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Sara Magnus-Heinze

Sara Magnus (geb.), Sarah Magnus-Heinze, Sarah Magnus, Sara Heinze, Sarah Heinze

* 18. Dezember 1836 in Stockholm, Schweden.
† 27. Oktober 1901 in Dresden, Deutschland.



„Frl. Magnus gehört zu unseren besten Pianistinnen. Ihr höchst sauberes, brillantes und elegantes Spiel war auch diesmal von zündender Wirkung, so daß dieselbst nach mehrmaligem Hervorruf noch eine Zugabe […] spenden musste.“

(„Neue Zeitschrift für Musik“ vom 27. März 1863, S. 107)
Tätigkeitsfelder
Pianistin, Bearbeiterin, Herausgeberin, Musikpädagogin

Orte und Länder
Sara Magnus-Heinze wurde in Stockholm geboren und kam vermutlich Mitte der 1850er Jahre nach Berlin, um an Theodor Kullaks „Neuer Akademie der Tonkunst“ Klavier zu studieren. Nach kürzeren Aufenthalten in Prag, Hamburg und Frankfurt a. M. (ca. 1860-1864) ließ sie sich nach ihrer Heirat 1865 gemeinsam mit ihrem Mann Gustav Heinze in Leipzig nieder. Im Jahr 1867 zog das Ehepaar nach Dresden, wo Sara Magnus-Heinze bis 1883 wohnhaft blieb. Von 1883 bis 1890 lebte Sara Magnus-Heinze in Hamburg und kehrte dann nach Dresden zurück. Sie starb 1901 in Dresden.

Profil
Sara Magnus-Heinze studierte ab Mitte der 1850er Jahre bei den Pianisten Theodor Kullak in Berlin, Alexander Dreyschock in Prag (vermutlich) und Franz Liszt in Prag bzw. Weimar. Noch während ihres Studiums konnte sie sich als herausragende Pianistin im deutschen Musikleben behaupten und konzertierte in den 1860er Jahren u. a. im Leipziger Gewandhaus, in den dortigen Euterpe-Konzerten, den Frankfurter Museumskonzerten, den so genannten „Privatconcerten“ Bremens, im Breslauer Orchesterverein und in der Hamburger Sing-Akademie. Zu ihren regelmäßigen Kammermusikpartnern zählten der Geiger und Konzertmeister Johann Christoph Lauterbach und der Violoncellist Friedrich Grützmacher in Dresden sowie der Violoncellist Sebastian Lee und der Geiger Goby Eberhardt in Hamburg.

Ab Mitte der 1860er Jahre veröffentlichte Sara Magnus-Heinze zahlreiche Klavierbearbeitungen von Werken Johann Sebastian Bachs, Georg Friedrich Händels, Carl Maria von Webers und John Fields. Dabei erreichten besonders ihre Bearbeitungen einzelner Sätze aus den Solosonaten und -partiten Johann Sebastian Bachs eine große Popularität, die teilweise bis in die 1950er Jahre anhielt.

Spätestens ab 1883 – vermutlich jedoch bereits wesentlich früher – wirkte Sara Magnus-Heinze auch als Musikpädagogin in Hamburg und Dresden. Über ihre Schülerinnen und Schüler sowie über die Art ihres Unterrichts ist bislang jedoch nichts Näheres bekannt.

Biografie

Sara Magnus-Heinze, geb. Magnus, wurde am 18. Dezember 1836 in Stockholm als Tochter des Verlagsbuchhändlers Simon Magnus geboren. Über ihre erste musikalische Ausbildung ist bislang nichts Näheres bekannt. Ungefähr Mitte der 1850er Jahre kam Sara Magnus nach Berlin und studierte dort Klavier bei Theodor Kullak an dessen „Neuer Akademie der Tonkunst“. Im Frühjahr 1858 gab sie in Berlin ihr offizielles Debüt, von dem sogar die „Gazette musicale de Paris“ Notiz nahm: „Mlle Sarah Magnus, élève de M. Kullack, a débuté dans le monde musical par un brillant concert.“ („Mlle. Sarah Magnus, Schülerin von Herrn Kullack, hat in der musikalischen Welt mit einem herausragenden Konzert debütiert.“; „Gazette musicale de Paris“ vom 8. Mai 1858, S. 159) Anfang der 1860er Jahre setzte Sara Magnus-Heinze ihr Studium bei Alexander Dreyschock und Franz Liszt fort, möglicherweise in Prag, wo Alexander Dreyschock zu dieser Zeit lebte. Als Ludwig Nohl für seine geplante Liszt-Biografie von Franz Liszt selbst eine Aufzählung seiner „Sänger, Befreundeten und Schüler“ erbat, nahm Franz Liszt auch Sara Magnus-Heinze mit in die Liste auf (vgl. Jung 1988, S. 282).

Nach Abschluss ihres Studiums konnte sich Sara Magnus-Heinze innerhalb kürzester Zeit als Solistin und Kammermusikerin im deutschen Musikleben etablieren und konzertierte in den folgenden Jahren u. a. im Leipziger Gewandhaus, in den Leipziger Euterpe-Konzerten, den Frankfurter Museumskonzerten, den so genannten „Privatconcerten“ Bremens und in der Hamburger Sing-Akademie.
Sie debütierte am 12. Oktober 1862 im zweiten Abonnementkonzert des Leipziger Gewandhauses mit Frédéric Chopins Klavierkonzert f-Moll (op. 21), und ein Rezensent der „Neuen Zeitschrift für Musik“ urteilte über ihr Spiel: „Frl. Sara Magnus aus Berlin erfreute durch den Vortrag des Chopin’schen F moll-Concertes. Da die vorzüglichsten Eigenschaften dieser Dame in einem ungemein egalen, perlenden Anschlag und einer sehr fein pointirten Vortragsweise bestehen, so war es natürlich, daß durch ihre Auffassung die zarte, duftige Seite der Composition mehr zur Geltung kam, als das großartig Leidenschaftliche namentlich des ersten Satzes. Frl. Magnus erhielt reichen, wohlverdienten Beifall“ („Neue Zeitschrift für Musik“ vom 17. Oktober 1862, S. 141; s. a. Dörffel 1884, Anh., S. 90). Am 14. Januar 1863 trat Sara Magnus-Heinze in Hamburg im Rahmen eines Konzertes auf, das die Sängerin Elvira Behrens im Wörmerschen Saal unter der musikalischen Leitung von Ludwig Deppe gab. Dabei spielte sie Klaviersätze von Felix Mendelssohn Bartholdy, Frédéric Chopin und Franz Liszt und begeisterte das Hamburger Publikum derart, dass ein Rezensent der „Neuen Berliner Musikzeitung“ sie mit Clara Schumann verglich: „Wir wissen Frl. Behrens Dank, dass sie in der Wahl des Fräul. Magnus zu ihrer Unterstützung eine so treffliche Mitwirkung gewonnen hatte. Das Concert gewann dadurch wesentlich an Werth, und das Interesse des Publikums, welches sich mit jeder Nummer des Programms immer mehr belebte und zum Schluss in einen förmlichen Beifallsjubel endete, dürfte zum Theil hierin seine Begründung finden. Frl. Sara Magnus bewährte sich als die fertigste Pianistin, die wir hier, ausser Fr. Schumann, seit lange gehört. Die Unfehlbarkeit ihres Vortrags ist eine vollendete und in der Leichtigkeit, womit sie dem Ohre ihre verwickeltsten Formen auseinandersetzt, dürfte sie selbst von wenigen männlichen Virtuosen eher durch äusserliche Dreistigkeit, als durch lautere Richtigkeit übertroffen werden. Auf das dringende Verlangen der Zuhörer und den nicht endenwollenden Applaus gab Fräul. Magnus noch die Campanella von Liszt zu, eine Piece, die in Bezug auf Brillanz und Schwierigkeit nur wenige ihres Gleichen hat.“ („Neue Berliner Musikzeitung“ vom 4. Februar 1863, S. 47)

Wenige Monate später, am 17. März 1863 trat Sara Magnus-Heinze wiederum in Leipzig auf, diesmal im 11. Concert des Musikvereins „Euterpe“: „Frl. Magnus gehört zu unseren besten Pianistinnen. Ihr höchst sauberes, brillantes und elegantes Spiel war auch diesmal von zündender Wirkung, so daß dieselbst nach mehrmaligem Hervorruf noch eine Zugabe […] spenden musste.“ („Neue Zeitschrift für Musik“ vom 27. März 1863, S. 107; vgl. auch „Allgemeine musikalische Zeitung“ vom 25. März 1863, Sp. 239f.) Auf dem Programm standen u. a. Carl Maria von Webers „Polonaise brillante“ (op. 72) in Franz Liszts Bearbeitung für Klavier und Orchester, dessen Bearbeitung von Niccolò Paganinis „La Campanella“ sowie ein Walzer von Frédéric Chopin und eine Gavotte von Johann Sebastian Bach. Weitere Konzerte folgten: Sara Magnus-Heinze spielte am 24. November 1863 im 2. Privatconcert in Bremen Ludwig van Beethovens Klavierkonzert c-Moll (op. 37) (vgl. „Allgemeine Musikalische Zeitung“ vom 27. Januar 1864, S. 65) und vertrat die Pianistin Clara Schumann bei einem Konzert am 26. Januar 1864 in Hamburg in Ludwig van Beethovens Chorfantasie (op. 80) unter der Leitung von Julius Stockhausen: „In dem Beethoven’schen Stücke hatte, statt Fr. Cl. Schumann, Frl. Sara Magnus die Pianofortepartie übernommen, und entledigte sich ihrer, zufolge des unvermeidlichen Vergleichs mit ihrer berühmten Vorgängerin, doppelt schwierigen Aufgabe mit so bezauberndem, seltenen Talente, daß sie lebhaften Hervorruf erzielte.“ Im Mai 1864 konzertierte Sara Magnus-Heinze in den Museumskonzerten in Frankfurt a. M. („Allgemeine Musikalische Zeitung“ vom 18. Mai 1864, S. 356) und trat am 6. Dezember 1864 im 5. Konzert des Leipziger Musikvereins „Euterpe“ auf, beide Male mit Frédéric Chopins Klavierkonzert f-Moll (op. 21). Über das Leipziger Konzert berichteten die „Signale für die musikalische Welt“: „Dem Concert zu nicht unwesentlicher Zierde gereichte das Clavierspiel des Fräulein Sara Magnus. In dem Fmoll-Concert von Chopin und in einer ungarischen Fantasie mit Orchester von Liszt documentirte sie jene Vorzüge einer gereiften, mit den Schwierigkeiten der ihr unterstellten Aufgaben sich trefflich abfindenden Technik und einer musikalisch sichern Erkenntniß, welchen wir schon früher unsere Anerkennung zu zollen hatten.“ („Signale für die musikalische Welt“ vom 9. Dezember 1864, S. 961)

Neben ihren Auftritten als Solistin spielte Sara Magnus-Heinze auch in selbst veranstalteten Konzerten und bei verschiedenen Kammermusikabenden. So gab sie z. B. am 30. Januar 1864 gemeinsam mit dem Geiger Boie (Vorname unbekannt) und dem Violoncellisten Sebastian Lee ein eigenes Konzert in Hamburg. Das Programm umfasste u. a. ein Klaviertrio von Johann Nepumuk Hummel, Ludwig van Beethovens Violinsonate A-Dur (op. 47) sowie mehrere Stücke für Klavier solo, darunter die „Stille Liebe“ von Adolf Jensen (op. 2 Nr. 5) (vgl. „Neue Zeitschrift für Musik“ vom 12. Februar 1864, S. 58). Am 16. Januar 1864 trat die Pianistin gemeinsam mit dem Geiger Petersson und dem Violoncellisten Pester (Vornamen unbekannt) in der 2. Kammermusiksoirée des Leipziger Musikvereins Euterpe auf. Das Ensemble spielte dabei u. a. die Klaviertrios A-Dur von Johann Nepumuk Hummel (op. 83) und c-Moll von Felix Mendelssohn Bartholdy (op. 66) („Allgemeine Musikalische Zeitung“ vom 24. Februar 1864, S. 148).

Am 9. Februar 1865 heiratete Sara Magnus-Heinze in Stockholm den Leipziger Musikverleger Gustav Heinze und ließ sich anschließend mit ihm in Leizpig nieder; ihre Tochter Helene Heinze wurde am 28. November 1865 geboren (vgl. Artikel „Magnus-Heinze, Sara“ 1864/65; Artikel „Heinze, Helene“ 1926). Anderthalb Jahre später, Anfang 1867, zog das Ehepaar aus beruflichen Gründen nach Dresden. Die „Signale für die musikalische Welt“ meldeten: „Der Musikalienverleger Herr Gustav Heinze in Leipzig siedelt nach Dresden über und associirt sich daselbst mit Herrn Musikalienhändler B. Friedel. Mit ihm verliert Leipzig auch seine Gattin, geb. Sarah Magnus, bekanntlich eine ausgezeichnete Pianistin.“ („Signale für die musikalische Welt“ vom Januar 1867, S. 102) Im Jahr 1876 verkaufte Gustav Heinze seinen Verlag an Max Abraham aus dem Verlag C. F. Peters (vgl. Bucholtz 2001, S. 76) und stieg in den Klavierhandel ein; er starb jedoch bereits kurze Zeit später, 1878, auf einer Reise nach Australien (vgl. Artikel „Heinze Gustav“, Mendel 1883).

Auch nach ihrer Heirat blieb Sara Magnus-Heinze in Leipzig und Dresden als Solistin und Kammermusikerin im öffentlichen und privaten Musikleben präsent. So spielte sie z. B. am 19. Februar 1866 im Leipziger Gewandhaus im Rahmen eines historischen Konzerts, das die Sängerin Mathilde Marchesi-Graumann und der Sänger Salvatore C. Marchesi veranstalteten, ein Präludium mit Fuge und eine Gavotte von Johann Sebastian Bach sowie die Klaviersonate As-Dur (op. 110) von Ludwig van Beethoven (vgl. Dörffel 1884, S. 223). Ebenfalls im Leipziger Gewandhaus trat sie im Frühjahr 1866 im Rahmen eines Wohltätigkeitskonzertes mit dem Klavierkonzert g-Moll von Ignaz Moscheles (op. 60), Frédéric Chopins Nocturne Fis-Dur (op. 15 Nr. 2) und Franz Liszts Polonaise Nr. 2, Ges-Dur, auf (vgl. „Dwight’s Journal of Music“ vom 14. April 1866, S. 221).
In Dresden konzertierte Sara Magnus-Heinze häufiger gemeinsam mit dem Geiger Johann Christoph Lauterbach und trat regelmäßig in den von ihm veranstalteten Konzerten, insbesondere in den bekannten Lauterbachschen Kammermusiksoiréen, auf. So spielte sie z. B. im Frühjahr 1867 bei dessen Konzert das Klavierkonzert c-Moll von Ludwig van Beethoven (op. 37) und mehrere Stücke für Klavier solo (vgl. „Allgemeine Musikalische Zeitung“ vom 5. Juni 1867, S. 186), gab im Januar und Februar gemeinsam mit den Mitgliedern des Lauterbachschen Streichquartetts (Johann Lauterbach, Ferdinand Hüllweck, Göring [Vorname unbekannt] und Friedrich Grützmacher) zwei Kammermusiksoiréen, bei denen Ludwig van Beethovens Klaviertrio Es-Dur (op. 70) sowie Robert Schumanns Klavierquintett Es-Dur (op. 44) auf den Programmen standen (vgl. „Musikalisches Wochenblatt“ vom 7. Januar 1870, S. 24 und vom 4. Februar 1870, S. 86). Am 11. Oktober 1870 konzertierte sie mit Johann Christoph Lauterbach und dem Violoncellisten Friedrich Grützmacher im Dresdner Hotel de Saxe. Das Klaviertrio spielte, gemeinsam mit einer Sängerin namens Fräulein Zimmermann, die „Schottischen Lieder“ von Ludwig van Beethoven (op. 108) und Franz Schuberts Klaviertrio Es-Dur (op. 100). Das „Musikalische Wochenblatt“ schrieb über das Zusammenspiel: „In erster Linie ist hier Schubert’s Esdur-Trio (Op. 100) zu nennen, welches man unbedenklich als den Glanzpunct des ganzen Concerts bezeichnen kann und bei dessen Ausführung wir ebensosehr die sorgfältige Ausarbeitung der Details, als auch das vorzügliche Ensemble zu bewundern hatten.“ („Musikalisches Wochenblatt“ vom 21. Oktober 1870, S. 684) Auch ein Kammermusikkonzert im Dezember 1871, bei dem u. a. Ludwig van Beethovens Klaviertrio Es-Dur (op. 70) auf dem Programm stand, begeisterte den Rezensenten des „Musikalischen Wochenblatts“: „Die Lauterbach’sche Quartettsoirèe ergab als höchst interessanten Höhepunct das Trio op. 70, Es dur, von Beethoven, wohl das seltenst gespielte. Frau Sara Heinze am Clavier behauptete mit Auszeichnung ihren Ruf als geistvolle und technisch meisterhafte Interpretin von Kammermusik.“ („Musikalisches Wochenblatt“ vom 8. Dezember 1871, S. 802)

Anfang der 1870er Jahre sind nochmals zwei auswärtige Solistenkonzerte von Sara Magnus-Heinze zu belegen: Am 28. November 1871 debütierte sie im vierten Abonnementkonzert des Breslauer Orchestervereins, wiederum mit Frédéric Chopins Klavierkonzert f-Moll (op. 21) und einem Werk von Carl Maria von Weber, dem Konzertstück f-Moll (op. 79): „Die als Claviervirtuosin [...] sich günstigen Rufes erfreuende Frau Sara Heinze hatte die Soli des Abends übernommen und für ihre Debuts das Chopin’sche F-moll-Concert und das Concertstück in F moll von Weber (in der Henselt’schen Bearbeitung) gewählt. Beide Werke wurden von der Künstlerin in verständissinniger, technisch makelloser Weise dem Publicum übermittelt, welch letzteres seinerseits die Dame in der ehrenvollsten Weise auszeichnete.“ („Musikalisches Wochenblatt“ vom 29. Dezember 1871, S. 12) Dasselbe Programm spielte Sara Magnus-Heinze auch am 26. März 1872 im Rahmen der Konservatoriums-Konzerte in Prag (vgl. „Musikalisches Wochenblatt“ vom 26. April 1872, S. 283).

In Dresden gab Sara Magnus-Heinze neben ihren öffentlichen Konzerten auch kleinere Soiréen in ihrem Haus und musizierte verschiedentlich mit Freunden. So schrieb sie z. B. am 15. November 1876 an Doris Güntz in Dresden: „Wie ich schon neulich erwähnte, werde ich nächsten Sonnabend Nachmittag 5 Uhr einigen wenigen Freunden etwas vorspielen und werde mich freuen, dabei auch Dich u. Deinen Mann zu sehen.“ Am 25. Oktober 1880 schrieb sie aus der Dresdner Viktoriastr. 16 an die gleiche Adressatin: „Nächsten Freitag Abend 7 (sieben) Uhr findet die kl. musik. Soiree bei mir statt u. würde ich mich freuen, Dich u. Deinen Mann dabei zu sehen.“ (Briefe von Sara Magnus-Heinze an Doris Güntz vom 15. November 1876 und vom 25. Oktober 1880. Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg, Frankfurt a. M.) In Kiel spielte sie im Sommer 1881 im Haus des Dichters Klaus Groth gemeinsam mit Leipziger und Dresdner Musikern die „Akademische Festouvertüre“ (op. 80) und die „Tragische Ouvertüre“ (op. 81) von Johannes Brahms. Klaus Groth berichtete hiervon Johannes Brahms am 12. September 1881: „Daß er [ein Dr. Thomsen] mir Deine Rhapsodien so oft vorgespielt hat, bis ich sie kenne, kannst Du Dir denken, auch wie oft sonst bei mir gebrahmst worden ist, letztlich noch Deine Ouverturen, wozu Standge, Meyer, Fiedler, aus Leipzig, Pius Warburg und Frau Heinze aus Dresden mitgeholfen haben. So wächst Deine Gemeine.“ (Brief von Klaus Groth an Johannes Brahms vom 12. September 1881, s. Brahms /Groth 1956, S. 102)

Von 1883 bis 1890 lebte Sara Magnus-Heinze als Musikpädagogin in Hamburg (vgl. Músiol 1888; Sittard 1890, S.281). Parallel zu ihrer musikpädagogischen Tätigkeit trat sie auch in mehreren Hamburger Konzerten auf, u. a. gemeinsam mit dem Geiger und Hamburger Konzertmeister Goby Eberhardt. Die beiden konzertierten z. B. mehrfach im Winter 1887/88 in Kammermusikkonzerten, bei denen sie u. a. die Violinsonaten A-Dur (op. 100) von Johannes Brahms und a-Moll (op. 19) von Anton Rubinstein spielten. So berichtete das „Musikalische Wochenblatt“ im Herbst 1887 aus Hamburg: „Die Reihe der dieswinterlichen Kammermusik-Aufführungen eröffneten Frau Sara Heinze und Hr. Concertmeister Goby Eberhardt mit einer gemeinschaftlich von ihnen gegebenen Soirée. Frau Heinze ist eine Clavierspielerin höchster Qualität, wir haben von ihr die betreffenden Partien zu Brahms’ Op. 100 und Rubinstein’s Op. 19; ausserdem verschiedene Chopin’sche Solosachen technisch vollendet, energisch und doch tonschön, mit klarem musikalischen Verständniss vortragen hören, so dass sie uns [...] als Eine der Ersten in ihrem Fache werth geworden ist.“ („Musikalisches Wochenblatt“ vom 10. November 1887, S. 552; vgl. auch „Musikalisches Wochenblatt“ vom 26. April 1888, S. 202). Im Jahr 1890 kehrte Sara Magnus-Heinze nach Dresden zurück und blieb auch dort als Musikpädagogin aktiv, möglicherweise in institutionellem Rahmen. Im Nachruf schrieb die „Neue Zeitschrift für Musik“, sie habe „ab 1890 eine erfolgreiche Lehrtätigkeit in Dresden“ ausgeübt (vgl. „Neue Zeitschrift für Musik“ vom 21. November 1901, S. 579).

Neben ihrer ausgedehnten Konzerttätigkeit schrieb Sara Magnus-Heinze zahlreiche Klavierbearbeitungen von Werken Johann Sebastian Bachs, Georg Friedrich Händels, Carl Maria von Webers und John Fields, die ab 1867 zunächst im Verlag ihres Mannes Gustav Heinze erschienen. Besonders ihre Bach-Bearbeitungen erreichten eine enorme Popularität: Sie wurden in den gängigen Repertoireverzeichnissen der Zeit geführt und in Fachzeitschriften häufig ausgiebig besprochen. Den größten Bekanntheitsgrad erreichten die Umarbeitungen von Sätzen aus Solosonaten Johann Sebastian Bachs, die an der Schwelle zwischen Bearbeitung und Komposition stehen. Zeitgenössische Rezensionen vermitteln einen vergleichsweise klaren Eindruck von ihrer Arbeit. So schrieb die „Allgemeine Musikalische Zeitung“ über ihre 1867 erschienene Ausgabe „Rondo und Loure aus den Violin- und Violoncellosolosonaten von Johann Sebastian Bach“: „Die Herausgeberin hat aus der E dur-Sonate für Violine ein Rondo und aus der C dur-Suite für Cello eine Loure ausgewählt, dieselben mit volleren Accorden versehen und zuweilen, wo es sich leicht ergab, den Gängen des Instruments zweite Stimmen hinzugefügt (wenngleich in diesem Punkte angemessene Maasshaltung erkennbar ist), und wie wir glauben sagen zu dürfen, mit Geschick und sowohl Kenntniss des Instruments, wie Achtung vor dem Meister die beiden Stücke so transcribirt, dass ihre Wirkung durch die Uebertragung nicht beeinträchtigt, sondern eher gehoben erscheint; jeder Clavierspieler wird sich der Gelegenheit freuen, zwei prächtige und dankbare Sätze, die ihm bis dahin fremd bleiben mussten, in dieser Form zu seinem Eigenthum machen zu können.“ („Allgemeine Musikalische Zeitung“ vom 31. Juli 1867, S. 250) Im Jahr 1871 erschienen „Auserlesene Stücke aus den Violin- und Violoncello-Solo-Sonaten von Johann Sebastian Bach“ mit fünf Bearbeitungen, und das „Musikalische Wochenblatt“ rezensierte: „Der Herausgeberin vorliegender fünf Stücke [....] verdankt die Musikwelt bereits eine ganze Reihe so trefflicher, ja fast durchweg mustergiltiger claviermässiger Bearbeitungen und Uebertragungen Bach’scher Werke [...]. Auch die ‚Auserlesenen Stücke‘ werden Keinen, der sie zur Hand nimmt, in seinen Erwartungen täuschen. In der feinsinnigsten Weise hat Sara Heinze Meister Sebastian’s Violin- und Violoncellpassagen den Eigenthümlichkeiten der Claviertechnik anzupassen verstanden, ohne sich die geringste Impietät zu Schulden kommen zu lassen. Wesentliche Abweichungen von den Originalpassagen und -motiven zeigen sich nur da, wo solche durch die Natur des Claviers unbedingt geboten waren. Die der Hauptstimme zugefügte Begleitung ist entweder rein harmonischer Natur, oder sie ist da, wo die Nebenstimmen selbständiger auftreten, thematisch gehalten; in beiden Fällen aber bekundet die Bearbeiterin gleich tiefes Verständniss der Bach’schen Musik. Die Tempo- und sonstigen Vortragsbezeichnungen sind von Sara Heinze theils präcisirt, theils neu hinzugefügt und werden gewiss gleich den sehr brauchbaren Fingersatzandeutungen willkommen sein.“ („Musikalisches Wochenblatt“ vom 22. Dezember 1871, S. 841) Ab 1890 wurde Sara Magnus-Heinzes schließlich 21 Stücke umfassendes Bach-Album auch bei G. Schirmer in New York verlegt und noch im Jahr 1927 in der Brailleschen Blindenschrift verbreitet; Neuauflagen sind bis in die 1950er Jahre zu belegen.
Anfang der 1870er Jahre erschienenen zudem Bearbeitungen, die eine pädagogische Zielrichtung verfolgten. So arrangierte Sara Magnus-Heinze 1871 z. B. drei Nocturnes von John Field als Vorstudien zu den Nocturnes von Frédéric Chopin, wie bereits im Titel deutlich wird: „Drei Nocturnes für Pianoforte von John Field als Vorstudien zu den Nocturnes von Frédéric Chopin, frei bearbeitet von Sara Heinze“. Das „Musikalische Wochenblatt“ schrieb dazu: „Die von der Herausgeberin mit den Originalen vorgenommenen Aenderungen sind durchweg mit musikalisch-wohlgebildetem Geschmack angebracht und nähern die Field’schen Compositionen dem Chopin’schen Stile um ein Bedeutendes, sodass dieselben so recht geeignet sind, als Vorstudien zu den Nocturnes des letzteren Meisters zu dienen.“ („Musikalisches Wochenblatt“ vom 20. September 1872, S. 620)

Im Laufe ihres Lebens wurde Sara Magnus-Heinze mehrfach ausgezeichnet: Sie wurde im Frühjahr 1870 zum Mitglied der königlich-schwedischen musikalischen Akademie ernannt (vgl. „Musikalisches Wochenblatt“ vom 25. März 1870, S. 206) und erhielt 1874 vom schwedischen König die goldene Medaille für Kunst und Wissenschaft („Neue Zeitschrift für Musik“ vom 6. Februar 1874, S. 65; „Musikalisches Wochenblatt“ vom 6. Februar 1874, S. 77).

Sara Magnus-Heinze starb am 27. Oktober 1901 in Dresden.
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Würdigung

Sara Magnus-Heinze wirkte über 40 Jahre lang erfolgreich als Konzertpianistin, Kammermusikerin, Bearbeiterin und Musikpädagogin. Während über ihre musikpädagogische Arbeit, über ihre Schülerinnen und Schüler bis heute kaum etwas bekannt ist, waren ihre Bearbeitungen von Werken Johann Sebastian Bachs überaus populär und wurden teilweise noch in den 1950er Jahren neu aufgelegt.

Ihre verschiedenen Tätigkeiten können jedoch erst nach weiteren Forschungen differenziert und angemessen gewürdigt werden.
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Rezeption

Aufgrund ihrer jüdischen Herkunft wurde Sara Magnus-Heinze posthum in beiden antisemitischen NS-Musikerlexika gelistet. Sowohl das von Hans Brückner und Christa Rock 1938 herausgegebene Buch „Judentum und Musik – mit einem ABC jüdischer und nichtarischer Musikbeflissener“ als auch das von Theo Stengel und Hans Gerigk erstellte „Lexikon der Juden in der Musik“ von 1940 enthalten einen Eintrag zu Sara Magnus-Heinze (vgl. Brückner/Rock 1938; Stengel/Gerigk 1940).

Eine heutige Rezeption der Tätigkeiten von Sara Magnus-Heinze findet überwiegend in Zusammenhang mit Forschungen über ihren Lehrer Franz Liszt statt. Ihre Bearbeitungen von Werken Johann Sebastian Bachs erschienen jedoch bis in die 1950er Jahre in zahlreichen Neuauflagen (zur zeitgenössischen Rezeption vgl. „Biografie“).
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Werkverzeichnis

Bearbeitungen

Bach, Johann Sebastian. Rondo und Loure aus den Violin- und Violoncellosolosonaten von Johann Sebastian Bach, harmonisirt und für Pianoforte herausgegeben von Sara Heinze. Leipzig: Heinze, 1866/67

Bach, Johann Sebastian. Auserlesene Stücke aus den Violin- und Violoncello-Solo-Sonaten, bearbeitet von Sara Heinze. No. 1. Préambule. No. 2. Loure. No. 3. Intrata. No. 4. Bourée. No. 5. Rondo. No. 6. Menuett. No. 7. Arie. No. 8. Gavotte. Leipzig: Heinze, 1872.

Bach, Johann Sebastian. Bach-Album. Sammlung beliebter Originalkompositionen und Bearbeitung von Stücken aus Violinsonaten etc. von Johann Sebastian Bach, für Klavier, herausgegeben und bearbeitet von Sara Heinze. Leipzig: Peters, 1878.

Bach, Johann Sebastian. Bach-Album. Beliebte Stücke für Klavier zu 2 Händen. Bearbeitet und herausgegeben von Sara Heinze. Revidierte Ausgabe. New York: Hinrichsen, 1955.

Bach, Johann Sebastian. Album of twenty-one favourite Pieces for the Piano. Arranged and edited by Sara Heinze. New York/London: G. Schirmer; Chappell & Co, 1950.

Zu den von Sara Magnus-Heinze für Klavier bearbeiteten Stücken von Johann Sebastian Bach zählen u. a.:
Aria „Mein gläubiges Herze“ aus der Kantate „Also hat Gott die Welt geliebt“ (BWV 68)
Bourrée aus der Partita für Violine solo h-Moll (BWV 1002)
Prelude aus der Partita für Violine solo E-Dur (BWV 1006)
Gavotte aus der Partita für Violine solo E-Dur (BWV 1006)
Menuet aus der Suite für Violoncello solo G-Dur (BWV 1007)
Bourrée aus der Suite für Violoncello solo C-Dur (BWV 1009)
Prelude aus der Suite für Violoncello solo c-Moll (BWV 1011)
Prelude aus der Suite für Violoncello solo D-Dur (BWV 1012)
Gavotte aus der Suite für Violoncello solo D-Dur (BWV 1012)
Bourrée aus der Orchestersuite D-Dur (BWV 1068)


Field, John. Drei Nocturnes, als Vorstudien zu den Nocturnes von Frédéric Chopin, frei bearbeitet von Sara Heinze. Leipzig: Heinze, 1871.

Händel, Georg Friedrich. Auserlesene Stücke aus den Oboen- und Flöten-Sonaten, für Klavier bearbeitet von Sara Heinze. Leipzig: Heinze, 1874.

Weber, Carl Maria von. Polacca brillante op. 72. Für 2 Klaviere zu 4 Händen bearbeitet von Sara Heinze. Berlin: Schlesinger, 1878.
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Repertoire

Eine Repertoireliste von Sara Magnus-Heinze kann derzeit aufgrund fehlender Forschungen nicht erstellt werden. Zu ihrem Repertoire gehörten u. a.:

Bach, Johann Sebastian. Gavotte (keine Präzisierung möglich)
Bach, Johann Sebastian. Präludium und Fuge (keine Präzisierung möglich)
Beethoven, Ludwig van. Chorfantasie c-Moll, op. 80.
Beethoven, Ludwig van. Klavierkonzert c-Moll, op. 37
Beethoven, Ludwig van. Klaviersonate As-Dur, op. 110
Beethoven, Ludwig van. Klaviertrio Es-Dur, op. 70 Nr. 2
Beethoven, Ludwig van. Schottische Lieder für Gesang und Klaviertrio, op. 108
Beethoven, Ludwig van. Sonate für Violine und Klavier A-Dur, op. 47 („Kreutzer-Sonate“).
Brahms, Johannes. Sonate für Violine und Klavier A-Dur, op. 100
Chopin Frédéric. Walzer (keine Präzisierung möglich)
Chopin, Frédéric. Klavierkonzert f-Moll, op. 21
Chopin, Frédéric. Nocturne Fis-Dur, op. 15 Nr. 2
Hummel, Johann Nepumuk. Klaviertrio A-Dur, op. 83
Jensen, Adolf. Stille Liebe op. 2 Nr. 5
Liszt, Franz. „La Campanella“ (Nr. 3 aus „Six Grandes Etudes de Paganini“)
Liszt, Franz. Große Ungarische Fantasie für Klavier und Orchester
Liszt, Franz. Polonaise Ges-Dur
Mendelssohn Bartholdy, Felix. Klaviertrio c-moll, op. 66
Moscheles, Ignaz. Klavierkonzert g-Moll, op. 60
Rubinstein, Anton. Sonate für Violine und Klavier a-Moll, op. 19
Schubert, Franz. Klaviertrio Es-dur, op. 100
Schumann, Robert. Klavierquintett Es-Dur, op. 44
Weber, Carl Maria von. Konzertstück f-Moll, op. 79
Weber, Carl Maria/Liszt, Franz. Polonaise brillante op. 72 (Bearbeitung für Klavier und Orchester von Franz Liszt)
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Quellen

Dokumente

Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg, Frankfurt a. M.: Korrespondenz: Brief von Sara Magnus an Gustav Barth vom 13. April 1864. Briefe von Sara Heinze an Doris Güntz vom 15. November 1876 und vom 25. Oktober 1880. Postkarte von Sara Heinze an Sigismund Blumner vom 5. Mai 1880. Visitenkarte von Sara Heinze mit Widmung an Julius Rietz (o. D.) (Mus Autogr. S. Heinze).


Literatur

Artikel „Magnus, Sara“. In: Anteckningar om svenska qvinnor. W. Stalberg, P. G. Berg (Hg.). Stockholm, 1864/65 (verfügbar in wbis – world biographical information system).

Artikel „Heinze-Magnus, Sara“. In: Conversations-Lexicon der Tonkunst. Robert Músiol (Hg.). Stuttgart: Verlag von Carl Grüninger, 1888. Nachtrag.

Artikel „Heinze, Sarah“. In: Biographisches Jahrbuch und Deutscher Nekrolog 6 (1901) (verfügbar in wbis – world biographical information system).

Artikel „Heinze, Sarah“. In: Kurzgefaßtes Tonkünstlerlexikon für Musiker und Freunde der Tonkunst. Paul Frank, Wilhelm Altmann (Hg.). 12. Aufl. Leipzig: Merseburger, 1926 (verfügbar in wbis – world biographical information system).

Artikel „Heinze, Sarah“. In: Lexikon der Frau. Zürich: Encyclios Verlag AG, 1954, Bd. 1, Sp. 1365.

Artikel „Heinze, Gustav“. In: Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Hermann Mendel; August Reissman (Hg.). Bd. 5. Berlin: Verlag von Robert Oppenheim, 1875, S. 181.

Artikel „Heinze, Gustav“. In: Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Hermann Mendel; August Reissman (Hg.). Ergänzungsbd. 12. Berlin: Verlag von Robert Oppenheim, 1883, S. 154.

Artikel „Heinze, Helene“. In: Kurzgefaßtes Tonkünstlerlexikon für Musiker und Freunde der Tonkunst. Paul Frank, Wilhelm Altmann (Hg.). 12. Aufl. Leipzig: Merseburger, 1926 (verfügbar in wbis – world biographical information system).

Artikel „Heinze, Sara“. In: Musik-Lexikon. Hugo Riemann, Alfred Einstein (Hg.). 9. Auflage. Berlin: Max Hesses Verlag, 1919 (und folgende Auflagen).

Brahms, Johannes/Groth, Klaus. Briefe der Freundschaft. Volquart Pauls (Hg.). Heide in Holstein: Westholsteinische Verlagsanstalt Boyens & Co., 1956.

Brückner, Hans; Rock, Christa Maria (Hg.). Judentum und Musik: mit dem ABC jüdischer und nichtarischer Musikbeflissener. München: Brückner, 1938 (antisemitische NS-Publikation).

Bucholtz, Erika. Henri Hinrichsen und der Musikverlag C. F. Peters: deutsch-jüdisches Bürgertum in Leipzig von 1891 bis 1938. Tübingen: Mohr Siebeck, 2001.

Dörffel, Alfred. Geschichte der Gewandhausconcerte zu Leipzig vom 25. November 1781 bis 25. November 1881. Leipzig: Concert-Direction Gewandhaus, 1884.

Liszt, Franz. Franz Liszt in seinen Briefen. Franz Rudolf Jung (Hg.). Frankfurt a. M.: Athenäum, 1988.

Niemann, Walter. Meister des Klaviers. Die Pianisten der Gegenwart und der letzten Vergangenheit. 9. bis 14. völlig umgearbeitete Auflage. Berlin: Schuster & Loeffler, 1921.

Sittard, Julius. Geschichte des Musik= und Concertwesens in Hamburg vom 14. Jahrhundert bis auf die Gegenwart. Altona und Leipzig: Reher 1890.

Stengel, Theo; Gerigk, Herbert. Lexikon der Juden in der Musik. Mit einem Titelverzeichnis jüdischer Werke, zusammengest. und bearb. v. Theo Stengel und Herbert Gerigk, Berlin 1940 (antisemitische NS-Publikation)


Konzertkritiken und Zeitungsartikel

Allgemeine Musikalische Zeitung vom 25. März 1863, Sp. 239f.
Allgemeine Musikalische Zeitung vom 27. Januar 1864, Sp. 65.
Allgemeine Musikalische Zeitung vom 24. Februar 1864, Sp. 148.
Allgemeine Musikalische Zeitung vom 18. Mai 1864, Sp. 356.
Allgemeine Musikalische Zeitung vom 5. Juni 1867, S. 186.
Allgemeine Musikalische Zeitung vom 31. Juli 1867, S. 250.

Dwight’s Journal of Music vom 14. April 1866, S. 221.

Gazette musicale de Paris vom 8. Mai 1858, S. 159.

Musikalisches Wochenblatt vom 7. Januar 1870, S. 24.
Musikalisches Wochenblatt vom 4. Februar 1870, S. 86.
Musikalisches Wochenblatt vom 25. März 1870, S. 206.
Musikalisches Wochenblatt vom 21. Oktober 1870, S. 684.
Musikalisches Wochenblatt vom 8. Dezember 1871, S. 802.
Musikalisches Wochenblatt vom 22. Dezember 1871, S. 841.
Musikalisches Wochenblatt vom 29. Dezember 1871, S. 12.
Musikalisches Wochenblatt vom 26. April 1872, S. 283.
Musikalisches Wochenblatt vom 20. September 1872, S. 620.
Musikalisches Wochenblatt vom 6. Februar 1874, S. 77.
Musikalisches Wochenblatt vom 10. November 1887, S. 552.
Musikalisches Wochenblatt vom 26. April 1888, S. 202.

Neue Berliner Musikzeitung vom 4. Februar 1863, S. 47.

Neue Zeitschrift für Musik vom 17. Oktober 1862, S. 141.
Neue Zeitschrift für Musik vom 27. März 1863, S. 107.
Neue Zeitschrift für Musik vom 12. Februar 1864, S. 58.
Neue Zeitschrift für Musik vom 6. Februar 1874, S. 65.
Neue Zeitschrift für Musik vom 21. November 1901, S. 579.

Signale für die musikalische Welt vom 9. Dezember 1864, S. 961.


Links

www.kalliope-portal.de
Das Verbundsystem Nachlässe und Autographe Kalliope-Portal verweist auf mehrere Briefe von Sara Magnus-Heinze in der Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg, Frankfurt a. M.
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Forschung

Sara Magnus Heinze war ab 1865 mit dem Leipziger Musikverleger Gustav Heinze verheiratet. Die Tochter des Ehepaares, Helene Heinze, wurde am 28. November 1865 in Leipzig geboren. Sie wurde von ihrer Mutter in Klavier ausgebildet und erhielt auch Unterricht in Musiktheorie bei Ferdinand Braunroth. 1926 lebte sie als Klavierlehrerin und Musikschriftstellerin in Dresden (vgl. Artikel „Heinze, Helene“ 1926).

Die Klavierbearbeitungen von Sara Magnus-Heinze sind größtenteils in der British Library, London, sowie in zahlreichen weiteren Bibliotheken zugänglich.
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Forschungsbedarf

Der Forschungsbedarf zu Sara Magnus-Heinze umfasst sowohl ihre Biografie als auch alle ihre Tätigkeitsbereiche.
Autor/innen:
Silke Wenzel, 2. November 2009

Bearbeitungsstand:
Redaktion: Regina Back
Zuerst eingegeben am 14.11.2009