Forschungsbedarf
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Farrenc, Louise ( * 1804 † 1875 )
Vor dem Hintergrund von Entstehungszeit und -ort gesehen weisen die Kompositionen Louise Farrencs eine erstaunliche Mischung aus Orientierung an klassischen Vorbildern und schöpferischer Lebendigkeit und Eigenständigkeit auf, gepaart mit einer ebenso erstaunlichen Unabhängigkeit von ihrem unmittelbaren musikalischen Umfeld. Leider geben die wenigen erhaltenen biographischen Quellen wenig Auskunft über Farrencs Selbstverständnis als Komponistin oder über ihre kompositorischen Schaffensprozesse, und es muss als wenig wahrscheinlich gelten, dass in größerem Umfang weitere Quellen gefunden werden. Umso wünschenswerter wären weiterführende musikalische Analysen ihrer Werke, auch im Vergleich zu anderen Kompositionen, die als Vorbild gedient haben könnten oder die unter ähnlichen Bedingungen erschienen sind. Die Rolle Louise Farrencs für das Pariser Musikleben und die Einordnung ihres kompositorischen Schaffens in den Kontext der Kompositionsgeschichte sollten so noch präziser erfasst werden.Viardot, Pauline ( * 1821 † 1910 )
Es besteht ein sehr großer Forschungsbedarf bezogen auf alle Felder von Pauline Viardots künstlerischer Tätigkeit. Besonders genannt seien hier noch einmal ihre Kompositionen (von den in Baden-Baden entstandenen Bühnenwerken kennen wir nur die Partitur von „Le dernier sorcier“/“Der letzte Zauberer“) und ihre Rolle als Kulturvermittlerin. Da Pauline Viardot nicht nur mit zahllosen Musikern einen ausgedehnten Briefwechsel führte, liegen tausende von Briefen in den verschiedensten öffentlichen und privaten Archiven und harren ebenso wie ihr Konzert- und ihr Opernrepertoire der Aufarbeitung. Auch ihre Mitarbeitung an der Entstehung verschiedener Partituren etwa von Meyerbeer, Gounod, Massenet und Saint-Saëns ist bisher nicht untersucht worden.Hensel, Fanny ( * 1805 † 1847 )
Zwar liegen sowohl Fanny Hensels Kompositionen als auch ihre Briefe inzwischen weitgehend gedruckt vor, da die editorische Qualität allerdings nicht immer der schwierigen Ausgangslage Rechnung trägt, ist der Rückgriff auf die Quellen meist nach wie vor unabdingbar. Die Musik Fanny Hensels stellt die Herausgeberinnen und Herausgeber vor Aufgaben, die unbedingt einer methodischen Reflexion bedürfen und sowohl im Widerspruch zu den am pragmatischen Wunsch der Aufführung orientierten „spielpraktischen Ausgaben“ als auch an den Prämissen einer am Werkbegriff orientierten wissenschaftlichen Editionspraxis stehen. Die Arbeit an einer wissenschaftlich-kritischen Gesamtausgabe, die neuartige Formen der Editionstechnik wie insbesondere digitale Editionsinstrumente methodisch nutzt, wäre dringend nötig, steht aber durch die weltweit verstreuten Einzelausgaben der Musik nahezu unüberwindlichen rechtlichen Hindernissen gegenüber. Obwohl die zugänglichen Ausgaben der Briefe Fanny Hensels eine hilfreiche Arbeitsgrundlage darstellen, entsprechen sie weder dem heutigen Stand der Briefforschung und teilweise auch nicht den Anforderungen an eine wissenschaftlich kritische Edition. Leider wurde auch im Rahmen der Leipziger Felix Mendelssohn Bartholdy-Briefausgabe die Chance verpasst, nicht nur die Briefe Fanny Hensels, sondern auch die Felix Mendelssohn Bartholdys den heutigen Erkenntnissen über den Brief als einer unabgeschlossenen, dialogischen Textform entsprechend zu edieren. Anstelle einer gemeinsam mit den jeweiligen Gegenbriefen kommentierten, textkritischen Edition ist eine Edition getreten, die die Briefe unter einem vermeintlichen „Autornamen“ fasst. Dies führt zum einen dazu, dass die Briefe von Lea Mendelssohn und Rebecka Dirichlet, die eine wichtige Quelle insbesondere für Fanny Hensels Musizieren darstellen, erst zu einem sehr späten Zeitpunkt erscheinen werden, zum andern erschwert es die Lesbarkeit der Briefe ungemein. Dies gilt um so mehr auf Grund der in der Familie Mendelssohn üblichen Praxis des Schreibens von Familienbriefen: Briefe wurden nicht nur im Familien- und Freundeskreis vorgelesen, sondern auch gemeinsam geschrieben, so dass die Herauslösung eines „Briefautors“ eine Konstruktion ist, die die zirkulierenden Schreib- und Lektüreweisen fragmentiert und zerstört. Auch für den Brief lassen sich mittels digitaler Technik Editionsformen entwickeln, die seinen besonderen unabgeschlossenen Schreib- und Lektüreweisen Rechnung tragen. Hier wäre es ebenfalls wünschenswert, wenn die Rechtsfragen die Entwicklung solcher Methoden nicht von vornherein unmöglich machten.Fanny Hensels Kompositionen wurde in den letzten Jahren einige Aufmerksamkeit zuteil. Nur selten wurde ihre Musik dabei jedoch in den Kontext der musikalischen Kommunikationsweisen gestellt, für die sie entstanden ist. Die Rekonstruktion der ihrer Musik angemessenen Rezeptionsformen gehört daher nach wie vor zu den Herausforderungen, die die Auseinandersetzung mit ihrer Musik und ihrem musikalischen Wirken heute mit sich bringt.
Ein Bereich, zu dem fast noch keine Untersuchungen vorliegen, ist die Korrespondenz zwischen Zeichnungen und Musik in den von Fanny Hensel und ihrem Mann Wilhelm gestalteten Albumblättern und Erinnerungsbüchern.
Die methodische Reflexion, die die Auseinandersetzung mit Fanny Hensels Musik erzwingt, geht über ihr Schaffen weit hinaus. Sie führt zu grundlegenden Infragestellungen herkömmlicher Rezeptionsweisen und Tradierungsformen von Musik.
Lang, Josephine ( * 1815 † 1880 )
Josephine Langs Musikkenntnisse bedürfen weiterer Untersuchung. Ihre Briefe und Lied-Autographen liefern nur einige Hinweise auf die Musik, die sie kannte, schätzte und aufführte. Insbesondere bedarf das Repertoire, das sie als Kammersängerin in München vortrug, noch eingehendere Forschungen.Drucke von Josephine Langs op. 1 und op. 3 sind auch noch nicht aufgefunden worden. In Josephine Langs persönlich aufgestelltem Werkverzeichnis von 1867 steht, dass sie ihre eigenen Hefte von „opp. 1, 2, und 3“ durch ihren Schwiegersohn an den Verleger (Falter & Sohn) zum Zweck einer zweiten Auflage geschickt habe. Dieses ist wohl der Grund, warum diese Liedersammlungen nicht in der Württembergischen Landesbibliothek zu finden sind. Die Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz Berlin besaß op. 1 und op. 3, aber sie wurden leider im Krieg zerstört. Forschungen bei den verschiedenen Verlegern, die eventuell die Noten von Falter & Sohn erworben haben, waren bis jetzt erfolglos.
Auch eine historisch-kritische Ausgabe der Werke Josephine Lang steht noch aus, obwohl eine Anzahl von Neuausgaben bei amerikanischen und deutschen Verlegern erschienen ist.
Schumann, Clara ( * 1819 † 1896 )
Da immer wieder neue Briefmaterialien auftauchen, differenziert sich unser Bild von dem wohl berühmtesten Künstlerpaar der Musikgeschichte immer mehr. Vor allem die neu veröffentlichten Briefe an die Mutter Clara Schumanns, Mariane Bargiel, einer Frau, die als Klavierlehrerin den Lebensunterhalt für ihren Mann und vier Kinder bestreiten musste, harren der Auswertung. Darüber hinaus fehlen Detailstudien z.B. zu Clara Schumanns vielfältigen Tätigkeiten etwa in Leipzig, Dresden und Düsseldorf, zu den Beziehungen zu KünstlerkollegInnen, auch zu einzelnen ihrer Schülerinnen.Da 2008 ein neuer Film - „Geliebte Clara“ (Helma Sanders-Brahms) - in die Kinos gekommen ist, wäre eine Studie zum Thema Clara Schumann als Roman- und Filmheldin immer wieder aktuell.
Voigt , Henriette ( * 1808 † 1839 )
Um Henriette Voigts Einfluss auf die Repertoirepflege ihrer Zeit ermessen zu können, würde man grundlegender Forschung zu dem in Leipzig gepflegten Repertoire bedürfen. Dies bezieht sich sowohl auf öffentliche Konzertvereine, als auch auf die private oder halböffentliche Musikpflege.Eine wesentliche Phase von Henriette Voigts musikalischer Sozialisation fand in Berlin statt, so dass hier zu fragen ist, ob spezifische Berliner Traditionen in ihrem Repertoire oder ihrer Musikauffassung wiederzufinden sind. Es wäre auch interessant der Frage nach zu gehen, in welchem Verhältnis die Musikkultur Berlins und die Leipzigs zueinander standen.
Für die bürgerliche Musikpraxis des 19. Jahrhunderts stellt sich die Frage, inwiefern hier Strömungen und Gruppierungen erkennbar sind und wann man von regionalen Einzelerscheinungen sprechen muss. Weiterer Forschung bedarf auch die Frage, in wieweit bürgerliche Dilettanten Einfluss auf die Ausbildung eines Werkkanons hatten. Hierbei fehlt es vielfach noch an geeigneten und etablierten Beschreibungskategorien für die Tätigkeiten von Interpreten und Dilettanten, um ihrem Stellenwert in der Musikgeschichtsschreibung gerecht zu werden. Hierbei stellt auch der Begriff des „Salons“ und der „Salonière“ im deutschsprachigen Raum einen viel diskutierten Begriff dar, der eingehender Untersuchung bedürfte.
Belleville, Anna Caroline de ( * 1808 † 1880 )
Der Forschungsbedarf zu Anna Caroline de Belleville umfasst ihre Biografie sowie alle ihre Tätigkeitsbereiche. Dabei wären als erstes verlässliche Quellen zu eruieren. Forschungen zu ihren Kompositionen, deren Drucken, Aufführungen und Rezeption, könnten den Blick auf das Virtuosentum im 19. Jahrhundert und dessen Bedeutung für das Musikleben erweitern.Schröder-Devrient, Wilhelmine ( * 1804 † 1860 )
Es besteht Bedarf an einer aktuellen, umfassenden und wissenschaftlichen Studie zu Wilhelmine Schröder-Devrient. Ihre Rolle als dramatische Opernsängerin ist noch nicht hinreichend erforscht worden. Ebenso besteht Bedarf an einer Untersuchung ihrer vielseitigen Konzerttätigkeiten. Es fehlt ebenfalls eine wissenschaftliche Studie zur Rezeptionsgeschichte und ihrer Wirkung auf die europäische Opernlandschaft. Nicht erforscht sind bisher auch die bei Wolzogen und Glümer erwähnten politischen Neigungen oder Aktivitäten der Sängerin. Besonders aufschlussreich und erstrebenswert wäre zudem eine Zusammenführung und kritische Edition ihrer Korrespondenz als wichtige Primärquellensammlung zur Opern-, Gesangs- und Genderforschung; Claire Glümer nennt zahlreiche ihrer bedeutenden Korrespondenten wie Carl Gustav Carus, Helmine von Chézy, Lucile Grahn, Theodor Hell, Ferdinand Hiller, Carl von Holtei, Heinrich Laube, Franz Liszt, Felix Mendelssohn Bartholdy, Giacomo Meyerbeer, Theodor Mosevius, Elise Polko, Gioacchino Rossini, Clara und Robert Schumann, Gaspare Spontini, Daniel Stern (Pseudonym der Gräfin Marie d’Agoult), Caroline Ungher-Sabatier und viele mehr.Schebest, Agnese ( * 1813 † 1870 )
Auftritte von Agnese Schebest werden in zahlreichen zeitgenössischen Zeitungsartikeln erwähnt, die bislang noch nicht ausgewertet sind.Die Autobiografie von Agnese Schebest ist erst in Ansätzen nach literaturwissenschaftlichen Forschungsmethoden untersucht worden (vgl. Martina Rebmann „Luise Adolpha Le Beau, Lebenserinnerungen einer Komponistin“. In: Musik in Baden-Württemberg, Jahrbuch. Gabriele Busch-Salmen u.a. (Hg.). München: Strube, 2007. S. 49-71).
Eingehende Studien zur Unterrichtsmethode von Agnese Schebest sowie die Einbettung in das pädagogische Umfeld in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts stehen noch aus, ebenso Untersuchungen zu Schülerinnen und Schülern (wer wurde unterrichtet, wie lange, mit welchem Ergebnis, welche überregionale Wirkung ergibt sich aus Schebests Lehrmethode?).
Sontag, Henriette ( * 1806 † 1854 )
Die aktuellsten und umfassendsten Publikationen über Henriette Sontag liegen bereits Jahrzehnte zurück, so dass Bedarf an einer neuen wissenschaftlichen Studie über die Sängerin besteht. Insbesondere die Forschung zu ihrem Opernrepertoire weist Lücken auf und müsste vervollständigt werden. Eine Untersuchung ihrer vielseitigen Konzerttätigkeit, gerade in den Jahren nach ihrer Heirat mit dem Grafen Rossi, steht ebenso noch aus. In diesem Zusammenhang wäre auch Henriette Sontags Berliner Salon näher zu betrachten. Darüber hinaus wäre eine Sammlung und kritische Edition ihrer Korrespondenz als wichtige Grundlage zur Opern-, Gesangs- und Genderforschung erstrebenswert.Bülow, Charlotte von ( * 1817 † 1908 )
Der Forschungsbedarf zu Charlotte von Bülow umfasst ihre Biografie sowie ihre Tätigkeiten.Baudissin, Sophie von ( * 1818 † 1894 )
Der Forschungsbedarf zu Sophie von Baudissin umfasst ihre Biografie sowie alle ihre Tätigkeiten.Dahl, Emma ( * 1819 † 1896 )
Es wäre Aufgabe zukünftiger Forschung, bisher ungesichtetes Material in Bibliotheken und Archiven (u.a. in Oslo, Bergen und Kopenhagen) auszuwerten sowie weitere Quellenbestände zu eruieren, die Emma Dahls kulturelles Handeln näher beleuchten können. Vor allem über die Zeit in Berlin, ihre Parisreise sowie ihren letzten Lebensabschnitt in Kopenhagen ist bisher nur sehr wenig bekannt (zu suchen wäre hier u. a. nach einem Nachlass, dem genauen Sterbedatum, Kompositionen aus dieser Zeit, etc.).Interessant wäre darüber hinaus, das Umfeld des Dahlschen Salons zu bestimmen und Emma Dahls Einfluss auf das norwegische Musikleben näher zu untersuchen.
Auch über ihre Rezeption besteht Klärungsbedarf. Historisch müsste z. B. untersucht werden, welche Verbreitung Emma Dahls Werke besaßen oder welche Vorbildfunktion sie für andere norwegische Sängerinnen hatte. Wirkte sie repertoirebildend? Hat sie überwiegend norwegische oder auch deutsche Lieder gesungen?
Eine Übersicht über ihr Repertoire steht ebenso aus wie ein detailliertes Werkverzeichnis. Ein Vergleich ihrer Schauspielmusik zu „Maria Stuart“ mit derjenigen von Halfdan Kjerulf und Friedrich August Reissiger zum selben Bühnenstück könnte Aufschluss über ihr kompositorisches Selbstverständnis geben.
Lind, Jenny ( * 1820 † 1887 )
Das bemerkenswerte Ausmaß von Jenny Linds Popularität und der reiche Austausch der Sängerin mit Künstlern, Monarchen und anderen Zeitgenossen bietet einen Fundus an Quellen, die bis dato jedoch nur vereinzelt und teilweise nicht in der Originalsprache gedruckt wurden. Dabei erscheint vor allem eine kritische Ausgabe des Briefwechsels Jenny Linds für ein fundiertes Forschungsunternehmen unerlässlich.Heinke, Ottilie ( * 1823 )
Der Forschungsbedarf zu Ottilie Heinke umfasst ihre Biografie sowie ihre Tätigkeiten. Dabei könnten ihre Biografie und ihre Kompositionen besonders für Forschungen zu einer Geschichte der Musikpädagogik im 19. Jahrhundert interessant sein.Schmezer, Elise ( * 1810 † 1856 )
Der Forschungsbedarf zu Elise Schmezer umfasst sowohl ihre Biografie als auch alle ihre Tätigkeitsbereiche.Drieberg, Louise von ( * 1801 † 1843 )
Der Forschungsbedarf zu Louise von Drieberg umfasst ihre Biografie sowie all ihre Tätigkeiten.Dietz, Cathinka ( )
Bis auf die Recherchen über die Herkunft der Musikerin und einige verstreute Notenfunde, die über das Internet möglich waren, stützen sich die Ergebnisse in erster Linie auf Berichte in deutschsprachigen, französischen und englischen Musikjournalen. Weiterführende Recherchen in Frankreich und England zu ihrer Konzerttätigkeit, ihren zahlreichen Kontakten und zu ihrer Arbeit als Klavierpädagogin würden Aufschluss über die künstlerische Bedeutung Cathinka Dietz‘ bringen.Kinkel, Johanna ( * 1810 † 1858 )
Forschungsbedarf besteht in der wissenschaftlichen Aufarbeitung der bislang zum großen Teil in Manuskripten vorliegenden Bühnenwerke sowie der Schriften und Briefe, um den Stellenwert Johanna Kinkels und ihre Bedeutung besser einordnen und würdigen zu können.Eder, Josephine ( * 1815 † 1868 )
Der Forschungsbedarf zu Josephine Eder umfasst ihre Biografie sowie ihre Tätigkeiten.Brentano, Antonie ( * 1780 † 1869 )
Es fehlt eine fundierte Biografie, die beispielsweise ihre Beziehungen zu anderen Mitgliedern der Familie Brentano einmal genauer untersucht, insbesondere zu ihrem Gatten, ihren Kindern sowie zu Bettina und Clemens. Es sind zahlreiche, noch unveröffentlichte Briefe Antonies überliefert, die dabei eine große Hilfe darstellen würden. Aufschlussreich könnte auch eine Untersuchung zum Frankfurter Frauenverein sein, in dem Antonie Brentano offenbar eine zentrale Rolle spielte.Aspri, Orsola ( )
Der Forschungsbedarf zu Orsola Aspri umfasst ihre Biografie und ihre Tätigkeiten sowie analytische und kontextuelle Studien zu ihren Werken.Dirichlet, Rebecka ( * 1811 † 1858 )
Von einigen wenigen Ausnahmen abgesehen steht eine Publikation der zahlreichen Briefe Rebecka Dirichlets bislang aus. Gerade weil ihr Schaffen Teil häuslicher, nachbarschaftlicher und freundschaftlicher Netzwerke war, wäre es sinnvoll und wünschenswert, die Briefe entsprechend den Erkenntnissen der neueren Briefforschung in Form einer Korrespondenz zu publizieren.Mayer, Emilie ( * 1812 † 1883 )
Vor dem Hintergrund des umfangreichen Œuvres besteht vor allem bezüglich der systematischen musikwissenschaftlichen Aufarbeitung und Untersuchung von Werkgruppen Forschungsbedarf – auch vor dem Hintergrund ihrer Position innerhalb des als Spannungsfeld zu bezeichnenden ästhetischen Diskurses um Gattungstraditionen und Fortschritt und ihre Bedeutung für das Repertoire von sinfonischer Musik und Kammermusik gegen Mitte des 19. Jahrhunderts.Auf den Wert der editorischen Aufarbeitung –
auch für die musikalische Praxis – der zahlreichen unveröffentlichten Werke muss ausdrücklich verwiesen werden. Emilie Mayers Werke finden in jüngerer Zeit zunehmend Eingang ins musikalische Repertoire.
Der Nachlass der Komponistin befindet sich in der „Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz. Musikabteilung mit Mendelssohn Archiv“.



