Forschungsbedarf
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Haaß, Catharina
Der Forschungsbedarf zu Catharina Haaß umfasst ihre Biografie sowie alle ihre Tätigkeiten. Ihr jahrzehntelanges Wirken im Bereich der elementaren Musikpädagogik wäre dabei vermutlich für eine Geschichte der elementaren Musikpädagogik ebenso interessant wie im Hinblick auf die musikalische Erwerbstätigkeit von Frauen im 19. Jahrhundert (vgl. hierzu z. B. die Artikel über Hermine Bovet und Amalie Felsenthal ).Haas-Holländer, Alma
Der Forschungsbedarf zu Alma Haas Holländer umfasst sowohl ihre Biografie als auch alle ihre Tätigkeitsbereiche.Häßler, Sophia Barbara
Der leserliche Teil der Autobiografie endet mit Sophia Häßlers Ankunft in Moskau. Es wäre wünschenswert, die späteren und heute aufgrund des schlechten Zustandes des Papiers nicht mehr lesbaren Seiten zu rekonstruieren.Möglicherweise wären durch Nachforschungen über die Tochter Regina Henriette Nerlich und ihre Tätigkeiten in Weimar noch Einzelheiten über die späteren Lebensjahre Sophia Häßlers in Erfahrung zu bringen.
Ergiebig wären außerdem Recherchen zu den Programmen der von Sophia Häßler dirigierten Konzerte anhand von originalen Programmzetteln, Zeitungsberichten und möglicherweise vorhandenen Notenmaterialien.
Harrison, Annie
Der Forschungsbedarf zu Annie Harrison umfasst ihre Biografie und ihre Tätigkeiten.Harrison, May
May Harrison steht bis heute im Schatten ihrer Schwester Beatrice Harrison. Entsprechend groß ist der Forschungsbedarf zu den eigenständigen Tätigkeiten von May Harrison. Dies betrifft sowohl ihre Studienzeit bei Enrique Arbós in London und bei Leopold Auer in St. Petersburg als auch ihre internationale Karriere als Solistin, ihre Konzerttourneen und die Rezeption ihres Spiels in den jeweiligen Ländern. Durch alle Kurzdarstellungen ihres Lebens zieht sich der Hinweis, dass sie eine herausragende Bach-Interpretin war, ohne dass dies bislang anhand von Dokumenten zu präzisieren wäre. Auch ihre Kontakte zu zeitgenössischen Komponisten sind nahezu unerforscht, ebenso wie ihre kammermusikalischen Tätigkeiten außerhalb ihrer Familie. So befindet sich z. B. im National Sound Archive der British Library London eine Aufnahme von Ha'nacker mill“ des Komponisten Peter Warlock für Bariton, Oboe, Klavier und Violine, die 1936 gemeinsam mit Sumner Austin (Bar.), Helen Gaskell (Ob.) und Charles Lynch (Kl.) entstanden ist. Ferner ließe sich May Harrisons Interpretationsweise alter und neuer Musik anhand von Aufnahmen wie auch mit Hilfe der erhaltenen Einzeichnungen in Partituren untersuchen und könnte auf diese Weise Aufschluss geben über die Rolle von Interpretinnen und Interpreten der „neuen Musik“ Großbritanniens in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts.May Harrison unterrichtete zwölf Jahre lang am Royal College of Music im Fach Violine. Dennoch ist weder über ihren Unterricht, noch über ihre Schülerinnen und Schüler Näheres bekannt.
Da von ihr eine Komposition erhalten ist, wäre zu fragen, inwieweit May Harrison kontinuierlich komponiert hat.
Harrison, Beatrice
Die Biografie von Beatrice Harrison sowie ihre Konzerttätigkeit ist vergleichweise gut dokumentiert. Informationen fehlen im Wesentlichen zu ihren Konzerttourneen sowie die Rezeption in den jeweiligen Ländern, besonders in den USA. Ihre Interpretationen von Werken zeitgenössischer Komponisten sind bislang nicht näher untersucht und könnten über die Kompositions- und Interpretationspraxis in England in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts Aufschluss geben. Dies betrifft sowohl die Interpretation von Edward Elgars Cellokonzert als auch die Ausführungen von Werken anderer zeitgenössischer britischer Komponisten. Angesichts der zahlreichen Kompositionen, die von ihrem Spiel angeregt bzw. für sie komponiert wurden, wäre auch zu hinterfragen, welche Bedeutung Beatrice Harrison für die Cello-Literatur und ihre Rezeption in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts zukommt.Harrison, Margaret
Der Forschungsbedarf zu Margaret Harrison umfasst nahezu alle Tätigkeiten, von ihren Auftritten als Violinistin bis hin zu ihrer Arbeit „im Hintergrund“ als Begleiterin ihrer Schwestern. Ob Margaret Harrison auch als Komponistin gewirkt hat, ist bislang unbekannt.Hartzer-Stibbe, Marie
Der Forschungsbedarf zu Marie Hartzer-Stibbe umfasst sowohl ihre Biografie als auch alle ihre Tätigkeitsbereiche. Hierzu zählen besonders Forschungen zu ihrer Konzerttätigkeit nach 1908, zur stilistischen Einordung ihrer Kompositionen, zu den Hintergründen ihrer Emigration 1932 sowie zu ihren Tätigkeiten in den USA. Die Komposition der „Kinderlieder“ (op. 26) lässt zudem eine pädagogische Tätigkeit vermuten, für die es bislang jedoch keine Belege gibt.Hauffe, Louise
Der Forschungsbedarf zu Louise Hauffe umfasst ihre Biografie sowie alle ihre Tätigkeitsbereiche; so ist z. B. bislang über eine mögliche Unterrichtstätigkeit nichts bekannt. Auch die Frage, welche gesellschaftlich-künstlerische Rolle sie im Haus Härtel spielte, ist unerforscht.Hayward, Marjorie
Während die Konzerttätigkeiten und das künstlerische Umfeld sowie das Repertoire von Marjorie Hayward relativ gut zu erschließen sind, ist über ihre pädagogischen Tätigkeiten bislang nichts bekannt. Interessant wären auch die zahlreichen Aufnahmen kammermusikalischer Werke, die im National Sound Archive der British Library aufbewahrt werden und die sicherlich näheren Aufschluss über die Interpretationsweise sowohl des klassisch-romantischen Repertoires als auch der zeitgenössischen britischen Musik geben könnten. In diesem Rahmen wäre dann vermutlich auch die Rolle von Marjorie Hayward für das Londoner Musikleben in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts präziser zu bestimmen.Hegyesi, Lotte
Der Forschungsbedarf zu Lotte Hegyesi umfasst ihre Biografie, ihre Tätigkeiten sowie ihre beruflichen und privaten Kontakte. Interessant wäre auch die Frage, ob Lotte Hegyesi bereits vor 1933 Deutschland verlassen hatte oder ob sie zu den Verfolgten der NS-Zeit gehörte.Heinke, Ottilie
Der Forschungsbedarf zu Ottilie Heinke umfasst ihre Biografie sowie ihre Tätigkeiten. Dabei könnten ihre Biografie und ihre Kompositionen besonders für Forschungen zu einer Geschichte der Musikpädagogik im 19. Jahrhundert interessant sein.Henkel, Lily
Die Biografie von Lily Henkel und ihre künstlerischen Tätigkeiten lassen sich bislang nur fragmentarisch rekonstruieren. Dabei bleiben viele Fragen offen, z. B. zu ihrer Studienzeit bei Heinrich Ordenstein und Clara Schumann, zu ihren Konzerten und Konzerttourneen sowie zu ihren Konzertveranstaltungen. Auch das künstlerische Umfeld ist bislang nahezu unerforscht. Kein einziger Hinweis findet sich zudem auf eine mögliche Unterrichtstätigkeit von Lily Henkel. Ein Nachlass ist nicht bekannt.Hensel, Fanny
Zwar liegen sowohl Fanny Hensels Kompositionen als auch ihre Briefe inzwischen weitgehend gedruckt vor, da die editorische Qualität allerdings nicht immer der schwierigen Ausgangslage Rechnung trägt, ist der Rückgriff auf die Quellen meist nach wie vor unabdingbar. Die Musik Fanny Hensels stellt die Herausgeberinnen und Herausgeber vor Aufgaben, die unbedingt einer methodischen Reflexion bedürfen und sowohl im Widerspruch zu den am pragmatischen Wunsch der Aufführung orientierten „spielpraktischen Ausgaben“ als auch an den Prämissen einer am Werkbegriff orientierten wissenschaftlichen Editionspraxis stehen. Die Arbeit an einer wissenschaftlich-kritischen Gesamtausgabe, die neuartige Formen der Editionstechnik wie insbesondere digitale Editionsinstrumente methodisch nutzt, wäre dringend nötig, steht aber durch die weltweit verstreuten Einzelausgaben der Musik nahezu unüberwindlichen rechtlichen Hindernissen gegenüber. Obwohl die zugänglichen Ausgaben der Briefe Fanny Hensels eine hilfreiche Arbeitsgrundlage darstellen, entsprechen sie weder dem heutigen Stand der Briefforschung und teilweise auch nicht den Anforderungen an eine wissenschaftlich kritische Edition. Leider wurde auch im Rahmen der Leipziger Felix Mendelssohn Bartholdy-Briefausgabe die Chance verpasst, nicht nur die Briefe Fanny Hensels, sondern auch die Felix Mendelssohn Bartholdys den heutigen Erkenntnissen über den Brief als einer unabgeschlossenen, dialogischen Textform entsprechend zu edieren. Anstelle einer gemeinsam mit den jeweiligen Gegenbriefen kommentierten, textkritischen Edition ist eine Edition getreten, die die Briefe unter einem vermeintlichen „Autornamen“ fasst. Dies führt zum einen dazu, dass die Briefe von Lea Mendelssohn und Rebecka Dirichlet, die eine wichtige Quelle insbesondere für Fanny Hensels Musizieren darstellen, erst zu einem sehr späten Zeitpunkt erscheinen werden, zum andern erschwert es die Lesbarkeit der Briefe ungemein. Dies gilt um so mehr auf Grund der in der Familie Mendelssohn üblichen Praxis des Schreibens von Familienbriefen: Briefe wurden nicht nur im Familien- und Freundeskreis vorgelesen, sondern auch gemeinsam geschrieben, so dass die Herauslösung eines „Briefautors“ eine Konstruktion ist, die die zirkulierenden Schreib- und Lektüreweisen fragmentiert und zerstört. Auch für den Brief lassen sich mittels digitaler Technik Editionsformen entwickeln, die seinen besonderen unabgeschlossenen Schreib- und Lektüreweisen Rechnung tragen. Hier wäre es ebenfalls wünschenswert, wenn die Rechtsfragen die Entwicklung solcher Methoden nicht von vornherein unmöglich machten.Fanny Hensels Kompositionen wurde in den letzten Jahren einige Aufmerksamkeit zuteil. Nur selten wurde ihre Musik dabei jedoch in den Kontext der musikalischen Kommunikationsweisen gestellt, für die sie entstanden ist. Die Rekonstruktion der ihrer Musik angemessenen Rezeptionsformen gehört daher nach wie vor zu den Herausforderungen, die die Auseinandersetzung mit ihrer Musik und ihrem musikalischen Wirken heute mit sich bringt.
Ein Bereich, zu dem fast noch keine Untersuchungen vorliegen, ist die Korrespondenz zwischen Zeichnungen und Musik in den von Fanny Hensel und ihrem Mann Wilhelm gestalteten Albumblättern und Erinnerungsbüchern.
Die methodische Reflexion, die die Auseinandersetzung mit Fanny Hensels Musik erzwingt, geht über ihr Schaffen weit hinaus. Sie führt zu grundlegenden Infragestellungen herkömmlicher Rezeptionsweisen und Tradierungsformen von Musik.
Hertz, Hedwig
Der Forschungsbedarf zu Hedwig Hertz umfasst ihre Biografie sowie alle ihre Tätigkeiten.Herzogenberg, Elisabeth von
Wichtige und bisher leider kaum geleistete Vorarbeiten, die für eine Einordnung der Tätigkeit Elisabeth von Herzogenbergs in die Musikwissenschaft notwendig sind, sind wissenschaftlich fundierte Arbeiten:- zu musikalischen Salons,
- zu Musikförderung und Mäzenatentum,
- zu Freundschaftsnetzwerken in der Musikkultur,
- zur Rolle von Förderung in kreativen Prozessen.
Hess, Myra
Während Myra Hess‘ persönlicher Werdegang und zum Teil auch ihre Kontakte zu anderen KünstlerInnnen relativ gut in der Biografie von Marian McKenna erschlossen sind, ist über ihren Interpretationsstil – gerade was die Klavierwerke Mozarts und Beethovens anbelangt – wenig bekannt. Vergleichende Analysen ihrer Aufnahmen würde diesbezüglich Abhilfe schaffen. Zudem wäre eine nähere Untersuchung des SchülerInnen- und KünstlerkollegInnenkreises von Myra Hess aufschlussreich, um mehr über ihre Klavierpädagogik und Interpretationszugänge zu einzelnen Komponisten und deren Werken zu erfahren. So erwähnt zum Beispiel die englische Pianistin und Clara-Schumann-Schülerin Adelina de Lara in ihrer Autobiografie, zu der Myra Hess das Vorwort verfasste, einen gemeinsamen Auftritt am 23. Januar 1946 in der National Gallery (de Lara, Adelina. Finale. S. 204f.)Ferner stehen noch Forschungen zu Myra Hess‘ Klaviertranskriptionen von Barockmusik, insbesondere der Musik J. S. Bachs aus.
Hesterberg, Trude
- Es gibt noch keine Biographie von Trude Hesterberg; lediglich ihre Autobiographie ist erschienen, jedoch ohne wissenschaftlichen Kommentar.- Vor allem Hesterbergs Wirken nach dem Zweiten Weltkrieg ist kaum erforscht bzw. beschrieben.
- Ihr Repertoire müsste anhand von Programmen und anderen Unterlagen zusammengestellt werden.
- Ihr Gesangsstil/ihre Technik wäre im Vergleich mit anderen Sängerinnen der Zeit (z.B. der Massary und anderen) untersuchenswert.



