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    von Jutta Heise
    Namen:
    Adelina Patti
    Ehename: Adelina Adela Cederström
    Varianten: Adelina de Cuax, Adelina Nicolini, Adelina Cederström, Adelina Patti-Nicolini, Adelina Adela Juana Maria Patti, Adelina Adela Juana Maria de Cuax, Adelina Adela Juana Maria Nicolini, Adelina Adela Juana Maria Cederström, Adelina Adela Juana Maria Patti-Nicolini
    Lebensdaten:
    geb. in Madrid,
    gest. in Craig-y-Nos Castle, Wales

    Tätigkeitsfelder:
    Sopranistin, Opern-, Konzert-und Oratoriensängerin, Konzertveranstalterin
    Charakterisierender Satz:

    „Adelina Patti war wohl die bekannteste und gefeiertste Sängerin der verflossenen fünfzig Jahre und hat in Europa und Amerika Triumphe errungen, die vor ihr einer anderen kaum zuteil geworden sind. Sie war die hervorragendste Interpretin des Belcanto, und wenn sie auf der Bühne oder auf dem Podium erschien, löste ihre süße, glockenhelle, glänzend geschulte Stimme das Entzücken der Zuhörer aus. Dazu kam ihre hübsche, zarte Erscheinung, ein lebhaftes Mienenspiel und feuriges Versenken in ihren Vortrag.“

    Pester Lloyd, ”Morgenblatt”, 30. September 1919, 66. Jg., Nr. 183, S. 5.


    Profil

    Adelina Patti galt als eine herausragende Opernsängerin internationalen Ranges des italienischen Belcanto. Neben ihrem Gesangsstil wurde auch ihre Schauspielkunst, die von Charme und großer Natürlichkeit geprägt war, gerühmt.

    Orte und Länder

    Adelina Patti wurde als Kind italienischer Eltern in Madrid geboren. Ihre Kindheit verbrachte sie in New York. Nach ihrem Konzertdebut 1851 in dieser Stadt unternahm die Sopranistin Konzerttourneen durch Nordamerika, Kuba, die Karibik, Kanada und Mexiko. Nach ihrem großen Erfolg 1861 in London trat sie in der englischen Musikmetropole regelmäßig über 40 Jahre auf. Auch auf der Pariser Opernbühne war die Sängerin kontinuierlich präsent. Weiterhin unternahm die Künstlerin regelmäßig Tourneen durch ganz Europa und sang in Städten wie Wien, Berlin, Hamburg, Dresden, Wiesbaden, Amsterdam, Brüssel, Florenz, Nizza, Rom, Neapel, Madrid, Lissabon, Petersburg und Moskau. Mehrere Konzertreisen führten Adelina Patti wiederholt nach Nord -, Mittel- und Südamerika. 1878 kaufte die Sängerin in Wales das Schloss „Craig-y-Nos“ wo sie die Zeit zwischen den Tourneen verbrachte. Auf diesem Schloss veranstaltete die Künstlerin regelmäßig Konzertabende.

    Biografie

    Adelina Patti stammte aus einer Musikerfamilie. Beide Elternteile waren Sänger – der Vater Salvatore Patti († 21. August 1869) ein italienischer Tenor und die Mutter Catarina Chiesa Barili († 6. September 1870) Sopranistin. Adelina Patti wuchs in New York auf, da ihr Vater als Manager der dortigen italienischen Oper tätig war. Ihre musikalische Ausbildung erhielt sie in erster Linie von ihrer Mutter, ihrem Stiefbruder Ettore Barili und ihrem Schwager Moritz Strakosch, der später auch ihr Manager wurde. Bereits im Alter von acht Jahren sang die Künstlerin Opernarien in einem Konzert in New York. Hier erfolgte auch acht Jahre später am 24. November 1859 ihr Operndebut an der „Academy of Music“ als Lucia in Donizettis Oper „Lucia di Lammermoor“. Der Erfolg war enorm, und es folgte eine Tournee durch Nordamerika und Kuba. Weitere Konzertreisen unternahm die Künstlerin nach Kanada und Mexiko. Nach ihrem triumphalen Erfolg als „Amina“ in „La Sonnambula“ von Bellini in London reiste sie in den 1860er Jahren mit der Operntruppe von Eugenio Merelli durch ganz Europa und trat in Wien, Berlin, Hamburg, Dresden, Wiesbaden, Amsterdam, Brüssel, Florenz, Nizza, Rom, Neapel, Madrid, Lissabon, Petersburg und Moskau auf.

    Bis 1885 wurde die Künstlerin für jede Saison an der Royal Opera Convent Garden in London engagiert. Ihren letzten öffentlichen Auftritt hatte sie hier im Jahr 1900. Darüber hinaus sang Adelina Patti regelmäßig am Théâtre Italien in Paris.

    Wiederholte Male reiste die Sängerin zu Opernaufführungen nach Nord-, Mittel- und Südamerika.

    Doch nicht nur als Opernsängerin wurde sie gefeiert, sondern auch als Konzert- und Oratoriensängern. So sang sie des Öfteren bei den Handel-Festivals in Sydenham in England und beim Birmingham Musical Festival.

    1878 kaufte sie das Castle Craig-y-Nos in Wales. In diesem Schloss richtete die Künstlerin ein Privattheater ein, in dem sie auch selbst veranstalteten Konzerten regelmäßig auftrat.

    Es folgten in den Jahren 1905 und 1906 Plattenaufnahmen, von denen noch heute einige erhalten sind.

    Die Künstlerin starb 1919 in ihrem Schloss in Wales.

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    Adele (Adelina) Juana Maria Patti wurde am 19. Februar 1843 während eines Gastspieles der Eltern in Madrid in der Fuencarral Straße 6 geboren. Sie war das jüngste von mehreren musikalischen Kindern, die alle Musiker wurden. Der sizilianische Vater, Salvatore Patti (1800-1869), war Tenor, die Mutter, Caterina Chiesa Barili-Patti, geboren in Rom (?–1870), Sopranistin. Sogar bis einen Tag vor der Geburt ihrer Tochter Adelina agierte sie noch auf der Bühne.


    Die Schwester Carlotta Patti (1835-1889) spielte zunächst Klavier. Erst später entdeckte sie ihre Sopranstimme. Aufgrund eines Leidens des Bewegungsapparates – sie hinkte – trat sie nur als Konzertsängerin auf. Die Schwester Amelia Patti (1831-1915), eine angesehene Mezzosopranistin, büßte ihre Stimme später ein. Sie war mit dem Impresario Maurice Strakosch, dem späteren Manager Adelinas, verheiratet.

    Der Bruder Carlo Patti (1842-1873) war Violinist und Dirigent, u.a. an den Opernhäusern in New Orleans, New York und St. Louis. Er heiratete die Schauspielerin Effi Germon.

    Da der Vater ab 1847 das italienische Opernhaus in New York managte, verlegte die Familie ihren Wohnsitz dorthin. Die Mutter war weiterhin als Opernsängerin tätig, und Adelina Patti hörte sie regelmäßig singen. So lag es nicht fern, dass die Mutter ihre Tochter anfangs auch im Gesang unterrichtete. Die weitere Ausbildung der Stimme Adelina Pattis übernahm danach der Halbbruder Ettore Barili. Die Schwester Carlotta Patti erteilte der Sängerin Klavierunterricht. Mit sieben Jahren verblüffte Adelina die Familie, als sie auf einem Küchentisch stehend fehlerfrei aus dem Gedächtnis die Arie „Casta Diva“ aus Bellinis Oper „Norma“ sang. Schon in frühen Jahren zeichnete sie sich durch ihre „klare Silberstimme, richtiges und jede Melodie schnell fassendes Gehör und eine unwiderstehliche Neigung, selbst die Sprache melodisch und gesangartig zu gestalten“ aus. („Niederrheinische Musik-Zeitung“ 7. Oktober 1865, 13. Jg., Nr. 40, S.316.)


    Die Entdeckung ihres Talentes fiel in eine Periode finanzieller Schwierigkeiten der Familie. Daher sorgte der Vater bald für öffentliche Auftritte seiner Tochter. So hatte sie am 22. November 1851 ihren ersten öffentlichen Auftritt in der „Triple Hall“ in New York und „erregte allgemeines Erstaunen durch die Reinheit ihres Gesanges, die Biegsamkeit der Stimme und die wunderbare natürliche Leichtigkeit der Coloratur“. („Niederrheinische Musik-Zeitung“ 7. Oktober 1865, 13. Jg., Nr. 40, S.316.)


    Diesem Konzertdebut folgten über drei Jahre Tourneen nach Nordamerika, Kuba, Mexiko und durch die Karibik gemeinsam mit Ole Bull. Die Tourneen organisierte ihr Schwager Maurice Strakosch. Während dieser lukrativen Konzertreisen sang Adelina Patti u.a. Bravourarien wie „Una voce poco fa“ aus dem „Barbiere di Siviglia“ von Gioacchino Rossini, „Home Sweet Home“ komponiert von Henry Bishop und „Comin’ thro’ the Rye“, ein schottisches Lied mit einem Text von Robert Burns. Diese Lieder und Arien blieben ein Leben lang im Repertoire der Sängerin. Ihre Einnahmen beliefen sich schon damals auf 20 000 Dollar für über 300 Konzerten.1857, auf ihrer zweiten Tournee durch die Südstaaten der USA, reiste Adelina Patti mit dem Pianisten Louis Moreau Gottschalk.


    Die Zeiten zwischen den Konzertreisen nutzte die Sängerin, um weitere Opernpartien einzustudieren, was ihr sehr leicht fiel, wie später berichtet wurde: „Sie besaß eine fabelhafte Schnelligkeit und Auffassungsgabe, so dass sie eine Partie in nur wenigen Tagen erlernen konnte. Bereits im Alter von siebzehn Jahren beherrschte sie das Repertoire von neunzehn großen Partien. („Niederrheinische Musik-Zeitung“ 7. Oktober 1865, 13. Jg., Nr. 40, S.316.)

    Daher verwundert es nicht, dass Adelina Patti bereits mit 16 Jahren am 24. November 1859 in New York in der „Academy of Music“ in der Titelpartie der Oper „Lucia di Lammermoor“ von Gaetano Donizetti auf der Bühne stand. Diese anspruchsvolle Partie stellt enorme Anforderungen an die Koloraturfestigkeit der Stimme, die von der Sängerin bravourös gemeistert wurden.


    Einige Jahre später hielt der Kritiker der „Niederrheinischen Musik-Zeitung“ nach einer Aufführung in Köln die Rolle der Lucia für eine ihrer schönsten und bemerkte: „Die Leistung der Signorina Patti als Lucia in Auffassung, Darstellung und Gesang hat nicht nur in den glänzendsten Momenten der Rolle einen unglaublichen Enthusiasmus erregt, sondern auch den Eindruck hinterlassen, den ein wahres Kunstwerk auf Verstand und Gemüth macht.“ („Niederrheinische Musik-Zeitung“, 14. Oktober 1865, 13. Jg., Nr. 41, S. 322).

    Im Anschluss an ihr Debut sang die Künstlerin im Laufe der Saison in New York in vierzehn verschiedenen Rollen.


    Einen triumphalen Erfolg erlangte Adelina Patti zwei Jahre später am 14. Mai 1861 während ihres ersten europäischen Auftritts als „Amina“ in „La Sonnambula“ von Vincenzo Bellini in London an der „Royal Opera Covent Garden“ unter dem Management von Frederick Gye. Damit begann für die Sängerin eine außergewöhnliche internationale Bühnenkarriere. Zunächst folgten Auftritte in Birmingham, Dublin, Berlin, Brüssel und Den Haag. Als die Sängerin zur Saison 1862 nach London zurückkehrte, war im Covent Garden bereits jede „Patti-Nacht“ ausverkauft. Hier war sie von nun an bis 1885 in jeder Saison engagiert, und auch später kehrte die Sängerin zu Gastauftritten in die englische Metropole zurück.


    Nach ihren Erfolgen in London folgten Europatourneen mit der Operntruppe des Impresarios Bartolomeo Merelli nach Wien, Berlin, Frankfurt, Madrid, Petersburg, Moskau u.a. Aufgrund ihres Erfolges bezeichnete der Rezensent der „Wiener Zeitung“ Adelina Patti als den „Brustkern der ganzen Merelli’schen Unternehmung“, und der Jubel glich quasi einer „Begeisterungsrevolte“. Gelobt wurde ihre ihr „einzig innewohnende Natürlichkeit, Schelmerei [und] Grazie“. („Wiener Zeitung“. Abendblatt, 9. März 1863, Nr. 55, S. 219)


    In Paris engagierte der Manager Calzado die Sopranistin am Théâtre Italien. In der Rolle der Amina begeisterte sie am 16. November 1862 die Zuschauer derart, dass sie von nun an auch in der französischen Musikmetropole ständiger Gast war.


    In der Rolle der „Amina“ debutierte die Künstlerin am 28. Februar 1863 auch in Wien. Aufgrund ihres großen Erfolges wurde die Vorstellung am 2. März 1863 wiederholt. Es folgten Auftritte in der Rolle der „Rosina“ in Gioacchino Rossinis „Il Barbiere di Siviglia”, in der sie die „reizendste Rosine ist, die man sich denken kann; nicht weil sie eben so viel Anmuth als Bravour im Gesange entfaltet als Intelligenz, Geschick, Humor und Grazie im Spiele.“ („Blätter für Theater, Musik u. Kunst“. Wien, 10. März 1863, IX. Jg. Nr. 20, S. 79.)

    In der erfolgreichen Aufführung am 8. März 1863 waren Kaiser und die Kaiserin, die Erzherzöge Rainer Albrecht und Ludwig Victor nebst den Erzherzoginnen Marie und Hildegard anwesend, was für die Bedeutsamkeit der Aufführungen Adelina Pattis sprach. („Die Presse“. Abendblatt, Wien 9. März 1863, 16. Jg., Nr. 67, S. 3)

    Nach der Darstellung der „Norina“ in „Don Pasquale“ und der Titelrolle in „Lucia di Lammermoor“ von Gaetano Donizetti folgten zwölf Vorstellungen am Carltheater in Wien als „Violetta“ in „La Traviata“ von Giuseppe Verdi. An der Hofoper in Wien sang die Künstlerin wiederholt in den Jahren 1872, 1873, 1876, 1877, 1885 und wurde 1888 zur Kaiserlich-Königlichen Kammersängerin ernannt.

    Adelina Patti trug zu einer Erweiterung des Wiener Opernrepertoires bei. Neben der Aufführungen der italienischen Reisetruppe kam es seit 1848 dort lange Zeit fast nur zu deutschsprachigen Opernaufführungen. Erst durch den Erfolg von italienischen Opern mit Adelina Patti in den Hauptrollen ließen sich die Wiener auch für originalsprachige Aufführungen begeistern.


    1863 übernahm die Sopranistin am Hamburger Stadttheater erstmalig die Rolle der „Marguerite“ in „Faust“ von Charles Gounod, die schließlich eine ihrer Glanzrollen wurde.

    Nach einer Londoner Aufführung dieser Partie lobte der Rezensent die Sängerin: „Anmuth und Liebreiz in der Erscheinung und in Spiel, Stimme und Gesang. Alles ist bei ihr nur im Dienste der Schönheit und Jugend und erhält den fesselnden Reiz hauptsächlich von diesen.“ („Niederrheinische Musik-Zeitung“ 30. Juni 1864. 12. Jg., Nr. 31, S. 241-44)


    Es folgten Auftritte in Köln am 3. Oktober 1865 in Bellinis „La Sonnambula“ und am 5. Oktober 1865 als Rosina im „Barbiere di Siviglia“ vor ausverkauftem Haus. In der Rolle der Rosina hat sie das Publikum und die Kritiker „vollends zu allgemeiner Bewunderung hingerissen. [...] [Adelina Patti] hat bereits jetzt schon eine Höhe im Vortrag erreicht, wie sie die meisten ihrer Vorgängerinnen erst in viel späteren Jahren erklommen haben.“ („Niederrheinische Musik-Zeitung“ 14. Oktober 1865, 13. Jg., Nr. 41, S. 322)

    In Deutschland gastierte die Künstlerin weiterhin regelmäßig in Frankfurt, Mannheim und Bad Homburg, an den Hofopern von Berlin und München, in Hannover und in Dresden an der Hofoper.

    Auch international war die Sopranistin erfolgreich. Während der Saison 1868/69 in St. Petersburg und Moskau wurde sie von Zar Alexander zur Hofsängerin ernannt und mit wertvollen Geschenken überhäuft.

    In Brüssel wurde die Künstlerin in den Jahren 1868, 1871 und 1878 am Théâtre de la Monnaie gefeiert.

    Ihr Talent wurde als so sensationell empfunden, dass der Enthusiasmus des Publikums nicht immer in ruhigen Bahnen verlief. In Madrid beispielsweise konnte das Gedränge des Publikums vor dem Theater für eine Patti-Vorstellung schon Anfang der 1860er Jahre nur durch die Polizei im Zaum gehalten werden. („Niederrheinische Musik-Zeitung“ 7. Oktober 1865, 13. Jg., Nr. 40, S.316.).


    Während ihrer Tourneen erweiterte die Künstlerin kontinuierlich ihr Repertoire. Das Besondere war, dass sie jeder Rolle „den Stempel eigenthümlicher, auf Instinct beruhender Auffassung und reizender Ausführung“ aufdrückte. („Niederrheinische Musik-Zeitung“ 28. Januar 1865, 13. Jg., Nr. 4, S. 29)

    Als Giuseppe Verdi die Sängerin 1861 in London in der Rolle der Gilda im „Rigoletto“ hörte, wurde er einer ihrer großen Bewunderer. 1870 hörte er sie in Paris als Violetta in „La Traviata“. Doch nicht nur ihr Gesangsstil faszinierte ihn, sondern er lobte gleichzeitig ihre Schauspielkunst samt ihrem Charme und ihrer Natürlichkeit und hielt sie für eine „Ausnahmeerscheinung in der Kunst“. (Verdi S. 230)

    Auf den italienischen Bühnen sang die Künstlerin 1865 und 1866 in Florenz, Bologna, Rom und Turin. Ihr Debut an der Mailänder Scala erfolgte am 3. November 1877 als Violetta in „La Traviata“. Ihr Auftritt auf dieser Bühne 1893 wurde ebenfalls ein großer Erfolg.

    1878 folgten weitere Tournee nach Mailand, Genua, Florenz, Rom und Neapel.


    Nicht nur in Europa war die Sängerin ein Star. Nach 20 Jahren kehrte die Sängerin 1881 wieder nach New York zurück. Allerdings waren ihre ersten Konzerte in der „Steinway Hall“ aufgrund der hohen Eintrittspreise nicht gut besucht. Doch das Management reagierte auf den Misserfolg und reduzierte die Kartenpreise. Von nun an waren alle Vorstellungen ausverkauft, und der Rezensent der New York Times beschrieb ihren Gesang als den besten, den er je auf der Welt gehört hatte: „The elegance and finish of her phrasing is the most marked characteristic of Mme. Patti. [...] She is never careless in her treatment of a phrase, but delivers it with a graceful expression, an abundance of breath, and a repose that indicates perfect comprehension of the music and entire ability to meet every demand on her voice.“ (Die Eleganz und die Ausführung ihrer Phrasierungskunst ist das hervorstechende Charakteristikum von Madame Patti. […] Niemals ist sie bei der Behandlung einer Phrase nachlässig, sondern gestaltet diese mit graziösem Ausdruck, einem langen Atem und einer Ruhe, die auf ein vollkommenes Verständnis der Musik und auf ihr großes Talent, jeder Anforderung an ihre Stimme zu genügen, hinweist. „New York Times“, 13. November 1881)


    Im Folgejahr trat sie am 27. Februar 1882 im „Germania Theater“ in New York auf. Als Violetta in der Oper „La Traviata“ von Giuseppe Verdi überzeugte sie das Publikum besonders: „Her admirable voice glistened through its measures; her clear cut elocution bore to every ear every syllable of the soft Italian tongue in which Violetta sings of her woes, and she moved over the boards as beautiful, as graceful, and, as to sensitiveness and the magnetism which less perfect vocalists diffuse about them, as unimpressed and unimpressive as a statue.” (Ihre herrliche Stimme glänzte in allen Registern; ihre deutliche Aussprache dringt mit jeder Silbe ihrer weichen italienischen Zunge, mit der sie das Leid der Violetta besingt, an jedes Ohr, und sie bewegt sich mit Schönheit, Anmut und Empfindsamkeit, die weniger begabten Sängerinnen, die oft unbeeindruckt wie eine Statue wirken, fehlen. “New York Times” 28. Februar 1882)

    Speziell in den 1880er Jahren tourte Adelina Patti regelmäßig durch Amerika. Die Opernauftritte erfolgten unter dem Management von Colonel J.H. Mapleson (1883/1887/1890). Weitere Tourneen durch Nord-, Mittel- und Südamerika mit Gastspielen in Metropolen wie New York, Mexiko City, Buenos Aires, Montevideo u.a. folgten.

    War die Künstlerin 1887 und 1890 zunächst gastweise an der Metropolitan Opera in New York engagiert, gehörte sie in der Saison 1892/93 zum festen Ensemble des Opernhauses. In dieser Zeit konnte sie dort in der Rolle der Martha in der gleichnamigen Oper von Flotow, der Rosina und der Lucia bewundert werden.

    Am 23. September 1889 sang Adelina Patti in Chicago im Galakonzert zur Eröffnung des neuen Opernhauses. Bei diesem Ereignis war sogar der amerikanische Präsident Benjamin Harrison anwesend.

    Eine erneute Konzertreise durch Amerika folgte 1903. In ihrem ersten Konzert auf dem westlichen Kontinent sang sie die Lieder „Last Rose of Summer“ und „Home, Sweet Home“ in der Carnegie Hall. Begleitet wurde die Künstlerin vom New York Symphony Orchestra. („New York Times“ 1. November 1903)


    Auch in den 1880er und 90er Jahren reiste Adelina Patti weiterhin durch viele europäische Städte wie beispielsweise Berlin, Paris, Amsterdam, Nizza, Madrid, Lissabon und Turin. König Vittorio Emmanuele kam eigens zu einem ihrer Auftritte nach Florenz.

    Im Londoner Covent Garden sang die Sopranistin in der Saison 1894/95 letztmalig die Rolle der Violetta in „La Traviata“, die Zerlina im „Don Giovanni“ und die Rosina im „Barbiere di Siviglia“. 1906 gab sie hier in der Royal Albert Hall ihr Abschiedskonzert, jedoch trat sie am 24. Oktober 1914 noch einmal zu einem Kriegs-Benefiz-Konzert in dieser Konzerthalle auf. Auch dieses, ihr letztes Konzert in London, war ausverkauft.


    Am 27. September 1919 starb die Künstlerin an Herzbeschwerden. Sie wurde am 29. Mai 1920 auf dem Friedhof Père Lachaise in Paris in der Nähe ihres Vaters begraben.

    Würdigung

    Mehr als 50 Jahre lang war sie auf allen Bühnen der Welt zuhause und wurde mit Jenny Lind und Henriette Sontag verglichen.

    Ihr Repertoire umfasste mehr als 30 Opern. Speziell die italienischen Bühnenwerke zählten zu ihren Favoriten, aber auch Opern von Meyerbeer und Gounod brachte die Sängerin häufig zur Aufführung. Ursprünglich als lyrischer Koloratursopran ausgebildet, waren ihre Glanzrollen die Lucia, Amina, Violetta und Rosina. Ihr Repertoire erweiterte sich in Richtung lyrischer Sopran bis zum Lirico-spinto-Fach mit Rollen der Aida und der Leonore aus „Il Trovatore“. Aber auch in Partien beispielsweise von Meyerbeer war sie erfolgreich.


    Der Entstehung der neuen Schule des dramatischen Wagnergesanges schloss sich Adelina Patti nicht an und führte auch keine Rollen aus Opern des Komponisten in ihrem Repertoire. Auch den aufkommenden Verismo Partien fühlte sich die Künstlerin nicht verbunden.


    Zählte sie zu den Phänomenen im Gesangsstil und der Ausdruckskraft auf dem Gebiet der italienischen Oper, gingen die Meinungen der Kritiker über die Rolle der Zerlina in Mozarts Oper „Don Giovanni“ auseinander. Während Eduard Hanslick gerade ihre Interpretation der Zerlina besonders gelungen empfand - „Die Patti gab uns das wahrhafte Ideal der Zerline“ (Hanslick S. 26) -, sprach ein Rezensent der „Niederrheinischen Musik-Zeitung“ gar von einer „Entstellung der Zerline in Spiel und Gesang; ... musikalisch betrachtet aber sang sie Mozart gerade wie Bellini oder Donizetti.“ („Niederrheinische Musik-Zeitung“ 28. Januar 1865, 13. Jg., Nr. 4, S. 29)

    Napoléon III. schloss sich dem Urteil Eduard Hanslicks auf ganz andere Weise an. Als die Sopranistin 1863 in Paris die „Zerlina“ sang, ließ er sie nach dem 2. Akt in die Königsloge rufen und schenkte ihr in Anerkennung ihrer hervorragenden Leistung ein goldenes Armband.


    Kritik gab es für ihre Interpretation der Valentine in „Les Huguénots“ von Meyerbeer bei der Aufführung 1875 in Paris. Vorgeworfen wurde der Sängerin, dass sie der Bedeutung der Rolle nicht gerecht wurde, in dem sie diese mit zu wenig charakteristischen Zügen ausgestattet hätte und es an Größe in der Dramatik fehle. („Allgemeine Musikalische Zeitung“ 27. Januar 1875, Jg. 10, Nr. 4, S. 53).


    Solche Art widerspüchliche Kritik blieb allerdings die Ausnahme. Im Gegenteil, gerade durch ihren Erfolg verhalf Adelina Patti vielen Bühnenwerken zum Durchbruch. Beispielsweise sang die Künstlerin 1868 in Paris im Théâtre Italien in der französischen Erstaufführung von Verdis „Giovanna d’Arco“ die Titelheldin und 1876 in London im Covent Garden bei der ersten englischen Darbietung die Aida – Verdi ging den Part mit ihr durch. Am 4. Juli 1882 folgte die Uraufführung der Oper „Velléda“ von Charles Lenepveu mit der Künstlerin in der Titelrolle. Weiterhin sang sie die Titelrolle der Oper „Gelmina“ von Józef Poniatowski am 4. Juni 1872 in London. Der Komponist verehrte die Künstlerin und widmete ihr die Partitur des Werkes. Eine besondere Ehrung erfuhr die Sängerin durch den Komponisten Emilio Pizzi, der für sie die Oper „Gabrielle“ schrieb. Sie brachte das Werk in der Titelrolle am 23. November 1893 in Boston zur Uraufführung.


    Nicht nur auf dem Gebiet der Oper leistete Adelina Patti Großes, sondern auch in Messen und Oratorien brillierte sie: „Wie sehr Adelina Patti die ernste Musik, sogar die Oratorien, liebt und auch darin durch ihren Gesang entzückt, hat sie diesen Sommer bei dem Musikfeste in Birmingham bewiesen, wo sie unter Anderem durch den Vortrag von Arien aus Händel’s ,Messias‘ und ,Judas Maccabäus‘ einem wahren Triumph gefeiert hat.“ („Niederrheinische Musik-Zeitung“ 14. Oktober 1865, 13. Jg., Nr. 41, S. 322)


    In den Jahren 1905 und 1906 entstanden 27 Plattenaufnahmen. Diese wurden nicht in einem Tonstudio produziert, sondern der Produzent Fred Gaisberg reiste zu diesem Zweck mit seinem Equipment in das Schloss Craisg-y-Nos. Die Aufnahmen sind auch heute noch unter verschiedenen Labels zu erwerben und geben, obwohl die Sängerin das 60. Lebensjahr bereits überschritten hatte, einen Eindruck von der Gesangskunst Adelina Pattis. Eine der berühmtesten Aufnahmen von 1906 war die Arie „Ah! Non credea mirarti“ aus der Oper „La Sonnambula“ von Vincenzo Bellini.


    Stets wurden neben ihrem ausgezeichnetem Gesangsstil auch ihre schauspielerischen Leistungen lobend hervorgehoben.


    Die Aura einer Diva wurde durch zahlreiche Geschichten, die sich um ihr Leben rankten, unterstrichen.

    Nicht zuletzt zählte auch ihr Lebensstil mit dazu. Die Künstlerin war drei Mal verheiratet. Ihr erster Ehemann, der Franzose Marquis Henry de Caux (Henri Roger de Cahusac, 1825-1889), war Vortänzer am Hof von Napoléon III. von Frankreich. Möglicherweise war diese Verbindung keine Liebesheirat, sondern es standen eher gegenseitige Vorteile im Vordergrund – die Sängerin erlangte den Titel ihres Ehegatten, und er profitierte von ihrem großen Vermögen. Beide Ehepartner hatten bald Affären. Adelina Patti lernte den Tenor Ernesto Nicolini (eigentlich Ernest Nicholas 1834-1898) kennen, gegen den sie zunächst eine tiefe Abneigung empfand. Doch ihre Gefühle für Nicolini änderten sich, und bald kam es zu einer Beziehung der Künstler, die über das berufliche Maß hinausging. Nicolini war zu der Zeit bereits verheiratet und hatte fünf Kinder. In Paris kam es zu einem Skandal, als das Paar während der Aufführung der Oper „Roméo et Juliette“ von Charles Gounod in der Liebesszene 29 leidenschaftliche Küsse austauschte. Die Trennung von de Caux folgte am 3. August 1877. Offiziell geschieden wurde Adelina Patti erst am 15. Juli 1885. Es wurde kolportiert, dass die Künstlerin durch diese Trennung ihr halbes Vermögen einbüßte. Sie musste ihrem Ex-Gatten angeblich ca. 1,5 Milliarden Goldfrancs auszahlen, was ihr allerdings aufgrund ihrer hohen Einnahmen nicht schwer fiel. Nachdem Nicolini und Patti beide geschieden waren, heirateten sie am 10. Juni 1886 und wurden schließlich das Traumpaar der Opernbühne. Die Ehe schien glücklich zu sein und hielt bis zum Lebensende von Nicolini, der am 18. Januar 1898 an Krebs verstarb.


    Im Jahr 1878 kaufte Adelina Patti das Schloss In Craig-y-Nos in Wales und ließ es aufwändig renovieren. Hier pflegten die Ehegatten einen extravaganten Lebensstil mit 40 Bediensteten und einem Privattheater, auf dessen Bühne die Künstlerin Konzerte gab. Zur Einweihung des Theaters 1891 reisten die berühmten Gäste in speziellen Eisenbahnwaggons an. Für ihren Umgang mit Luxus und ihre Freigiebigkeit als exzellente Gastgeberin sprachen, dass während dieser Feier ca. 450 Flaschen Champagner getrunken wurden.


    Nach dem Tod Nicolinis heiratete Adelina Patti am 25. Januar 1899 Rolf Cederström (1870-1947), einen schwedischen Baron, der die Diva verehrte.


    Die Künstlerin konnte sich ein luxuriöses Leben leisten, denn sie erhielt sehr hohe Gagen.

    Maurice Strakosch, Schwager und Agent von Patti, hatte bereits in ihrer Jugend ihr Gehalt im Covent Garden erfolgreich verhandeln können. Erhielt sie anfangs pro Monat einen Betrag von 150 Pfund, steigerten sich die Honorare auf 400 Pfund im Monat, und in den Jahren 1863 bis1867 erhielt sie sogar bis zu 120 Pfund pro Auftritt. De Caux gelang es, diese Summen auf angeblich 200 Pfund pro Abend zu steigern, von denen er 60 Pfund – vermutlich ohne ihr Wissen – für sich beanspruchte. Ihr Durchschnittseinkommen lag 1869 bei über 1000 Pfund im Monat.

    In Amerika sang die Diva nicht unter 5000 $. Das Geld musste ihr mittags um 14 Uhr im Hotelzimmer übergeben werden, ansonsten weigerte sie sich, das Hotel zu verlassen. In Buenos Aires erhielt die Sopranistin sogar 8000 Pfund am Abend. Adelina Patti verdiente mehr Geld als alle anderen Künstler, sie war die höchstbezahlteste Sängerin ihrer Zeit und verdiente etwa das Doppelte wie Jenny Lind. Der Gewinn Adelina Pattis belief sich in Amerika auf ca. 5.000.000 $. Die Künstlerin stellte ihren Gewinn auch zur Schau und trug Abendkleider im Wert von bis zu 500.000 $, die bedeckt waren mit den kostbarsten Steinen.


    Für ihre Extravaganz sprach weiterhin, dass sie wie eine Fürstin in einem eigenen Salonwagen, mit 50 Koffern, einigen Haustieren, Privatsekretär und persönlichem Koch reiste.

    Als im Jahr 1903 eine erneute Tournee durch Amerika geplant wurde mit 60 Konzerten von Westen – San Francisco – bis in den Süden nach New Orleans, mietete die Diva in jeder Stadt fünf Suiten und zusätzlich in den Etagen darüber die gleichen fünf Räume leer stehend, um unbedingte Ruhe zu haben.


    Im späteren Stadium ihrer Karriere besuchte die Diva keine Bühnenproben mehr und ließ sich erst kurz vor der Vorstellung darüber informieren, wer ihre Gesangspartner waren.


    Berühmt wurden ihre sogenannten „Farewell“-Konzerte, ein damals neuartiger Werbetrick des Managements. So lockte die Sängerin mit diesem Ruf in den Jahren 1903, 1906, 1907 und 1908 das Publikum in Amerika in ihre Konzerte.

    Rezeption

    Adelina Patti war eine Sängerin von internationalem Ruhm und in ihrer Epoche stilbildend besonders im Bereich der italienischen Oper. Aufgrund ihrer klaren Stimme und ihrer beachtlichen Bandbreite sang sie die bedeutendsten Rollen in den Opern Vincenzo Bellinis, Gioacchino Rossinis, Gaetano Donizettis und Giuseppe Verdis.

    Ihre Stimme wird als ausgeglichen und biegsam in allen Registern von c bis f‘‘‘ beschrieben. Ihre Stilmittel waren eine „glockenreine Intonation in allen Lagen, ein unwandelbar sicherer Ansatz, eine messa di voce, welche als eine wesentliche Bedingung des Ausdrucks [.. .] bis zum verschwebenden Hauche zauberisch rein und wohltuend bleibt [...] eine fabelhafte Leichtigkeit und technische Vollendung in jeder Art von Coloratur und Verzierung bis zum blendendsten Staccato und correcten, höchst angenehmen Triller.“ („Niederrheinische Musik-Zeitung“ 14. Oktober 1865, 13. Jg., Nr. 41, S. 321-23)

    Auch bei Kolleginnen fanden ihre Leistungen große Anerkennung. So bezeichnete Nellie Melba die Stimme der Patti als „perhaps the most golden voice ever heard, its timbre exquisite, her diction pellucid’ (die wohl goldenste Stimme, die je gehört wurde, ausgezeichnet in der Klangfarbe, transparent in ihrer Ausdrucksweise. Gwyn Briwnant Jones: Craig-y-Nos, S. 5)

    Üblich war es für Sängerinnen und Sänger zu Zeiten Verdis, eigene Kadenzen zu den Arien zu kreieren. Wie oben bereits beschrieben, fügte Adelina Patti in ihren Gesang häufig Verzierungen und Kadenzen ein, die teilweise in der Kadenzsammlung von Luigi Ricci zu finden sind. (Christian Springer: Verdi-Studien, S. 193)

    Der im 19. Jahrhundert berühmte Rezensent Eduard Hanslick schrieb der Sängerin sogar musikalisches Genie zu (S. 18) – eine ehrenvolle Bezeichnung für eine Frau, da weiblichen Künstlerinnen in der Regel im 19. Jahrhundert „Genie“ abgesprochen wurde.


    Der Gesang der Künstlerin vereinte sich mit ihrer großen Darstellungskunst: „Es wird ihr ein entschiedenes Talent zum Schauspiel sowohl in der Auffassung des Charakters der Rolle, als auch in der Durchführung bis in jede Einzelheit bekundet.“ („Niederrheinische Musik-Zeitung“ 14. Oktober 1865, 13. Jg., Nr. 41, S. 321-23.)

    Daher verwundert es nicht, dass Giuseppe Verdi die Künstlerin 1877 in Mailand anlässlich einer Aufführung von „La Traviata“ mit ihr in der Titelpartie zur besten Darstellerin seiner weiblichen Hauptrolle erklärte.

    Auch Rossini verehrte die Sängerin sehr, und es entwickelte sich eine beiderseitige Freundschaft. Adelina Patti weilte gar in den letzten Lebenstagen des Komponisten in seinem Haus in Passy bei Paris und sang nach dessen Tod bei den Trauerfeierlichkeiten.

    Adelina Patti war über den Opernbereich hinaus auch eine Person des internationalen gesellschaftlichen Lebens. Neben Rossini verkehrten weitere berühmte Gäste im Hause der Sängerin, wie beispielsweise Daniel-François Esprit Auber und der Baron Rothschild. Einem von dessen Gattin Mathilde von Rothschild komponierten Gesangsstück verhalf die Sängerin zu Popularität, indem sie dieses beispielsweise in einem Konzert in Frankfurt/Main sang. Allerdings bekam sie von der Komponistin für jeden Auftritt mit diesem Lied 100 Dukaten. („Allgemeine Musikalische Zeitung“ 4. Oktober 1865 Neue Folge Jg. 3, Nr. 40, S. 662 / „Pester Lloyd“ 66. Jg)

    Natürlich schmückten sich viele Gastgeber mit der international berühmten Sängerin. Auf einer Party des Bankiers Julius Fischhof lernte die Künstlerin u.a. Joseph Strauß kennen.

    Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass Adelinna Patti als weltgewandte Gastgeberin sieben Sprachen fließend sprach.


    Künstler anderer Sparten verehrten die Diva ebenfalls, wie beispielsweise Alexander Dumas der Ältere: „Being a man and a Christian, I love to listen to your singing; but if I were a bird I would die of envy.“ („New York Times“ 30. September 1919). Ebenso Oscar Wilde, der die Künstlerin in seinem Buch „Das Bildnis des Dorian Grey“ erwähnt. Zahlreiche Maler erstellten schon zu Lebzeiten Pattis Porträts, wie beispielsweise 1862 Franz Winterhalter. (“Die Presse” 2. März 1863, S. 6)


    Adelina Patti sang in ganz Europa vor gekrönten Häuptern:

    Bereits 1861, in der ersten Saison ihrer Auftritte in London, lud Königin Victoria die Sopranistin ein, im Buckingham Palast zu singen. Zu ihren Bewunderern zählte weiterhin der Prinz of Wales und der Zar Alexander von Russland. Auch in den Niederlanden sang die Künstlerin im Palast des Königs und erhielt für ihre Aufführung 3.000 Francs.

    Durch ihre Plattenaufnahmen ist die Stimme der Sängerin der Nachwelt erhalten.

    In Castle Craig-y-Nos befindet sich heute eine Gedenkstätte für die berühmte Besitzerin.

    Repertoire

    Opern und Singspiele


    Daniel-François Esprit Auber

    Les Diamants de la Couronne: Theophila


    Vincenzo Bellini

    La Sonnambula: Amina

    I Puritani: Elvira


    Arrigo Boito

    Mefistofele: Margherita


    Georges Bizet

    Carmen: Carmen


    Gaetano Donizetti

    Lucia di Lammermoor: Lucia

    Linda di Chamounix: Linda

    Don Pasquale: Norina

    L’Elisir d’Amore: Adina

    La Fille du Régiment: Marie


    Friedrich von Flotow

    Martha: Martha


    Charles Gounod

    Faust: Marguerite

    Mireille: Mireille

    Roméo et Juliette: Juliette


    Charles Lenepveu

    Velléda: Velléda


    Giacomo Meyerbeer

    Les Huguénots: Marguerite de Valois

    Dinorah ou Le Pardon de Ploërmel: Dinorah

    L’ Étoile du Nord: Catharina

    L’Africaine


    Wolfgang Amadeus Mozart

    Don Giovanni: Zerlina


    Emilio Pizzi

    Gabriella: Gabriella


    Jóseph Poniatowski

    Gelmina: Gelmina


    Luigi und Federico Ricci

    Crispino e la Comare: Annetta


    Gioacchino Rossini

    Il Barbiere di Siviglia: Rosina

    Semiramide: Semiramide

    La Gazza ladra: Ninette

    Don Pasquale: Norina

    Otello: Desdemona


    Giuseppe Verdi

    Aida: Aida

    Rigoletto: Gilda

    La Traviata: Violetta

    Luise Miller: Luise Miller

    Il Trovatore: Leonore

    Giovanna d’Arco: Giovanna d’Arco

    Ernani: Elvira


    Oratorien und Messen


    Laut Kutsch, K.J. / Riemens, Leo: Großes Sängerlexikon, Bd. 5, 4. Auflage, K.G. Saur Verlag, München 2003, S. 3560-3562, sang Adelina Patti in zahlreichen Messen und Oratorien, u.a. in Händels „Messias“ und „Judas Maccabäus“.



    Arien


    Johann Sebastian Bach / Gounod: Ave Maria


    Henry Bishop: Home Sweet Home (Text: John Howard Payne)


    Comin’ thro’ the Rye

    Quellen

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    (Zahlreiche Rezensionen in der Musical Times von 1861 bis zum Tod der Sängerin 1919 sind noch zu erforschen.)



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    14.10.1865, 13. Jg., Nr. 41, S. 321-23



    Monatsschrift für Theater und Musik


    29.9.1861, 7. Jg., Nr. 39, S. 611-12

    22.6.62 , 8. Jg., Nr. 25, S. 393-95

    29.6.62, 8. Jg., Nr. 26, S. 405-09

    8.3.63, 9. Jg., Nr. 10, S. 154-55

    26.4.63, 9. Jg., Nr. 17, S. 267-69

    13.9.63, 9. Jg., Nr. 37, S. 591-92

    24.12.63, 9. Jg., Nr. 52, S. 821-24



    Musikalisches Centralblatt


    15.9.1881, 1. Jg.,Nr. 37, S. 337-39



    Schlesische Theaterzeitung, Breslau


    8.3.1863, 1. Jg., Nr. 10, S. 6-7

    22.3.63, 1. Jg., Nr. 12, S. 7-8

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    26.4.63, 1. Jg.Nr. 17, S. 5-6



    Deutsche Musikzeitung


    22.6.1861, 2. Jg., Nr. 25, S. 197-98



    Orkestertidende, Kristiania


    August 1893, 1. Jg., Nr. 12, S. 64-65



    Melos


    1922, 3. Jg. Nr. 2, S. 97-98



    Svensk musiktidning


    1.10.1891, 11. Jg., Nr. 15, S. 116

    16.1.1899, 19. Jg., Nr. 2, S. 9-10

    1.10.1900, 20. Jg., Nr. 15, S. 109-10



    Abbildungen der Sängerin


    Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt / Main, Sammlung Manskopf: http://edocs.ub.uni-frankfurt.de/volltexte/2003/7801469/


    Österreichische Nationalbibliothek, Bildarchiv und Grafiksammlung, 93 Einträge Fotografien und Grafiken, Sign. Pf 470


    Nationalbibliothek Wales

    http://cat.llgc.org.uk/cgi-bin/gw/chameleon


    Bibliothèque nationale de France, Department des Manuscrits: Sign. NAF 15071, f. 9 und NAF 15142, f. 91-93



    Plattenaufnahmen


    Verzeichnis der Deutschen Nationalbibliothek https://portal.dnb.de/

    British Library unter: http://explore.bl.uk



    Briefe


    British Library unter MUS RP 6909

    Recherchierbar unter: http://searcharchives.bl.uk


    Handschriftenabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin Preußischer Kulturbesitz, Verbundkatalog Nachlässe und Autographen:

    http://kalliope.staatsbibliothek-berlin.de/


    Bibliothèque nationale de France, Department des Manuscrits: Sign. NAF 15142, f. 94-95

    Weitere Einträge siehe: www.bnf.fr


    Manuskript-Abteilung der British Library: http://molcat.bl.uk und Einträge für das Archiv der Royal Philharmonic Society


    Nationalbibliothek Wales: http://isys.llgc.org.uk/index.htm



    Konzertprogramme


    http://www.concertprogrammes.org.uk



    Links


    www.craigynoscastle.com


    http://www.craigynoscastle.com/history.htm


    http://www.craigynoscastle.com/adelina_patti.html


    http://www.craigynoscastle.com/adelina_and_her_music.html

    Forschung

    Thematischer Schwerpunkt der Publikationen zu Adelina Patti war stets ihre Karriere als Sopranistin auf der Opernbühne.

    Es gibt zahlreiche Quellen zur Biografie der Sängerin Adelina Patti einschließlich der Erinnerungen von Zeitgenossinnen und -genossen, Briefen und anderen Dokumenten, deren Fundorte bekannt sind.

    Forschungsbedarf

    Eine wissenschaftlich aufgearbeitete Biografie der Sopranistin fehlt bislang. Das Leben der Sängerin ist sehr sagenumwoben und widersprüchliche Daten in den Quellen führen zu unterschiedlichen Interpretationen. Auch die Erinnerungen der Sängerin enthalten Widersprüche speziell zum Beginn ihrer Karriere. Dieses gilt es aufzuarbeiten. Weiterhin bleibt ihr Engagement für Konzert- und Opernaufführungen in ihrem Schloss Craig-y-Nos im Dunklen. Der Lebensabschnitt als Konzertveranstalterin wurde bisher in allen Biografien vernachlässigt. Auch ihr Wirken als Messen- und Oratoriensängerin ist bisher kaum beachtet worden und bedarf der Nachforschung.

    Normdaten

    Virtual International Authority File (VIAF): 54166340
    Deutsche Nationalbibliothek (GND): 119235323
    Library of Congress (LCCN): n80148743
    Wikipedia-Personensuche

    Autor/innen

    Jutta Heise


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Regina Back


    Empfohlene Zitierweise

    Jutta Heise, Artikel „Adelina Patti“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom ...
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/Artikel/Adelina_Patti