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Clara Faisst

Clara Mathilde Faisst (geb.), Clara Faißt, C. Faisst

* 22. Juni 1872 in Karlsruhe, Deutschland.
† 22. November 1948 in Karlsruhe, Deutschland.



”Denn Fremdling sein ist Künstlers Los auf Erden”
Clara Faisst in ihrem Gedicht ”Mozart”, veröffentlicht in: C. Faisst. Hörst du den Ton–?. Freiburg [1924], S. 27.
H�rbeispiel
Präludium in gotischem Stil, op. 28
Schriftprobe
Mediennachweis

Bild:
Clara Faisst in ihrem Musikzimmer
mit den beiden Flügeln, Karlsruhe, Kriegsstraße 75
aufgenommen wahrscheinlich im Jahr 1940
Mit freundlicher Genehmigung der Badischen Landesbibliothek

Hörbeispiel:
Clara Faisst: Präludium in gotischem Stil, op. 28
CD: Klaviermusik Karlsruher Komponisten
Sontraud Speidel, Klavier
Antes Edition, Bella Musica BM-CD: 14.9001. LC 7985.
Mit freundlicher Genehmigung von Bella Musica Produktion & Publishing GmbH & Co. KG
http://www.bellamusica.de

Schriftprobe:
Gedicht: „Kastanienbaum im Frühling“ 1945 von Clara Faisst, Autograph
Karlsruhe, Badische Landesbibliothek, Musikabteilung, Signatur: Mus. Hs. 1400, 3.
Mit freundlicher Genehmigung der Badischen Landesbibliothek.

Tätigkeitsfelder
Komponistin, Pianistin, Autorin, Musiklehrerin.

Orte und Länder
Karlsruhe war Ort des Lebens und Wirkens von Clara Faisst, ihr Studium absolvierte sie in Berlin.

Profil
Clara Faisst war nicht nur Komponistin und Pianistin, sie schrieb auch Gedichte, die sie zum Teil veröffentlicht hat. Ihr Leben war stark musisch geprägt, am stärksten sicher von Musik und Dichtung, aber auch zur Malerei hatte sie ein enges Verhältnis durch die Freundschaft mit bildenden Künstlern einerseits und die eigene theoretische Auseinandersetzung mit verschiedenen Themen der Kunst andererseits.
Obwohl Clara Faissts Werke gedruckt und rezipiert wurden und sie in Konzerten öffentlich auftrat, blieb ihr Wirkungskreis beschränkt.

Biografie

Clara Faisst wurde am 22. Juni 1872 in Karlsruhe geboren. Während ihrer Schulzeit wurde sie bereits musikalisch gefördert, anschließend besuchte sie das Großherzogliche Konservatorium in Karlsruhe. Ihre Studien vollendete sie in Berlin, u. a. bei Woldemar Bargiel, dem Stiefbruder von Clara Schumann , und bei Max Bruch, dessen Meisterschülerin sie war. Spätestens 1901 kehrte Clara Faisst in ihre Heimatstadt zurück, wo sie als Pianistin und Komponistin wirkte. Sie blieb unverheiratet und verdiente ihren Lebensunterhalt mit Unterrichten und Konzertieren. Zu ihrem großen Freundeskreis gehörte u. a. Albert Schweitzer. Ihre Vokal- und Instrumentalwerke wurden in Karlsruhe öffentlich aufgeführt, vieles ist auch gedruckt worden. Besonders zahlreich entstanden Lieder, zum Teil auch auf eigene Texte. Besonders wichtig waren wohl Clara Faissts künstlerische Auftritte, die regelmäßig in ihrer Wohnung stattfanden – vor allem während des Zweiten Weltkriegs und danach, als das öffentliche kulturelle Leben in Karlsruhe nahezu zum Erliegen gekommen war.
Clara Faisst starb am 22. November 1948 in ihrer Heimatstadt.
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Würdigung

Clara Faisst hat vorwiegend Lieder komponiert, die auch in großer Zahl veröffentlicht worden sind. Ihr Schaffen weist 33 Opusnummern auf, wobei es sich vor allem bei den späteren Werken um Instrumentalmusik handelt. Vieles erschien im Selbstverlag und wurde von verschiedenen Karlsruher Musikalienhandlungen in Kommission vertrieben. Manch ein Liederheft erfuhr auch eine zweite Auflage, teilweise dann mit einem Schmucktitelblatt in farbiger Ausführung. Zwanzig Lieder sind als Musikbeilagen in zeitgenössischen Zeitschriften veröffentlicht worden und hatten so eine weite Verbreitung. Die meisten von Clara Faissts Werken sind offenbar in den Jahren bis 1930 entstanden, da bis dahin die größte Anzahl an gedruckten Werken zu verzeichnen ist.
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Rezeption

Die lange Zeit schlechte Quellenlage zu Biographie und Werk Clara Faissts dürfte wohl mit ein Grund gewesen sein, weshalb die Künstlerin in der neueren Musikgeschichtsschreibung, aber auch in der Lokalgeschichtsschreibung bislang kaum beachtet wurde.
Clara Faisst ist in mehreren Lexika erwähnt, die zu ihrer Lebenszeit erschienen sind, jedoch nur rudimentäre Daten zum Leben der Komponistin bieten. (Vgl. Müller, Deutsches Musiker-Lexikon. 1929; Frank, Altmann, Kurzgefaßtes Tonkünstler-Lexikon. 1936; Cobbett, Cobbett’s Cyclopedic Survey of Chamber Music. 1929; Gurlitt, Riemann Musik-Lexikon. Personenteil. 1959. Für vollständige Nachweise s. Cohen, International encyclopedia of women composers. 1981 und Hixon und Hennessee, Women in Music. 1993.)
Die nach dem Zweiten Weltkrieg entstandenen Musikenzyklopädien ”Die Musik in Geschichte und Gegenwart” und ”The New Grove Dictionary of Music and Musicians” erwähnen die Komponistin nicht. Aber auch in einschlägigen Komponistinnen-Lexika wie ”The new Grove dictionary of women composers” (hg. von Julie Anne Sadie und Rhian Samuel, London 1994) oder ”Komponistinnen von A-Z” (bearb. von Antje Olivier und Karin Weingartz-Perschel, 1. Aufl., Düsseldorf 1988) taucht der Name Clara Faissts nicht auf. Auffällig ist überdies die Nichtbeachtung der Komponistin in neuerer lokalhistorischer Literatur wie der immerhin 455 Seiten starken Darstellung ”Karlsruher Frauen: 1715-1945. Eine Stadtgeschichte” (hg. von Susanne Asche, Karlsruhe 1992) oder der umfassenden Abhandlung ”Karlsruhe – die Stadtgeschichte” (hg. von der Stadt Karlsruhe, Red.: Ernst Otto Bräunche, Karlsruhe 1998). Dies ist um so erstaunlicher, als Clara Faisst noch in der Stadtgeschichte von 1915 genannt worden war: Die Stadt Karlsruhe, ihre Geschichte und ihre Verwaltung. Festschrift zur Erinnerung an das 200jährige Bestehen der Stadt. (Robert Goldschmidt [u. a.]. Karlsruhe 1915, S. 399f).
Die hohe Rate an Verlusten und die Zufälligkeit der Überlieferung von archivalischem Material in Bezug auf Clara Faisst wird durch die Tatsache veranschaulicht, dass vor 10 Jahren eine Leinenmappe mit Autographen, Notendrucken (zum Teil Widmungsexemplare), Programmen, Fotografien u. a. von Clara Faisst auf dem Sperrmüll in Karlsruhe-Durlach landete, jedoch glücklicherweise von einem Passanten entdeckt und gerettet werden konnte. Die Mappe stammte aus dem Nachlass von Grete Pohl, einer Freundin der Musikerin, die zumindest in den letzten Lebensjahren zusammen mit Clara Faisst im selben Haus wohnte. Im August 1993 wurde die Mappe der Badischen Landesbibliothek zum Kauf angeboten und ist dort nun unter der Signatur Mus. Hs. 1411 in der Musikabteilung verwahrt.
Heute wird das musikalische Werk Clara Faissts jedoch wiederentdeckt. Die inzwischen gute Quellenlage, was ihre Kompositionen anbetrifft, und das veröffentlichte Werkverzeichnis haben bereits Nachfragen von ausübenden Musikerinnen und Musikern ausgelöst. Einzelne Aufführungen sind inzwischen nachweisbar.
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Werkverzeichnis

Das Werkverzeichnis basiert auf den in ”Musik in Baden-Württemberg. Jahrbuch” (8.2001, S. 87-103) veröffentlichten Daten. Es ordnet die Werke von Clara Faisst nach formalen Kriterien. So sind zuerst die Werke mit Opuszahlen aufgelistet, es folgen die gedruckten und ungedruckten Werke ohne Opuszahlen. Den Schluss bilden Werke, die ausschließlich durch Konzertprogramme aus der Lebenszeit von Clara Faisst belegt sind. Für diese Werke konnte bislang weder ein Fundort angegeben werden, noch konnte der Druck anhand von Bibliographien nachgewiesen werden. Es muss also davon ausgegangen werden, dass diese Kompositionen verloren sind.

Das Werkverzeichnis gliedert sich in folgende Abschnitte (zur Ordnung erhielt jedes Werk eine eigene Nummer im Werkverzeichnis Clara Faisst = CF):

A. Werke mit Opuszahl (CF 1-63)

B. Werke ohne Opuszahl
I. Vokalwerke
gedruckte (CF 64-94)
ungedruckte (CF 95-105)
II. Instrumentalwerke
gedruckte (CF 106-107)
ungedruckte (CF 108-112)

C. In Konzertprogrammen nachgewiesene Werke (CF 113-116)

Der Aufbau der Einträge gliedert sich in die Nennung des Titels in der Rechtschreibung der Vorlage, bei selbständigen Veröffentlichungen die Nennung von Verlagsort und Verlagsnamen bzw. vertreibender Musikalienhandlung und – soweit im Druck vorhanden – das Erscheinungsjahr. In den meisten Fällen ist bei den Drucken kein Erscheinungsjahr angegeben und der Erscheinungszeitraum musste anhand von bibliographischen Auskunftsmitteln (wie Friedrich Hofmeisters ”Handbuch der musikalischen Literatur”, vgl. das Literaturverzeichnis) recherchiert werden (in eckigen Klammern).
Lagen die Lieder für die Erstellung des Werkverzeichnisses vor (also Aufnahme nach Autopsie), so wurden der Liedtitel, der Textanfang, der Dichter oder die Dichterin des Textes (T.:) genannt, dann folgen Tempo- oder Vortragsbezeichnung (Wortlaut nach Vorlage), Tonart (mit Groß- und Kleinbuchstaben für die Dur- und Molltonarten), Taktart (die Taktangabe C ist mit 4/4 wiedergegeben), Länge in Takten und bei Strophenliedern die Anzahl der Textstrophen (wenn die Strophen ausgeschrieben sind, dann wird die Anzahl der Strophen in Klammern hinzu gesetzt).
Der Nachweis für gedruckte und ungedruckte Quellen folgt anschließend, im Falle von Handschriften und im Fall des Fundortes in der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe (BLB) generell auch mit der Signatur. Handelt es sich um Autographe, so ist dies in Klammern hinter der Signatur vermerkt. Sind Werke der Komponistin als Musikbeilagen veröffentlicht, so werden der Titel der Zeitschrift und die üblichen bibliographischen Angaben mitgeteilt.
Handschriftliche Widmungen auf den Drucken sind zahlreich vorhanden. Sie sind jedoch nur dann genannt, wenn sie von der Komponistin selbst stammen. Weitere handschriftliche Besitzeinträge oder Besitzstempel sind nicht angeführt, um das Werkverzeichnis nicht zu überlasten.

Bei den meisten CF-Nummern im Werkverzeichnis handelt es sich um Sololieder für eine Singstimme und Instrumentalbegleitung, in der Regel Klavierbegleitung. Um bei der Benutzung des Verzeichnisses einen gezielten Zugriff auf Werke mit anderer Besetzung zu bieten, wird die folgende Übersicht vorangestellt:

Vokalwerke für mehrere Singstimmen bzw. Chor
CF 67 (für 2 Singstimmen und Chor)
CF 74 (für 4 gemischte Stimmen)
CF 87 (für Sopran, 2 Altstimmen, Klavier oder Harmonium)
CF 98 (für Chor, Sopran und Orgel)
Instrumentalwerke
CF 16, 22-24 (für Cello und Klavier)
CF 42, 58 (für Violine und Klavier)
CF 59-61, 106-111 (für Klavier)
CF 62 (für Klavier oder Orgel)
CF 63, 112 (für zwei Klaviere)

Verwendete Abkürzungen

Bd. – Band
BLB - Badische Landesbibliothek Karlsruhe
CF - Nummer im Werkverzeichnis Clara Faisst
hg. – herausgegeben
Op./op. - Opus
S. - Seite
Str. –Strophen
T. - Takt/Takte
T.: - Textdichter/in


A. Werke mit Opuszahl

Opus 1
Lieder für eine Singstimme mit Pianofortebegleitung componirt von Clara Faisst
Mannheim: Heckel [Hofmeister: 1892-1897]
CF 1: 1. Altdeutsches Lied
CF 2: 2. Niederländisches Wiegenlied, ”Es dunkelt mein Röschen, nun spiele nicht mehr”, T.: ohne Angabe
Leise, D, 6/8, 35 T., 3 Str.
CF 3: 3. Viel tausend Blümlein auf der Au. ”Viel tausend Blümlein auf der Au”, T.: ohne Angabe
Einfach und ausdrucksvoll, a, 4/4, 30 T. (= 3 Str.)
CF 4: 4. Ingeborgs Lied aus dem fliegenden Holländer, ”Du schaust mich an mit Blicken”, T.: Julius Wolff
Andante (sehr innig), As, 2/4, 46 T.
Gedruckte Quellen: op. 1,2: BLB: M 11732 RH (1); op. 1,3: BLB: M 6517 R; M 11732 RH (2); op. 1,4: BLB: M 11732 RH (3)

Opus 2
Lieder für eine Singstimme mit Pianofortebegleitung componirt von Clara Faisst
Mannheim: Heckel [Hofmeister: 1892-1897]
CF 5: Der Wald, ”Zu deines Herzens Rauschen”, T.: Carmen Sylva (Pseudonym für Elisabeth, Königin von Rumänien)
Andante, G, 4/4, 53 T.
Gedruckte Quelle: BLB: M 11732 RH (4)

Opus 3
Fünf Lieder für eine Singstimme mit Pianoforte componirt von Clara Faisst
Leipzig: Leuckart [Hofmeister: 1892-1897]
CF 6: 1. Harren, ”Es blühen an den Wegen”, T.: Julius Wolff
CF 7: 2. Als ich dich kaum gesehen, ”Als ich dich kaum gesehen”, T.: Theodor Storm
CF 8: 3. Letzter Wunsch, ”Wenn mir einst in heil’gem Wehen”, T.: Clara Faisst
Langsam und leise, es, 3/4, 38 T.
CF 9: 4. Vorüber, ”Hab‘ Vieles schon ertragen”, T.: Th. Ambrosius
CF 10: 5. In der Mondnacht, ”In der Mondnacht”, T.: Paul Heyse
Leise und ziemlich langsam, E, 6/8, 50 T.
Gedruckte Quellen: op. 3,3: BLB: M 6517 R; op. 3,5: BLB: Mus. O 16 adh 20; Anmerkung: laut Druck sind die Lieder ”Herrn Professor Dr. Max Bruch in Dankbarkeit und Verehrung gewidmet”

Opus 4
Fünf Lieder für eine Singstimme mit Pianoforte componiert von Clara Faisst
Leipzig: Leuckart [Hofmeister: 1892-1897]
CF 11: 1. Liebeslied, ”Komm‘ zur Quelle”, T.: ”Aus dem Rumänischen von Eminescu”
Bewegt, doch nicht zu schnell, As, 9/8, 59 T.
CF 12: 2. Auf den grünen Auen, ”Auf den grünen Auen”, T.: Emanuel Geibel
Ruhig bewegt, E, 9/8, 27 T.
CF 13: 3. Ich ging im Walde den alten Steig, ”Ich ging im Walde den alten Steig”, T.: Karl Stieler
Andante, e, 3/4, 62 T.
CF 14: 4. Lied, ”Wenn dies Herz hat ausgeschlagen”, T.: Julius Sturm
Langsam, c, 3/4, 35 T.
CF 15: 5. Lied aus Bosnien, ”Ich will nicht, dass der Mond dein Antlitz sieht”, T.: Potur Uskufi
Mit Leidenschaft, a, 2/4, 37 T.
Gedruckte Quelle: BLB: M 11732 RH (5)

Opus 5
”Es waren zwei Königskinder”, Melodie nach einer alten Ballade, für Cello und Klavier
Leipzig: Gebrüder Reinecke [Hofmeister: 1898-1903]
CF 16: Singend und erzählend, A, 6/8, 69 T.
Gedruckte Quellen: Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz; Neuausgabe in: ”Frauen komponieren. 14 Stücke für Violoncello und Klavier”, hg. von Barbara Heller und Eva Rieger, Mainz: Schott 1999, S. 31-35

Opus 6
5 Lieder für eine Singstimme mit Pianoforte componirt von C. Faisst
Karlsruhe: Kuntz [Hofmeister: 1898-1903]
CF 17: 1. Ich glaub lieber Schatz, ”Unter blühenden Linden weisst du’s noch?”, T.: Anna Ritter
Lebhaft, A, 6/8, 51 T. (= 2 Str.)
CF 18: 2. Hast nicht ein einzig Mal zurückgeschaut, ”Hast nicht ein einzig Mal zurückgeschaut”, T.: Anna Ritter
Sostenuto, fis, 2/4, 48 T.
CF 19: 3. Requiescat, ”Du gingst von mir”, T.: Karl Stieler
Langsam, h, 2/4, 44 T.
CF 20: 4. Jugend, ”Am Schlehdorn, am Schlehdorn”, T.: Franz Evers
Andante quasi Allegretto, F, 3/4, 47 T.
CF 21: 5. Das sind die schönsten Lieder, ”Das sind die schönsten Lieder”, T.: ohne Angabe
Ruhig und ausdrucksvoll, E, 2/4, 47 T.
Gedruckte Quellen: op. 6,1, op. 6,2 und op. 6,4: BLB: M 6517 R; op. 6,2: BLB: Mus. O 16 adh 3; BLB: M 11732 RH (6); op. 6,3 und op. 6,5: Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz;
Handschriftliche Quellen: op. 6,4: BLB: Mus. Hs. 1400,18 [Abschrift]; op. 6,2: letzte 22 T. auch in BLB: Mus. Hs. 1400,6; nur Singstimme auch in BLB: Mus. Hs. 1400,19

Opus 7
Drei Stücke für Violoncell mit Begleitung des Claviers von C. Faisst
Berlin: Simrock [Hofmeister: 1898-1903]
CF 22: 1. Adagio consolante
Adagio, B, 4/4, 78 T.
CF 23: 2. Allegretto grazioso
Allegretto (grazioso), F, 3/4, 70 T.
CF 24: 3. Religioso
Gedruckte Quelle: op. 7,1 und op. 7,2: BLB: M 11732 RH (7); Neuausgabe von Op. 7,2 in: ”Nineteenth century music for alto and piano”, hg. von Susan Picket, Bryan, Mawr, PA: Hildegard Publishing 1998, S. 5-10

Opus 8
2 Lieder für hohe und mittlere Stimme componirt von C. Faisst
Karlsruhe: Doert, später: Leipzig: Kahnt Nachfolger [Hofmeister: 1904-1908]
CF 25: 1. Die Insel der Vergessenheit, ”Liegt irgendwo im weiten Meer”, T.: Anna Ritter
Langsam (geheimnisvoll), d, 4/4, 65 T.
CF 26: 2. Das mitleidige Mädel, ”Trug mein Herz ich auf der Hand”, T.: Gustav Falke
Rasch und gut deklamiert, B, 3/8, 93 T.
Gedruckte Quellen: BLB: M 6517 R; BLB: Mus. O 16 adh 22; BLB: M 11732 RH (8): 2 Exemplare: das 1. Exemplar enthält eine handschriftliche Widmung der Komponistin: ”Zum herzl. Erinnern an eine schöne Stunde am 27. Mai in Karlsruhe von Deiner Clara”;
Anmerkung: der Druck ist ”Herrn und Frau Adolf Schnabel in Verehrung zugeeignet”;
die Lieder wurden offenbar zweimal gedruckt, die zweite Auflage ist in Leipzig bei Kahnt erschienen

Opus 9
Morija, Geistliches Lied componirt für eine Singstimme mit Begleitung von Klavier oder Orgel von C. Faisst
Hameln: Oppenheimer, später: Hameln: Oltersdorf [Hofmeister: 1904-1908]
CF 27: ”Zwei Pilger gehn im Dämmergrau”, T.: Karl Gerok
Ruhiges Zeitmaß, e, 4/4, 99 T.
Gedruckte Quellen: BLB: M 6517 R; BLB: M 11732 RH (9): 2 Exemplare

Opus 10
Sieben Lieder aus des Knaben Wunderhorn componirt von Clara Faisst
Karlsruhe: Selbstverlag, später: Karlsruhe: Müller [Hofmeister: 1914-1918]
CF 28: Erntelied, ”Es ist ein Schnitter, der heisst: Tod”, T.: Aus des Knaben Wunderhorn
Gemessen, g, 3/4, 26 T., 3 Str.
CF 29: So wünsch ich ihr eine gute Nacht, ”So wünsch ich ihr eine gute Nacht”, T.: Aus des Knaben Wunderhorn
Ruhig, G, 4/4, 24 T., 3 Str.
CF 30: Ein neues Pilgerlied, ”An welcher Stelle knien”, T.: Aus des Knaben Wunderhorn
Nicht zu langsam, e, 4/4, 51 T.
CF 31: Hüt‘ du dich!, ”Ich weis mir’n Mädchen hübsch und fein”, T.: Aus des Knaben Wunderhorn
Frisch, G, 3/8, 25 T., 3 Str.
CF 32: Rosmarien, ”Es wollt die Jungfrau früh aufstehn”, T.: Aus des Knaben Wunderhorn
Ruhig, Es, 2/4, 13 T., 4 Str.
CF 33: Gruss, ”So viel Stern am Himmel stehen”, T.: Aus des Knaben Wunderhorn
Bewegtes Tempo, Es, alla breve, 15 T., 5 Str.
CF 34: Der verschwundene Stern, ”Es stand ein Sternlein am Himmel”, T.: Matthias Claudius
Ruhig, aber nicht zu langsam, C, 4/4, 10 T., 4 Str.
ruckte Quellen: BLB: M 6517 R; BLB: M 3321;
Anmerkung: der Druck ist ”Frau Iduna Walter-Choinanus in Verehrung zugeeignet”

Opus 11
Vier Lieder für eine hohe Singstimme mit Pianoforte Begleitung komponiert von C. Faisst
Karlsruhe: Selbstverlag, später: Karlsruhe: Müller [Hofmeister: 1914-1918]
CF 35: 1. Wanderlied, ”Auf dem Herd kein Feuer”, T.: Max Geißler
Lebhafter Vortrag, h, 2/4, 28 T.
CF 36: 2. Riport a me (Piemontesisches Lied), ”So durch die Gassen im Silberlicht”, T.: Max Geißler
Allegretto, e, 3/4, 47 T.
CF 37: 3. Die innere Stadt, ”Es hallen silberne Glocken”, T.: Friedrich Lienhard
Sehr ruhiges Zeitmaß, Es, 4/4, 23 T.
CF 38: 4. Dulde, gedulde dich fein, ”Dulde, gedulde dich fein!”, T.: Paul Heyse
In ruhigem Zeitmaß, Es, 9/8, 75 T.
Gedruckte Quellen: BLB: M 6517 R; Mus. O 16 adh 7; op. 11,1: BLB: M 11732 RH (10); op. 11,2: BLB: M 11732 RH (11); op. 11,2-4: BLB: M 11196,2-4; op. 11,3: Musikbeilage in ”Der Türmer, Monatsschrift für Gemüt und Geist” (Berlin), 13 (1911), Bd. 2;
Anmerkung: op. 11,2: als Textdichter ist auf dem Titelblatt ”Lienbard” angegeben, innen im Druck steht der Name dann richtig; op. 11,4 ist ”Frau Anna Vierordt-Helbing in Freundschaft gewidmet”

Opus 12
2 Geistliche Lieder für hohe Stimme mit Orgel- oder Klavierbegleitung komponiert von C. Faisst
Karlsruhe: Selbstverlag [Hofmeister: 1914-1918]
CF 39: 1. Ehespruch, ”Das ist die rechte Ehe”, T.: Emanuel Geibel
Andante, 3/8, Es, 39 T.
CF 40: 2. Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete, ”Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete”, T.: nach Korinther 13, 1-13
Andante con anima, B, 4/4, 78 T.
Gedruckte Quellen: BLB: M 11732 RH (12) und M 11732 RH (13); op. 12,1: BLB: Mus. O 16 adh 6;
Handschriftliche Quelle: op. 12,1: BLB: Mus. Hs. 1400,16 [Abschrift der Singstimme]

Opus 13
St. Odilia, Lied für eine Singstimme mit Klavierbegleitung Worte von F. Lienhard, Musik von Clara Faisst
Göttingen: Spielmeyers Nachfahren [Hofmeister: 1914-1918]
CF 41: ”Ihr Herz war eine Sonne”, T.: Friedrich Lienhard
In erzählendem Ton, durchaus lebhaft, F, 4/4, 60 T.
Gedruckte Quellen: BLB: M 11197; Mus. O 16 adh 8; Musikbeilage in ”Der Türmer, Monatsschrift für Gemüt und Geist” (Berlin), 13 (1911), Bd. 2

Opus 14
Sonate für Violine und Pianoforte von C. Faisst.
Berlin: Simrock [Hofmeister: 1909-1913]
CF 42: 1. [ohne Satzbezeichnung], Allegro animato, G, 4/4, 224 T.
2. [ohne Satzbezeichnung], Andante sostenuto, H, 4/4, 92 T.
3. Scherzo, Allegretto vivace, G, 2/3 und 3/4 wechselnd, 106 T.
4. [ohne Satzbezeichnung], Andante (quasi Improvisat.) – Allegro risoluto, G, 4/4, 20 T. – 320 T.
Gedruckte Quelle: BLB: M 6519

Opus 15
Rosenmaer, Gedicht von Franz Hein, componirt von C. Faisst Lied für eine Singstimme mit Begleitung des Pianoforte
Magdeburg: Heinrichshofen [Hofmeister: 1909-1913]
CF 43: ”Das ist im Königsgarten”, T.: Franz Hein
Ruhig, D, 4/4, 39 T.
Gedruckte Quellen: BLB: Mus. O 16 adh 4; Musikbeilage in ”Der Türmer, Monatsschrift für Gemüt und Geist” (Berlin), 10 (1908), Bd. 2;
Anmerkung: der Einzeldruck ist ”Fräulein Elisabeth Knittel herzlich zugeeignet”

Opus 16
Vier Lieder für eine Singstimme mit Pianoforte von C. Faisst
Karlsruhe: Selbstverlag, später: Karlsruhe: Müller [Hofmeister: 1919-1923]
CF 44: 1. Herr Walther von der Vogelweide, ”Herr Walter [sic] von der Vogelweide”, T.: Gustav Schüler
Frisch, E, 4/4, 22 T.
CF 45: 2. Lied eines fahrenden Gesellen, ”Ich schenke dir ein Röslein rot”, T.: Th. Armbruster
Lebhaft, F, 6/8, 20 T., 2 Str.
Gedruckte Quellen: BLB: M 6517 R; Mus. O 16 adh 10; M 11732 RH (14): 3 Exemplare; 1. Exemplar mit autographer Widmung: ”In treuer Freundschaft! An Lizzi Stieglitz von Clara Faisst”; op. 16,1: Musikbeilage in ”Der Türmer, Monatsschrift für Gemüt und Geist” (Berlin), 20 (1918), Bd. 2 (Kriegsausgabe);
Anmerkung: Op. 16 und Op. 17 umfassen zusammen die im Titel genannten 4 Lieder

Opus 17
Vier Lieder für eine Singstimme mit Pianoforte von C. Faisst
Karlsruhe: Selbstverlag, später: Karlsruhe: Müller [Hofmeister: 1919-1923]
CF 46: 1. Ob der Reigen noch um die Linde geht?, ”Ob der Reigen noch um die Linde geht”, T.: Marie Eugenia delle Grazie
In ruhiger Bewegung, e, 2/4, 86 T.
CF 47: 2. Meine Seele ist leiderprobt, ”Meine Seele ist leiderprobt”, T.: Margarete Susmann
Ernst und schwer, F, 4/4, 52 T.
Gedruckte Quelle: op. 17,1: BLB: Mus. O 16 adh 11; M 5008,1 (mit autographer Widmung auf dem Titelblatt: ”Frau Mary von Ernst ein Liedergruß von Clara Faisst”); M 11732 RH (15), 2 Exemplare; op. 17,2: BLB: Mus. O 16 adh 12; M 5008,2; M 11732 RH (16): 3 Exemplare: 1. Exemplar mit autographer Widmung: ”Ihrer lieben Grete Pohl ein Ostergruß von Clara Faisst”, 2. Exemplar mit autographer Widmung an Unbekannt: ”Zur Erinnerung an die Feierstunde des 13. April 1944 in herzlichem Gedenken von Deiner Clara Faisst”; op. 17,1 und 17,2: BLB: M 6517 R (op. 17,2 mit autographer Widmung: ”Ihrer lieben Freundin Else Tetsch, die dieses Lied so oft zu meiner Freude sang herzlichst Clara Faisst, August 1945”;
Handschriftliche Quelle: op. 17,2: BLB: Mus. Hs. 1400,20 (Transposition nach D-Dur);

Anmerkung: Op. 16 und Op. 17 umfassen zusammen die im Titel genannten 4 Lieder

Opus 18
Vier Lieder für eine Singstimme mit Pianoforte von C. Faisst
Karlsruhe: Selbstverlag, später: Karlsruhe: Müller und Karlsruhe: Neufeldt [Hofmeister: 1919-1923]
CF 48: 1. Du liebe Erde, ”Du liebe Erde!”, T.: W. Steinhausen
Freudig bewegt, Es, 3/4, 42 T.
CF 49: 2. Lied der Nacht, ”Aus schwerem Traum der dunkeln Nacht”, T.: W. Steinhausen
Andante, Es, 4/4, 33 T.
CF 50: 3. Sehnsucht, ”Jene Vögel, die sich nach dem Meere sehnen”, T.: W. Steinhausen
Belebt, fis, 4/4, 32 T.
CF 51: 4. Neue Liebe, ”Kann auch ein Mensch”, T.: Eduard Mörike
Mäßig, Des, 12/8, 39 T.
Gedruckte Quellen: op. 18,1: BLB: Mus. O 16 adh 13; M 11732 RH (17): 3 Exemplare;
op. 18,2: BLB: M 11732 RH (18); op. 18,3: BLB: Mus. O 16 adh 14; M 11732 RH (19): 3 Exemplare; op. 18,4: BLB: Mus. O 16 adh 15; M 11732 RH (20): 4 Exemplare (2. Exemplar mit autographer Widmung: ”Ihrer lieben Lizzi Stieglitz ein Freundesgruß aus Deutschland in diesen Liedern! Clara Faisst 8.8.21”); op. 18,1 und op. 18,3-4: BLB: M 6517 R (op. 18,1 mit autographer Widmung: ”Zur Erinnerung an den Abend des 12. Mai 1934, Herzlichst Clara Faisst, An Herrn Hans Berblinger”; op. 18,4 (2 Exemplare); op. 18,1: Musikbeilage in ”Der Türmer, Monatsschrift für Gemüt und Geist” (Berlin), 22 (1919), Bd. 1

Opus 19
Zwei Lieder für eine Singstimme mit Klavierbegleitung komponiert von Clara Faisst
Karlsruhe: Selbstverlag, später: Karlsruhe: Müller [Hofmeister: 1924-1928]
CF 52: 1. Stimme eines seligen Geistes, ”Hier ist alles heilig”, T.: Matthias Claudius
Feierlich still, H – Es, 6/8, 39 T.
CF 53: 2. Das Brünnlein, ”Vor meinem Haus ein Brünnlein rauscht”, T.: Max Vogel
In ruhiger Bewegung, e, 4/4, 36 T.
Gedruckte Quellen: BLB: M 6517 R; Mus. O 16 adh 16; op. 19,1: BLB: M 11732 RH (21); op. 19,2: BLB: M 5009,2

Opus 20
Drei Lieder Für eine Singstimme mit Klavierbegleitung komponiert von Clara Faisst
Karlsruhe: Selbstverlag, später: Karlsruhe: Müller [Hofmeister: 1924-1928]
CF 54: 1. Abendlied [für mittlere oder tiefe Stimme], ”Der bunte Tag hat sich geneigt”, T.: Hans Thoma
Sehr ruhig, As, 12/8, 36 T.
CF 55: 2. Um Mitternacht [für mittlere oder tiefe Stimme], ”Gelassen stieg die Nacht an’s Land”, T.: Eduard Mörike
Sehr ruhiges Zeitmaß, g, 4/4, 49 T.
CF 56: 3. Wiegenlied vor dem Schlafengehen [für hohe oder mittlere Stimme], ”Hinab ist nun der Sonnenball”, T.: Christian Schmitt
In ruhiger Weise, A, 3/4, 42 T.
Gedruckte Quellen: op. 20,1: BLB: M 11732 RH (22); op. 20,1-3: BLB: Mus. O 16 adh 17; op. 20,2-3: BLB: M 6517 R; op. 20,3: BLB: M 11732 RH (23)

Opus 21
”Schön Astrid” Eine nordische Ballade von Ph. Eulenburg für Bariton komponiert von Clara Faisst
Karlsruhe: Selbstverlag, später: Karlsruhe: Müller [Hofmeister: 1924-1928]
CF 57: ”Schön Astrid saß weinend im Torneaschloß”, T.: Philipp Fürst zu Eulenburg
Langsam und klagend, e, 3/4, 158 T.
Gedruckte Quellen: BLB: Mus. O 16 adh 18; M 11732 RH (24);
Anmerkung: der Druck ist ”Herrn Otto Wessbecher zugeeignet”

Opus 22
Deutsche Suite für Violine und Klavier in c-Moll von C. Faißt
Karlsruhe: Selbstverlag, bzw. Karlsruhe: Müller [Hofmeister: 1928]
Wiederauflage, hg. v. Martina Rebmann, Certosa Verlag.
CF 58: Präludium, Energisch und leidenschaftlich, c, 3/4, 80 T.
Andante, Andante, C, 3/4, 67 T.
Gavotte, Lebhaft, c, alla breve, 44 T., Trio: 27 T.
Epilog, Leidenschaftlich erregt, c, 3/4, 88 T.
Gedruckte Quellen: BLB: M 826; M 6520; M 11732 RH (25): 4 Exemplare (1. Exemplar mit autographer Widmung: ”Ihrer lieben Lizzi Stieglitz in Freundschaft! Clara Faisst”)

Opus 23 [vacat?]

Opus 24
Choral Vorspiel für Klavier ”O Haupt voll Blut und Wunden” von C. Faisst
Karlsruhe: Selbstverlag
CF 59: Ziemlich langsam, d, 4/4, 34 T.
Gedruckte Quellen: BLB: M 6518 R; M 11732 RH (26): 2 Exemplare

Opus 25
Zwei Klavierstücke von C. Faisst
Karlsruhe: Selbstverlag, Neuauflage hg. v. Martina Rebmann, Certosa Verlag
CF 60: 1. Improvisation
Andante con moto, d, 3/4, 84 T.
CF 61: 2. Ein Ton
Zart und leicht bewegt, Es, 4/4, 31 T.

Gedruckte Quelle: BLB: M 6518 R (2 Exemplare); BLB: M 11732 RH (27): 2 Exemplare (1. Exemplar mit autographer Widmung: ”Der lieben Freundin Lizzi Stieglitz, Clara Faisst 1928”)

Opus 26 und 27 [vacat?]

Opus 28
Präludium in gotischem Stil für Klavier (oder Orgel) von C. Faisst
Karlsruhe: Müller
CF 62: Wuchtend und schwer, a, 3/4, 72 T.
Gedruckte Quellen: BLB: M 6518 R: 2 Exemplare (2. Exemplar mit autographer Widmung ”Ihrer lieben Erna Barth als Weihnachtsgruß von Clara Faisst 1931”); M 11732 RH (28): 2 Exemplare (1. Exemplar mit autographer Widmung: ”Herrn Prof. Dr. Stepanow in herzlicher Verehrung ein Dankesgruß von Clara Faisst, Karlsruhe, März 1941”)

Opus 29 [vacat?]

Opus 30
Thema mit Variationen über ein Volkslied für 2 Claviere componiert von Clara Faisst
CF 63
[Thema:] ”Ach wie wär’s möglich dann, daß ich dich lassen kann”
schlicht und ruhig, G, 2/4, 16 T.
[1. Variation], lebhaft, G, 6/8, 16 T.
[2. Variation], Tempo d. Themas (fröhlich), Es, 2/4, 16 T. (alles wiederholt)
[3. Variation], erregt u. wuchtig, g, 6/8, 16 T.
[4. Variation], ernst u gemessen, g - G, 4/4, 16 T.
[5. Variation], Tempo des Anfangs, g - G, 2/4, 24 T.
[6. Variation], Zu Ländlerweise, G, 3/4, 32 T.
[7. Variation], erregt, g, 2/4, 16 T. (alles wiederholt)
[8. Variation], Tempo des Thema’s, G, 2/4, 31 T.
[9. Variation], sinnend, h, 3/4, 24 T.
[10. Variation], 2. Ländler, fröhlich, G, 3/4, 16 T. (alles wiederholt)
[11. Variation], bewegt u. leicht, B, 2/4, 16 T.
[12. Variation], Innig u. mit wachsender Größe, G, 4/4, 17 T.
Quelle: BLB: Mus. Hs. 1411,1 (Autograph)


B. Werke ohne Opuszahl

I. Vokalwerke

Gedruckte Vokalwerke
(zuerst ein Liederheft, alle folgenden Werke sind Einzeldrucke, Ordnung alphabetisch nach der Wortfolge des Textanfangs)

Zwei Kriegslieder. Für eine Singstimme und Klavier, Kriegsflugblatt Nr. 15/16
Jena: Diederichs 1915
CF 64: Unsern Getreuen, ”Ihr Tapfern, die der grimme Tod umgibt”, T.: Otto Michaeli
Mäßig, As, 4/4, 12 T., 3 Str.
CF 65: Reiterlied, ”Es kam wohl ein Franzos daher”, T.: Gerhart Hauptmann
Sehr bestimmt und rhythmisch, F, 4/4, 81 T.
Gedruckte Quelle: BLB: M 11732 RH (34)

Waldlied für eine Singstimme und Klavier Wort und Ton von Clara Faisst
Karlsruhe: Selbstverlag
CF 66: ”Der Sonne goldne Strahlen”, T.: Clara Faisst
In frischem Wandertempo, Es, 4/4, 28 T., 3 Str.
Gedruckte Quellen: BLB: M 6517 R; BLB: M 11732 RH (35): 2 Exemplare (2. Exemplar mit autographer Widmung auf dem Titelblatt: ”Der lieben Grete Pohl zum mitschwingen [sic] und nacherleben [sic] des 2. Oktober 1934 von Clara Faisst”)

Osterlied [für 2 Singstimmen und Chor]
CF 67: ”Die Nacht entflieht, der Sonne Licht strahlt siegreich ”, T.: Friedrich Spitta
Mit lebendigem Vortrag, d, 4/4, 48 T.
Gedruckte Quelle: Musikbeilage in ”Monatschrift für Gottesdienst und kirchliche Kunst” (Göttingen), 21 (1916), S. 133-136

Oesterreichisches Reiterlied (von H. Zuckermann) in Musik gesetzt von K. Faisst
Karlsruhe [Selbstverlag?]
CF 68: ”Drüben am Wiesenrand hocken zwei Dohlen”, T.: Hugo Zuckermann
Mäßig, a, 3/4, 22 T., 3 Str.
Gedruckte Quellen: BLB: M 6517 R; Mus. O 16; M 11732 (33) [Fotokopie des Autographs]; Musikbeilage in ”Der Türmer, Monatsschrift für Gemüt und Geist” (Berlin), 17 (1915), Bd. 1

Nachruf (Karl Stieler) Lied für mittlere Stimme mit Klavierbegleitung komponiert von Clara Faisst
Karlsruhe: Selbstverlag, später: Karlsruhe: Müller
CF 69: ”Du zogst dahin aus jenem Lande”, T.: Karl Stieler
Andante, e, 2/4, 75 T.
Gedruckte Quelle: BLB: M 6517 R

Rose im Thal, Hohes Lied Salom. 2,1.2. Gedicht von K. Gerok. componirt für eine Singstimme mit Begleitung von Clavier oder Orgel von C. Faisst
Hameln: Oppenheimer, später: Hameln: Oltersdorf [Hofmeister: 1898-1903]
CF 70: ”Einsame Rose, blühst so verlassen”, T.: Karl Gerok (nach Salomo 2,1-2)
Andante, Es, 2/4, 87 T.
Gedruckte Quellen: BLB: M 6517 R; Mus. O 16 adh 21; M 11732 RH (31)

L’Etoile des Mages Chant du Noel p. Chant av. Piano
Lausanne: Foetisch Frères [Hofmeister 1898-1903]
CF 71:”Etoile des mages, au ciel tu parus”, T.: ohne Angabe

Serenade auf dem Canal Grande (für Baryton [sic] und Mezzo Sopran) Text und Musik von Clara Faisst
CF 72: ”Gianetta, komm herab, die Nacht ist helle”, T.: Clara Faisst
Animato, E, 4/4, 51 T.
Gedruckte Quelle: BLB: M 11732 RH (37): 2 Exemplare

Herr, du meine Stärke
CF 73: ”Herr, du meine Stärke”, T.: Gustav Schüler
Mit Größe, Fis, 4/4, 19 T.
Gedruckte Quelle: Musikbeilage in ”Der Türmer, Monatsschrift für Gemüt und Geist” (Berlin), 20 (1918), Bd. 2 (Kriegsausgabe)

Gebet [für vier gemischte Stimmen]
CF 74: ”Herr, schicke was Du willt”, T.: Eduard Mörike
Andante, G, 3/4, 65 T.
Gedruckte Quelle: Musikbeilage in ”Monatschrift für Gottesdienst und kirchliche Kunst” (Göttingen), 7 (Oktober 1902), S. 314-318;
Handschriftliche Quelle: BLB: Mus. Hs. 1411,12 [Fotokopie des Autographs]

Kriegsspruch 1917 [für 1 Singstimme mit Klavier]
Heidelberg, Hochstein [Hofmeister: 1914-1918]
CF 75: ”Herz der Völker, Vaterland!”, T.: ohne Angabe

Kinderweihnachtslied mit Begleitung von Orgel und 2 Geigenstimmen
CF 76: ”Ich steh an deiner Krippe hier”, T.: Paul Gerhardt
[ohne Bezeichnung], G, 4/4, 38 T.
Gedruckte Quelle: Musikbeilage in ”Monatschrift für Gottesdienst und kirchliche Kunst” (Göttingen), 17 (November 1913), S. 377-380

Der Posten
CF 77: ”Ich stehe vor dem Feind auf Wacht”, T.: Franz Langheinrich
Herb, A, 4/4, 10 T., 3 Str.
Gedruckte Quelle: Musikbeilage in ”Der Türmer, Monatsschrift für Gemüt und Geist” (Berlin), 22 (1919), Bd. 1

”Im Herzen hab‘ ich dich getragen” (Gedicht von Dora Paschkowsky) für mittlere Stimme mit Klavierbegleitung komponiert von Clara Faisst
Karlsruhe: Selbstverlag, später: Karlsruhe: Müller und Karlsruhe: Kuntz [Hofmeister: 1904-1908]
CF 78: ”Im Herzen hab ich dich getragen”, T.: Dora Paschkowsky
Ruhig, As, 3/4, 46 T. (= 2 Str.)
Gedruckte Quellen: BLB: M 6517 R; Mus. O 16 adh 5; M 11732 RH (32): 2 Exemplare;
Handschriftliche Quellen: BLB: Mus. Hs. 1400,15 (datiert auf Februar 1909; auf der Rückseite des Doppelblattes findet sich noch die handschriftliche Skizze mit Bleistift eines weiteren (unvollständigen) Werkes); BLB: Mus. Hs. 1400,18

Wiegenlied für Jürgen, Wort und Weise von Clara Faißt
Karlsruhe: Selbstverlag
CF 79:”Jürgen, Jürgen, Jürgen, schlaf ein!”, T.: Clara Faisst
Ruhig und zart, D, 6/8, 12 T., 5 Str., 3 T. Nachspiel
Gedruckte Quellen: BLB: M 6517 R: 3 Exemplare (1. Exemplar mit autographer Widmung: ”Frau Dr. Ruh ein herzlicher Weihnachtsgruß von Clara Faisst 1929”, 2. Exemplar mit autographer Widmung auf dem Titelblatt: ”Der lieben Erna Barth für ihren Hans-Joachim! Clara Faisst. Februar 32”)

Landsknecht Luther Für Gesang und Klavier komponiert von C. Faisst
Heidelberg: Hochstein [Hofmeister: 1914-1918]
CF 80: ”Landsknecht Gottes, tritt auf den Plan”, T.: Gustav Schüler
Mit Kraft und Größe, d, 4/4, 48 T.
Gedruckte Quellen: BLB: M 6517 R (autographe Widmung auf dem Titelblatt: ”Herrn Hans Berblinger März 1930, Clara Faisst”); Mus. O 16 adh 1; Musikbeilage in ”Der Türmer, Monatsschrift für Gemüt und Geist” (Berlin), 20 (1917), Bd. 1

Meditation nach Worten von Pfarrer P. Klein für Sopran, Geige u. Orgel oder Klavier komponiert von C. Faisst
Karlsruhe: Selbstverlag, später: Karlsruhe: Müller [Hofmeister: 1814-1918]
CF 81: ”Laß leuchten in mich deines ewgen Lichtes Gottes Strahl”, T.: P. Klein
Andante, Cis, 4/4, 4 T. Vorspiel, 17 T., 2 Str.
Gedruckte Quellen: BLB: M 6517 R: 2 Exemplare (1. Exemplar mit autographem Namenszug der Komponistin und autographen Eintragungen in der Violinstimme; 2. Exemplar mit autographer Widmung auf dem Titelblatt der Klavierstimme: ”Mit den besten, herzlichsten Wünschen für Dein ferneres Leben legt dies Lied in Deine Hand, liebe Erna, Deine treugedenkende Clara Faisst” und handschriftlichem Besitzeintrag ”E.[rna] Barth”);
Handschriftliche Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz: N. Mus. ms. 432 (Autograph)

Abendlied aus Blanscheflur (von Albert Geiger.) für mittlere Stimme mit Klavierbegleitung komponiert von C. Faisst
Karlsruhe: Müller und Karlsruhe: Kuntz [Hofmeister: 1904-1908]
CF 82: ”Müd sind meine Augen”, T.: Albert Geiger
Ruhig, C, 3/4, 46 T.
Gedruckte Quellen: BLB: M 6517 R; Mus. O 16 adh 9; Musikbeilage in ”Der Türmer, Monatsschrift für Gemüt und Geist” (Berlin), 11 (1909), Bd. 1

Frühlingslied
CF 83: ”Mußt hinaus zum Walde gehn”, T.: Gustav Schüler
Belebt, H, 2/4, 34 T.
Gedruckte Quelle: Musikbeilage in ”Der Türmer, Monatsschrift für Gemüt und Geist” (Berlin), 20 (1918), Bd. 2 (Kriegsausgabe)

Trostgesang von P. Gerhardt
CF 84: ”Noch dennoch mußt du drum nicht ganz”, T.: Paul Gerhardt
Nicht zu langsam, A, 2/4, 25 T.
Gedruckte Quelle: Musikbeilage in ”Monatschrift für Gottesdienst und kirchliche Kunst” (Göttingen), 12 (1907), S. 237f.

Das Lied von Hans, dem Schuster
CF 85: ”Nun war der Mai gekommen”, T.: Hans Benzmann
Frisch bewegt, A, 4/4, 92 T.
Gedruckte Quelle: Musikbeilage in ”Der Türmer, Monatsschrift für Gemüt und Geist” (Berlin), 10 (1908), Bd. 2

Am heiligen Abend. ”O heiliger Abend mit Sternen besä’t [sic]” Weihnachtslied. Für eine Singstimme mit Klavierbegleitung componirt von C. Faisst
Karlsruhe: Doert, später: Karlsruhe: Müller [Hofmeister: 1898-1903]
CF 86: ”O heiliger Abend”, T.: Karl Gerok
Andante religioso, E, 6/8, 68 T.
Gedruckte Quellen: BLB: M 859; M 6517 R; M 11732 RH (30);
Anmerkungen: der Druck ist laut Titelblatt ”Frau Geh. Rat. Wegeler in Coblenz zugeeignet”; das Lied liegt in einer Bearbeitung gedruckt vor: Am heiligen Abend. Nach Worten von Karl Gerok und einer Melodie von C. Faisst für vierstimmigen Männerchor mit Baritonsolo bearbeitet von Otto Jochum. Karlsruhe: Müller [Hofmeister 1934]

Aus Spitta’s Weihnachtsspiel (für Sopran, 2 Alt und Klavier oder Harmonium, Partitur)
Göttingen: Vandenhoeck und Ruprecht [Hofmeister 1904-1908]
CF 87: ”O seht, ihr lieben Christen all”, T.: Friedrich Spitta
Gedruckte Quelle: Musikbeilage in ”Monatschrift für Gottesdienst und kirchliche Kunst” (Göttingen), 12 (1907)

Requiem für unsere Gefallenen
Heidelberg: Hochstein 1917
CF 88: ”Schlaft wohl, ihr tapfern Streiter”, T.: Karl Ernst Knodt
Andante, As, 3/4 – 4/4, 68 T.
Gedruckte Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz

Kriegslied
CF 89: ”Und wenn uns sonst nichts übrig blieb”, T.: Emanuel Geibel
Mit Begeisterung, c, 4/4, 19 T., 3 Str.
Gedruckte Quelle: Musikbeilage in ”Der Türmer, Monatsschrift für Gemüt und Geist” (Berlin), 18 (1915), Bd. 1 (Kriegsausgabe)

Ein Trauungslied für eine Singstimme mit Klavier- oder Orgel-Begleitung von Klara Faißt
Karlsruhe: Müller [Hofmeister: 1898-1903]
CF 90: ”Von dir gestiftet ist die Ehe”, T.: ohne Angabe
Ruhig, G, 4/4, 15 T. (Str. 1 und 2), 17 T. (Str. 3)
Gedruckte Quelle: BLB: Mus. O 16 adh 19

Christliches Freudenlied
CF 91: ”Warum sollt ich mich denn grämen?”, T.: Paul Gerhardt
Freudig und bestimmt, e, 3/8, 20 T. (= Str. 1-3), 16 T. (= Str. 4)
Gedruckte Quelle: Musikbeilage in ”Monatschrift für Gottesdienst und kirchliche Kunst” (Göttingen), 12 (1907), S. 123f.

Abschied
CF 92: ”Was klinget und singet die Straße herauf?”, T.: Ludwig Uhland
Marschartige Bewegung, B, 4/4, 86 T.
Gedruckte Quelle: Musikbeilage in ”Badische Kunst, Jahrbuch der Vereinigung ‚Heimatliche Kunstpflege’”, (Karlsruhe), hg. von Albert Geiger, 3 (1905), S. 109-116

Wenn ich hoch oben geh
[Einblattdruck: Universitätsdruckerei H. Stürtz A. G., Würzburg]
CF 93: ”Wenn ich hoch oben geh”. T.: Karl Hauptmann
Lebhaft, a, 3/4, 16 T., 3 Str.
Gedruckte Quellen: BLB: M 6517 R (2 Exemplare, eines davon mit autographer Widmung: ”Mit dem Wunsch, daß dies oft so sein darf! Ihre Clara Faisst”); M 11732 RH (36): mit autographer Widmung: ”Ihrer lieben Grete Pohl als Wandergruß! Clara Faisst”;
Handschriftliche Quelle: BLB: Mus. Hs. 1400,19 (Transposition nach c-Moll; ohne Textunterlegung)

Ruth ein geistliches Lied für mittlere Stimme mit Begleitung von Clavier oder Orgel componirt von C. Faisst
Karlsruhe: Doert, später: Karlsruhe: Kuntz und Karlsruhe: Müller [Hofmeister: 1898-1903]
CF 94: ”Wo du hingehst, da will ich auch hingehen”, T.: Ruth 1, 16-17
Langsam und mit tiefer Empfindung, D, 2/4, 67 T.
Gedruckte Quellen: BLB: M 6517 R; Mus. O 16 adh 2 (für tiefe Stimme in B-Dur); M 11732 RH (29): (mit autographer Namensnennung: ”C. Faisst, Kriegstr. 75”);
Handschriftliche Quelle: BLB: Mus. Hs. 1400,17 (Abschrift; leichte Abweichungen gegenüber dem Druck, Umfang: 75 T.);
Anmerkung: der Druck ist laut Titelblatt ”Meiner lieben Mutter gewidmet”


Ungedruckte Vokalwerke (in alphabetischer Reihenfolge der Textanfänge)

Auf offener See
CF 95: ”Ade du Küste”, T.: Joseph Freiherr von Eichendorff
ruhig, F, 3/4, 32 T.
Handschriftliche Quelle: BLB: Mus. Hs. 1400,10 (Autograph)

Des Knaben Berglied (Uhland)
CF 96: ”Ich bin vom Berg der Hirtenknab”, T.: Ludwig Uhland
in frischem Ton, C, 4/4, 12 T., 4 Str.
Handschriftliche Quelle:
BLB: Mus. Hs. 1400,8 (Autograph, Datierung: 18. Januar 1944)

Nachtreise
CF 97: Ich reit in’s finstre Land hinein, T.: Ludwig Uhland
nicht zu schnell (düster), c, 4/4, 16 T. (3 Str.)
Handschriftliche Quelle: BLB: Mus. Hs. 1411,6 (Autograph)

I.I.KK.HH. dem Grossherzog und der Grossherzogin von Baden ehrfurchtsvoll zugeeignet. Ich will dich segnen. (1. Moses: Ch.12. V 1 et 2.) für Chor, Sopran Solo und Orgel, componiert von Clara Faisst.
CF 98: ”Ich will dich segnen”, T.: 1. Mose 12, 1-2
Andante espressivo, Es, 3/4, 113 T.
Handschriftliche Quelle: BLB: Baden-Baden F 57

”Nun die Schatten dunkeln” für Bariton u. Clavier von Clara Faisst
CF 99: ”Nun die Schatten dunkeln”, T.: Emanuel Geibel
[ohne Bezeichnung], As, 6/8, 29 T. [Fragment]
Handschriftliche Quelle: BLB: Mus. Hs. 1411,4 (mit Datierung auf Dezember 1835)

Abendstimmung (A. Ruh)
CF 100: ”Nun hat der Tag sich in den Schlaf geweint”, T.: Anna Ruh
ruhig, f, 3/4, 38 T.
Handschriftliche Quelle: BLB: Mus. Hs. 1411,7 (Autograph, mit Widmung: ”Der lieben Grete Pohl dieses Lied!”)

Die Sennin
CF 101: ”Schöne Sennin, noch einmal”, T.: Nikolaus Lenau
[ohne Bezeichnung], A, 3/4, 16 T., 4 Str.
Handschriftliche Quellen: BLB: Mus. Hs. 1400,7 (Autograph, Datierung: ”August 41”), Mus. Hs. 1411,5 (Autograph, Datierung: ”August 41”)

”Unter dem Sternenwind”, Lied für Mezzosopran oder Bariton nach Worten von Anna Ruh, componiert von Clara Faisst
CF 102: ”Unter dem Sternenwind warst du so nah”, T.: Anna Ruh
belebt, A, 3/8, 34 T.
Handschriftliche Quelle: BLB: Mus. Hs. 1400,6 (Autograph)

”Bitte”
CF 103: ”Weil auf mir du dunkles Auge”, T.: Nikolaus Lenau
Andante (leise und verhalten), As, 4/4, 22 T.
Handschriftliche Quelle: BLB: Mus. Hs. 1411,6 (Autograph)

Rautendeleins Lied
CF 104: ”Weiß nicht, woher ich kommen bin”, T.: Gerhart Hauptmann
ruhig bewegt, e, 3/4, 50 T.
Handschriftliche Quellen: BLB: Mus. Hs. 1411,3 (2 Autographen);
Anmerkung: das 2. Exemplar hat die Vortragsanweisung ”nachdenklich ”; das 2. Exemplar ist mit einer autographen Widmung versehen: ”An Hans Berblinger in herzl. Freundschaft! 19. Juli 1935”

Der Gärtner
CF 105: ”Wohin ich geh und schaue”, T.: Joseph Freiherr von Eichendorff
lebhaft, a, 4/4, [Fragment]
Handschriftliche Quelle: BLB: Mus. Hs. 1400,9 (Autograph, Fragment); Mus. Hs. 1411,8 (Autograph, Fragment, mit Vorzeichnung: ”bewegt” und in g-Moll)


I. Instrumentalwerke

Gedruckte Instrumentalwerke


Brunnen in der Nacht, Tondichtung für Klavier von C. Faißt
Karlsruhe: Selbstverlag
CF 106: Geheimnisvoll auf- und absteigend, a, 4/4, 95 T.
Gedruckte Quellen: BLB: M 6518 R; M 11732 RH (39)
Anmerkung: der Tondichtung ist ein Gedicht Clara Faissts mit 6 Strophen vorangestellt ”Brunnen in der Nacht”

Menuett und Gavotte für Klavier oder Cembalo von C. Faißt
Karlsruhe: Selbstverlag
CF 107:Menuett: Allegro grazioso, B, 3/4, 56 T. (ohne Wiederholungen)
Gavotte: Allegro non troppo, D, alla breve, 28 T. (ohne Wiederholungen)
Gedruckte Quellen: BLB: M 6518 R (mit autographer Widmung: ”Der lieben Erna Barth – Weihn. 35 von Clara Faisst”); M 11732 RH (38): 3 Exemplare

Ungedruckte Instrumentalwerke

[ohne Titelblatt] ”Wie soll ich dich empfangen” Adventschoral von Clara Faisst
CF 108: freudig, A, 4/4, 17 T.
Handschriftliche Quellen: BLB: Mus. Hs. 1400,12 (2 Fotokopien des Autographs, 1. Exemplar mit handschriftlichem Zusatz: ”Ihrer lieben Erna Barth herzlichst! Clara Faisst”; 2. Exemplar mit autographen Zusätzen); Mus. Hs. 1411,11 [Fotokopie mit autographen Zusätzen]

[Ohne Titelblatt] Melodie zur Weihnachtszeit!
CF 109: [ohne Bezeichnung], Es, 5/4, 8 T.
Handschriftliche Quelle: BLB: Mus. Hs. 1400,13 [Fotokopie des Autographs]

[Ohne Titelblatt, ohne Titel]
CF 110: Andante, Es, 3/4, 24 T.
Handschriftliche Quelle: BLB: Mus. Hs. 1400,14 [Fotokopie des Autographs; Datierung auf 22. März 1942]

[Vier Weihnachtslieder, Melodie und Klavierbegleitung, ohne Textunterlegung]
CF 111: [Weihnachtslieder: ”O du fröhliche”, ”Stille Nacht”, ”Ihr Kinderlein, kommet!” und nochmals ”O du fröhliche”]
Handschriftliche Quelle: BLB: Mus. Hs. 1400,11 (Autograph)

Variationen über den Choral ”Vom Himmel hoch” für 2 Claviere von Clara Faisst (Juli 1933)]
CF 112: Thema und 12 Variationen
[Thema], C, 4/4, 8 T.
[1. Variation], [ohne Bezeichnung], C, 4/4, 8 T.
[2. Variation], Allegretto,C, 6/8, 22 T.
[3. Variation], ernst, C, 6/8, 18 T.
[4. Variation], Froh bewegt, C, 4/4, 13 T.
[5. Variation], unruhvoll suchend, F, 4/4, 20 T.
[6. Variation], Ernst u fragend, c, 3/4, 16 T.
[7. Variation], [ohne Bezeichnung], As, 4/4, 10 T.
[8. Variation], [ohne Bezeichnung], c, 4/4, 8 T.
[9. Variation], lebhafter, C, 4/4, 12 T.
[10. Variation], Andante con moto, 2/4, C, 16 T.
[11. Variation], fließend, C, 3/4, 18 T.
[12. Variation], feierlich, C, 4/4, 9 T.
Handschriftliche Quelle: BLB: Mus. Hs. 1411,2 (Autographen, erste Stimme einfach, zweite Stimme doppelt vorhanden);
Anmerkungen: das erste Heft enthält die Stimmen für beide Klaviere, im zweiten Heft ist nur die Stimme des zweiten Klaviers vorhanden; autographe Widmung auf dem Heft der zweiten Klavierstimme: ”Herrn Hans Berblinger zugeeignet”; die Tempoangaben sind der ersten Klavierstimme entnommen

C. In Konzertprogrammen nachgewiesene Werke

CF 113: Kindheit, T.: Marie Eugenia delle Grazie
Nachweis: durch ein Konzertprogramm mit Liedern und Balladen von Clara Faisst, 14. März 1905 im Museumssaal Karlsruhe [Konzertprogramm im Nachlass Clara Faisst, BLB, Mus. Hs. 1411, Mappe]

CF 114: Klage und Trost, für Sopran, Violine und Klavier, T.: Clara Faisst
Nachweis: durch ein Konzertprogramm mit Werken von Clara Faisst, 8. März 1930 ”im Hause des Herrn Prof. H. Bühler” [Konzertprogramm im Nachlass Clara Faisst, BLB, Mus. Hs. 1411, Mappe]

CF 115: Mädchentod, T.: Albert [?]
Nachweis: durch ein Konzertprogramm mit Liedern und Balladen von Clara Faisst, 14. März 1905 im Museumssaal Karlsruhe [Konzertprogramm im Nachlass Clara Faisst, BLB, Mus. Hs. 1411, Mappe]

Volkers Nachtgesang [Ballade]
CF 116: ”Die lichten Sterne funkeln”, T.: Emanuel Geibel
Nachweis: durch ein Konzertprogramm mit Liedern und Balladen von Clara Faisst, 14. März 1905 im Museumssaal Karlsruhe [Konzertprogramm im Nachlass Clara Faisst, BLB, Mus. Hs. 1411, Mappe]

Gedichtausgaben und Schriften

Faisst, Clara. Hörst du den Ton–?. Freiburg: J. Bielefelds Verlag, [1924].

Faisst, Clara. Matan – Sonette, Karlsruhe: Boltze, 1928.

Veröffentlichungen in Zeitungen und Zeitschriften:

[Chronologisch geordnet, nicht datierbare Artikel am Ende. Die Zusammenstellung erfolgte aufgrund von Zeitungsrecherchen sowie von Archivfunden im Stadtarchiv Karlsruhe, wo sich in dem von Clara Faisst angelegten „Musikalischen Tagebuch Hans Berblinger“ (8/StS 13/138 (1)) eingeklebte Artikel fanden, ebenso im Landeskirchlichen Archiv, Nachlass Ernst und Kurt Lehmann, Materialien Clara Faisst, Nr. 13 (Sammlung von Zeitungsartikeln). Hinweise gab es auch im Tagebuch von Clara Faisst (Landeskirchliches Archiv, Nachlass Ernst und Kurt Lehmann, Materialien Clara Faisst, Nr. 12, Tagebuch „November 1918-1919“). In der Regel sind dabei keine bibliographischen Angaben überliefert. Diese ließen sich auch nicht in allen Fällen ermitteln.]

- „Bei Hans Thoma“, in: Von der Heide. Monatsschrift für Kultur und Leben 5 (1913), Heft 4, S. 1-2
- Nationale Würde (Badische Landeszeitung, Abendausgabe, 19.1.1918)
- Die Straße (Badische Presse, Beilage Volk & Heimat, Sommer 1920)
- Deutscher Geist (Badische Landeszeitung, Mai [?] 1920)
- Maiensonntag (Badische Landeszeitung, Mai 1920)
- Stein am Rhein (Badische Presse, Beilage Volk & Heimat, 12.6.1920)
- Höflichkeit auf Reisen (Badische Landeszeitung Nr. 253, 1920)
- Sommermorgen auf den Schwarzwaldhöhen (Badische Landeszeitung, 20.8.1920)
- Uraufführung eines modernen Klaviertrio [sic] (Badische Landeszeitung, 1920)
- Adolf Busch (Skizze) (Badische Landeszeitung, 1920)
- Beethoven (Badische Landeszeitung, 16. Dezember 1920)
- Nebeltag (Badische Landeszeitung, 1920)
- Alt und Jung (Tägliche Rundschau, Unterhaltungsblatt, Nr. 21, 26.1.1921)
- Neutönerei (1921)
- Nachdenkliches aus dem Musikleben der Gegenwart (Tägliche Rundschau / Gross-Berlin, – Beilage der Morgenausgabe, 16.3.1921)
- Gedanken über Kunst, Künstlertum und Publikum (Badische Landeszeitung, Beilage Kunst und Leben, 1921)
- „Schuld“ (Tägliche Rundschau, 2.4.1921)
- Zeit ist Geld (Badische Landeszeitung, 1921)
- Kaktus (Barmer Zeitung, 1921)
- Eine vaterländische Stunde im Karlsruher Kunstverein (1921)
- Die teure Post (Badische Landeszeitung, 2.1.1922)
- Februar 1922 (1922)
- Bei Hans Thoma (Schweizer Zeitung, 1922)
- Der Dilettant (Karlsruher Tagblatt, Nr. 7, Jg. 2, 27.2.1922)
- Gedanken an der heutigen Fastnacht (1923)
- Wilhelm Furtwängler – Ein Dirigentenerlebnis [um den 22. Mai 1924]
- Hans Adolf Bühler, ein deutscher Meister, in: Westermanns Monatshefte 137 (1924), Heft 821
- Zeitgemäße Betrachtungen über Kunst (Mannheimer Tagblatt, 23.10.1925)
- Hindenburg in Karlsruhe. Eine Erinnerung an den 12. November 1925 (Mannheimer Tagblatt, Nr. 313, 17.11.1925)
- Von der Art Weihnacht zu feiern (Mannheimer Tagblatt, Frauenbeilage, Nr. 45, 14.12.1925)
- Christbaum – Abschied ([Gedicht], Dezember 1925)
- Blütenbaum an der Fabrik ([Gedicht] (Mannheimer Tagblatt, 18.4.1926)
- Mutterliebe ([Gedicht] Mannheimer Tagblatt, 9.5.1926)
- Bergfrühling (13. Mai [1926?])
- H. A. Bühlers Kunstausstellung in Freiburg i. B. (Mannheimer Tagblatt, 21.5.1926)
- Das Motorrad (Mannheimer Tagblatt, 4.8.1926)
- Intermezzi für Geige (Karlsruher Zeitung, 9. Mai 1927)
- Heidelberger Furtwängler-Konzert [um den 11. Mai 1930]
- Gregor Piatigorsky ein Kunsterlebnis in Karlsruhe am 16. Dezember [nach 16. Dezember 1931]
- Die Furtwängler-Konzerte in Baden und Heidelberg [etwa im Juni 1932]
- Sterben die Klaviere aus? [ohne Angaben]
- Von den Wirkungskräften der Musik [ohne Angaben]
- Sturmtag [ohne Angaben]
- Kunst und Gegenwart [ohne Angaben]
- Ausstellung Hans Thoma: Graphik [ohne Angaben]
- H. Thoma, als religiöse Persönlichkeit [ohne Angaben]
- Ein Ferienbrief [ohne Angaben]
- Reise Eindrücke vom Genfer See 1925 [ohne Angaben]
- An Hans Thomas Ruhestätte [ohne Angaben]
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Repertoire

Das Repertoire der Pianistin Clara Faisst ist nicht untersucht worden. Einzelne Hinweise auf das Repertoire der Pianistin ergeben sich aus erhaltenen Briefen (s. Biographie).
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Literatur und Quellen

Das Verzeichnis gliedert sich in folgende Teile:

1. Ungedruckte Quellen in folgenden Bibliotheken und Archiven
2. Sekundärliteratur
3. Ikonographische Quellen
4. Veröffentlichte Dokumente
5. Diskographie
6. Links

1. Ungedruckte Quellen in folgenden Bibliotheken und Archiven

Berlin, Staatliches Institut für Musikforschung – Stiftung Preußischer Kulturbesitz:
1 Brief von Clara Faisst an Joseph Joachim vom 10. Februar 1899 (SM 12/1957-1790).

Bern, Schweizerisches Literaturarchiv (SLA), Hesse-Archiv:
2 Briefe an Hermann Hesse, 13.1.1905 und 3.2.[1905].

Frankfurt am Main, Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg, Archivzentrum:
7 Briefe, 6 Postkarten, 1 Gedichtbeilage von Clara Faisst an den Pfarrer und Dichter Ernst Knodt, 1915-1917, Depositum der Erwin von Steinbach-Stiftung, Briefsammlung Karl Ernst Knodt.

Günsbach/Frankreich, Centre International Albert Schweitzer:
16 Briefe und zwei Gedicht-Autographen – wohl als Beilagen zu Briefen – von Clara Faisst an Albert Schweitzer aus den Jahren 1922 bis 1948.

Heidelberg, Universitätsbibliothek:
Brief von Clara Faisst an Marie Baum, Karlsruhe, [Datum des Poststempels: 1907] (EE 2-2).

Karlsruhe, Badische Landesbibliothek:
Nachlassmaterial und Briefe von Clara Faisst (K 1838, K 2541, K 3128).
Zeugnisbuch, Photos, Kompositionen (Mus. Hs. 1400).
Klavierwerke und Lieder, Photos, Fragment des Lebenslaufs (Mus. Hs. 1411).
Briefe und Postkarten (u. a. von Max Bruch, Willy Rehberg, Gustav Havemann, Hans Thoma, Hans A. Bühler, Siegfried und Winifred Wagner), Photos, Dokumente zu Clara Faisst aus dem Nachlass Grete Pohl (Mus. Hs. 1415).
2 Briefe und eine Beilage an Hans Berblinger, 1 Konzertplakat (Mus. Hs. 1419).
7 Karten an Wilhelm Hasemann aus den Jahren 1898-1913 (Mus. Hs. 1420).
Musikalischer Nachlass [nähere Angaben dazu im Werkverzeichnis von Clara Faisst].

Karlsruhe, Generallandesarchiv:
Personalakte Ernst Lehmann (60/636).

Karlsruhe, Landeskirchliches Archiv:
Nachlass Ernst und Kurt Lehmann, Materialien Clara Faisst (13 Bücher und Alben mit Gedichten, Zeitungsartikeln und Tagebuchaufzeichnungen).
Personalakte Gustav Faisst (PA 3065).

Karlsruhe, Stadtarchiv:
13 Briefe mit zwei Beilagen (Gedicht und Konzertprogramm) an Familie Strack von Clara Faisst aus den Jahren 1945 bis 1948 (Clara Faisst, 8/Autographensammlung).
Konzertprogramme (8/StS 9/56).
„Musikalisches Tagebuch Hans Berblinger“ mit Zeitungsausschnitten und autographen Eintragungen von Hans Berblinger und Clara Faisst (8/StS 13/138 (1)).
Photoalbum mit Motiven aus Karlsruhe, dem Schwarzwald und der Wohnung Clara Faissts, 1936 (8/StS 13/138 (2)).
Sammlung mit Zitaten von Johannes Brahms, verfasst von Clara Faisst (8/StS 13/138 (3)).
Album „Musikalischer Gedanken- und Bekenntnisaustausch zu gegenseitiger Anregung“, Hans Berblinger - Clara Faisst (8/StS 13/138 (4)).
Sonettenkranz, gewidmet H. Berblinger (8/StS 13/138 (5)).
3 Zeitungsartikel (8/StS 13 138(6)).
Gedruckte Grabrede (8/StS 13 / 138 (7)).
Lied „Erdseele“ für Singstimme mit Klavierbegleitung (nicht im Werkverzeichnis aufgeführt) (7/N1 Dzerunian, 177).

Marbach, Deutsches Literaturarchiv/Schiller-Nationalmuseum:
1 Postkarte an Hermann Hesse vom 2. September 1908 (Hesse-Archiv).

2. Sekundärliteratur und gedruckte Quellen

Adress-Buch für die Haupt- und Residenzstadt Karlsruhe. Karlsruhe 1901 und 1904.

Bräunche, Ernst Otto (Redakteur), Stadt Karlsruhe (Hg.). Karlsruhe – die Stadtgeschichte. Karlsruhe 1998.

Brosch, Renate. Verborgenes Schöpfertum. Ein Blick auf Leben und Werk der Karlsruher Komponistin Clara Faisst anlässlich ihres 130. Geburtstages. In: Viva voce. 16.2002, S. 16-17.

Cobbett, Walter Willson (Hg.). Cobbett’s Cyclopedic Survey of Chamber Music. [1. Aufl. 1929, 2. Aufl. 1963]. Nachdruck. Bd. 1. Oxford [u. a.] 1988.

Cohen, Aaron I. International encyclopedia of women composers. New York 1981.

Chronik der Haupt- und Residenzstadt Karlsruhe für das Jahr 1916. Jg. 32. Karlsruhe 1918.

Chronik der Haupt- und Residenzstadt Karlsruhe für das Jahr 1917. Jg. 33. Karlsruhe 1919.

Gurlitt, Willibald (Hg.). Riemann Musik-Lexikon. Personenteil. Bd. 1. Mainz 1959, S. 486.

Frank, Paul (Begründer), Altmann, Wilhelm (Bearbeiter). Kurzgefaßtes Tonkünstler-Lexikon. Erster Teil. Neudruck der Ausgabe von 1936. 15. Auflage. Wilhelmshaven 1971.

Friedel, Claudia. Komponierende Frauen im Dritten Reich. Versuch einer Rekonstruktion von Lebensrealität und herrschendem Frauenbild. Münster 1995 [Liste mit Komponistinnen ”nach Bedeutung im Musikleben geordnet”. Clara Faisst wird im Zeitraum der Jahre von 1933 bis 1945 siebenmal genannt (höchste Zahl der Nennungen: 12)].

Goldschmidt, Robert [u. a.]. Die Stadt Karlsruhe, ihre Geschichte und ihre Verwaltung. Festschrift zur Erinnerung an das 200jährige Bestehen der Stadt, Karlsruhe 1915 [allgemeiner Hinweis auf das Wirken Clara Faissts in Karlsruhe].

Hixon, Don L. und Hennessee, Don A. (Hg.). Women in Music. An encyclopedic biobibliography. Bd. 1, Metuchen (NJ) 1993.

Hofmeister, Friedrich. Handbuch der musikalischen Literatur oder Verzeichnis der im Deutschen Reiche, in den Ländern des deutschen Sprachgebietes sowie der für den Vertrieb im Deutschen Reiche wichtigen, im Auslande erschienenen Musikalien, auch musikalischen Schriften, Abbildungen und plastischen Darstellungen, Leipzig: Hofmeister, mehrere Bände: 11.1892/97 (1900), 12.1898/03 (1904), 13.1904/08 (1910), 14.1909/13 (1915?), 16.1919/23 (1924), 1924/28 (1929), 1928, 1934 (1935).

Müller, Erich Hermann (Hg.). Deutsches Musiker-Lexikon. Dresden 1929.

Rebmann, Martina. ”‚Denn Fremdling sein ist Künstlers Los auf Erden’. Zu Leben und Werk der Karlsruher Komponistin Clara Faisst (1872-1948)”. In: Musik in Baden-Württemberg. Jahrbuch. Jg. 8. 2001. S. 79-103 [enthält ein ausführliches Werkverzeichnis und ein Register der Textdichterinnen und Textdichter, S. 87-103].

Rebmann, Martina. ”‚Mit einem Flügel kann man ja nicht fliegen’. Zum 130. Geburtstag der Karlsruher Komponistin und Pianistin Clara Faisst (1872-1948)”. In: Europäische Konföderation der Oberrheinischen Universitäten. Eucor-Bibliotheksinformationen. 18/19.2001/2002. S. 15-19.

Rebmann, Martina. „’Soll sie dazu bestimmt sein, unwirksam zu vergehen?’ – Die Karlsruher Komponistin und Dichterin Clara Faisst (1872-1948)“. In: Klangwelten : Lebenswelten. Komponistinnen in Süddeutschland. Eine Ausstellung der Badischen Landesbibliothek vom 6. Oktober 2004 bis 3. Januar 2005 und der Württembergischen Landesbibliothek vom 2. Februar bis 24. März 2005. Martina Rebmann und Reiner Nägele (Hg.). Stuttgart: Württembergische Landesbibliothek, 2004. S. 151-177.

Rebmann, Martina. „Auf den Spuren der Karlsruher Komponistin und Dichterin Clara Faisst (1872-1948). ‚Komponieren kann man allenfalls lernen - dichten in Tönen - nie!’“ In: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins. Hrsg. von der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg, Bd. 154. 2006. S. 517-555 [enthält eine Aufstellung der Veröffentlichungen von Clara Faisst in Zeitungen und Zeitschriften, S. 553-555].

3. Ikonographische Quellen

Karlsruhe, Badische Landesbibliothek, Handschriftenabteilung und Musikabteilung, mehrere, z. T. unveröffentlichte Fotos

Gemälde in Privatbesitz (die Badische Landesbibliothek erhielt die Erlaubnis, dieses Gemälde zu reproduzieren, und es schmückt nun den Musiklesesaal. Im Internet ist es unter der Adresse http://www.blb-karlsruhe.de/blb/blbhtml/benutzung/lesesaele/musiklesesaal.html anzusehen. Es erscheint dort im Hintergrund der Abbildung des E-Pianos im Musiklesesaal).

4. Veröffentlichte Dokumente

Brosch, Renate. Verborgenes Schöpfertum. Ein Blick auf Leben und Werk der Karlsruher Komponistin Clara Faisst anlässlich ihres 130. Geburtstages. In: Viva voce. 16.2002, S. 16 [Fotografie von Clara Faisst in ihrem Musikzimmer mit den beiden Flügeln in der Kriegsstraße 75 in Karlsruhe, um 1940 aufgenommen, Original im Bestand der Handschriftenabteilung der Badischen Landesbibliothek, Signatur: K 3128].

Rebmann, Martina. ”‚Denn Fremdling sein ist Künstlers Los auf Erden’. Zu Leben und Werk der Karlsruher Komponistin Clara Faisst (1872-1948)”. In: Musik in Baden-Württemberg. Jahrbuch. Jg. 8. 2001. S. 81, S. 100 [Clara Faisst, Reproduktion einer Fotografie des (verlorenen?) Gemäldes von Carl Vocke, 1928, Autograph des Liedes ”Die Sennin” von Clara Faisst. Vorlagen im Bestand der Musikabteilung der Badischen Landesbibliothek, Signatur: Mus. Hs. 1400]

Internetseite der Badischen Landesbibliothek:www.blb-karlsruhe.de/blb/blbhtml/besondere-bestaende/musik/faisst.html
[2 Bilder der Komponistin wie bei den ersten beiden Einträgen, sowie Titelblatt der ”Fünf Lieder für eine Singstimme mit Pianoforte componirt von Clara Faisst”, Op. 3. Leipzig: Leuckart, um 1895, mit Widmung an Max Bruch und Autograph des Liedes ”Die Sennin”].

5. Diskographie

Adagio consolante B-Dur, opus 7,1: in: Musik für Violoncello und Klavier von Komponistinnen des 19. Jahrhunderts. Thomas Blees (Cello), Maria Bergmann (Klavier). Fono-Schallplattengesellschaft, Münster/Westfalen, FCD 97 728, 1990 [Aufnahmejahr 1987].

Präludium in gotischem Stil, opus 28: in: Klaviermusik Karlsruher Komponisten, Sontraud Speidel (Klavier). Hoepfner Classics in der Antes Edition, Bühl/Baden ca. 1998, BM-CD 14.9001 [Aufnahmejahre 1994/95].

6. Links

http://www.blb-karlsruhe.de/blb/blbhtml/besondere-bestaende/musik/faisst.php
Auf der Homepage der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe, die auch den Nachlass der Komponistin verwahrt, findet sich ein Link mit weiterem Bildmaterial.
Von dieser Seite aus kann auch direkt im katalogisierten Notenbestand an gedruckten Werken recherchiert werden. Der ungedruckte Teil des Nachlasses ist im Onlinekatalog allerdings nicht erschlossen (hierfür vgl. die Rubriken ”Werkverzeichnis” und ”Literatur und Quellen”.
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Forschung

Der Bestand an Werken von Clara Faisst ist gut erschlossen, somit können nun die Werke erforscht werden. Die Badische Landesbibliothek bietet dazu die Infrastruktur einer wissenschaftlichen Universalbibliothek mit besonderem Musikalienbestand.
Allgemeine Hinweise zur Badischen Landesbibliothek:
http://www.blb-karlsruhe.de

Nähere Hinweise zur Musikabteilung:
http://www.blb-karlsruhe.de/blb/blbhtml/besondere-bestaende/musik/musik.html

Reproduktionen können angefertigt werden. Näheres hierzu unter:
http://www.blb-karlsruhe.de/blb/blbhtml/benutzung/foto.html

In der Ausstellung "lebenswelten : klangwelten" - komponistinnen im deutschen südwesten, die am 5. Oktober 2004 in der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe eröffnet wurde und ab dem 2. Februar bis zum 24. März in der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart zu sehen sein wird, wird auch Leben und Werk von Clara Faisst zum ersten Mal in einer Ausstellung gewürdigt. Nähere Informationen unter:
http://www.blb-karlsruhe.de/blb/blbhtml/aktuelles/aus04-komponistinnen.html

Kontakt: Badische Landesbibliothek, Dr. Martina Rebmann, Leiterin der Musikabteilung, Erbprinzenstraße 15, 76133 Karlsruhe.
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Forschungsbedarf

Hier kann nur ein erster Überblick über das Schaffen Clara Faissts gegeben werden, eine musikanalytische Beschäftigung mit ihrem Werk steht noch aus.
Nur zwei Werke sind bislang auf Tonträgern erhältlich, das ”Adagio consolante” B-Dur, opus 7,1 (1990) und das ”Präludium in gotischem Stil”, opus 28 (um 1998, vgl. auch die Diskographie).
Ebenfalls nur zwei Werke sind in den letzten Jahren in Neuausgaben erschienen: die ”Melodie nach einer alten Ballade”, ”Es waren zwei Königskinder”, für Cello und Klavier, Opus 5 (1999) und aus den ”Drei Stücken für Violoncell mit Begleitung des Claviers”, Opus 7, das zweite Stück ”Allegretto grazioso” im Jahr 1998 (vgl. die ausführlichen Angaben im Werkverzeichnis).
Auch die Biographie der Komponistin ist noch nicht vollends erforscht. Bislang fehlen allerdings weitere Quellen, die z. B. ein genaueres Bild über die Aktivitäten Clara Faissts in Karlsruhe und an anderen Orten geben.
Autor/innen:
Martina Rebmann, Die Grundseite wurde im Januar 2004 verfasst.

Bearbeitungsstand:
Redaktion: Sophie Fetthauer
Zuerst eingegeben am 26.05.2004.
Zuletzt aktualisiert am 22.11.2006.