Forschungsbedarf
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Chaminade, Cécile ( * 1857 † 1944 )
Forschungsbedarf zu Cécile Chaminade besteht zum Beispiel bei Chaminades aufführungspraktischer Tätigkeit und der Auswertung der journalistischen Beiträge, ebenso bei der Einordnung einzelner Werke in ihren gesamthistorischen Kontext, besonders auch die Betrachtung der der größeren Werke (Oper, Orchestersuite). Auch ihre Einspielung von Klavierrollen gebührt eingehendere Analyse. Sicherlich ist auch ihr Verhältnis zum und ihre Stellung innerhalb des französischen Musiklebens, einer hauptsächlich von männlichen Komponisten dominierten Gesellschaft, weiter zu verfolgen. Wie schon bemerkt, ist deutschsprachige Literatur dazu rar.Faisst, Clara ( * 1872 † 1948 )
Hier kann nur ein erster Überblick über das Schaffen Clara Faissts gegeben werden, eine musikanalytische Beschäftigung mit ihrem Werk steht noch aus.Nur zwei Werke sind bislang auf Tonträgern erhältlich, das ”Adagio consolante” B-Dur, opus 7,1 (1990) und das ”Präludium in gotischem Stil”, opus 28 (um 1998, vgl. auch die Diskographie).
Ebenfalls nur zwei Werke sind in den letzten Jahren in Neuausgaben erschienen: die ”Melodie nach einer alten Ballade”, ”Es waren zwei Königskinder”, für Cello und Klavier, Opus 5 (1999) und aus den ”Drei Stücken für Violoncell mit Begleitung des Claviers”, Opus 7, das zweite Stück ”Allegretto grazioso” im Jahr 1998 (vgl. die ausführlichen Angaben im Werkverzeichnis).
Auch die Biographie der Komponistin ist noch nicht vollends erforscht. Bislang fehlen allerdings weitere Quellen, die z. B. ein genaueres Bild über die Aktivitäten Clara Faissts in Karlsruhe und an anderen Orten geben.
Aulin, Valborg ( * 1860 † 1928 )
Skandinavien scheint in der deutschsprachigen Musikgeschichte lediglich ein „Randphänomen“ zu sein. Diese Position trifft die Frauen der skandinavischen Musiklandschaft umso härter. Mit Ausnahme des MGG-Artikels liegen bislang keine deutschsprachigen Arbeiten zu Valborg Aulin vor. Einschlägige Untersuchungen zu den Kompositionen Aulins stehen auch auf internationaler Ebene noch aus. Interessant wären ferner nähere Betrachtungen zu Valborg Aulin als Konzertveranstalterin sowie die zeitgenössische Rezeption der Musikerin als Pianisten und Komponistin in Schweden, Frankreich und Deutschland.Teichmüller, Anna ( * 1861 † 1940 )
Die biografischen Quellen sind bislang nur einer ersten Sichtung unterzogen worden. Ihre intensive Aufarbeitung steht noch aus und dürfte Informationen über die wechselseitige Beeinflussung von Carl Hauptmann und Anna Teichmüller zutage fördern. Diese gehört zu den vermutlich besonders interessanten Forschungsdesideraten im Zusammenhang mit Anna Teichmüller. Auch die weitergehende Beschäftigung mit Anna Teichmüllers veröffentlichter Musik ist noch als Forschungsdesiderat zu bezeichnen.Neben einer intensiveren Beschäftigung mit den bisher zugänglichen Quellen wäre das Auffinden und die Erschließung weiterer Quellen wünschenswert. Insbesondere fehlen bislang genauere Informationen über Anna Teichmüllers musikalische Ausbildung sowie über das familiäre Musikleben vor der Schreiberhauer Zeit. Um weitere Quellen und eventuell auch Musikautografe sowie die verschollenen Werke zu finden, wäre es nützlich, Nachfahren der Familien Teichmüller und von Cramer zu finden, in deren Besitz sich Anna Teichmüllers eigener Nachlass erhalten haben könnte.
Ein weiteres Desiderat betrifft Aufführungen der Musik Anna Teichmüllers in den kulturellen Zentren Berlin und Breslau sowie deren Rezeption. Hierzu müssten systematisch die zeitgenössischen Musikzeitschriften durchgesehen werden.
Knocker, Editha ( * 1869 † 1950 )
Außer einigen wenigen Informationen über ihr Studium bei Joseph Joachim an der Königlichen Hochschule für Musik in Berlin (vgl. Prante 1999) sowie den im Internet veröffentlichten Dokumenten über ihre Zeit beim „York Symphony Orchestra“ wurden bislang keine Quellen systematisch gesichtet. Zu untersuchen wären z. B. ihre Beziehungen zu Leopold von Auer, der sie vermutlich sehr geschätzt hat. Seine Memoiren geben jedoch keinen Hinweis auf Editha Knocker. Unerforscht ist bislang auch die Zeit zwischen 1914 und 1924, in der sie möglicherweise ein weiteres Orchester in Newcastle-upon-Tyne gegründet hat sowie ihre Zeit als Violinpädagogin in London, spätestens ab 1924 mit einer selbst gegründeten Schule. Möglicherweise könnten hier entsprechende Bibliotheken in England Auskunft geben.Wietrowetz, Gabriele ( * 1866 † 1937 )
Um genauere Einblicke in das Leben und die Tätigkeiten von Gabriele Wietrowetz zu erhalten, wäre es notwendig, grundlegende Dokumente wie z. B. Briefe und Konzertprogramme aufzufinden. Da Gabriele Wietrowetz mit sehr vielen Künstlerinnen und Künstlern zusammengearbeitet hat (s. Biografie), wäre zu vermuten, dass sich in deren Nachlässen weitere Dokumente befinden.Ferner wäre nach konkreten Lebensdaten zu suchen, nach Tourneedaten ebenso wie nach genaueren biografischen Umständen. Gabriele Wietrowetz hat über zehn Jahre an der Königlichen Hochschule für Musik als Violinpädagogin unterrichtet. Über den Kreis ihrer Schülerinnen ist ebenfalls bislang nichts bekannt.
Shinner, Emily ( * 1862 † 1901 )
Obwohl Emily Shinner im Konzertleben Englands zwischen 1880 und 1904 einen festen Platz als Violinsolistin und Kammermusikerin hatte, ist bislang über ihre Studienzeit bei Joseph Joachim, über ihre Arbeit als Musikerin wie auch über ihr Privatleben nur sehr wenig bekannt.Clench, Nora ( * 1867 † 1938 )
Interessant wäre sicherlich, die näheren Umstände von Nora Clenchs Studien in Leipzig, Brüssel und Berlin zu beleuchten. Auch wäre zu vermuten, dass die Violinistin im Paris der Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert zahlreiche Kontakte knüpfte, die für das weitere künstlerische Leben bedeutend gewesen sein könnten. Die Kontakte zu Komponistinnen und Komponisten, die im Zuge der verschiedenen Uraufführungen durch das Nora-Clench-String-Quartet entstanden sind, sind ungeklärt. Über ihre bildkünstlerischen Arbeiten stehen bislang keine Informationen zur Verfügung.Davies, Fanny ( * 1861 † 1934 )
Über das künstlerische und private Leben von Fanny Davies ist bis heute trotz zahlreicher Veröffentlichungen kaum etwas bekannt. Lediglich einige wenige Informationen werden von Publikation zu Publikation weitergetragen. Dies gilt für nahezu alle Bereiche: für ihre Konzerte, ihr Repertoire und ihre Aufnahmen, für ihre Schülerinnen und Schüler sowie für ihre privaten und beruflichen Kontakte. Ausgehend vom Bestand „Fanny Davies“ im Royal College of Music London wären weiterführende Forschungen über private und berufliche Kontakte möglich. Auch eine systematische Auswertung von Zeitungen und Zeitschriften könnte dazu beitragen, ein genaueres Bild der Pianistin zu gewinnen. Anhand ihrer Zeitschriftenartikel wäre musikwissenschaftlich zu hinterfragen, welches Bild Fanny Davies vom Kreis um Clara Schumann vermittelte und in welchem zeitgenössischen Kontext es steht.Powell, Maud ( * 1867 † 1920 )
Leben und Werk von Maud Powell wurden in den 1980er-Jahren von Karen A. Shaffer und Neva Garner Greenwood umfangreich erforscht. Dennoch deckte bereits die Staatsexamensarbeit von Inka Prante (Prante 1999) Unstimmigkeiten in deren Darstellung auf. Ein neuer Blick auf Maud Powell könnte die 1988 erschienene Monografie möglicherweise in einigen Punkten relativieren und weitere Facetten des künstlerischen Lebens von Maud Powell herausarbeiten. Auch über ihre Studien bei Henry Schradieck in Leipzig, Charles Dancla in Paris und Joseph Joachim in Berlin ist bislang wenig bekannt.Verne, Mathilde ( * 1865 † 1936 )
Die Tätigkeiten von Mathilde Verne, ihr Repertoire und ihre Schülerinnen bzw. Schüler, die von ihr organisierten Konzerte und die von ihr bearbeiteten Noten sowie ihre Interpretationen sind bis heute kaum erforscht. Ihre Autobiografie gibt zwar zahlreiche Hinweise, vor allem was die Namen ihrer Schülerinnen und Schüler betrifft, trotzdem fehlen konkrete Daten und die Einbindung in übergreifende Zusammenhänge. Neben einer Sichtung des Familienbestands wäre hier eine systematische Auswertung von Zeitschriften und Konzertprogrammen notwendig. Eine Untersuchung ihres außerordentlich erfolgreichen „College’s of Music“ könnte zugleich über die Errichtung und Bedeutung von Privatkonservatorien in England im 20. Jahrhundert Aufschluss geben.Lara, Adelina de ( * 1872 † 1961 )
Obwohl von Adelina de Lara eine Autobiografie vorliegt, ist über ihr künstlerisches Leben kaum etwas zu erfahren; die Autobiografie beschäftigt sich zu großen Teilen mit familiären Zusammenhängen sowie mit den Kontakten zu anderen Künstlerinnen und Künstlern, gibt jedoch nur wenig konkrete Hinweise zu ihrem eigenen Arbeitsalltag. Den dort gelegten Spuren wäre allerdings in Forschungen weiter nachzugehen. Eine systematische Sichtung von Zeitungen und Musikzeitschriften gäbe sicherlich ein genaueres Bild der künstlerischen Tätigkeiten von Adelina de Lara, eine Untersuchung ihres Schülerkreises könnte Aufschluss über ihre Klavierpädagogik geben.Über ihre Kompositionen ist außer der Tatsache, dass sie geschrieben und teilweise aufgeführt wurden, nichts bekannt.
Soldat-Röger, Marie ( * 1863 † 1955 )
Der Nachlass von Marie Soldat-Röger wurde von Barbara Kühnen in mehreren Publikationen ausgewertet. Dennoch bleiben zahlreiche Fragen offen, zum Beispiel zu ihrer Studienzeit in Berlin, zu ihren Schülerinnen und Schüler sowie zum künstlerischen Umfeld, in dem sie sich bewegte.Goodwin, Amina ( * 1867 † 1942 )
Der Forschungsbedarf zu Amina Goodwin umfasst sowohl ihre Biografie als auch alle ihre Tätigkeitsbereiche als Interpretin, Klavierpädagogin und Komponistin.Zimmermann, Agnes ( * 1867 † 1925 )
Der Forschungsbedarf zu Agnes Zimmermann umfasst alle ihre Tätigkeitsbereiche. Nur wenig ist über die Interpretin und ihr Verständnis des klassisch-romantischen Repertoires bekannt, obwohl vermutlich bereits eine Untersuchung der von ihr erstellten praktischen Ausgaben in diesem Punkt Vieles erhellen könnte. Auch die Kontakte zu Interpretinnen wie Clara Schumann, Joseph Joachim, Wilma Norman Neruda und Alfredo Piatti sind bislang nahezu unerforscht. Von ihren Kompositionen wurde bislang m. W. kein vollständiges Werkverzeichnis erstellt, analytisch-soziologische Betrachtungen der Kompositionen fehlen ganz. Über mögliche Schülerinnen und Schüler ist bislang nichts bekannt.Henkel, Lily ( * 1860 † 1936 )
Die Biografie von Lily Henkel und ihre künstlerischen Tätigkeiten lassen sich bislang nur fragmentarisch rekonstruieren. Dabei bleiben viele Fragen offen, z. B. zu ihrer Studienzeit bei Heinrich Ordenstein und Clara Schumann, zu ihren Konzerten und Konzerttourneen sowie zu ihren Konzertveranstaltungen. Auch das künstlerische Umfeld ist bislang nahezu unerforscht. Kein einziger Hinweis findet sich zudem auf eine mögliche Unterrichtstätigkeit von Lily Henkel. Ein Nachlass ist nicht bekannt.Brandes, Emma ( * 1853 † 1940 )
Obwohl Emma Brandes, verheiratete Engelmann, im Zusammenhang mit vielen Musikerinnen und Musikern eine große Rolle spielte, ist über ihr Leben, ihre künstlerischen Tätigkeiten sowie über ihre Arbeit als ideelle Förderin bislang nahezu nichts bekannt. Eine systematische Sichtung von Zeitschriften, eine Auswertung der von ihr erhaltenen Briefe sowie ein Sichtung des Nachlasses ihres Mannes Theodor Wilhelm Engelmann könnte für erste Erkenntnisse und weitere Forschungen sicherlich aufschlussreich sein.Stern, Margarethe ( * 1855 † 1899 )
Außer den Informationen, die den Schriften ihres Mannes, Adolf Stern, zu entnehmen sind, ist über das Leben und die verschiedenen Tätigkeiten von Margarethe Stern bislang kaum etwas bekannt. In der Biografie von Adolf Stern sind zwar ihre Konzerte vergleichsweise gut dokumentiert, jedoch nicht deren Rezeption, so dass diese aus anderen Quellen zu rekonstruieren wäre. Über ihre Ausbildungszeit bei Franz Liszt und Clara Schumann ist nur sehr wenig bekannt, ebenso über ihre künstlerischen Kontakte. Obwohl Margarethe Stern nahezu 30 Jahre lang unterrichtet hat, ist über den Kreis ihrer Schülerinnen und Schüler bislang nichts zu erfahren.Neben Recherchen im Nachlass ihres Mannes Adolf Stern könnte eine Sichtung des „Archivs des Allgemeinen Deutschen Musikvereins“ ergiebig sein, das sich in Weimar im Archiv der Hochschule für Musik Franz Liszt befindet. Eine systematische Sichtung von Zeitschriften und Zeitungen würde eine differenzierte Sicht auf die zeitgenössische Rezeption und die künstlerische Entwicklung Margarethe Sterns ermöglichen.
Janotha, Natalie ( * 1856 † 1932 )
Natalie Janotha ist sowohl in beiden Ausgaben der „Musik in Geschichte und Gegenwart“ (Lissa 1957; Chechlińska 2003) auch im „New Grove (Chechlińska 1980 und 2001) mit einem Artikel vertreten. Dennoch fehlen zahlreiche konkrete Angaben über ihren Lebenslauf. So lässt sich nur für jeweils kurze Zeitspannen ihres Lebens ein Wohnort bestimmen und obwohl ihre internationale Karriere als Pianistin unstrittig ist, fehlen auch hier konkrete Angaben über Konzerte und Tourneen, über ihr Repertoire sowie über ihr künstlerisches Umfeld. Eine systematische Sichtung international ausgerichteter Musikzeitschriften könnte hierüber Aufschluss geben. Ebenso wenig ist über ihre Schülerinnen und Schüler, die sie zumindest am Hoch’schen Konservatorium in Frankfurt a. M. hatte, bekannt; Hinweise auf PrivatschülerInnen gibt es bislang keine.Noch weniger ist über ihre ca. 400 Kompositionen bekannt. Nicht einmal deren Aufbewahrungsort ließ sich recherchieren. Werklisten wurden bislang nur in Ansätzen erstellt (vgl. Artikel „Janotha, Natalie“ in Pazdírek 1904-1910 und Lissa 1957), Untersuchungen der Kompositionen von Natalie Janotha fehlen völlig.
Eibenschütz, Ilona ( * 1872 † 1967 )
Über das Leben von Ilona Eibenschütz und ihre künstlerischen Tätigkeiten ist bislang wenig bekannt. Die zahlreichen Hinweise, z. B. über ihre internationale Konzerttätigkeit als so genanntes „Wunderkind“, wären zu verifizieren und mit konkreten Inhalten zu füllen. Auch ist ihr intensives Verhältnis zu Johannes Brahms zwar bekannt, jedoch kaum erforscht.Im privaten Bereich wären vor allem die Verwandschaftsverhältnisse zur Künstlerfamilie Eibenschütz näher zu klären, die u. a. den Dirigenten Sigmund Eibenschütz (ein Bruder von Ilona Eibenschütz), den Dirigenten José Eibenschütz und den Pianisten Albert Eibenschütz mit einschloss.
Ohe, Adele aus der ( * 1864 † 1937 )
Der Forschungsbedarf zu Adele aus der Ohe umfasst nahezu alle ihre künstlerischen Tätigkeiten. Über ihren Klavierunterricht an der „Neuen Academie der Tonkunst“ von Theodor Kullak in Berlin ist ebenso wenig bekannt, wie über ihre Weimarer Studienzeit bei Franz Liszt. Die Auswertung der „New York Times“ legt vermutlich nur einen Bruchteil ihrer tatsächlichen Konzerttätigkeit offen. Zu erforschen wäre auch, in welchem beruflichen und privaten Umfeld sie sich bewegte – bislang ist kein einziges Kammermusik-Konzert nachweisbar – und wer ihre Schülerinnen und Schüler waren. Ebenso unerforscht sind ihre Tätigkeiten als Pianistin im deutschen Musikleben. Die Tatsache, dass sie zwischen 1900 und 1907 von drei deutschen Höfen zur Hofpianistin ernannt wurde, lässt vermuten, dass sie regelmäßig in Deutschland auftrat, von Mäzenen bzw. Mäzeninnen protegiert und vom Publikum anerkannt wurde.Zu ihren Kompositionen liegen bislang keinerlei Forschungen vor.
Langley, Beatrice ( * 1872 † 1958 )
Der Forschungsbedarf umfasst nahezu alle Tätigkeiten von Beatrice Langley sowie auch ihre Biografie. Über ihr Violinstudium bei den beiden Geigern Joseph Ludwig und August Wilhelmj ist bislang ebenso wenig bekannt, wie über ihre – vermutliche – Studienzeit in Berlin bei Joseph Joachim.Interessant wäre ferner, die verschiedenen beruflichen Kontakte von Beatrice Langley zu untersuchen, u. a. ihre Zusammenarbeit mit der Sängerin Emma Albani – einschließlich der Tourneen, die die beiden Musikerinnen gemeinsam unternahmen. Ebenfalls ist zu vermuten, dass sie sich im Umfeld der „Society of Women Musicians“ bewegte, die 1911 gegründet wurde und zu deren Ehrenpräsidentinnen u. a. Ethel Smyth zählte.
Völlig unerforscht sind bislang die Tätigkeiten von Beatrice Langley nach 1920. Im Kontext der englischen Ausbildung von Laien war sie vermutlich in der Grafschaft Devon eine zentrale Figur. Ihre Arbeit als Dirigentin ihres eigenen Streichorchesters wäre in diesem Zusammenhang ebenso interessant, wie die Frage nach möglichen Schülerinnen und Schülern.
Remmert, Martha ( * 1854 † 1941 )
Der weitere Forschungsbedarf ist erst nach Erscheinen der Biographie von Dieter Nolden zu bestimmen. In jedem Fall wäre es interessant, zu erforschen, welche Rolle Martha Remmert in der Programmgestaltung der Musikfeste spielte und auf welche Weise sie junge Musikerinnen, Musiker, Komponistinnen und Komponisten förderte. Dabei wäre auch nach dem Status der Berliner „Franz Liszt-Academie“ und deren Schülerinnen und Schüler zu fragen.Zu vermuten ist, dass die Tätigkeitsfelder von Martha Remmert ein größeres Spektrum umfassen, als es bislang aufgezeigt werden kann. So wird z. B. im Goethe- und Schiller-Archiv eine Komposition aufbewahrt und die dortige Sammlung an „Urteilen von Zeitgenossen“ verweist auch auf die Dirigentin Martha Remmert. Ebenso ist über die (Musik-)Schriftstellerin Martha Remmert bislang nahezu nichts bekannt.
Koch, Emma ( * 1860 † 1945 )
Der Forschungsbedarf zu Emma Koch umfasst alle Bereiche: ihre Biographie, ihr Studium bei Carl Baermann, Xaver Scharwenka, Franz Liszt und Hans von Bülow, ihre Konzerttätigkeit, ihr Repertoire sowie ihre Kontakte zu Zeitgenossen.Göllerich, Gisela ( * 1858 † 1946 )
Der Forschungsbedarf zu Gisela Göllerich umfasst sowohl ihre Biografie als auch alle künstlerischen und pädagogischen Tätigkeiten. Über ihre Schülerinnen und Schüler ist ebenso wenig bekannt wie über ihre Leitung der Volkmannschen Musikschule in Nürnberg. Ebenso fehlen jegliche Angaben zu ihrer Konzerttätigkeit in Budapest, Wien und Nürnberg. Auch über ihre künstlerischen Kontakte innerhalb des Kreises um Franz Liszt liegen bislang kaum Informationen vor.Timanova, Vera ( * 1855 † 1942 )
Der Forschungsbedarf zu Vera Timanova umfasst alle ihre Lebensbereiche. Ihre Biografie und ihre künstlerische Entwicklung sind bislang nur im Ansatz bekannt, ihre pädagogische Tätigkeit liegt vollständig im Dunkeln. Die von ihr bespielten Welte-Mignon-Rollen könnten näheren Aufschluss über ihre Interpretationsweise geben. Auch ihre Kontakte zu Musikerinnen und Musikern sind bislang unerforscht.Um ein angemessenes Bild der Pianistin und Musikpädagogin zu erhalten, ist aller Voraussicht nach die Kenntnis der russischen Sprache sowie eine Zusammenarbeit mit der regionalen Forschung in Ufa notwendig.
Quidde, Margarete ( * 1858 † 1940 )
Der Forschungsbedarf zu Margarete Quidde umfasst alle ihre Tätigkeitsbereiche, die bislang fast ausschließlich an Hand von Lexikonartikeln zu benennen sind: Auftritte, Konzertreisen und Veranstaltungen als Musikerin, ihre Arbeit als Musikpädagogin und Musikkritikerin, als Schriftstellerin, Übersetzerin und Herausgeberin.Hierfür wäre als erstes ihr Nachlass in der Münchner Stadt- und Landesbibliothek zu sichten.
Ravasz, Ilonka von ( * 1851 † 1922 )
Der Forschungsbedarf zu Ilonka von Ravasz umfasst sowohl ihre Biografie als auch alle ihre künstlerisch-pädagogischen Tätigkeiten. Die Ergebnisse könnten auch weiteren Aufschluss geben über die berufliche Entwicklung der ungarischen Schülerinnen von Franz Liszt.Kralik von Meyrswalden, Mathilde ( * 1857 † 1944 )
Wissenschaftliche Untersuchungen zu Leben und Schaffen von Mathilde Kralik von Meyrswalden stehen noch aus. Wünschenswert wären grundlegende Forschungen zur Entstehung, Aufführung und Rezeption ihrer Werke.Bauer-Lechner, Natalie ( * 1858 † 1921 )
Die Nachlässe der bekannten Zeitgenossen, mit denen Natalie Bauer-Lechner in Kontakt gewesen ist, wären auf Briefwechsel mit Natalie Bauer-Lechner hin zu überprüfen (u. a. Siegfried Lipiner, Bruno Walter, Anna Bahr-von Mildenburg, Johannes Brahms, Hugo Wolf).Weitere Forschung über das Soldat-Roeger-Quartett, besonders das Repertoire betreffend sowie speziell die Rolle Natalie Bauer-Lechners, wäre aufschlussreich. Soweit bisher bekannt, hat Natalie Bauer-Lechner nicht in anderen Quartetten oder anderen professionellen Kammermusikbesetzungen mitgewirkt.
Um das Bild Natalie Bauer-Lechners innerhalb der Mahler-Forschung zu ergänzen, wären weitere Forschungen notwendig. So sollten z. B. weitere Briefe Mahlers etc. auf die Darstellung ihrer Person hin gegengelesen werden.
Rappoldi-Kahrer, Laura ( * 1853 † 1925 )
Der Forschungsbedarf zu Laura Rappoldi-Kahrer umfasst alle ihre Tätigkeitsbereiche. Ihre Konzerttourneen, ihr Repertoire, ihre Kontakte zu zeitgenössischen Musikerinnen und Musikern sowie ihre kammermusikalischen Konzerte konnten im vorliegenden Artikel lediglich rudimentär dargestellt werden. Der Verbleib ihrer Kompositionen ist bislang nicht bekannt. Die klavierpädagogischen und musikwissenschaftlich-hermeneutischen Schriften von Laura Rappoldi-Kahrer wären für eine historische Betrachtung der Klavier- bzw. Musikpädagogik ebenso interessant wie für interpretationsgeschichtliche Ansätze. Die künstlerischen Kontakte zur „Neudeutschen Schule“ um Franz Liszt sowie die Aufführungen von Werken aus diesem Umfeld sind m. W. bislang unerforscht.Parallel zu ihrer künstlerischen Laufbahn, war Laura Rappoldi-Kahrer über 35 Jahre lang als Klavierpädagogin am Dresdner Conservatorium tätig und wurde dort 1911 zur Professorin ernannt; über ihre Schülerinnen und Schüler ist bislang nichts bekannt. Interessant wäre in diesem Zusammenhang auch die Frage, welche äußeren Umstände dazu beitrugen, dass Laura Rappoldi-Kahrer der Titel einer „Professorin“ verliehen wurde – zu einer Zeit, als dies für eine Frau eher unüblich war.
Eine Sichtung ihres und ihres Mannes Nachlasses in der Sächsischen Landesbibliothek/Staats- und Universitätsbibliothek Dresden könnte ersten näheren Aufschluss geben und weitere Forschungswege aufzeigen.
Krebs, Mary ( * 1851 † 1900 )
Der Forschungsbedarf zu Mary Krebs umfasst ihre gesamte Konzerttätigkeit. So sind bislang zwar zahlreiche Daten und Orte bekannt, jedoch kaum etwas über die Rezeption in den jeweiligen Ländern. Hierfür wären die im „Répertoire international de presse musicale“ verzeichneten Rezensionen und Artikel zu sichten und auszuwerten (vgl. „Literatur“). Interessant wäre auch die Frage nach ihren Interpretationen und ihrer Bedeutung für andere Musikerinnen und Musiker. Wie es bislang scheint, verstand sich Mary Krebs selbst ausschließlich als ausübenden Musikerin. Hinweise auf kompositorische oder pädagogische Tätigkeiten gibt es nicht.Schirmacher, Dora ( * 1857 )
Der Forschungsbedarf zu Dora Schirmacher umfasst sowohl ihre Biografie als auch alle ihre Tätigkeitsbereiche. Über mögliche Schülerinnen und Schüler ist ebenso wenig bekannt, wie über ihre beruflichen Kontakte. Der Verbleib ihrer Kompositionen ließ sich bislang nicht eruieren. Ein möglicher Nachlass ist nicht bekannt.Bahr-Mildenburg, Anna ( * 1872 † 1947 )
Es fehlt bis heute eine umfassende Aufarbeitung des Nachlasses der Künstlerin und eine wissenschaftliche Einordnung ihres Lebenswerkes. Gabriele Parizek hat sich in ihrer Dissertation (vgl. Literatur) der Tagebücher der Jahrgänge 1888-1889 und 1906-1947 und des übrigen unveröffentlichten Archivmaterials (Rollenbearbeitungen, Aufsätze, Manuskripte, Zeitungskritiken über ihre Auftritte) angenommen, kommt jedoch streckenweise zu problematischen Schlussfolgerungen.Die genannte Magisterarbeit von Candida Kraus ist zeitgeschichtlich ein hochinteressantes Dokument, auch wenn der Umgang mit den Quellen und den Äußerungen der Künstlerin selbst unkritisch bleibt.
Die Arbeit Franz Willnauers ist aus der Sicht eines Mahlerforschers geschrieben, daher könnte hier das Mittel der Montage anderer Dokumente hilfreich sein, um ein vollständiges Bild der Sängerin zu erhalten.
Schließlich müsste die Selbstdarstellung der Künstlerin, wie sie beispielsweise in ihren Tagebüchern zum Ausdruck kommt, und die Darstellung durch Andere (wie sie sich beispielsweise aus Zeitungskritiken und zeitgenössischen Berichten über ihre Arbeit ergibt) einander gegenübergestellt werden, um ein möglichst umfassendes biographisches Bild der Künstlerin liefern zu können.
Die Autorin dieses Artikels bereitet derzeit eine Dissertation vor, die diesen Aufgaben nachgehen wird.
Scharwenka-Stresow, Marianne ( * 1856 † 1918 )
Der Forschungsbedarf zu Marianne Scharwenka-Stresow umfasst ihre Biografie sowie alle ihre Tätigkeiten. Dabei wären ihr jahrzehntelanges Wirken als Pädagogin am Scharwenka-Konservatorium in Berlin, ihr dortiger Schülerkreis sowie ihre Arbeit am Konservatorium im „Hintergrund“ ebenso interessant wie ihre Bedeutung für die zahlreichen beruflichen und privaten Kontakte im Umfeld der Brüder Philipp und Xaver Scharwenka.Kleeberg, Clotilde ( * 1866 † 1909 )
Der Forschungsbedarf zu Clotilde Kleeberg umfasst alle ihre Tätigkeitsbereiche sowie ihre Biografie. So ist z. B. über mögliche Schülerinnen und Schüler bislang nichts bekannt. Interessant wären auch Vergleichsforschungen zur Rezeption ihrer Konzerte in verschiedenen Ländern, besonders England, Frankreich und Deutschland. Eine systematische Auswertung von Musikzeitschriften könnte bereits näheren Aufschluss darüber sowie über ihre Biografie geben.Marx, Berthe ( * 1859 † 1925 )
Der Forschungsbedarf umfasst sowohl die künstlerischen Tätigkeiten von Berthe Marx als auch ihre Biografie. Dabei wäre sicherlich eine systematische Auswertung von Zeitschriften ergiebig. Interessant wäre auch die Frage, inwieweit Vorurteile gegenüber Pablo de Sarasate, z. B. im Hinblick auf populäre Musik, auf Berthe Marx übertragen wurden.Campbell, Lucy ( * 1873 † 1944 )
Der Forschungsbedarf zu Lucy Campbell umfasst sowohl ihre Biografie als auch alle ihre künstlerischen und möglicherweise auch pädagogischen Tätigkeiten.Blauhuth, Jenny ( * 1862 † 1921 )
Der Forschungsbedarf zu Jenny Blauhuth umfasst sowohl ihre Biografie als auch alle ihre Tätigkeitsbereiche.Blauhuth, Clara ( * 1865 )
Der Forschungsbedarf zu Clara Blauhuth umfasst ihre Biografie sowie alle ihre Tätigkeiten. Besonders interessant wären weitere Kenntnisse über ihre Biografie im Hinblick auf vergleichende Studien über die Lebenswege von Absolventinnen des Leipziger Konservatoriums im 19. Jahrhundert.Scherres-Friedenthal, Flora ( * 1862 † 1939 )
Der Forschungsbedarf zu Flora Scherres-Friedenthal umfasst ihre Biografie und alle ihre Tätigkeiten. Es ist zu vermuten, dass Recherchen im Umfeld von Berliner Komponisten in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts, wie z. B. Hugo Kaun, Friedrich Gernsheim, Alexis Hollaender und Ernst Eduard Taubert, ergiebig sind und die Einbindung Flora Scherres-Friedenthals in das Berliner Musikleben der Zeit konkretisieren könnten.Jeppe, Elisabeth ( * 1863 † 1923 )
Der Forschungsbedarf zu Elisabeth Jeppe umfasst sowohl ihre Biografie als auch alle ihre Tätigkeitsbereiche.Schindler, Rosa ( * 1874 )
Der Forschungsbedarf zu Rosa Schindler umfasst ihre Biografie sowie alle ihre Tätigkeitsbereiche.Adler, Jenny ( * 1863 )
Biografie und Tätigkeiten von Jenny Adler wären besonders im Hinblick auf Lebenswege von Frauen im Musikleben des 19. Jahrhunderts in Deutschland interessant, ein Thema, das sich anhand der vergleichsweise vollständig erhaltenen Unterlagen des Leipziger Konservatoriums bearbeiten ließe. Vgl. hierzu z. B. die Artikel Clara Blauhuth, Jenny Blauhuth, Dora Schirmacher, Geraldine Morgan und Doris Böhme.Klinckerfuß, Johanna ( * 1855 † 1924 )
Der Forschungsbedarf zu Johanna Klinckerfuß umfasst ihre Biografie sowie alle ihre Tätigkeiten. Besonders interessant wäre hier ein übergreifender Blick auf die ersten Absolventinnen des Stuttgarter Konservatoriums, das zur Studienzeit von Johanna Klinckerfuß erst seit wenigen Jahren bestand (vgl. hierzu auch die Artikel zu Anna Mehlig und Irma Steinacker). Ebenso interessant wäre es, ausgehend von der Villa Klinckerfuß, das Stuttgarter Musikleben zwischen 1880 und 1920 näher zu untersuchen.Dessauer, Alice ( † 1950 )
Der Forschungsbedarf zu Alice Dessauer umfasst ihr Biografie sowie alle ihre Tätigkeiten.Becker-Samolewska, Bianca ( † 1925 )
Der Forschungsbedarf zu Bianca Becker-Samolewska umfasst ihre Biografie sowie alle ihre Tätigkeiten.Robinson, Edith ( * 1867 † 1940 )
Der Forschungsbedarf zu Edith Robinson umfasst ihre Biografie sowie alle ihre Tätigkeiten.Senkrah, Arma ( * 1864 † 1900 )
Der Forschungsbedarf zu Arma Senkrah umfasst sowohl ihre Biografie als auch alle ihre Tätigkeitsbereiche.Tschetschulin, Agnes ( * 1859 † 1942 )
Der Forschungsbedarf zu Agnes Tschetschulin umfasst sowohl ihre Biografie als auch alle ihre Tätigkeitsbereiche.Burmeister-Petersen, Dory ( * 1860 † 1902 )
Der Forschungsbedarf zu Dory Petersen umfasst ihre Biografie sowie ihre Tätigkeiten.Arkwright, Marian ( * 1863 † 1922 )
Der Forschungsbedarf zu Marian Arkwright umfasst ihre Biografie sowie alle ihre Tätigkeiten. Die Erforschung ihrer Tätigkeiten könnte zugleich einen weiteren Einblick in die Rolle von Frauen im englischen Laienmusikleben bis 1920 geben. Vgl. hierzu auch die Artikel zu Kathleen Riddick und Editha Knocker . Ebenso interessant wäre eine genauere Betrachtung der Kompositionen von Marian Arkwright im Kontext der „English Renaissance“.Fennings, Sarah ( * 1873 )
Der Forschungsbedarf zu Sarah Fennings umfasst ihre Biografie sowie alle ihre Tätigkeiten. Interessant wäre dabei sicherlich auch ihre Rolle als Vertreterin der Otakar Sevčik-Methode in England und ihr Anteil an deren internationaler Verbreitung.Arnheim, Amalie ( * 1863 † 1917 )
Der Forschungsbedarf zu Amalie Arnheim umfasst ihre Biografie sowie alle ihre Tätigkeiten.Stenhammar, Elsa ( * 1866 † 1960 )
„Folkskonserter“, Arbeiterkonzerte, Volkskonzerte etc. sind ein noch wenig untersuchter Bereich musikalischen Handelns. Im Rahmen einer solchen Forschungsarbeit wäre Elsa Stenhammar mit Sicherheit eine aufschlussreiche Persönlichkeit, über die bis jetzt nur wenige detaillierte Informationen vorliegen.Brennerberg, Irene von ( * 1873 † 1922 )
Der Forschungsbedarf zu Irene von Brennerberg umfasst ihre Biografie sowie alle ihre Tätigkeiten.Le Beau, Luise Adolpha ( * 1850 † 1927 )
Luise Adolpha Le Beaus Lied- und Klavierschaffen fand bisher kaum Berücksichtigung in der musikwissenschaftlichen Literatur, ebenso wenig ihr pädagogisches Wirken und ihre Bedeutung für die musikalische Erziehung von Mädchen im 19. Jahrhundert.Ihre Lebenserinnerungen müssten vergleichenden Betrachtungen zu anderen zeitgenössischen Zeugnissen oder Berichten unterzogen werden.



