durch ihre mütterliche Abstammung ein wenig landeszugehörig.

    Wir wünschen Clara Faißt den Erfolg und die Dankbarkeit, die sowohl ihr Charakter – Feind eitler Reklame – als auch ihr Talent so reichlich verdienen.

    M. de Rudder-Brüssel”


    Die Erfahrungen zweier Weltkriege und die damit verbundenen Verluste von Angehörigen haben Clara Faissts Leben stark geprägt. In dieser Situation hatte sie als Komponistin und ausübende Künstlerin Anerkennung. Zu anderen Zeiten hätte sie möglicherweise einen größeren Wirkungskreis gefunden.

    Die Erfahrungen der Künstlerin Clara Faisst sind vielfach in ihren Gedichten verarbeitet. Mit am eindrücklichsten findet sich die Situation Clara Faissts wohl wieder in einigen Versen des Gedichts ”Mozart”, das 1924 veröffentlicht wurde (C. F. Hörst du den Ton–?. Freiburg [1924], S. 27):


    Die Sonne funkelt hell in goldnen Saiten,

    und Lebensfreude strömt aus tausend Tönen!

    Das jubelt, rieselt, quillt und lacht und singt –

    wie Frühlingsbächlein stürzt der Töne Schwall

    hinab aus immer neuen frischen Quellen ....

    Bist du das, Mozart, der so selig singt?

    [...]

    Doch auch den Schmerz singst du, das tiefe Weh,

    das deine feine Seele oft empfunden,

    als du im Menschenkreis dich fremd gefühlt –

    denn Fremdling sein ist Künstlers Los auf Erden.”

    Rezeption

    Die lange Zeit schlechte Quellenlage zu Biographie und Werk Clara Faissts dürfte wohl mit ein Grund gewesen sein, weshalb die Künstlerin in der neueren Musikgeschichtsschreibung, aber auch in der Lokalgeschichtsschreibung bislang kaum beachtet wurde.

    Clara Faisst ist in mehreren Lexika erwähnt, die zu ihrer Lebenszeit erschienen sind, jedoch nur rudimentäre Daten zum Leben der Komponistin bieten. (Vgl. Müller, Deutsches Musiker-Lexikon. 1929; Frank, Altmann, Kurzgefaßtes Tonkünstler-Lexikon. 1936; Cobbett, Cobbett’s Cyclopedic Survey of Chamber Music. 1929; Gurlitt, Riemann Musik-Lexikon. Personenteil. 1959. Für vollständige Nachweise s. Cohen, International encyclopedia of women composers. 1981 und Hixon und Hennessee, Women in Music. 1993.)

    Die nach dem Zweiten Weltkrieg entstandenen Musikenzyklopädien ”Die Musik in Geschichte und Gegenwart” und ”The New Grove Dictionary of Music and Musicians” erwähnen die Komponistin nicht. Aber auch in einschlägigen Komponistinnen-Lexika wie ”The new Grove dictionary of women composers” (hg. von Julie Anne Sadie und Rhian Samuel, London 1994) oder ”Komponistinnen von A-Z” (bearb. von Antje Olivier und Karin Weingartz-Perschel, 1. Aufl., Düsseldorf 1988) taucht der Name Clara Faissts nicht auf. Auffällig ist überdies die Nichtbeachtung der Komponistin in neuerer lokalhistorischer Literatur wie der immerhin 455 Seiten starken Darstellung ”Karlsruher Frauen: 1715-1945. Eine Stadtgeschichte” (hg. von Susanne Asche, Karlsruhe 1992) oder der umfassenden Abhandlung ”Karlsruhe – die Stadtgeschichte” (hg. von der Stadt Karlsruhe, Red.: Ernst Otto Bräunche, Karlsruhe 1998). Dies ist um so erstaunlicher, als Clara Faisst noch in der Stadtgeschichte von 1915 genannt worden war: Die Stadt Karlsruhe, ihre Geschichte und ihre Verwaltung. Festschrift zur Erinnerung an das 200jährige Bestehen der Stadt. (Robert Goldschmidt [u. a.]. Karlsruhe 1915, S. 399f).

    Die hohe Rate an Verlusten und die Zufälligkeit der Überlieferung von archivalischem Material in Bezug auf Clara Faisst wird durch die Tatsache veranschaulicht, dass vor 10 Jahren eine Leinenmappe mit Autographen, Notendrucken (zum Teil Widmungsexemplare), Programmen, Fotografien u. a. von Clara Faisst auf dem Sperrmüll in Karlsruhe-Durlach landete, jedoch glücklicherweise von einem Passanten entdeckt und gerettet werden konnte. Die Mappe stammte aus dem Nachlass von Grete Pohl, einer Freundin der Musikerin, die zumindest in den letzten Lebensjahren zusammen mit Clara Faisst im selben Haus wohnte. Im August 1993 wurde die Mappe der Badischen Landesbibliothek zum Kauf angeboten und ist dort nun unter der Signatur Mus. Hs. 1411 in der Musikabteilung verwahrt.

    Heute wird das musikalische Werk Clara Faissts jedoch wiederentdeckt. Die inzwischen gute Quellenlage, was ihre Kompositionen anbetrifft, und das veröffentlichte Werkverzeichnis haben bereits Nachfragen von ausübenden Musikerinnen und Musikern ausgelöst. Einzelne Aufführungen sind inzwischen nachweisbar.

    Werkverzeichnis

    Das Werkverzeichnis basiert auf den in ”Musik in Baden-Württemberg. Jahrbuch” (8.2001, S. 87-103) veröffentlichten Daten. Es ordnet die Werke von Clara Faisst nach formalen Kriterien. So sind zuerst die Werke mit Opuszahlen aufgelistet, es folgen die gedruckten und ungedruckten Werke ohne Opuszahlen. Den Schluss bilden Werke, die ausschließlich durch Konzertprogramme aus der Lebenszeit von Clara Faisst belegt sind. Für diese Werke konnte bislang weder ein Fundort angegeben werden, noch konnte der Druck anhand von Bibliographien nachgewiesen werden. Es muss also davon ausgegangen werden, dass diese Kompositionen verloren sind.


    Das Werkverzeichnis gliedert sich in folgende Abschnitte (zur Ordnung erhielt jedes Werk eine eigene Nummer im Werkverzeichnis Clara Faisst = CF):


    A. Werke mit Opuszahl (CF 1-63)


    B. Werke ohne Opuszahl

    I. Vokalwerke

    gedruckte (CF 64-94)

    ungedruckte (CF 95-105)

    II. Instrumentalwerke

    gedruckte (CF 106-107)

    ungedruckte (CF 108-112)


    C. In Konzertprogrammen nachgewiesene Werke (CF 113-116)

    Der Aufbau der Einträge gliedert sich in die Nennung des Titels in der Rechtschreibung der Vorlage, bei selbständigen Veröffentlichungen die Nennung von Verlagsort und Verlagsnamen bzw. vertreibender Musikalienhandlung und – soweit im Druck vorhanden – das Erscheinungsjahr. In den meisten Fällen ist bei den Drucken kein Erscheinungsjahr angegeben und der Erscheinungszeitraum musste anhand von bibliographischen Auskunftsmitteln (wie Friedrich Hofmeisters ”Handbuch der musikalischen Literatur”, vgl. das Literaturverzeichnis) recherchiert werden (in eckigen Klammern).

    Lagen die Lieder für die Erstellung des Werkverzeichnisses vor (also Aufnahme nach Autopsie), so wurden der Liedtitel, der Textanfang, der Dichter oder die Dichterin des Textes (T.:) genannt, dann folgen Tempo- oder Vortragsbezeichnung (Wortlaut nach Vorlage), Tonart (mit Groß- und Kleinbuchstaben für die Dur- und Molltonarten), Taktart (die Taktangabe C ist mit 4/4 wiedergegeben), Länge in Takten und bei Strophenliedern die Anzahl der Textstrophen (wenn die Strophen ausgeschrieben sind, dann wird die Anzahl der Strophen in Klammern hinzu gesetzt).

    Der Nachweis für gedruckte und ungedruckte Quellen folgt anschließend, im Falle von Handschriften und im Fall des Fundortes in der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe (BLB) generell auch mit der Signatur. Handelt es sich um Autographe, so ist dies in Klammern hinter der Signatur vermerkt. Sind Werke der Komponistin als Musikbeilagen veröffentlicht, so werden der Titel der Zeitschrift und die üblichen bibliographischen Angaben mitgeteilt.

    Handschriftliche Widmungen auf den Drucken sind zahlreich vorhanden. Sie sind jedoch nur dann genannt, wenn sie von der Komponistin selbst stammen. Weitere handschriftliche Besitzeinträge oder Besitzstempel sind nicht angeführt, um das Werkverzeichnis nicht zu überlasten.


    Bei den meisten CF-Nummern im Werkverzeichnis handelt es sich um Sololieder für eine Singstimme und Instrumentalbegleitung, in der Regel Klavierbegleitung. Um bei der Benutzung des Verzeichnisses einen gezielten Zugriff auf Werke mit anderer Besetzung zu bieten, wird die folgende Übersicht vorangestellt:


    Vokalwerke für mehrere Singstimmen bzw. Chor

    CF 67 (für 2 Singstimmen und Chor)

    CF 74 (für 4 gemischte Stimmen)

    CF 87 (für Sopran, 2 Altstimmen, Klavier oder Harmonium)

    CF 98 (für Chor, Sopran und Orgel)

    Instrumentalwerke

    CF 16, 22-24 (für Cello und Klavier)

    CF 42, 58 (für Violine und Klavier)

    CF 59-61, 106-111 (für Klavier)

    CF 62 (für Klavier oder Orgel)

    CF 63, 112 (für zwei Klaviere)


    Verwendete Abkürzungen


    Bd. – Band

    BLB - Badische Landesbibliothek Karlsruhe

    CF - Nummer im Werkverzeichnis Clara Faisst

    hg. – herausgegeben

    Op./op. - Opus

    S. - Seite

    Str. –Strophen

    T. - Takt/Takte

    T.: - Textdichter/in



    A. Werke mit Opuszahl


    Opus 1

    Lieder für eine Singstimme mit Pianofortebegleitung componirt von Clara Faisst

    Mannheim: Heckel [Hofmeister: 1892-1897]

    CF 1: 1. Altdeutsches Lied

    CF 2: 2. Niederländisches Wiegenlied, ”Es dunkelt mein Röschen, nun spiele nicht mehr”, T.: ohne Angabe

    Leise, D, 6/8, 35 T., 3 Str.

    CF 3: 3. Viel tausend Blümlein auf der Au. ”Viel tausend Blümlein auf der Au”, T.: ohne Angabe

    Einfach und ausdrucksvoll, a, 4/4, 30 T. (= 3 Str.)

    CF 4: 4. Ingeborgs Lied aus dem fliegenden Holländer, ”Du schaust mich an mit Blicken”, T.: Julius Wolff

    Andante (sehr innig), As, 2/4, 46 T.

    Gedruckte Quellen: op. 1,2: BLB: M 11732 RH (1); op. 1,3: BLB: M 6517 R; M 11732 RH (2); op. 1,4: BLB: M 11732 RH (3)


    Opus 2

    Lieder für eine Singstimme mit Pianofortebegleitung componirt von Clara Faisst

    Mannheim: Heckel [Hofmeister: 1892-1897]

    CF 5: Der Wald, ”Zu deines Herzens Rauschen”, T.: Carmen Sylva (Pseudonym für Elisabeth, Königin von Rumänien)

    Andante, G, 4/4, 53 T.

    Gedruckte Quelle: BLB: M 11732 RH (4)


    Opus 3

    Fünf Lieder für eine Singstimme mit Pianoforte componirt von Clara Faisst

    Leipzig: Leuckart [Hofmeister: 1892-1897]

    CF 6: 1. Harren, ”Es blühen an den Wegen”, T.: Julius Wolff

    CF 7: 2. Als ich dich kaum gesehen, ”Als ich dich kaum gesehen”, T.: Theodor Storm

    CF 8: 3. Letzter Wunsch, ”Wenn mir einst in heil’gem Wehen”, T.: Clara Faisst

    Langsam und leise, es, 3/4, 38 T.

    CF 9: 4. Vorüber, ”Hab‘ Vieles schon ertragen”, T.: Th. Ambrosius

    CF 10: 5. In der Mondnacht, ”In der Mondnacht”, T.: Paul Heyse

    Leise und ziemlich langsam, E, 6/8, 50 T.

    Gedruckte Quellen: op. 3,3: BLB: M 6517 R; op. 3,5: BLB: Mus. O 16 adh 20; Anmerkung: laut Druck sind die Lieder ”Herrn Professor Dr. Max Bruch in Dankbarkeit und Verehrung gewidmet”


    Opus 4

    Fünf Lieder für eine Singstimme mit Pianoforte componiert von Clara Faisst

    Leipzig: Leuckart [Hofmeister: 1892-1897]

    CF 11: 1. Liebeslied, ”Komm‘ zur Quelle”, T.: ”Aus dem Rumänischen von Eminescu”

    Bewegt, doch nicht zu schnell, As, 9/8, 59 T.

    CF 12: 2. Auf den grünen Auen, ”Auf den grünen Auen”, T.: Emanuel Geibel

    Ruhig bewegt, E, 9/8, 27 T.

    CF 13: 3. Ich ging im Walde den alten Steig, ”Ich ging im Walde den alten Steig”, T.: Karl Stieler

    Andante, e, 3/4, 62 T.

    CF 14: 4. Lied, ”Wenn dies Herz hat ausgeschlagen”, T.: Julius Sturm

    Langsam, c, 3/4, 35 T.

    CF 15: 5. Lied aus Bosnien, ”Ich will nicht, dass der Mond dein Antlitz sieht”, T.: Potur Uskufi

    Mit Leidenschaft, a, 2/4, 37 T.

    Gedruckte Quelle: BLB: M 11732 RH (5)


    Opus 5

    ”Es waren zwei Königskinder”, Melodie nach einer alten Ballade, für Cello und Klavier

    Leipzig: Gebrüder Reinecke [Hofmeister: 1898-1903]

    CF 16: Singend und erzählend, A, 6/8, 69 T.

    Gedruckte Quellen: Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz; Neuausgabe in: ”Frauen komponieren. 14 Stücke für Violoncello und Klavier”, hg. von Barbara Heller und Eva Rieger, Mainz: Schott 1999, S. 31-35


    Opus 6

    5 Lieder für eine Singstimme mit Pianoforte componirt von C. Faisst

    Karlsruhe: Kuntz [Hofmeister: 1898-1903]

    CF 17: 1. Ich glaub lieber Schatz, ”Unter blühenden Linden weisst du’s noch?”, T.: Anna Ritter

    Lebhaft, A, 6/8, 51 T. (= 2 Str.)

    CF 18: 2. Hast nicht ein einzig Mal zurückgeschaut, ”Hast nicht ein einzig Mal zurückgeschaut”, T.: Anna Ritter

    Sostenuto, fis, 2/4, 48 T.

    CF 19: 3. Requiescat, ”Du gingst von mir”, T.: Karl Stieler

    Langsam, h, 2/4, 44 T.

    CF 20: 4. Jugend, ”Am Schlehdorn, am Schlehdorn”, T.: Franz Evers

    Andante quasi Allegretto, F, 3/4, 47 T.

    CF 21: 5. Das sind die schönsten Lieder, ”Das sind die schönsten Lieder”, T.: ohne Angabe

    Ruhig und ausdrucksvoll, E, 2/4, 47 T.

    Gedruckte Quellen: op. 6,1, op. 6,2 und op. 6,4: BLB: M 6517 R; op. 6,2: BLB: Mus. O 16 adh 3; BLB: M 11732 RH (6); op. 6,3 und op. 6,5: Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz;

    Handschriftliche Quellen: op. 6,4: BLB: Mus. Hs. 1400,18 [Abschrift]; op. 6,2: letzte 22 T. auch in BLB: Mus. Hs. 1400,6; nur Singstimme auch in BLB: Mus. Hs. 1400,19


    Opus 7

    Drei Stücke für Violoncell mit Begleitung des Claviers von C. Faisst

    Berlin: Simrock [Hofmeister: 1898-1903]

    CF 22: 1. Adagio consolante

    Adagio, B, 4/4, 78 T.

    CF 23: 2. Allegretto grazioso

    Allegretto (grazioso), F, 3/4, 70 T.

    CF 24: 3. Religioso

    Gedruckte Quelle: op. 7,1 und op. 7,2: BLB: M 11732 RH (7); Neuausgabe von Op. 7,2 in: ”Nineteenth century music for alto and piano”, hg. von Susan Picket, Bryan, Mawr, PA: Hildegard Publishing 1998, S. 5-10


    Opus 8

    2 Lieder für hohe und mittlere Stimme componirt von C. Faisst

    Karlsruhe: Doert, später: Leipzig: Kahnt Nachfolger [Hofmeister: 1904-1908]

    CF 25: 1. Die Insel der Vergessenheit, ”Liegt irgendwo im weiten Meer”, T.: Anna Ritter

    Langsam (geheimnisvoll), d, 4/4, 65 T.

    CF 26: 2. Das mitleidige Mädel, ”Trug mein Herz ich auf der Hand”, T.: Gustav Falke

    Rasch und gut deklamiert, B, 3/8, 93 T.

    Gedruckte Quellen: BLB: M 6517 R; BLB: Mus. O 16 adh 22; BLB: M 11732 RH (8): 2 Exemplare: das 1. Exemplar enthält eine handschriftliche Widmung der Komponistin: ”Zum herzl. Erinnern an eine schöne Stunde am 27. Mai in Karlsruhe von Deiner Clara”;

    Anmerkung: der Druck ist ”Herrn und Frau Adolf Schnabel in Verehrung zugeeignet”;

    die Lieder wurden offenbar zweimal gedruckt, die zweite Auflage ist in Leipzig bei Kahnt erschienen


    Opus 9

    Morija, Geistliches Lied componirt für eine Singstimme mit Begleitung von Klavier oder Orgel von C. Faisst

    Hameln: Oppenheimer, später: Hameln: Oltersdorf [Hofmeister: 1904-1908]

    CF 27: ”Zwei Pilger gehn im Dämmergrau”, T.: Karl Gerok

    Ruhiges Zeitmaß, e, 4/4, 99 T.

    Gedruckte Quellen: BLB: M 6517 R; BLB: M 11732 RH (9): 2 Exemplare


    Opus 10

    Sieben Lieder aus des Knaben Wunderhorn componirt von Clara Faisst

    Karlsruhe: Selbstverlag, später: Karlsruhe: Müller [Hofmeister: 1914-1918]

    CF 28: Erntelied, ”Es ist ein Schnitter, der heisst: Tod”, T.: Aus des Knaben Wunderhorn

    Gemessen, g, 3/4, 26 T., 3 Str.

    CF 29: So wünsch ich ihr eine gute Nacht, ”So wünsch ich ihr eine gute Nacht”, T.: Aus des Knaben Wunderhorn

    Ruhig, G, 4/4, 24 T., 3 Str.

    CF 30: Ein neues Pilgerlied, ”An welcher Stelle knien”, T.: Aus des Knaben Wunderhorn

    Nicht zu langsam, e, 4/4, 51 T.

    CF 31: Hüt‘ du dich!, ”Ich weis mir’n Mädchen hübsch und fein”, T.: Aus des Knaben Wunderhorn

    Frisch, G, 3/8, 25 T., 3 Str.

    CF 32: Rosmarien, ”Es wollt die Jungfrau früh aufstehn”, T.: Aus des Knaben Wunderhorn

    Ruhig, Es, 2/4, 13 T., 4 Str.

    CF 33: Gruss, ”So viel Stern am Himmel stehen”, T.: Aus des Knaben Wunderhorn

    Bewegtes Tempo, Es, alla breve, 15 T., 5 Str.

    CF 34: Der verschwundene Stern, ”Es stand ein Sternlein am Himmel”, T.: Matthias Claudius

    Ruhig, aber nicht zu langsam, C, 4/4, 10 T., 4 Str.

    ruckte Quellen: BLB: M 6517 R; BLB: M 3321;

    Anmerkung: der Druck ist ”Frau Iduna Walter-Choinanus in Verehrung zugeeignet”


    Opus 11

    Vier Lieder für eine hohe Singstimme mit Pianoforte Begleitung komponiert von C. Faisst

    Karlsruhe: Selbstverlag, später: Karlsruhe: Müller [Hofmeister: 1914-1918]

    CF 35: 1. Wanderlied, ”Auf dem Herd kein Feuer”, T.: Max Geißler

    Lebhafter Vortrag, h, 2/4, 28 T.

    CF 36: 2. Riport a me (Piemontesisches Lied), ”So durch die Gassen im Silberlicht”, T.: Max Geißler

    Allegretto, e, 3/4, 47 T.

    CF 37: 3. Die innere Stadt, ”Es hallen silberne Glocken”, T.: Friedrich Lienhard

    Sehr ruhiges Zeitmaß, Es, 4/4, 23 T.

    CF 38: 4. Dulde, gedulde dich fein, ”Dulde, gedulde dich fein!”, T.: Paul Heyse

    In ruhigem Zeitmaß, Es, 9/8, 75 T.

    Gedruckte Quellen: BLB: M 6517 R; Mus. O 16 adh 7; op. 11,1: BLB: M 11732 RH (10); op. 11,2: BLB: M 11732 RH (11); op. 11,2-4: BLB: M 11196,2-4; op. 11,3: Musikbeilage in ”Der Türmer, Monatsschrift für Gemüt und Geist” (Berlin), 13 (1911), Bd. 2;

    Anmerkung: op. 11,2: als Textdichter ist auf dem Titelblatt ”Lienbard” angegeben, innen im Druck steht der Name dann richtig; op. 11,4 ist ”Frau Anna Vierordt-Helbing in Freundschaft gewidmet”


    Opus 12

    2 Geistliche Lieder für hohe Stimme mit Orgel- oder Klavierbegleitung komponiert von C. Faisst

    Karlsruhe: Selbstverlag [Hofmeister: 1914-1918]

    CF 39: 1. Ehespruch, ”Das ist die rechte Ehe”, T.: Emanuel Geibel

    Andante, 3/8, Es, 39 T.

    CF 40: 2. Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete, ”Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete”, T.: nach Korinther 13, 1-13

    Andante con anima, B, 4/4, 78 T.

    Gedruckte Quellen: BLB: M 11732 RH (12) und M 11732 RH (13); op. 12,1: BLB: Mus. O 16 adh 6;

    Handschriftliche Quelle: op. 12,1: BLB: Mus. Hs. 1400,16 [Abschrift der Singstimme]


    Opus 13

    St. Odilia, Lied für eine Singstimme mit Klavierbegleitung Worte von F. Lienhard, Musik von Clara Faisst

    Göttingen: Spielmeyers Nachfahren [Hofmeister: 1914-1918]

    CF 41: ”Ihr Herz war eine Sonne”, T.: Friedrich Lienhard

    In erzählendem Ton, durchaus lebhaft, F, 4/4, 60 T.

    Gedruckte Quellen: BLB: M 11197; Mus. O 16 adh 8; Musikbeilage in ”Der Türmer, Monatsschrift für Gemüt und Geist” (Berlin), 13 (1911), Bd. 2


    Opus 14

    Sonate für Violine und Pianoforte von C. Faisst.

    Berlin: Simrock [Hofmeister: 1909-1913]

    CF 42: 1. [ohne Satzbezeichnung], Allegro animato, G, 4/4, 224 T.

    2. [ohne Satzbezeichnung], Andante sostenuto, H, 4/4, 92 T.

    3. Scherzo, Allegretto vivace, G, 2/3 und 3/4 wechselnd, 106 T.

    4. [ohne Satzbezeichnung], Andante (quasi Improvisat.) – Allegro risoluto, G, 4/4, 20 T. – 320 T.

    Gedruckte Quelle: BLB: M 6519


    Opus 15

    Rosenmaer, Gedicht von Franz Hein, componirt von C. Faisst Lied für eine Singstimme mit Begleitung des Pianoforte

    Magdeburg: Heinrichshofen [Hofmeister: 1909-1913]

    CF 43: ”Das ist im Königsgarten”, T.: Franz Hein

    Ruhig, D, 4/4, 39 T.

    Gedruckte Quellen: BLB: Mus. O 16 adh 4; Musikbeilage in ”Der Türmer, Monatsschrift für Gemüt und Geist” (Berlin), 10 (1908), Bd. 2;

    Anmerkung: der Einzeldruck ist ”Fräulein Elisabeth Knittel herzlich zugeeignet”


    Opus 16

    Vier Lieder für eine Singstimme mit Pianoforte von C. Faisst

    Karlsruhe: Selbstverlag, später: Karlsruhe: Müller [Hofmeister: 1919-1923]

    CF 44: 1. Herr Walther von der Vogelweide, ”Herr Walter [sic] von der Vogelweide”, T.: Gustav Schüler

    Frisch, E, 4/4, 22 T.

    CF 45: 2. Lied eines fahrenden Gesellen, ”Ich schenke dir ein Röslein rot”, T.: Th. Armbruster

    Lebhaft, F, 6/8, 20 T., 2 Str.

    Gedruckte Quellen: BLB: M 6517 R; Mus. O 16 adh 10; M 11732 RH (14): 3 Exemplare; 1. Exemplar mit autographer Widmung: ”In treuer Freundschaft! An Lizzi Stieglitz von Clara Faisst”; op. 16,1: Musikbeilage in ”Der Türmer, Monatsschrift für Gemüt und Geist” (Berlin), 20 (1918), Bd. 2 (Kriegsausgabe);

    Anmerkung: Op. 16 und Op. 17 umfassen zusammen die im Titel genannten 4 Lieder


    Opus 17

    Vier Lieder für eine Singstimme mit Pianoforte von C. Faisst

    Karlsruhe: Selbstverlag, später: Karlsruhe: Müller [Hofmeister: 1919-1923]

    CF 46: 1. Ob der Reigen noch um die Linde geht?, ”Ob der Reigen noch um die Linde geht”, T.: Marie Eugenia delle Grazie

    In ruhiger Bewegung, e, 2/4, 86 T.

    CF 47: 2. Meine Seele ist leiderprobt, ”Meine Seele ist leiderprobt”, T.: Margarete Susmann

    Ernst und schwer, F, 4/4, 52 T.

    Gedruckte Quelle: op. 17,1: BLB: Mus. O 16 adh 11; M 5008,1 (mit autographer Widmung auf dem Titelblatt: ”Frau Mary von Ernst ein Liedergruß von Clara Faisst”); M 11732 RH (15), 2 Exemplare; op. 17,2: BLB: Mus. O 16 adh 12; M 5008,2; M 11732 RH (16): 3 Exemplare: 1. Exemplar mit autographer Widmung: ”Ihrer lieben Grete Pohl ein Ostergruß von Clara Faisst”, 2. Exemplar mit autographer Widmung an Unbekannt: ”Zur Erinnerung an die Feierstunde des 13. April 1944 in herzlichem Gedenken von Deiner Clara Faisst”; op. 17,1 und 17,2: BLB: M 6517 R (op. 17,2 mit autographer Widmung: ”Ihrer lieben Freundin Else Tetsch, die dieses Lied so oft zu meiner Freude sang herzlichst Clara Faisst, August 1945”;

    Handschriftliche Quelle: op. 17,2: BLB: Mus. Hs. 1400,20 (Transposition nach D-Dur);


    Anmerkung: Op. 16 und Op. 17 umfassen zusammen die im Titel genannten 4 Lieder


    Opus 18

    Vier Lieder für eine Singstimme mit Pianoforte von C. Faisst

    Karlsruhe: Selbstverlag, später: Karlsruhe: Müller und Karlsruhe: Neufeldt [Hofmeister: 1919-1923]

    CF 48: 1. Du liebe Erde, ”Du liebe Erde!”, T.: W. Steinhausen

    Freudig bewegt, Es, 3/4, 42 T.

    CF 49: 2. Lied der Nacht, ”Aus schwerem Traum der dunkeln Nacht”, T.: W. Steinhausen

    Andante, Es, 4/4, 33 T.

    CF 50: 3. Sehnsucht, ”Jene Vögel, die sich nach dem Meere sehnen”, T.: W. Steinhausen

    Belebt, fis, 4/4, 32 T.

    CF 51: 4. Neue Liebe, ”Kann auch ein Mensch”, T.: Eduard Mörike

    Mäßig, Des, 12/8, 39 T.

    Gedruckte Quellen: op. 18,1: BLB: Mus. O 16 adh 13; M 11732 RH (17): 3 Exemplare;

    op. 18,2: BLB: M 11732 RH (18); op. 18,3: BLB: Mus. O 16 adh 14; M 11732 RH (19): 3 Exemplare; op. 18,4: BLB: Mus. O 16 adh 15; M 11732 RH (20): 4 Exemplare (2. Exemplar mit autographer Widmung: ”Ihrer lieben Lizzi Stieglitz ein Freundesgruß aus Deutschland in diesen Liedern! Clara Faisst 8.8.21”); op. 18,1 und op. 18,3-4: BLB: M 6517 R (op. 18,1 mit autographer Widmung: ”Zur Erinnerung an den Abend des 12. Mai 1934, Herzlichst Clara Faisst, An Herrn Hans Berblinger”; op. 18,4 (2 Exemplare); op. 18,1: Musikbeilage in ”Der Türmer, Monatsschrift für Gemüt und Geist” (Berlin), 22 (1919), Bd. 1


    Opus 19

    Zwei Lieder für eine Singstimme mit Klavierbegleitung komponiert von Clara Faisst

    Karlsruhe: Selbstverlag, später: Karlsruhe: Müller [Hofmeister: 1924-1928]

    CF 52: 1. Stimme eines seligen Geistes, ”Hier ist alles heilig”, T.: Matthias Claudius

    Feierlich still, H – Es, 6/8, 39 T.

    CF 53: 2. Das Brünnlein, ”Vor meinem Haus ein Brünnlein rauscht”, T.: Max Vogel

    In ruhiger Bewegung, e, 4/4, 36 T.

    Gedruckte Quellen: BLB: M 6517 R; Mus. O 16 adh 16; op. 19,1: BLB: M 11732 RH (21); op. 19,2: BLB: M 5009,2


    Opus 20

    Drei Lieder Für eine Singstimme mit Klavierbegleitung komponiert von Clara Faisst

    Karlsruhe: Selbstverlag, später: Karlsruhe: Müller [Hofmeister: 1924-1928]

    CF 54: 1. Abendlied [für mittlere oder tiefe Stimme], ”Der bunte Tag hat sich geneigt”, T.: Hans Thoma

    Sehr ruhig, As, 12/8, 36 T.

    CF 55: 2. Um Mitternacht [für mittlere oder tiefe Stimme], ”Gelassen stieg die Nacht an’s Land”, T.: Eduard Mörike

    Sehr ruhiges Zeitmaß, g, 4/4, 49 T.

    CF 56: 3. Wiegenlied vor dem Schlafengehen [für hohe oder mittlere Stimme], ”Hinab ist nun der Sonnenball”, T.: Christian Schmitt

    In ruhiger Weise, A, 3/4, 42 T.

    Gedruckte Quellen: op. 20,1: BLB: M 11732 RH (22); op. 20,1-3: BLB: Mus. O 16 adh 17; op. 20,2-3: BLB: M 6517 R; op. 20,3: BLB: M 11732 RH (23)


    Opus 21

    ”Schön Astrid” Eine nordische Ballade von Ph. Eulenburg für Bariton komponiert von Clara Faisst

    Karlsruhe: Selbstverlag, später: Karlsruhe: Müller [Hofmeister: 1924-1928]

    CF 57: ”Schön Astrid saß weinend im Torneaschloß”, T.: Philipp Fürst zu Eulenburg

    Langsam und klagend, e, 3/4, 158 T.

    Gedruckte Quellen: BLB: Mus. O 16 adh 18; M 11732 RH (24);

    Anmerkung: der Druck ist ”Herrn Otto Wessbecher zugeeignet”


    Opus 22

    Deutsche Suite für Violine und Klavier in c-Moll von C. Faißt

    Karlsruhe: Selbstverlag, bzw. Karlsruhe: Müller [Hofmeister: 1928]

    Wiederauflage, hg. v. Martina Rebmann, Certosa Verlag.

    CF 58: Präludium, Energisch und leidenschaftlich, c, 3/4, 80 T.

    Andante, Andante, C, 3/4, 67 T.

    Gavotte, Lebhaft, c, alla breve, 44 T., Trio: 27 T.

    Epilog, Leidenschaftlich erregt, c, 3/4, 88 T.

    Gedruckte Quellen: BLB: M 826; M 6520; M 11732 RH (25): 4 Exemplare (1. Exemplar mit autographer Widmung: ”Ihrer lieben Lizzi Stieglitz in Freundschaft! Clara Faisst”)


    Opus 23 [vacat?]


    Opus 24

    Choral Vorspiel für Klavier ”O Haupt voll Blut und Wunden” von C. Faisst

    Karlsruhe: Selbstverlag

    CF 59: Ziemlich langsam, d, 4/4, 34 T.

    Gedruckte Quellen: BLB: M 6518 R; M 11732 RH (26): 2 Exemplare


    Opus 25

    Zwei Klavierstücke von C. Faisst

    Karlsruhe: Selbstverlag, Neuauflage hg. v. Martina Rebmann, Certosa Verlag

    CF 60: 1. Improvisation

    Andante con moto, d, 3/4, 84 T.

    CF 61: 2. Ein Ton

    Zart und leicht bewegt, Es, 4/4, 31 T.


    Gedruckte Quelle: BLB: M 6518 R (2 Exemplare); BLB: M 11732 RH (27): 2 Exemplare (1. Exemplar mit autographer Widmung: ”Der lieben Freundin Lizzi Stieglitz, Clara Faisst 1928”)


    Opus 26 und 27 [vacat?]


    Opus 28

    Präludium in gotischem Stil für Klavier (oder Orgel) von C. Faisst

    Karlsruhe: Müller

    CF 62: Wuchtend und schwer, a, 3/4, 72 T.

    Gedruckte Quellen: BLB: M 6518 R: 2 Exemplare (2. Exemplar mit autographer Widmung ”Ihrer lieben Erna Barth als Weihnachtsgruß von Clara Faisst 1931”); M 11732 RH (28): 2 Exemplare (1. Exemplar mit autographer Widmung: ”Herrn Prof. Dr. Stepanow in herzlicher Verehrung ein Dankesgruß von Clara Faisst, Karlsruhe, März 1941”)


    Opus 29 [vacat?]


    Opus 30

    Thema mit Variationen über ein Volkslied für 2 Claviere componiert von Clara Faisst

    CF 63

    [Thema:] ”Ach wie wär’s möglich dann, daß ich dich lassen kann”

    schlicht und ruhig, G, 2/4, 16 T.

    [1. Variation], lebhaft, G, 6/8, 16 T.

    [2. Variation], Tempo d. Themas (fröhlich), Es, 2/4, 16 T. (alles wiederholt)

    [3. Variation], erregt u. wuchtig, g, 6/8, 16 T.

    [4. Variation], ernst u gemessen, g - G, 4/4, 16 T.

    [5. Variation], Tempo des Anfangs, g - G, 2/4, 24 T.

    [6. Variation], Zu Ländlerweise, G, 3/4, 32 T.

    [7. Variation], erregt, g, 2/4, 16 T. (alles wiederholt)

    [8. Variation], Tempo des Thema’s, G, 2/4, 31 T.

    [9. Variation], sinnend, h, 3/4, 24 T.

    [10. Variation], 2. Ländler, fröhlich, G, 3/4, 16 T. (alles wiederholt)

    [11. Variation], bewegt u. leicht, B, 2/4, 16 T.

    [12. Variation], Innig u. mit wachsender Größe, G, 4/4, 17 T.

    Quelle: BLB: Mus. Hs. 1411,1 (Autograph)



    B. Werke ohne Opuszahl


    I. Vokalwerke


    Gedruckte Vokalwerke (zuerst ein Liederheft, alle folgenden Werke sind Einzeldrucke, Ordnung alphabetisch nach der Wortfolge des Textanfangs)


    Zwei Kriegslieder. Für eine Singstimme und Klavier, Kriegsflugblatt Nr. 15/16

    Jena: Diederichs 1915

    CF 64: Unsern Getreuen, ”Ihr Tapfern, die der grimme Tod umgibt”, T.: Otto Michaeli

    Mäßig, As, 4/4, 12 T., 3 Str.

    CF 65: Reiterlied, ”Es kam wohl ein Franzos daher”, T.: Gerhart Hauptmann

    Sehr bestimmt und rhythmisch, F, 4/4, 81 T.

    Gedruckte Quelle: BLB: M 11732 RH (34)


    Waldlied für eine Singstimme und Klavier Wort und Ton von Clara Faisst

    Karlsruhe: Selbstverlag

    CF 66: ”Der Sonne goldne Strahlen”, T.: Clara Faisst

    In frischem Wandertempo, Es, 4/4, 28 T., 3 Str.

    Gedruckte Quellen: BLB: M 6517 R; BLB: M 11732 RH (35): 2 Exemplare (2. Exemplar mit autographer Widmung auf dem Titelblatt: ”Der lieben Grete Pohl zum mitschwingen [sic] und nacherleben [sic] des 2. Oktober 1934 von Clara Faisst”)


    Osterlied [für 2 Singstimmen und Chor]

    CF 67: ”Die Nacht entflieht, der Sonne Licht strahlt siegreich ”, T.: Friedrich Spitta

    Mit lebendigem Vortrag, d, 4/4, 48 T.

    Gedruckte Quelle: Musikbeilage in ”Monatschrift für Gottesdienst und kirchliche Kunst” (Göttingen), 21 (1916), S. 133-136


    Oesterreichisches Reiterlied (von H. Zuckermann) in Musik gesetzt von K. Faisst

    Karlsruhe [Selbstverlag?]

    CF 68: ”Drüben am Wiesenrand hocken zwei Dohlen”, T.: Hugo Zuckermann

    Mäßig, a, 3/4, 22 T., 3 Str.

    Gedruckte Quellen: BLB: M 6517 R; Mus. O 16; M 11732 (33) [Fotokopie des Autographs]; Musikbeilage in ”Der Türmer, Monatsschrift für Gemüt und Geist” (Berlin), 17 (1915), Bd. 1


    Nachruf (Karl Stieler) Lied für mittlere Stimme mit Klavierbegleitung komponiert von Clara Faisst

    Karlsruhe: Selbstverlag, später: Karlsruhe: Müller

    CF 69: ”Du zogst dahin aus jenem Lande”, T.: Karl Stieler

    Andante, e, 2/4, 75 T.

    Gedruckte Quelle: BLB: M 6517 R


    Rose im Thal, Hohes Lied Salom. 2,1.2. Gedicht von K. Gerok. componirt für eine Singstimme mit Begleitung von Clavier oder Orgel von C. Faisst

    Hameln: Oppenheimer, später: Hameln: Oltersdorf [Hofmeister: 1898-1903]

    CF 70: ”Einsame Rose, blühst so verlassen”, T.: Karl Gerok (nach Salomo 2,1-2)

    Andante, Es, 2/4, 87 T.

    Gedruckte Quellen: BLB: M 6517 R; Mus. O 16 adh 21; M 11732 RH (31)


    L’Etoile des Mages Chant du Noel p. Chant av. Piano

    Lausanne: Foetisch Frères [Hofmeister 1898-1903]

    CF 71:”Etoile des mages, au ciel tu parus”, T.: ohne Angabe


    Serenade auf dem Canal Grande (für Baryton [sic] und Mezzo Sopran) Text und Musik von Clara Faisst

    CF 72: ”Gianetta, komm herab, die Nacht ist helle”, T.: Clara Faisst

    Animato, E, 4/4, 51 T.

    Gedruckte Quelle: BLB: M 11732 RH (37): 2 Exemplare


    Herr, du meine Stärke

    CF 73: ”Herr, du meine Stärke”, T.: Gustav Schüler

    Mit Größe, Fis, 4/4, 19 T.

    Gedruckte Quelle: Musikbeilage in ”Der Türmer, Monatsschrift für Gemüt und Geist” (Berlin), 20 (1918), Bd. 2 (Kriegsausgabe)


    Gebet [für vier gemischte Stimmen]

    CF 74: ”Herr, schicke was Du willt”, T.: Eduard Mörike

    Andante, G, 3/4, 65 T.

    Gedruckte Quelle: Musikbeilage in ”Monatschrift für Gottesdienst und kirchliche Kunst” (Göttingen), 7 (Oktober 1902), S. 314-318;

    Handschriftliche Quelle: BLB: Mus. Hs. 1411,12 [Fotokopie des Autographs]


    Kriegsspruch 1917 [für 1 Singstimme mit Klavier]

    Heidelberg, Hochstein [Hofmeister: 1914-1918]

    CF 75: ”Herz der Völker, Vaterland!”, T.: ohne Angabe


    Kinderweihnachtslied mit Begleitung von Orgel und 2 Geigenstimmen

    CF 76: ”Ich steh an deiner Krippe hier”, T.: Paul Gerhardt

    [ohne Bezeichnung], G, 4/4, 38 T.

    Gedruckte Quelle: Musikbeilage in ”Monatschrift für Gottesdienst und kirchliche Kunst” (Göttingen), 17 (November 1913), S. 377-380


    Der Posten

    CF 77: ”Ich stehe vor dem Feind auf Wacht”, T.: Franz Langheinrich

    Herb, A, 4/4, 10 T., 3 Str.

    Gedruckte Quelle: Musikbeilage in ”Der Türmer, Monatsschrift für Gemüt und Geist” (Berlin), 22 (1919), Bd. 1


    ”Im Herzen hab‘ ich dich getragen” (Gedicht von Dora Paschkowsky) für mittlere Stimme mit Klavierbegleitung komponiert von Clara Faisst

    Karlsruhe: Selbstverlag, später: Karlsruhe: Müller und Karlsruhe: Kuntz [Hofmeister: 1904-1908]

    CF 78: ”Im Herzen hab ich dich getragen”, T.: Dora Paschkowsky

    Ruhig, As, 3/4, 46 T. (= 2 Str.)

    Gedruckte Quellen: BLB: M 6517 R; Mus. O 16 adh 5; M 11732 RH (32): 2 Exemplare;

    Handschriftliche Quellen: BLB: Mus. Hs. 1400,15 (datiert auf Februar 1909; auf der Rückseite des Doppelblattes findet sich noch die handschriftliche Skizze mit Bleistift eines weiteren (unvollständigen) Werkes); BLB: Mus. Hs. 1400,18


    Wiegenlied für Jürgen, Wort und Weise von Clara Faißt

    Karlsruhe: Selbstverlag

    CF 79:”Jürgen, Jürgen, Jürgen, schlaf ein!”, T.: Clara Faisst

    Ruhig und zart, D, 6/8, 12 T., 5 Str., 3 T. Nachspiel

    Gedruckte Quellen: BLB: M 6517 R: 3 Exemplare (1. Exemplar mit autographer Widmung: ”Frau Dr. Ruh ein herzlicher Weihnachtsgruß von Clara Faisst 1929”, 2. Exemplar mit autographer Widmung auf dem Titelblatt: ”Der lieben Erna Barth für ihren Hans-Joachim! Clara Faisst. Februar 32”)


    Landsknecht Luther Für Gesang und Klavier komponiert von C. Faisst

    Heidelberg: Hochstein [Hofmeister: 1914-1918]

    CF 80: ”Landsknecht Gottes, tritt auf den Plan”, T.: Gustav Schüler

    Mit Kraft und Größe, d, 4/4, 48 T.

    Gedruckte Quellen: BLB: M 6517 R (autographe Widmung auf dem Titelblatt: ”Herrn Hans Berblinger März 1930, Clara Faisst”); Mus. O 16 adh 1; Musikbeilage in ”Der Türmer, Monatsschrift für Gemüt und Geist” (Berlin), 20 (1917), Bd. 1


    Meditation nach Worten von Pfarrer P. Klein für Sopran, Geige u. Orgel oder Klavier komponiert von C. Faisst

    Karlsruhe: Selbstverlag, später: Karlsruhe: Müller [Hofmeister: 1814-1918]

    CF 81: ”Laß leuchten in mich deines ewgen Lichtes Gottes Strahl”, T.: P. Klein

    Andante, Cis, 4/4, 4 T. Vorspiel, 17 T., 2 Str.

    Gedruckte Quellen: BLB: M 6517 R: 2 Exemplare (1. Exemplar mit autographem Namenszug der Komponistin und autographen Eintragungen in der Violinstimme; 2. Exemplar mit autographer Widmung auf dem Titelblatt der Klavierstimme: ”Mit den besten, herzlichsten Wünschen für Dein ferneres Leben legt dies Lied in Deine Hand, liebe Erna, Deine treugedenkende Clara Faisst” und handschriftlichem Besitzeintrag ”E.[rna] Barth”);

    Handschriftliche Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz: N. Mus. ms. 432 (Autograph)


    Abendlied aus Blanscheflur (von Albert Geiger.) für mittlere Stimme mit Klavierbegleitung komponiert von C. Faisst

    Karlsruhe: Müller und Karlsruhe: Kuntz [Hofmeister: 1904-1908]

    CF 82: ”Müd sind meine Augen”, T.: Albert Geiger

    Ruhig, C, 3/4, 46 T.

    Gedruckte Quellen: BLB: M 6517 R; Mus. O 16 adh 9; Musikbeilage in ”Der Türmer, Monatsschrift für Gemüt und Geist” (Berlin), 11 (1909), Bd. 1


    Frühlingslied

    CF 83: ”Mußt hinaus zum Walde gehn”, T.: Gustav Schüler

    Belebt, H, 2/4, 34 T.

    Gedruckte Quelle: Musikbeilage in ”Der Türmer, Monatsschrift für Gemüt und Geist” (Berlin), 20 (1918), Bd. 2 (Kriegsausgabe)


    Trostgesang von P. Gerhardt

    CF 84: ”Noch dennoch mußt du drum nicht ganz”, T.: Paul Gerhardt

    Nicht zu langsam, A, 2/4, 25 T.

    Gedruckte Quelle: Musikbeilage in ”Monatschrift für Gottesdienst und kirchliche Kunst” (Göttingen), 12 (1907), S. 237f.


    Das Lied von Hans, dem Schuster

    CF 85: ”Nun war der Mai gekommen”, T.: Hans Benzmann

    Frisch bewegt, A, 4/4, 92 T.

    Gedruckte Quelle: Musikbeilage in ”Der Türmer, Monatsschrift für Gemüt und Geist” (Berlin), 10 (1908), Bd. 2


    Am heiligen Abend. ”O heiliger Abend mit Sternen besä’t [sic]” Weihnachtslied. Für eine Singstimme mit Klavierbegleitung componirt von C. Faisst

    Karlsruhe: Doert, später: Karlsruhe: Müller [Hofmeister: 1898-1903]

    CF 86: ”O heiliger Abend”, T.: Karl Gerok

    Andante religioso, E, 6/8, 68 T.

    Gedruckte Quellen: BLB: M 859; M 6517 R; M 11732 RH (30);

    Anmerkungen: der Druck ist laut Titelblatt ”Frau Geh. Rat. Wegeler in Coblenz zugeeignet”; das Lied liegt in einer Bearbeitung gedruckt vor: Am heiligen Abend. Nach Worten von Karl Gerok und einer Melodie von C. Faisst für vierstimmigen Männerchor mit Baritonsolo bearbeitet von Otto Jochum. Karlsruhe: Müller [Hofmeister 1934]


    Aus Spitta’s Weihnachtsspiel (für Sopran, 2 Alt und Klavier oder Harmonium, Partitur)

    Göttingen: Vandenhoeck und Ruprecht [Hofmeister 1904-1908]

    CF 87: ”O seht, ihr lieben Christen all”, T.: Friedrich Spitta

    Gedruckte Quelle: Musikbeilage in ”Monatschrift für Gottesdienst und kirchliche Kunst” (Göttingen), 12 (1907)


    Requiem für unsere Gefallenen

    Heidelberg: Hochstein 1917

    CF 88: ”Schlaft wohl, ihr tapfern Streiter”, T.: Karl Ernst Knodt

    Andante, As, 3/4 – 4/4, 68 T.

    Gedruckte Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz


    Kriegslied

    CF 89: ”Und wenn uns sonst nichts übrig blieb”, T.: Emanuel Geibel

    Mit Begeisterung, c, 4/4, 19 T., 3 Str.

    Gedruckte Quelle: Musikbeilage in ”Der Türmer, Monatsschrift für Gemüt und Geist” (Berlin), 18 (1915), Bd. 1 (Kriegsausgabe)


    Ein Trauungslied für eine Singstimme mit Klavier- oder Orgel-Begleitung von Klara Faißt

    Karlsruhe: Müller [Hofmeister: 1898-1903]

    CF 90: ”Von dir gestiftet ist die Ehe”, T.: ohne Angabe

    Ruhig, G, 4/4, 15 T. (Str. 1 und 2), 17 T. (Str. 3)

    Gedruckte Quelle: BLB: Mus. O 16 adh 19


    Christliches Freudenlied

    CF 91: ”Warum sollt ich mich denn grämen?”, T.: Paul Gerhardt

    Freudig und bestimmt, e, 3/8, 20 T. (= Str. 1-3), 16 T. (= Str. 4)

    Gedruckte Quelle: Musikbeilage in ”Monatschrift für Gottesdienst und kirchliche Kunst” (Göttingen), 12 (1907), S. 123f.


    Abschied

    CF 92: ”Was klinget und singet die Straße herauf?”, T.: Ludwig Uhland

    Marschartige Bewegung, B, 4/4, 86 T.

    Gedruckte Quelle: Musikbeilage in ”Badische Kunst, Jahrbuch der Vereinigung ‚Heimatliche Kunstpflege’”, (Karlsruhe), hg. von Albert Geiger, 3 (1905), S. 109-116


    Wenn ich hoch oben geh

    [Einblattdruck: Universitätsdruckerei H. Stürtz A. G., Würzburg]

    CF 93: ”Wenn ich hoch oben geh”. T.: Karl Hauptmann

    Lebhaft, a, 3/4, 16 T., 3 Str.

    Gedruckte Quellen: BLB: M 6517 R (2 Exemplare, eines davon mit autographer Widmung: ”Mit dem Wunsch, daß dies oft so sein darf! Ihre Clara Faisst”); M 11732 RH (36): mit autographer Widmung: ”Ihrer lieben Grete Pohl als Wandergruß! Clara Faisst”;

    Handschriftliche Quelle: BLB: Mus. Hs. 1400,19 (Transposition nach c-Moll; ohne Textunterlegung)


    Ruth ein geistliches Lied für mittlere Stimme mit Begleitung von Clavier oder Orgel componirt von C. Faisst

    Karlsruhe: Doert, später: Karlsruhe: Kuntz und Karlsruhe: Müller [Hofmeister: 1898-1903]

    CF 94: ”Wo du hingehst, da will ich auch hingehen”, T.: Ruth 1, 16-17

    Langsam und mit tiefer Empfindung, D, 2/4, 67 T.

    Gedruckte Quellen: BLB: M 6517 R; Mus. O 16 adh 2 (für tiefe Stimme in B-Dur); M 11732 RH (29): (mit autographer Namensnennung: ”C. Faisst, Kriegstr. 75”);

    Handschriftliche Quelle: BLB: Mus. Hs. 1400,17 (Abschrift; leichte Abweichungen gegenüber dem Druck, Umfang: 75 T.);

    Anmerkung: der Druck ist laut Titelblatt ”Meiner lieben Mutter gewidmet”



    Ungedruckte Vokalwerke (in alphabetischer Reihenfolge der Textanfänge)


    Auf offener See

    CF 95: ”Ade du Küste”, T.: Joseph Freiherr von Eichendorff

    ruhig, F, 3/4, 32 T.

    Handschriftliche Quelle: BLB: Mus. Hs. 1400,10 (Autograph)


    Des Knaben Berglied (Uhland)

    CF 96: ”Ich bin vom Berg der Hirtenknab”, T.: Ludwig Uhland

    in frischem Ton, C, 4/4, 12 T., 4 Str.

    Handschriftliche Quelle:

    BLB: Mus. Hs. 1400,8 (Autograph, Datierung: 18. Januar 1944)


    Nachtreise

    CF 97: Ich reit in’s finstre Land hinein, T.: Ludwig Uhland

    nicht zu schnell (düster), c, 4/4, 16 T. (3 Str.)

    Handschriftliche Quelle: BLB: Mus. Hs. 1411,6 (Autograph)


    I.I.KK.HH. dem Grossherzog und der Grossherzogin von Baden ehrfurchtsvoll zugeeignet. Ich will dich segnen. (1. Moses: Ch.12. V 1 et 2.) für Chor, Sopran Solo und Orgel, componiert von Clara Faisst.

    CF 98: ”Ich will dich segnen”, T.: 1. Mose 12, 1-2

    Andante espressivo, Es, 3/4, 113 T.

    Handschriftliche Quelle: BLB: Baden-Baden F 57


    ”Nun die Schatten dunkeln” für Bariton u. Clavier von Clara Faisst

    CF 99: ”Nun die Schatten dunkeln”, T.: Emanuel Geibel

    [ohne Bezeichnung], As, 6/8, 29 T. [Fragment]

    Handschriftliche Quelle: BLB: Mus. Hs. 1411,4 (mit Datierung auf Dezember 1835)


    Abendstimmung (A. Ruh)

    CF 100: ”Nun hat der Tag sich in den Schlaf geweint”, T.: Anna Ruh

    ruhig, f, 3/4, 38 T.

    Handschriftliche Quelle: BLB: Mus. Hs. 1411,7 (Autograph, mit Widmung: ”Der lieben Grete Pohl dieses Lied!”)


    Die Sennin

    CF 101: ”Schöne Sennin, noch einmal”, T.: Nikolaus Lenau

    [ohne Bezeichnung], A, 3/4, 16 T., 4 Str.

    Handschriftliche Quellen: BLB: Mus. Hs. 1400,7 (Autograph, Datierung: ”August 41”), Mus. Hs. 1411,5 (Autograph, Datierung: ”August 41”)


    ”Unter dem Sternenwind”, Lied für Mezzosopran oder Bariton nach Worten von Anna Ruh, componiert von Clara Faisst

    CF 102: ”Unter dem Sternenwind warst du so nah”, T.: Anna Ruh

    belebt, A, 3/8, 34 T.

    Handschriftliche Quelle: BLB: Mus. Hs. 1400,6 (Autograph)


    ”Bitte”

    CF 103: ”Weil auf mir du dunkles Auge”, T.: Nikolaus Lenau

    Andante (leise und verhalten), As, 4/4, 22 T.

    Handschriftliche Quelle: BLB: Mus. Hs. 1411,6 (Autograph)


    Rautendeleins Lied

    CF 104: ”Weiß nicht, woher ich kommen bin”, T.: Gerhart Hauptmann

    ruhig bewegt, e, 3/4, 50 T.

    Handschriftliche Quellen: BLB: Mus. Hs. 1411,3 (2 Autographen);

    Anmerkung: das 2. Exemplar hat die Vortragsanweisung ”nachdenklich ”; das 2. Exemplar ist mit einer autographen Widmung versehen: ”An Hans Berblinger in herzl. Freundschaft! 19. Juli 1935”


    Der Gärtner

    CF 105: ”Wohin ich geh und schaue”, T.: Joseph Freiherr von Eichendorff

    lebhaft, a, 4/4, [Fragment]

    Handschriftliche Quelle: BLB: Mus. Hs. 1400,9 (Autograph, Fragment); Mus. Hs. 1411,8 (Autograph, Fragment, mit Vorzeichnung: ”bewegt” und in g-Moll)



    I. Instrumentalwerke


    Gedruckte Instrumentalwerke


    Brunnen in der Nacht, Tondichtung für Klavier von C. Faißt

    Karlsruhe: Selbstverlag

    CF 106: Geheimnisvoll auf- und absteigend, a, 4/4, 95 T.

    Gedruckte Quellen: BLB: M 6518 R; M 11732 RH (39)

    Anmerkung: der Tondichtung ist ein Gedicht Clara Faissts mit 6 Strophen vorangestellt ”Brunnen in der Nacht”


    Menuett und Gavotte für Klavier oder Cembalo von C. Faißt

    Karlsruhe: Selbstverlag

    CF 107:Menuett: Allegro grazioso, B, 3/4, 56 T. (ohne Wiederholungen)

    Gavotte: Allegro non troppo, D, alla breve, 28 T. (ohne Wiederholungen)

    Gedruckte Quellen: BLB: M 6518 R (mit autographer Widmung: ”Der lieben Erna Barth – Weihn. 35 von Clara Faisst”); M 11732 RH (38): 3 Exemplare


    Ungedruckte Instrumentalwerke


    [ohne Titelblatt] ”Wie soll ich dich empfangen” Adventschoral von Clara Faisst

    CF 108: freudig, A, 4/4, 17 T.

    Handschriftliche Quellen: BLB: Mus. Hs. 1400,12 (2 Fotokopien des Autographs, 1. Exemplar mit handschriftlichem Zusatz: ”Ihrer lieben Erna Barth herzlichst! Clara Faisst”; 2. Exemplar mit autographen Zusätzen); Mus. Hs. 1411,11 [Fotokopie mit autographen Zusätzen]


    [Ohne Titelblatt] Melodie zur Weihnachtszeit!

    CF 109: [ohne Bezeichnung], Es, 5/4, 8 T.

    Handschriftliche Quelle: BLB: Mus. Hs. 1400,13 [Fotokopie des Autographs]


    [Ohne Titelblatt, ohne Titel]

    CF 110: Andante, Es, 3/4, 24 T.

    Handschriftliche Quelle: BLB: Mus. Hs. 1400,14 [Fotokopie des Autographs; Datierung auf 22. März 1942]


    [Vier Weihnachtslieder, Melodie und Klavierbegleitung, ohne Textunterlegung]

    CF 111: [Weihnachtslieder: ”O du fröhliche”, ”Stille Nacht”, ”Ihr Kinderlein, kommet!” und nochmals ”O du fröhliche”]

    Handschriftliche Quelle: BLB: Mus. Hs. 1400,11 (Autograph)


    Variationen über den Choral ”Vom Himmel hoch” für 2 Claviere von Clara Faisst (Juli 1933)]

    CF 112: Thema und 12 Variationen

    [Thema], C, 4/4, 8 T.

    [1. Variation], [ohne Bezeichnung], C, 4/4, 8 T.

    [2. Variation], Allegretto,C, 6/8, 22 T.

    [3. Variation], ernst, C, 6/8, 18 T.

    [4. Variation], Froh bewegt, C, 4/4, 13 T.

    [5. Variation], unruhvoll suchend, F, 4/4, 20 T.

    [6. Variation], Ernst u fragend, c, 3/4, 16 T.

    [7. Variation], [ohne Bezeichnung], As, 4/4, 10 T.

    [8. Variation], [ohne Bezeichnung], c, 4/4, 8 T.

    [9. Variation], lebhafter, C, 4/4, 12 T.

    [10. Variation], Andante con moto, 2/4, C, 16 T.

    [11. Variation], fließend, C, 3/4, 18 T.

    [12. Variation], feierlich, C, 4/4, 9 T.

    Handschriftliche Quelle: BLB: Mus. Hs. 1411,2 (Autographen, erste Stimme einfach, zweite Stimme doppelt vorhanden);

    Anmerkungen: das erste Heft enthält die Stimmen für beide Klaviere, im zweiten Heft ist nur die Stimme des zweiten Klaviers vorhanden; autographe Widmung auf dem Heft der zweiten Klavierstimme: ”Herrn Hans Berblinger zugeeignet”; die Tempoangaben sind der ersten Klavierstimme entnommen


    C. In Konzertprogrammen nachgewiesene Werke


    CF 113: Kindheit, T.: Marie Eugenia delle Grazie

    Nachweis: durch ein Konzertprogramm mit Liedern und Balladen von Clara Faisst, 14. März 1905 im Museumssaal Karlsruhe [Konzertprogramm im Nachlass Clara Faisst, BLB, Mus. Hs. 1411, Mappe]


    CF 114: Klage und Trost, für Sopran, Violine und Klavier, T.: Clara Faisst

    Nachweis: durch ein Konzertprogramm mit Werken von Clara Faisst, 8. März 1930 ”im Hause des Herrn Prof. H. Bühler” [Konzertprogramm im Nachlass Clara Faisst, BLB, Mus. Hs. 1411, Mappe]


    CF 115: Mädchentod, T.: Albert [?]

    Nachweis: durch ein Konzertprogramm mit Liedern und Balladen von Clara Faisst, 14. März 1905 im Museumssaal Karlsruhe [Konzertprogramm im Nachlass Clara Faisst, BLB, Mus. Hs. 1411, Mappe]


    Volkers Nachtgesang [Ballade]

    CF 116: ”Die lichten Sterne funkeln”, T.: Emanuel Geibel

    Nachweis: durch ein Konzertprogramm mit Liedern und Balladen von Clara Faisst, 14. März 1905 im Museumssaal Karlsruhe [Konzertprogramm im Nachlass Clara Faisst, BLB, Mus. Hs. 1411, Mappe]


    Gedichtausgaben und Schriften


    Faisst, Clara. Hörst du den Ton–?. Freiburg: J. Bielefelds Verlag, [1924].


    Faisst, Clara. Matan – Sonette, Karlsruhe: Boltze, 1928.


    Veröffentlichungen in Zeitungen und Zeitschriften:


    [Chronologisch geordnet, nicht datierbare Artikel am Ende. Die Zusammenstellung erfolgte aufgrund von Zeitungsrecherchen sowie von Archivfunden im Stadtarchiv Karlsruhe, wo sich in dem von Clara Faisst angelegten „Musikalischen Tagebuch Hans Berblinger“ (8/StS 13/138 (1)) eingeklebte Artikel fanden, ebenso im Landeskirchlichen Archiv, Nachlass Ernst und Kurt Lehmann, Materialien Clara Faisst, Nr. 13 (Sammlung von Zeitungsartikeln). Hinweise gab es auch im Tagebuch von Clara Faisst (Landeskirchliches Archiv, Nachlass Ernst und Kurt Lehmann, Materialien Clara Faisst, Nr. 12, Tagebuch „November 1918-1919“). In der Regel sind dabei keine bibliographischen Angaben überliefert. Diese ließen sich auch nicht in allen Fällen ermitteln.]


    - „Bei Hans Thoma“, in: Von der Heide. Monatsschrift für Kultur und Leben 5 (1913), Heft 4, S. 1-2

    - Nationale Würde (Badische Landeszeitung, Abendausgabe, 19.1.1918)

    - Die Straße (Badische Presse, Beilage Volk & Heimat, Sommer 1920)

    - Deutscher Geist (Badische Landeszeitung, Mai [?] 1920)

    - Maiensonntag (Badische Landeszeitung, Mai 1920)

    - Stein am Rhein (Badische Presse, Beilage Volk & Heimat, 12.6.1920)

    - Höflichkeit auf Reisen (Badische Landeszeitung Nr. 253, 1920)

    - Sommermorgen auf den Schwarzwaldhöhen (Badische Landeszeitung, 20.8.1920)

    - Uraufführung eines modernen Klaviertrio [sic] (Badische Landeszeitung, 1920)

    - Adolf Busch (Skizze) (Badische Landeszeitung, 1920)

    - Beethoven (Badische Landeszeitung, 16. Dezember 1920)

    - Nebeltag (Badische Landeszeitung, 1920)

    - Alt und Jung (Tägliche Rundschau, Unterhaltungsblatt, Nr. 21, 26.1.1921)

    - Neutönerei (1921)

    - Nachdenkliches aus dem Musikleben der Gegenwart (Tägliche Rundschau / Gross-Berlin, – Beilage der Morgenausgabe, 16.3.1921)

    - Gedanken über Kunst, Künstlertum und Publikum (Badische Landeszeitung, Beilage Kunst und Leben, 1921)

    - „Schuld“ (Tägliche Rundschau, 2.4.1921)

    - Zeit ist Geld (Badische Landeszeitung, 1921)

    - Kaktus (Barmer Zeitung, 1921)

    - Eine vaterländische Stunde im Karlsruher Kunstverein (1921)

    - Die teure Post (Badische Landeszeitung, 2.1.1922)

    - Februar 1922 (1922)

    - Bei Hans Thoma (Schweizer Zeitung, 1922)

    - Der Dilettant (Karlsruher Tagblatt, Nr. 7, Jg. 2, 27.2.1922)

    - Gedanken an der heutigen Fastnacht (1923)

    - Wilhelm Furtwängler – Ein Dirigentenerlebnis [um den 22. Mai 1924]

    - Hans Adolf Bühler, ein deutscher Meister, in: Westermanns Monatshefte 137 (1924), Heft 821

    - Zeitgemäße Betrachtungen über Kunst (Mannheimer Tagblatt, 23.10.1925)

    - Hindenburg in Karlsruhe. Eine Erinnerung an den 12. November 1925 (Mannheimer Tagblatt, Nr. 313, 17.11.1925)

    - Von der Art Weihnacht zu feiern (Mannheimer Tagblatt, Frauenbeilage, Nr. 45, 14.12.1925)

    - Christbaum – Abschied ([Gedicht], Dezember 1925)

    - Blütenbaum an der Fabrik ([Gedicht] (Mannheimer Tagblatt, 18.4.1926)

    - Mutterliebe ([Gedicht] Mannheimer Tagblatt, 9.5.1926)

    - Bergfrühling (13. Mai [1926?])

    - H. A. Bühlers Kunstausstellung in Freiburg i. B. (Mannheimer Tagblatt, 21.5.1926)

    - Das Motorrad (Mannheimer Tagblatt, 4.8.1926)

    - Intermezzi für Geige (Karlsruher Zeitung, 9. Mai 1927)

    - Heidelberger Furtwängler-Konzert [um den 11. Mai 1930]

    - Gregor Piatigorsky ein Kunsterlebnis in Karlsruhe am 16. Dezember [nach 16. Dezember 1931]

    - Die Furtwängler-Konzerte in Baden und Heidelberg [etwa im Juni 1932]

    - Sterben die Klaviere aus? [ohne Angaben]

    - Von den Wirkungskräften der Musik [ohne Angaben]

    - Sturmtag [ohne Angaben]

    - Kunst und Gegenwart [ohne Angaben]

    - Ausstellung Hans Thoma: Graphik [ohne Angaben]

    - H. Thoma, als religiöse Persönlichkeit [ohne Angaben]

    - Ein Ferienbrief [ohne Angaben]

    - Reise Eindrücke vom Genfer See 1925 [ohne Angaben]

    - An Hans Thomas Ruhestätte [ohne Angaben]

    Repertoire

    Das Repertoire der Pianistin Clara Faisst ist nicht untersucht worden. Einzelne Hinweise auf das Repertoire der Pianistin ergeben sich aus erhaltenen Briefen (s. Biographie).

    Quellen

    Das Verzeichnis gliedert sich in folgende Teile:


    1. Ungedruckte Quellen in folgenden Bibliotheken und Archiven

    2. Sekundärliteratur

    3. Ikonographische Quellen

    4. Veröffentlichte Dokumente

    5. Diskographie

    6. Links


    1. Ungedruckte Quellen in folgenden Bibliotheken und Archiven


    Berlin, Staatliches Institut für Musikforschung – Stiftung Preußischer Kulturbesitz:

    1 Brief von Clara Faisst an Joseph Joachim vom 10. Februar 1899 (SM 12/1957-1790).


    Bern, Schweizerisches Literaturarchiv (SLA), Hesse-Archiv:

    2 Briefe an Hermann Hesse, 13.1.1905 und 3.2.[1905].


    Frankfurt am Main, Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg, Archivzentrum:

    7 Briefe, 6 Postkarten, 1 Gedichtbeilage von Clara Faisst an den Pfarrer und Dichter Ernst Knodt, 1915-1917, Depositum der Erwin von Steinbach-Stiftung, Briefsammlung Karl Ernst Knodt.


    Günsbach/Frankreich, Centre International Albert Schweitzer:

    16 Briefe und zwei Gedicht-Autographen – wohl als Beilagen zu Briefen – von Clara Faisst an Albert Schweitzer aus den Jahren 1922 bis 1948.


    Heidelberg, Universitätsbibliothek:

    Brief von Clara Faisst an Marie Baum, Karlsruhe, [Datum des Poststempels: 1907] (EE 2-2).


    Karlsruhe, Badische Landesbibliothek:

    Nachlassmaterial und Briefe von Clara Faisst (K 1838, K 2541, K 3128).

    Zeugnisbuch, Photos, Kompositionen (Mus. Hs. 1400).

    Klavierwerke und Lieder, Photos, Fragment des Lebenslaufs (Mus. Hs. 1411).

    Briefe und Postkarten (u. a. von Max Bruch, Willy Rehberg, Gustav Havemann, Hans Thoma, Hans A. Bühler, Siegfried und Winifred Wagner), Photos, Dokumente zu Clara Faisst aus dem Nachlass Grete Pohl (Mus. Hs. 1415).

    2 Briefe und eine Beilage an Hans Berblinger, 1 Konzertplakat (Mus. Hs. 1419).

    7 Karten an Wilhelm Hasemann aus den Jahren 1898-1913 (Mus. Hs. 1420).

    Musikalischer Nachlass [nähere Angaben dazu im Werkverzeichnis von Clara Faisst].


    Karlsruhe, Generallandesarchiv:

    Personalakte Ernst Lehmann (60/636).


    Karlsruhe, Landeskirchliches Archiv:

    Nachlass Ernst und Kurt Lehmann, Materialien Clara Faisst (13 Bücher und Alben mit Gedichten, Zeitungsartikeln und Tagebuchaufzeichnungen).

    Personalakte Gustav Faisst (PA 3065).


    Karlsruhe, Stadtarchiv:

    13 Briefe mit zwei Beilagen (Gedicht und Konzertprogramm) an Familie Strack von Clara Faisst aus den Jahren 1945 bis 1948 (Clara Faisst, 8/Autographensammlung).

    Konzertprogramme (8/StS 9/56).

    „Musikalisches Tagebuch Hans Berblinger“ mit Zeitungsausschnitten und autographen Eintragungen von Hans Berblinger und Clara Faisst (8/StS 13/138 (1)).

    Photoalbum mit Motiven aus Karlsruhe, dem Schwarzwald und der Wohnung Clara Faissts, 1936 (8/StS 13/138 (2)).

    Sammlung mit Zitaten von Johannes Brahms, verfasst von Clara Faisst (8/StS 13/138 (3)).

    Album „Musikalischer Gedanken- und Bekenntnisaustausch zu gegenseitiger Anregung“, Hans Berblinger - Clara Faisst (8/StS 13/138 (4)).

    Sonettenkranz, gewidmet H. Berblinger (8/StS 13/138 (5)).

    3 Zeitungsartikel (8/StS 13 138(6)).

    Gedruckte Grabrede (8/StS 13 / 138 (7)).

    Lied „Erdseele“ für Singstimme mit Klavierbegleitung (nicht im Werkverzeichnis aufgeführt) (7/N1 Dzerunian, 177).


    Marbach, Deutsches Literaturarchiv/Schiller-Nationalmuseum:

    1 Postkarte an Hermann Hesse vom 2. September 1908 (Hesse-Archiv).


    2. Sekundärliteratur und gedruckte Quellen


    Adress-Buch für die Haupt- und Residenzstadt Karlsruhe. Karlsruhe 1901 und 1904.


    Bräunche, Ernst Otto (Redakteur), Stadt Karlsruhe (Hg.). Karlsruhe – die Stadtgeschichte. Karlsruhe 1998.


    Brosch, Renate. Verborgenes Schöpfertum. Ein Blick auf Leben und Werk der Karlsruher Komponistin Clara Faisst anlässlich ihres 130. Geburtstages. In: Viva voce. 16.2002, S. 16-17.


    Cobbett, Walter Willson (Hg.). Cobbett’s Cyclopedic Survey of Chamber Music. [1. Aufl. 1929, 2. Aufl. 1963]. Nachdruck. Bd. 1. Oxford [u. a.] 1988.


    Cohen, Aaron I. International encyclopedia of women composers. New York 1981.


    Chronik der Haupt- und Residenzstadt Karlsruhe für das Jahr 1916. Jg. 32. Karlsruhe 1918.


    Chronik der Haupt- und Residenzstadt Karlsruhe für das Jahr 1917. Jg. 33. Karlsruhe 1919.


    Gurlitt, Willibald (Hg.). Riemann Musik-Lexikon. Personenteil. Bd. 1. Mainz 1959, S. 486.


    Frank, Paul (Begründer), Altmann, Wilhelm (Bearbeiter). Kurzgefaßtes Tonkünstler-Lexikon. Erster Teil. Neudruck der Ausgabe von 1936. 15. Auflage. Wilhelmshaven 1971.


    Friedel, Claudia. Komponierende Frauen im Dritten Reich. Versuch einer Rekonstruktion von Lebensrealität und herrschendem Frauenbild. Münster 1995 [Liste mit Komponistinnen ”nach Bedeutung im Musikleben geordnet”. Clara Faisst wird im Zeitraum der Jahre von 1933 bis 1945 siebenmal genannt (höchste Zahl der Nennungen: 12)].


    Goldschmidt, Robert [u. a.]. Die Stadt Karlsruhe, ihre Geschichte und ihre Verwaltung. Festschrift zur Erinnerung an das 200jährige Bestehen der Stadt, Karlsruhe 1915 [allgemeiner Hinweis auf das Wirken Clara Faissts in Karlsruhe].


    Hixon, Don L. und Hennessee, Don A. (Hg.). Women in Music. An encyclopedic biobibliography. Bd. 1, Metuchen (NJ) 1993.


    Hofmeister, Friedrich. Handbuch der musikalischen Literatur oder Verzeichnis der im Deutschen Reiche, in den Ländern des deutschen Sprachgebietes sowie der für den Vertrieb im Deutschen Reiche wichtigen, im Auslande erschienenen Musikalien, auch musikalischen Schriften, Abbildungen und plastischen Darstellungen, Leipzig: Hofmeister, mehrere Bände: 11.1892/97 (1900), 12.1898/03 (1904), 13.1904/08 (1910), 14.1909/13 (1915?), 16.1919/23 (1924), 1924/28 (1929), 1928, 1934 (1935).


    Müller, Erich Hermann (Hg.). Deutsches Musiker-Lexikon. Dresden 1929.


    Rebmann, Martina. ”‚Denn Fremdling sein ist Künstlers Los auf Erden’. Zu Leben und Werk der Karlsruher Komponistin Clara Faisst (1872-1948)”. In: Musik in Baden-Württemberg. Jahrbuch. Jg. 8. 2001. S. 79-103 [enthält ein ausführliches Werkverzeichnis und ein Register der Textdichterinnen und Textdichter, S. 87-103].


    Rebmann, Martina. ”‚Mit einem Flügel kann man ja nicht fliegen’. Zum 130. Geburtstag der Karlsruher Komponistin und Pianistin Clara Faisst (1872-1948)”. In: Europäische Konföderation der Oberrheinischen Universitäten. Eucor-Bibliotheksinformationen. 18/19.2001/2002. S. 15-19.


    Rebmann, Martina. „’Soll sie dazu bestimmt sein, unwirksam zu vergehen?’ – Die Karlsruher Komponistin und Dichterin Clara Faisst (1872-1948)“. In: Klangwelten : Lebenswelten. Komponistinnen in Süddeutschland. Eine Ausstellung der Badischen Landesbibliothek vom 6. Oktober 2004 bis 3. Januar 2005 und der Württembergischen Landesbibliothek vom 2. Februar bis 24. März 2005. Martina Rebmann und Reiner Nägele (Hg.). Stuttgart: Württembergische Landesbibliothek, 2004. S. 151-177.


    Rebmann, Martina. „Auf den Spuren der Karlsruher Komponistin und Dichterin Clara Faisst (1872-1948). ‚Komponieren kann man allenfalls lernen - dichten in Tönen - nie!’“ In: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins. Hrsg. von der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg, Bd. 154. 2006. S. 517-555 [enthält eine Aufstellung der Veröffentlichungen von Clara Faisst in Zeitungen und Zeitschriften, S. 553-555].


    3. Ikonographische Quellen


    Karlsruhe, Badische Landesbibliothek, Handschriftenabteilung und Musikabteilung, mehrere, z. T. unveröffentlichte Fotos


    Gemälde in Privatbesitz (die Badische Landesbibliothek erhielt die Erlaubnis, dieses Gemälde zu reproduzieren, und es schmückt nun den Musiklesesaal. Im Internet ist es unter der Adresse http://www.blb-karlsruhe.de/blb/blbhtml/benutzung/lesesaele/musiklesesaal.html anzusehen. Es erscheint dort im Hintergrund der Abbildung des E-Pianos im Musiklesesaal).


    4. Veröffentlichte Dokumente


    Brosch, Renate. Verborgenes Schöpfertum. Ein Blick auf Leben und Werk der Karlsruher Komponistin Clara Faisst anlässlich ihres 130. Geburtstages. In: Viva voce. 16.2002, S. 16 [Fotografie von Clara Faisst in ihrem Musikzimmer mit den beiden Flügeln in der Kriegsstraße 75 in Karlsruhe, um 1940 aufgenommen, Original im Bestand der Handschriftenabteilung der Badischen Landesbibliothek, Signatur: K 3128].


    Rebmann, Martina. ”‚Denn Fremdling sein ist Künstlers Los auf Erden’. Zu Leben und Werk der Karlsruher Komponistin Clara Faisst (1872-1948)”. In: Musik in Baden-Württemberg. Jahrbuch. Jg. 8. 2001. S. 81, S. 100 [Clara Faisst, Reproduktion einer Fotografie des (verlorenen?) Gemäldes von Carl Vocke, 1928, Autograph des Liedes ”Die Sennin” von Clara Faisst. Vorlagen im Bestand der Musikabteilung der Badischen Landesbibliothek, Signatur: Mus. Hs. 1400]


    Internetseite der Badischen Landesbibliothek: www.blb-karlsruhe.de/blb/blbhtml/besondere-bestaende/musik/faisst.html

    [2 Bilder der Komponistin wie bei den ersten beiden Einträgen, sowie Titelblatt der ”Fünf Lieder für eine Singstimme mit Pianoforte componirt von Clara Faisst”, Op. 3. Leipzig: Leuckart, um 1895, mit Widmung an Max Bruch und Autograph des Liedes ”Die Sennin”].


    5. Diskographie


    Adagio consolante B-Dur, opus 7,1: in: Musik für Violoncello und Klavier von Komponistinnen des 19. Jahrhunderts. Thomas Blees (Cello), Maria Bergmann (Klavier). Fono-Schallplattengesellschaft, Münster/Westfalen, FCD 97 728, 1990 [Aufnahmejahr 1987].


    Präludium in gotischem Stil, opus 28: in: Klaviermusik Karlsruher Komponisten, Sontraud Speidel (Klavier). Hoepfner Classics in der Antes Edition, Bühl/Baden ca. 1998, BM-CD 14.9001 [Aufnahmejahre 1994/95].


    6. Links


    http://www.blb-karlsruhe.de/blb/blbhtml/besondere-bestaende/musik/faisst.php

    Auf der Homepage der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe, die auch den Nachlass der Komponistin verwahrt, findet sich ein Link mit weiterem Bildmaterial.

    Von dieser Seite aus kann auch direkt im katalogisierten Notenbestand an gedruckten Werken recherchiert werden. Der ungedruckte Teil des Nachlasses ist im Onlinekatalog allerdings nicht erschlossen (hierfür vgl. die Rubriken ”Werkverzeichnis” und ”Literatur und Quellen”.

    Forschung

    Der Bestand an Werken von Clara Faisst ist gut erschlossen, somit können nun die Werke erforscht werden. Die Badische Landesbibliothek bietet dazu die Infrastruktur einer wissenschaftlichen Universalbibliothek mit besonderem Musikalienbestand.

    Allgemeine Hinweise zur Badischen Landesbibliothek:

    http://www.blb-karlsruhe.de


    Nähere Hinweise zur Musikabteilung:

    http://www.blb-karlsruhe.de/blb/blbhtml/besondere-bestaende/musik/musik.html


    Reproduktionen können angefertigt werden. Näheres hierzu unter:

    http://www.blb-karlsruhe.de/blb/blbhtml/benutzung/foto.html


    In der Ausstellung "lebenswelten : klangwelten" - komponistinnen im deutschen südwesten, die am 5. Oktober 2004 in der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe eröffnet wurde und ab dem 2. Februar bis zum 24. März in der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart zu sehen sein wird, wird auch Leben und Werk von Clara Faisst zum ersten Mal in einer Ausstellung gewürdigt. Nähere Informationen unter:

    http://www.blb-karlsruhe.de/blb/blbhtml/aktuelles/aus04-komponistinnen.html


    Kontakt: Badische Landesbibliothek, Dr. Martina Rebmann, Leiterin der Musikabteilung, Erbprinzenstraße 15, 76133 Karlsruhe.

    Forschungsbedarf

    Hier kann nur ein erster Überblick über das Schaffen Clara Faissts gegeben werden, eine musikanalytische Beschäftigung mit ihrem Werk steht noch aus.

    Nur zwei Werke sind bislang auf Tonträgern erhältlich, das ”Adagio consolante” B-Dur, opus 7,1 (1990) und das ”Präludium in gotischem Stil”, opus 28 (um 1998, vgl. auch die Diskographie).

    Ebenfalls nur zwei Werke sind in den letzten Jahren in Neuausgaben erschienen: die ”Melodie nach einer alten Ballade”, ”Es waren zwei Königskinder”, für Cello und Klavier, Opus 5 (1999) und aus den ”Drei Stücken für Violoncell mit Begleitung des Claviers”, Opus 7, das zweite Stück ”Allegretto grazioso” im Jahr 1998 (vgl. die ausführlichen Angaben im Werkverzeichnis).

    Auch die Biographie der Komponistin ist noch nicht vollends erforscht. Bislang fehlen allerdings weitere Quellen, die z. B. ein genaueres Bild über die Aktivitäten Clara Faissts in Karlsruhe und an anderen Orten geben.

    Normdaten

    Virtual International Authority File (VIAF): 45052921
    Deutsche Nationalbibliothek (GND): 116383909
    Library of Congress (LCCN): nr91001829

    Autor/innen

    Martina Rebmann, Die Grundseite wurde im Januar 2004 verfasst.


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Sophie Fetthauer
    Zuerst eingegeben am 26.5.2004
    Zuletzt bearbeitet am 22.11.2006


    Empfohlene Zitierweise

    Martina Rebmann, Artikel „Clara Faisst“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 22.11.2006.
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/Artikel/Clara_Faisst