Forschungsbedarf

Westendorp, Sybil ( * 1910 † 1999 )

Edition und nähere Analyse der Werke; nähere Recherche der frühen Biographie Westendorps; weitere Rezeptionsforschung.

Alpár, Gitta ( * 1900 † 1991 )

Über Gitta Alpár liegt keine wissenschaftliche Monografie vor, besonders wenig Informationen und verlässliche Grunddaten liegen über ihre Zeit in den USA vor, aber auch ihre Auftritte und Filme in England harren noch einer Aufarbeitung. Ebenso fehlt es an einer ausführlichen Darstellung der Operetten, die Ende der zwanziger, Anfang der dreißiger Jahre entstanden (u.a. die Operetten Paul Abrahams und anderer Komponisten aus der Spätphase der Weimarer Republik) wie auch der Tonfilmoperette.

Kukuck, Felicitas ( * 1914 † 2001 )

Der Forschungsbedarf umfasst Analysen ihres Spätwerks (vor allem seit 1990) und Untersuchungen zur Rezeption ihrer Werke.

Timmermann, Leni ( * 1901 † 1992 )

Zeitungsbestände insbesondere in den Stadtarchiven Recklinghausen und Marl: Zeitungsberichte u. Kritiken in der Lokalpresse Recklinghausen u. Marl-Hüls, Veranstaltungsprogramme etc. über Auftritte von Leni Pahlenberg ca. 1918-1933, Anmeldungen von Musikveranstaltungen bei der STAGMA (GEMA-Vorgängerin) (Fast alle Unterlagen gingen der Familie im Krieg verloren).

Alexander, Leni ( * 1924 † 2005 )

- Eine ausführliche Betrachtung von Leni Alexanders kompositorischem Werk und eine Analyse einzelner Kompositionen steht noch aus.
- Interessant wäre auch eine Untersuchung in Hinblick auf die Einflüsse von Maderna.
- Da die meisten bislang vorliegenden Informationen von Leni Alexander selbst stammen, wäre eine Befragung von KünstlerkollegInnen (Komponisten, Dirigenten, InterpretInnen, RundfunkredakteurInnen), Freunden und Angehörigen in Bezug auf ihr kompositorisches Schaffen, ihre Radiosendungen und ihre Biografie interessant.
- Eine Dokumentation von Aufführungen ihrer Kompositionen fehlt.
Über ihre USA-Aufenthalte (1959 und 1979(?), Kontakte, Lehrtätigkeit und Aufführungen ihrer Kompositionen) ist wenig bekannt.

Gilbert, Pia ( * 1921  )

Eine Betrachtung des kompositorischen Werkes von Pia Gilbert, sowohl der Tanz- und Schauspielmusiken als auch der Konzertstücke, steht insgesamt noch aus. Besonders interessant erscheint eine Beschäftigung mit den Kompositionen für den Tanz, vor allem im Kontext der Entwicklung des Modern Dance ebenso wie in Hinblick auf Pia Gilberts theoretische Konzeption des universitären Faches ”Music for Dance”. Problematisch dürfte allerdings die Quellenlage sein; vorhandene Materialien zu diesem Bereich befinden sich vermutlich in der Archivabteilung der University of California, Los Angeles (s. unter Literatur und Quellen, Rubrik Archive). Auch eine nähere Beschäftigung mit den Werken aus dem Bereich ”Music per se”, gerade auch der 1994 in Deutschland uraufgeführten Kammeroper ”Dialects”, erscheint lohnend.
Die biografische Forschung zu Pia Gilbert hat bisher fast ausschließlich aus der Perspektive der deutsch-österreichischen Exilforschung stattgefunden, sie wäre in weiten Bereichen zu ergänzen.

Friedemann, Lilli ( * 1906 † 1991 )

Forschungsbedarf zu Lilli Friedemann gibt es in verschiedenen Bereichen:
- Ordnung des Bandmaterial im Archiv für Gruppenimprovisation in Berlin
- Sammlung, Archivierung und wissenschaftliche Betrachtung ihrer Kompositionen
- Untersuchung ihrer Rolle in der Musiktherapie und der Musikpädagogik

Schonthal, Ruth ( * 1924 † 2006 )

Untersuchungen der Werke (v.a. seit 1990), Beziehungen zwischen Musik und Malerei, Lehrtätigkeit.

Bacewicz, Grazyna ( * 1909 † 1969 )

Die oben genannte Untersuchung der Funktion von Selbstzitaten in Bacewiczs Werken wäre sicher einer eingehenden und vorurteilsfreien Untersuchung wert. Dabei ist zu beachten, dass nicht alle edierten Werke von der Komponistin zur Veröffentlichung gedacht waren.
Tiefergehende Einzelanalysen ihrer Werke wären nicht nur in diesem Zusammenhang interessant. Auch das Problem, welcher Art eigentlich der Neoklassizismus ist, dem zumindest Bacewiczs frühes und mittleres Schaffen häufig zugeordnet wird, ist einer genaueren Betrachtung wert.
Die Frage der politischen Verortung der Komponistin (und deren mögliche Auswirkung auf ihr Werk) ist hochinteressant und gleichzeitig sehr schwer zu beantworten. Hier können Aussagen von noch lebenden Zeitgenossen vielleicht weiterhelfen.
Ferner wären interessant, welchen Einfluss ihre Reisen auf ihr Werk hatten.

Benesch, Senta ( * 1913 † 1986 )

Die weitere Erforschung von Leben und Wirken von Senta Benesch, vor allem auch im privaten Bereich wäre wünschenswert. Auch steht das Auswerten der zeitgenössischen Rezeption, von zeitgenössischen Berichten im Allgemeinen und Recherchen in ausländischen Rundfunkstationen (Repertoire, Spielpartner) bislang noch aus.

Kraus-Bloedy, Edith ( * 1913  )

Wünschenswert wären:
- Dokumentation und Rezeption ihrer Konzerttätigkeit und Rundfunkaufnahmen. Vor dem Zweiten Weltkrieg entstanden mehrere Radioproduktionen mit Edith Kraus in Berlin und in Prag, nach Kriegsende entstanden weitere Produktionen in Prag (1945-48), Jerusalem und Kopenhagen.
- Untersuchungen zu ihrem pianistischen Stil

Kaprálová, Vítězslava ( * 1915 † 1940 )

Es gibt bisher noch keine Dissertation oder andere wissenschaftliche Arbeiten größeren Umfangs, die sich im einzelnen mit Kaprálovás Schaffen befasst. Zu untersuchen wären beispielweise Kaprálovás stilistische Entwicklung, die Verflechtung ihres Werks mit der Zeitgeschichte, die Beziehung der Werke zu denen anderer Komponisten sowie die Beziehung zwischen Text und Musik in den Liedern.

Für interdisziplinär Interessierte wäre darüber hinaus die Klärung der Frage von Bedeutung, an welcher Krankheit Vítězslava Kaprálová so plötzlich starb.

Backes, Lotte ( * 1901 † 1990 )

Das kompositorische Gesamtwerk von Lotte Backes ist bislang noch nicht eingehend untersucht worden.

Die Entstehungszeit der meisten erhaltenen Werke ist geklärt, da die Komponistin eigenhändig Werkverzeichnisse erstellte und zudem zahlreiche handschriftliche Datierungen in den Werkmanuskripten vorliegen. Allerdings weichen zuweilen die Datierungen im Werkverzeichnis und im Werk selbst geringfügig voneinander ab.

Während das Wirken von Lotte Backes als Komponistin und Interpretin sowie die Rezeption ihrer Werke seit 1945 in ihrem Nachlass (durch Werkmanuskripte und -ausgaben, Konzertdokumente, Rezensionen, Tonträgermitschnitte u.a.) recht gut dokumentiert sind (abgesehen von ihrem Leben und möglichem weiteren Schaffen), ist ihre Biografie und ihr Werk aus der Zeit davor nur bruchstückhaft überliefert, was u.a. wesentlich darauf zurückzuführen ist, dass der größte Teil ihres gesamten bis dahin entstandenen Werkes und wichtige Lebensdokumente 1945 – kurz vor Kriegsende – in ihrer Wohnung verbrannten.

Oswald, Marianne ( * 1901 † 1985 )

Marianne Oswalds Leben und Karriere sind weitgehend unerforscht. Zwar wird sie in Schriften zu Kurt Weill, zur Groupe des Six, zu Jean Cocteau oder Jacques Prévert, zur französischen Musikgeschichte der 30er Jahre sowie in Kabarettmonografien erwähnt, eigene wissenschaftliche Studien zu ihrer Person, den Besonderheiten ihres Vortragsstils, ihrem Repertoire und ihrer Wirkung stehen allerdings bis jetzt noch aus. Zu untersuchen wäre insbesondere ihr Einfluss auf die Entwicklung des „Chanson Rive gauche“. Interessieren könnte auch das Phänomen der Intermedialität, das sich in den zum Teil parallel ausgeübten Berufen Sängerin, Schauspielerin, Schriftstellerin, Drehbuchautorin zeigt.
Zwar gibt es Hinweise auf eine angeblich 1993 erschienene Biografie Oswalds von der französischen Journalistin Hélène Hazera. Das Buch ist jedoch in keiner französischen Bibliothek nachgewiesen.

Ustvolskaya, Galina ( * 1919 † 2006 )

Es gibt zwar schon zahlreiche Aufsätze, Werkbesprechungen und Kritiken der Werke Galina Ustvolskayas, doch eine umfangreiche Darstellung zu ihrem Schaffen steht weiterhin aus. Die Publikationen von Gladkowa und Bokman sind beide durch ihre persönliche Beziehung zu Ustvolskaya geprägt (vor allem diejenigen Bokmans), daher wäre eine objektivere Stellungnahme sehr zu wünschen. Um die wenigen biografischen Daten zu vervollständigen, wäre es sinnvoll, Zeitzeugen zu befragen und den Nachlass aufzuarbeiten. Der persönliche und kompositorische Bezug zu ihrem Lehrer Schostakowitsch wurde zwar schon vielfach erwähnt, aber eine grundlegende Untersuchung steht ebenfalls noch aus.

Reiss, Thelma ( * 1906 † 1991 )

Der Forschungsbedarf zu Thelma Reiss umfasst sowohl ihre Biografie als auch alle ihre Tätigkeiten. Bislang ist lediglich eine Dokumentation ihrer größeren Konzerte in Großbritannien und des dort gespielten Repertoires möglich. Über ihre Konzertreisen ist bislang nichts Näheres bekannt. Ungeklärt ist auch der Hinweis, dass Thelma Reiss privat von der portugiesischen Cellistin Guilhermina Suggia unterrichtet worden sei.

Butler, Antonia ( * 1909 † 1997 )

Der Forschungsbedarf zu Antonia Butler umfasst nahezu alle ihre Tätigkeitsbereiche. Lediglich ihre Auftritte als Solistin sind bislang anhand der „Times London“ vergleichsweise gut zu dokumentieren. Über mögliche Konzertreisen von Antonia Butler ist bislang nichts bekannt, ebenso wenig über ihre kammermusikalischen Aktivitäten, die es jedoch zahlreich gegeben hat, z. B. mit dem Kameran Trio. Interessant wäre auch, ihre musikpädagogischen Tätigkeiten zu untersuchen.

Riddick, Kathleen ( * 1907 † 1973 )

Der Forschungsbedarf zu Kathleen Riddick umfasst ihre Biografie ebenso wie ihre künstlerischen und pädagogischen Tätigkeiten. Dabei wäre auch der Verbleib ihrer Kompositionen zu eruieren und ihre künstlerischen Kontakte, ihre Verbindungen zur zeitgenössischen Musik sowie zur Society of Women Musicians systematisch zu untersuchen.
Gleichzeitig lassen die ersten Forschungen zu Kathleen Riddick erkennen, dass ihre Biografie und ihre Tätigkeiten auch in Verbindung mit übergeordneten Fragestellungen interessant wären. Hierzu zählt die Frage nach dem Ausbau der Laienmusik in den ländlichen Gegenden Englands und die Bedeutung von Frauen, speziell von Kathleen Riddick, für diesen Prozess. Zudem stellt sich die Frage, auf welche Weise es Kathleen Riddick gelang, auch im professionellen Bereich mit völliger Selbstverständlichkeit als Dirigentin anerkannt zu werden, zu einer Zeit als dieser Beruf für Frauen unüblich war. Schließlich wäre zu hinterfragen, wie das von ihr gegründete London Women’s String Orchestra organisiert war und welche Bedeutung diesem Orchester für den Lebensweg von Musikerinnen zukam.

Morini, Erica ( * 1905 † 1995 )

Bei dem Einbruch in Erica Morinis Wohnung kurz vor ihrem Tod wurden etliche persönliche Dokumente sowie Noten mit Fingersätzen gestohlen. Möglicherweise liegen jedoch in amerikanischen Archiven andere Quellen. Insbesondere über ihre New Yorker Konzertagentur ließe sich wohl einiges über die Häufigkeit ihrer Konzerte, ihr Repertoire, etc. herausfinden.
Es wäre wünschenswert, dass die Interpretationweise und die verschiedenen Wirkungsfelder Erica Morinis ebenso gewissenhaft und detailliert aufgearbeitet werden wie die ihrer männlichen Kollegen.

Rosé, Alma ( * 1906 † 1944 )

Für eine genauere Beurteilung der Geigerin Alma Rosé wäre die Aufarbeitung weiterer Quellen zu ihrer Konzerttätigkeit von 1926 bis 1942 von großem Nutzen. Eine nähere Erforschung der Rezeptionsgeschichte der „Wiener Walzermädeln“ wird dadurch erschwert, dass sich Berichte in Musikzeitschriften in der Regel auf die Hochkultur beschränken. Zu Alma Rosés Privatkonzerten in den Niederlanden gibt es möglicherweise noch Unterlagen im „Tellegen – Archiv“ im ROD Amsterdam. Auf der Grundlage der einzigen erhaltenen Tonaufnahme ist eine abschließende Würdigung der Geigerin Alma Rosé nur in Ansätzen möglich

Moszumańska-Nazar, Krystyna ( * 1924 † 2008 )

Es wäre sehr interessant, die Musik und vor allem auch die Biografie von Krystyna Moszumańska-Nazar mit Musik und Biografien anderer europäischer Komponistinnen ihrer Generation zu vergleichen.

Montijn, Aleida ( * 1908 † 1989 )

Der Forschungsbedarf zu Aleida Montijn umfasst alle ihre Tätigkeiten, darunter ihre Konzerte und Tourneen, ihre musikpädagogische Tätigkeiten, ihre Arbeit als Komponistin von Bühnenmusiken und für den Tanz.

Lissa, Zofia ( * 1908 † 1980 )

Interessant wäre es, die Bedingungen zu untersuchen, die dazu führten, dass in Polen im Gegensatz zu vielen anderen europäischen Ländern Musikwissenschaftlerinnen wie Zofia Lissa und Stefania Lobaczewska (ebenfalls aus Lemberg) bereits in den 1930er Jahren bedeutende Positionen erreichen konnten.

Umińska, Eugenia ( * 1910 † 1980 )

Der Forschungsbedarf zu Eugenia Umińska umfasst weitere Recherchen zu ihrem musikalischen und politischen Wirken während und nach dem Zweiten Weltkrieg. Auch wäre es sehr aufschlussreich, ihren Beitrag zur „Feminisierung“ der polnischen Streicherkunst näher zu untersuchen

Horne, Lena ( * 1917 † 2010 )

Eine dezidierte, genreübergreifende Untersuchung und Bewertung der Situation einer Frau, in den 1920er bis 1940er Jahren als Sängerin in Jazz, Pop oder Klassik Karriere zu machen, damit all jener erheblichen Widrigkeiten und Demütigungen, denen sich auch Lena Horne ausgesetzt sah, wäre spannend und wünschenswert.

Lutyens, Elisabeth ( * 1906 † 1983 )

Die Werke sind nur vereinzelt analysiert. Es zeichnet sich jedoch ab, dass die Einflüsse gerade der alten Musik auf ihre Kompositionstechnik vielfältiger gewesen sein dürften als angenommen. Eine weitergehende, auch vergleichende Untersuchung ihrer Werke ist daher ebenso sinnvoll wie die Erforschung ihrer Kontakte zu den zeitgenössischen Londoner Künstlern, Literaten und Malern. Die kritische Einordnung ihrer Werke in eine britische musikalische Moderne ist ebenfalls von Interesse. Nicht zuletzt steht eine Untersuchung ihrer ihren Stil vermutlich stark prägenden und erstaunlich vielseitigen Film- und Radiomusik noch völlig aus.

Moodie, Alma ( * 1898 † 1943 )

Alma Moodies Lehrtätigkeit ist bislang nicht näher untersucht worden. Sicher wäre es ein lohnender Forschungsbeitrag, Schülerlisten aufzustellen und durch ehemalige SchülerInnen des Hoch’schen Konservatoriums mehr über ihre Spielweise zu erfahren. Wegen der fehlenden Tondokumente scheint dies aus heutiger Sicht die einzige Möglichkeit zu sein, ein deutlicheres Bild der Spieltechnik von Alma Moodie zu gewinnen.

Grinberg, Maria ( * 1908 † 1978 )

Um ihre künstlerische Tätigkeit im Kontext der Zeit zu würdigen, sind weitere Studien zum Leben und Schaffen von Maria Grinberg notwendig. Auch eine Erforschung der Besonderheiten ihres interpretatorischen Stils und dessen Entwicklung stehen noch aus. Voraussetzung dafür wäre eine vollständige und zuverlässige Repertoireliste. Praktisch unerforscht sind bislang auch die künstlerischen Verbindungen der Pianistin zu ihren Zeitgenossen.

Holst, Imogen ( * 1907 † 1984 )

Dank der intensiven Arbeit eines kleinen Teams von interessierten und teils noch mit Holst persönlich bekannten Wissenschaftlern enthält Christopher Grogans umfangreiche Biografie „Imogen Holst. A Life in Music“ (2007) aktuelle und ausführliche Informationen zu Leben und Werk. Darüber hinaus fehlen jedoch systematisch angelegte Forschungen über Imogen Holst als Lehrerin, Dirigentin oder Schriftstellerin sowie analytische Einzelbetrachtungen vieler ihrer Werke. Über die Zusammenarbeit mit Britten, die Holst selbst in ihrem „Aldeburgh Diary“ festgehalten hat, wäre ebenfalls zu forschen.

Cassian, Nina ( * 1924  )

Eine Biografie steht bisher aus, wobei Nina Cassian derzeit an ihrer Autobiografie arbeitet. Ob es der über Neunzigjährigen allerdings gelingen wird, diese zu vollenden, steht dahin. Genauso fehlt jegliche Sichtung und Aufarbeitung, geschweige denn eine musikwissenschaftliche Analyse und Würdigung ihres kompositorischen Werks. Nach Cassian befinden sich weitere Noten in der Rumänischen Nationalbibliothek. Ebenfalls sollen in den Ton-Archiven des Radio Romania aufgezeichnete Konzerte vorliegen, an die aber bis dato nicht heranzukommen war.

Wilson, Marie (   )

Der Forschungsbedarf zu Marie Wilson umfasst ihre Biografie, ihre Tätigkeiten sowie ihre Kontakte im britischen Musikleben.

Kersey, Eda ( * 1904 † 1944 )

Der Forschungsbedarf zu Eda Kersey umfasst ihre Biografie, ihre Tätigkeiten sowie ihre Kontakte innerhalb des englischen Musiklebens.

Mendzelevskaya, Nina Solomonovna ( * 1918 † 1999 )

Eine wissenschaftliche Beschäftigung mit Nina Mendzelevskaya müsste bei dem vorhandenen Materialfundus ansetzen. Möglicherweise könnten weitere Quellen in Weißrussland bzw. Russland erschlossen werden. Eine musikhistorische Einordnung in den Kontext der ehemaligen Sowjetunion, besonders in die ehemaligen musikpädagogischen Strukturen und Begrifflichkeiten, wäre für ein angemessenes Verständnis unverzichtbar. Da es über die – immer noch praktizierte Klaviermethodik – keine schriftlichen Dokumente gibt, wären hier Zeitzeugeninterviews und empirische Untersuchungen naheliegend. Für den sowjetischen Bereich wäre eine Vernetzung mit bereits erforschten Biografien sinnvoll, für den deutschen Bereich wäre zu prüfen, inwiefern die Kontingentflüchtlinge nach 1989 auch für einen Kulturtransfer gesorgt haben, für eine Weiterführung russischer bzw. weißrussischer Musiktraditionen unter neuen Bedingungen, d.h. im Musikleben der Bundesrepublik Deutschland.

Dulowa, Wera Georgijewna ( * 1909 † 2000 )

Es besteht ein großer Bedarf in der Darstellung der Bedeutung dieser Künstlerin für die moderne Kultur; von besonderem Interesse wären die privaten und künstlerischen Kontakte Wera Dulowas und ihrer Familie mit Dmitri Schostakowitsch, Lew Oborin, Wsewolod Meyerhold u.a.