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  • Anna Gross-Hauer

    von Martina Bick
    Namen:
    Anna Gross-Hauer
    Varianten: Anna Hauer
    Lebensdaten:
    geb. in Maschendorf, Deutschland
    gest. unbekannt
    Tätigkeitsfelder:
    Musikerin, Sängerin

    Profil

    Anna Gross-Hauer war eine Sängerin, die die Konzentrationslager Mauthausen, Auschwitz-Birkenau, Ravensbrück und Bergen-Belsen durchlitt. Über ihre Tätigkeit als Sängerin und ihr weiteres Schicksal ist bis jetzt nichts bekannt.

    Orte und Länder

    Anna Gross-Hauer wurde in Maschendorf, Niedersachsen, geboren und durchlitt die Konzentrationslager, Mauthausen, Auschwitz-Birkenau, Ravensbrück und zuletzt Bergen-Belsen.

    Biografie

    Die Sängerin Anna Gross-Hauer, Roma oder Sintezza, geboren am 22.6.1911 in Maschendorf, Niedersachsen, ist im „Hauptbuch (Frauen)“, der Dokumentation des sogenannten „Zigeunerlagers“ des KZs Auschwitz-Birkenau, in dem von Ende Februar 1943 bis Ende Juli 1944 mehr als 20.000 Roma und Sinti inhaftiert waren, mit dem Eintrag „Arbeiterin“, verzeichnet. Anna Gross-Hauer ist eine von vier Frauen, die als Arbeiterinnen eingetragen wurden bzw. gar keine Berufsbezeichnung bekamen, und als Musikerin identifiziert werden konnten.

    Über Anna Gross-Hauer sind im „Hauptbuch (Frauen)“ keine Daten zu ihrem weiteren Schicksal nach ihrer Ankunft im „Zigeunerlager“ festgehalten und noch keine weiteren Forschungen angestellt worden. Sie war zuletzt im KZ Bergen-Belsen inhaftiert.

    Quellen

    „Hauptbuch des Zigeunerlagers Auschwitz (Frauen)“, in: Gedenkbuch. Die Sinti und Roma im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau, hrsg. vom Staatlichen Museum Auschwitz-Birkenau in Zusammenarbeit mit dem Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma Heidelberg, 2 Bde, München 1993, Bd. 1 (in Bd. 2: „Hauptbuch des Zigeunerlagers Auschwitz [Männer]“).


    Maurer Zenck, Claudia, „Spuren unbekannter deutscher und österreichischer Musikerinnen. Auf der Suche nach NS-verfolgten ‚Zigeunerinnen‘ und ihrer Geschichte, in: Multimediale Festschrift für Beatrix Borchard, online seit August 2016, Kapitel Biographik, http://mugi.hfmt-hamburg.de/Beatrix_Borchard/


    Maurer Zenck, Claudia, „Verfolgungsgrund: 'Zigeuner'. Nachruf auf unbekannte Musiker“, in zwei Teilen erschienen in: mr-[musica reanimata-]Mitteilungen H. 88 (Dez. 2015), S. 1–19, und H. 89 (März 2016), S. 1–20.


    Maurer Zenck, Claudia, Verfolgungsgrund: „Zigeuner“. Unbekannte Musiker und ihr Schicksal im „Dritten Reich“, Wien 2016 (= Antifaschistische Literatur und Exilliteratur – Studien und Texte, Bd. 25).


    https://www.lexm.uni-hamburg.de/object/lexm_lexmperson_00006775


    http://auschwitz.org/en/museum/auschwitz-prisoners/

    Forschung

    Anna Gross-Hauer wurde zuletzt am 19. März 1945 unter dem Namen Anna Hauer im KZ Bergen-Belsen registriert (vgl. www.lexm.uni-hamburg.de).

    Forschungsbedarf

    Weitere Nachforschungen zur Biografie von Anna Gross-Hauer, zu ihrer beruflichen Tätigkeit als Sängerin und über ihr weiteres Schicksal sind noch vorzunehmen.

    Autor/innen

    Martina Bick


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Silke Wenzel
    Zuerst eingegeben am 31.08.2017


    Empfohlene Zitierweise

    Martina Bick, Artikel „Anna Gross-Hauer“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 31.8.2017.
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/Artikel/Anna_Gross-Hauer